Skip to main content

Full text of "Neuer Anzeiger für Bibliographie und Bibliothekwissenschaft"

See other formats


This is a digital copy of a book that was preserved for generations on library shelves before it was carefully scanned by Google as part of a project 
to make the world's books discoverable online. 

It has survived long enough for the Copyright to expire and the book to enter the public domain. A public domain book is one that was never subject 
to Copyright or whose legal Copyright term has expired. Whether a book is in the public domain may vary country to country. Public domain books 
are our gateways to the past, representing a wealth of history, culture and knowledge that 's often difficult to discover. 

Marks, notations and other marginalia present in the original volume will appear in this file - a reminder of this book's long journey from the 
publisher to a library and finally to you. 

Usage guidelines 

Google is proud to partner with libraries to digitize public domain materials and make them widely accessible. Public domain books belong to the 
public and we are merely their custodians. Nevertheless, this work is expensive, so in order to keep providing this resource, we have taken Steps to 
prevent abuse by commercial parties, including placing technical restrictions on automated querying. 

We also ask that you: 

+ Make non-commercial use of the file s We designed Google Book Search for use by individuals, and we request that you use these files for 
personal, non-commercial purposes. 

+ Refrain from automated querying Do not send automated queries of any sort to Google's System: If you are conducting research on machine 
translation, optical character recognition or other areas where access to a large amount of text is helpful, please contact us. We encourage the 
use of public domain materials for these purposes and may be able to help. 

+ Maintain attribution The Google "watermark" you see on each file is essential for informing people about this project and helping them find 
additional materials through Google Book Search. Please do not remove it. 

+ Keep it legal Whatever your use, remember that you are responsible for ensuring that what you are doing is legal. Do not assume that just 
because we believe a book is in the public domain for users in the United States, that the work is also in the public domain for users in other 
countries. Whether a book is still in Copyright varies from country to country, and we can't off er guidance on whether any specific use of 
any specific book is allowed. Please do not assume that a book's appearance in Google Book Search means it can be used in any manner 
any where in the world. Copyright infringement liability can be quite severe. 

About Google Book Search 

Google's mission is to organize the world's Information and to make it universally accessible and useful. Google Book Search helps readers 
discover the world's books while helping authors and publishers reach new audiences. You can search through the füll text of this book on the web 



at |http : //books . google . com/ 




über dieses Buch 

Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Regalen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im 
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfügbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde. 

Das Buch hat das Urheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch, 
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann 
von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles 
und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist. 

Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei - eine Erin- 
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat. 

Nutzungsrichtlinien 

Google ist stolz, mit Bibliotheken in partnerschaftlicher Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse 
zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nichtsdestotrotz ist diese 
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch 
kommerzielle Parteien zu verhindern. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen. 

Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien: 

+ Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche für Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese 
Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden. 

+ Keine automatisierten Abfragen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen 
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen 
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials für diese Zwecke und können Ihnen 
unter Umständen helfen. 

+ Beibehaltung von Google -Markenelementen Das "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über 
dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht. 

+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein, 
sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA 
öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist 
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulässig 
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der 
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechtsverletzung kann schwerwiegende Folgen haben. 

Über Google Buchsuche 

Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google 
Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser Welt zu entdecken, und unterstützt Autoren und Verleger dabei, neue Zielgruppen zu erreichen. 



Den gesamten Buchtext können Sie im Internet unter http : //books . google . com durchsuchen. 



^ p,T;-';r-'7.J^^^-'r 



7^ 'cf' "^ 



Anzeliper ^^fC 



fär 



BiMiograpMe und Bibliothekwissenschafi. 



^i^rgiig 1855« 



Herausgegeben 



Dr. tWuUus ]Pet»hoidi, 

Bibliothekar Sr. Majest&t des Königs Johann von Sachsen , sowie Sr. Königl. 

Hoheit des Kronprinzen Albert, Herzogs zn Sachsen, und der Prinzl. Secnndo- 

genitur- Bibliothek za Dresden, d. Z. Secretair der Naturwissenschaftlichen 

, Gesellschaft zu Dresden, Mitglied des Königl. Philologischen Seminars und der ' 

Griechischen Gesellschaft zu Leipzig und des Königl. Sächsischen Alterthums- 

Vereines, Ehrencorrespondent der Kaiserl. öffentlichen Bibliothek zu St. Peters - 

hnrg, Inhaber der Kaiserl. Russischen grossen goldenen Medaille und der Kaiserl. 

Königl. Oesterrieichischen und Königl. Preussischen goldenen Medaillen 

für Wissenschaft. 



HaUe, 

Druck und Verlag von H. W. Schmidt. 
1896. 



SU hnuu Krstes Hell. 18ii5* 

Nr. 1 u. fojigende enthaltend. 



•vf ^^m Oeliletß der Vll»Ui»sr4i9l|le 

Im «Tuhre 18^4»^) 

Von Pä«1 Tr§]ft«l. 

Jedes Bereich menschlicher Thätigkelt und Wissenschaft 
hat das Bedurfniss u. die Pflicht, von Zeit zu Zeit Rechen- 
schaft abzulegen von seinem Wollen , Rückhlicke zulhun auf 
das Geleistete, Streben u. Gewinn gegen einander abzu- 
wägen. Die Bibliographie entbehrte bisher solcher zusammen- 
fassender Uebersichten , wie überhaupt ihre geschichtfiche 
Darstellung noch keine genügende Behandlung erfahren hat; 
die wachsende Bedeutung aber, die sie nfiit dem sich stetig 
ausbreitenden Umfange der Litteratur in dem Kreise der 
ilbrigen Wissenschaften gewinnt, lässt das Bedurfniss dazu 
immer dringender hervortreten, u, diese Zeitschrift, deren 
Zweck es zunächst ist, einen Ueberblick zu geben über die 
Erscheinungen auf ihrem Gebiete, glaubt einer Pflicht zu ge- 
nügen, indem sie durch jährliche Uebersichten den angedeu- 
teten Forderungen gerecht zu werden versucht. Es kann sich 
dabei natürlich nicht darum handeln, die Leistungen jeder 
Richtung ihres weiten Gebietes bis in die feinsten Spitzen 
zu verfolgen, es wird vielmehr nur darauf ankönunen, die 
verschiedenen Hichtungen selbst, ihre Arbeiter u. Arbeiten 
im Allgemeinen zu charakterisiren, auf Früheres gelegentlich 
hinzuweisen u. Wünschenswerthes für die Zukunft anzu- 
deuten. 

Wir werfen zunächst einen kurzen Blick aqf diejenigen 
wenigen periodischen Blätter, welche der Bibliographie ah 
sich u. ausschliesslich gewidmet sind, und nennen dabei 
zuerst den vorliegenden Anzeiger für Bibliographie t|» Biblio- 
thekwissenschafL Wir thun dies aus dem Grunde , weil ^r die 
andern Organe gleichsam Wiederum in sich einschliesst, er 
ist im Wesentlichen (den der Bibliothekwissenschaftj^ewidmeten 
Theil, der uns hier nicht berührt, abgerechnet) jeine J)iblio- 
graphische Öibliographie. Sein Zweck in dieser Richtung ist, 
die Erscheinungen auf dem Gebiete der Bibliographie seihst 
zu verzeichnen u. sie ihrem Werlhe nach zu prüfen. Pa- 



YfßXi^ffi fi^t f^ie 9))t^prex;homlfl Nummer m hp^M* V^ "^^ Af^Hger f9r 
BibUographie und Bibliolhehwissenschaft, 

Pet»hol4t,AnMig9r, Januar, 1865. 1 



2 Üebersicbt der neuern bibliographisclien Litteratur. 

neben veröffentlicbt er auch selbständige bibliogr. Arbeiten, 
wirkt also in doppelter Weise, schaffend ö. kritisifend. 
Der Bibliothe^wissenschaft zunächst ist auch Naumann's 
Serapeum [56] gewidmet, doch sind die Interessen dieser ^u. 
•4«r B4Miogr. s« ineioMider verwacbften, 4aM iIm VerirekMig 
beider in einer Zeitschrift vernünftig u. nützhch erscheint. 
^Das Serapeum bat in den 15 Jahren seines Besteliens ''die 
bibliogr. Litteratur um eine grosse Zahl werthvdUe^ Einzel- 
forschungen bereichert u. nimmt Oberhaupt als sammelndes 
Organ für alle BestrebungeB setner Richtung einen hervor- 
ragenden Rang ein. Neben diese beiden deutschen Zeitschrif- 
ten stellt sich das Brüsseler, früher vom Baron von Reiffen- 
berg, jetzt von A. Sterckx herausgegebene Bulletin du 
Bibliophile Beige [276]. Es schliesst ebenfalls keine Richtung 
bibliographischen Wirkens aus, wenn auch sein Schwerpunkt, 
wie naturlich, wesentlich in Erforschung der französischen 
u. spcciell belgischen Litteratur ruht. Wir müssen es in die- 
ser Beziehung weit über das Pariser Bulletin du Bibliophile [665] 
stellen, wenn dieses auch fast alle bedeutenden Bibliographen 
Frankreichs zu' seinen Mitarbeitern zählt. Der Verleger des 
letzteren, Techener, verbindet mit der Herausgabe mer- 
kantile Zwecke, die nicht immer dazu beitragen, den innern 
Werth zu erhöhen. Die Behandlung ist daneben, wie in 
Frankreich bei dergleichen Dingen leider nur allzuhäufig, oft 
flüchtig u. skizzenhaft, die litterarische Anekdote herrscht vor. 

Mit diesen vier Zeitschriften haben wir alles angeführt» 
was von periodischen Blättern .der Bibliographie an sich ge- 
widmet ist, es ist (juantilativ wenig, qualitativ unstreitig viel. 
Erheblich grösser ist dagegen die Zahl derjenigen bibliogr. 
Schriften, die in den einzelnen Ländern den fortwährenden 
Zuwachs der Litteratur verzeichnen. Da diese Verzeichnisse 
der Natur der Sache nach einer grossen Anzähl anderer bi- 
bliogr. Werke zur Grundlage dienen müssen , so wird es vor 
allen darauf ankommen , ihre Zuverlässigkeit u. Brauchbarkeit 
zu diesem Zwecke zu prüfen. 

In Deutschland sind als solche Zuwachs -Verzeichnisse 
zunächst die wöchentl. erscheinende Allgekneine Bibliographie 
für Deutschland [70] u. die von ihrem Verleger, der Hinrichs'- 
schen Buchhandlung in Leipzig herausgegebenen systemati- 
schen vierteljährigen u. alphabetischen halbjährigen Kataloge 
[69, 388, 515-17, 673] zu erwähnen. Diese Verzeichnisse 
behaupteten bis vor, kurzer Zeit, ehe der Messkatalog seinen 
letzten erfreulicher) Aufschwung nahm, den höchsten Rang 
unter allen derartigen Erscheinungen, in Deutschland sowol 
als im Auslande. Sie haben sich durch den unausgesetzten 
:£ifer ihrer Herausgeber diesen günstigen Ruf zu erlangen 
(ewusst, und jedem neuen Hefte sieht man diQ Bemühungen 



lleUfftlcht iw iieoeni bdiliograpliiis^eii litteralur. ä 

• an, ihn äufireefat zu eiiialten. ILre Angabea sind fast immer 
zuverllissig u. btbiiograpbiBch so genau , wie es bei dei^I. 
Ver«. , die zunächst zur Erleiebternng des litteraraehen Ver- 
kefars «. erst in zweiter Reibe bibliogr. Zwecken dienen sei- 
len, nur sehen der Fall ist. Es versteht sich, dass sie auch 
niebt anniberm} ToUstandig sein können , in dem Sinne, dass 
sie alle Presserzeugnisse Deutscbiands aurzeiebneten. Sie 
•kömneit der Natur der Sacbe nach nicht weiter gehen, als 
sich der grosse litterarisehe Markt erstreckt; das Lokale, 
wozu wir Programme, Dissertationen^ u. dergl. reebnen ^ er- 
scheint in ihnen nur insoweit, als es auf jenem erscheint; 
auch ist aus ähnlichem Grunde die süddeutsche, namentlich 
österreichische Litteratur weniger TolIstSndig aJs die nord- 
deutsche Terzeichnet. Oesterreicb hatte von jeher eine ihm 
ganz eigenthämiiche Litteratur, die in NorddeiitscM^nd kaum 
mehr gekannt war, als die spanische oder russische; erst in 
letzter Zeit hat dieser Unterschied angefangen, sich einiger- 
massen auszugleichen u. auch die Bibliographie empfindet den 
Segen dieser grossem Vereinigung. Uebrigens besitzen wir 
audi seit einiger Zeit eine Allgemeine Bihliogr. für dan Kaiser- 
Ihum Chtterreich in den mit der Wiener Ztg. ausgegebenen 
österr; Blättern für Litt. u. Kunst [72]. Diese ^sterr. Bibliogr. 
ist siclitiiet) mit grossem Fleisse bearbeitet, sie ist in syste- 
matischer Anordnung u. verzeichnet namentlich auch jene 
Lokal -Litteratur, von der wir eben sagten, dass sie in un- 
sere Verz. nur bedingungsweise Eingang fände. Mit den 
Hinrichs'schen Katalogen- wetteifert an Vollständigkeit u. Ge- 
nauigkeit der Mesgkalaloff [510], der namentlich in der aller- 
neuesten Phase seiner Entwickelung als Bibliograpliiscke» Jahr- 
hmch etn kaum zu übertreffendes Muster für alle ähnlichen 
Arbeiten geworden ist. Der Messkatalog ist d^ Nestor der 
Bibliographien, er bat eine Geschichte von fast dreihundert 
Jahren u. die Wechsellalle eines langen, vielbewegten Lebens* 
haben ihn oft hart angegriifen. Langsam dem Tode zurei- 
flend', erwachte er unter der Hand neuer rüstiger Heraus- 
geber zu einem frischen vielversprechenden Leben u. erhebt 
jetzt sein Haupt wieder über alle seine jöngern Br&der. 
Kann auch er es natürlich nicht zu einer absoluten Vollstän- 
'digkeil bringen, so strebt er doch siditlich nach dem Mög- 
lichen, u. in der Genauigkeit seiner Angaben u^ namentlich 
aHcb in* der praktischen Bearbeitung seiner Register hat. er 
so vid ^reicht, dass kaum die strengste Kritik etwas zu 
wünschen öhrig Gnden durfte. Wir freuen uns lebhaft dieser 
Wiedererweckung des Messkatalogs u. empfehle ihn aUen, 
die dergl. Verz. zu bearbeiten haben, zum aufHMrksamsten 
Studium. Einen übersieh tltchen Abriss seiner interessaalen 
GoscUcbte gab Petzholdt nach Schwetscbke*s Codeis »Ui- 



4 . Ue)]«iisick der Maem j^ibliografiii^dheo: JUluraiur. 

dintiriuft im Torjahrigeo Aa^eigec [Sfilli . Aiwfter diesen bei- 
den Uiiternebmungen , die den Zuwachs der geftammt^n 
dtfiUscbett LiUeratur verseiGfanoen , gieU es ein« groftse. Ai»9hi 
bibliogr. Zusammenstellungen über einzelne Zweige . der Wis- 
senschaft; fast' jed^s Facbjoumal bat eine solche, dpch dienen 
sie in den meisten Fällen nur dem aagenbU^klichea BedArf- 
Risse u. können in keiner Weise einen da^erttde• Werth be- 
an^jMTuchen. Eine rühmliche Ausnahme macht fast aUeta die 
treffliche. Bibliographie des Zeifui^fer Reperlorium [&5] » die in 
»ystematischer A5ordnung deutsche u. ausländ* LiUeratur mit 
greiser Vollständigkeit u. Genauigkeit umfasst. Anerkennung 
Yerdieoen auch die yon der Buchhandlung Vandenhoeck u. 
Ruprecht in G6llingen ausgegebenen, baibjäbrig erscheineaden 
wissenscbaftlicben Kataloge, die Biblioikeca theologica von 
Carl Job. Fr. W. Ruprecht [287, 946J; Biblioiheca phi- 
loiogicü von Ludw. Ruprecht [285, d44]; ßiöHolkeca 
hiHurico" naturalis von £rnst A. Zucbold [183, 829]; 
BibUidh0ca medico » chiturgica von Carl i^h. Fr. W. 
Ruprecht [289, 94@] , u. die Biblufiheea kUlorieQ-geogra- 
phica von Gustav Schmidt [294, 830]. Sie sind sämmt- 
lieh mit Sachkenntniss u. Sorgfalt bearbeitet u. beräcksicb- 
tigen bei Vorheri^schen der deutschen Litleratur eucb die 
hauptsächlichsten Erscheinungen der ausländ. Presse. Neben 
diesen den Büchern gewidmeten Verzeichnissen erscheint no<:h 
der ausschliesslich für die Musikalienlitleratur bestimmte 
Mkuiht^L'liUrar. MmaUberichi [298] u, das jährliche Kurxt 
Verx* der in DetUscMand u. den angrenzenden Lmdem ge4tru€k^ 
ien Mniikalien [108] » beide von AdolfUofmeister heraus- 
gegeben. 

An diiese in kürzeren Zwischenräumen erscheinenden Ka- 
taloge sebliessen sich die von Hein.sius und Kays er be- 
gründetea, in ihren jetzigen Fortsetzungen von Albert 
Schiller [387,762,1014] u. £rnst A. Zucbold [68,.823] 
bearbeiteten grossen Bucherverzeichnisse an. Es ist nur au 
bcdaaern, dass es zwei Werke von ganz gleicher Tendenz 
giabi, wie diese, die, da sie auf denselben Grundb)gen ruhen, 
flNbrh von gleichefo Werllie sein müssen. Als alphabetische 
Verz* des gesammten deutschen Litteralurschatzes (von etwa 
1790 ab), haben beide ihren unverkennbaren Nutzen,, wann 
sie für die deutsche Litteratur auch lange noch, nicht J)as 
sind^ was Qu^rard's France liUeraire u« die, Liiieraiure 
fram^iee eonkmperaine für die französische sind« Bei 
der gnisben Menge töchüger Vorarbetleii u. der Tbätigkeit 
.d^r dtütschen Bibliographen ist es in disr That sml verwun- 
derDy dasa bei uns noch kein Werk nach dem Muster d«r 
aagvCöhrttai unteraoBuneA worükn ist) es UUte entscbiedieiie 
Itareebtigiing a, teiae AuaCuhrung wird eine wurdigie Auf- 



Ueb6i!»khl ier netten bibliographiscbe* Utbm4ür. 5 

gäbe für jeden BibNi^grapheii. Mit Vbrgnigen \;v«rd«D wir 
dagegen eines der vorgenannten Werke in den Kauf geben.. 

Die Erwihnung der Querard^sdben Arbeiten führt una auf 
AcarozöBl^f^ii Boden. Die Bibliogitaphie de la Fpan4i$ [74, 675]^ 
das Haupteuwächs-Ver^etchniBs Fra^reichs, trägt »He di« 
Schwachen u. Mängel an sieh, die den französischeh Arbeiten 
dieser Art fast imiti&r eigen 2u sein pflegen. Die nyaiügeK- 
hafte Organisation des fhinz. Buchiiandeis, die namentlich 
zor Fdge hat, dass der bei weitem grosste Theil der Pro«- 
vinzial * Lllt^atur entweder gar nicht oder doeh erst sehr 
spät nach Paris und von da nach dem Auslände gelangt, 
macht es hegreifiich, dass bei einem Unternehmen, wie der 
Bibitographie de ia France, von Vollstäudigkeit 6eU)st in dem 
Sinne, wie wir sie bedingutigsweise unserti deutschen Ver^ 
zeichnissen zusprechen durften , nicht die Rede sei« kann«. 
Auch die Genauigkeit der einzelnen Angaben ktonen wir 
weniger loben; ein Hanptmangd dunkt uns aber immer der, 
dass die frz. föUiogr. nach dem Stichworte des Titels u. triehi 
nach den Aatornamen alphabetisirt ist, es erschwert diese 
verkehrte Anordnung das Nachsueben unendlich und amkM 
jene weilschichtigen Register zum dringenden Bedörfniss, di« 
ohnedem wenigstens theilweis überfläesig wären. Der bMipt*^ 
säcMich buchhandlerischen Zwecken dienende C^iäloguB men- 
suel dei nauveauH^s de ta Lihrame Pdristenne [7ö] \%i ein Au^«^ 
zug der wichtigeren Erscheinungen 9m% der Bibli^raphie de 
te Ff^nee ohne jeden selbständigen Wertli« 

Die Litteratur des spraehverwand teil Belgiens» di« bisher 
allein durch die von Carl Muqnardt mit grossen pecu'- 
niären Opfern herausgegebene B/Wio^rap^fe «f» /a ffe^^'^e (62] 
verzeichnet wurde, ist neuerdings, namentlich ans Veranlas- 
sung deä französisch • belgischen Vertrags vom 22. Aug. 1852, 
der mit Vernichtung des Nachdrucks dem belgischen Bttch«- 
bandel ein neues Feld der Thätigkeit anweist, noch durch 
ein zweites Blatt, das von Ch^arles Hen redigirte Jonriinf 
dt fhmptimerw H de ta Librairie en Belgique [7*4] vertreten, 
das sibh weitere Ziele steckt als jene u. für die Erzengntsse 
der bel^. Presse eil) recht tüchtiger Sammelplatz in werben 
vefspriicht. Dabei bleibt der Ittern Biblic^graphw iMUier da^ 
Vorrecht der El*stg«fcurt> das wir bei derartigen UoternA* 
mungen nicht m gering anschtegen dfirfeki. filne« mfissen 
w'ir übrigeiAs auch an dem neuen Journale tadeln, daeselbie, 
was wir schon bei der franz. Bibhogf. «I»wöhnlefi> die vet- 
kehrte alphabetische Anordnung nach dew erstett Wot^te des 
Titete li. nicht nadh dem Autornamen^ wie Mv^oardt dies i« 
seine Bibtro^raipM« eingeKhrt hatte. Die vlämischis lÄlteraiLor, 
die bfc 1851 irt der tüchtigen, »uf Km,m Äbft Y/Hhems'* 
FMkd» t«raui9g«gMi«ti«n rt^tmmk» Mimogruphie verzei«h8el 



6 Uebersichi der netiern bibliogrepbiscbea LiUeralur: 

siebt, findet in einem besonderen AbscbeiUe des neuen Jour- 
nals ihre Vertretung. 

In England verzeichnen The Publishers' Circular [77} mit 
seinem jährl. Register, dem Calalogue of Boohs [513] und 
Langman*s Monlhly List of New Boohs [78] den fortwährenden 
Zuwachs der Litteratur. Die letztere verdient von beiden 
entschieden den Vorzug, sie ist nach Art unserer deutschen. 
Bibliographien mit einer Genauigkeit abgefasst, die man beif 
englischen Bücherverzeichnissen nur höchst selten antrifitt , und 
die wir um so mehr anerkennen müssen, als die Liste rein 
hnchhändlerischen Zwecken dient u. gratis verlheilt wird. 
Für die Zeitschriften existirt ausserdem noch ein London Ca-- 
lalogue of Periodicals, News-papers [80], der indess kaum 
mehr als die nackten Titel in englischiBr Kürzung aufführt 
u« auf Vollständigkeit durchaus keinen Anspruch machen kann. 

Italien besitzt leider keine besondere Bibliographie mehr, 
wir holen uns düritige bibliogr. Notizeti aus verschiedenen 
Zeitschrüten , namentlich aus dem Aleneo Jialiano [678] u. 
Meigebaur's Berichten im Magazin für die LiUeralur dea 
Auslandes* Ausschliesslich die neapolitanische Litteratur ver- 
zeichnet von Zeit zu Zeit Albert Detken im BorsenhlaU 
für den DeuUchen Buchhandel, 

In Spanien erscheint neben dem altern Bolelin bibliogra- 
fieo Espanol y esiranjsro [84] seit einiger Zeit auch eine von 
C. Moro herausgegebene Revisla hibliografica [284], die in- 
dess nach den zwei Nummern zu urtheilen, die uns davon zu 
Gesicht gekommen, keine allzuerfreuliche Bereicherung der 
bibliogr. Litteratur bildet u. ihre ältere Schwester schwerlieh 
überflüssig machen wird. 

Der holländischen Bibliographie sind ebenfalls zwei pe- 
riodische Blätter gewidmet, die Lijst van niew uilgekomen 
Boeken [83] u. die durch Martin us NijhofT im Haag her- 
ausgegebene Bibliographie voor Nederland [282]. Auch die 
nordische Litteratur hat ihre monatlichen Bibliographien, Dä- 
nemark *die Dansk Bibliographi [85], Schweden die Swensk 
Bibliographi [86]. Neben diesen verzeichnet die neu be* 
goauene Dansk Boghandleriidende [842] und der von Carl 
B^ Lorck in Leipzig zweimal jährltch ausgegebene Skandi- 
navische Li lUraturbericht [ISl] die neue dänische, norwegische 
u. schwedische Litteratur. Sie schliessen sich sämmtlich, 
wie auch die holländischen Verzeichnisse, mit mehr oder 
weniger Glück an deutsche Muster an. ' 

Eine tüchtige allgemeine slavische Bibliographie bringen 
die von Schmaler redigirten Jahrbücher für slavische LiUera* 
<ur [87, 680], eine besondere polnische die in Lemberg nach 
polnischer Art ziemlich unregelmässig erscheinende BMio- 
grafia Polska [170]. Eine interessante Zusammenstelhmg der 



Utbersidil 4et neiierQ biUiographiscben LiUeratuil 7 

Hissisohon perio<H$«heii LiCteratur im Jahre 1854 [754] iA 
aus dem russ. Joarnale des Ministeriums der Voiksaufklärung 
in inefare deutsche Journale ubergt^gangen. 



Nachdem wir in dieser Weise eine Uebersicfat der be- 
nterkenswerlhesten LiUeraturzuwacbs - Verzeichnisse gegebeip 
haben, wenden wir uns zu denjenigen Erschein ungen, die in 
letzter Zeit in den einzelnen Ländern nach verschiedeneil 
Richtungen bin das Gebiet der Bibliographie erweitert habe». 

Von Deutschland ausgehend, werfen wir zunächst einen 
Blick auf diejenigen Schriften , die ausgesprochen oder niefat 
aii3gesprochen das grosse Ziel, die Herstellung ieiner Bi- 
bliographie der gesammten deutschen National- 
Ittteratur verfolgen, lieber die Grösse dieses Zweckes 
bedarf es unter Deutschen einer Erörterung nicht. Jeder, 
den niir irgend ein Interesse an die vaterländische Litteratur 
kettet, wird mit Freude und Theilnahme den Bestrebungei 
folgen, welche dahin gehen, nach dem Verstaudniss und den 
Hölfsmitteln unserer Zeit den gesaimmten Schatz unserer 
NationaHitteratur zu verzeichnen, ihren Reichthum in einem 
wohlgeordneten, fest in sich abgeschlossenen Ganzen über<- 
sichtficH zu machen. Die Schwierigkeiten eines solchen Unter- 
nehmens gehen ft*eilich weit über die Kraft eines Eimelnea 
hinaus ; nur in dem vereinten Zusammenwirken vieler Bev 
rufener unter der Leitung einer zusammenfassenden Häadl 
sehen wir die Möglichkeit befriedigender Ausfuhrung. Dass 
aber eine solche Oberhaupt möglidi, dafür finden wir die 
Gewähr in den vielen tüchtigen Vorarbeiten, die sich nach 
Zahl und Werth fortwährend mehren. Julius Zacher hat 
in s^ner bibliogr. Skizze der deutschen Spricbwörtersammr 
lungen (Leipzig, 1852. S^.) einen klaren Begriff von den 
Schwierigkeiten gegeben, die einem solchen Werke an sieh 
entipegensteben , zugleich aber auch überzeugend dargethan, 
wo es s^ne äussern Stutzpunkte suchen musste. Seitdem die 
V. Mettsöbach'sche Bibliothek, über deren ReichtbumVor län- 
gerer Zeit schon Zarncke in den ßeiiagen zur Deutschen 
Zeitung (1850. Nr. 40 u. 43) einen ungefähren Ueberblick 
gab, mit der auf dem Felde der deutschen Litteratur an u. 
für sich schon reichen Sammlung der Königl. Bibliothek in 
Berlin vereinigt, u. der vereinte Reichthum beider neuerdings 
wieder aus den Schätzen der Sammlung des Professor Heyse 
ergänzt worden ist, seitdem ist die Königl. Bibliothek in Berr 
lin ohne Zweifel der einzig mögliche Ausgangspunkt für alle 
umfassenderen Arbeiten auf dem Gebiete der Geschichte u. 
Bibliographie der deutschen NationaHitteratur. Wir müssen 
uns beaehränk^, von den vielen Leistungen des vergangenen 



B UeberäcHt 4er neaern bibUogMfliisdMli latteralull 

Jahres in iieUr Ridibiig diejHiigeii husiühelMyilie «Uihaial&st 
als bibliographische bezeichneo, der gr5as6re tbeU gehört 
der eigentlichen LilteraturgeBchichte u.. damiC einem aoderu 
Gebiete als dem unserer Uebersicht an. 

Wir rechnen zu ersteren zunächst den Bücherschau 
4er d9Ulsii>ken NaivonaHüterailur dvs XVL «. IV IL Jahrhunderls 
{280}, das Verzeichniss der K. W. L. Heyse'aobeo BiW*^ 
tkeky deren thdlweise YerschfaelEiing mit der K^oigh fii* 
bliothek in Berlin wir oben erwäluiien« Daa Ausgeschd&sene 
wurde von neuem verzeichnet mit ZasäCzeu aus Asbar'scbett 
Sehätzen in dem Theeaurus ü^rerum g}ahnani€6rmn . Saec, 
XV — XVIII [1081] und ist zur öffentiidien Versleiigeruog be^ 
stitiamt« Eine ausgezeichnete Monographie lieferte Philipp 
VY^a«hernagel in seiner BibMagraphie de$ deuUehen Kirch^i* 
ivedes [1023] , von der die erste Lief«rukig* dit Beedirei- 
bung von Urkundisn zur G«sehichte des deutschen Kilxben* 
ttedes (1470 — 1611) nebst Beiträgen zur niederländischen 
flymnologie, bis jetzt vorliegt/ ZasaaiiBen mit floIfaiaBn 
von Faliersleben's GesMchU 4ei deuiichen KirehemUedei 
bis auf LuihPr$ Zeit (2. Aufl. HannoVer, 1854. S^*) u. eini- 
gen verwandten Erscheinungen hat hiermit die BibM^rapbi^ 
des deutschen Kirchenliedts von allen um(an^eicber«a Rieb- 
tnfigea unserer Litteratur vielleicht die eiogieheBdste Bebend- 
inng erfahren. -^ Eine ähnlidie Zusatomensteilung wie sie 
Zacher für die deutschen Sprich wörtersammluiigen gegeben, 
habe ich selbst für die Lilieratur der detHschtn Uundarien [1 j 
versucht. Für die Bibliographie der letzten classiscben Epoehe 
unserer Litteratur nicht ohne Werth ist der von J. A» Star- 
^ardt in Berlin ausgegebene Katalog Reliquien au$ Wei* 
Ifidr [712]. Von den hierher gehörigen in anderen Werkeiä 
£ersCreuien werthvolleren bibliogr. Zusammenstellungen beben 
vvir nur hervor: die bibliogr. Mittheilungen über den aben- 
teuerlichen Simplicissimus in der neuen Ausgabe desselben 
von Adelber,t Keller (vergl. auch im Anzeiger Jahrgang 
1853 Nr. 794 u. 976); nber Sebastian Brant's Narrenscbiff 
in Zarncke's Ausgabe desselben [404]; über die verseliie- 
^enen Ausgaben und Ueberselzungen des Büchleins Theo^ 
iogia deu^ch in Pfeiffer's zweiter Au§g. nueh der einzi- 
^n bekannten Handsebrift [1088] , und von demselben Verf^ 
ein Verzeichniss der Handsohriften , Brucbstüoke u« Umar- 
beitungen des Wilhelm von Orlens von Rudolf v. Ewts ioe 
Anzeiger für Kunde der deutschen Vorteil [411]» Eüd- 
lieh wolefl wir anch einen Beitrag aus Russland nicht z« 
eHvähiken vergessen, die Hittheilungen «her Die alldeuUchen 
HanlkohHfHn 4er KaiserL öfeklL BiUi^iheU Xu SU Feiergburg 
vofl Rudo4f Minzloff [236J. 

Nefenen diteen das %^6btet der dentscheR National- litr 



HAmicU M Betapm.iillUJbgraphiscbeii Litteratlir; ^ 

terater tordbreirfen' bifaliogr. Stbriflen, bat Dcutsoblaod idi 
v«rgiMig8aeii Jahre hoch ein eimnliehös Ciontingeiit andeiw 
weiliger htUlesgr. Monographien geliefert. Aft LiUeraturver** 
Eeiohnifescn einaelaer Landscbaften u. Städte, an deten bei« 
iäaüg bemerkt die deutsche Utteratur im Allgemeinen Tiel 
weniger reich ist als di^ italienische o. franz., erschi^ eine 
LiUfvaluriiber dm erosskerzogihum Baden (von ca. 1750 — 1854) 
[29ä» lOSO] vwi Biagner; auch verzeichnete v. Stalin in 
den Wörttembg. Jäbrbfiofaem far vaterld« Geschichte in An-^ 
scblftss an frühere Jahre die Würitembg. LiUeralur vom Jahr^ 
18Ö2 [206} Ond Gustav Heys« begann vielversprechende 
Siteiftüge läwi^oh ^e Littraiwr dBs H^zes [1010, 1031]. Ausser^ 
dtn liefert eine fortlaufende Zusammenstellung der Lansitzi» 
sehen Litteratur in vreiteskr Ansdebnung das Neue Laositzische 
Magasin [858]. Von uaifedseMereti Arheüen för die Litte*- 
ratur einzelner Wksensdiaftieil heben vrir Iwrvdr das Händ-^ 
Lexie&n 9bßr (4ma$ek€ik) jtrtH. Liuraiur des IQ.Jnhrfu [12, 93J, 
fifte iwar weitsohichtige, aber vidfach ungenügende Leistong, 
der wir eine anftere aal ähnüdrem, aber beschränkterem Ge-* 
biete, das Repertoriim juris ffännoverttni [05,947] nnbedingt 
vorziehen mfissen« Eine sehr tüchtige iimfossende Aiiieit 
aber die- £rsdieinungen ^if dem Gebiete der Geographie im 
Jahre 1853 lieferte W. üoner [186], auch gab derselbe Verf. 
von setliem ausgOMichiketvn Repettorium üler die vom J. 
1800 bm sumJ. 1850 in Ahad^rk. Abhaltungen, Cres^Usehafis* 
«d^H/ücfi elb. auf dem Gebiete der OeschkhlB «. lArer Hüifs^ 
wissemehafien ertduenenen Aufiiälze das 2. Heft des 2. Bandes, 
(^ograpliie und Reisen ulnfassend, heraus {184}*. Dieisem 
Werke tönnen vrir kein bessek^es Lob eriheileil, als wenn wir 
die Woite des H^eraiiifdberi; des Aiijteifg^rs wiederholen, der 
von ihtn sigte, dass es etelisosefar der Wissenschaft zknb 
NiHEen, als dehi Verf. Icura Ruhme gei'eicbe. Es ist nach 
unserer Jidnaiig überhaupt im Bereiche der Bibliograpl^ie 
eine der erfrenÜGb^ten Erscheinungen der letzten Jahre. Eine 
recht verdienstliche EnsaikimdnsUBllung ist auch das von Gus ta v 
Hahn karbrftet« SyiMnai$itok gewdmie Verz* der Abkanä" 
hngen, Reden t». CMichie, die in den un den PreuBs. GymnA" 
ma Ui Pfvg§mnmsien 1842 — 50 efrffchienenen Pregrammen enh 
hallen sind [511]. Y/it j^eii Beitrag, dek* darsuif hinzieilt, 
uns die so 45Ghwer zu löbersehende <u. to leicht verloren ge- 
hende Prorgliimmen - a^ LokellitterMnt öbersichtlicher zu ma- 
chen, hegrissen ^ir aoieh diesen itiii Freude, wenA sein Verf. 
aueh nisht imlner den strengen ADfdrderun^en des BibKo* 
grnpheo i^etibt wetdeh bonkvt^. 

Für die inHalfaeni&tiBebe Litteratur besitzen wir bis zum 
Jahne 1830 das jlTandtoioA dier math^m. LiieraUt von*J. Rogg, 
dasselbe ist jetzt zunächst von Sohne ke u. nach de»seo 



10 UebersMit der neuem bibliiographascheki liUeratan 

Tode von Wilhelm Engelmann in ier IHklidtheeM wtaihe* 
fnalica [1029] bis auf die neueste Zeit fortgefiU)rt , u. damit 
die Reihe der trelTlichen Eogelmaon'schen Bibliotheken durcfa 
ein tüchtiges Werk vervollständigt. Für die. technische Littera* 
tur lieferte wie früher auch im vergangenen Jahre D. Pluiipp 
»ein halbjährig erscheinendes AlphabeUsehet Scuskregister der 
mehligsten technischen Journale [519, 1028], während in ahn* 
lieber Weise , aber für einen längeren Zeitraum das im .Auf 
trage des Kgl. Prcuss. Ministeriums für Handel von Schu* 
barth abgefasst^ Rnpertorium der iechn. Lütraiur die Jahre 
1823 bU eimchlie$$l 1853 umfassend [1027] d«n nach Ha^ 
terien alpliabetisch geordneten wesentlichsten Inhalt einer be» 
deutenden Zahl engl., franz., deutscher/ amerikanischor etc. 
technischer u. wissenschaftlicher Zeitschriften u. ofiicieller 
Werke angiebt. Einer auf deutschem Boden erwachsenen 
werthvollen Bereicherung der bibliogr. Litteratur haben wir 
schhesslich noch zu gedenken, der Shakesptare^ Idteraiur bü 
MiUe 1854 von P. H. Sillig [840]. Die Deutschen werden 
nicht mftde in ihrem Bestreben, auch andern Völkern ihre 
Litteratur zum besseren Yerständniss zu fuhren, das Schrift«- 
eben Sillig's, der leider kurz nach Vollendung desselben sei* 
nen weiteren Forschungen durch den Tod entrissen wurde, 
ist ein neuer erfreulicher Beweis dafür. 

Aus den vielen zum Theil recht werthvollen deutschen 
Buchhändler- u. Auctionskatalogen des verflossenen Jahres 
heben wir nur einige von bleibendem Werthe -hervor. Es 
sind: der Katalog der Bibliothek Gottfried Hermann'« 
[38] fär classische Philologie; Aug. Const antin Na«<> 
mann 's [249] fär Mathematik, Astronomie u. Verwandtes, 
namentlich ältere Litteratur und Handschriften; die Bibliothek 
von August Kopisch [247] für Volksliecler und Volkssagen 
der romanischen Litteraturen ; der Katalog der Heberie*- 
schen Auction vom 10. März [166], Seltenes und Werth«- 
volles aus den verschiedensten Fächern; der neueste Katalog 
von A. Asber & Comp, in Berlin [778], ebenfalls aus ver- 
schiedenen Wissenschaften Seltenheiten aller Art; <fer Kata* 
log vonEmanuel Mai in Berlin [138], Handschriften, Theo* 
logie, Philosophie u. Vermischtes. Wir könnten noch man- 
chen andern recht werthvollen Katalog hinzufugen, wir be* 
schränken uns auf diese wenigen von erstem Bange. Nur 
einer, der eigentlichen bibliogr. Litteratur zwar etwas ferner 
liegenden Arbeit, [des Portraitkatalogs von Drugulin [418], 
wollen wir noch gedenken, er verdient es neben seiner um-' 
sichtigen Bearbeitung vorzuglich deshalb, weil wir ein um- 
fassendes Portraitverzeicbniss überhaupt nicht besitzen ii. als 
vorläufigen Ersatz eines solchen diesen Katalog rftcht wohl an* 
sehen können. 



UebersicbC def neiMrB liiUi0gra)>bMchea Litterator. 1 1 

Zfl Frankreich übergebend, gedenken wir zunäcbst einer, 
neuen Arbeit Querard's. Q., einer der täcbtigsten und ge- 
wissenhaftesten Bibliographen Frankreichs, hat in seiner France 
liUeraire der franz. Litteratur ein Werk geschaffen, wie es in 
gleicher Weise keine andere besitzt. Auch die Sttpercheriei 
liu4raires devoilees^ sein zweites grosses Werk, zeugen von 
dem Umfange seiner Forschungen u. dem Reichthume des. 
von ihm gesammelten Materials; beide Werke ergänzt das 
im Erschemen begriffene Leg £crivains Pseudonymes ei aulres 
mysdfkttteurs de la UUeralure francaine [7, 512, 1017]. Wir 
bezweifeln, ob irgend eine andere Litteratur so reich ist zu 
dergleichen maskirten Schriftstellern, als eben die franz., wir 
bezweifeln aber ebenso, dass sich neben Qu^rard ein An- 
derer fände, der gleich kenntnissreich und geschickt zu ihrer 
Entlarvung wäre. Alle Arbeilen Q.'s bekunden den gewissen-» 
haften Bibliographen, so oft man auch in der Lage sein mag, 
sie zu Rathe ziehen zu müssen, man wird sich doch nur iu 
seltenen Fällen von ihnen verlassen finden. 

Auch die Nachfolger Querard's in der Herausgabe der 
LiUeralure franpaise cmlempttraine 1827 — 1844, [674, 1018], 
nacb einander Louandre, Alfred Maury und Felix 
Bourquelöt, haben ihre Arbeit cinigermassen gefördert, 
u. wenn wir diese auch nicht auf gleiche Stufe mit dem ur** 
sprfinglichen Werke stellen können u. namentlich Q.'s Ge- 
nauigkeit darin vermissen, so müssen wir doch ihren Nutzen 
und Werth gebührend anerkennen. Leider wirkt der häufige 
Redactionswechsel ausserordentlich störend aul das regel- 
mässige Fortschreiten des Werkes u. raubt ihm in nicht 
geringen] Grade den einheitlichen Charakter. 

Für die Bibliographie ihrer Nationallitteratur finden wir 
die Franzosen in der letzten Zeit weniger thälig als früher, 
wenn uns auch einige recht werthvolle Beiträge dazu vor- 
liegen. Wir erwähnen zunächst das Werkchen über Retif de 
la Bretoene von Charles Mon seiet [665], das ein mit 
grossem Fleisse und diplomatischer Genauigkeit bearbeitetes 
Verzeichniss der zahlreichen Schriften dieses Dichters ent- 
hält u» ähnlichen Arbeiten als Muster dienen kann. Auch 
Leon Feugere's Bibliographie des Oeuvres de Pasquier 
[113] ist mit Auszeichnung zu nennen. Von bleibendem In- 
teresse ist ferner der gut gearbeitete Auctionskatalog der 
Bibliothek von Armand Bertin [454], die besonders im 
Fache der Iranz. Nationallitteratur eine der bedeutendsten 
war, die 'seit langer Zeit unter den Hammer gekommen ist. 
Eine der erfreulichsten bibüogr. Gaben aber, die uns im 
letzten Jahre aus Frankreich zugekommen^ ist Nisard's 
Hisioifes ie$ livres populaires [684], der wir, da sie unsers 
Wissens vom bibliogtr Standpunkte aus noch nirgend gewür-. 



*gl ^vorden ist, «inige eingehende Wbrtä widmen' wellen. 
Wm Ivekannt bat jedes Volk eine Litteratar, die den gros^^efi 
Ihterarisdien M^rkt beinahe gxr iii^iiC berAhrt, dfe fast dürch- 
gehends in d<en gewöhnlichen Kuwadieferrachittdeen <eliU 
tt. deren fJebefsicbt überhaupt nur unter dem ZosammetiAisse 
besonders gimstiger Umstände m^glieh ist. Diese Litteratar, 
die eigentliche Vofkslitteratur, hat in der That auch bistiel* 
noch lange nicht dit^jenige Beachtung gefanden, die sie ver- 
möge ihres weitgreifenden Einflusses wol verdiieirt, namenl*- 
lich aber von den Bibliographen ist sie zumeist ganz iber- 
»ehen vvoYden. In Frankreich gab es gegen JBnde der Re- 
gierung Ludwig Philipps etwa 3500 Ceiporteure, die nach 
statistischen Erhebungen (s. den Bericht des Berm de }a 
Gueronniere an den Polizeiminister vom 4. April 1853 im 
FimiUelon du Journal de la Librairie 1853 Nr. 15) jibriich 
elwa> neun Millionen Bände solcher Valksbächer verA^ieben. 
Sie waren regehnässig organisirt ti. sianden im S<o)dd von 
etwa 300 selbständigen Herren. Diese versehafflen sich die 
Bächer bei den' Buchhändlern in Paris, Reuen, Limoges, Epi- 
nal, Tours etc., vertheiken sie an ihre verschiedenen Com« 
mis, welche das Land nach allen Richtatigen durchzogen u. 
selbst über die Grenzen hinaus nach der Schweiz, Spanien, 
Piemont gingen u. ihren einträglichen Handel betrieben. E« 
ist sicher anzunehmen, dass der bei weitem grössle Thell 
der Käufer seine geistige Nahrung ausschliesslich airs dem 
ihm auf diese Weise Zugebrachten zog» u. welcher AK der 
Einfluss dieser Litteratur sein musste , erhellt aus der That* 
Sache, dass von den vertriebefien 9 MilKonen Biiiden 8 Mttlioneti 
mehr oder weniger unmoralischen Inhalts waren. Utn nun 
aber wenigstens einigerma^sen eine Conlrefte z^ habe«, ver- 
ordnete die Regierung defe Kaisers tnUtds Deerel vom 30. 
November 1852, dass alle tm Colp<>rtd>ge bestimmten Bueber 
der Prüfung einer eigens da'zu ernannten €oromissit>n unter^ 
werfen u. mit einem Stempel versehen werden nnüssten. 
Diese Verordnung hatte zur Folge, diass ven allen Orten u. 
Enden Frankreichs die Bücher zur Prüfung einliefen, u. Nisard, 
ein Mitglied der Commissibn, benutzte diese Gelegenheit, den 
ganten Litteratur^weig zum ersten Male litterarisch u« biblio- 
graphisch zu fixiren. Es würde hier zu weit fuhren, wollte 
ich audi nur einigermassen das Bild nachzeichnen, das Nisard 
von jenen Almanachs, magisehen u. cabdlistischen Schriften, 
Facetien, Bons rtots, Calembours, Discours, Serrijon« u. wie 
diese Bucher alle betitelt sein mögen, entwirft; h* kann nur 
s<>viel versichern, das* sein Werk namentlich für den Biblio- 
graphen durch geschickte Gmppining des Zusafnmengeliörigeh, 
durch genaue Beschreibung der Schriften selbst naeb Inhalt, 
Umfang ii. äusserer Aufi^tattiing u. dui^di |[etfeue Wted«^b« 



Ij^dimcbt dtfr neiieni btbliograptHsduin LiUeratnr. 13 

der sie diacakUrisir^ndefi lUustrttiionen von dem. grössttQ 
IiUer^sge u. von ganz besonderem Werlhe i&t. Ea wiirde 
ein ebenso verdiengtJiches als schwieriges Unternehmen sein, 
für die Volk»li4(eratur anderer Länder ähttliche Werke herzu- 
stelkn. sie wurdea zusammengehalten ein Bild liefern von 
der Bildung des niederen Volkes, wie es naturwahrer auf 
keine andere Weisa hergestellt werden könnte. Hier ist es, 
wo dar Bibliograph dem Culturhistoriker vorarbeiLen niiiss. 

Von sonstigen biblio^. Schriften Frankreichs hebea wir 
aur hoch einige der wei'tlivoUsten heraus. Von landschaft«« 
licliea Bibliographien ist zwar im vergangenen Jahre . keine 
so anifangreiche u. bedeutende erschiciieQ wie 16§3 der Ca- 
iBlogiH 40 IßBiblifiihiqu« Lyontaite de M. CosU [1853 Nr. 294], 
doch kOnOe» wir in Beaupre's Nouvelles Recherthes 4ur ia 
hibliographie Lorraine [685], von denen das 2. Ueft^ die htwe 
15M-Ti60kO umfassend, erschien, eine recht werlhvolle Be- 
reicherung dieses Zweiges der Bibliographie anfuhren« Von 
bisblieigri Schrillen über einzelne Wissens^^haften heben wir 
nur herv<>r das R^ptrioire des ouvra^s äe droit €ic. puMi^s 
9pecial0merU en France, depuu 1789 — 1858 [94], das awar 
Volisländigkeit niclit prätendirt, aber als Auswahl des Voraög* 
lickslen dieser RidUuog immerhio Beachtung verdienli« £•«- 
gebender u> genauer sind die NoliciB bibliogivphiqii€8 amr te$ 
iuritconsuHeM franfm$ in der Aevu« bibUagruphifue €i critique 
du droü franoaU, von denen, wir zwar nur erst einSpccimen 
gesehen haben, welches indass ganz geeignet ist, das Verlangen 
nach der Fortsetzung zu erregen. Von den kleineren Bekrägen 
zur Bibliographie fäbren wir ihres allgemeinen inhaites wegen 
nur s&wei von dem ausserordentlich pro>dttctiven Gustave 
Brunat an: JSoieB paur strvir d ta bibliographia des aulio- 
prapA«« und Livres mprim^s sur peau>v«/tn» beide im Se- 
rape«m, letzterer als Nadarag m dem grösseren Werke Van 
Praei's. 

Aus Belgien sind uoß in letzter Zeit mehre Werke von 
grossem und bleibendem Werthe zugegangen« Wir nennen 
vor allem die BiHioiheque des dcrivains de ia Compagmie de 
Jems voa Augustin u. Alois Backer [299, 778j, von 
der. bis jetzt die zwei ensten der 5 — 6 Bände, die sie um- 
iasscn soll, vorliegen. Von ihrem Stifter an bis auf die 
neueste Zeit haben die Mitglieder der Gesellschaft Jesu eine 
litterarisdie Thätigkeit entwickelt (die Verf. schätzen diei^abl 
der scbriftstellevnden Jesuiten .auf über 10000), die an Um- 
fang u. imkugbar auch an geistigem Gehaile ehims« eineig 
in detfiesfihiebte dasteht, wie der ganze Ordea selbst. Zwei 
Brüder, Mitglieder der Gesellschaft, haben es nun uaternom- 
meB) übei^dietes reiche Feld einen sickern. Ueberhick zu 
Yaraci^ffeoy u« >nad) dem lu urtbeilen, was voa diesem m^ 



14 Uebersidit der neuern bibtiognqpibisohen Lütcratol*« 

seinhaften Werke bis jetzt vorliegt, ist dieser Versuch ein 
durchaus gelungener u. macht seinen Verfassrern die grösste 
. Ehre. 

Ueber ein anderes Hauptwerk , das indess nur «if bel- 
gischen Boden verpflanzt worden ist, die zweite Auflage von 
E. M. Oettinger's Bibliographie hiographiqiie uniterseUe 
.[832] habe ich meine Meinung scboo anderweitig [9ft0j mo- 
• tivirt: im vollen Bewusstsein des Werthes an und fdr sich 
u. bei alter Anerkennung des vom Verf. aufgewandten Pleisses 
kann ich diese zweite Auflage seines Werkes einen erheb- 
lichen Fortsehritt gegen die erste nicht nennen. Es ist das 
um so mehr zu bedauern, als sich Verf. u. Verleger verpflichtet 
haben, das Buch nie wieder neu aufzulegen u. nicht wol etn- 
zusehen ist, wie durch Supplemente die zahlreichen MSngel 
und Auslassungen verbessert werden sollen. 

Wir kommen zu England. Wenn man in der Biblio- 
graphie, wie wir Deutschen zu Ihun gewohnt sind, den steten 
Begleiter der andern Wissenscl>a(ten sieht, der mit defn gan- 
zen Ernste wissenschaftlicher Forschung sein treues HeTfer- 
amt erfällt, so muss man gestehen^ England hat nur wenig 
für sie gelhan; — erblickt man dagegen in ihr nur eine 
oft bis zur wirklichen Manie gesteigerte Lust an Rari- 
täten, eine nur an Aeusscrlichkeiten sich heftende Betrach- 
tung der Bücher, so wird man England ihren treuesten Pfle- 
ger nennen müssen. Werke wie die JOibdin's sind nur 
in England mOglich, auch ein solches, wie die noHerdtngs 
von Darling herausgegebene Cyelopaedia Biölioffraphiea [767] 
konnte nur auf englischem Boden gedeihen. Da sieht man 
keinen bestimmten Plan, keinen wissenschaftlichen Ernst in 
deutschem Sinne: die Bächer werden verzeichnet, wie ei«e 
individuelle Neigung sie dem Autor als besonders werthvoll 
erscheinen lassen, das Fremde wird entweder ignorirt oder 
der Autor ist wirklich im Fremden Ignorant; dagegen wird 
auf die eigenen Lieblinge eine mit dem innern Werthe 
oft in gar keinem Verhältnisse stehende Sorgfalt verwendet. 
In dieser Weise fassen die Engländer zumeist ihre biblio- 
graphischen Werke ab, so sammeln sie aucli zum grossten 
Theile. Wie lange schon ertönt in englischen Organen der 
Ruf nach einem dem Publikum zugänglichen u. der Wi8s«n- 
schaft dienenden Verzeichnisse der reichen Schätze ihrer 
Bibliothek des Britischen Museum, das Athenaeum lässt keine 
Gelegenheit vorübergehen, die Sache anzuregen > alle Mah- 
nungen sind jedoch vergebens, neue Schätze komnien täglich 
zu den alten, aber zu einer fruchtbringenden Ueberefckt der- 
selben kann man nicht gelangen. 

Leider haben wir im verflossenen Jahre Nichts erhalte«, 
was uns diese Schattenseiten englischer bibliographiecher 



IJebersicbt der oeuern bibliographischen Litteratur. 16 

Schriften einigermassen vergessen lassen kunote h. uns ge- 
slatletei auch ihre Lichtseiten, die wir durchaus nicht ver- 
kennen u. zu denen wir in jenen sogar oftmals den Kein» 
erblicken, hervorzuheben. Nur eines, aber nur bedingungs- 
weise hierher zählenden Wcrkchens, des Bihlio^raphical and 
Bhiqrical Essay on Ihe Du Ich Books and Pamphlelt relalmg lo 
New Nelherland and to ihe Dulch West India Company etc. 
vonG. M. Asher [520] wollen wir noch gedenken, als einer 
fleissigen, den Namen ihres Verfassers ehrenden Arbeit. 

Eine sehr erfreuUche Thätigkeit auf dem Felde der Bi- 
bliographie entwickeln dagegen neuerdings die Vereinigten 
Staaten von Nordamerika. Die dieselben betreffende Littera- 
tur fand schon vor längerer Zeit in den trefflichen Arbeilen 
Ternaux-Compans* (ßibliotheque americaine; und Lii- 
dewig's (The Literature of American Local History) biblio- 
graphische Feststellung; ihnen schliesst sich 0. A. Roor- 
bach mit seiner 1849 zuerst erschienenen u. durch Nach- 
träo[e weitergeführten Biblwlheca Amcricana würdig an. Ist 
dieses Werk, das ein Verzeichniss der in den Vereinigten 
Staaten von 1820 ab producirten Litteratur umschliessen soll, 
ähnlich den englischen Werken dieser Art unsern Anforde- 
rungen an bibliogr. Genauigkeit auch nic^ht ganz enls|)rechend, 
so müssen wir es doch als ersten Versuch seiner Richtung 
immerhin als eine erfreuliche Erscheinung begrüssen. Für 
Aufzeichnung des fortwährenden Zuwachses der amerikanischen 
Litteratur ist, namentlich durch Nor ton *s Lüerary Gazelle 
and Publiithers Circular [506] u. Norton's Lüerary Regisler 
[3], der vielen in Fachjournalen zerstreuten, oft sehr guten 
bibÜQgr. Uebersichten nicht zu gedenken , in besserer Weise 
gesorgt, als in manrhen Ländern des alten Europa. Mit 
welchem Ernste aber von einigen Seiten iu den Vereinigten 
Staaten für die Bibliographie gewirkt wird, beweist unter 
andern, dass Henry Stephens, der unter Proteclion der 
Smithonian Institution ein Verzeichniss aller bis 1700 er- 
schienenen auf Amerika bezuglicher Werke u. ebenso aller 
bis 1700 in Amerika selbst gedruckter Bücher herauszugeben 
beabsichtigt, zur bessern Förderung dieses Unternehmens 
und um der thäiigen Beihülfe Anderer einen Anhalt zu ge- 
ben, ein eigenes periodische? Organ begründet hat. Solcher 
Eifer ist überall selten, verdient aber ebendeswegen die freu- 
digste Anerkennung. Ausserdem geschieht vielleicht fast in 
keinenji. andern Lände mehr für Einrichtung u, Ansammlung 
öffentlicher Bibliotheken als in den Vereinigten Staaten Nord- 
amerika's. Schon 1847 Betrug ihre Anzahl 182 (s. den Be- 
richt der iSmithonian Instilulion an den Congress der V. St. 
vom 19,/ebruar, 1849. Washington. 1849. 8». 72 S.), mit 
einw Bänjewhl von l,gö4,000^ q/Frankreich war das ein- 



16 Dcbersicht der neuern bibliographischen Litteratar* 

zige Land, das sie damals in Hinsicht der Zahl nbertraf. 
Seitdem haben sich Bibliotheken u. Bändezahl, wie die spä- 
teren u. ausföhrlichern Berichte Jewelt*s darthun, ganz be- 
deutend Termehrt, u. die Notizen, die unser Anzeiger nach 
dieser Richtung bringt» föllen nicht den kleinsten Theil des 
der Bibliotliekenkunde gewidmeten Raumes. Was aber dabei 
besonders anerkennend hervorgehoben zu werden verdient« 
ist, dass man die Bücher nicht nur sammelt, sondern sie auch 
durch gedruckte Kataloge dem Publikum, zu dessen Benutzung 
sie besiimmt sind, näher föhrt [556 — 60, 979 — 83]. Selbst 
mit dem Plane eines Ceneralkatalogs sämmtlicher Bibliotheken 
der V. St., durch Stereotypiren der Titel, ist der unermüdlich 
thätige Bibliothekar der Smithonian Institution, Professor 
Jewett, seit längerer Zeit beschäftigt; es müsste sicher 
auch für die Bibliographie ein erheblicher Gewinn daraus er- 
wachsen, wenn durch Ausfuhrung dieses Planes seine Mög- 
lichkeit u. praktische Bedeutung erwiesen würde. 

Nach diesem Abstecher in die V. St. kehren wir nach 
Europa zurück, zunächst nach Italien. Leider sind die litte- 
rarischen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien in 
der letzten Zeit immer lockerer geworden, das Interesse für 
italien. Litteratur ist in Deutschland augenblicklich auf ein 
Minimum reducirt. Auf diese Weise ist es auch erklärlich, 
dass wir von der Thätigkeit auf dem Felde italienischer Bi- 
bliographie nur sehr spärliche Nachrichten erhalten, u. somit 
ein sicheres Unheil über ihren Werlh nicht gewinnen 
können. Wir müssen dies umsomehr bedauerp, als wir 
von früher her die erfolgreiche Behandlung dieses Gebietes 
von Seilen der Italiener kennen, u. erst neuerdings wieder 
durch einen Bericht Petzholdt's über einige neuere für 
Lilteraturgeschichle u. Bibliographie gleich wichtige Werke 
des Fürsten Boncampagni [172] daran erinnert wurden, 
mit welchem Eifer namentlich die italien. Grossen diesen 
Zweig der Wissenschaft pflogen. Besonders für Provinzial- 
bibliographien hat sich in Italien immer ein reges Interesse 
gezeigt, u. auch in letzter Zeit haben wir über einige neue 
Arbeiten in dieser Richtung Kunde erhalten. Biondelli 
gab eine Bibliografia dei dialelli lombardi e emiliani [11], ein 
verdienstliches unternehmen, wenn es an trefflicher Ausfüh- 
rung das Verzeichniss der Schriftwerke in venezianischem 
Dialekte von Bartolomeo Gamba, des grössten der neuem 
Bibliographen Italiens, auch nicht erreicht. Von Na rb o n e*s 
empfehlenswerlher sicUianischer Bibliographie, dar'ßiMiögrafia 
Sicola sistemaiica [831] erschien der zweite Band, der be- 
reits im Drucke befindliche dritte soll das Werk abscl^Hesscin. — 
Ein schon um der Schätze willen, die es verzeichnet, inter- 
essantes u. werthvolles Werk ist der Manuscripten «Katalog 



üebersicht der neuern bibliographischen tilteralur. 17 

der Palalina in Florenz [33], von ihrem Bibliothekar Fran- 
cesco Palermo verfasst u. auf Rosten des Staates in wür- 
diger Ausstattung herausgegeben. Von den 6 Bänden, die 
das Ganze umfassen soll, liegt der erste vor, u. sein Inhalt 
schon giebt einen vollkommenen Begriff von dem Reichthum 
der genannten Bibliothek. 

Spanien u. Portugal müssen wir bei unserer Uebersicht 
übergehen; es ist uns von dorther nichts zugegangen, was 
einer Aufzählung werlh wäre. Vielleicht ist es auch hier nur 
die mangelhafte litterarische Verbindung, die uns das Neue 
entweder gar nicht oder erst nach längerer Zeit bekannt 
werden lässl. In gleicher Weise können wir uns ober die 
nordischen Reiche, Dänemark u. Schweden, kurz fassen, sie 
haben im letzten Jahre an bibliographischen Neuigkeiten nichts 
Bemerkenswerthes geliefert. Dagegen sind wir in Deutsch- 
land über die Litteraturen jener Länder jetzt verhältnissmässig 
sehr gut unterrichtet, ausser den schon oben erwähnten Bi- 
bliographien verzeichnen uns die verschiedenen von Carl 
ß. Lorck in Leipzig ausgegebenen Kataloge das Wichtigste 
aus ihnen in systematischer Anordnung. Eines dieser Ver- 
zeichnisse ist speciell der Bibliographie u. Lileralurgeschichte 
gewidmet. Gelegentlich nur sei bemerkt, dass ein grösseres 
Unternehmen^ welches der Zeit seiner Ausführung nach zwar 
schon einer frühern Periode angehört, das von Erslev be- 
arbeitete Almindeligt Forf aller Lexicon for Kon geriget Danmarh 
nunmehr zum Abschlüsse gelangt ist; wir erwähnen dies des- 
halb, weil wir dem Werke für Dänemark annähernd dieselbe 
Bedeutung zuerkennen müssen, die Querard's mehrerwähnte 
France litteraire für Frankreich hat. Wir glauben die fleissige 
Arbeit genügend zu kennzeichnen, wenn wir sie neben ein 
Werk von so anerkanntem Werthe stellen. 

Eine wesentliche Bereicherung der bibliogr. Litteratur 
erhielten wir aus Athen in dem von Papadopoulos- Vretos 
herausgegebenen Kataloge der von Griechen in alt- und neu- 
griechischer Sprache verfassten, u. von der Einnahme Con- 
slanlinopels bis zur Gründung des Königreichs Griechenland 
erschienenen Bücher. Das Verzeichniss ist die Erweiterung 
eines schon früher von demselben Verfasser bearbeiteten 
Werkes \i. gründet sich zunächst auf die reiche Sammlung 
des Lord Guilford, die nun leider in alle Winde verstreut 
ist. Der Katalog besieht aus zwei Abtheilungen u. ist mit 
bibliogr. u. biographischen Notizen in der Weise ausgestattet, 
dass er zugleich als eine Geschichte der neuhellenischen Lit- 
teratur gelten kann. Die erste bis jetzt erschienene Abthei- 
lung umfasst die geistliche Litteratur u. zählt im Ganzen 989 
Werke auf. Bei der Schwierigkeit, über neugriechische Bü- 
cher auf anderem Wege Mittheilungen zu erhalten, ist die 

Pet9holdt, Anzeiger. Januar, 1855. ^ 



18 Uebersicht der neuern bibliographischen LiUeratur. 

Arbeit eine doppelt erfreuliche u. wünschen wir ihr zu fer- 
nerem Gedeihen allseitige Theilnahme. 

Für Bibliographie der orientalischen Litteralur ist von 
jeher verhäftnissmässig viel geschehen u. der Umstand na- 
mentlich, dass ein wesentliches Förderniss ihres Studiums 
in der Kenntniss der zahlreichen Handschriften besteht, hat 
Verzeichnisse solcher in reichem Masse hervorgerulen. Wir 
erinnern in dieser Richtung aus letzter Zeit nur an den von 
Weber verfassten Katalog der Sanskrithandschrülen der 
Kgl. Bibliothek in Berlin u. an den ilandschriflenkatalog der 
Kaiser!. Bibliothek in St. Petersburg; an letzteren scUiesst 
sich B. Dorn's Beschreibung von vier neuerdings in die- 
selbe Bibliothek übergegangenen syrischen HandschriAen in den 
Melangei asiaiiques [237]. Ebendaselbst lieferte derselbe Ge- 
lehrte eine Beschreibung der elf muhamedanischen Hand- 
schriften der Herzogl. Bibliothek zu Coburg [I59J. Ausser- 
dem beschrieb Rudolf Priederich die arabischen Hdschr. 
der Batavischen Gesellschaft der Wissenschaften [561] und 
William H. Morley die arabischen u. persischen histor. 
Hanuscripte der Bibliothek der Asiatischen Geseilschaft in 
London [870]. — Eine altgemeine Uebersicht der neuen Er- 
scheinungen auf dem weiten Gebiete der orientalischen Litte- 
raturen, die auch für den Bibliographen nicht ohne werlh- 
Tolie Ausbeute ist, gab wie früher Rüdiger in der Zeil- 
Schrift der Deutschen' morgenländischen Gesellschaf i [826]« Die 
chinesische Litteratur, die bibliographisch eigentlich gar nicht 
zu behandeln ist, fand in dem berühmten Sinologen Wil- 
helm Schott einen Beschreiber [828]. Eine ziemlich voll- 
ständige syrische Bibliographie vom 16. Jahrhundert ab lie- 
ferte dagegen Neve in seiner Schrift De la renaissance des 
£ludes Syriaques [945]. Für die jüdische Litteratur ist der 
unter Beihült'e Steinschneider*s verfasste Katalog der 
neuerdings für das Breslauer jüdisch- theologische Seminar 
angekauften Saravai*schen Bibliothek von hohem Werthe. Als 
tüchtige Specialbibliographie erwähnen wir schliesslich noch 
Titus Tobler^s Litteratur über Jerusalem in seinem Zwei 
Bücher Topographie von J. [521]. — 
(Schluss folgt.) 

Bibliographie« 

[2.] *De VOrigine ei des dihuls de Vlmprimerie en Eu- 
rope; par Aug. Bemard. Tables. Paris, Dupont, 1854. 8. 1 B. 
Gratis f d. Subscribenien des Werkes, (S. Anz. J. 1853. Nr. 441.) 

Enth. : 1) La liste aiphabet, des imprimeurs, libraires, 
eorrecteurs, graveurs, etc.; 2) celle de toutes les impressions 
du XV. siede} 3) celle des localites oü Tetablissement de Tim- 
primerie est signale; 4) la nomenclature chronol. des docu- 



meDte origioaux ; 5) la table des matteres principales ; 6) des 
addiijons et corrections. 

In Bezug auf das B.'scbe Werk ist noch des Erscheinens 
folg. zwei Schritten Erwähnung zu thun: 1) *A. M. Berger 
Xivrey. Lettre de M. Aug. Bernard ä cet acadenucien au su- 
jet d'un passage de son Rapport fait ä TAcademie des in- 
scriptions et helles -lettres, au nom de la commission des 
dDiiquites de la France . relatif ä Touvrage intitule: De TOri- 
gine et des debuts de riniprimerie en Europe. Paris , inopr. 
de Dupont. 1854. 8, V4 B. — 2) *Proposilion d'un Con- 
gres lypographique ä tenir k Paris en 1855. (Pour discuter 
la question de Torigine de rimprimerie, par Auguste Ber- 
nard.) Ibid. 1854. 8. V4 B. 

[3.] Deulschlandi Mundarten. Eine Monalsschrifl für 
Dkhlung^ Forschung und Kritik, Begründet ton Jos. Ans. 
Pangkofer^ fortgesetzt von Dr. G, Karl Frommann, Jahrg. L 
HfL 3. {Nürnberg, Ebner. 1854. 8.) Enlh. p. 116 — 19 zu- 
nächst, wie früher u. wie es auch in den späteren Heften 
versucht werden soll, sowohl Fortsetzung, als Ergänzung u. 
ßerichtigungen der Trömerschen Litteratur der deutschen 
Mundarten. (S. Anz. J. 1854. Nr. 927.) 

[4.J Die Preussisehe Straf - Gesetzgebung und die Rechts- 
Literatur in ihrer gegenseitigen Beziehung. Von Dr. J, Fr. H. 
Äbegg, Königin Geh, Ju&tizrathe und ordenll. Professor der 
Rechte an der Universität zu Breslau. Berlin, Decker. 1854. 
gr. S. X, 132 S. Pr. 1 Thlr. 

Enth. Beiträge zur LiUerärgeschichte des Preuss. Straf- 
rechts, die in mehreren Abtfaeilungen im Archiv f. Preuss.' 
Strafrecht von Goltdammer im Laufe des J. 1854 erschienen, 
u. hier auf den Wunsch des Publikums zu einem Ganzen 
vereinigt sind. Sie können, wenn schon mehr litterarge- 
scbichtlich , doch in der Reihe der bibliograph. Schriften nicht 
übergangen werden , u. verdienen von Seiten der Bibliographen 
gewiss alle Beachtung. 

[5.] Zu den zahlreichen, theils von Engelmann in Leipzig 
selbst bearbeiteten, theils im Engelmann'schen Verlage er- 
schienenen Bibliographien oder sogenannten Bibliotheken (s. 
Anz. J. 1854. Nr. 1009) wird eine neue kommen, nämlich 
eine Bibliotfaec» arcbkeetontca von £• A. Zuchold, die wahr- 
scheinlrcb schon im nächsten halben Jahre im Drucke er- 
scheinen soll, — 2. — 

[6.] Die Oettinger'sche Bibliographie hiographique uni- 
verselle, deren bereits im Anz. J. 1854. Nr. 95Ö ausführ- 
licher gedacht worden ist, hat, um dies hinsichtlich der 
Oekonomie des Buches nachträglich zu erwähnen, folg. Ein- 
richtung. Voran steht die Bibliographie hiographique ^ nach 
den Namen d«r Personen u« Familien aiphabet, geordnet, 

2* 



20 Bibliographie. 

Sodann folgt ein Repertoire des Bio-Bibliograpbies generales, 
nationales et speciales, u. zwar: Bibliograpbies gin^rales; 
Encyclopedies , Dictionnaires historiques et biographiques, 
nach den Sprachen, worin die Schriften verfasst sind, alpha- 
betisch geordnet — Biographies nationales et locales» nach 
den Ländern u. Orten alphabetisch geordnet — Biographies 
speciales, nach Rang u. Stand ebenfalls alphabetisch geordnet. 
Hieran knöpfen sich Curiosites bibliographiques, nach den 
Namen ihrer Verfasser geordnet, u. zum Schlüsse Portraits. 
Lücken u. Mängel finden sich in allen diesen Theilen in hin- 
reichender Menge , so dass , wenn ich alle mir für den Augen- 
blick zu Gebote stehenden Nachträge u. Berichtigungen hier 
mit abdrucken lassen wollte , ein paar Bogen damit recht gut 
gefüllt werden könnten. Besonders auffallend habe ich die 
Lückenhaftigkeit des Werkes in dem Abschnitte der Biblio- 
graphies nationales et locales gefunden , wo z. B. ganz Sachsen 
nur mit 7 Titein von Buchern, die sich blos auf Dresden 
u. Leipzig beziehen, vertreten ist. Diese Lückenhaftigkeit 
scheint hauptsächlich dadurch veranlasst zu sein, dass sich 
der Verf. im Wesentlichen darauf beschränkt haben mag, die 
biographiscben Abschnitte einzelner Bibliothekskataloge aus- 
zuschreiben, wie dies mindestens bei dem Kataloge der 
Dresdner Königl. öffentl. Bibliothek der Fall gewesen ist, 
ohne weitere u. umfänglichere Nachforschungen in bibliograpb. 
Werken, die allerdings mehr Mühe u. Arbeit als das Durch- 
blättern u. Ausschreiben der Bibliothekskalaloge erfordert haben 
wurden, selbst anzustellen. Der Verf. hat die Bibliotheken, 
deren Kataloge er benutzt, bei der Angabe der Titel von den- 
jenigen Werken, welche sich in der einen oder der anderen 
Bibliothek vorfinden, näher bezeichnet. Ein den Titeln bei- 
gesetztes D. bezeichnet die genannte Dresdner Bibliothek; 
ferner Bes. die Bibliothek in Besannen; Bx. die der Königl. 
Belgischen Akademie d. Wissensch. zu Brüssel ; Cp. die Königl. 
• Bibl. zu Kopenhagen ; L. die Universitätsbibliothek zu Leipzig; 
Ld. die zu Leyden; Lv. die Kais. Bibl. im Louvre zu Paris; 
Oxf. die ßodlejanische Bibl. zu Oxford; P. die grosse Kais. 
Bibl. zu Paris. 

Buchhftndler- u. antlquar» Kataloge. 

[7.] * Manuel 'Ännuaire de rimprimerie et de la Librairie* 
Conl^nant: i^ La legislalion francaise, ancienne et moderne^ 
concemant Virnprimerie^ la librairie, le colportage et la presse 
pModiquß] 2^ Lanalyse detailUe des Ugislalions Uranghes rf- 
lalives d la proprUie lüi^aire et artistique*^ 3® Les conventiont 
internationales; 4^ LHndication des formalitds ä remplir pour 
s'assurer en France et ä Vitranger l'exereice du droit de pro- 
priü4 art%stiq\w, liltiraire tm scientifique; 5* La liste ^ d*apris 



Bttclibändler- u. antiquar. Kataloge. 21 

let doeuments officiels, des imprimeurs et Ubraires francais; 
6** La liiie des principaux Ubraires ^Irangers; 7® Le calalogue 
eomplet des joumaux et recueUs p^riodiques actuellement publi4s 
en France, Par Ferd. Grimont, avocaly sous-chef du bureau 
de Vimprimerie ei de la librairie au miniatire de Vinlerieur. 
Paris, Jannet, 8» Pr, 4 Fr. {Unter der Presse.) 

Ein Prospect dieses Werkes, */4 B. in 8*, ist bereits 
ausgegeben. 

* * * 

[8.] LH. Verzeichniss Antiquarischer Musikalien von CK. 
Graeger in Balle a. d. S. Nevember 1854. 8. 16 5, 690 J^Trr. 

LIII — UV. Verzeichniss Antiquaritcher Bücher von Dem- 
selben. 1854. 8. 52 tt 16 S. excl. Tit. 2198 ti. 720 Nrr. 

Enlh. Yorzüglich Belletrist. , liUerärgeschichll. , pädagog. 
u. Jugendscbriften , sowie sprachl. Lehrbücher. 

[9.] Auswahl der im Bahn sehen Verlage zu Bannover und 
Leipzig erschienenen Werke, welche für Gymnasien und andere 
LehranstaUen , so wie für das Privatstudium geeignet sind. VL 
vermehrte Auflage. November 1S54. 8. 30 S. 

Enth. , wie bekannt , viele sehr vorzugtiche Schriften aus 
d. Bereiche d. Litteratur f. Lehrzwecke. 

[10.] Ein und sechszigstes Bücher - Verzeichniss über 
Werke am dem Gebiete der Philologie alter u» neuer Sprachen, 
der Alterthumswissenschaft, Literaturgeschichte y altdeutschen Li- 
teratur tt. Pädagogik y welche bei Theodor Kampffmeyer, in Ber- 
lin, zu haben sind. 1854. 8. 78 S, excl. Tit. 

Enth. besonders griech. u. röm. Philologie nebst Älter- 
tbumswissenschaft. 

[11.] Nr. IV. Antiquarischer Calalog der Kuhlmey* sehen 
Buchhandlung in Liegnitz. Enthält: Medicin und etwas Natur- 
wstenschaft. Berbst 1854. 8. 18 5. excl. Tit. 748 Nrr. nebst 
einem Nachtrage v. Dissertal. u. naturwiss. Werken. 

[12.] Verzeichniss von in Dänemark, Norwegen , Schwe- 
den, Island und Finnland erschienenen Werken über die Ge^ 
schichte und Geographie des Skandinavischen Nordens nebst Land - 
«nd Seekarlen und von den in genannten Ländern erschienenen 
Werken über die Geschichte und Geographie der ausserskandi- 
mvischen Länder und Völker welche bei Carl B. Lorck in 
^^^P^ig zu haben sind. (1854.) 8. 44 S. 

Ein neues Zeichen des sehr löblichen Eifers Lorck'sf. 
™ Verbreitung der Kenntniss der Skandinav. Litteratur, für 
"*ß er sich bereits durch Ausgabe verschiedener Kataloge 
recht thätig gezeigt hat. 

[13.] ' No. 5. Catalog der Antiquarischen Buchhandlung 
y^ Louis Pernitzsch in Leipzig. 1864—55. 8. 80 S. excl. 
^ ÄW. Tit. u. Inhaltsverz. 

Enth. , wenn auch wenig besond. Seltenheiten oder sonst. 



SB BucbUndler- u. anliquar. Kalal^fa. 

hervorragende Merkwürdigkeiteo, doch eine zierolkb reith- 
haltige Auswahl allgemaia geschätzter Bücher aus fast allen 
Fächern d. Wissenschaft, unter denen gewiss Jeder etwas für 
seine Zwecke antreffen wird. Namentlich findet sich in den 
Fächern der Geschichte, Theologie U.Naturwissenschaft man- 
ches Interessantere, im letzteren z. B. das Wallich*scbe Pracht- 
k^fferfterk Planlae Atiaiicae rariores (120Thlr.). Ich empfehle 
den Katalog gern der allgem. Beachtung. 

[14»] XVlIme Catalogue de Livres rares ei curieux de 
M. E4mn Tro$$, Paris. 1S54. •«. 46 S. excl, y»l. Nr. 4274 
— 493S. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 97S.) 

Wenn ich zu wiederholten Malen gern Anlass genommen 
habe, die Tross'schen Kataloge dem Publikum zur aufmerk- 
samsten Durchsicht angelegentlieh zu eoipfehlen, so kann ick 
dies auch mit vollem Hechte in Bezug auf das yorl« Verzeich- 
niss tbun , welches nicht nur eine reiche Auswahl der acht- 
barsten u. von den Bibliophilen gesuchtesten Werke, soodem 
auch eine Anzahl von Seltenheiten enthält, die in den ge- 
wöhnlichen Antiquarkatalogen nicht anzutreffen siqd. Unter 
diesen letzteren verdienen vornämlich eine noch wenig be- 
kannte Ausgabe des Babelais'schen W^erkes: Le vroy gargan- 
tua notablemeut omelye la creation de ses pere et piere 
loperation demerlin, o. 0. u. J., einUnicum, wie es scbeinti 
sowie: The hoke of conforte agaynste all tribulations. Ehü- 
print in London, by Pynson, o. J., vielleicht auch ein Uni- 
cum, hervorgehoben zu werden. Eine besondere Merkwür- 
digkeit ist die von Laur. Franc, de Alopa gedruckte Florentiner 
Ausgabe von Planudis Rhetoris Anthologia epigrammatum grae- 
cor. 1404, die am Ende defect ist, welcher Defect aber von 
der Hand des älteren Aldus ergänzt worden, der auch die 
in die Aldina von 1503 aufgenommenen Verse u, Varianten 
handschriftlich hinzugefugt hat. Das Exemplar stammt aus 
der Renouard*schen Bibliothek. Sonst mache ich noch vor- 
zügUch auf d. Vocabulario de Japon, en Manila por Pipin y 
Magaurina 1630, auf chin. Pap., aufmerksam. 

[15.] Nr. VlIL Calalog des Antiquarischen Bücherlagers der 
Wendeborn' sehen Buchhandlung in AUona. (Werke und Schriften, 
die Geschichte, Verfassung, Recht, Mteratur u.s.to. 4^s König- 
reichs Dänemark , der Her zogthümer Schleswig ^ Holstein, Lauen- 
Imrg und der fireien Städte Hamburg und Lübeck beireffend. 
Min einem Anhang, enthaltend Diverses.} 1854. 6. Z(^ S. ^(pcl. Tit. 

[16.] Verlags - Kßialog der Weidmßnnschen Buchhandlung 
früher in Leipzig, jetzt in Berlin. December 1854. 8. iS S* 

Ein anerkannt tüchtiger wi^senschaftl. Verlag. 

Auctionskataloy« 

[19*} (lalalogue d'une pr4cieu§^ coUecii^n ^ Lwf$ an- 



AuctioDskatalog.* *— Bibliothekenlehre. 2t 

eienß «f madirnei, ManuscrUs^ Jneunablei, Ouvrages ä figures, 
Theologie j Reiles - LeUres , ScUnces, Beaux^ÄrU, ifCj ei d'Ar* 
ehives de la Familie Boischol, des Comles d'Erps, de Lannoy^ 
de Smoenthem , de Maenigsegg^ eic. ; Donl la venle publique 
aura Heu le 14 Dicembre saus la direeiion de F. Heutsmer d 
Bruxelles. 1854. 8. 71 S. excL TiU 768 Nrr. 

Leider ist mir auch der Torl. Brüsseler Auct. Katalog, 
wie so mancher seiner Vorgänger, zu spät zugekommen^ als 
dass es mir möglich gewesen wäre , denselben rechtzeitig an- 
zuzeigeo. Jetzt, wo die Sammlung bereits yersteigert ist, 
hat der Katalog naturlich einen wesentlichen Theil seines 
Interesses verloren« Nichts desto weniger behalten solche 
Kataloge, wie der vorl., der, ausser einer ziemlichen Menge 
der schätzbarsten Bücher u. auch MSS., eine grosse Suite 
von Familieodocumenten enthalt, u. in dieser Hinsicht auf 
die Beachtung der Historiker rechnen darf, bleibenden Wertb, 
so dass die, wenn auch etwas verspätete Anzeige des vorl. 
Verzftiohnieses immer noch ihren Nutzen haben mag. Neben 
den Documenten der auf dem Titel genannten Familien finden 
sich auch dergl. von den Familien Parentes, Zierotin, Orense, 
Lilgenau, Thuro u. Taxis, sowie von mehreren anderen he* 
kannten Belg., Deutsch, u. Spanischen Familien. 

BI1iliotlielLMil<elire, 

[IS«] Smiihionian ReporL On ihe eonstrucUon of Ca" 
ialoguet of Libraries, and Ikeir publicalion by means of sepa-* 
mUj slereoiyped tilles, Wilh ruUs and examples. By Charles 
C, Jewetty Librarian of the Smilhsonian Instilulion. 11, Edition. 
Washinglony published by the Smiihsonian Imlilution, 1853. 
8. XU, 96 S. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 381.) 

Der Verr. hat seit langer Zeit einen Plan vorbereitet, u. 
im Auftrage der Smithson. Instit. ins Leben zu rufen be^ 
gönnen, der nichts weniger als die Herstellung eines ge- 
druckten Katalogs sämmtlicher öffentl. Bibliotheken der Union 
bezweekU Zu diesem Behufe sollen die einzelnen Titel zum 
Gebrauche für sämmtliche Bibliotheken einmal stereolypirt 
werden: die Aufzeichnung eines Werkes wird dann, falls auch 
dasselbe in mehreren Sammlungen vorhanden wäre, einmal 
fnr alle genügen, u. die Stereotypirung der Titel die Her- 
stellung von gedruckten Katalogen ermöglichen. Die Misslich- 
keit, welcher die gedruckten Kataloge unterworfen sind, nach 
einer gewissen Zahl von Jahren nämlich unvollständig zu 
werden, a. behufs ihrer Vervollständigung u. zur Wahrung 
durchgreifender Ordnung einen ganz neuen Satz zu erfordern, 
soll durch die Einzelstereotypirung der Titel beseitigt werden. 
E^ Usst steh allerdings nicht läugoen; dass dieses Ziel nach 
des Vjßil's Pkne zu erreichen ist, ebenso wenig ist der Vor- 



24 BibliothdieDleture. 

theii, der durch das J.'sche System einer grossen AftiaU von 
Bibliotheken erwachsen würde, zu yerkennen; aber die be- 
deutenden Kosten» weiche der Satz eines grossen Kataloges 
verlangt, werden um nichts- vermindert, im Gegentheile durch 
die Kosten der Stereotypirung vermehrt; selbst wenn die 
Kosten auf mehrere Bibliotheken vertheilt wfirden, bleiben 
sie immer noch so gross, dass die vorhandenen Budgets 
überlastet werden müssen. — Es lag natürlich in der Auf- 
gabe J/s, zunächst das Prinzip festzustellen, nach* weichem 
überhaupt die Titel für den projeclirten grossen Stereotyp- 
katalog gefertigt werden sollen, u. für die Vorsteher der 
Bibliotheken die bezüglichen Yorschrilten auszuarbeiten. Ich 
begnüge mich mit einer kurzen Uebersicht der vom Verf. 
aufgestellten Regeln, u. sehe dabei von jeder Kritik ab, wenn* 
schon Gelegenheit dazu hinreichend da wäre, da nicht blos 
die bibliograph. Gewohnheiten des Verf.'s Mangel an • syste- 
matischer Durchbildung u. gründlichem Studium guter biblio- 
graph. Werke, sondern auch Unkenntniss einzelner Galtungen 
von Büchern beweisen. Die vom Verf. gegebenen Regeln sind 
folg.: 1) Die Titel sind direct von dem Buche ohne irgend 
welche Kürzung abzuschreiben; 2) Sie sind mit Genauigkeit 
ohne irgend welche Aenderung zu copiren; 3) Der ganze 
Titel ist auf für jede- Ausgabe eines u. desselben Buches in 
der oben genannten Weise zu copiren; 4) Bei Inkunabeln u. 
frühen Drucken müssen ausserdem diej ersten u. letzten 
Worte des Textes, u. bei absolutem Mangel eines Titels eine 
ausreichende Beschreibung des Buches gegeben werden; ö) Bei 
Dissertationen, Reden etc. ist der Inhalt an Stelle des Titels 
zu geben; 6) Ebenso bei Predigten; 7) Bei Zeitschriften ist 
der Titel des letzten Bandes, ohne Bezeichnung des Bandes 
oder Datum anzugeben, wogegen die Geschichte der Zeit- 
schrift in einer Note beizufügen wäre; 8) Nach den Titel- 
worten ist die Anzahl der Theile oder Hefte etc. anzugeben; 
9) dann Ort und Datum (wobei der Verl. für den Fall, dass 
diese fehlen, spezielle Regeln aufstellt); 10) ferner Bezeich- 
nung des Formats in Zollmaassen der Höhe u. Breite des 
Satzes; 11) Die Seitenzahl ist anzugeben, falls dieselbe bei 
einbändigen Werken unter 100; 12) Alle Zusätze zum Titel 
sind cursiv oder in Parenthese zu schreiben. Hierauf folgen 
27 Regeln über Anordnung der Titel, die unseren Europ. 
Bibliographen wenig conveniren dürften. Den Scbluss des 
Werkes macht eine Reihe von Mustertiteln, die alphabetisch 
geordnet sind , u. unter denen der naive Nachweis : Alexander, 
the Great. See Curtius Rufus (Quintus). De rebus gestis 
Alexandri Magni. Durchschnittlich liefert der Verf. 6 bis 8 
Titel auf eine Octavseite, bedarf also für 100,000 Titel 
schon nahe an 1000 Bogen d. h. 20 Octavbände von je 50 



Biblioaiekei^Qde. 2$ 

Bogen» um eine nodi nicht obergrosse Bibliothek zn eata- 
logisireo. — 3.~ 

BlUlotheiceBknnde« 

[19.] Be$uehe in den Klöstern der Levante* Reise durch 
Äegyptenj Palästina, Albanien und die Halbinsel Athos. Vom 
Robert Curzo», jun. Nach der dritten Auflage deutsch von 
Dr. N. N. W, Meissner. Nebst twölf Kupfertafeln und xwei 
Musikbeilagen, Zweite mit einem Register vermehrte Ausgabe* 
Leipzig, Dyk. 1864. 8. J, 240 S. Pr. n. l TMr. \Q Ngr, 
(Vgl. Anz. J. 1851. Nr. 1483.) 

Enth., wie bekannt, einen Schutz von Nachrichten über 
die von Curzon auf seiner Reise besichtigten Bibliotheken; 
ich habe im Anz. , besonders J. 1850 , öAers Gelegenheit ge- 
nommen, die Leser auf diese Nachrichten aufmerksam zu 
madien, wesshalb ich hier den Hinweis auf das vorl. Werk 
für Die» welche an BiUiothekenkunde Interesse nehmen, 
nur kurz wiederholen mag. Der herabgesetzte u. wirklich 
billige Preis wird die Anschaffung des Buches wesentlich er* 
leichtern. 

[20.] Die künlich (im Kön. Sachs, Hauptstaatsarchive 
XU Dresden) aufgefundenen neuen Handschriften zu P. G, 0. 
Karls; von Dr, B. Th.' Schletter. S. Jahrbücher der- DeuUchen 
Rechtswissenschaft und Gesetzgebung hrsg, van Demselben. Bd. L 
Hft,l. Erlangen, Enke, 4. p. 93 — 94. 

[21.] Verzeichniss der Doubletten aus herzogt. Bibliothek, 
nebst einevn Anhange alter Drucke, welche zu beziehen sind durch 
J. G. MOUer t» Gotha. Druck von Hennings u. Hopf in Erfurt* 
8. 50 S. emcUTit. 1521 Nrr. 

Enth. vorzuglich Historisches u. Philologisches. Die Ver- 
kaufspreise sind sehr massig, zumal da die meisten Exem- 
plare besonders gute Haltung haben. 

[22.] Denli Germanischen JKuseum in Nürnberg ist von 
Seiten der Deutschen Bundesversammlung, auf Befürwortung 
des Reclamationsausschttsses, die Bitte um Ueberlassung der 
der vormaligen Nationalversammlung gehörigen Bibliothek ge- 
währt worden. S. Beil. z. Augsb. allg. Ztg. 1854. Nr. 345. 
p. 5516. 

[23.] * Bibliothique de Saint' Michel, Calalogui des bien-^ 
faiteurs de la Bibliothique de VAbbaye de Saint - Michel ä An- 
vers. Par Vahbe C. Stroobandt. (Extrail du Bulletin du Bi- 
bliophile Beige,) BruxeUes, Heussner. 1854. 8. 20 S. Nicht 
im Buchhandel. (S. Anz. J. 1854. Nr. 757.) 

[9tt«] Catalogus van de Bibliotheek der Vereenigde Doops- 
geiinde Gemeente te Amsterdam. Amsterdam, Muller. 1654. 8. 
i//, 164? in, 74 u. ///, 76 S. eael. 4 BU. Tit. u. Vorwort. 

Die Bibl. der vereinigten Hennoniten- oder Taufgesinnten- 



M Bibiioditkiiibuid«. 

Geoitinde zu Amsterdafln , deren Katalog hier vorliegt, hal 
ihre Entstehung im J. 1680, wo der damaligen GeneiBde 
hij hei Lam en den Toren die Buchersammlung eines ihrer 
Prediger Dr. Joh. Aeijers Tennacht worden war. Obschon 
die Bibi. anfänglich nichts weniger als gross, u. lehr ver- 
mischten Inhaltes war , so hat sie sich doch durch Geschenke 
sowohl als durch Ankäufe bald vergrössert, u. einen fast 
ausschliesslich theologischen Charakter angenommen, nament- 
lich unter der späteren Verwaltung des Prot R. Koopnami, 
der das theoJog. Fach durch Ankiufe besonders reiehlich be- 
dachte. Inzwischen erhielt die Sammlung, wdche scfaon im 
J. 1735 zu einem ziemlich beträchtlichen Umfange angewach- 
sen war, u. der damals auf Beschlnss des Kirchanrathea der 
Prof. Nienwenhuis eine ihrer Bedeutung angemesscae Gestal- 
tung gegeben halte, im J. 17H9 eine Yorzöglieh wenfav#lle,. 
hauptsächlich im Fache der älteren klassischen LitteraUir «« 
Palristik ansehnliche Bereicherung in dem gesammteaBächer«' 
^schätze eines der früheren Gemeindeprediger Pet. F«iiteiii. 
Diese Bücher fielen der Bibl. durch Veroiäohtniss zu, u. 
gaben zunächst dazu Veranlassung, dass der Kirchenrath im 
J. 1793 durch den Prof. G, Hesselink einen systenxat. Kata- 
log über die ganze Sammlung anfertigen üess. Koopmann's 
Amtsnachfolger gingen bei den Bücneranschallüngen doch 
einen Schritt weiter, indem sie nicht nur die theoiog. Werke 
im Allg., sondern nebenbei auch die aus der Hennoniten »- 
u. Wiedertäuferlitteratur im Speziellen überwiegend bevorzug- 
ten, u, dadurch die Bibl., die durch das Fontein sehe Ver- 
mäcbtniss wieder einen mehr allgemein wiaseasehaftl« Cha- 
rakter angenommen hatte, zu einer nahezu exciusiv theoiogi- 
sdien u. speziell Mennoniten - Bibl.' umgestalteten. Daher 
finden wir auch im vorl. Katalog den gesammten Bücherror-p 
rath in drei Abtheilungen geschieden, von denen die erste 
u. grössere (3B2S Nrr.) die theologischen Weite umfasst, die 
zweite (707 Nrr.) die Mennoniten- «. Wiedertäuferlitteratur 
u. die dritte (1318 Nrr.) die übrigen Bücher. Jede dieser 
Abtheilungen ist in mehrere Unterabtheilongen getrennt, näm* 
lieh die erste in I. Uitgaven des Bijbels 174 Nrr. — IL Uitleg-» 
künde van den Bijbel 360 — III. Bijbelsclie Inleiding, Krl- 
tiek; Spraakleer en Apologetiek 481 — IV. Kerkvaders en 
Coociliön 283 — V.Joodsche^ Mohammedaansche en Heiden- 
sehe Godgeleerdheid 31 — VI. Leerstellige Godgeleerdbeid 
516 ~ VII. Practische Godgeleerdheid 137 — VIII. Zede- 
kunde 113 — IX« Wijsbegeerte 251; X. Kerkgesdiiedenis 
527 — XI. Kerkelijke Oudheden en Kerkregt 195 ; XII. Wer- 
ken van Geleerde Genootschappen en Tijdschrillen 107 *-^ 
Bijvoegsel van nieuw aangekochte Boeken 150; die zweite in 
h Schriften van en over de eerste Doopgezinden 66 Nrr. — 



8iW0ib<kritikiiBdk. r^ PrivatbiblioOtfkeQ. . ST 

IL GdltRobtNdijdenissen der Doopgexinden 30 «-> 111. Lecri- 

i^lellige en sücbtelijke Godgeleerdheid 87 — IV. Leerreden^ 
73 — V. Scbrineii voor hct godsdienslig Onderwijs 7* — i- 
YI. Schriften voor en tegea den Kinderdoop 36 — VIl. Schrif- 
ten over kerkplykeTuofat, Liturgie enz. 42 — VIU. Gescbil«- 
cn Vrede-Schrilten 59 — IX. Slrijd- en Verdedigipg-'Scbrifr 
ten 49 — X. üichterlijke Schriften' voor kerkeüjk en huisse* 
lijk Gebruik 133 ^ XI. Schriften vau gemengden iohoud, 
van en over Doopsgezinden; Rijasburgers enz. 32 — Aan-* 
hangsel. Schriften van en over de Wederdooper» 28, wozu 
nodi 7 Nrr. Machträge gehören; die dritte in I. Auetores 
Qlassici Graeci H95 Nrr. — H. Auotores classiei Latini 184 — ^ 
Ui. Podiae Latini recentiores 189 — IV. PhiJoiogi 246 -— 
V. Oude en nieuwe Gesehiedenis 152 — VI. Oudheidkiinde 
107 — VII. Letterkundige Geschiedenis en nieuwere Letter- 
künde 93, wozu noch 2 JMrr. Nachträge kommen^ Was den 
vorl. Katalog selbst anlangt, so ist derselbe von einem der 
beiden Professoren, welche über die Bibi, diei Aufsicht fuh- 
ren, dem Or. S. Muller, mit Fh^iss u. Sorgfalt bearbeitet, 
wenn auch au wünschen gewesen wäre, daiß man dieBCicher 
in den einzelnen Unterabtbeilungen nicht nach den Formaten 
getrennt, sondern ohne Rucksicht auf diese in rein systemat. 
Ordnung atifgefdbri, auch zur leiehteren OrientJiHing ein alpha- 
betisches Namenregister beigefügt hätte. In biblipgraph. Hin- 
sicht i«t der Katalog als eine aussei'ordentlicb werthvolle Be- 
reicherung d^r Litteratur in eiaegi bisher ziemlich nnhekann-t 
ten Fache, dem der Mennoniteii- q. Wiederiäuferlitteratur, 
der allgeaieipen Qeachtung zu empfehlen^ 

Privatl>il>l|otl»«fcf9i. 

[25.] Caialogu» van ivoee Mangr^fke en goed geeandiiioH'- 
nterde Boekverzamßlingen werMaikesis, A$lrcnQmiey I^iysica en 
Chemie, Mechanica^ Technologie en ArcM^fivur , Waierbow»- 
kunie en Waleraiaat; NaimirHjk^ Uisiorie, Boianie en Phar- 
imaU, Me4icynen en Chirurgie , Waarondur dß nieuweite en leite 
Wßrken ^iimuMen. Verdffr over Hielorie , Reg/^geleerdheid , Lei^ 
terkußnd^ 01 Melaghysiea: beneifens Plaatw^rkfn^ Mmijk^ ford- 
en Hem^lMu^rk^nt Mal^emalische Jnsirumenien^ Na4mr4iilia en 
Boekenkasten* Alles nqgelaien door wißen Dr. A. S. Ru^b in 
leDen lecioe» in de Aeironomiß am de üirechlsche Eloogeischooi \ 
en Jh. J. G, U, SwellengreM U Uif^eht. AI hetwlk verkocht 
zßl w(mdpn 4* l^,J)eoemher 1^54 len hniite der BaeHhandelaren 
Keminh e» Zeo» te Unecht. 8.. 32 u. 12 & eied. TU, Ueber 
3000 Nrr. 

[26 J * Veri^eichnise der Bmioihek de$ AbM /. B. RiUer 
». Beaw', bestehend m«^ nllen Fächern d^r LiHeraiur, namen^" 
M d9n ßßlieMien Aufgftbnk.grifchkckfr ¥. nmi^ck^ CiaeeiHw^ 



iß Privatbibliotheken. — Abdr. a«s Bibl.-Haiidsdir. etc. 

Werken aus dem XV- Jakih.^ sämmUiehen Aldimtcken Drmekin, 
Handschriften y Pergamenidrueken mü MMaiuren, ete. Wien, 
1654. 8. 366 S. 2452 Nrr. mit 1003 dergl. Aldin. Druck. 

. Diese Bibl. soll womöglich im Ganzen rerkauft, wenn 
dies aber nicht zu bewirken ist, an noch zu bestiinnienden 
Tagen Tersteigert werden« 

[27.] *Yer%euhnxss der inom Boipüal'^ Artt Dr. M. Panl 
in Mannheixn nachgelassenen Bibliothek^ nebst chirurgisehen in- 
sirumenlen. Anetian d. 12. Deo6r. 1854 in Mannheim. Einge^ 
sandt von Bensheimer daselbst. 8. 8 5. 184 Nrr. 

[28.] Bibliotheca Schuhiana. Verzeiehniss der werlhvolien 
Bibliothek des Franz Xaver Schuh y f Pfarrers in Binxwangen, 
deren Inhalt von der F, F» HaspeVsehen Buchhandlung in 
Schteäb. Hall zu beziehen sind. Erste Abtheilung: Schöne Wis- 
senschaften, Werke über Kunst und Malerei. Kupferstiehe und 
Kupferwerke, Romane^ LUenalurwissenschafi etc., darunter auek 
manche Selter^iltn, 8. 94 5. exel. Tit. 

Dem vorl. Verzeichnisse sind auch die Ueberbleibsd der 
Bibliothek des nordischen Alterthumsforschers Friedrich Da- 
vid Gräter, die in den Besitz Haspers gekommen, mit ein- 
verleibt. 

Abdrücke man Bibl««llan<l8elijririen ete» 

[29.] Joannis Apostoli de transilu Beaiae Mariae Virginis 
liber. Ex recensione et cum interprelatione Maximiliani Engerix 
(Auch mit arab. Titel.) Eiber feldae, Friderichs. 1654. 8. 
XIX, 107 S. Pr. n. 1 Thlr. 

Aus dem Cod. der Universit. Bibliothek in Bonn. 

[30*] Jacob von Maerlant, und Der naturen bloeme, ein 
Manutcript der öffentlichen Bibliothek in Detmold. Mit Nach- 
richten über den nalurmssenschafUichen Verein im Färsfenlhum 
Lippe. Detmold, Meyersche Bofbuchdruckerei. 1853. 4. 26 S. 
excl. TU. (S. Anz. J. 1854. Nr. 40.) 

Unter den ziemlich zahlreichen Schriften des seinerzeit 
weitberufenen altniederländ. Dichters Jacob von Maerlant. wo- 
von der Verf. der vorl. Schrift Geh. Reg[ierungsrath M. L. 
Petri p. 8 — 9 eine Uebersicht gegeben hat, ist der Besttarias, 
eine Naturgeschichte in Reimen, Der naturen bloeme ge- 
nannt, eine der achtenswerthesten u. besten. Eine nicht 
ganz unbeträchtliche Anzahl von Bibliotheken besitzt Hand<- 
Schriften von diesem Werke, jedoch ist fast keine derseibmi 
mit der Detmolder in Vergleich zu stellen, die vor allea übri- 
gen den Vorzug hat, dass sie, bis auf den geringen Defect 
von 14 Versen in der Mitte, vollständig ist. Sie gehört zu 
den werthvoUsten Seltenheiten der Detmolder Biblioüiek, wo- 
hin sie, früher Eigentbum eines Christoph Smerheim, Bürger- 
meisters von Detmold im XVIL Jbrhdt., aus der ehemaligen 



AMrflcke ans Bibl.-Bandscbrifteii etc. 29 

Detoiokler Schulbibl. übergegaDgea ist. Obsebon sie mehr* 
fach die Aufmerksamkeit der Gelehrten u. darunter auch 
des Prof. Massmann auf sich gezogen, der von ihr eine 
kurze Nachricht im neuen Jahrb. d. Berlinischen Gesellschaft 
f. Deutsche Sprache u. Alterlhumskunde Bd. Vli. p. 825—26 
veröffentlicht hat , so ist sie doch seither einer eingehendem 
Beachtung nicht weiter gewürdigt worden. Daher verdient 
die vorl. Schrift, welche, ausser einer möglichst vollständigen 
Zusammenstellung aller auf die Schrift bezüglichen litterar. 
Notizen, die Beschreibung des MS. u. den Abdruck mehrerer 
u. längerer Stellen daraus, namentlich der ganzen Einleitung 
u. des ersten Buches von dem Menschen, enthält, gewiss 
alle Anerkennung, um so mehr, als sie mit unverkennbarem 
Fleisse gearbeitet ist. Zunächst war sie als ein Theil des 
Detmolder Gymnasialprogramms 1853 erschienen, ist aber, 
u. mit Recht, vor kürzerer Zeit durch besonderen dem Buch» 
handel übergebenen Jibdruck dem grösseren Publikum zu- 
gänglich gemacht worden. Ich für meine Person verdanke 
ein Exemplar der Gefälligkeit u. Güte des Detmolder Bibiio* 
thekars Obergerichtsrath 0. Preuss. 

[31.] *Benn, Sam, Reimarus Apologie oder Sehutttchrift 
ßr die vernünftigen Verehrer Gottes. In einzelnen Fragmenten 
vollständig herausgegeben durch Dr. phiL fVilh, Klose. S. Zeil- 
ichrift f, d> hislor, Theologie hr$g. von Niedner. Jahrg. 1852. 
Hfl. 3.p. 390—494. (Fortsetzung von Anz. J. 1851. Nr. 992.) 

Drittes Fragment aus dem Originalms. in der Hamburg. 
Stadtbibliothek, lür dessen Geschichte u. Beschreibung die 
Einleitung des Klose'schen Aufsatzes im Jahrg. 1850. p. 
519 — 22 bemerkenswerth ist. Man erfährt daraus, dass es, 
ausser dem Originalms., noch Abschriften gebe, u. zwar eine 
in Göttingen, wohin sie von Job. Alb. Reimarus, dem Sohne 
des Verf.'s, geschenkt worden ist, u. zwei in Hamburg. Pri- 
vatbesitze, Otto Christ. Gardechens nämlich u. der Familie 
des verst. Syndikus Karl Sieveking, dessen Mutter eine Toch- 
ter von Job. Alb. Reimarus ist. — 2.— 

[32.] Konrad Stolle$ Ihiiringiseh - erfurtische Chronik» aus 
der Urschrift herausgegeben . von Dr. Ludwig Friedrich Hesse, 
ßriUieh schwarxburg 'rudolslädtischem Hofralh, geheimem Ar- 
chvoar und Bibliothekar. A. u. d. T, : Bibliothek des lilUra^ 
rischen Vereins in Stuttgart. XXXll. Stuttgart^ gedruckt auf 
Kosten des liUer. Vereins. 1954. 8. XXVIII, 216 S. 

Die aus Caspar Sagittarius' Nachlasse stammende Vt- 
schritt, das Autographum des Chronisten, welches bald nadi 
seiner Vollendung in den Mainzer Hof zu Erfurt gehört zu 
haben scheint, befindet sich jetzt in der Jenaischen Univef- 
sitätsbibliotbek. 

[38.] Cosmographiam Aethici Isirici ab Hieronyvw ew 



30 Abdrucke aus BtU. - ffimdftckrift^n «U« 

Qraeeo m Laiinum hremarhm redactam seeuttimm codieim Idp- 
siemem separalo libello expressam primum $didH Henrkw 
WuUke. Accedunt duae labulae. A, u. d, J. : DU KotmographU 
des Isirier Ailhikos im laleini$€hen Auszüge des Uierony/mus aus 
einer Leipziger Handschrift sum ersienmale besonders heraus- 
gegeben. Leipzig j Byk. 1853. (Auf dem Umschlage: Zweüe 
vermehrte Ausgabe. 1854.) 8. CXCVI, 136 S* Pr» 2 TMt. 
(Vgl Anz. J. 1853. Nr. 253.) 

Die Handschrift gebort der Stadtbibliothek« — Gleich- 
zeitig mit der vorl. 11. Ausgabe ist ein Separatabdruck aus 
den Prolegom* p. CXXXVf - CXCIV unter lolg. Titel erschie- 
nen: Die Aechtheit des Auszugs aus der Kosaiographie des 
Aithikos geprüft von Heiorich Wuttke. Leipzig, Dyil. 1854. 
8. 64 S. Pr. 12 Ngr., worin p. 5—12 (CXXXVl- CXLIJJ) 
ergänzende MittbeiJungen zu der p. CXVII — CXXXllI gege- 
bßne»,.Uebersicht der Handschriften enthalten sind. 

[34»J Nibelungen. Wallersteiner Handschrift^ Von Fried- 
rich Heinrich von der Hagen, MU einem Schriftbildi, Auf- 
lage von hundert Abdmeken. Berlin, Slargardi, S. 16 S. 
Pr. n. 10 Ngr. (S. Anz. J. 1854. Nr. 572.) 

Der, wie man weiss, um die Nibelungenlitteratur wohl- 
verdiente Verf. hat in dem vorl. Schriftchen ober eine seit- 
her zwar schon gekannte, aber keineswegs genug bekannte 
Nibelungenhandschrift, die sich in der Eursll. Oettingen- 
Walterstein'schen Fideicommissbibiiclhek zu Mayhingen bei 
Wallerstein befindet, theils durch genaue Beschreibung, theils 
durch Abdruck einzelner längerer Stellen Nachricht gegeben. 
Unter dem Bibliothekariate des Hofratbes Kohler war die 
Handsdirift, ^^wie ein Kleinod des Nibelungenbortes selber/' 
gehütet u. geheim gehalten worden, u. erst unter der libe- 
ralen Direction des Frhrn. v. Löffelholz u. durch dessen zu- 
vorkommende Güte u. Gefälligkeit hatte der Verf. eine ge- 
nugende Kunde von u. aus der Handschrift, sowie treffliche 
Durchzeichnungen der ersten u. der letzten Seite erhalten 
können, welche ausreichend ersehen lassen, dass die Hand- 
schrift von zwei sehr verschiedenen Händen des XV. Jahrh. 
geschrieben worden ist. Aus der dadurch erst jetzt möglich 
gewesenen Vergleichung hat sich ergeben, dass die erst mit 
dem 6. Abenteuer beginnende, son$t aber sehr vollstän- 
dige Handschrift in Abtheilung u. Ueberschriflen der Aben- 
teuer, sowie in Lesarten u. Strophenzahl mit der Hohenems- 
Lassbergischen Handschrift übereinstimmt, so dass sie fast 
für eine Abschrift davon (auf ähnliche Weise wie die Maose- 
faaeb- Berliner von der Berliner Pergamenthandscbrift) ge- 
haMen werden könnte, wenn nicht eben der teUeode Anfang 
dagegen spräche. Auch ergiebt sich, dass die Darstellung der 
beiden Handschriften, der Wallersteiner näadicta u. iw Hohen- 



Abdrucke aus Bibl.-Händschr. — Bibliothekare etc. 31 

ems- Lassbergischen, die vollständigste u. in sich selbst ver- 
ständlichste nicht nur, sondern auch die älteste u. alter- 
thumlichste ist, aber nicht, wie seither fast allgemein gesche- 
hen, für eine alles ebnende u. vervollständigende Ueberar- 
beitiing des Textes der St. Galler Handschrift, sowie die 
St. Galler für eine Ueberarbeitung der Hohenems-Munchener 
gehalten werden dürfe. Zugleich hat die vom Verf. schon 
trüber ausgesprochene u. von Holtzmann (s. Anz. J. 1854. 
Nr. 188) „neu begründete Ansicht von der Einheit unseres 
grossen National -Meisterwerkes ihre Bestätigung gefunden. 
Die Ausstattung der vorl. Schrift ist äusserst anständig. Vgl. 
Lit. Centralbl. 1854. Nr. 49. p. 786—87. Dresdn. Journ. 
1854. Nr. 278. p. 1190.i 

[35.] Anlwerpener Liederbuch vom Jahre 1544. Naöh 
dem einzigen noch vorhandenen Exemplare herausgegeben von 
Hoffm'ann von Tallersleben. Ä. u. d. 1\: Horae Belgicae, Pars 
XL Hannover, Rümpler. 8. VIII, 344 S. excL 5 Bll. Tit. u. 
Weihschrifl, Pr. n. 1 Thlr. 25 Ngr. 

Das einzige noch voihandene Exemplar gehört der Wol- 
fenbütleler Bibliothek. 

[36.] * Mellusine, poeme relaiif ä Celle fde poilevine^ com- 
poii dans le XIFe sihle, par Couldretle. Publik pour la pre- 
miire fois d'aprh le» manuscrits de la ßibliotheque impiriale, 
par 'Prancisque Uichel, Docteur en philosophie, etc* Ifiofl, 
Robin ei Favre. 1854. 8. 19Vg B. 

Bililfotfaekare etc. 

[37.] Dictionnaire national ou Grand Dictionvaire de la 
Langue Francaise, Repertoire unitersel et classique des sciences^ 
äe$ lelires, des arls et de l'induslrie , etc. Ouvrage classique, 
ridig4 sur un plan enlidrenient neuf etc. Par M. Beschcrelle 
atnS, de la Bibliothequi du Louvre elc. [Nouvelle Souscription.] 
Livr. 1 — 4. Paris j Simon et Garnier. 1854. 4. d 2 B. Pr. 
pro Livr. 1 — 200 n. 13 nir. 10 Ngr. {Vollständig in 2 
Bden von 3000 5.) 

Hierauf bezüglich sind folg. Schriften erschienen: * Lettre 
h M. Bescherelle alne. etc.; par M. T. Poitevin, auteur du 
Nouveau Dictionnaire universel de la Langue francaise. Paris, 
impr. de Racon. 1854. 8. Vs ß- — •R^ponse k la reclanie 
de H. Poitevin; par M. ßescherelle atne. Paris, impr. de 
Noblet. 1854. 8. V* B. — „♦Petite Epitre ä M. ßescherelle 
ainej par M. P. Poitevin. Paris, impr. dePomnieret. 9 nb- 
verabre 1854. 8. Vs B. — „*R6ponse faite, le 1 decembre 
1854, par M. Besctierelte atne, ä une lettre datee du 25 ne- 
vlembre 1854. Paris, impr. de Noblet. 4. V* B. 

[38. J * Corpus Reßrmaiorum. Fast Dr. Car. Glieh. Bret- 
ichneiderum tdidU Dr. Bmr, EtfH Bmdseil. Fol, IX. i, u. 



32 Bibliothekare etc. 

d, r. : PhiL JUelanÜionU Opera quae mpersuiu omnia. Vol. XX. 
Brunsvigae, Schwelschke y fil. H54. 4. F///, b3ü S. Pr. v. 
4 TA/r. (S. Anz. J. 1854. Nr. 925.) 

[39.J Wülelbachische Regesien von der Erwerbung des 
Berzoglhums Daiern 1 1 SO bis zu dessen erster Wiedervereini- 
gung ]340. In Oberbaiern bis auf Rudolfs I. Tod 1319 und 
Ludwigs des Baiern Königswahl J314, in Niederbaitm bis auf 
das Erlöschen der ersten Siederbairischen Linie 1340. Ton 
Joh. Friedrich Böhmer, SluUgarlj Cotta. 1854. 4. XX, 
136 S. Pr. n. 2 Thlr. 10 Ngr. 

[40«] Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Zum 
ersten Male in der ursprünglichen Form aus Chroniken, münd- 
liehen und schriftlichen üeber lieferungen und anderen (^llen 
gesammelt und herausgegeben von Dr, Johann Georg Theodor 
Grässe, KönigU Sachs, üofrath u. Bibliothekar des höchslsel. 
Königs Friedrich August, Lief. \. Dresden ^ Schön feld, 8. 4S 5. 
(Das Werk soll aus 8 — 10 Lief, d 5 Ngr. bestehen.) 

[41.] Jahrbücher des Vereins für meklenburgische Ge- 
schichte und Alterlhumskunde aus den Arbeiten des Vereins 
herausgegeben von Dr, G. C, Friedrich Lisch, grossherzoglich' 
meklenbjirgischen Archivar u. Regierungs - Bibliothekar etc, als 
ersterem Secrelair des Vereins. Jahrg, J[1X, Mit zwei Tafeln 
in Farbendruck, einer Steintafel und drei Bolzschnitlen, Mü 
angehängtem Jahresberichte, Schwerin, auf Kosten des Vereins, 
(Rostock u. Schwerin, Stiller in Comm,) 1854. 8. IV, 423 5. 
Nebst 50 5. Jahresbericht mit besond, Titel, 

[42.] Monumenta Germaniae hisioriea etc, edidit Georgius 
Heinricus Pertz, Tom. XIIL = Scriptorum Tom, XI. Hanno- 
verae, Bahn, 1S54. fol. VIII, 710 S. mit 4 Taf Facsim. Pr. 
n, 10 Thlr. 20 Ngr. (S. Anz. J. 1853. Nr. 1324.) 

Die Geschichtschreiber der Deutschen Vorzeit in deutscher 
Bearbeitung hrsg. von Demselben u. A, Jahrh, X, Bd. 2. A. 
u. d. T.: Rlchers vier Bücher Geschichte, Nach der Ausgabe 
der Monumenta Germaniae übersetzt von Freiherm Karl twn 
der Osten - Sacken, Mit einer Einleitung «09 Dr, W. Watten- 
bach. Berlin, Besser. 1S54. 8. XXIV, 296 S. Mit einer 
Stammtaf. Pr. n. 20 Vi Ngr. 

[43.] Das Grossherzogthum Hessen nach Geschichte, Land, 
Volk, Staat und Oerllichkeit beschrieben von Dr, Ph. A. F, 
Walther, Grossherzoglich Hessischem Hof- u. Cabinets- Biblio- 
thekar. Darmstadt, Jonghaus, 1854. 8. XVIIIj 562 S. 
Pr. n. 2 Thlr. 

[44.] * Rheinisches Museum für Philologie, Herausge- 
geben von F, G. Welcker und F, Ritschi. Neue Folge, Jahr. X. 
Bft, 1. Frankfurt a. M., Sauerländer. 8. 152 S. mü 1 
Steintaf. Pr. pro 4 Hfte n. 4 Thlr. 



28« fthnu. Zweites Hell. 1853« 

Nr. 4ö u. folgende enthaltend. 



Bei Gelegenheit des hundertjährigen Stiftungsfestes, das 
von der Universität Hoskau den 12. (24.) Januar dieses 
Jahres unter Theilnahnie von Festdeputationen seitens aller 
hölieren Unterrichts- und Gelehrten- Anstalten des Reichs 
begangen wurde, übersandte die Kaiserliche OefTentliche 
Bibliothek zu St. Petersburg einen von ihr veranstalteten 
Facsimile-Abdruck des ältesten Productes der publicistischen 
Presse Russiands (der ersten Russischen Zeitung Jahrgang 
1703) mit folgender in Lapidarform prachtvoll auf Pergament 
in Gold und Silber gedruckten Widmung: 

„Der ersten Pflanzschule der höheren Wissenschaften 
„in Russlahd, der heute vor hundert Jahren von Peters 
,,des Grossen Tochter gestifteten und nun UQter dem 
„Aliergnädigsten Schutze Seiner Majestät des Kaisers 
„Nikolai zur schönsten Biüthe gediehenen, weitberühmten 
„Kaiserlichen Universität Moskau, die so reichen 
„Nutzen der russischen Litteratur gebracht und so viele 
„würdige Vertreter der Wissenschaft gebildet hat, widmet 
„diesen Wiederabdruck eines der seltensten vaterländischen 
„Schriftdenkmäfer die Kaiserliche Oeffentliche Bi- 
„bliotbek. — Jahrhunderte vergehen wie ein Tag> aber 
„Gottentsprungene Gedanken leuchten wie Sterne aus der 
„Nacht der Zeiten hervor. Ruhm und Heil denen, die solche 
„Sternensaat in die Zukunft streuen, indem sie unermüdlich 
„das Saatfeld der Gegenwart anhauen." — 

Die 39 Nummern dieser Zeitung (welche einen Octat- 
band von 262 Seiten hiiden, haben durch ihre Beziehung 
auf die denkwürdige Zeit, in welcher ein neues geistiges 
und staatliches Leben für Russland begann, nicht bloss das 
Interesse einer literar- historischen Kuriosität, sondern ste 
können auch zur Ergänzung, Bestätigung oder Berichtigung 
anderer historischen Documente jener Epoche dienen. Und 
wenn man weiss, dass Peter der Grosse sich bei der 
Redaction dieser Blätter persönlich betheiligt hat, dass die 



34 

Efsd^einung dex ersUii rosBifolNii ZaituDg fft? Um! »«f jHe- 
rariscbem Gebiete ebenso wichtig war, wie der Bau des 
ersten Schiffes der russischen Flotte auf plolilischem , ja 
49M^ «r suwrilea eigeiibSiidig die GerrMstur diefter ZeiliiBg 

besorgte (einige noch erhaltene Probebogen beweisen dies), 
so wird man begreiflich finden, dass diesen alten Zeitungs- 
blättern der hohe Werth einer geschichtlichen Quelle, sowie 
zugleich der eines geschichtlichen, und literarischen Denk- 
mals beigelegt werde. 

Von dem ersten Jahrgänge der Zeitung hatten sich nun 
\r^ll ständig nur noch zwei Exemplare erhalten; beide im 
Besitze der Kaiserlichen OefTentlicben Bibliothek. Ein- 
zelne Nummern zeigen sich zwar noch hie und da bei 
Bucherauctionen und Antiquaren, aber stets zu einem Preise, 
der, vorausgesetzt, dass man, nach jahrelangem Sammeln, so 
glücklich wäre den ganzen Jahrgang 2tt tereinigen, einen 
Kostenbetrag von wenigstens 400 Ruh. Silb. in Aussiebt 
stellen wArde. 

In Betratrht der äussersten Seltenheit also eines so 
interessanten Sdiriftdenkmals, ^at die Direction der Biblio- 
thek sich veranlasst gefunden, dasselbe durch einen neuen 
Abdruck jedermann zugänglich zu machen. Dies ist mit 
diflomalischer Genauigkeit geschehen. Nicht nur im Format, 
sondern Blatt für Blatt, Zeile fQr Zeile und Buchstabe für 
Bcrcbstabe entspricht der Abdruck dem Originale. Die 
Schrift ist die kirchenslawische, denn das jetzige russische 
(sogenunnte burger liehe) Alphabet entstand bekanntlidi 
erst im Jahre 1708. Die Typen, welche zur neoen Aus- 
gabe gedient haben, wurden eigens zu diesem Zwecke in 
Hoskau gegossen und der unerhebliche Unterschied, welcher 
zwischen dem Ductus der atten und neuen Lettern bamerk- 
lieh ist, wird durch beigegebene lithographirte Durchseicli- 
nungen der Originalscbrift anschaulich gemacht. Da übri- 
gens Schrift und Text der beiden erhaltenen Original*£xem- 
plare nicht vollkommen übereinstimmen, so sind die Varian- 
ten in der neuen Ausgabe gehörigen Ortes verzeichnet wer- 
de». Dieselbe enthalt ferner, als Vtrrede, die Geschichte 
der russischen Zeitungsliteratur nebst einer bibliographiscben 
Uebersicht aUe$ desseni w«8 darüber bttdier ge^obrieben wor- 



.IMMraickt iler n^neni bibliographisohto Lilteratur. tS 

den, iowiie audi tum Schlüsse ein raDständitthes lIpMbeli'- 
sches Inhaltsverieichnfes. *) 

[45]. lJeter«tclit der wichtigeren Erschelnanirett 
auf dem Ctebiete der Bibliographie im Jahre 1664« 

Von Paul TrSmel. 

(Scliloss.) 

Indem wir hiermit unsern Ueberblick über die neueste 
bibliogr. Litteratur im engern Sinne abscbliessen , bleibt uns 
noch übrig derjenigen Erscheinungen zu gedenken, die in 
der einfin oder andern Beziehung die Geschichte der Buch- 
druckerkunst u. des BucbhandeJs illustriren. Wir haben ia 
dieser Richtung einige Werke von grossem u. dauerndem 
Werlhe zu verzeichnen, die, wenn sie den Gegenstand auch 
noch nicht zum Abschlüsse bringen, doch wesenllicb dazu 
beitragen, ihn aufzuklären u. die ganze Frage überhaupt in 
ein besseres Licht zu stellen. Das ist aber bei diesem ver- 
wickelten Gegenstände in der That schon. sehr viel. 

Ambroise Firmin Didot gab 1S51 in seineip 
Essai sur la Typographie eine klare u. umfassende Uebersicht 
der Geschichte des Bucherdrucks von den ersten Anfängen 
bis zur neuesten Zeit herab in allen seinen Beziehungep, 
mit Einschluss des Technischen« Dieser Versuch ist das 
Beste, was wir in seiner Art besitzen; er ist Alien zu em- 
pfehlen, die, ohne au( die Quellen zurückgehen zu können^ 
sich über die Resultate der verschiedenartigsten Forschungen 
auf diesem Gebiete einen allgemeinen Ueberblick verschafTen 
wollen. Einen durchaus andern Charakter hat Aug« Ber* 
nard's Werk De Vorigine et des debuts del*Imprimerie enEu^ 
rope. Es ist eine aus den Quellen gearbeitete Geschichte der 
ErGndung u. ersten Ausbreitung der Buchdruckerkunst u. 
ohnstreitig das Bedeutendste, was über die Anfänge jener 
Kunst überhaupt geschrieben wurde« Hat B. auch, wie schon 
bemerkt, die Frage noch immer nicht zum Abschlüsse brin- 
gen können ) so gi.ebt er doch eine Menge der werthvpllsten 
Einzelfor^cbungen, die um so grössere Beachtung verdienen, 
als sie von einem theoretisch u. praktisch gleich gebildeten 
Buchdrucker selbst herrühren. Die Wichtigkeit des Werkes 
rechtfertigt es, wenn wir eine kurze Analyse desselben geben. 

VJmprimerie c'esi Var^ de faire des livres: je ne vaifl pa$ 
au deldf mit diesen Worten Jbezeichnet der Verf. seinen Stand- 
punkt u. erklärt damit den Betriff Buchdruckerkuml auf die 
einzig vernünftige Weise. Man wird nie zu einem befriedi«- 

*) Ej^emptare za 2 Rob. Silb. sind io der Bibliolhek selbst and bei 
Aem BoehhfindWr llerrfl Ciacel ( ehemals Hauer ) zu haben. fiestciloDgen 
«08 dem lanera werden portofrei besorgt. 

8* 



sc U^berricht der neaem bibliognfhisciMii Utterafeiit. 

geHdIeA Resultate gelangen, wenn man dariber hhiaiisgebt» 
u. die bis ins früheste Altertbum reichenden Veraucbe des 
Holz- u. Hetallscbnitts in die Frage vermengt. £& ist klar: 
keine Erfindung ist ein sofort in sich abgeschlossenes Ganze 
ohne Vorbereitung u. vervolHiommn^nde Nachhülfe» auch die 
Buchdruckerkunst ist in natürlichem Zusammenhange mit vor- 
hergegangenen Thatsachen, Dennoch aber kann man mit 
Berechtigung von Erfindung sprechen, nur darf man das Vor- 
bereitende u. Verwandte nicht als solche selbst nehmen, man 
wird vielmehr die neue Erfindung erst von da ab zu datiren 
haben, wo die ganze Bewegungsreihe in diejenige Epoche 
ihrer Entwickelung eintrat, die sie für die Folge im Wesent- 
lichen kennzeichnet u. die sie, nur innerlich ausgebildet, nicht 
mehr verlassen hat. So die Bochdruckerkunst. Das Drucken 
war nicht erst zu erfinden, das Neue u. wesentlich Charak- 
lerisirenJe war das Drucken von Büchern mit beweg- 
lichen Schriftzeichen; der das zuerst ausübte, war der 
Erfinder der Buchdruckerkunst. Es mag anscheinend über- 
flüssig sein, diesen Begriff erst weitläufig festzustellen, in der 
f hat aber hat vor B. Niemand diesen Gesichtspunkt so be- 
stimmt herausgehoben, noch Didot in seinem erwähnten Äb- 
riss geht zurück bis auf die ersten Versuche des Drückens 
im frühesten Alterlhume. Freilich ist mit dieser Feststellung 
des Begriffs die Frage selbst noeh nicht gelöst u. auch B. ist 
damit gleich allen seinen Vergängern nicht über Versuche zu 
ihrer Lösung hinausgekommen. Nach seinen Untersuchungen 
stellt -sich die Sache etwa so. 

Die ersten beweglichen Leitern waren in Holz geschnitten, 
es ist aber nicht nachzuweisen, dass solche Lettern zum 
Drucke ganzer Bücher gebraucht worden wären. Das ge- 
schah vielmehr erst mit Meialllellern. Der Erste aber, der 
dergleichen anwandte, war Laurent Coster in Haarlem, der 
Drucker der vier anonymen Ausgaben des Speculum huma- 
Yiae salvationis. Coster starb im Jahre 1440, also müssen 
diese Ausgaben sämmtlich vor dieser Zeit gedruckt sein. B. 
geht noch weiter, er vindicirt für Coster den Gebrauch der 
Presse u. damit Alles, was nach seiner eigenen Darlegung 
die Erfindung charakterisirt u. den Erfinder feststellt. Um 
indess die ganze Deduction wieder abzuschwächen, weist er 
dann nach, wie Coster eine Vereinzelte Erscheinung gewesen 
sei u. namentlich gar nichts dazu beigetragen habe, seine 
neue Kunst zu verbreiten. Der Erste vielmehr, der ihre ganze 
Bedeutung erfasste, der sie in der Weise ausbildete u. hand- 
habte, dass man von ihm ab erst ihre Erfindung datiren 
könne, sei Niemand anders gewesen als Johann Gutenberg. 
Wir gestehen, dass uns diese Art der Beweisführung nicht 



IMiNmio&t der mwm bibliographtscbaii LiUeratur. 117 

gefSIk; wollte B. eonseqHent sein, so blieb ihm nichts übrig, 
tis €o8teir die Erfindiing der Buchdruckerkunst offen zuzu- 
sprechen; wie die Sache jetzt liegt, sieht es aus als sei sein 
Herz von Gutenbei^, sein Verstand aber Ton Coster einge* 
nommen. Die Gründe übrigens, die B. zur Bekräftigung der 
holländischen Ansprüche beibringt, sind in der That -nicht 
öberieiigender als das, was schon Irüher de ^Vries, Noord*^ 
ziek u. h. darüber gesagt haben, h. wir naussen den Geg«n«- 
grönden, die neuerdings Didot in seiner Besprechung des 
B/schen Werkes imAthenaeura francais (1853. Nr. 28) auf- 
zählt, wenigstens gleiche Beweiskraft zuerkennen. Didot 
schreibt namentlich auch Gutenberg die Erfindung der Buch- 
drucker-Presse zu» Wir sehen, wie gesagt, die eigentliche 
Frage ist ihrer Lösung noch nicht näher gebracht u. sie wird 
es nach unsrer Meinung auch nicht früher werden, als bis 
wesentlich neue u. mit mathematischer Beweiskraft überzeu** 
gende Entdeckungen dieser Lösung auch eine neue u. unver* 
ruckbare Grundlage gegeben haben werden. 

In anderer Weise als B. behandelt Paul Dupont den 
Gegenstand in seiner Hisioire de rimprimerie [508]. Er wiU 
nicht eine Geschichte der Erfindung geben; was er hier bei- 
« bringt, ist nur eine Wiederholung des oft Gesagten; er legt 
den Schwerpunkt in jüngere u. jüngste Zeiten u. giebt, unter 
besonderer Berücksichtigung Frankreichs, eine Geschichte der 
Entwickelung der Buchdruckerkunst, Es würde vielleicht 
bezeichnender gewesen sein, wenn er sein Buch Hisioire de la 
Presse en france genannt hätte: Das scheint uns wenigstens 
der wesentlichste u. .interessanteste Theil daraus. 

Neben diesen Werken von allgemeinem Charakter, von 
denen jedes in seiner Art die Beachtung der Bibliographen in 
hohem Grade verdient, haben wir aus letzter Zeit noch eine 
gute Zahl werthvoller Monographien zu verzeichnen. Wir 
nennen vor allen Pieters' Annales de Vlmprimerie Elsevirienne 
[753], ein Werk, das sich den Arbeiten Benouard's würdig 
zar Seite stellt u. seinen Gegenstand jedenfalls für länger« 
Zeit abscfaliesst. Sind auch die Drucke der Elseviers jetzt 
nicht mehr in der Weise geschätzt u. gesucht als früher, so 
bilden sie doch in der Entwickelungsgeschichte des Buchdrucks 
ein so wesentliches Moment, dass sie füglich die eingehende, 
fleissige Behandlung verdienen, die ihnen Pieters zu Theil 
werden liess. Anschliessend an dieses Werk liess P. auch 
das in seinem Besitze befindliche, wahrscheinlich einzige er- 
haltene Exemplar des Katalogs von Bonaventura u. Abraham 
Elsevier neu abdrucken [941]; während in gleicher Weise 
F. L. Hoffmann den Katalog von Ludwig Elsevier nach 
dem in der Hamburger StadIbibHothek befindlichen Eiemplar 



S8 Ueberwobt dur nMWü hMov&flmAm UXtAnMi. 

im Serapeum (1894* Nr. 9) vob nemm herausgab. Aoob Ton 
de la Faye'ft Verzeidioiss der Republiken Caiahfne tmmpiH 
409 RSpubliqwi imprimeeM m Bollande in * 24 [971] erechiea 
eioe neue TOn J. Cheou erweiterte Auagabe« 

Die Ansprüche Ilaarlenis n. Coetera in dem Streite um 
Ort u. Erfinder der Buchdmckerkanat vertritt eine Schrift 
Ton Schinkel Hedendaafnhe VwfMiUimg van CoMr an äe 
üitoin4ing dar BoekdrukkmnH in F^nkrijk [4], ohne indesa 
der Sache irgend eine neue Seite abzugewinnen. 

Ein sehr anschauliches Bild von dem Leben u. Wirken 
des Vaters der englischen Buchdrucker, William Caxton, ent- 
wirft Charles Knight im ersten Theile seines Buches 
The old Printer and Ihe modern Press [935] , während er im 
zweiten Theile dieser trefflichen Schrift denselben Lilteratur- 
zweig, die populäre Litteratur, für England behandelt, den 
Nisard in seinem obenerwähnten Buche für Frankreich so 
musterhaft darstellt. Knight giebt indess mehr allgemeine 
Bemerkungen ohne grosses bibliographisches Detail. In ihrer 
Art erschöpfend u. ein Muster für ähnliche Arbeiten ist 
Christian d'EIvert's Geschichte des Bücher - u. Steindrucks 
etc. in Mähren u. Oeslerr. Schlesien [670]. Es ist gewiss, 
dass durch dergleichen tüchtige Monographien die Geschichte 
der Buchdruckerkunst eine weit grössere Förderung erhält, 
als durch die endlosen u. immer einseitigen Discussionen 
fiber ihren Erfinder; hierüber lässt sich Neues in der That 
kaum mehr beibringen, während jene der Wissenschaft noch 
immer reiche u. willkommene Ausbeute liefern können. Als 
Aufgaben in dieser Richtung deuten wir beispielsweise Buch- 
druck * Geschichten einzelner Städte, wie Nürnberg, Augs- 
burg, Bamberg, Köln u.a. m. an, auf diesem Gebiete finden 
kenrilnissreiche Arbeiter noch ein ausserordentlich ergiebiges 
Feld für ihre Thäligkeit. 

Reichhart« der 1853 in seiner Schrift Die Druckorte 
des XV. Jahrh, u. die Erzeugnisse ihrer ersl^ährigen t^pcgra^ 
phischen Wirksamkeit [1853. Nr. 543] dem von ihm beab- 
sichtigten grossem bibliographischen Handbuche zur Kennt- 
nisa aller in dem ersten Druckjahre eines jeden bekannt ge- 
wordenen Druckortes im XV. u. Anfange des XVJ. Jahrb. 
erschienenen Drucke, einen Vorläuler voraiisaaodle, hal diese 
muhe- u. werthvolle Arbeit durch Nachträge im Serapemm 
Nr. 13 ti. 14 [756] ergänzt u. berichtigt. Tbeilweis za 
gleichem Zwecke begann M. Steinschneider ebendas. 
iNr. [275] Hittheilungen über den Nestor der hebraiaclien 
Drucker, Gerson aus SonciHo. — In neuer Ausgabe liess 
F. L. Hofi'mann sein bereits 1852 veröffentlichtes Far- 
zeichniss von Schriften^ welche die Geschichte der Buchdrucker^ 



Uebersicbt d«r mnwu UUlogfai^^eh«!! üUeratur. 90 

kunti in der Sühwm jmm degmsUtnäe h^en [799] -ersfibeineo;. 
wir werden dadurch mh neue an die von dem Verf. schon 
töng&l versprochene ßibUographie der Geschichte und Tßehnik 
der Buohdruekerkuml erinnert, auf die wir in jeder Hinsicht 
Ursache haben begierig zu sein. Möchte sie uns bald werden 
als leidender Faden in dem Labyrinthe dieser Litteralur! 

Ein Werk seltener Art begrüssen wir in den von Sil- 
vestre herausgegebenen Marques (ypographiques [§09]. Es 
enthält dasselbe getreue, den Doft des Originals athmende 
Nachbildungen der von den Druckern u. Buchhfindlern Frank- 
reichs u. derjenigen des Auslandes, die französische Bücher 
druckten, angewendeten Signete (Buchdruckwappen), u. wir 
haben damit das erste nach einem bestimmten Systeme an- 
gelegte Unternehmen dieser Art vor uns. Wir könnten ihm 
allenfalls nur das ältere Werk von Roth-Seheltz zur Seite 
stellen, doch ist dieses ohne Plan u. weniger sorgfältig aus- 
gefOhrt, während bei Nachbildungen wie den Dibdin'schen u. a. 
durch allzugrosse Feinheit in der Ausführung die ursprüng- 
liche Frische des Originals verwischt ist. 

Das Technische der Buchdruckerkunst, das den Bear- 
beitern ihrer Geschichte leider nur alUuhäufig bedenklich 
fremd ist, fand neuerdings in Henri Fournier's Traü4 
de la Typographie umfassende Behandlung; wir können das 
Werkchen in seiner vorliegenden zweiten Auflage unbedenk- 
lich als das WerthvoUste bezeichnen, was wir aus neuerer 
Zeit über den Gegenstand besitzen. 

Weit geringer als die Tbätigkeit auf dem Gebiete der 
Buchdruck -Geschichte ist diejenige für die Geschiebte des 
Bachhandels. Wir haben zwar aus den letzten Jahren di6 
sehr werthvollen Beilräge zur Getchichk des d^uUchen B^cfk- 
htmdels voaA. Kirchhoff« damit aber und mitLempertz* 
Bilierheften zur Getchickte des Bücherhandels ist auch Alles 
angeführt, was in dieser Richtung geleistet wurde. Lempertz' 
Bilderhefte [116] bekunden den kenntnissreichen, eiosichts^ 
vollen Bibliographen, der mit Takt das Wichtige aus der 
reichen Masse des Vorhandenen auszuwählen weiss; wir 
wünschen seinem Unternehmen im Interesse der Sache die 
allgemeine Theilnahme, u. dem ganzen Gebiete überhaupt 
noch mehre ebenso befähigte Arbeiter wie RirchbofT und 
Lempertz. 

Wir beenden hiermit unsere Uebersicht der wichtigem 
Erscheinungen des vergangenen Jahres auf dem Felde der 
Bibliographie, um, wenn uns die Umstände gleich günstige 
bleiben, im nächsten Jahre da anzuknüpfen, wo wir hente 
unsern Gegenstand verlassen. Indem wir aber nochmals das 
^tige zurückwenden zu einem letzten susaaim^nfa.ssenden, 



4A Di6 iL5iiiglidie BibHolhek in BrflweL 

Ueberblicke, drängt sich uns die BeBMrkong auf» wie Mich 
in der Bibliographie, gleich in den übrigen WissenschafUm 
UDsere Zeit ihre wesentliche Stirke in Einzelforschungen be- 
währt, während sie an allgemeinen Werken einen offenbaren 
Mangel bekundet. Wir wollen damit in keiner Weise einen 
Tadel oder eine Verkleinerung aussprechen, wir halten diese 
Neigung zum Vertiefen ins Einzelne vielmehr für einen Ge- 
winn, d. freuen uns, dass sich uberaii rüstige Hände regen, 
die auch das weite Gebiet der Bibliographie nach allen Seiten 
hin pflegen und ausbauen. Stellt sich dann in späterer Zeit 
wieder einmal das Bedürfniss heraus, aus solchen Vorarbeiten 
Allgemeines zu schaffen, so werden sicher auch die Berufenen 
zu solchem Werke nicht fehlen. Das ist unsere Hoffnung 
und fröhliche Aussicht für die Zukunft. 

Leipzig, 10. December 1854. — 1. — 

[46.] Ble K«nigliehe BIMIothek In BrflMcl.«) 

Seit des verdienstvollen Barons r. Reiffenberg Tode sind 
dem Publikum über die Königliche Bibliothek in Brüssel, 
obschon diese namentlich um ihrer handschriftlichen Schätze, 
der sogenannten Burgundischen Bibliothek willen gewiss die 
allgemeinste Beachtung verdient, doch im Ganzen nur sehr 
spärliche Mittheilungen zugekommen, da der von Reißenberg 
begründete und mit Liebe gepflegte Annuaire de la Bihlio- 
th^que Royale de Belgique, die Hauptquelle, aus welcher das 
Publikum seither seine Nachrichten über die Bibliothek ge- 
schöpft hatte, kurz nach Reiffenberg's Tode zu erscheinen 
aufgehört hat. Um so erfreulicher ist es, dass in neuester 
Zeit von Alvin, dem jetzigen Conservateur en chef der Bröa- 
seier Bibliothek, der Bericht, welchen derselbe, auf Grund 
seiner beiden der vorgesetzten Behörde am 9. Mai 1853 und 
am 28. Juli 1854 fibergebenen Denkschriften über die Bi- 
bliothek, bei dem Königlichen Minister des Innern eingereicht 
hat, durch den Druck zur öffentlichen Kenntnias gebracht, 
und dadurch dem Publikum die erforderliche Einsicht in die 
Bibliothek und deren gegenwärtige Verhältnisse gewährt wor- 
den ist. 

Die Bibliothek ist, mit Ausnahme der zu ihr gehörigen 
Medaillen- und Kupferslichsammlungen, ihrer Entstehung 
nach aus folgenden vier Bestandtheilen gebildet: 1) der be- 
reits genannten Bibliotheque de Bourgogne ; 2) der früheren 
Bibliothek der Stadt Brüssel, die, unter französischer Herr- 
schaft begründet und zunächst für die Centralschule bestimmt, 
ihre Hauptschätze den aufgehobenen Klöstern des Landes 



*) S. oDteo Nr. 136. 



Bi« Kftfliglich^ Bibliölhek in Britesel.' 41 

ferdaskt, und im J«1843 aH die Köoigücbe abgetreten Wdr*^ 
den ist; 3) der vom Staate angeluiurten reichen Cb. van 
HttUhem'schen Sammlung; 4) den seit 1838 binzogekomme« 
Ben neuen Erwerbungen. Dagegen zerfallt die Bibliothek 
ihrer gegenwärtigen Zusammen^tzung nach in zwei Sectio- 
Deut von denen die eine die gedruckten Bucber, die Karten 
uod PUne, Medaillen und Kupferetiche, die andere die Hand- 
schriften umfaset. - 

An der Spitae der ganzen Anstalt, deren Organiaation 
durch die Regierungserlasse von dem J. 1837, 1838, 1843 
und 18d3 bestimmt ist, steht ein verantwortlicher Conser- 
vateur en chef, unter Mitwirkung und Beirath einer von der 
Behftrde niedeifesetzCen besonderen Commission, welcher Re- 
präsentanten der in der Bibliothek vertretenen Wissenschaft* 
liehen und Kunstfacher als Mitglieder beigegeben sind. 

Das Lokal der Bibliothek befindet sich im Palais de 
rindustrie, wo diese freilich ^ nach ihren beiden Sectianen, 
in zwei von einander getrennten und, was wenigstens die 
erste Section anlangt, durchaus unznlängiicben und überhaupt 
nicht ganz passenden Räumlichkeiten aufgestellt ist. Es wird 
daher für die nächste Zeit eine der Hauptaufgaben der Bi^ 
bliothelL jedenfalls sein müssen, für die hinreichende Erwei- 
terung ihres Lokales Sorge 2u tragen. Die Handschriften 
sind verhältnissmässig noch am besten untergebracht. Aus- 
ser diesen Räumlichkeiten besitzt die Bibliothek noch ein in 
der Nähe gelegenes Haus, Maison Maes genannt, welches zur 
Aufbewahrung von Doubletlen und anderen Zwecken des Bi- 
bliotheksdienstes benutzt wird. Die Trennung der Lokale 
bat leider den Uebelstand zur Folge gehabt, dass für jede 
der beiden Sectionen ein besonderes Lesezimmer erforder- 
lich gewesen ist. Dieselben sind zum Gebrauche des Publi- 
kums, mit Ausnahme der Sonn - und Feiertage und der Ya- 
tanzen, täglich geöffnet, und zwar während des Sommers 
von 11 bis 4 Uhr und im Winter von 10 bis 3 Uhr. Die 
Vacjmzen dauern acht Tage zu Ostern und, behufs der Rei- 
nigung der Bücher, sowie sonstiger Arbeiten in der Biblio- 
thek, für das Lesezimmer der ersten Section vom 15. August 
bis zum ersten Montage im October und für die Section der 
Handschriften ebenfalls vom 15. August bis zum I.September. 
Die gleichen Vacanzen, wie für das Lesezimmer der Hand- 
schriitensection, gelten auch für das Ausleihegeschäft der 
Bibliothek. 

Was die Kataloge anlangt, so ist leider zu bedauern, 
wenn auch mit dem Mangel an hinreichenden Arbeitskräften 
und den erforderlichen Geldmitteln zu entschuldigen, dass 
die Bibliothek im Fache der gedruckten Bücher, ebensowenig 
als seither eine Verschmelzung der verschiedenen Bestand* 



4S Dte KdtiigKcbe BiMiotfadi in irAisth 

Umle stattgefondenbtt, mA zurZmtiieeliDichliiiiBeute«iiM0 
Generalkataioges ist: nur mit der Abtfaeitoog der Tkeoiogie bat 
man in neuerer Zeit, in Laufe ^s J. 1851, den Anfang gamadit, 
tticiit nur eine Vereinigung der Ton einander getrevnlen Be- 
sUndlbeile einzuleiten, sondern auch einen gemeiaeehafUichtn 
Matalog über die vereinigte Abtbeilung heratelften zu laseen. 
Obne Zweifel ist es aber die unumgftngiictaeVerpfliehtuiig derBU 
bliotbek, diese Arbeit mit dem Aufwände alier. mir TerMgbaren 
and unter Anwendung neuer Arbeitsicrftfte, angeeäuaitfartzu- 
setzon, um so bald möglich zu einer durchgängigen einbeitlidMtt 
Gestaltung und in den Besitz einee alle Beitandtbrnle geneto* 
sam umfassenden Kalaloges zu gelangen* Van der Van Halt» 
bem'schen* Sammlung besitzt die Bibliolbek einen vom ProL 
Voisin redigirten gedruckten Katalog in sechs OctafUMen, 
von der früher der Stadt Brfissel gehörigen SauMiiluag eia^t 
bandschfifllidien in sieben Folianten, eine Arbeil La Serna 
Santander^s , der aber für den Gebrauch, wegen der s^^tereo 
darin vorgenommenen Einschaltungen, nidht uwbedeuleiide 
Schwierigkeiten bietet. Beide Kataloge sind nach dem so- 
genannten de Bure'schen Systeme geordnet. Uebev die Ab* 
tbeilung der seit 1838 neu zur Bibliothek gekommenen Er- 
werbungen giebt es, ausser einem Zettelkataloge zum Ge- 
brauche derBibliotheksbeamten, gedruckte jährli^e Yerseich- 
nisse, die aber hinsichtlich der Classification der Bfitfaer von 
den beiden vorgenannten Katalogen wesentlich abweichen, 
und eigentlich nur eine Art alphabetisch geordneter Inven- 
tarten mit einzelnen wissenschaftlichen Rubriken bilden. Das 
numismatische Cabinet, welches von bedeutendem Werihe ist, 
und aus 11,281 Stöcken, nämlich 3312 alten und 7M9 mit- 
telalterlichon und neueren Münzen, besteht, ist zur Zeit, als 
es sich noch im Besitze der Stadt Brüssel befami, van d.em 
berühmten Leiewcl geordnet und katalogisirt, und der Ka- 
talog von dem gegenwärtigen Conservator des Cabinets Piot 
mit Sorgfalt fortgesetzt worden. Dieser Katalog ist jedoch 
nicht gedruckt. Ebenso wenig der des Kupfersticbcabiiiela> 
dessen Verzeichnung überhaupt gegenwartig noch nicht weit 
vorwärts geschritten ist, weil man, aus Mangel an einem für 
solche Sammlungen passenden Raum, mit der Ordnung des 
ganzen Cabinets ziemlich im Rftckstande hat bleiben müssen; 
was allerdings um so mehr zu bedauern ist, als dasselbe, 
welches zur grösseren Hälfte aus dem früheren Besitze der 
Stadt stammt, und namentlich in denJ.184L und 1842 durch 
die von der Regierung 1839 angekaufte sehr werthvolle Van 
Parys'sche Sammlung von 14,318 Stücken in ttO Portefenlles 
bereichert worden, sowohl an ZaM als an SehMzbavkeit 4cr 
Blätter zu einem der ansehnticbef en Bestandtbeila der Bi- 
Irfiothek gerechnet werden darf. Dagegen ist die aiwQila Ab*- 



Dm MAigUdi« KUMhdt m BrtsMii U 

tbiÜMig, die 4cr HtndMbriftMi, mit dornen Man seit den JL 
1860 dw SMDflrittftg der 2800 iDkünaJkhi fereinigl bat» ia 
Httekistfllit aut den Staad der Katakige in scbAnster Ord&ung. 
Die AiUioibek verdaoki dem Conservator dieser Abtheiluog 
Marchd nicht nur ein mit Sorgialt redigirtes Infcunabelver« 
zeiefaniss, seadeni nnd namentlich audi von den Hand* 
tehriften ein 18,000 Nummern atarJces InveDtarinm -^ jetal 
besitzt die BibiiotbelL etwa 21,000 handsebriiUiche Werke in 
iO,5M Bänden — und einen austehritcfaen raisonnireoden 
Kalabg, ireidie beide im i. 1842 dnrcfa den Druck zur 
Kenntoiss de# gelehrten Welt gebracht worden sind. 

I>er jährliche Zuwachs der BiUiotbek ist ein nicht gans 
unbedeutender ; ausser den ron den regeimasslg bewillif^en 
lahrgMera erkauften Gegenständen besteht er theiis aus Ge* 
schenken, theiis aus solchen Stucken, die man gegen Dou- 
bletten einzutauschen Gelegenheit findet. Auf diese Weise 
hat die Anstalt im Laufe der vier iahre vqb 1860 bis mit 
1858 folgende Bereicherung erfahren: 

an Dracktcbrines KnpferstiebeD Milnztn Handschriften 
durch Ankauf 7288Bde 914 Blätter 1646 Stck. 345 Nrr. 

(zusammen für 88,061 fr. 58 d) 
durch Geschenk 1264 Bde 109 Blätter 799 Stck. 112 Nrr. 
durch Tausch 15 „ 29 „ 264 „ 1 ,, 

Hierbei sind aber die in den J. 18S1, 1852 und 185B 
angekauften Fortsetzungen und periodischen Schriften, deren 
Zahl jährlich Aber 1000 Bände betragen haben mag, nicht mit 
eingeredtaet: ihre Anschaffung hat, neben der oben bemerkten 
Summe, ziemlich 5000 fr. gekostet. Ebenso ist unter den an* 
gegebenen Geschenken ein sehr kostbares nicht mit inbegriffen, 
welches der Bibliothek aus dem Nachlasse des berühmten Ma^ 
lers liteiri de Gaisne durch die Gute von dessen Brüdern^ 
dem Professor Joseph und Dr« Pierre de Caisne, zugehom- 
Hiee ist: dasselbe besteht aus sechs Quartbänden nMt über 
3000 Blättern Kjupfersliche, Zeiobnungen, Skizzen und Durch- 
Zeichnungen, die für ältere, sowie neuere Sittengeschichte, 
Batbentlich die Geschichte des Costüms und des Meublements» 
YDo vorzüglichem Interesse sind. Eine neue Quelle der Er-^ 
Werbungen hat sich der Bibliothek in neuerer Zeit eröffnet^ 
seit zwischen der Belgischen und Französischen Regierung 
eine Uebereinkunft hinsichtlich des litterarischen Bige»tbums 
getroffen worden ist : in Folge dieser Uebereinkunft sind von 
den Prattzösischen Schriftsteilern, die ihre Werke gegen den 
Nachdruck in Belgien geschätzt sehen wollen, bei derfiiblio-< 
thek bereits über 10,000 Bände deponirt worden. 

Die Auswahl der neuen Anschaiungen ist Sacke des 
Cooservateur en chef; doch ist dieser dabei in seinen Ent« 
sddtessmigen nicht volfcommen frdi, sondern gehalten, die 



44 Die Königliche BiUiethek ia Brtstek 

V«reetehnis8e der zum Ankaufe ausgefvAhlteii Cegenstiiiie 
noch ?or dem Ankaufe bei der BibliothekeoMiimismn und 
äberdies bei dem Ministerium des Innern zur BesUltigijiig 
und respective Ergänzung einzureichen, eine Massregel, die 
ihr Gutes haben mag, aber för den öffentlichen Menst ge- 
wiss so mancheB Mal von nachtheiiigem Einflüsse smn muss, 
insofern dadurch die Anschaffungen selbst mehr als wohl 
nötbig verzögert werden. 

Hinsichtlich der bei der Bibliothek sich Torfindenden 
Doubletten ist bestimmt, dass Das, was davon die KönigKchen 
ßibliotbeken zu Gent und Lütticb noch niefai besitzen, dies« 
erhalten, das Uebrige aber zum Besten der Anstatt gegen 
andre Erwerbungen eingetausdit werden darf. Dieser Be- 
stimmung zufolge hat die Genter Bibüolbek aus 4er Vau 
Hulthem'schen Sammlung bereits 883, die LQtticber 1781 
Bände in Empfang genommen, und 1090 Binde sind behufs 
des Tauschgeschäftes bei Seite gestellt worden. 

Die Bestimmungen in Betreff der Benutzung der Biblio- 
thek von Seiten des Publikums sind sehr liberale: das Pu- 
blikum hat nicht nur ohne irgend welche Beschränkiing freien 
Zutritt zu den Lesezimmern, sondern erhält auch, soweit 
sich dies mit den Zwecken der Anstalt und den zur Erhal- 
lung und Sicheruns der Bucher nothwendig getroflfenen 
Massregeln verträgt, ohne Schwierigkeit die Erlaubniss zur 
Benutzung der Bücher zu Haus. Selbst in Bezug auf das 
Ausleihen von Handschriften, die, gleich den Kupferstichen, 
Münzen, Kupferwerken, Inkunabeln, grösseren Sammehverken, 
Unicis und sonstigen bedeutenderen Seltenheiten, eigentlich 
nicht aus dem Lokale der Anstalt weggegeben werden dür- 
fen, ist das Ministerium des Innern auf Ansuchen keineswegs 
schwierig, Ausnahmen zu gestalten. Gleichwohl hat das Pu- 
blikum nicht ganz in dem Umfange, wie dies bei anderen 
Bibliotheken von ähnlicher Grösse der Fall ist, von der Er« 
laubniss zur Benutzung der Anstalt seither Gebrauch gemacht. 
Mindestens ist die Zahl Derer, welche aus dem Kreise der 
Stadtbewohner in den letzten Jahren die Anstalt benutzt ha- 
ben, im Verbältnisse zur Grösse der Stadt eine ziemlich 
massige. Das Lesezimmer der ersten Section ist in dem J. 
1850*-51 täglich im Durchschnitte von 27, in dem J. 1851 — 
52 von 29 und in dem J. 1852 — 5S nur von 20 Personen 
besucht gewesen, und die Zahl der an sie zur Lecture ver- 
abreichten Bucher hat in dem erstgenannten Zeiträume 6875, 
in dem zweiten 7095 und in dem dritten 11,353, zusannnen 
also 25,323 Bände betragen. Die Zahl der im Lesesaal der 
zweiten Section zum Studium verabreichten Handschriften an 
3 bis höchstens 4 Personen täglich belauft sidi durchschnitt- 
lich auf 7 Bände für jeden Tag. Die Summe derjeDigen 



Pcrsonett^ welcie Bddber nadi Hans geliehen haben, und der 
an sie »iiBi^gebenen Bände ist folgende : 

101 letzten Quartal 1850 im J. 1851 im J. 1852 im J. 1853 
Personen 80 130 201 294 

Binde 417 2123 2364 3089 

In dieser Summe sind aber die an die Universiläten von 
€«it nnd Lattich verliehenen, von den dortige Bibliothe- 
karen begehrten Butler noch nicht mit enthalten. Die Zahl 
der ausserhalb des Lokales verliehenen Handschriften, incl. 
Inkuanbaln, ist von 106 Bänden, die im J. 1851—52 an 31 
Personen, meist Mitglieder der Akademie der Wissenschaften 
und der Königlichen Gommission für Geschichte, sowie Pro*- 
fessoren, ausgegeben worden waren , im J« 1852 — 53 bis auf 
195 Bände^ geötiegen , dagegen die Zahl der Bemitser bis auf 
12 Personen gefallen. 

Allsemeineü. 

[47J Serapeum. Zeitschrift für die Bihliothekwissenschaft^ 
Handschriftenkunde und ältere Litteratur* Im Vereine mit Bi» 
bliolhekaren und Lüteratur freunden herausgegeben von Dr. Ro- 
bert Naumann* Jahrg. XVL Leipzig^ T. 0, WeigeU 8. Mo- 
natlich 2 Nrr. Hauptbl. d IB. u.2 Nrr. Intelligenzbl. L% B. 
Pr. n. \.Thlr. 16 Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 1102.) 

' Enthält: 
HauplbL Nr. 1. p. 1^4. Ein unbekanntes Document zur Ge- 
sebicble des Streites zwischen Adolph von Nassau und 
Kelher von Isenhurg. Milgetheilt vom Herausgeber. Mit 
Abbild* d. Wasserzeichens. — Abdruck des im Besitze des 
Verlegers befindlichen gedruckten Dociiments, eines Unicums. 
Nr*l. p.4— 13 u. Nr. 2. p.l7— 26. Die Handschriften der 
am 10. October zu Wernigerode zum Verkauf ausgebotenen 
Zeisberg'schen BiblioHiefc. (Scbluss folgt.) — Vgl« Anz. J^ 
1854. Nr. 931. 
Nr. 1. p. 13— 16. Der Kampf gegen dieRomanttk^ von Ar- 
chivar Herschel in Dresden. — Betr. zwei in einem Cod. 
der. Dresdner Konigl. Bibliothek befindliche Gedichte, viel- 
leicht Passenhanner's. 
Nr. 1. p. 16. Bibliothekchronik und Miscellaneen. — Betr. 
unter Anderen die ^em German. Museum zu Nürnberg 
überlassene Bibliothek der vormal. Nationalvereammlung 
zu Frankfurt a. M. V^l. oben Nr. 22. 
Nr. 2. p. 26— 28. Scholiastes Germaoici } von Archivar Her- 
schel in Druden. — Belr. den in der Dresdner K5nigl. 
Bibliothek b^ndl. Codex der Schollen der Araiea phae- 
nometia des Germanicns, welcher mit den St. Galler Haad- 
fdHriflen tinige Verwmidtschaft wA%i. 



Nr. 2. p.28-*32. Eine swaiift lateiaiselie 
Narrenschiffs, von Jacob Locher, genanal MhImmimis. Von 
Dr. Anton Roland, K. Oberbibliotbekar bu WirriNirg» (Port- 
Setzung aus dem XV. Jahrg. S. unten.) 

Inleiligenzbl. Nr. 1. p. 1 — ö u. Nr. 2. p. 9--.1S. Auszug aus 
dem Jahresbericht der Kaiserlicben Biblioüiek zu St Pe- 
tersburg für 1853, uhorreicht von dem Diredor der Bt«- 
bliothek etc. Baron v.Korff. (Scbiuse folgt.) &Ans.J.lSö4. 
Nr. 809. 

Nr. 1. p. 5—8. u. Nr. 2. p. 13--16. Bibliogr. Anzeigen» 
Der Rest des XV. Jahrg. 1854 eolbilt: 

Hauptbl. Nr. 22. p. 337—48, Nr. 23. p.363— «ft u. Nr. 24. 
p. 369—77. Eine zweite lateinische Bearbeitung des Nar^ 
renscbiffs, yon Jacob Locher» genannt Phitomueus« Veo 
Dr. Anton Ruland, K. Oberbihliothekar au Wuraburg» <ffort*- 
Setzung folgt im XVL Jahrg. S. oben.) — Befindet sich 
handschriftlich in der Ruland'scben Familienbibliothek als 
Bestandtheil der ehemaligen Sammlung Dr. Ignaz Reder's. 
Nebst bibliograph. Einleitung über die gednicfct<en latein. 
Ausgaben des NarrenschifTes.^ 

Nr. 22. p. 348 — 52. Gerson tHieronymus) Sbncino. Bei- 
träge zur Geschichte der Typographie von M. Steinschnei- 
der. II. Eine unbekannte Incnnabel mit flohschnitten. 
(S. Anz. J. 1854. Nr. 363. ) — Betr. die Editio princeps 
¥on Isak ihn Sahula's Pabelbuche Meschal ha«k»dmoni c. 
1400--91, mit einem eingedruckt. Holzsebnitte. 

Nr. 23. p. 365 — 67. Lfitzeiburg, von Archivar Hersehel in 
Dresden. — Betr. eine vor Kurzem von der Dresdner Ron. 
Bibliothek erworbene Handsdirift, die zwischen dem Gra- 
fen Ruprecht v. Virnenburg u. den säcbs. Haoptmaim in 
der Stadt Lätzelburg dem Gräften Ernst v. Gleieben 1443 
gewechselten Schreiben enthaltend. 

Nr. 23. p. 367—68. Bibliotliekcbronik und Miscellan^en. — 
Enth. die aus d. Bibliogr. de la France 1854. Feuill. Nr. 21 
enthaltene Nachricht ftber dep bevorstehenden Druck des 
Kataloges der in der Pariser Kais. Bibl. vorhandenen 
Schriften über Praoz^yeiscbe Geschichte. S. Anz. J. 1854. 
Nr. 366. 

Nr. 23. p. 9€S. Eine Berichtigung z« HerscbePs MiUhoUung 
über Fretellus (s.Anz. J. 1853. Nr. 538). 

Nr. 24. p. 377—80. Johann Breslauar, von Arckivar Horaohel 
in Dresden. — Enth. den Abdruck des Vorwortes idea in 
der Dresdner Kön* Bibl. befindlichen faandsfihriftl. Tractale 
Breslauers ub^r eine husaitisobe Secte in Aitenburg. 

Nr. 24. p. 381 — 82. Die Assignaten der f^wst^mtlim Ite- 
publik, vonProLDr»Scblelter in Leifaig« •*- |ks«Af«ifaiing 
der berüchtigten fnM. AasigoMWi welabo ^a «UiiMffigo- 



scbUhtl. tierkwäriigkeit einen iortduuernden Anspnieh auf 
Beacbliing f4r Moeeen u. ihnliche Sammlungeii haben. 
Inteiligenabl. Nr* 22. p» 1©»— 73 u. Nr. 33- p. 177—80. 

Schlusfi von : Das Germanisdie National-MuBeum in Nürnberg. 
Nr. 24. p. 185-^88. SmUhsonian InaiituCion, Wa«bi»gton. 

Aas d. wif8«iisehaA]. Betlage der Leipz« Zig. (s. Ana. J. 

1854. Nr. 1068.) 
Nr. 22. p. 174— 76, Nr. 23. p, 180—84 u. Nr. 24. p.l88— 

92. ^ibliogr. Anzeigen. 
Hierüber Titel u. Inbaltsverzeichniss zu dem nun voliständi- 

gea Jahrgange, VI S. 

Ii48.] BuUelin du Bibliophile publ. par Techtner. Onzi^mt 
SMß. ForiseUung von Aoz. J. 1854. Nr. 934. 

Septembre et Octofore enthalten: 
p. 951— ^70. Nolices biographiques et liUeraires. Olivier de 

Serres; par le Vicomte de Gaiilon. 
p. 971 — 76. Varietes littefaires. Des livres ä cartons (Le 

tome XVI de Tflistoire litteraire de la France); par Fran- 

9ois Marand. Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 665. 
p. 976 — 84. Bibliographie ^spagnole. Romanceros et ou- 

vrages drammatiques inconnus aux bibliographes ; par G. 

Brunei. , 

p. 984— 02. Notice bibliographique surles Caquels de Tac* 

couchee} par Briquet. 
p. 992 — 95. Correspondance inedile de Charles Nodier. Deux 

letlres communiquees par Paul Lacroix, bibliophile Jacob, 
p. 996. Correspondance bibliographique. A M. fedileur du 

Bulletin, par J. Clienu. — Bezieht sich auf Morand's Notiz 

über die Pharsale de Lvcain en vers Franc. Amsterd. 1662 

(s. Anz. J. 1854. Nr. 934). 
p. 997 — 99. Oeuvres historiques de Luitprand, evSque de 

Crenione au dixi^me siecle; par J. Techener. 
p. 1000 — 4. Analecta Biblion, par Arthur Dinaux. — Betr. 

Duthilloeul's Bibliographie üquaisienne T. II (s. unten Nr. 

63); Oeuvres diverses du baron de Stassart, Bruxellesl854. 

8; la Vie de Mr. Ragot (s. unten Nr. 91). 

Der zum vorl. Hefte gehörige Techener'sche Lagerkatalog 
erscheint nachträglich im nächstfolgenden Hefte. 

[40»] üehersicht der mchiigeren Encheinungen auf dem 
Gebiete der Bibliographie im Jahre 1854. Von Paul Trömet. 
(Ans d9m Anzeiger für Bibliographie und Blbliothekunssenschaft 
Nr. 1 u. 45 btsonders abgedruckt, Halle, Druck von Schmidt,) 
8. 2SS. 

(SO.] Calahgo ragtcmaio di Opere stampale per Francesco 
Mar$ßlmi du Fmk C0mftiat4 4ä I>(m^€9am laoc^^ Rß-^ 



38 .BiUiograpliie. 

vennaU con Memorie Hofrafkhe del wuäe$imö Tipografo rae^ 
colle dalV Aw. Raffaeh de Minkis. Fermoy t^^ogr. ä$' fraieUi 
Ciferri. 1S50. (Am Schlüsse: lS5h) 8. 92 S. saeL 1 BL 
Cortes, ed* aggimle. — Afipendiee e CorrstioiU al CtUalogo 
ragianalo di Opere slampaU per Franeeuo Mareolini da FarA 
4i Don Gaelano Zaccaria Ravsnnaie. Fsrmo^ Upogr, di Baxxü 
1853. 8« 11 S. PreU susammen fi. 1 Thlr. 

Eine recht fleissige Arbeit. 

[Sl*] Index Pseudonymorum. Wörterbuch der Pseudonym 
men oder Verzeichniss aller Autoren, welche $ieh falscher Ufa- 
men bedienten. Bearbeitet und herausgegeben von Emil W^ler. 
8. 25 B. Pr. 1 bis 1 % Thlr. Soll , sobald sich eine hin- 
reichende Anzahl Ton Subscribenten gefunden haben wird, 
im Drucke erscheinen. 

Unter diesem Titel beabsichtigt, wie das von der Kies- 
ling'schen Verlagsbuchhandlung in Zürich ausgegebene Pro- 
gramm sagt, „der in der Bibliographie genau eingeweihte 
u. durch litterarisch-historische Studien in allen Specialitaten 
bewanderte Verf/^ ein Werk herauszugeben, welches alle bis- 
herigen Arbeiten auf diesem Gebiete, wie Placcius, Barbier, 
Lancetti, Querard, Bassmann, etc. umfassen u., wo nöthig, 
berichtigen soll, u. eigentlich den ersten, aber selbstständigen 
Tbeil eines grösseren „die maskirte Litteratur der älteren 
und neueren Sprachen" behandelnden Ganzen bilden wird. 
Der Verf. will die letzten drei Jahre darauf verwendet haben, 
alle irgend aufßndbare Originale u. Nachweisungen durch- 
zusehen, u. genau für seine Arbeit zu benutzen. Da noch 
keine allgemeine Uebersicht der Pseudonymen Autoren exi- 
stire, so glaubt er mit Becht überzeugt zu sein, dass ein 
solches Werk — c. 12,000 Namen — für das Studium der 
Litteratur überhaupt, also jedem Fachgelehrten, gleichwie dem 
gebildeten Publikum von Wichtigkeit, allen grösseren Biblio* 
theken aber u. den Forschern^ sei es nun auf dem Felde 
der Theologie, der Staatswissensdiaft oder der Litterarhisto- 
rie, daher auch dem Buch- u. Antiquarhandel unentbehrlich 
zum Nachsdilagen sein werde. — Wer sich für das Zustande- 
kommen dieses Werkes interessirt, der versäume nicht, die- 
ses sein Interesse durch Subscription zu bethätigen. 

[52.] Leipziger Repertorium der deutschen und ausländi- 
schen Literatur. Unter Mitwirkung der üniversiUU Leipzig 
herausgegeben von Dr. E. G, Gersdorf. Jahrg. XllL Bd. L 
Bft. 1. Leipzig, T. 0. WeigeU 8. 64 5. Vollständig 4 Bde 
oder monatlich 2 Hefte a 4 IT. Pr. n. 10 Thlr. (Vgl. Anz. 
J. 1854. Nr, 65.) 

Mit einer sehr schätzbaren allgemeinen Bibliographie. 

[53.] Bulletin mensuei des Uwes dtratsgers^ PubUi pmr h 



iftiiographie. 4» 

Likrahrk Fri$4neh KHnei$ieck' ä Parü. No. 1. Janvier. impr. 
de I>up<ml. foU % B. Gratis. 

[54.] Index locuplelitsimus librorum qui inde ab anno 
MDCCL usque ad annum, MDCCCLII in Germania et in terris 
confinibus prodierunL Vollständiges Bücher- Lexicon enthaltend 
alle von 1750 bis Ende des Jahres 1852 in Deutschland und 
in den angrenzenden Ländern gedruckten Bücher. Von Chri- 
stian Gottlob Kayser. Th, XIL Die Erscheinungen von 1847 
bis Ende 1852, sowie Nachträge und Berichtigungen früher er- 
schienener Werke enthaltend. Bearbeitet von Ernst A. Zuchold. 
L — Z. — ; il. M. d. r.: Novus Index locupletissimus librorum qui 
inde ah anno MDCCCXLVII ad annum MDCCCLII in Germa- 
nia et in terris confinibus prodierunt. Neues Bücher - Lexicon 
enthaltend alle von 1847 bis Ende 18^2 gedruckten Bücher etc. 
nebst Nachträgen und Berichtigungen früherer Erscheinungen, 
Bearbeitet und herausgegeben von Ernst A, Zuchold. Th. VL 
L—Z. Leipzig, T 0. Weigel. 1354. 4. Lief. 2. Bog. 37— 
76. S. 289—600 excL TiteL Pr. n, 3 Thlr. (S. Anz. J. 1854. 
Nr. 823.) 

Beim Schlüsse der von Zuchold bearbeiteten beiden Bände 
des vorl. Bücher- Lexicons kann ich nur wiederholt auf die 
Sorgfalt u. fleissige Umsicht, die der Herausg. seiner Arbeit 
gewidmet hat, in der anerkennendsten Weise aufmerksam 
machen. Insbesondere verdienen seine amsigen Bemühungen, 
den Lesern über die anonymen u. Pseudonymen Schriften' 
den erforderlichen Aufschluss zu geben, alles Lob, und man 
darf wohl behaupten, dass vom Herausg. in dieser Beziehung 
das Mögliche geleistet worden ist. Sicher werden die Zu- 
chold'schen Bände in der Reihe der bis jetzt erschienenen 
Theile des Bücher-Lexicons eine sehr ehrenvolle Stelle ein- 
nehmen. 

[55.] Verzeichniss der Bücher, Landkarten etc, welche vom 
Juli bis zum December 1854 neu erschienen oder neu aufgelegt 
worden sind, mit Angabe der Seitenzahl, der Verleger, der Preise 
im 14 Thaler-Fuss, literarischen Nachweisungen und einer wis- 
senschaftlichen Uebersicht. Herausgegeben und verlegi von der 
J. C. Hinrichs sehen Buchhandlung in Leipzig» CXIIL Fortse- 
tzung. 1854. 8. LH, 300 5. Pr. n.UNgt., aufSchrbp.n. 
20 Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 673.) 

[56.] Allgemeine Bibliographie für Deutschland. Wöchent- 
liches Verzeichniss aller neuen Erscheinungen im Felde der Li- 
teratur. Redigirt und verlegt von der J. C. Hinrichß* sehen Buch- 
handlung in Leipzig, 8. 52 Nrr. ä %—l B. Pr.n. 1 TMr. 
1 Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 70.) 

[57.] Literarisches Centralblatt für Deutsehland. Verani- 
wortüeher Herausgeber Prvf. Dr* Fr^ Zstmeke, Leipzig^ Ävenoi- 
Petiholit, Anzeiger. Fetfrwtr. 1865. 4 



40 Qii^UQgravMß* 

fim 4. Wöcl^immeh l Nr, ä 1— l */» ». iV. n. 5 Wr, 10 «gr. 
(Vgl.Anz. J. 1854. Nr. 71.) 

[58] Allgemeiner ZeHschriften-Kalalog. Sysiemalische Zu- 
sammensullung von 860 im deutschen Buchhandel er$chein^nden 
periodischen Schriften aus allen Wissenschaften, nebst einem An- 
hange von 230 der namhafteren politischen Tages- und Local- 
Iflälier. Ein Bülfshuch für Verleger bei Versendung von Re- 
oensionsexemplaren, Inseraten und Beilagen^ sowie für Sorti- 
nteulsbuchhändler zum Gebrauche bei Einrichtung von Journal- 
Lesezirkeln. Jahrg. L Leipzig, Remmelmann in Comm. 8. 
IV, 59. S. exci Inhaltsverzeichniss. Pr. n. 15 Ngr, 

Wiewohl der vorl. Katalog zunächst für den buchhandl. 
Gebrauch bestimmt ist, so wird derselbe doch auch anderen 
Bibliographen u. Litteraien gute Dienst^ leisten. Er ist mit 
Fleiss u. Sorgfalt gearbeitet» u. zeichnet sich durch Genauig- 
keit der Angaben aus, was um so dankenswertber ist, als 
der jetxt ohnehin schon etwas veralteta letzte Jahrgang des 
Weber'scheh ^Zeitschriften- Kataloges in dieser Beziehung 
manche Mängel hat. 

[59*] * Magyar Mwjvhzet, vagy: Jegyzeke minden här- 
mely nyelven akdr Magyarorszdgban nyomatolt, akär külföldön 
megjelent, — de tartalrnuk- , szerzojük- ^ kiadojokndl slb. fogva 
Nagyarorszdgra vonalkozö könyveknek; tovdbbd minden Magya- 
rorszdgban kiadott naploknakj havi 4s heti iraloknak, minden 
^ egyes evfolyam tartalmdnak, rhzUtes kimutatdsdval ; vegre min- 
dennemü zenemuvek-y muczikkek-4s t^kepeknek, Belürendileg 
QSszedllUva, a magyar is szldv czimeknek mellede dllö ne'met 
farditdsdvdl, a nyomatdsi hely, kiadOy alak, lapszdm es bolti dr 
pontos kijeloUsivel, valamint a szerzok, fordUdk, is egyes tudo- 
mdnyos szakok negyszeres lajstromdval elldlva. Szerkeszto: Kert- 
beny Kdroly — Kiado: Szdmwald Gyula, Elsohalodik ivfolyam. 
1849. September — 1854. december, {Az 1849- diki nem-poli- 
tikai munkdk idezdrlavaL} Egy toldalikkal: Riszletes bibliogra- 
phidk I — X, — üngrische BibHografie, oder: Verzeichniss al- 
ler y in irgend welcher Sprache, sowohl in Ungarn selbst ge- 
druckten, als im Auslande erschienenen, doch durch ihren Stoff, 
Autor, Verleger u,s,w. auf Ungarn Bezug habenden Bücher, 
ferner aller in Ungarn ausgegebenen Journale, Wachen^ und 
Monatsschriften, mit detaitlirter Angabe des Inhalts der einzel- 
nen Jahrgänge ; endlich aller Musikalien, Hunstariikel und Land- 
hirten. AifabeUsek geordnet, mii deutscher danebenst^ender 
Uebersetzung der ungrischen und slavischen Titel, genauem Nach- 
weis der Dmckorte, Verleger, Formate, Seitenzahlen und Ver- 
kaufspreise, so wie mit vierfctchen Registern über Autoren, Üeber- 
setzer und die einzelnen Wissenschafts^Fächer versehen. Uedi- 
Itt'rl von Karl KerH^eny^ — Herausgegeben vimJuHus Szämwald. 
MrMer l^is seehsler Jahrgang. Septev^er 1649;^1SM JkMfimber. 



(MU'EkitMuMi der nicht p^liUsehen Werke dks Jahres LS4a) 
NeM emim Anhange^ enthaiiend: ^^etiaUnbliografkn L-^X. 
Pesi, Emiak. & Cirea 20 D. Pr. l Thlr. (Soll, sobald SQO 
Prlimmeraaten gewonnen sein werde» , Jaogstens bis Märe 
erscbMiien.) 

Dem hierüber amgegeben^a Proipeete zufolge soll der 
Inhalt folg. sein: I. Bucher, 1) in ungrischer Sprache 5006, 
2) in ongriscber n. dqutsi^; l^praebe 40, 3) in deutsch. 2000 ; 
4) in latein. 30, 5) in slovak. 80, 6) in illyr, 20, 7) in sert|. 
30, 8) in poln, 8, 9) in niss. 10, 10) in b6hm. a, U) in 
engl. IQO, 12) in schwed. 3, 13} in «3n. 2, 14) in hoJländ. 
8, 15) in frana. 00, 16) in iUlien. 20, 17; in span. 3, 18) 
in wabck 2, 10) in n^iigrieck. 2, 20) in hebräischer Sprache 
40 — U. Journale , Wochen - u« Monatsschriften in ungr«^ 
deutsch,, sloTab., iUynu. serb. Sprache, mit genauer Inbjilcs- 
angabe der einzelnen Jahrgänge — lU. Musikalien , . sowohl 
uogr. Verlag, als. Werke Ton uagf. Componisten im Auslands 
*— IV, Kunstariikel , wie Bilder, Portraits, Ansichten elc. in 
Kupfer* oder StablsUch, iitbogr., Hola^chAftt — V. Land- 
karten, SituationspUne, Erd- u* HinimeAsgloben — VL Sp^r 
zialbibliograptiieo^ njimlich: 1) (J^bersichi der Litleraturpro- 
duction d^r Ungriscben Akadiemie 1830—54; 2) DesgÜ der 
Kisfaludy-Gesellschaft 1836—49; 3) Desgl. des Vereins zur 
Herausgabe guter u. wphlfeiler Bucher 1848—54; 4) Littc- 
raturbistorische Bibliographie Ungarns der ahen ü. neuen 
Zeit; 5) Bibliographie aller fremden üeberselzungen ungr. 
Belletristik} 6) Desgl. aller Gesämmtausgaben ungr. Klassiker 
alter u. neuer Zeit; 7) Desgl. aller ungr. üebersetzungcn 
griechischer u.* römischer Klassiker, Yon Jankovics u. Dr. 
Toldy; 8) Desgl. aller Werke über ungr. Bäder, Heilcpiellen 
ele., fon Dr. T«r§k u. Dr. Lengyel; 9) Desgl. der ungr. 
Sprichwörlersaramlungen , von J. Erd^lyi; 20) D«sg}. aller 
ungr. naturwissenscbaftl. Werke alter u. neuer Zeit ~ Vi|. 
Ungpisdies Fachregister der Gesamnilblbliograpbie •— VIII. 
Dergl. deutsches Fachregister — IX. Allgemeines Autoren- 
register — X. Spezielles AHiorenregister, als: 1) der fVef»4eti 
Auleren, 2) der ungpiseben, 3) der Debersetzer n. tierans- 
geber ^ XI. Statistische Tabelle der Dwrckorte — XI*. Desfl. 
der Verteger — XMI. Desgl. der LiMeraturpred^ietion 184»^ 
54 — XRT^ Namensre^'ster der Verleger, Gelehrten, Bueh^ 
drucker u. Institute, welche das Unternehmen unievstätzt hct- 
hen ^ IV. IredaimBlmiuik täl a halarofcon. 1— 10*. Utazasi 
enüekek, irta Kertbeny. Neuer, vcrnttfacter u. verbesserter 
Abdruck ^ XVI. Pfäntinierantenliste. — Vgl. hierüber Seil. 
<. Augdx. allg. Zig. Nr. äa p. 6»» ». Blatt, f. lit. DntethitU. 
Nr. 5. p. 94. 



52 JBibUographid. 

iUiliraire M de hiographae franpai$es; par rautmr delaFtance 
UU&aire, des.Supercheries littSraires d^aUdes^ e(e. Cmnpl^ment 
4 la Bibliographie de la France (Journal de la librame.) JPro- 
speelua^ si l*onveuL Parti, chex Vauleur. 8. ^8 ^« ^^ ^ 
monatl. Lief, ä 32 5m 40 S. zu Ende jedes Monalt eruheinen. 
Fr. 10 fV. für Paris, 12 ITr. f. d. Departements, lA Fr. f. das 
Ausland. 

Zerfällt in folg. zwei Äbscbnifte : I. Bibliographie : Apercu 
mensnel des publications francaises faites k Tetranger pen- 
dant le mois, et indications des livres en langoes etrangeres 
sur la France et les Francis. Apercu mensuel des oavrages 
paraissant par Fascicules. Statistique trimestrielte des jour- 
naux et revues. — Diversites bibliograpbiques : Comptes ren- 
dus, succincts, des ouvrages nouveaux de bibliographie, d'hi- 
stoire litteraire et de biographie generale. Complements de 
biographies et de bibliographies repandues. Biographies des 
bibliographes francais du XIXe si^cle. Monograpbies bibiio- 
graphiques (tirees de rEncyclopedie inedite da Bibiiothecaire). 
Rectifications d*erreurs, en fait d'histoire litteraire, commises 
par les grands et petits journaux. Correspondance biblio- 
graphique, etc. Necrologie des ^rivains de tous les pays, 
mais particulierement de la France, avec la liste de leurs 
ouvrages. Nou?eIles litteraires. 

[6L] *La France liUeraire. Tom* XI. Les ecrivains 
Pseudonymes et aulres mystificaleurs de la LiUeralure fran^aise 
pendant les qualre demiers sieclesy resliluä d leur v^ilables 
noms; par J. M. Querard. *Avec des notes inediles elc. Livr. 
4—5. (Poi—Py.) PariSy chez VidHeur. 1854. 8. 10 A Pr. 
8 Fr. (Vgl. Anz- J. 1854. Nr. 1017.) 

lieber das Verhältoiss dieses Werkes zu den Q'schen 
Supercheries &> Bibliogr« d^ la France 1854« Feuili. IVr. 48. 
p. 584 — 85.. — Aus dqr 5. Lief, der France Jilteraire ist 
übrigens besonders abgedruckt ersdueuen : * ^otice sur M. 
Serge Polloratzky, bibliophile et bibliograpbe Russe, , meinbre 
hdo^raire de la Bibliotfaeque imperiale publique de Saint* 
Piitersbourg. Paris, impr. de Remquet. 1854. 8< (Extrait du 
tome XVI de la Fra^ice litteraire, par J. M. Quer^rd.) 20 S. 
Nur 200 Exemplare. Dr. F. L. Hoffmapn in Hapiburg beab- 
sichtigt diese IMKUheilung deutsch f. d. Hamburger Lit. u. Krit. 
Bidtter zu bearbeiten. 

[62.] *Les Superckeries liUSraires dävoil^es. Galerie des 
auteurs apocryphes, supposds, diguish, plagiaires ei des Hiteurs 
infidHes de la lill^ralure fran^aise, pendamt les qualre demiers 
^eles; ensemble.les indaslriels litteraires el des lelUrh qai se 
sonl anoblis ä notre 4poque; par J.M. Qu4rard. Tom. V.' Ästi- 
Tonymes, Tet^^des vMiabke mms* Xtür.S. {Ger-^^^onb.) 



Park ^kex tMieur. 1854. 8. 10 B. nebH .4 S. CaH(m.. IS, 
Ad«. J;I854. Nr. 763.) 

Das. gan^e Wjßrk wird mit der noch übrigen Lieferung 
von 5 B. yolislSadig gescfalossen sein.. 

[63*] * Biblüfgraphie Douaisienne, ou Calalogue hUU>rique 
^ ramnnS des livre$ tmpn'tn^ d Douai, depuü rannte 1563 
jusquen IS63^ avec des np<ef bibliographiques et liUer<4r€s; pofr 
H, R, Dulhilloeul, bibliolhecaire. de la viUe de Douai^ elc. Tam^ 
IL Düuai. 1864; 8. XF/, 160 5. (S, oben Nr. 48.) 

Die er^le Ausgabe dieses Bucbes ist 1835, der zweite 
Ausgabe. 1. Band 1842 erschienen. Vgl. Aoz.^ J. 1^51. Nr^ 
639. 31, 808. 

[64.} Bibliographie de la France üu Journal gSn4ral De 
timprimerie el de la Librairie et des (kgr^ss gdßgraphiqms^ Gra*- 
vnres, Ziih^graphies, Oeuvres demu$ique. JUVeÄnnee. (Avec 
le Feuill^ifiil^ du Journal de la Librairie,) Paris, PiUei ain^ 
8. Wöchenmeh \ Nr. ä 1—8 B. JV. 18 JPr., für das Ausland 

20 Fr,y ivi Buchhandel n. 8 Thlr. (Vgl. Anz. i. 1854. Nr. 74.) 

(66,] * Liste n^nsuelle des publicalions nouvelles, Livree^ 
eslampes, carles gdographiques et musique, ATo. 1. Novembre IShA. 
P^rU, O&tt* 4. V2 B' iV. /. 12 Nrr. jährlich 1 Fr. f. Paris, 

2 Fr. f. d. Departements. . '. 

[06»] L*Athdnaeum Fron^ais. Revue universelle de la Lit- 
tcrature, de kt Sä^nce et des Beaua^ArtSm. Annie /F. . "Paris^ 
ünu bureasS' du JimmaL 4^ Wöchentlich l Nr*, mindestens^ 

3 B. fr. 2b Fr. f. Paris, 2S— 35 Fr. f. d. DeparU u. das im- 
land, je nach der Entfernung. (Vgl. Anz. J. 1834. Nr. Iß.) 

Nr. 1 zerfallt in folg. AbsohniUe: Revue critique des 
ouvrages recenls -^ Bulletin bibliographiqi;ie -r- Societes sa- 
vantes — Th6atre*>-= Etud^s biographiques, litleraires, ar- 
ttetiquea et seien tifiques — Melanges, Notes et faits djvers. 
Nouvelle». -^ Publications nouvelles. — Periodiques» — In 
den» Melanges betitelten Abschnitte, finden sich zwei für die 
BiUiothekwissenaehaft intel*essante JN^ttlieilungon, die eine p« 

21 — 22: Biblioth^ques publiques de France, eine ausfubr«- 
liehere slatislisahe Uebersicht über die Bäodezahl, die Geld- 
mittel u. die liOserzahl der einzelnen Bibliotheken, wovon ich 
die beigegebene Tabelle . gelegentlich im Anzeiger abdrucken 
lassen werde, und die ande;*e p. 22—23 : Fabrication de ma- 
nuftärita grecs; Avis aox bibliotbecaires, eine Warnung vor 
de& von mmmk Griechen in der Augsb^ allg. Zeit, zum Ver- 
kaufe aasgebotenen angeblieb alten Handschriften, unter dei* 
nen sieb auch ein Catalog der Biblig^hi^k .van Alexandriep in 
11 FoL fiden befinden soll. 

[67.] *The PubHsher's. Cir«i/ar «nd ßeneral^ Reeord of 
Ikntish^and ForeigA Litieraiure; eon^ning a comple^e al^habe- 
Uo(M LM af< aU^imw mt^s f¥b\isf^4 in Gr^al Britßin.» an4, 



H Biblk>gr&phle. 

every worh ef iniere$i pvhlished Abroad (teM 1^ Slie, iVie«, 
number o/ Pages and Plales). VolXVHL Jfr. 415. ZoiMkm, 
Lbw. gr. 8. Monailieh 2 Nrr. d c. 1 — 2 B. iV. S i. , tfm aiM- 
u?äW. Buchhandel n. 3 JAfr. (Vgl. Afiz. J. 1854. Nr. 77.) 

168.] Longman^ Brown, Green ^ and ixingmani M^nihly 
tiil of New Booht pnbHshed in Great Brilain. N^w Series. 
Tfo* CILVL Londtm. {Leipzig, T. 0. fVeigeL) Fol. limutmeh 
IB. Gratis. (Vgl. Anz. J.18S4. Nr. 78.) 

[69.] * The London CcHalogue of Perfodicals Newepapert^ 
Btamped Publicalions and Transaolionä of tari&us SöoietieB^ for 
1655. Wilh a Lisi of Printing Clubs, and iheir Seet$lari9s» 
Published annually. {lAlh Edilion.) Corrected lo January 1865« 
London^ Longman y €ie. (Leipzig, T. O. Weigel.) 8. 16 S. in 
Umschlag. Fr. i s. (Vgl. Anz. 1. 18S4. Nr. 80.)' 

{7^.] Bibliografia Pi^ska. PoezeiilL Nr. a~4. Lwmim^ 
Pilltr. 1854. 8. S. 17— 33. (Vgl. Anz. J. 1854. Nf. 179.) 

[71.] Bibliografia dei diaielH pedemoniani. F. Saggio sui 
^alelli gallo'iiatici di Bernardino BiondeUi. ParU IIL Milmno, 
Bemardoni di Gio. 1854. 8. p. 651~62. (S» Ant. J. 1854. 
Nr. IL) 

V; 663—69 enth. : Appefi^iee ^ile praecedenii biUiograli« 
dei dialetti Lombardi ed Emiliani. 

172.} * General Catälogue of OrienUU Works ^ $nd Trea- 
tises, eilkef published in In^ia, dr häving referifncrio- üs Ute- 
rature, etc. Prinled for the use of ihe R^jferees eto* of the 
Centralizing Chriilian Book Society. Agfa 1854. hl^fol. 

(73.] *J^mde^ sur k& V^das; par Ftidetio Baudry. (Ar- 
frait de la Revue de Paris \. el 15 dicembr^ 1854«) Paris^ 
Durand. 8. 2»/4 IT. 

Enth. anch eine Bibliographie des VMa«. ^ 

[74] ^AHgemeine kritische BibHographie dtft neuesüH dkefH 
logischen Lüeraiur, S. Ztrschrfß f. d. gesammle - luther. Tkeo^O" 
gie II. ICirehe hrsg. von Dr. A, G. Rudelbaeh u, Dr. H. E. P. Gue- 
HcÄfe. Jahrg. XVI: Am Ende der ^nz^nen Hefle. (Vgli Anz. 
J. 1«54. Nr.91.) 

[75.] iCurze Üehenieht der ^ologisehen Literatur. S. AH- 
gemeine kirchiiehe Chronik t?oH Karl Uaiihes^ Pfarrer. Jakrjg. I, 
das Jahr 1854. Leipzig, Lösehe. 9. p. 89—95, 

Mager und dörltig. 

. [76.] Dem hochverdtemen Verein Beulschor Aerzte tu Paris 
brürtgi ain \\,Mai 1854, als am Tage se^^s^ zehnj&hrigen »e- 
sleheiis , in aufrif^hHger Hoohavhiung Hint^ beBUn GtiUklinhtsthe 
Br.L. Spengler zu Bad Ems^ mfratk, elc. /mhatl: »dts» medi^ 
cinische- Literatur Nassaus im Jahre 1853. fl^ieibaÜen^ trei* 
dtl^Niedner. 4. 12 5. Pr.n.tNgr. . • « 

Soll ein Reürag Kar NassauisobeA €ulliirg«»chi«ht0 t»im^ 
itr speziell ab V^^arbeit iör «tae ktaftigte mediöiaidche iAt* 



tmtturgiedmllite das Landes dieneil wind. Der Yerf^ hat 
dergi. Behrdge ücbeti friber bearbttlet' Von mebr.liUerar», 
als biMicigraphi Interesse. 

[77.] *V€r^9iehnü$ der »«|i ersehieiienßn phihso^^chem 
Sekfiftm d$s in- und Ämlanda. S. ZriUokrift f. PkOowphiei 
«. fiihtophi^eke iMiik hng, von Dr. J. H. Fichte, Dr, H. ülridi 
tt. Dr. /. ü. Wirth. Am Ende der einzelnen Hefte. (Vgl« Ans«. 
J.18S4^ Nr.292.) 

[76.] Staälsmeiemchaftkdke Büehersehm. Si Z^ischrißfür 
die geitmmle S^aaiewisi^eneehafU Johrg. X HfL % tt..4. TiiHn* 
gen, Laupp. 1854. 8. p. 697— 73L (Vgh Aoz. J« tSH* 
Nr. 1024.) 

[79.] *Iconum holanicarum index locuplelissimns. Die 
Abbilduwg&n sichtbar bäihendet Pflanxen und Fatn^rätUer aus 
dir bötanisehen und OarleniiUeraiur des 18. und 19. Jakrhum^' 
dem in aij^beiisther Folge smsammfngestelU . von Dn G* A* 
PrilzeL 2. Hälfte. Berlin, Nicolai. 1S54. 4.. IXIII, 609-^ 
1184 & oder B. 39—767,. Fr. n. 3 TMt. 15 JV^. (VgU Anz. 
J.I654. Nr. 949 u. 102&) 

Yi^,],^ Bibliographie van de Nederlandsche mtgavet^ deti 
Reizen, door HoUanders gedaan^ uaar hei Naorden, ,Ooeien en 
Westei in de Ig^ld.e» llde eewie. Met een Aanhangsdl over 
de Atlassen in die lijden hier te lande vervaardigd en uitgege^ 
«AI. Amsterdamj Prederik MhUler* 8« (Wird zur Heranagabe 
vorbereitet) 

Je mehr noch auf dem Felde der Hcdläiid. Bibliographie 
jed^nfells zu leisten ist, um so mehr dörfen wir unft anl das 
EFscheiiien des Torl. Werkes, frenen. Der VerL betreilit die 
Herbeischaffung der dazu nöthigen Materialien mit tdlleixl 
Eruste. Iti eidem bereits veröffendichien Schriftcben vom 
l.Decbr.' 1854: «Boekbandel vln Frederik MulISr, t» Am- 
sterdam. T^ Lijst yan Uitgaven van, — en Vragenaan Leiter«» 
kundigen over oude Reizen, -^ AÜassen, CesehiBdkimdige 
ParopUleUen. 8 8. in 4»^ bat er nicht nur «in Veri^ichniss 
derjenigen Werke, die er selbst gesehen, u. von denen er 
genaue Beschreibungen abgenommen, sondern auch ilfn, Ver- 
zeichniss solcher Schriften zusammengestellt, deren- Existenz 
ihm zwar im. Allgem. bekannt ist, die er aber selbst noch 
nicht hat einsehen können. In Bezug .auf diese letzteren, soll 
das «BgelMine Bäcbelcheii fär Alle, welche den Verf. bei 
seiner Arbeit zu unterstützen in der La^e siodv ein Finger^- 
zeig sdfii, 4uf welche Schriften sie nanentKch dabei ihr. Augen^ 
merk zu richten haben. Es. ist im IntePesse def Wissensohaft 
tu wünschen, dass sieh recht Viele finden mögen, welche dem 
Verf. den geferdert^n Beistand zu leisten Mittel u* Willen 
haben; Wie reich übrigans »Müllers eigene Sarnn^Inflgen ^ti 
den zu seiiiem Weifce «rforderlicben Büchern sind, beweist 



56 Bibliograpbi». 

die 1854 crschieUeö« Asber'sche Schrift (s. Ani. J. 1864. 
Nr. 520), Tvelche in diesen Sammlungen ihren baaptslehlich-- 
sten Stützpunkt hat. — Ausser der genanvteo Bibliographie 
beabsichtigt der Verf. auch noeh einen cbronoteg. geordne- 
ten Katolog von holländ. histor. Tractaten. iU)er den das 
Ruchelchen vom J. 1854 nähere Mitlheilungen enthält, heraus- 
zagtiben. — 1. — 

[81.] Bibliographie der Lieder des dreissigßhrigm Krieges, 
S» die Lieder des Dreissigjäkrigen Krieges nUeh den Originalen 
abgedruda. Zum ersUn Male gesammelt von Emil fVelkr. Ba-- 
sei, Neukirjch. 8. p.XV—L. 

Der Verf. glaubt, dass diese Bibliographie ziemlich toJI- 
ständig ist. 

[^9.] Verzeiehniss der Ueberseixmngen ungriseher Balle- 
trislik. S. Gwrays Dichtungen. Aus dem Ungrischen ü^ersetl 
durch Kertbeny, Pest, gedr. auf Kosten von Ssämvald. 1854. 
16. 11.107—19. 

[83.] * Kurzes Verzeiehniss sänmUlicher im J.. 1854 in 
Deutschland und den angrenzenden Ländern gedruckter Musi-- 
kaUen, awh n^usikalischer Schriften und Abbildungen, mit An-^ 
gäbe der Verleger und Preise. In systematischer Ordnung. Leip^ 
zig, Hofmeister. 8. II, 134 S. Pr. n. 20 Ngr. (Vgl. Ans. J. 
1864. Nr. 108.) 

[84.] * Musikalisch 'literarischer Monatsbericht neuer Mu- 
sikalien, musikalischer Schriften und Abbildungen für das /« 
1855. Jahrg. IX VIL oder V- Folge Jahrg. IV* Angefertigt von 
Adolph Hofmeister. Leipzig, Hofmeister» 8. 12 Nrr. dl — 
1 Vs B. Pr, n. 15 Ngr. Schrbp. n. 20 Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. 
Mr. 2^.) 

[85.] ^Nolice nScrologique sur la vie et les travaux de 
ü. /. B. A. ü, Duchalais, dlive des chartes, etc. ; par C. F. Ver* 
gnaud'Romagnesi. OrUans, impr. de Pagnerre. 1854. 8. ^4 B. 

£nth. ein Verzeiehniss der von Jean Baptiste Adolphe 
Ursin D. (17. Jan. 1815— 2L Aug. 1854) veroffenüiditen 
Schriften. 

[86.] Pamphilus GengenkacK Ein Beitrag zur Deutschen 
Literaturgeschichte der Refcrmationszeit. Herausgegeben von 
Karl Goedeke. Lief. 1. Hannover, Rümpler. S. S. 1 — 384. 
Pr.n. 2 Thlr. 20 Ngr. 

Die 2. Lief., worauf das Werk geschlossen iat , soll bi- 
bliograph. Notizen enthalten. 

[87.] *Recherches sur lavie et les ouvrages d^H^ond'Ale" 
gtandrie , discvple de Ctesibius , ei sur tous les ouvrages: math^^ 
matiques grecs, conserv4s ou perdus, publies ou inedits, qui omi 
M attribu^s ä un auteur nommä Herrn; par Th. H. MaHin» F. 
Memoires prhentes par divers savants d VAaMmie des inserip^ 
Hone et belles-lettres de l' Institut de Fra^e. LSiri€. ßt^eis 



Bibliographie.'-«- •Bucbbiiidler-' u. antiquar. Kataloge. $7 

dwen d^intäüUnu Tarn. lY. Pafi$, impr. impir. 1864. 4. 

Yl, 48S S. Fr. 20 Fr. . ' 

[88.] *NoUce hiUorique $ur H. Adrien de Jussie^; par M* 
J. D^eaune. (Exlrail des Memoire$ de la SocUid impMaU ei 
centrale d*agricuUure 18^4.) Paris ^ impr, de Mme Bouchard-' 
Buzard. 8. iVs B. 

Entb» cia Verzeichniss der von de Jussieu (23. Decbr» 
1797 — 29. JuD« 1853) veröffeDtlicbten Werke u. Abhandluogen. 

[89r] * Maisire Pierre PaUlin. Texte revu sur les manu* 
uriu et les plus anciennes ddiliom^ avee une inlroduetion et des 
mes; par F.Genin. Paris, ChameroL 1854. 8. 2372 '^• 

Eatb. eine Bibliographie de Ja Farce de Patelin. 

[90.] * Dissertation lüteraire et bibliographique sur deux 
psUts poemes saiiriques italienSy composes dans le XVIe- siede; 
fur X. /. Uübaud, membre des Aeadhnies de Marseitle , de Di- 
Jon etc. Marseille^ tmpr. de Barlatier-Feissat ei Demonehy. 8. 
% B. 

lieber die beiden poet. Sdirirten, Puttaua erranle u, la 
Zaffetta(Yenetial531), vgl. Brunei Manuel du libraire. T.III. 
p. 878—79. 

[9L] *La Vie de Momsieur Ragoty prestre eure du Crudr 
fix, au Mans, ddcide en odeur de samtetd le jeudy treizQnu 
may mil six cens qualre-vingt trois, Nouvelle Edition, prdcidee 
^uneNoÜce hibliographique. Paris. 1854. 12. XXXI V, 65 5. 
(S. oben Nr. 48.) 

Die letzte Ausgabe ist 1829 erschienen. 

[92.] üeber zwei deutsche Sprickwörtersammlungen des XV L 
Jahrhunderts; ,von Jgnaz Peiters in Prag» S, Anzeiger f. Kunde 
l DeuUch. Vorzeit. N, F. Jahrg. IL 1854. iVr. 11. p. 268—71. 

üuehbftndler- a* antlqa»r. Kataloge« 

[03*] Weitere Beiträge zur Geschichte des Handschriften-: 
handeis im Mittelalter. Von Albreeht Kirchhoff. (Aus dem^ An* 
teiger für Bibliographie und Bibliothehwissenschaft 1854. iVr, 
lOOS tt. 1101 besonders abgedruckt.) Halle, Druck von Sehmidln 
8, 36 5. Pr.n.li^Ngr. 

[04«] Bilder-^Heße zur Geschichte des Bütherhandek und 
äer mit demse^sn verwandten Künste und Gewerbe, Heraus^ 
gegeben von Heinrich Lempertz, Inhaber der Firma J* M, Heber le 
ift Köln, Jahrg. 1855« 1) Bildniss Sigismund Feyerabends in 
Frankfurt am Main. 2) Johann Bergmann von Olpe's Hand^ 
ichrift und Ikuaketzeichen vom J. 1496. 3) Bonaventura und 
Abraham Elsevier's Hands^rifi. 4) Biblioihehzeichen. Zweites 
Blait, {Bector Pömer's Wappen.) 5) Merkwürdiger geprii^tev 
wd gemaUer sächsischer Einband aus der 2n Hälfte des 16. 
J^ikrhus^eris. Main, JMipeHz. fol. 5 Bll. in ümschU Pr. 
».1 Thlr. leüK^r. (Vgl. Anz, h 1854. Nr. 116.) 



58 Buchhtndler«^ u. mitiqiiar. KaUlo^fe. . 

Zum dritten Male ist mir die ebenso angeheftme Pflicht 
als das dringende Bedürfniss , im Anz. ein Unternehmmi zu 
begrössen u. willkommen zu heissen, welches, wenn irgend 
eins im ganzen weiten Bereiche der in den Anz; gefo^rtgen 
Litteratur, auf einen recht freundlichen Gruss volMn Ansprach 
hat. Der Herausg. hat Alles gethan, was sein Werk dessen 
würdig machen könnte, insbesondere empGehlt sich daserste 
dem berühmten Frankfurter Buchhändler S. Feyerabend ge- 
widmete Blatt durch Gelungenheit u. Sanberkeit in der 'Aus- 
führung, die namentlich hinsichtlich des grösseren nach dem 
schönen J. Sadeler'schen Stiche facsimilirten Portraits Feyer- 
abend's, welches, auf wirklich allem Papiere abgezogen/ dem 
Originale täuschend ähnlich ist, u. von diesem selbst für den 
scbarfsten Kenner kaum zu nnterscheiden sein dürfte, nichts 
zu wünschen übrig lässt. Ueberhaupt ist die AusfüArung 
säYnmtlicher Blätter, wovon übrigens die Originale den rei- 
chen Sammlungen des Herausg.'s angehören, eine durchaus 
lobenswerthe. • Ausser dem erwähnten Sadeler'schen Stiche 
vom J. 1587 enthält das erste der BH. noch ein kleineres 
Portrait Feyerabend's nach einer Vignette in Holzschnitt von 
Jobst Amman, femer ein kleines Druckersignet 'Feierabendes 
u. dessen , sowie W. Hahn's u. G. Rabe*s gemeinsdiaftliches 
Druckersignet. Auf dem zweiten Bl. treflfen wir atif das Pac- 
slmile eines nicht leicht lesbaren Briefes tt. das Drucker- 
zeichen v. Olpe's, vermuthlich eines intimen Freundes Se- 
bastian Brant's, dessen vorzüglichste Werke durch Ihn ge- 
druckt worden sind. Auf dem dritten Bl. begegnen uns, 
ausser dem Elseviw'schen Drnckerzeichen n. der gewöftöHchen 
Verzierungsleiste (tete de buMe), dem charakteristischen Kenn- 
zeichen undatirter oder zweifelhafter Elsevierdnicke, ein län- 
gerer Brief Bonav. u. Ahrab. Elsevier's, „Au Tres reverende 
Pere le pere Mersenne ä Parys" gerichtet u. von Leyden 
S.März 1688 datirt, worin die Schreil>er über verschiedene 
ihrer neueren Unternehmungen Nachricht geben. Dfer Her- 
ausg. beabsichtigt im nächsten Hefte dieser Bll. einige Er- 
läuterungen zu dem Briefe folgen zu lassen. Das Vierte Bl. 
bringt das Abbild des wahrscheinlich von Albr. «Dürer ge- 
zeichneten u. von R(vsch ?) gesetmittenen Bibliothekszeffchens 
Hect. Pömer's, eines Nürnberger Patriziers +1541. Da» 
fünfte u. letzte Bl. stellt einen sehr merkwürdigen u. netten 
Einband dar, der, einer handschfiftlichefi Netiz zufolge m 
Weimar gefertigt worden sein soll, und mit dem Monogramm 
H. W. bezeichnet ist. — Rs würde midi anfrichliff freuen, 
wenn ich durch die vorstehenden ZeMen' mit <!mzu bei- 
tragen könnte, die Aufhierksamkeit der Leser auf das 
schöne u. gediegene Lempertz^sche Werk hinzulenken,' We^ 
ches der allgemeinsten Beachtung wahrhaftig werthl^t.^ Vgl. 



tariihliilkr«- u. «Üquiir. Kataloge^ if 

A. Kirchhoff im Böraenhl. t d* Deutseb. Buobh« Nr. 19. 
p. 2«0. 

[•$.] Börsefübhii für din Bestehen BueM^andel und oft« 
mit Um ver¥Kmdlm Qe$ehäft$}ncHge. BifHithum des Börsen^ 
vereint 4er Deuieehtn Butkhändler» VeranlworiUehtr Redeieleur: 
G, Remmelmann, Leiptig, Kkehner in Comm, 4, Wöchenilieh 
^Nrr. ä \-^S B,, mährend der Buchhändkrmeiee tu Ostern 
täglich 1 Nr. Pr. %. » TMr. 10 Ngr. (Vgl. Anz. J. 1864. Nrrll7.) 

Hierzu gehört ein ManaUiehet atpha^elieches Yerxeichmn 
der Im Deutichen Buehhandel erschienenen Neuigkeiten. Eine 
Beilage zum Börsenblatt und nur für Abnehmer desselben hs- 
sümnim T^äntworU. Redßcteur: G. Remmelmann, Leipzig, 
EtpedÜian dee BörsenbhtUs. 4. 12 Nrr. Gratis. 

{96.] * Süddeutsche Buchhändler - Zeitung, Eigenihum des 
Vereins der Buchhändler zu Stuttgart. RedacUur: Theod, Lie- 
tehing. Jahrg. XV HL Stuttgart^ Sieinkopf in Comm. 4. Wo* 
ekentlieh 1 Nr. ä Va— 1 Ä. Pr.n.2TMr. \Q Ngr. (Vgl. An«. 
J, 1864. Nr 118.) 

[97.] *Le Moniteur de la Librairie. Nouvellee litteraires 
a artistifues. Paris, impr. de Dupont» 4. Wöchentlich 1 Nr. 
i, % B. Pr, 6 Fr. 

(98.] *F^mbach*s Journal für Bibliothekare^ Buchhändler 
und Antiquare. Verantwortlicher Bedacteur «« Verleger L. Fem- 
hach jun. in Berlin. Jahrg. HL 4. Monatlich 2 Nrr. A 1—1 % B. 
Pr. n. 1 nir. (Tgl. Anz. J. 1854. Nr. 1 19.) 

[99.] * Zeitschrift für Leihbibliothehen und Antiquare. Ver- 
antwortlicher Redaeteur C.F.Schmidt. Jahrg. IV. Leipzig, Schmidt. 

4. ]HonatiichlNr.d%—lB, Halbjähr L Pr. n. 10 Ngr. (Vgl. 
Adi. J. 1854- Nr. 120.) 

[100.] Allgemeines Adressbuch für den Deutschen Buch- 
handel , den Antiquar-, Musikalien - , Kunst- und Landkarten- 
Handel und verwandte Geschäftszweige. Von Otto August Schulz. 
Mit Dr. J. Ch, B. Mohr*s Bildniss. Nach einer Lithographie gez. 
v.n. Herrlich. Leipzig, Schulz. B. Fi//, 224 u. 175 5. Pr.n. 
l rWr. 10 iV^. (Vgl. An«. J. 1854. Nr. 190.) 

Ein, wie allgemein bekannt ist^ vortreffliches Werkchen. 

5. BlVrdenbl.f. d. Deutsch. Biichb. Nr. 15. p. 204-6. 

[101.] Buehhandel in Griechenland. S. Börsenbl. f. d. 
Deutsch, Buchhand. 1854. Nr. 161. p. 2274. (^Aus dem Bremer 
HandeUblatt.) 

furze üefrersicht über die Htterar. Erzeugnisse der J. 1850, 
51, 52; Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 677. 

. . Hß ^ « 

[102J Nr. XXiX. Antiquarüeher Katalog der €. fl. Beck*- 
sehen Buchhandlung inNördiingkn. — Protestantische Theohgie 
mfoü» 11« QuesHoi Fhüosvphie^ Theosoj^e, Mystik^ Gesang- 
¥Uk$r..'9i 120.5. 



M Bnobhfttfdler- u. antiquar. Ktilik8«ü 

Verdient genaue Beachtung» 

[103.] Verxekhniss einer Äustcahl werihvoller . Werke 
§rös8teniheUs in eleganten Einbänden, welche eid^ ronüffUeh xu 
We^nachl - und Feelgeschenken eignen und in der aniiqvAriscken 
Pwhhandlung von J. H, Blöckery Hamburg, mu haben ßmd. De- 
eember 1854. kl. 4. 28 S. txd. Titel. 

Die Bücher eignen sich auch für alle, andere Zwecke. 

[104.] *Nr. 3 — 4. Bullelino bibliografieo o eleneo di iibri 
aniichiy moderni o rari che si Irocano vendibiü in NapM presso 
Giuseppe Dura, Librajo-Ediiore. 8, d 8 S. (Vgl. Anz. J. 18S4. 
Nr. 1118.) 

. Enth. die Fortsetzung d. Libri riguardanti il Regno delle 
Due Sicilie ec, u. sind gleich ihren Vorgängern der Beach* 
tung der Leser zu empfehlen. — 1. — 

[105.] fünfzehnler bis Siebenzehnter Katalog des anliqua- 
rischen Bücherlagers von Ä. Gosohorskys Buchhandlung ( L. F. 
Maske) in Breslau, 1854. 8. 8, 16u. 24 5. 

Nr, 6 bis 8. Antiquarischer Anzeiger von derselben Buch- 
handlung. Octbr. bis Decbr. 1554. 8. a 16S. 

Enth. eine mannigfache Auswahl werthvoller Schriften 
aus verschied. Fächern 5 besonders Nr. 15 des Kataloges ento- 
molog. Werke, Nr. 16 Werke zur Poln. u. Russischen Ge- 
schichte, sowie Schriften in Poln. Sprache u. Nr. 17 Belletristik. 

[106«] Antiquar, Anzeige- Heft XL Catalog des englischen 
Bücher-Lagers von K, F. Köhler in Leipzig. {Auch mU engl* Ti- 
tel.) Januar. 4. ^0 S. excL Tit, 591iVrr. 

Trotz der Anempfehlungen, welche den früheren K.'schea 
Katalogen mit Recht zu Theil geworden sind, mache ich die 
Leser auf das vorl. Verzeichniss als ein vorzügUclf reichhal- 
tiges noch besonders aufmerksam. 

[107.] Nr. XU. Catalog des antiquarischen Bücherlagers 
von J. F, Lippert in Halle a. S, Geschichte mit ihren Hülfs- 
Wissenschaften. 1854. 8. ISS S.excl. Tit, dQdoNrr. — No.XlIL 
Supplement zu No. IX. Philologie. 8. 21 5. 604 AVr, , 

Von vorzögUchem Interesse ist der histor.' Katalog. 

[109*] -^0. /• Ergänsungsblätter zu dem CaUxlog des Bü- 
cher-Lagers von Emanuel Uai.^ Buchhändler und Antiquar in 
Berlin w. Posen. — Geographie und Geschiehte> —r 4.^ S,43l — 
b^ im Umschlag. JVr. 14409- 16180. » 

Ich benutze gern cfi^ Gelegenheit, den mit grossem Bei- 
fall (s. Umschlag der vorl. Bil.) aufgeaomroeineagro9senM^'schen 
Bucbercatalog, dessen ich im Anz. J. 1854. Nr. 138 ausführ- 
lich Erwähnung gethan habe, der Beachtung der Lespr wie- 
derholt u. angelegentlich zu empfehlen. > ^ . 

[100.] 74. VerzeithniäA von gebundenen Büchern^ am allen 
Fächern der Literatur, sowie einer bedeutenditn'Siünmiung.üfM^ 



' 'BoAblndler* tt. antiqnar« Kitatege. 41 

taliicher Werke etd, welche bei Wölfyang Neubronner in Ulm 
zu haben sind. 8. 90 S. excl, TiU 

Ein gleich seinen Vorgangern beachtenswerthes Ver- 
Eeichnig^ 

• [HO.] No. I — //. Katalog des antiquarischen BUcherlagers 
von Emil Schilling, Antiquarische Buchhandlung in Dresden. 
1854—65. 8. 42 w. 36 S. excl TU. 

Enth. Medicin u. Naturwissenschaft, Schöne Wissenschl, 
Geschichte, etc., worunter namentlich die ersten beiden Fä- 
cher eiae reiche Auswahl bieten. 

[\%X*\ Catalog LXXXllL des antiquarischen Bücherlagers 
von Ä W. Schmidt in Halle a,S. — Naturwissenschaftliche Schrift 
ten. S. SQS.excLTü. 1912 /Vrr, 

Ist auch als Beilage zum Decbr. Hefte d. Änz. J. 1854 
ausgfgebißn worden. Mit Recht hat Dr. Iloffmann ind.Hamb. 
Lit. u. Krit. BlU Nr. 5. p. 40 auf den Reichthum dieses Kata- 
loges, der. sich namentlich im Fache der Zqologie u. Ento- 
mologie durch werthyolle Kupferwerke auszeichnet, aufmerk- 
sam gemacht. Von botan. (2000) u.mineralog, Werken (1500) 
sollen nächs|tens besondere Verzeichnisse ausgegeben werden. 

[119«] N0.XXIIL Catalegue de Librairie aneienne, Yer- 
leichniss einer ausgetoäkUen Sammlung von Büchern und Manu- 
Scripten der Buch^ und Antiquariats- Handlung von J» Ä, Star^ 
gardt in Berlin, 8. 148 S. excLTü, u. Inhaltsverzeichn. Mit 2 
Taf, Facsim. 2795 Nrr. 

Bin namentlich für Sprachwissenschaft u. Litleratur, be- 
sond. orientalische, äusserst wichtiger Katalog, dessen Durch- 
sichl jedem Gelehrten u. ßächerfreunde das grösste Interesse 
gewähren wird. Unter den zahlreichen Mss. zeichnen sich 
56HandzeichniHigen, die von einem im Gefolge Kaiser Karl's V. 
befindlichen Künstler in fürstl. Palästen während der Reise 
nach Spanien u. des dort. Aufenthalts angefertigt worden 
sind, vorzüglich aus (250 Thir.). Die beigelügten beiden Fac- 
similes sind ans diesem MS. entlehnt. 

[113.J * Description bibliographique des livres choisis, en 
tous genres, composanl la librairie J.Techener, Tom,I, Paris, 
8. 34*/* B. 6693 Nrr. mit systemat. Uebersicht. Pr. 5 Fr. 

Hierzu wird noch ein Verzeichniss werthvoller, mit Mi- 
niaturen gezierter, zum Theile noch unedirter Originalhand- 
scbrilten, Aulographen, elc, als zweite Abtheilung kommen. 
. [114«} Catalog nalurwistenschaftlicher Werke von T. 0. 
Weigel in Leipzig, IV. Ornithologie, 8. S, \{ff — 14. Nr. 
1683— J787. (Vgl. Anz, J. 1854. Nr. 206.) 

Ein namentlich an grösseren Kupferwerken reidihaltiges 
Verzei^bniss^ 



62 BiUt<Mai«kAnlebreu -^ AiUblbakttrfittlide. 

Bi1ill9<iiekMlclire« 

[115.] *Lei Bihlioihiques. (Es^raiU 4u Manuel dedutriU.) 
Saiini'Germain'tn''la:i>e^ impr. 4$ Aea«. 13. 1 Jf* 

[116.] Letts 8l Co. in London haben ein Schrinoben 
veröffentliofat, worin Vorschriften zur Anfertigung vm 9iblio- 
thekskatalogen u. üb. Anlegung von guten u. nuUHcheii Pri- 
vätböchersammlungen gegeben sind. S. ^ Athen. 30. Dcbr.l85|« 
Nr. 1418. p.1592. — 5w — 

Biblt^thekenlciittde. 

[117.] Eine kurze Mittheilung Dr. E. Trumpp^s über eine 
schöne Sammlung von Sanskrit - Handschrifleit ku Ptoia in 
Ostindien, wovon derselbe einen Katalog zu fertigen ange- 
fangen hat, s. in d.Ztschrifl d. Deutsch. morgenHnd.Geselfsch. 
Bd. IX. Hft.lu.2. p.266. ' 

[118.] Verzekhniss von Büchern vorzügtieh aus derF^eikr. 
V, üieusebach^ichen Bibliolhek. Erste Abikeilung, %Delche am 6. 
März durch Th, Müller öffentlich ver steigert toerd^en soll. Ber- 
Un, gedr, bei Sehade. 8. IV, 198 S^. 3855 j^rr. 

£in im Fache der Deutschen Nationallitterator gewiss 
ausgezeichneter Katalog, der zum grossen TheiFe Doubletten 
der Königl. Bibliothek in BcriiB enlbält» Niemand, der sich 
fdr unsere Nationairuteratur in irgendwelcher Hinsicht in- 
teressirt, darf versäumen, von diesem Kataloge Kenntnis» zu 
nehmen. 

[119.] *De Codice saeeuli XV. Evlangensi inedito em prpm- 
tuarium juris maxmam partem a sofonkis romamit^e fontibus 
repetiium inest Commsntatio, Scripsit Dr. Henr. Godofr. Phil. 
Gengier, Prof. Erlangae, Blaeting. 1854. Xi». 8, 44 S. Pr. 
6 Ngr, 

[I20«] Verzeichniss der Bücher wnd Kupferwerhi dtes 
StädeV sehen Kuml-Insliluls zu Frankfurt a. M, frojJi/tiK «. M, 
Druck von Adelmann. 1852. 8. HS S. excl. Tit. u. Inkalis- 
verzeichn. 

Das von dem kunstsinnigen Banquier l. F. 3tädel. ge- 
stiftete Kunstinstitut besitzt eine im Fache der Kunstlitteratur 
wirklich ausgezeichnete Bibliolhek, die sich in eitae grössere 
oder die eigenth'che Instituts- und eiae kleinere oder die 
Schuler-Bibliothek theilt. Leider sind die Schatze dfeser Bi- 
bliothek seither wenig bekannt gewesen, n. es ist daher nur 
mit grossem Dank die Herausgabe des vorl. gut u. praktijsch 
gearbeiteten Kataloges,* welcher dem grösseren Publikum eine 
Einsicht in den Reichthum der Sammhtng gewährt, anzu- 
erkennen. «. 

[121.] Zeitschrift der Dfwtsehen mi}p§snJändiiehen GenU- 
sehaft. Bd. IX. Bft*\ ^9. Enih. p.99^r-^^i Beruht das Sekre- 
tariats und der Biblioihek von Dr. Arnold, sowie ihSfift^-^MT; 



Vtrxeichnisi, der ^is zum IS. /annar 1S5Ö /tir die Bibliothek 
der Z>. M. Gesellschaft (in Halle) eingegangenen Schriften u. i. to. 
(VgLAnz.J-1854.Nr.861.) 

Enlh. 30 FortsetzungeD, Nr. 1430—1502 anderq Werke, 
Nr. 208— 11 Handschriften, Mönaeii, eta 

[122«1 Das iirolitche Rade{zky-DenkmaL Innsbruck, DrueH 
von Wülmg. 1854, 8. 47 & 

Feierklängt bei Enthüllung des Radelzky- Denkmales am 19. 
Mars 1852 in Innsbruck, Innsbruck, Druck von WitUng, 1SÖ2. 
8. , 45 S\ nebsi l lithpgr. Taf. 

Dieses Denkmal besteht hauptsächlich aus der zu Ehren 
Radetzky's u* auf ihn bezüglichen Autographensammlung, 
welche in einem Zimmer des Nationalmuseums zu Innsbruck 
in Form eines Denkmales, geziert durch die grosse aus Ty- 
roler Marmor gearbeitete Radetzkybäste von Halbig, aufge- 
stellt ist. 

[123] Der zu fc^inigsberg am 7. Novbr. 1854 vers(. 
Kanzler Dr. ▼. Wengern bat eine Abtheilung seiner Bibliothek 
der.dasigen katiiolischen Propste! vermacht. S. lHustr. Ztg. 
f. d, kathol. DeuUchland Bd.I. Nr. 6, p. 63. 

[124.] Anzeiger für Kunde der Deutschen VorzeiL Neue 
Folge. Jahrg. IIL Organ des Germanischen MuseumL Veraißl- 
worüick/ß Redaciion : Dt. Freih. v, u. z, Aufses^. Dr. A, v, Ege. Dr, 
G, K, Frommann. Druck von Campß hf Sohri in Nürnberg. 4. 
Monallich l Nr. ä 1—3 B. Pr. n. 1 Thlr. 10 Ngr. (Vgl. Anz. 
J. 1854. Nr. 220.) 

[12S|.l Die nach Bundesbeschluss dem German, Museum 
öherlassene Bibliothek der vormal. Deutschen Nationalver- 
Sammlung (s. oben Nr. 22) besteht aus 2600 Werken in 6000 
Tillen u. 4500 Bden, wovon allein die Gesetzsammlungen u. 
Uad$iänd. Verhandlungen über 1000 Bde betragen. Das Fach 
der Geschichte umfasst 300 Bde.; die Statistik 50; Geogra- 
phie, Völkerkunde, Reisen etc. 180; Jurisprudenz 200, Poli- 
tik lOQ. Ausserdem kommen 115 Bde auf Technologie, 175 
auf Landwirtbscfaaft u. die verwandt. Zweige, 180 aui Natur- 
wissei^sphaften, 200 aufUedicin etc., 240 aufgriech, u. rOm. 
Klassiker, 180 auf griech. u.röm. Alterlhömer,, Mythologie etc, 
112 auf Wörterbücher u. Grammatik der alt. u. neueren 
Sprachen^ über 230 auf deutsch, belletrist. Werke, 120 auf 
fremde dergl. in Original u. Ueber&etzung, 140 auf Baukunst, 
Malerei u. Musik, 260^ auf Theologie. Mathemat. u. pbilosoph. 
Bücher sind nur wenige vorhanden. S. Anzeig. f. Kunde d. 
Deutsch. Vorzeit. N. F. 1854. Nr. 12, p. 309, Wissenachafil. 
Beil. S5.l,eipz. Ztg. 1854. Nr, 77. p.316. Augsb. all«;. Ztg. J855. 
Nr. 23. p. 355, (Vgl. pben Nr. 470 

11^.] (jeher ßine alle Handschrift deß Sachsensj/ieg^s (im 
German^ch^ Ifusfl^m lu/k NürnbergJ] von G.Homeyer in Ber- 



64 . iMbliothekenkundii. 

lin. S. Anz. /. Kunde d. Deuseh. Torzeil N. F. 1854. iVr. 1). 
p. 306-7-8. 

[127.] * Ausführliche MiUheüung über die kürzlich in 
Zwickau aufgefundenen Handschriften von Bans Sachs; von Dr. 
Fr, Goltfr. Wilh. Bertel, Reclor u. Bibliothekar, Programm des 
Gymnasiums in Zwickau. 1854. 4. 36 S. 

Vgl. hierüber LIt. Centralbl. 1854. Nr. 50. p. 803 u. Wis- 
senschaft!. Beil. z. Leipz. Ztg. 1855. Nr. 5. p.20. — Die Hand- 
schrilten befinden sich im Zwickauer Katbarchive u. enthalten 
unter Anderen das im Anz. J. 1854. Nr.876 mitgetheilte Ver- 
zeichniss der Bibliothek von Hans Sachs. 

[128.] * Catalogue des ouvrages de la Bibliothique des bons 
llvres d* Arcis]- sur - Aube. {V Oeuvre des bonnes lectureSy fond^e 
par la Conference de Saint - Vincent - de Paul d* Arcis-sur-Aube.) 
Bar-sur-Aube, impr. de Froment. 1854. 18. */s B. Pr. 16 c. 

[129.] "^Banquet de la Ville de Bagnires-de-Bigorre. (Ex- 
traft de VEre imperiale, Journal des Hautes^Pyrinees.) Paris, 
impr. de Maulde. 1854. 8. 72 ^' 

Die Feier hat zu Ehren Jubinal*^, des Stifters d. Biblio- 
thek u. d. Museums von Bagneres-de-Bigorre, stattgefunden. 

[130.] * Catalogue des manuscrits composant la Bibliothique 
de la ville de Boulogne - sur - mer. 1844. 8. 214 S. 

Obwohl der vorl. Katalog bereits 1838 verfasst, u. 1844 
von Neuem überarbeitet u. gedruckt worden ist, so hat ihn 
doch der Verf. seither der Oeffentlichkeit noch nicht über- 
geben wollen; alles, was man darüber kennt, weiss man aus 
einer Mittheilung der zu Valenciennes erscheinenden Archives 
du nord de la France. Der Katalog enthält 201 MSS. , die 
aus verschiedenen Abteien u. Klöstern stammen. Eins der 
interessantesten 11. werthvollsten ist eine 1239 gefertigte a. 
mit 35 Miniaturen verzierte Abschrift des Romans von Aimery 
de Narbonne, de Rainoart 6t de Guillaume d*Orange in Ver- 
sen. Unter den lateinischen Handschriften sind ein Leben 
des Hffil. Bertin XI. Jbrhdt., die Werke des Isidor Mercator 
Xn. Jhrhdt. u. ein paar Bände der Geschichte des Hennegaus 
(Haynaut) von Jacq. de Guise mit 66 schönen Miniaturen 
bemerkensw~erth. — 4. — 

[131.] ^ Bibliotheque publique gratuite de la Sodite de 
Saint-Virictnt'de Paul {Ville- Neuve). Nancy ^ Vagner prSsidenl 
de C Oeuvre des BibliothSques ä Nancy. 1854. 12. 2^/, B; 

[132.] ^ Cercle agricole. Bibliotheque. Catalogue des livres. 
Paris^ impr. de Claye. 8. 7 B. 

[133.] ^ Liste g4nirale des joumaux et ouvrages perioäiques 
qui se trouf^nt A la Biblioth^que de VEcole impMale des ponts 
et chaussies. Paris^ impr. lith. d*Appert. foL 3 Ä. 

Enth. sowohl franz., als ausländ; periodische Schriften. 

[134.] Eine Mittbeilung von Frlis aber die mebr als 



BibliothekQQk!Up4e. «^^ Pritatbibliotheken. ; 65 

40,000 Bde fiaturwissenscbaftiicher Werke u. etwa 10,000 
dergi. Broschüren »larke Bibliothek des Pariser naturhistor. 
Museums, (]ie, nebst einer grossen Anzahl von werthvoUen 
MSS. u. Abbildungen auf Perg., seil 1840 in der Nähe des 
mineraiog. Cabinets ihren Platz hat, s. in d. Bibiiogr. de la 
France, Feuill. Nr. 4. p..43— 44. 

[135.] Dnlloffmann in Hamburg hat die Absicht, ein in 
der dort. Stadtbibliotbek befindliches handschrifll. lalein. Werk- 
chen über die Einrichtung u. die Kataloge der Bibliothek des 
äymiiasmfld Patdyioum vom J. 1631 herauszugeben. Dieses 
Werkchen ist von dem zu Padua verst. Dänen iob« Rhode, 
Arzt M. Polyhistor., verfasst. — 5. — 

[136*J Rapport g^ndral sur la iitualion de la Bibliolhique 
royale pr4senlS ä M. le MiniHre de NnlMeur, le 14 Octobre 
1854, Par JU. Älvin, Conservaleur en che f. Bruxelles, de DeU 
tombe. 1854. 8. 25 S. exel. Tit. (S. oben Nr. 46.) 

Vgl. hierüber ^Tlndepend. beige 4. Janv. 185,5, 

[137.] * Calalogue des livres de la Biblioiheque pubHque 
de Tournai ; par Am. Wilbaux, bibliothScaire. Tom. I. Fase. 2. 
Taumai. 1854. 8. 5.139—328. (Vgl Anz. J. 1664. Nr. 371.) 

[138.] Das Asiatische Maseum in St. Petersburg beab- 
sidiiigt, einen in lat. Sprache abgefa^sten Katalog seiner 
sämmtlicben Handschriften herauszugeben, der in 2 bis 3 
Jahnen fertig sein soll. Dorn wird die Verzeichnung u. Be- 
schreibung der pers.. u. türk. MSS. ühernebmeB, Dr. J. Chwol-» 
söhn die der arab. (gegen 700 kostbare Werk^) , deren Ka- 
talog wahrscbeinlidi. zunächst als I. Band erscbeinen wird, 
andere Fachgelehrte die der übrigen Handschriften* S. Ztschrift 
d. Deutsch, morgenländ. Gesellsch. Bd. IX. Hft.l u.2. p.271. 

[139.] * NeujalwsbUai herausgegeben von der StadibiblUdhek 
in Zürich auf das J. 1856. 4. 22 & mit l Kpf. (Vgl. Anz. 
J. 1854. Nr. 238.) 

Betr. den grossen BfirgermeiBter der Stadt Zürich Job. 
Heinr. Waser. 

PrivatMbUottaekeii. 

[140*} Verxeichniss einer werthwoüen Sammlung von Bü- 
chern, Praeht'i Kunst" und Kupferwerhen, Musikalien eic, welche 
den 19. Februar in Frankfurt ßm Main öffentlich versteigert 
werden sollen. Eingesandt von ß, F. Ketteimbeil. 8. 496 S. 
excl. Tit. 10029 iVrr. 

Ein in allen Fächern der Wissenschaft vorzüglich reich- 
haltiger Katalog, welcher p. 1 — 53 die vom yerst. jDr, Job. 
Bapt. Steingass, vormal. Professor der Geschichte am Frank- 
furt. Gymnasium, Unterlassene Bibliothek (Nr. 1 — 1300) u. 
p. 53 — 105 eine ansehnliche Anzahl wichtiger Schriften aus 
dem Nachlasse des bekannten Paläograpben Dr. Ulr. Friedr, 



^66 IVWatWblidtireken. ^ 

' Kopp (Nr. 1301—2465) enthält. Wie die Prankfarler Kata- 
löge überhaupt unter den Auctionsverzeieboissen eine Art 
ktass. Ruf geniessen, so verdient auch d^r vorl. Katalog die- 
sen* Ruf in vollem Maasse. 

[141.] Verzeickniii der grösfientheils $ehr gvU erhigHenen 

Bii^cher aus dem Nachlaste des seL Superintendenten Dr. iheoL 

' Wilhelm Bey, welche nebst einigen anderen Büchersanimlungen 

den 12. Februar öffentlich verkauft werden sollen. Gotha bei 

E. F.Thienemann. 8. 74 S. excl. TU. 3970 JVrr. 

'. Ein namenti. im philolug. Fache beacbtenswefrllier Katalog. 
[f49J Catalogue d*une Collection de beauji^ liwret Pro- 
venant en parlie des Bibliotheques de feu MM. de Saistchot, 
Comptes d*Erps^ Suipice Boisser^e, Ä, A, Ren^uardi Eug. Bur- 
nouf, etc. en vente chex Edwin Tross. Paris. M. 8. 73 S. 461 Nrr. 
Enth. eine Auswahl von Seltenheiten n. sonstigen Merk- 
würdigkeiten aus den Bibliotheken der auf dem Titel er- 
wähnten bekannten Bibliophilen. Nach den in den' meisten 
jäntiquar« u. Auctionskatalogen gew^nlich vorkommenden 
' Büchern- sucht- man in dem vorl. vergeblich. . 

[143.] Verteiehmss der vom weil, Professor Dr. Krauel in 
'Ritstot^ hinierlassenen Bibliothek, nebsi einer reichen Sammlung 
' ^^ofziis^ieher chirurgischer und gebufUhiUflicher.hutrumetiMj. welche 
'4m 12: Februar öffentiieh versteigeri.w'erden sollen. 'RpsAock in d. 
Slillef^thenBofiuchhandlmg. 8. 58 S. Oeber 1600 Nrr. 
' GrOssteotheilsroediciti.- Chirurg, lobatts. 
^ii4L4ii»]€atafo§ue d^une Collettion curiouse. de Liitreo auto- 
\^fraphes ^provemani duC(Ain^ de-M.J. L^^*^ de Nancy, L'un 
^iiss ir^daeteur^'de la Biographie umverseUe^ «Ic, donl.la vente 
auifaU^u lo 25 Janvier par le mtinistk'ß de Mo Ducroeq* Baris, 
chex Laverdet. 8. 171 S. eitck Tit. C. 1000 Ntr. 

'Zum grökslen Theila sind es fraoi. Notabilitäten der äl- 
teren u. neueren Zeit, von denen sich Aittagcaphei im vorl. 
' Kataloge vorfinden. Derselbe ist.mitianerfcenn&nswerther be- 
sonderer Sorgfalt u. Sachkenntniss gearbeitet 

[145*] Catalogue tune belle Collection de lettres aulo- 
grapheSy apparlenant au Conseiller sanitair Dr. Maurice Strahl 
ä'ßerlinj doni la tenie pübUgue aura Heu lo 2l9.^«Ytvier 1855 
d Cologne ehez J: M. HeV^erle (iJ. Lompertt). * Äueh mit deutsch. 
Tüel. 1854. S. IV, 645. 1009 Nrr. - 

' Enth. Seltenheiten ^ersten Ranges, z. B. Avtographen Lu- 
ther's, Melanchthon's, Bugenha^en's, Beza*», €r6iius^ Uime's, 
Rötodseatf 8, Friedrich des Grossen (4 eigenhlindv Briefe), 
Sehiiler's, von Helden de? ä^Ojäbrigen Krieges^ etc. 



31. Mira« ' Drines Heft« 1855. 

Nr. 146 u. folgende enthaltend. 

[146.] Frtedrteli Angnst, 

König von Sachsen.*) 

Der tiefbeklagte Hintritt des höcfastseligen Königs Frie- 
drich August von Sachsen ist im Bereiche der Litteratur zu 
einer Art £reigniss geworden, nicht blos dadurch, dass maa 
davon Veranlassung genommen, die Litteratur um eine nicht 
ganz unerhebliche Anzahl neuer Erscheinungen zu bereichern, 
sondern dass dieser Tod auch zur Zersetzung der vom Kö- 
nige angesammeilen reichen Litteratur- und Kunstschätze 
Anlass gegeben hat. Bei der grossen Theilnahme, die dem 
trefflichen Könige wie im Leben, so auch nach seinem un- 
glücklichen Hintritte in allen Kreisen gewidmet worden ist, 
darf, ich wohl hoffen, dass auch die Leser des Anzeigers mit 
einigen litterarisch -bibliographischen Mittheilungen über den 
Verstorbenen, die theils eben aus einem Verzeichnisse der 
auf Anlass seines Todes veröffentlichten iitterariscb-artistischen 
Erzeugnisse, theils aus einigen Nachrichten über die vom 
Könige hinterlassenc Bibliothek bestehen sollen, sich gern 
unterhalten lassen werden. Diese Mittheilungen können an 
diejenigen, welche ich bereits früher im Anzeiger J. 1852. 
Nr. 175 und 562 , sowie J. 1854. Nr. 835 über die eigenen 
litterarischen Arbeiten Friedrich August's und die auf seine 
zum Theile naturhistorischen Zwecken gewidmeten Reisen be- 
züglichen Schriften gegeben habe, sich anschliessen. 

Was zunächst die auf Anlass des Todes des Königs ver- 
öffentlichten Erzeugnisse der Litteratur und Kunst betrifft, 
so habe ich das hier folgende Verzeichniss derselben (wovon 
übrigens die meisten der fast zahllosen Journalartikel aus- 
geschlossen geblieben sind) in vier Abschnitte getheilt, von 
denen der erste die historischen Schriften, der zweite Reden 
und Predigten, der dritte poetische und musikalische Schrif- 
ten und der vierte die Abbildungen enthält. In einem An- 
hange sind unter ganz gleichen Rubriken diejenigen Erschein- 
ungen, die meist bei Gelegenheit der Thronbesteigung des 
Königs Johann, des Bruders und Nachfolgers Friedrich August's, 
aus der Presse hervorgegangen, und welche zum Theile auch 
auf den verstorbenen Vorgänger des Regenten Bezug haben, 
zusammengestellt worden. 



*) Vgl. 0DteiiNr.2a3. 
PitMhQlitiÄMUgir, M4r»\m, 



68 Friedrich August, König Ton Sachsen. 

Den König Frinilrich Augf st betreffend. 

Historische Schriften.*) 
Letzte Alpenreise Sr. Majestät unseres Höchstseii^nKOnigs Friedrich Aogostll. 
(Nebst Empfindungen beim Requiem Sr. Majestät des Königs Friedricli 
Aognst 11. am 19. Augnst 1854, von Dietrich.) Dresden, Blochmana jon. 
kl. 4. V« B. Pr. n. l Ngr. 
Aas der Freimathieeo Sacbsen-ZcKoog 18S4. Nr. :^9 n. 191 besonders 
abgedruckt. 

Friedrich Augnst (1. König fon Sachsen. Geh. am 18. Mai 1797. Gest. am 
9. Augnst 1854. Besonderer Abdruck ans der lilnstrirten Zeitung. Leip- 
xig, Weber. foL 1 B. mit eingedrickteo Bolzscbnitten. Pr.n. 2Vi^gr* — 
n« Auflag« mit der ersten abereinstimmend. 

Die im vorl. Abdrucke irereinigten AuTsätze finden sich in der Illustr. 
Zeitnng 1854. Bd. XXIII. Nr.581. p. 113— 14: Friedrich August IL, König 
ton Sachsen, mit eingedruclrtem Portrait — Das. Nr. 582. p. 131— S4: Dia 
leiste Beise des Königs Friedrich Angast II. von Sachsen , mit 4 einge- 
druckten Holzschnitten — Das. Nr. 582. p. 136—38: Die feierliche Ein- 
holung und Beisetzung der Leiche des Königs Friedrich Augn&t U. fon 
Sachsen, mit 2 eingedruckten Holzschnitten. 

Friedrich Augnst H. König fon Sachsen. Sein Leben, sein Wirken nnd 
fein Tod in gisrecfater Würdigung der erhabenen Togenden und Verdienste 
des hoben Heimgegangenen dem sächsischen Volke nach den besten 
Quellen dargestellt. Mit sauber lithographirten Abbildungen nnd Tor- 
träts. Lief. 1—4. Neusalza, Borndrück. 1854. 4. 5B S. mit 4 Taf. Pr. 
ä n. 3 Ngr. (Soll aus 6—8 Lief, ä 2 B. Text u. 1 Taf. bestehen.) 
Ein kanm sehr empfehlenswerthes Prodnct in höchst anspruchslosem 
Gewände. 

Friedrich August f am O.August 1854, Vormittags lOVa Uhr. Dresden, 
Blochmann. 4. 3B1. Pr.n. 1 Vi Ngr. 
Ans der Freimölhigen Sachsen -Zeitung 1854. Nr. 183 — 87 besonders 
•bgedrockt. 

König Friedrich August als Kunstfreund nnd Kunstsammler dargestaUt von 
J. G. A.Frenzel. Dresden, Arnold. 1854. 8. 16 S. Pr. n. 5 Ngr. 
Enth. eigene BemerKungen u. Reminiscenzen, eine nicht uninteres- 
sante Lectöre. 

Die Kupferstich > Sammlung Friedrich Antust H. König Ton Sachsen, be- 
schrieben nnd mit einem historischen Überblick der Knpferslecherkunst 
begleitet' von J. G. A. Frenzel. Nebst einer chromolithographischen Ab- 
bfldnng. Leipzig, R. Weigel. 1854. 8, XVI, 150 S. Pr. n. 2 Thlr.20Ngr. 
Ein in jeder Beziehung Tortretfliches Buch. 
Friedrich August, König von Sachsen, als Frennd der Natorwissenschaften. 
(Mit Anhang: Illustrationen zu Dante's Göttlicher Komödie nnd das 
Dresdner Dantealbum.) Mflgelbeilt von F. L llofimann. S. Hamburger 
Literarische n. Kritische Blätter 1854. Nr. 66. p. 513— 15. 
Ans J. Petzholdt's Anzeiger f. Bibliographie u. ßibliothekwissenseliaft 
Jahrg. 1852. Nr. 175 u. Jahrg. 1853. Nr. 3 abgedruckt. 
Leben, Wirken und Tod Sr. Majestät des Höchstseligen Königs Friedrich 
August IL Leipzig, Lileratnr-Bureau. 1854. 8. 46 S. Pr. n. 5 Ngr. 
Ein sehr schwaches Prodnct. 
Friedrich Augusts IL, des Geliebten, Königs von Sachsen, wichtigste Le- 
hensmomenle nnd sein plötzlicher Tod. Ein Erinnerungszeichen fdr 
das sächsische Volk vom Verfasser von „des Königs Maienblütbe,'' Franz 
Lubojatzky. Löbau, Walde. (18540 S- 35 S. mit Portrait n. 2 Abbild. 
Pr. n. 5 Ngr. 

*) Die HaupUchrift von Häpa (Dresden, bei Adler ft Dietze) ist noch 
nicht erschienen. 



Friedrich Angii»!, König von Sacfasen. 69 

AU Anhang sind p. 95 zwei Gedichte „Zürn Gedächtnisse des 9. Augos^ 
1844 und 1845'' von Ernst Preilschmidt beigegeben. — Ein gleicbralla 
sehr schwaches Prodnct in dOrftiger Ansstatinng. 

Letzte Reise Sr. M«j. des Königs von Sachsen Friedrieb Aagusi von Zirl 
nach der Alpe Lisens und von da über Köhetbei nach Silz am 7. und 8. 
August 1854. Beschrieben von Alois Mloriggl. Ferner: Reise pach Imst 
am 9. Angost und der erfolgte Unglacksfall bei BrennbähL Nach zn- 
verUssigen Quellen, und Schilderungen eines Augenzeugen zusammen- 
gestellt. Innsbruck, Wagner. 1854. 16. 16 S. Pr. n. 2Vi Ngr. 
Alpenbtnmen ans Tirol auf das Grab des Röchslseligen Königs von Sach- 
sen Friedrich August des Zweiten. Ein Nachtrag zu der Beschreibung 
von Höcbstdessen letzter Tiroler Reise. Von A. Moriggl. Dresden, 
Schönfeld. 1854. 8. 82 S. Pr. n. 4 Ngr. 
Der Bericht über die Reise des verewigten Königs Friedrich Augast 
von Sachsen von Zirl nach der Alp Lisens und von da nach Silz am 7. 
und 8. Aognst 1854 von Aloys Moriggl ist ans dem Boten för Tyrol u. 
Vorarlberg vom 12. August 1854 im Dresdner Journal 1854. Nr. 190 vom 
18. AHgnst p.^816 o. Nr. 191 vom 19. August p. 821^22 abgedruckt. 
Friedrich August der Vertrauensvolle, König von Sachsen. Eine biogra-' 
phische Skizze von Karl Fr. Aug. Nobbe. Nebst einem poetischen An- 
hange. Leipzig, Brandstetter. 1854. & X, 86 S. Pr. 15 Ngr. 
Der Anhang hat den Titel: Poetische Nachklänge oder Erlebnisse und 
Cbarakterzüge ans dem Leben Friedrich Augusts des Vertrauensvollen fn 
Liedern aus dem Lateinischen des Professor Nobbe nachgebildet von W. 
Nanmann n. A. v. Jahn, nebst Bemerkungen des Verfassers. — Enthilt 
meist nur das Gewöhnliche. 

Die letzten Augenblicke Sr. Majestät des Königs Friedrich August vo« 
Sachsen. Nebst kurzem Rfickblicke auf Höcbstdessen Regierung. Nach 
den ausführlichsten Berichten dargestellt von G. Adolph Reichel. Dresden, 
Verfasser. 1854. 8. 16 S. Pr. n. 2Vs Ngr. 
Sehr nnbedeutend. 
Friedrich Angnsl 11. König von Sachsen. Biographische Skizze. Als be- 
scheidene Gedenktafel allen gebildeten Sachsen dargebracht von Wilhelm 
Schftfer. Leipzig u. Dresden, Fischer. 1854. 8. 32 S. Pr. n. S Ngr, 
Eine sehr nüchterne Erzählung. 
Friedrich August II. König von Sachsen« Ein Denkmal för alle seine Ver- 
ehrer. Herausgegeben von Julins Scbladebacb. Dresden^ Scbaefer. 1854. 
8. 335 S. excl. Titel. Mit dem Portrait des Königs, einer Abbild. dei~ 
Königl. Weinberges a. einer Titelvignette. Snbscr.Pr. n.lThlr. 15 Ngr. 
Enth. in fünf Abschnitten: I. Fr. A.*s Kindheit u. Jugend; II. Fr.A.V 
erste Mannesjahre; III. Fr. A. als Mitregent; IV. Fr.A. als König; V. Fr. 
A.^s letzte Tage u. Heimgang. ~ Obwohl diese Schrift, die ausführlichste, 
die seither über Friedrich August erschienen, von seichtem Geschwätzt 
nicht frei ist, auch Mangel an Gründlichkeit verrälh, so bleibt sie doch 
immer eine der beachtenswertheren Erscheinungen. 
Friedrich August, König von Sachsen gestorben am 9. Augost 1854 Sein 
Leben, Sein Wirken und Seine letzten Tage von Einem, der ihn liebte. 
Ein Gedenkbuch für jeden Sachsen. Leipzig, Rossb^rg. 1854« gr. 16. 
31 S. Pr. n. 4 Ngr. 
Der Verfasser ist P. H. Sillig in Leipzig. — Wennschon sehr gut ge- 
meint, doch kaum von grosser Bedeutung. 

Reden und Predigten. 

Sachsens Klage und Trost. Sammlung von Gedächlnisspredigten, auf wei- 
land Se. Majestät Friedrich August IL König von Sachsen etc. etc. etc. 
am 8, September 1854 gehalten. Mit Genehmigung des Königl. Roheo 
NiDisterii des Caltos u. öffeotL UoterrichU herausgegeben von FrtB> 

8» 



70 Friedlich August, König v^jn Sachieii« 

Ollo Sttchart. Freiberg, Wolf in Cpnmi. 1856« 8. VIII, 33S S. Pr. o. 
20 Ngr. 

Der König stirbt nicbl! Predigt bei der Gedächtnissfeier Sr. Majestät des 
in GoU ruhenden Königs von Sachsen Friedrich August, am 2. Septem- 
ber 1854 gehalten von Moritz August Behr, Pastor io Trebsen. Grimma, 
Werl. (1854 ) 8. 16 S. Pr. d. 3 Ngr. 

Ein frommer Fürst ein gesegneter Fürst. Predigt bei der Gedäcbtniss- 
feier filr Se. Majestät König Friedrich August von Sachsen am 2. Sep- 
tember 1854 gehalten von Karl Ferdinand Bräunig. Zwickau, Thost. 
(1854.) 8. 15 S. Pr. n. 2V» Ngr. 

Trauer- und Gedachtnisspredigt über Sprüche Salomonis Cap. 20» T. 28: 
„Fromm und wahrhaftig sein behüten den König und sein Thron be- 
stehet durch FKömmigkeit.'* Zu Ehren unsers uns plötzlich entrissenen, 

. geliebten Landesherrn weiland Se. Majestät, des AUerdurchlaocbtigsten, 
Grossmächtigsten Fürsten und Herrn flerrn Friedrich August, König 
von Sachsen, gehalten Sonnabends den 2. September 1854 in der St. 
Georgenkirche zu Rötha von Ed. Closter. Znm Besten der Evangelischen 
Lutherischen Mission. Leipzig, Dörffling a. Franke. (1854.) 8. 18 S. 
Pr. 3V« Ngr. 

Predigt am 2. September 1854 zur Gedächtnissfcier Sr. Majestät Friedrich 
August über Spr. Sal.20, 28. in der Anslaltskirche gehalten von Ficker. 
Zwickau, {^ichter in Comm. (1854.) 8. 12 S. Pr, n. 3 Ngr. 

Gedachtnissreden für Seine Majestät den im Herrn entschlafenen Aller- 
durchlauchtigsten Herrn Friedrich August IL, König von Sachsen, ge- 
balten von Ludwig Forwerk. Dresden, Blocbmann & Sohn. (1854.) 8. 
19 S. Pr. n. 4 Ngr. 
Enthält: Rede bei der feierlichen Beisetzung der Leiche in der königl. 

Gruft zu Dresden 16. Angust 1854, sowie Rede bei den feierlichen Exe- 

quien in der katholischen Hofkirche zu Dresden 19. August 1854. 

Predigt auf Se. Majestät den König und Herrn Herrn Friedrich August II. 
König vop Sachsen ftc. ftc. &c. gebalten am Tage der allgemeinen va- 
terländischen Gedächtnissfeier den 2. September 1854 im evangelischen 
Betsaale zu Franzensbrunn von Christian Gottlob Leberecht Grossmann 
Leipzig, Teubner. (1854.) 8. 15 S. Pr. n. 3 Ngr. 

Gedächtnisspredigt auf Se. Majestät den König und Herrn, Herrn Friedrich 
August IL König von Sachsen etc. etc. gehallen bei di'ra allgemeinen 
Trauergottesdienste den 2. September 1854 in der Haiiptkircbe zu Gros- 
senhain von Carl Wilhelm Hering. Grossenhain, Bornemann fl854 1 
8. 16 S. Pr. n. 2 Ngr. * ^ ^ 

Was giebl uns christliche Fassung bei erschöiiernden Schickungen im Le- 
ben? Predigt am 13. August 1854, als am Sonntage nach dem Tode 
des Hochseligen Königs Friedrich Angust H. gehalten beim Vormiltags- 
gottesdiensle in der evangelischen Hofkirche zu Dresden von Jobann 
Ernst Rudolph Kluffer. Dresden, Adler ft Dietze. (1854 ) 8 14 S 
Pr. n, 2Va Ngr. v •/ . 

Predigt zur Gedächtnissfeier Sr. Königlichen Majestät /des Höchstseligen 
Königs Friedrich August des Zweiten am 2. September 1854 bei dem 
evangelischen Hofgottesdienste zu Dresden gehalten von Johann Ernst 
Rudolph Käuffer. Dresden, Adler 8: Dietze. 8. 15 S. Pr. n. 2Vj Ngr. 

Laudatio Fridericl Augusti H. Regis Saxoniae habita in aula academica 
Lipsiensi d. XVIL mens. Oclobr. MÜCCCLIV. a Reinholdo Klotz. Lip- 
siae, formis descripsit Edelmannus. gr. 8. 24 S. 

Tranerfeier der Sachsen auf Helgoland, zum Gedächtniss Sr. Majestät des 
verewigten Königs Friedrich Angust von Sachsen, veranstaltet am 15 
Angust 1854. Frankenberg, Rossberg. 8. 14 S. Pr. n. 3Vi Ngr. 
Herausgeber o. Verfasser dar darin beliodljcliea Gedäcbtnissred« ist 

Kömer, 



Friedrich Augast, König von Sachsen. 71 

Predigt znr Gedächtoissfeier Sr. Köoigl. Mfljestftt des Höcbstsetigen Köoigf 
Friedrich August des Zweiten am 2. September 1854 in der Synagoge 
zu Dresden gebalten von W. Undan. Leipzig, Fritzsche. fl854.) 8 
14 S. Pr. n. 2Vj Ngr. \ ß - 

Katechese ober das Ableben Sr. Majestät ^ies Allerdurchlaucbtigsten Königs 
Friedrich August II. von Sachsen. Oder: Wie betrauern wir nnsern 
tbeucrn hingeschiedenen Kdnig recht? Gehalten mit Zugrundelegung 
der Textesworte 2.Cbron. 35, 24. 25. am X. Sonntage nach Trinil. mit 
Schülern der I. Knabenklasse zu Falkenstein von M. J. G. Metzner, 
Auerbach^ Nössler. 1854. 8. 20 S. Pr. n. 2 Ngr. 

Predigt zum Gedächtniss Seiner Majestät, des bAchstseligen Königs Fried- 
rich Ang»st von Sachsen, über Spr. Salomonis 20, 28 am 2. September 
1854 in den Kirchen zu Merschwitz und Seuslitz gehalten und mit Ge- 
nehmigung des Königlichen Hoben Minisierii des Cnlius und öffentlichen 
Unterrichts in Druck gegeben von Oswald. Grossenhain, Starke, (1854.) 
8. 15 S. 

Erinnerung an die Stunden der Muse Sr. Majestät des höchslseligen Königf 
Friedrich August, bei Auslegung von Reliquien im Namen der Gesell- 
schaft Isis gesprochen von Ludwig Reichenbach. Hamburg ft Leipzig, 
Kanut. 1855. gr. 8. IV, 25 S. exci. Titel. Pr. n. 6 Ngr. 

Ueher Königlichen Sinn. Rede zur Feier des Geburtsfcstes Sr. Majestät 
des Königs Friedrieb August gebalten in der Krenzschule zu Dresden 
von Philipp Wagner. (18. Mai 1853.) Dresden, Janssen in Comm. (1854) 

8. 16 S. Pr, n. 3 Ngr. 

Nachträglich bei Niederlegung des Amts des Verf.'s gedruckt. 

Predigt zur Gedächlnissreter Sr. Majestät des vollendeten Königs und Herrn 
Friedrich August II. von Sachsen, am 2. September 1854 in der Kirche 
zu Oberwinkel gehalten von Carl Gustav Weber. Leipzig, Wagner in 
Comm, (1854.) 8. 13 S. Pr. n. 2 Vi Ngr. 

Gedachtnissrede auf Seine Majestät Friedrich Augnst König von Sachsen 
in der öffentlichen Sitzung der Kön. Sachs. Gesellschaft der Wissen- 
schaften am 27. October 1854 gehalten von E. r. WieteFrsheim. Leip- 
zig, Hirzel. 1854. gr. B.^ 25 S. Pr. n. 10 Ngr. 

Das Gediegenste, was seither über den Verstorbenen erschienen ist. 

Poetische Schriften und Musilsalien. 
Den Manen Friedrich August des Zweiten, des Unvergesslichen, Königs 

von Sachsen, Leipzig, Naumburg. (1854.) fol. 1 Bl. Pr. n. 2Vs Ngr. 
Tranerklänge aus Oesierreich. Auf den Tod Seiner Majestät Friedricli 

August König von Sachsen. Geboren am 18. Mai 1796. Gestorben den 

9, August 1854. Componirt für das Pianoforle von Anton Diabelli in 
Wien. (1854.) fol. Handschrift 14 Bll. 

Eigentbum der Prinzl. Secundogenitnr-Bibliothek in Dresden. 
Der Erinnerung Sr. Majestät des allerdurchlaucbtigsten, grossmächtigsten 

Königs und Herrp, Herrn Friedrich August IL, weiland Königs von 

Sachsen etc. Von E. V. Dietrich. Dresden, Druck von Blochmann jun. 

(1854.) 8, 1 Bl. Pr. n, 1 Ngr. 
Empßndungen beim Requiem Sr. Majestät des Königs* Friedrich August II. 

am 19. August 1854. Von Dietrich. Dresden, Blochmann jun. (1854.) 

hoch 8. 1 Bl. Pr. n. 1 Ngr. 
König Friedrich August von Sachsen auf dem Triglaw in Dalmatien am 5» 

Juni 1838; von Anton Dietrich. Abgedruckt im Dresdner Journal )854. 

Nr. 207. p. 887— 88. 
Ein Reis in Sachsens Rautet>kranz. Gedicht von Heinrich Heinlein. Leip- 
zig, Fritzsche in Comm. 1855. 8. 10 S. Pr. n. 10 Ngr. 
Monuments vitae et mortis Friderici Angusti IV. regis Saxoniae carminibni 

testata fecit Carolas Frid. Aug. Nobbe. Lipsi^e, Hühner. 1854. 8. 47 S. 

Pr. n, 10 Ngr. 



72 Friedricb August, Köuig tod Sacbsen, 

Cine dem Nachfolger des Ver&t., König Johann, gewidmele Sammlaiif 
Von 18 grösslentheils schon früher gedjruckten Gedichten auf verschiedene 
Lebeosereignisse Friedrich August's. 

Abbildungen. 
Erinnerungsblall an den Tod de# Königs Friedrich Aiigusl U. von Sachsen. 
Gez. V. A. Lauterbach, litb. v. W. Arldt o. 0. Kafeld. Druck von F. 
Franke> Dresden. 1 Bl. gr. quer Fol. 
Ein nicht öbles Blall. 
Einstweilige Denksaale zn Brennbühel bei Imsl Sr. Majestät Friedrich An- 
gust König von Sachsen in tiefster Ehrfurcht gewidmet von Salomon 
Brunner, Ingenieur & technischer Director der k. k. priv. inech. Papier- 
fabrik in Imst. Lith. artist. Anstalt von C. A. Czicbna in Innsbruck. 
1 Bl. gr. fol. 
Die tnglückslätte bei Brennbüchel, nach Krricblnng der ersten Erinne- 
rungszeichen. Nach der Natur gezeichnet von II. Lauterbach , lithogra- 
phirt von Carl Heyn, ged. v. J. G. Frilzscbe in Leipzig. In Commis- 
sion hei Louis Rocca in Leipzig. Farbendruck, gr. qncr Fol. Pr. löNgr. 
Ein schönes BlatL 
Friedrich August II. König von Sachsen. Ein Denkmal für alle seine Ver- 
ehrer. Eigerlhum und Verlag von A. M. Müller in Dresden. GedrackX 
von Franke jiin. 1 lith. Bl. gr, fol. Pr. n. 2 Thir, 
Nicht sehr sonderlich. 
Gedächtoiss-Tafef unseres böchstseeligen allgeliebten Landesvaters FViedrich 
August II. Königs von Sachsen. Leipzig, Teuscher. \ lifh. Bl. Toi. 
Sehr mittelmässiges Froduct. 
Erinnernngsblfttler an den Tod des Königs Friedrich Angnst von Sacitsf^n« 
Die Dnf^öfcksetfttte bei Brennbicbl und das Sierbraimmer daselbst. ' F. 
Wernicke ad nat. fecit. Originalhandzeicbncing. 2 IMI. gr. qntt fol. 
Ein paar schöne n. saubere Blätter. — Eigentbnm der Prinz*. Sc- 
cnndogenitor- Bibliothek in Dresden. 

Den König Johann betreffend. 
Historische Schriften. 

Johann König von Sachsen und Sein bisheriges Wirken als Erster des 
Sachsenvolkes. fUstoriscfae Skizze von Franz Labojatzkv. Löbau, Walde 
(18S5.) 8. 8S. Pr. I'/a Ngr. 
Ohne sonderlichen Werth. 
Mann König von Sachsen. Mit einer geschichtlichen Einleitung über 
das Hans Wettin und dem Berichte eines Augenzeugen ober die letzten 
Tage des Königs Friedrich August. Von Ed. v. Mildenstein^ I^eiMiff 
Hinze. 1854. kl. 8. Vffl, 39 S. Pr. n. 3 Ngr. * ^' 

Sehr schwaches Product. 
XoJiaDB, König von Sachsen. Sein Leben und Wirken bis zu seiner Thron* 
besteignng. Eine biographische Skizze herausgegeben von Julius Schlade- 
bach. Leipzig, Sturm. 1854. 8. 29 S. excl. Tit. Pr, 5 Ngr. Vel Pan 
TViNgr. 8 . p. 

Ebenfalls sehr unbedeutend u. nichts weniger als erschöpfend. 

Reden. 
Biede am Geburtstage Sr. Maj. des Königs Johann von Sachsen den 1^ 
December 1854 in der Königl. Landesschule St. Afra gehalten von R. H. 
Graf. Auf mehrseitiges Verlangen in Druck gegeben. Meissen, Kfia- 
kicbt a Sohn an Comm. (1854.) 8. 20 S. Pr. n. 3 Ngr. 

Poetische Schriften. 
B«gi Aagoatissimo ac Potentissimo Patri patriae Optimo Johann Riegi Sa- 
lonia« Clementissimo Prindipum in concto terrarom orbt DMtisiimo, «c 



Friedrich August, König von Sachsen; 73 

üloftrtssimo diem Natalem prid« Id. Deeembris MDCCCUV pie gratnliUDr 
devolissimus cullor Fridoricus Augastus Boerner, Pastor primus apud 
Zwtfncavienses. 4. Originalhandschrift von i. C. Leaschner. 6 BU, 
EigentboDi der Prinzl. Seonndogenitar-Bibliothek in Dresden. 

Zun la. DeceoBher 1654 v dem Geburtstage S«B«r Majeslaet des H^MHß 
Johann wa Sachsen. Von Arthur von Böse; St« Afra, den IZ. Oecem* 
her 1854. Druck von Thomass in Dresden. 1 Bl. gr. fol. 

Sächsisches Königs- und Vaterlandslied. Von Carl DittricH. O. 0. o. J. 
(1^54 ) 8 2 Bll. mH eingedrucktem Portrait des Königs JobatiD. 

HtHdigiing Sr. Majestli König Jobaan. Dar^ebriacbt von Seioein tremf« 
Sachsenvolke. Leipzig^, Andrä. (1854.) 4. 2Bil. 

Der König im Einwobneramie am 2. Januar 1855. Dresden, Drucli von 
Liepsch ft Reichardt. 4. 2 Bll. 
Unterzeichnet: Senilis ille. 

Grass an Se. Majestät den Koeoig Johann vod Sachsen am K6nig-Friedrieli* 
Aagust-Tbnrme auf dem Loebaoer Berge den 30. September 1854. Dicht'' 
ang Von Wilhelm Pretzsch, für Männerchor componirt von Ernst £lssr 
ner. Op. ö, l.oeban, LUh. Anstalt v. G' Elssner. Commrssions- Verlag 
van Dliraroler. 4. 3 BlU mit Titelvignette. 

Zar Huldigung Sr. Majestät dies Königs Jbhanit. Von Julius Sobaai. ^rea^ 
den, Blocbmann. (1854.) 4. 1 Bl. Fr. I Mgr. 

Abbildungen. 
Johann König von Sachsen 1854. flolzscbnitt Aacb Brotkiöann'a L^hti> 
bilde von li. Bürkner. Drnck der liofboebdnickerei you ttei»boM dE 
Söhne, Dresden, kl. fol. Pr. ■. 5 Ngr., gr, fol. n. 10 Ngr. 
Ein gelungenes Bild. 
Johann Koenig von Sachsen. Gcb.d.lS. Decemb. 1801. ' LUh. v.G. Schlick, 
Dr. v. J. G. Fritzsche, Leipzig, kl. fol. liebst eine*! daatt glehfiwige* 
Hefte der Mittleilnngen der allfemeinen Bürgerschule zfi l»efpz9f #n 4üf 
Elternbaiis ihrer Zdglinge. Jahrg. XIU. lierausgageben von C. Vogel. 
Leipzig, Druck von Nies. 185^. 8. 
Ein ebenfalls gelungenes, doch weniger ähnliches Portrait. 
Portratl des Königs Johann vdn SaehÄea. Weger s«. Lp»g, 4. Scabtetlek. 
Pr. n. 3 rigr. 
Beilage zur Allgemeinen Moden -Zeitung 1854. BeiMatt Nr. 50. — 
Schön ausgeführt, aber, nicht ganz ähnlich. 

Kofnme ich je4zt auf die Bibliothek Friedrieb Aiigusi'f 
zu sprechen. Der rege Sinn für Wissenschaft und Kuns^ 
der dem Verstorbenen bekanntlich im hoben Grade eigen 
gewesein ist, lässt mit RecU erwarten« dass der König auf 
Anlegung reicher Sammlungen von LiUeratur- wid Kunst- 
ficfaätzeli sorgsam Bedacht genommen haben werde» Und in 
der That bat sich auch unter seinem Nachlasse eine Samm* 
king von XupfersAichen und Handzeiehnungen Toiigefunden» 
die, wie man sich aus der darüber erschienenen trefflichen 
Schrift ihres seitherigen Cusladen, des Directors Freneel, 
ftberzeugen kann^ unter abKilibheii Prinatsammlungeo kaum 
ibre^ Gleichen haben dürftte. Nicht minder lat 4ie vom Kö- 
nige hikiterlasseoe BibK^tbek, welche, bei seinem Tode wobi 
in 10 bis 15«000 Bände geiEählt haben mag, ein Gegenstand 
von erheblicher Bedeiltüng; besondiers sind dies di^enigea 
Tfaeile der Samdiltingv die sich auf die Liebtingßst^idien de« 
KöAigs, aa£ «eine fiaturbistorisebeüiMApezieU l^otanUchea:$(w 



74 Friedrich August, Köoig Ton Sachsea. 

dien beziehen, und seiner Neigung zu Reisen Stoff und Nahr- 
ung gegeben haben. Neben den naturhistorischen und, wie 
gesagt, speziell botanischen Fächern, der der Geographie und 
ReisMitteratur und der reichen Kartensammlung sind zunächst 
das historische und militairische am meisten gepflegt i^or- 
den, da der König, der in seiner Jugend eine tüchtige mili- 
tairische Bildung erhallen halte, der Militairwissenschaft stets 
mit einer gewissen Liebe zugethan geblieben ist. Im Uebri- 
gen hat der König wohl blos gesammelt, wie jeder Andere 
seines Standes und seiner Bildung gesammelt haben wurder, 
und es dürfte daher wohl auch nicht so sehr zu beklagen 
sein , dass man auf die Erhaltung dieses Theiles der Biblio- 
thek keinen besonderen Werth legen zu müssen ^glaubt 
hat. Zu um so grösserer Befriedigung hat dagegen der ge- 
lehrten Welt die Nachricht gereicht, dass die ohne allen Zwei- 
fei werthvollste Abtheilung der ganzen Sammlung, die bota- 
nische, in welcher die ton Friedrich August selbst sowohl, 
als von seinem längst verstorbenen Oheim, dem edlen König 
Friedrich August dem Gerechten, mit meisterhafter Auswahl 
und Sachkenntniss zusammengebrachten Schätze vereinigt sind« 
für ewige Zeiten der Wissenschaft erhalten bleiben, und ihren 
Jüngern zur Benutzung zugänglich gemacht werden soll. 
Denn nachdem im Testamente des letztverstorbenen Königs 
die Verfugung getroffen worden war, dass die Universalerbin, 
die Königin -Wittwe Maria, die botanische Sammlung ent- 
weder selbst behalten, oder einem anderen Mitgliede der Kö- 
niglichen Familie überlassen, oder auch den zum Königlichen 
Hausfideicommiss gehörigen öffentlichen Sammlungen über- 
antworten könne, so hat die Königin -Wittwe, im Interesse 
der Wissenschaft, der letzteren Verfügung zu entsprechen 
für gut befunden, und die Sammlung dem Königlichen Natu- 
raliencabinet zu Dresden als ein unzertrennbares Ganze über* 
weisen lassen. Hierdurch ist der gelehrten Welt für die in 
den unglückseligen Dresdner Maitagen verbrannten botani- 
sehen Sammlungen ein überreicher Ersatz geboten. Leider 
ist es nur noch nicht möglich, das Königliche Geschenk schon 
in der nächsten Zeit in angemessener und für das Studium 
geeigneter Weise unterzubringen, indem ihm erst nach der 
Vollendung des gegenwärtig im Wiederaufbau begriffenen 
Mittelpavillons des Zwingers eine würdige Localität angewie- 
sen werden kann. Dort w|rd dann die Sammlung, so Gott 
vvill, als ein dauerndes Wahrzeichen der ächten und reinen 
Liebe zweier Könige zu Natur und Wissenschaft aufgestellt 
bleiben. Nach Abtrennung der botanischen Abtheihing, und 
da auch hinsichtlich der Kriegsbibliothek, der Kartensammlong 
und einer Anzahl der werthvolleren historisch-geographischen 
Werke, wie bekannt, am Gunsten des jetzt regierenden Kö* 



Verieiclmiss der 6SeiftUMien Fraozftsischen BiUbÜiekeii. 7S 



nigs Johann und der Grinsen Albert und Georg von Sachsen» 
8owiß in Bezog auf die zoologischen und einige andere be- 
deutendere Werke zu Gunsten der Dresdner Königlich ((fient* 
lichea Bibliothek bereits Bestimmung getroffen worden ist, 
durfte von dem Wichtigeren des Königlichen Buchernachlasses 
bald nicht viel mehr übrig sein. 

[147.] TerBetehnUfl der dfreBtllcheM FraMBÖsIflchcM 
Bibliotheken, 

mit Ausschluss der Pariser. 4e) 





Bäodezibl der 


Zahl der 


Anseabe t. 


Ausgabe f. An* 




Oruckscbrinen. 


ligl. Leser. Besoldungen. 


scbaffungenelc 


Abbeviile 


. . 16,000 


12 


1150 


1050 


Agen. . 


. . . 15,000 


15 


1200 


8i90 


Aix . . 


. . 95.000 


25 


4200 


2377 


Ajacdo . 


. . . 15,380 


28 


1160 


200 


Aleofon . 


. . 12,343 


10 


12 


- 450 


Alger. . 


. . 2,414 


20 


3960 


6040 


Angoulime 


. . . 16,500 


15 


1200 


600 


Amiens . 


. . . 53,000 


40 


2900 


3000 


Anoooay 


' . . 11,587 


15 


600 


1800 


Arl«s . . 


. . 11,855 


15 


1000 


1000 


Arras :. . 


. . 36,000 


10 


1050 


1600 


Antun 


. . 9,700 


37 


650 


600 


Auxerre . . 


. . 29,700 


16 


300 


430 


Avignon . . 


. 60,000 


18 


3300 


600 


Bastia . 


. . 20,000 


25 


1000 


200 


Bayeax . 


. . . 15,900 


12 


1200 


lOÖO 


Beaurais 


. . 13,351 


15 


550 


1157 


Beanne . . 


. . 30,000 


12 


1000 


400 


Besancon . 


. . 80,000 


40 


5450 


3200 


Blois. . 


. . 20,000 


12 


1200 


mo 


Bonlogne 


. . . 28.351 


40 


2250 


2100 


Bordeaux 


. . . 123,000 


70 


7300 


7700 


Bourges . 


. . 20,000 


10 


1400 


600 


Brest . . 


. . 24,000 


lf 


3400 


1800 


Cambrai. 


. . 33,000 


4 


J300 


700 


Caen. . 


. . 40,107 


35 


3500 


2950 


Cahors . 


. . 10,736 


30 


1700 


800 


Carcassonn« 


! . . 11,420 


16 


1200 


1000 


Chartres 


. . 31.000 


10 


1600 


99 


CbMons-sur 


-Marne 26,000 


12 


1300 


700 



*) S. oben Nr. 66. Von den öffentl. Bibliolheken, deren Frankreich, 
mit Aosschlass Yon Paris, 338 besitzt, sind in dieses Verzeichniss. nur die 
binsiehtlieh ihrer Dotation oder Leserzabi bedeutenderen auftfenommen 
worden. ... 



W VmleUilMiw der AfcMliabeb FiiMMfeis^bM BiUMhekra. 



Clermont 
Cluny . 
Colmar . 
Compiegne 
Coulance 
Dijon. . 
Döle . . 
Douai . 
nraguignan 
Grenoble 
Havre . 
Laral . . 
Lille . . 
Limoges 
Lyon . . 
Maus 
Marseiile 
Mende . 
Metz . . 
Montpellier 
Montauban 
Nancy . 
Nantes . 
Nimes . 
Orleans . 
Pau . . 
Perigueux 
Poitiers . 
Rennes . 
Rheims . 
Ronen • . 
Saint Brieux 
Salins . 
Senlis . 
Soissons 
Saint-Elienne 
Saint-Ld 
Strasbourg 
Toulon . 
Toulouse 
Tours . 
Troyes . 
Valence . 
Valenciennes 
Yersailles • 



Blndtiabl der 

Drackscbriften« 

. 26,377 
. 4,200 
. 34,489 
. 9,526 

7,000 
. 50,000 
. 35,830 
. 36,000 
. 11,760 
. 80,000 
. 23.500 

8,773 
. 28,954 

1,400 
. 120,000 
. 40,000 
. 51.000 

8,000 
. 27,000 
. 30,000 
. 14,546 
. 30,090 
. 45,000 
. 50,000 
. 33,000 
. 20,000 
. 14,000 
. 22,676 
. 40,000 
. 29,000 
. 110,000 
. 16,000 

6,400' 
. 10,792 
. 30,293 
, 5,535 

6,000 
. 180,000 
. 15,923 
. 50,000 
. 37.300 
. 100,000 
. 18,000 
. 15,000 
. 56,000 



ZMiet 
Ugl. I.e»«r. 

25 

12. 
3 

20 

18 

30 

10 

10 

20 

32 

SO 

12 

90 

20 

76 

20 

65 

18 

45 
100 

20 

26 

75 

30 

20 

40 

17 

12 

115 

i 

40 

10 

21 

18 

11 

25 

18 

50 

12 
140 

15 

25 

25 

15 

20 



* AM«»ft«l. 


imnAt r.Att- 


BMolduogcn. »cbaffunteo etc. 


2400 


1200 


300 


100 


2400 


800 


300 


700 


400 


100 


3050 


4600 


1000 


460 


1500 


1500 


950 


250 


3250 


2400 


4500 


3700 


1150 


1430 


3465 


30OO 


1600 


.1090 


8500 


126«0 


2000 


160O 


7800 


3600 


400 


lOO 


2650 


. 2465 


3100 


16»0 


1459 


800 


3480 


2420 


3800 


230O 


2400 


2309 


2500 


150O 


1200 


lOOO 


1200 


860 


3200 


IMO 


3200 


3200 


2750 


1909 


700 


4900 


1000 


609 


250 


300 


150 


300 


1100 


1050 


1200 


1260 


700 


360 


3000 


560 


2400 


750 


4400 


8150 


2400 


1200 


3050 


1200 


1900 


1506 


2800 


1090 


3250 


1800 



I1«S.] Bt« 7iiMiM<t#iieM der Umkmtwh ^mewMki^em 
BihlUtheU mu M. Petersbars.^e) 

•Nidit ohne einen gewissen Elcel muss man die Tiraden 
gegen Russische Barbarei, die zumeist in dem Gebiete der 
periodischen Lilteratur, nanrentlich seit Beginn der orienta- 
lischen Wirren, IMode geworden siivd, immer und immer wie- 
(Serholeii h^en; nnd doch hat dieses barbarische. Kussland 
gerade in neuerer Zeit genug Beweise gegeben, da^ es sich 
in vieler Beziehung dem öbrigen hochgebildeten Europa ebfen- 
bürlig an die Seite stellen darf. So hat die Kaiserliche öf- 
fentlicbe Bibliothek in St. Petersburg (welche uns hier im 
Anzeiger natörlich zunächst interessirt) seil einer kurzen 
Reihe von Jahren unter der wahrhaft ruhmwürdigen Direction 
des Barons f. Korff «o viele Beweise wissenschaftlicher Streb- 
samkeit und Thätigkeit gegeben, wie wir sie fast von keiner 
derartigen Anstalt unseres ganzen Continentes erhalten haben. 
In der Zeit der letzten fünf Jahre hat die Bibliothek z. B. 
namentlich idardh die Presse für die Bekanntwerdung ihrer 
Organisation und Geschäftsführung, ihrer Schätze, nad um 
dieselben mf^glichst nutzbar zu machen, unermüdlich zu wir- 
ken gesucht. Wiewohl tfie Leser des Anzeigers aller der 
Schriften, die von der Bibliothek seit dem J. 1850 veröffent- 
frdU worden sind, sich noch recht wohl erinnern werden, so 
mag doch eine kurze übersichtliche Zusammenstellung der- 
selben, mft Ausnahme der Journalartikel , znr hesseren Ver- 
anschaufichung der Thätigkeit *er feibliothek mittels der 
Presse füglich von guten Diensten sein. 

Ausser dem Kataloge, welchen die BibHothek zum Zwecke 
der Vervollständigung ihrer vateriändischen Bibliotbeksabtheri- 
UDg hat drucken, und an diejenigen Bibliotheken, Bncbfaänd- 
1er und Antiquare, von denen sie sich vervollständigende Ma- 
teriaWen zu erlangen versprechen -durfte, verthciien lassen, 
sind folgentle Schriften theils auf unmittelbare, Iheils mittel- 
bare Veranlassung der Bibliothek aus der Presse hervor- 
gegangen: 

1850 ein Doublettenlatalog historischer Werke, s. Anz, J. 1851. 
Nr. 150. 

1851 V. Korfl's Rechenschaftsbericht der Bibliothek für 1850:; 
auch franz. unter dem Titel: Compte rendu de la Bi- 
blioth^ue pour 1850, s. Das. Nr. 1116. 

1852 Reglement für den Besuch der Bibliothek von 1851, 
s. Anz. J. 1852. Nr. 636. 

„ V. Korff's Jahresbericht der Bibliothek für 1851, s. Das. 
Nr. 632. 



Vgl. obea S. 33—85. * 



78 Die PubKcatianaii d. Kais. öAmtf-Bailioth. ra SCPutmborg. 

18&2RMtiIafr qoelqaOT moU $ur ia Wklidlb^tte, s. Das. 

Nr. 633. 
„ Ueber den Ankauf der Pogodin acheo Saeamluiig, a. Das. 

Nr. 1261. 
„ Dorn Catalogue des HSS. et Xylograpbea Orientales 

de la Biblioth^jue, s. Das. Nr. 635. 

1853 V. KorfTs Jahresbericht der Bibliothek für 1852, s.Anz. 
J. 1853. Nr. 855. 

„ ein Doublettenkatalog Russischer und Polnischer Werke, 
s. Das. Nr. 174. 

„ ein illüstrirter Wegweiser der Bibliothek, russisch, wo- 
von eine französische Bearbeitung noch folgen soll, s. 
Das. Nr. 854. 

1854 V. KorfiTs Jahresbericht der Bibliothek für 1853, s. Am. 
J. 1854. Nr. 809. 

„ Dorn über vier syrische Handschriftea der Bibliothek, 

s. Das. Nr. 237. 
n Minzloff die alldeutschen HandschrifteB der Bibliothek, 
s. Das. Nr. 236. 

Hierzu dürften in den nächsten Jahren noch einige an- 
dere Schriften kommen, die zum Theile schon für den Druck 
vorbereitet sind , wie : 
ein Doublettenkatalog linguistischer und altdassischer Werke, 

s.Anz. J.1854. Nr. 755. 
MinzlofiTs historisch - kritische Beschreibung der typographi- 
schen Seltenheiten der Bibliothek, s. Das. Nr. 755. 
T. Muralt's Karten-, Atlanten- und Kalenderkataloge der Bi- 
bliothek, s.Anz. J. 1851. Nr. 1032. 
ein Katalog der alten russischen Werke der Bibliothek, s. Am. 
J. 1850. Nr. 806. 
< Ko6sowitsch*s russische Uebersetzung des Werkes von He- 
chovius de duabus Sarmatiis, s. Anz. J. 1853. Nr. 796. 
In neuester Zeil hat die Bibliothek ein Facsimile der 
ersten Russischen in Moskau erschienenen Zeitung v. J. 1703, 
einer Schöpfung Peter des Grossen, in höchst sauberem und 
elegantem Abd/ucke herausgegeben, und sich dadurch auf 
den Dank und die Anerkennung aller Derer, die theils in 
dieser Zeitung, als dem ältesten und ersten Producte der 
publicislischen Presse Russlands, eine litlerarhistorische Cu- 
riösität erblicken, theils und vorzuglich in ihr eine authen- 
tische Quelle aus sehr denkwürdiger Zeit und von bedeuten- 
der geschichtlicher Wichtigkeit sehen , vollen und gerechten 
Anspruch erworben. 

Allgemetnes« 

[149.] Serapeum hr$g, van Naummnn. Fortsetzung von 

Nr. 47. 



Endilil: 

Hauptbl. Nr. 3. p. 33 — 40. Schluss von: Die Handscbriflen 
der am 10. Oetaber 1854 zu Wernigerode zum Verkauf 
ausgebotenen Zeisberg'schen Bibliothek. Mitgelbeilt yoii 
Oberbibliolhekar Dr. Ruland zu Wurzburg. 

Nr. 3. p. 40 — 41. Heber die zu Klein-Troya gedruckten In- 
cunabeln; von Wiechmann-Kadow in Kadow bei Goldberg. 
— Eine Beriditigung zu Reichbart's Miltheilungen im Se- 
rap. 1854 (s. Anz. J. 1854. Nr. 756). 

Nr.3. p.41 — 48 u. Nr. 4. p. 61—64. Schluss von: Eine 
zweite lateinische Bearbeitung des Narrenscbiffs, von Jacob 
Locher, genannt Philomusus. Von Dr. Anton Ruland etc. zu 
Wärzburg. 

Nr. 4. p. 40— ^58. Die Mögliclikeit der Benutzung des Hand- 
Bcbriftenscbatzes der Königlichen Hof- und Staats^Biblio- 
tbek zu München. — Zur Abwehr des von dem Franko 
furter Bibliothekar Böhmer in seinen Wittelbadiischen Re- 
gesten ausgesprochenen harten Urlheiles, durch welches 
nicht nur der Stab über die seitherige Bearbeitung der 
Mss. in der Münchner Bibliothek gebrochen sondern auch 
ein merklicher Schatten auf die Wissenschaftlichkeit der 
Amtsthfitigkeit des verdienten Schmeller geworfen wird. 
Der Verf. bat die Anstalt u. den Verstorbenen mit Warme 
o. Geschick vertheidigt, u. dabei nicht undeutlich zu^ver-* 
stehen gegeb^, dass der Angriff Böhmer's gegen Mönchen 
u. Sobmeiler eine etwas unlautere Entstehung habe. 

]>ir.4. p. 58— 61. Claudius Ptolemaeus, von Archivar Her- 
schal in Dresden. — Betr. den der Dresdner Königl. Bi- 
biiotkek gehörigen Ptolem. Codex, der auch noch vier an- 
dere astronomische Schriften ungenannter Verfasser enthäll. 

Nr. 8. p. 48. Bibliotbekchronik und Miscellaneen. — Betr. 
das vom Russ. Generaiconsul Karl v. Schlözer in Lübeck 
seinem Vater, dem berühmten Göllinger Historiker Aug. 
Ludw. V. Schlö^r in der Lübecker StadtbiUiothek errich- 
tete Denkmal, welches zugleich die vollständigste Sammlung 
von dessen zahlreichen Schriften (67 Werke in 120 Bden) 
a. eine- Anzahl Schlözer*scher MSS. enthält. 

Intelligenzbl. Nr. 3. p. 17 — 20. Schluss von : Auszug aus dem 
Jahresbericht der Kaiserlichen Bibliothek zu St. Petersburg 
für 1853, etc. von Baron v. Korff. 

Nr. 4. p. 25 — 20. Rapport general sur la Situation de la 

Biblioiheque Royale de Bruxelles presente ä M. le Minisire 

de rinterieiir, le 14. Octobre 1854, par M. Alvin, Conser-^ 

vateur en chef. (Fortsetzung folgt.) — Abdruck von Nr. 136. 

Nr.3. p.20— 24 u. Nr. 4. p.20-32. Bibliogr. Anzeigen. 

[150.] Nachdem in der Ausgabe des Bulletin du Biblio- 
phile Beige (8. Anz. J. 1854. Nr. 983) liogere Zeit eine b«* 



89 BiUiogeaphi«* 

dauernswerthe UnterbrecbuDg eiogetreten war, freM ich mich, 
aus einer im neuesten HeuMoer'sohK» aiUSqiiar. Kalaloge Nr, 
12. p.29 befindlicben Noiiz miuheilea «u können, daaa das 
jcMirnal fortgesetzt werden soll, u. das ersle Hdl des gegen- 
wärtigen Jahrganges bereits unter der Presse ist 

Bibliographie« 

[151.] * Journal für BnehdruckerkvMil, Sckriflgw§erei und 
die verwandten Fächer. BerauMffggebeu von Dr, Meinr. Mfeyer. 
Jahrg. XXll. Mü Beilagen und Abbildungen. Btaunsehwag, 
Meyer. 4. 24 iVrr. (ü.) Pr. n.a Thlr. 20 Ngr. (VgLAaz. J. 1854. 
Nr. 60-) 

[152] * PreiS'Couranl über die durch das Ka*igli€he Zei- 
lungS'KMnloir in Berlin und die Poil-Aneiallen m Bremern im 
Jahre IS55 zu beziehenden Zeilsehriften. Berlin. 4. (Vgl.Anz. 
J. 1854. Nr. 66.) 

Hieraus ist im BorsenhI. f. d. DeHtsch. Buchb« Nr. 5. 
p. 50— *51 ein Verzeichniss der (ausserhalb Pretiesen erschei- 
nenden) in Preussen der Stempelsteuer unterworfenen deut- 
seben Zeitschriften für 1855, soweit solche de» fiucbbandel 
berühren, mitgetbeilt. 

Bei dieser Gelegenheit durfte ein kurser Uebeiiiliek Aber 
die in Oesterreidi 1855 erseheinenden ZeitscbriAen , wovon 
einige statistische Data in der Augsb« allg. Zeit Nr. 5. p. 6i u. 
im BörsenbL f. d. Deutsch. Buchfa. Nr. 5. p. 51 — 52 mit« 
getheilt sind, wohl am Orte sein. Mit Aasnabme der litho- 
graph. u. autograph. Correspondenzen u. der Landesgosetz- 
bUtter boirägt die Zahl dieser Zeitscbriileii lusammeii 271, 
nämlich 73 politischen u. 198 nichtpolitiscben Inhalts. Nach 
den Sprachen scheiden sie sich, was die politischen be- 
trim, in 41 deutsche (wovon 15 allein auf Wien u. 2t auf 
die Provinzen kommen), 3 tMbechische, 2 poln., 2 aerb., 

1 croat., 1 ddmat., 1 rutben«, 17 ital., 1 dalmat, 1 ungar., 

2 roman. u. 1 armenische; die nichtpolitischen dagegen in 
107 deutsche (wovon 45 in Wien u. 62 in den Provinsen 
erscheinen), 7 tschechisciie, 5 poln., 3 croat., 1 nithen., 59 
ital., 13 Ungar, u. 3 slovenische. Hiernach besitzt Oesier- 
reich zusammen 148 Zeitschriften in deutscher Sprache, u. 
zwar 41 polit. u. 107 nichtpolitiscbe, uftd 123 in nicht- 
deutschen Sprachen, nämlich 32 polit. u. Ol nichtpolitiscbe. 

[153.] * Allgemeines Bücher-Lexikon^.vim WOh» Heinsim. 
Bd. XI., welcher die von 1847 bis Ende 1651 erschienenen Bü-- 
eher und die Berichtigungen früherer Encheinungen enthält. 
Bearbeitet und herausgegeben von Ludwig Franz Albert Sehüler. 
Lief. 11. (Abth.iL S. 185—204. RiUerbuchSchrötterJ) Leip- 
zig, Broekhaus. 4. Pr. d n. 25 Ngr., SckHfp. n« 1 TMr. 6 Ngr. 
(Vgl. Anz. J. 1854. Nr. lOU.) 



.fiibli^apbif* 81 

[154.1 J^ Qmirarä. Journal ff« bibliogrofhie ^ d'hi^icire 
liUirwe ei.de biographis fran^ses» Par tAßUeur De la France 
liUerwe^ des Sßpercherie» IMraires d^voildes, eic.^ elc, C^nk- 
plemenf' de la Bihliogrqphie de ta France (Jou/mal de la /i- 
brame). ParUy au bureau du Jounnfti. 8. (S. oben Nr. 60.) 

Enth. Nr. 1. Janvier. 
fA — 2. Qa*e$t-ce? — Prospect des Journals. 
p.3 — 16. Les lettres Frao^aUes en Eucope et les btsto^ 
riena. etraogers de la France. Apercu meosuel (Spechneu.) 
p.l6— 19. De ceci, eldecela. — Ein Samm.elplaU f. aller- 
lei lltterar. Neuigkeiten, unter denen die Mittbeilung über 
eip. von dem Buchbändler Hector Bossange ausgegebenes 
fiücbeichen, Ittja bibliotbeque fran^aise betitelt, eine Art 
Anleitung zur Anlage einer ausgesuchten Sammlung franz. 
BAc^iir,, die interes^anieste sein duri'te. Leider ist das 
Buchelchen nicht in den Buchhandel gekommen, u. daher 
schwer za erlangen, 
p. 19 — 25* Essai d'un Dictionnaire des ouvrages anonymes 
et Pseudonymes de la litterature Bel^e conlemporaine ; 
par un Bibliophile Beige. I. Pseudonymes. Article 1. 
p. 25—28. Poesies bibliophiliennes. Les bibliotbecaires, les 
bibliograpbes « les imprimeurs et libraires chantes par des 
poeies. — Unter dieser Aufschriit ist zuerst das bekannte 
Gericht von Ad. Mathieu de Mons auf den Baron v. Reiffen- 
berg (s. Anz. J» 1851. Nr. 592) abgedruckt. Später sollen 
poetische Ergüsse auf Fr. Grille, Louis Barbier, den Her- 
ausgeber des Journals selbst, sowie auf P. Jannet, Martin 
Bossapgßy Mmei Eraestine Panckoucke u. Mme Techcner 
feigen, 
p.4i8-40* La Ne«ropole lilteraire. Fin Decembre 1854 — 
Ji^nvier 1855. — Betr. den Arcbitecten u. Archäologen AnU 
Fi;aB9i M$iuduiJt, unter dessen Schriften hier besonders an 
die Descriptioq i^'a^ projet de bibliotbeque, compose ä Ronae 
en 1833\ pour la. ville de Paris; avec TExpos^ d^s ideeß 
de Taiiteur pour le meilleur parti ä tirep de Templace- 
ment . compris entre les Tuileries et le Louvre. Paris de 
Timpr- de Didot 1839. 8. 36 S., zu erinnern ist; den Bi- 
schof Jean Bapt« Bouvier von Mans; den Abbe Ben. Man- 
Bjer; den Dr. Ach. Pierre Requin ; den Advocaten Nie. De* 
crojiy; den Hellenisten Edm. Papl Marc. Longueville; den 
Präsidentien des Giv. - Tribunals> von Guingamp Boscher; 
den Chemiker Henr. Braconnot; den Baron J. A. J. L. van 
den B^gaerde der ter Brügge; den Dr. P. Bergeron; den 
Bai:on L. LepelUtier d'Aunay; den SchiiTscapitain P. G. Gio- 
qvel des Touches; M. L. F. Chevrier-Corcelies, Präsidenten 
des (^,-Tribana)s vonBonrg} den MatJbematiker Paul H.Fus». 
[L55.] Bib^iogra^hk d^ la Jß^imp Wk (ktalogu^ gdairnl 



62 Bibliographie. 

de Vlmprimerie ei de la Lihrairie, pMU Atr I« Lihrmrie de 
C. Muquardl. {Avee une Table alphabSlique H eysi^maUque) 
Bruxelles, Gand ei Leipzig; Muquardi. 8« 12JVfT. e. 8 B. Pr. 
n. 15 Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 82.) 

[156.] * Almindeligt PorfaUer-Lexiean for K^ngerigel JOan- 
mark med lHhörende Bilande. Supplement, indlil üdg. af Äarti 
1853. H/K. 1. {Aahye— Black,) Kjöbenhavn. 1854. Lex.S. 1605. 
Fr. 27 Ngr. (S. Anz. J. 1854. Nr. 892.) 

Vom Verleger-Verein in Kopenhagen herausgegeben. 

[157.] * üebersicht^ der kirehengeiehiehtliehen Liieräiur vom 
Jahre 1850 bis zum Jahre IS54; t>on ßr. Engelhardt, S.Zltchrifl 
f. d. historische Theologie hrsg. von Dr. Ch. W. Niedntr, Hfl. 2. 

[158.] * Mediciniiche Bibliographie des In- und Auslandes, 
s. J. Ch. Schmidl*$ Jahrbb. der in- ti. ausUmdisehen gesammlen 
Medicin redig. von Richter u. Winter. Am Ende der Hefte. 
(Vgl. Anz. J. 1854. Nr 290.) 

[159.] * Monatlicher Anzeiger über Novitäten und Anüquaria 
im Gebiete der Medizin und Naturwissenschaft herausgegeben von 
der Hirschwald* sehen Buchhandlung in Berlin. 8. 12 Nrr, d ^L— 
V2 B. Pr. n. 6 Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 291.) 

Dient zunächst bucbhändl. Zwecken. 

[160.] * Dictiomnaire de C Economie polilique^ cmUenani Vex- 
Position des principes de la science, Vopinion des Scrtvains qvu 
onl le phis contribud ä sa fondation et d ses progres. La Bi- 
bliographie generale de l* Economic politique^ par noms d'auieun 
et par ordre de matiereSj avec des notices biographiqws ei une 
appr^ciation raisonnee des principes. Par FrSdMe Bastial, H. 
Baudrillart, Ad. Blßise^ Blanqui, Maurice Block, Ch. de Br<m- 
ckkre, Cherbouliez, Michel, Chevalier, Ambroise CUment, Al^ de 
Clercq, Ch. Coquelin, Courcelle Seneuil, F. Cuvier, Dunoyer, Du- 
puit, Gustave Dupuynode, L4on Faucher, Joseph Garnier, Lmiis 
Ledere, Alfred Legoyt, G. de Molinari, Maurice Monjean, Mto- 
reau Christophe, P. Paillottet, de Parieu, B. Passy, Qu^eiet, Ch. 
Renouard, Louis Reybaud, Nal, Rondot, Borate Sag, Ldon Sag, 
Em. Thomas, VJ4, Ch. Verge, Yivien, J. de Vroil, Wolowski. 
Publid sous la direction de Ch. Coquelin et Guillaumn. 2e ti- 
rage. 2 Vols. Paris, Guillaumin. 8. a34»/4 B. Pr. 50 Fr. 
(Vgl. Anz. J. 1851. Nr. 518.) 

[161.] *Statistique des Etablissements debienfatsance. Rap- 
port etc. par le baron de Watteville, inspecteur giniral 4^8 eia- 
blissements de bienfaisance. Paris, Guillaumin.' lSb4. 4. Enlh. 
p. 3 1 — 34 : Bibliographie du pauperisme et de la misire. 

[162.] Repertorium der Technischen Literatur die Jahre 
1S23 bis einschl. 1853 umfassend. Zum Gebrauche der Kö- 
niglich Technischen Deputation für Gewerbe bearbeüet van Dr» 
Schubarth, Königlichem Geheimen Regierungsrathe und Professor, 
Mitgliede der Königlich Technischen Deputaüan für Gewerbt^ eie. 



Bibliograpbi«. 8S 

Berausge^ben im Auftragt des Eötuigliehin Minisleriums für 
Handel y Gewerbe und öffenüiche Arbeilen, Lief. 2. {Dampf- 
maschinen bii Fillirapparale.) BerUn^ Decker, 1854. 8. 5.161 — 
320. Pr. d 1 TMr. (Vgl Anz. J. 1854. Nr. 1027.) 

[1G3.] Biblioiheca historico-naiuralie phyeieo-chemica ei 
mathemalica oder systematisch geordnete üebersichl der in Deutsch'- 
land und dem Auslande auf dem Gebiete der gesammten Natur- 
Wissenschaften und der Mathematik neu erschienenen Bücher her- 
ausgegeben von Ernst A. Zuchold, Jahrg. IV. Hft. 2. Juli bis 
DecemdßT 1854. Mit Register über den ganzen Jahrgang. Göi^ 
tingen, Vandenhoeck }f Ruprecht. 8. S. 89—224. Pr.n.li Ngr. 
(Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 829.) 

Unter den Vandenhoeck - Ruprecbt'scbeD Fachkatalogen, 
die icbt ihrer sorgfältigen u. sachverständigen Bearbeitung 
wegen wiederholt zu empfehlen Gelegenheit genommen habe, 
ist die ¥orl. Bibliotheca yon Zuchold nahezu die beste 3 sie 
zeichnet sich namentlich durch ihr Streben nach möglichster 
Vollständigkeit aus, u. Ytean daher Trömel in seiner Ueber^ 
siebt der wichtigeren Erscheinungen auf dem Gebiete der ' 
Bibliographie 1854 (s. oben Nr. 1) von ihr sagt, dass sie bei 
Vorherrschen der deutsch. Litteratur auch die hauptsächlich- 
sten Erscheinungen der ausländ. Presse berücksichtige, so 
durfte dies doch wohl etwas zu wenig gesagt sein, da die 
Bibliotheca unbestritten auch von der ausländ. Presse alle 
Erscheinungen berücksichtigt, die zu des Herausg.'s Kenntniss 
kommen. Das Torl. Heft ist hiervon der beste Beweis. 

[164.] * Bericht über die Leistungen in der geographischen 
und systematischen Botanik während des Jahres 1851^ von Dr. 
A. Grisebachy ord. Professor an der Universität xu Göttingen. 
Berlin, Nicolai. 1854. 8. 122 5. excl. TU. JPr.n.2bNgr. (Vgl. 
Anz. J. 1852. Nr. 844.) 

Eine auch für den Bibliographen nicht uninteressante 
Arbeit, worüber vgl. Lit. CentralbL Nr. 2. p. 22. — Hierbei 
ist noch nachzutragen, dass der G.'sche Bericht Tom J. 1850 
(Berlin, Nicolai. 1853. 8. 120 S. excl. Tit. Pr. n. 25 Ngr.) aus 
dem Archiv f* Naturgeschichte Jahrg. XIX. abgedruckt ist. 

[165.] Bibliotheca historico- geographica oder systematisch 
geordnete üebersicht der in Deutschland und dem Auslande auf 
dem Gebiele der gesammten Geschichte und Geographie neu er^ 
schienenen Bücher herausgegeben von Gustav Schmidt. Jahrg. U. 
Bß,2. JuH bis Decem6er 1854. (Mit einem alphabetischen Ae^ 
gister.) Göttingen, Vandenhoeck 9f Ruprecht. 8. S* 83 — 182 excl. 
Tit. Pr. n.7V2 Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 830.) 

Die schon im 1. Hefte begonnene interessante Zusam- 
menstellung von Schriften etc. zur Orientalischen Frage u. 
beschichte u. Geographie des russisch-türkischen Krieges ist 
p. 139—46 fortgesetzt. Wenn -diese Zusammenstellung auch 
Pet»hQldt,Anz9lner. Hdnim. ^ 



64 teMiogn«^. 

noch einige LAcken bemerken Usst, so igt sie doch Terhilt* 
nissmässig noch YoIlsläDdiger als roaneher andere AbsehsMc 
im Torl. Hefte, 2. B. der der Biographien u. Memoiren; der 
wesentliche Mängel haL 

[166.] Uebeniehi dtt vem OctoUr 1868 UsSwfemihtr 1854 
amf 4em GthieU der GtograpMe erschienenen Werke , Anft(U%e, 
Kmrten und Pläne. ZusammengeetelU edft Dn W. Kmer, (Be- 
sonderer Abdruck des Anhangs sur Zeüschriß für allgem* Erd- 
kunde, Bd. in.) Berlin, Reimer. 8. LiV S^ escU Titel. Pr. «. 
10 iV^. (Vgl. Anz. i. 18ö4v Nr. 18B.) 

Die vorJ. ebenso fleissig u. äbersicbtlich gearbeitete, als 
vollständige Uebersicht, die, gleich ihrer Vorgängen, eine 
mit selbstständiger SeitenbezeichRung versebene Beilage zur 
Gttmprecht*schen geograpb. Zeitschrift u. zwar zu dem im i. 
1854 erschienenen III. Bde bildet, ist eine wahrhafte Berei- 
cherung der bibliograph. Litteratur, die Niemand, weder der 
Bibliograph, noch dbr Geograph, nnbeachtel bei Seite lassen 
darf. Derartige Arbeiten fördern wesentlich die Wissenschaft. 

[167.] LUetalurj von Chmel & Noiisenblalt. Beilage f. 
Atchm f. Kunde ösMrreieh, Gesehiohls^queUen. 18d4. Nr. 20. p. 
467—61. Nr.2U p. 4SI— 83. iVr. 22. p. 618— 16. Nr. 2S>. p. 
645—49. Nr. 84. ,p. 577—89. 

Beitrage zur Bibliographie u. Kritik der neueren Litte- 
ratur über Salsburg, Mähren, Müftair-Greoze, Austria Sacra 
(darunter in Nr. 23 über Wurzbach's Kirchen der StadlKrakau). 

{168.] * Nomenclaiure ou Calaleffue de vues, dessins ei 
f^iw relatifs au däparlemeni de VAisne^ par K Valbi Poquei. 
Laen, impr. de Fieury. 8. ^/^ B. 

[169.] * Neuere geschidiiUehe und geographiuhe LHeralwr 
des skandinavisehm. Nordens. Von Dr. Boffmann. S. Staais - u. 
Gelehrte Zig. d. Hamburg, unparth. Carrespond^ 1864^ Nr. S8S. 

Nach dem bekannten Lorck'schen Skandiiiafisehefl Sor- 
timeolskataloge, dessen schon dflers im Anz. (s* oben Nr. 12.) 
gedacht worden ist. «— &• — 

[176J Aimanach der Kaieerlichen Akademie d/er Wi^een- 
sehafien. Jahrg. V. 1856. Wien, k. k. Bof- u. Slaatsdmek. 
(Braumüller in Cemm.) 8. Enth.: p. 306 — 12. Drüies Ver- 
xeichniss der von den torreepondirenden MOgliedem durch 4en 
Druck vereffeniUehlen Arbeiten. (Nach Originttl'Mikheihmgen der 
Berren Autoren.) j sowie p. 313— 23. Druckschriften der kaiser- 
Utohen Akademie der Wissenschaften. (Ende JuH 1864.) Vgl. 
Am. J.18d3. Nr.l3. 

Das dritte Verzeicbniss entb. eine Uebersicht -der von 
Gonst. V. Ettinghansen u. Wenz. Hanka veröffentlichten Ar- 
Iwiten. Das zweite Yerzeichniss ist im IV. lahrg. 1864 des 
Almanacfaa, delr mir nicht zu Gesicht gekomnopen, abgedrackt. 

[171.] *€a^ethg94 das *ons Uvres, fmbUtf pur 9n Oiailiiir 



mn äei Oeuvrvs charilables de Frunee, asHmhUes d StiiiU-Sul' 
pm au mm de mai 1853. Paris, Leckre. 1854. 8. ft % ^• 
1362 Nrr. nUt Register. 

{172.] "'Noliee sur la vie ei U$ aavrages de Damai; par 
sH. Monlaf^et, avocal ä la cour impiriaU de Paris. Paris, impr. 
de Moquet. 8. 1^4 B. 

[173.] *Eocposi des lUres et noliee sur les Iravawt de M» 
Jobert de Lamhalle, laurSal de Vlnslüul de France, etc. Paris, 
impr. de Mariinet. 4. 6 B. 

[174.J Zur Geschickte der Nibelünge Not vom Kttrl Müllen^ 
hoff. Besonderer Abdruck des Deoembtrhefls (1854) der ÄÜ-- 
gemeinen Monatsehrifl für Wissenschaft und LiUeratuu Braun- 
schweig, Schwetschke u. Sohn. 1855. 4. 104 5. excL Tit. Pr. 
1 Thir. Vgl. Lit. Cenlralbl. Nr. 8. p. 128—30. 

Zur Kritik der Nibelünge, von Max Rieger. Giessen, Äi- 
der. 8. IF, 1 Bl. il4 S. Pr. n. 1 Thlr. Vgl. Lit. CentralW. 
Nr. 4. p. 59—60. 

Obwohl die vorl. Schriften id den Bereich des Anz. 
eigentlich nicht gehören, so dürften sie doch zo der mehrfach 
im Anz. erwähnten Litterator übef die Nibelungenhandschriften 
11. deren Alter mit zu ei*wähnen sein. 

[175.] *F. Peron (de CMlly). Sa vie, sei vüffages H 
ses eutrages; pat Louii Anäial. Moulins^ Enaut. 16. 4^/4 B. 

Franc. Peron, Naturfcjrscher, Retsender ii. Schriftsteller, 
geb. 177*,* gest. 1810. 

[176.] * Obskques du docleur Rigollot, dMdi d Ämiems, te 
ftfe 4ieefiibre 1854. Amiens, impr. de Leehallier, 8. 1 B. 

Enth. p. 16—16 ein Verzeichniss der von Marcel J^r^ine 
RigeUot (geh; 1786) ver5ffentlichten Schriften. 

[177.] Der Perkins^Shakespeare von Tycko Momm^en. Beir- 
Un, Reimer, 1964. 8. JTXF/, 496 S. Pr. 2 Thlr. 

Diese Schrift, welche das bekannte Goilier'sche Shakesp«- 
ExemplsH* betrifft (das äbrigens, wie der Verf. vemmäiet, frü- 
her dem Richard Perkins ilugefaört haben mag), kA fQr die 
im Am« öfters berührte Sfaakesp. - Litteratur von Interesse. 
Vgl. Lit. Centralbl. 1855. Nr. 7. p. 111—12. 

Baebbftiidler- «• aati^uar^ MAtolo^e. 

[178.} * Alphabeiisdh geordnete Register über die im BU- 
senblalte für den deutsehen Buchhetniel gesuchten, angebaUnin 
und zu herabgesetzten Preisen angekündigten Bücher etc», mit 
Einweisung auf die betreffenden Nummern des Börsenblall£Sy be- 
arbeitet von Adolph Büchling. I. Juli — December 1854. Nord- 
hausen, Büchling. 1855. 8. ir, 112S. Pr. n, 20 iVjir. 

Vgl. hierüber Börsenbh f. d. Deutsch. Bucbh. Nr. 31. 
p. 487. 

♦ * * 

6* 



86 Bucbbändleir- n. anUqiiar. Kataloge. 

[179.1 Antiquarisches Vtrxeichniss No. XIIL Catalog des 
AfUiquartschen BUeherlagers der Akademischen Buchhandlung in 
Kiel. — Theologie und Philosophie. 8» 69 S. exel. TiU 

[180] 2Vr. 23. Verxeichniss antiquarischer Bücher, welche 
hei W. Behre in Osnabrück su erhalten sind. 8. 32 S. exel. 7Vt. 
Vermischtes. 

[181.] No. 1. Calalogue de Livres anciens et modernes gut 
se vendent chex A, Bluff, libraire-Mleur-exporlaleur, A BruxelUs. 
8. 15 5. Vermischtes. 

[182.] Publications of W, and H. Chambers, Lond(m and 
Edinburgh. 1854. 18. 29 5. 

Meist Erziehungs-, Unterrichts- und Volksschriften. 

[183.] Quatrihne Supplhunt au Calalogue de la Librairie 
ä prix rdduits de Adolphe Delahays ä Paris, acqu^eur du fonds 
de librairie de M. E. Lebigre-Duquesne. Janvier. 8. 16 5. Ver- 
mischtes. 

[184.] *Nolice de livres en feuilles et broches, provenant 
du fondi de Pierre et Jules Didot, dont la vente aura Heu le 
12 f^ier, Paris, Techener. 8, ^/4 B. 

[185.] Calalogue No. 21. von Carl Eissner in Delitxsch 
enthaltend — Alte seltene Drucke aus der Reformationszeü {Hüt- 
ten und Sickingen betreffend) — Forst - und Jagdwissenschaft — 
Theologie — Varia und Franx. Literatur. — Februar* 8* 16 5. 

Enth. Einiges aus der Bibliothek des Prof. Dr. K. W. 
L. Heyse. 

[186.] Verxeichniss antiquarischer Werke, welche von Ado^^ 
Enslin in Berlin zu beziehen sind. 8. 16 5. Vermischtes. 

[187.] Werihvolle Werke aus verschiedenen Fächern dtr 
Literatur, (besonders der Belletristik y Geschichte If KunsUitera- 
tur) welche bei Eduard Fischhaber in Schw. Hall (Firma: F.F- 
Haspel* sehe Buchhandlung) zu beziehen sind, 8. 16 5. 

[1S9J Dreiundfunfzigstes Bücher -Verzeichniss van R. 
Friedländer hf Sohn. Anhahg zu dem fünften Verzeichniss einer 
Auswahl von ausgezeichneten Bücherny Pracht ^ und Kupferwer- 
ken. Berlin, 8. 28 5. 

Entb. eine wirklich yorzügliche Auswahl durchaus ge- 
diegener, wissenschaftlicher, namentlich naturwissenschaftlicher 
- Werke, unter denen auch das neueste von v. Ehrenberg, die 
Mikrogeologie, sich befindet. 

[189.] Achtzehnter Katalog des antiquarischen Bücherlagers 
von A. Gosohorskys Buchhandlung (L, F. Maske) in Breslau. — 
Curiosa. 8. 20 5. 

Nr. 9. Antiquarischer Anzeiger der nämlichen Buchhandlung. 
Jan. 8. 16 5. Vermischtes. 

Der Anzeiger bildet eine Art Supplement zu den Kata- 
logen, u. entb. eine Uebersicht der neuen Ankäufe. 



BachhSndler- u. antiqnar. Kataloge. 87 

[190,] AniiquarUcher Calalog Nr,l. Curiosa. VonG.Gum- 
pel in Braunschweig. 8. 27 Ä excL TU. 

[191.] Wissenschaftlich geordnete Auswahl der im Hahn'^ 
sehen Verlage zu Hannover und Leipzig erschienenen neueren 
und vorzüglicheren Werke. Elfte Ausgabe. Im Januar, 8. 48 S. 

Enth. : Abth. T. Geschichte, Politik u. Statistik; Kriegs- 
wiss.; Jarisprudenz ; Theologie; Medicin, Pharmacie u. Natur- 
geschiebte; Oekonomie u. Gewerbe; Schöne Litteratur — 
Abth. II. Philolog. u. pädagogische Werke. 

[10!B'] Catalogue des Livree de fonds de la Litterature 
Beige, puhlid par la Librairie aneienne et moderne de F. Heuss-' 
«er. Bruxelles. S. 7 S. 

No. 12. Catalogue d*une pricieuse Colleclion de livres anciene 
et modernes ThSologiCy histoire eeclMastique y sciences, philoso- 
phie, droit, histoire de Belgique et des pays Strangers, hiblio- 
graphie, numismatique, archSologie, architecture» beaux-arts, das* 
siques grees et latins, ouvrages sur les langues, belles - lettres, 
eic, gut se vendent chez F. Heussner d Bruxelles, 8. 59 S. excL 
Tit. 1264 iVrr. 

Da ich die Heussner'schen Kataloge schon wiederholt empfoh- 
len habe, so «kann ich mich diesmal auf die kurze Bemerkung 
beschränken , dass der vorl. hinsichtlich seines reichen u. 
werthvollen Inhalts an die vorhergehenden ziemlich ebenbfir- 
tig sich anschliesst. 

[193.] VerlagS'Verzeichniss der Grossherzoglichen Hofbuch- 
handlung von, Gustav Jonghaus in Darmstadt. 1854. 8. 22 S. 

Ein guter Verlag. 

[194.] Catalogue de la Librairie scientifique , agricole et 
liit^aire de Lacroix-Comon tfdileur. Paris. Janvier. gr. 12. 
35 S. 

'[105«] Carl B. Lorck*s Skandinavischer Literäturbericht. 
ffo. 5. Leipzig, 8. S. 37—44. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 704.) 

Eine Fortsetzung des schon öfters empfohlenen Skandi- 
nav. Sortimentskatalogs. 

[lOG*] Antiquarische Bücher- Anzeige von Louis Pemitzsch 
in Leipzig. 4. % B. 

Enth. Bucher meist gewerblichen u. populären, wie auch 
schönwissenschafllicben Inhalts. — Nächstens erscheint auch 
von dem oben Nr. 13 angezeigten antiquar. Kataloge Nr.g, 
welcher, etwa 1^2 B. stark, c. 1000 Werke medicin. u. na- 
turwissenschaftl. Inhalts, darunter besonders viele engl. u. 
franz. Bücher u. werfbvolle medicinische Zeitschriften des In- 
u. Auslandes 1850—1853 (wovon Pernitzsch die Fortsetzun- 
gen später ebenfalls zu antiquar. Preisen zu liefern erbölig 
ist) umfassen soll. 

[197.] JVro. 110. Terzeichniss von gebundenen Büchern 
««« allen Wissenschaften, welche von J. J, Siegfried, Bueh^ 



9» Biblieihek^lelir«» *- ElibUaÜiekfiQ||im4e. 

hiMier im ^ümk abgelief^ wriet^. 8. 162 5. e^ßl. tüelbl 
5394 Nrr. 

Eptli. Bücher aus allen Wisa.-Facbern, unter ia^en aber 
4as philo]og. besondere gul v«rlreteo ist. Die pbilosopbiscbe 
Abtheilung stammt grösstenlheila aus dem Nachlasse des Pro* 
fesse>rs Conr* v. Oreili. Beqchtenswerth ist auch c|ie Scbwei- 
zerUtteratur. 

[19S0 Ä Calüloguf of ß «erji ehake an4 va^akk (M- 
lection of curiov^ anß Mseful Booka ehiefiy relßting lo üt^fory, 
4n^uiUßf, Topogrä§kny ßni General LUera^rß eie. e$c^ now 
an Mi9 l^ 4' StemüM and Si$Uenis, Vitnna. 8. 64 5. eatet^ 
TUeL (Besteht aus Nr. 31 bis 38 des Verzeichoissea einer 
Sammlung älterer u. netierer Bü«her ISH^&b.) 

Kauin ein anderes der in neuerer Zeit in DentscUand 
ausgegebenen zahlreichen antiquar. Verzeichnisse bietet eine 
glerch reiche Auswahl Ton Buchern ans der engl, iitteradir 
wi^ dps vorl. , welches um de&swillen der AnCinejrl^samkeit 
deSi P^Uikums wohl enpfoJilen zq werden verdient, 

[199.] F//. Calalog einer ausgewählten Sammi^gi von Mn^ 
euna^hi» tiUfarisekm Curiosität^n nnd Selie»lkei$en ^ Munstfüe- 
natmr^ üiM$irirl0n Wnkßn^ KunUhläileFf^ , ßa^^jfeiciimnff^ umä 
Wgmälden, vfelcbe hei Friedlich fdig/L in Mpzig zu habrnt. 
md. 8, 4S S. eaid. Tit. 970 Nrr. 

Recht beachtenswerth. 

[90Q*] Cßlalog na^rwiie^ickaftlicher Werke va» T. O. 
Weigei in Lefgptxig. V.JEnlomalogie. & ^ lU— 30. Nr.H&dr-^ 
2014. (Vgl. oben Nr. 114.) 

{line sehr achtbare Auswahl werthvdler, sow^W klei> 
i^ever, als grösserer ^erke, ui^ter deinen sieh mehrere, be- 
deutende Kupferwerke befinden. 

piMfotltelceiileltre. 

[^1.] * Pibtiothekslechnfk von J. G. Seizinger, Sekreiair des 
Germanischen Museums zu Nürnberg. Nebst 43 Pormufßren. 
l^xig, Costenable. 8. iV. 1 Thir. 10 Ngr. l^o^ ri,jicb3tens 
erscheinen. 

[9O90 Mitlhßüwigen über die Handsehr^AetkrS^a^W öf- 
fetUlieher Bibliölheken^ votk u^elehen sich Abschiiiftes^ in dfit ham- 
burgisch^ Stadtbiblü^lhek banden. Von Wriß^ch f^enz Woff» 
mann- ^.Abdrufik ^m^ dem Serapeum, Jahrgang 185 V l^pai^^ 
DF^eh vqn Melxer. 16&4. 9. 38 5. (S. Anz. J. 1844- Nc. lOi 1 
u. 11020 

Haler den vielen Schrifteiji u» Aufsätzea,t womit der fleis^ 
sige Verf. das bibliograph. u. bibliothekswissensphaAl Pvhli- 
bm in neuerer Zeit beschenkt hat, nimmt hinsichtl^ ihres 
WerOies die vo^l. gowi«^ nicht die ^elizte Stella ein.« v, e«^ 



tiai 4>ber ganz meinen Beifall» daes ihr durch einea 8e(>ariit- 
abdfück in der LiUeralur ein Plals, der den iournalarUkeln 
io der Regel nicht zug^tanden wird, angewiesen worden ial^ 
Die Arbeit, deren Inhalt den Lesern des Anz. übrigens be- 
reits bekannt ist» verdient in der That sowohl in Rücksicht 
auf die Gelehrsamkeit u. Mühe, wekhe der Verf. auf sie ir^i 
wendet hat, aU auch in Betreff ihres Nutzens für die AihU#^ 
thekcttkuiide alle Beachtung. Vgl. die Anzeige des Dr. Juliua 
in d. Staats.- u. Gelehrt. Ztg. des Hamb. unparth. Carre- 
sjM^nd. 1855. Nr. 46. 

[2Q3.] *JOie romanUehen Wal^^ser, ikrevorreformatoriscken 
ZwUmde umd Isekren^ ihre B^fomKMtion im l^ Jahrhwn4erl und 
die Rüekwirlmmjien derselben , ksmpisäMidk »««A «Ire» eifftnßm 
Schrifiifi dQrg.eMeLU von Br.Hetzog^ ord* Pn^f. derTheologit «n 
Halle. Halle, Anlon. 1853. 8. XlVy 470 S. Pr. 2 Thlr. lö Nffr. 

Handelt unter Anderen über die Waldeoakche Mss.-Lit- 
teralur in den Bibliotheken zu Zürich, Genf, GreBoble u. be-* 
sonders Dublin, welcha letztere vorzüglich reich ist, u. wn 
sich ein berühmter Codex des Waldens. Neuen Testaments 
befindet Die Mas* sind diplomatisch genau besehrieben. Vgl. 
^Pret43tant. McüatsblL f. innere Zeitgesohicbie hrsg. von H. 
Geber. Deobr. 1854. Bd. IV. HfL6. p.393^»a. ^5.r^ 

[204.] nie königliche BibtiolheU in BerUn. & M$U. isu» 
Äugsb. aUg^ Xeil. Nr. 35. p. 554—55. 

Belr. den Pertz'schen Beebenschaftsbericbt (s. Anz. J. 1654. 
Nr.563) u. den neuesten Doublettenkatolog (s. oben Nr. 118). 

[205.] In Dessau ist apn 7. März B»it dem Uerzogi Tbea-^ 
ter auch die Theaterbibliotbeh, sowie das gesammte übrige 
luventarium zum grüssten Theile verbrannt. &Dresdn.louF- 
nal Nr. 58. p.250. 

[206.] *SiaMen für He Sehükr - Bibkthek des Ljßßemu 
«tt HeidelAwg. 1852. 8. 

[207.] Unter den Guides illustres ä hb franc, welche 
von den Buchhändlern Paulin u. LechevaKer in Paris zum 
Nutzen u. Frommen der Reisenden u. Fremde», die Parift n. 
Frankreich überhaupt, sowie das Ausland besuchen, jeder 
Band 180 bis 220 S. stark mal 80 bis 90 Abbild. ver&ffent-> 
lichl werden, soll aucb imGnide general dans les müsset at 
les biblioth^ques de Paris erscheinen« 

ß08.] * €atalogue de la BüUMifue dm ftcm^ ifwei äQr-. 
Uan$. O^Uam, impr.. de Moug^U 8. 4 B. 

(209.] * BibUMh^e impSriale. DipeurlemmU des itiprtWi. 
CaUilogu€ de VHisieivre de Frcmce. Tom. L PvbliS pmr oriro 
de l'ämpereur. Pwü, Dtdol. 8. 83 V« B. Pr. 24 Fr. fBtr 
iTaialo^ der Franz. QeeehiekU wird aus 8 bis l^ Bden besieken,' 
eu/ welche ma» Mnakhängig von den übrigen Abtkmlfsngen de$ 
^«Uiieget, mu- deren Äbnaktse man dadmOf keinesvoegs nof^MMil 



90 Bibliothekeikttode. 

wird, iuhscrüHren kann. Dir 2. Band ist hereiU unter der Presie, 
u« die übrigen sollen unverzüglich folgen.) S. Anz. J. 1854. 
Nr. 447. 

Voran gehen ein Rapport de S. Exe. M. le Ministre de 
rinslruction publique H. Portoul ä S. M. FEmpereur, le 22. 
Janv. 1855, sowie ein Rapport de M. J. Tascherau, admini- 
strateur adjotiit de la Biblioth^que Imperiale, direeleur des 
catalogues, ä M. le> Ministre de l'inslruction publique. Je 25. 
Dicbr. 1854,. yon denen der erstere bei Gelegenheit der 
Ueberreichung des vorl. Bandes an den Kaiser erstattet wor- 
den ist, u. der andere ausfuhrlichere Mittheilungen über das 
Detail dieser Arbeit enthält. Beide sind auch im Moniteur 
u. im Journal des Debats vom Febr., wie nicht minder der 
erstere in der Bibliogr. de la France, Feuill. Nr. 8. p. 94*>95 
abgedruckt worden. 

Nach mehrfach wiederholtem, bisher aber immer frucht- 
los gebliebenem Anlaufe hat man sich, in Folge des Decretes 
des Kaisers Napoleon 111. vom 24. Januar 1852, veranlasst 
gefunden, mit der Herausgabe des Kataloges der grossen 
Kaiserl. Bibliothek, deren Bestand an gedruckten Büchern 
allein auf 1,500,000 Bde berechnet wird, endlich einmal Ernst 
zu machen. Man hat es für zweckmässig erachtet, mit dem 
Kataloge der Druckschnften zu beginnen, u. zwar zunächst 
zur Veröffentlichung desjenigen Theiles^ welcher die Franzö- 
sische Geschichte enthält, zu verschreiten. Das umfangreiche 
Material dieses Theiles ist in folg. Weise geordnet: Prilimi- 
naires et Gen^ralit^s — Histoire par epoques — Uistoire par 
r^gnes — Journaux et Pubiications periodiques — Histoire reli- 
gieuse — Histoire des Institutions politiques ou Histoire constitu- 
tionelle — Histoire adrainistratife, diplomatique, militaire — 
Moeurs et coutumes — Archeol6gie — Numismatique — Hi- 
stoire locaie (provinces, departemens, villes, communes, colo- 
nies) — Histoire nobiliaire, genealogique — Biographie fran^aise. 
Bei der Zusammenstellung des Kataloges ist nicht vergessen 
worden, theils diejenigen Werke, welche ihrem Inhalte nach in 
verschiedene Abschnitte gehören, in diesen wiederholt anzu* 
führen, das eine Mal nämlich mit der vollständigen Titelangabe 
und diesjährigen Male kürzer unter Hinweisung aui die erstere 
Stelle, theils auch andere in der Klasse der L^islation, Jii- 
risprudence und Poesie befindliche Bücher, die mit der Franz« 
Geschichte im Zusammenhange stehen, beiläufig und eben- 
falls unter Hinweis auf die betreffenden Kataloge der Legis- 
lation etc. mit anzuführen. Wo etwa in dieser Beziehung 
noch Lücken geblieben sein sollten, da werden ausführlicbe 
Tables generales ausreichend nachhelfen. Ueberhaupt bat 
man sich nach allen Seiten hin Mühe gegeben, den Katalog 
so brauchbar als möglieb einzurichten. Zu diesem Zwecke 



Bibliöthekenkonde. Ol 

sind aach bei grösseren Sammelwerken, wie bei denen von 
Gaizot; Buchon, Pelitot, Michaud n. Poujoalat, aasser den 
Titelangaben nicht blos spezielle Inhaltsverzeichnisse aafge- 
nommen, sondern auch die einzelnen in diesen Sammelwer- 
ken befindlichen Abhandlungen mit ihrem besondern Titel 
da, wo sie ihrem Inhalte nach einschlagen, noch ein zweites 
Mal aufgeführt worden. Nicht minder hat man zu dem Ka- 
taloge des Departements der gedruckten Bucher auch alle 
gedruckte Pieren anderer Departements herbeigezogen. Ein 
Supplement^ welches der letzte Band des Kataloges bringen 
wird, soll theils die während des Druckes zur Bibliothek ge- 
kommenen oder noch aufgefundenen Bücher, theils ein Ver- 
zeichniss derjenigen Werke u. Piefen enthalten, die nicht in 
der grossen Kaiserlichen, wohl aber in anderen öffentlichen 
Pariser Bibliotheken Torbanden sind. Hierzu wird endlich 
noch eine Privatarbeit eines der Angestellten der Bibliothek 
Gu^rin kommen, der ein spezielles Register Ober alle die 
franz. Geschichte u. Biographie betreff. Gegenstände in Sam- 
melwerken u. periodischen Schriften anzufertigen gedenkt, 
welches Register ebenso wie die Sammlungen du Chesne's u. 
Dom Bouquet's, die Memoires de TAcad. des Inscript. et 
Beiles -Lettres u. das Journal des Savants, den Mercure de 
France, die Mem. de Trevoux u. das Journ. de Verdun, so 
auch überhaupt alle periodische Werke des In - u. Auslandes 
vom Merc. Fran^. an bis zur Decade philosopbique, den 
Mem. de la Societe des Antiquaires u. anderer gelehrt. Ge-^ 
Seilschaften, den Archives curieuses de l'Histoire de France, 
der Revue de Paris u. der Revue des Deuz Mondes berück- 
sichtigen soll. Was den Katalog des Departements der Hand- 
schriften anlangt, auf den man gleichfalls viele Sorgfalt u. 
Mühe verwendet bar, so wird man zunächst mit dem Drucke 
der Section Orientale den Anfang machen, für welche Reinaud 
den Plan entworfen hat. Dieser Katalog, wovon spätestens 
d«r 1. Band zu Anfang des J. 1856 unter die Presse kom- 
iQen soll, ist auf S Bde berechnet. Im Departement der 
Medailles et Antiques wird der 1. Band des gedruckten Ka- 
^loges nach Eckhel geordnet, das Verzeichniss der Münzen 
Spaniens n. Galliens (Gaule) enthalten. Ferner ist von dem 
Kataloge des Departements der Gartes et Collections geogra- 
phiques ein Band zu erwarten, wogegen dem Drucke des Ka- 
^'oges im Departement des Estampes erst eine neue An- 
ordnung der Materialien, unter denen zuvörderst die Portraits 
^Q die Reihe kommen, und dann die Sammlungen zur Franz. 
Geschichte u. Topographie folgen sollen, vorangehen muss. 

[210.] Eine ausführlichere dem Moniteur entlehnte Mit- 
Uieilung über das Departement der Karten u. Kupferstiche 
der Pariser Kaiserl. Bibliothek s. in der Bibliogr. de la France, 



18 BibliothekeakiMMfe. ^ Frii«aibliotheken. 

Fenill. Nr. 5. p. &4 — 56. Aus dieser MittheHaDg lasaea sich 
die Naehrichten über die auf Vorschlag des MiDisters F«rloui 
bei d^r Bibliotbei( stattgebabien PersoBahrerliMkrangeD (& Am. 
J. 1854« Nr. 991) wg&nzen. Im DeparL der gedrucklen Si- 
cher sind Valmore u. Depping, in dem der Karten u. Pläae 
Cortamberl, Generaiseeretair der geograpb. GeseJkfihftfifc, im 
Depart. der Kupferstiche Grat* Duplesais angestellt worden. 
Gleichzeitig mit diesen Ernennungen ist öher Verbosserfiai 
der Gebalte der Bibliothekare Bescbliiss gelMst, u. die Be^ 
stiffimuDg getroffen worden, dass der niedrigste Gebalt min- 
destens 1200—1300 Fr. betragen soll. 

[211.] * Memoire sur leiArthives de tAbhayetdi Viempu; 
par Jkf. Le Glay. ValineiemneSy impr, de JVtgfnei. 8. 1 ^/^ JBL 

[212.] Die Uniyersttilts- o. Nationalbibliothek in Athen 
(s. Anz. J. 1853. Nr. 1280) hat im J. 185a---53 einen Zu* 
wachs von mehr als 5000 Bden als Geschenk von verschie- 
denen Seiten, grösstenthetis von auswärts, erhalten. S. Blatt 
f. KL ünterh. 1854. Nr. 42. p.777. 

[213.] Index Librorum dvplorum, mter ques r«rt haui 
pauei, ex BibMoiheea Äead^ Lundensi puhHea aueiianii lege ü' 
vendendoruwi die XVIII AprüU. Lundae, i^s Bevlingianie. 8. 
135 S, excL TU, Zusamwun 3729 Nrr. 

£nib. eine nicht unbedeutende Auswahl werthvoBer Wmie 
aus allen Wissensebaftsföchern der scandinay. u. zum Theils 
auch der ausländ. Litteratur, Yorzöglich aus dem theo]., hi- 
ster. u. philol. Fache. Man ersieht aus dem rori Hatailegc 
dass in der Lunder Bibliothek unter der auslftnd. Litteratur 
der deutschen besondere Aufmerksamkeit gesobeakt wer* 
den mag. 

PrtvAAttUotheken. 

[214.] Verxeiehniss der v(m den Superintendent F. CA. FtUde, 
Profester Ed. d* Alton, Profeseor und Geh. -Roth J. F. Meekel 
(tl833.) naehgelauenen Bibliotheken, toelehe nebet m^Arcrm 
emderen Büchersammlungen den 36. Februar durd^ J. F)n, Lippen 
versteigert^ werden eoilen, Eingeeandl vw^ J. C/i. Greteger t» BmtU. 
8. 218 S. excL Tit. 14S71 i^rr. 

Der Yorl. Katalog, worin sieh die misten Wissenscbafts* 
fächer reichlich Yertreten finden, enth., aasser den auf den 
Tilel genannten Bibliotheken Fnlda's (p. 1—47. Nr. 1— 307Q, 
reichhaltig in der Theologie) u. d'Alton's (p. 56-^87. Nr. 
3503 — 5236) u. v. Meckel's (p. 87 — 115. Nr. 5237 - 7557), 
welche beide eine Torzugliche anatomisch - physiologiscbe 
Sammlung bilden, auch die ton Pastor Galle (p. 47--*«5'5. Nr. 
3071—3502). Collaborator Dr. Buttner (p.llft^l29. Nr. 
7558 — 8530), Subrector Dr. Steinmetz in Merseburg u.A. 
(p. 129 f. Nr. 8531 f.) hinteriassenen Bibliotheken. Die werth- 
Tolle hymnologiscbe Sammtung Feida's, über die aal Wwisdi 



f m sorgl^Uig wgAfeKigtes haaidscbriftliches Verxeiolmi^s mit* 
gelb^iU wird» soll uogetrennt verkauft werden«. 

[919<] ITerx^tcftfiw mehrerer werthvoUer BüehersamvUun-' 
§en Qu$ vefiM^iedwen Wissenschaft^, ^nier de»m ^ie erste 
Sammlun§. gresstentheils die Schweiz belreß^nde Werke ^ die 
nerle 5amni/t«ii^ aut dem Naehlasie des venlorheMn Dr. Wesi^ 
phalen^ vovs&gUeh juriaüsfihey gesehiehUiche und schönwissen-> 
stMßli^^ Werke, se wie eine Sammhng werthvoller Bambw^ 
geissse^, die fünfte Sammlung U^emisehe Werke eaihäH, un4 
welche it^ ßamlfwg den 5. März durch H» Wßgner effenüich 
verkauft werden sollen. 8» 150 5. ewel. TU. 4166 iVrr. 

Pie Weslpbalen'sche Samailiing (p. 33—98) enth. 1807 Nrr. 

[216.] ferzeichniss der vqn dem Grossherzogl. Qberhef^ 
V^iiger, gehfiimen^ Xirchenrath XH-. fl^ G. 4« Böckel in Olden^ 
i^rg unA dem Ftofesser der Theologie K, G. W. Theile in Leip- 
zig hinlerlassenen Bibliotheken, welche nebst mehreren anderen 
Hdeutef^d^H und werlh^aHen Büehersammlungen aus alten Wis- 
^^nsohaften am 12. Februar zu Leipzig durch F. Förster mvstei'- 
geri wmden seilen. Eingesandt von J. 0. Weiget in Leipzig» B. 
306 tt. 54 S.excl. Tit. u. Inhaltsverzeichn. Zusammen 10695 Ntr. 

Ausser den fiöcM'&chen u. Theile'scben BibtioAeken, die 
eine uiAfas^sende u. n^cfa alka Ricbluogen sehr reicbe Aus- 
waU tbeol» Werk^ bieten, eatb« der vorL Katalog im Anbaoge 
d^9 Verzeicbniss der vom verst. Geh. Heg,-, Consistor.- tt. 
Kamm^paAh Wilhelm. Henning in Greis binterlassenen mei»t 
juristi^ef Sampilui]^. 

[917*] Verzeichniss der Bibliotheken des Herrn Kränner 
in tiegßnsb!urg,y e^nihaliend eine sehr werthvMe Sammhmg von 
^gan^ent-' und J^apier-Manuscriptm^ Originalhandschriften von 
Luther und Melanchthon, Xylographieeu, PergamentdruQken, In^ 
cHnab^ CW^«iX Facef,ien^ eto.^ sowie des Abbd Johann Baptist 
Ritter von Bearzi, Päbstlichen Protonotar und Geschäftsträger 
^* Mßi^ te^ Königs beider Sicilien am Wiener Bofe^ fenthal- 
^^ sehr wichUgfi Qriginalhandsehriften der Reformatoren, sowie 
eine vorzii^g^iche Sammlung werthvoller Ineunt^ln und Bücher 
WS all^ Fächern der Wissenschaft,) weiche nebst mehreren 
undevei^ BiikBJ^ersammlungen am 16. April zu Leipzig durch F. 
Jförsler versteigert uferden sollen. Eingesandt durch T. (X Wei^ 
9ßi in Leipzig. & SMO m. 112 5. esßci. Til.u. Inhaltsverz. Zu^ 
mm&% 6U78 Nrr. (Vgl. oben Nr. 26,) 

Wiewohl schon der Titel hinreichend mi die Wichtig-^ 
keit de^. T(^rl. Kataioges ai^merksam macht, so darf ich doch 
um ^s^en wkklich ausserordentlich reichten Inhaltes willen 
^^ unterlassen « i^eine Ditrcbsicht den Lesern noch heson^ 
K^ ^uempfohjen, da th^ls der üm^land^ dass alle Wi^seur*^ 
^<rhaftBfäeher in?^ Kataloge yertretei^ sind, theils der Reichithum 
^f #Q;^Qa Wiss^nachj^{l£^chejr> thejls u. vonoilgNck die 



ft4 Pmatbibliötheken. 

Wichtigkeit einzelner Stueke eine solche Empfehiung mit Redit 
fordern. Es finden sich im Kataloge wahre Cabinetsstücke, 
worunter vor Allem ein kostbares Unicum, die 1461 zu Mainz 
in der Offizin von Pust u. Schöffer mit den Typen der Bibel 
▼on 1462 gedruckte Bulle des Kaiser Friedrich 111. gegen 
Diether ▼. Isenburg, ferner ein ganz completes Exemplar des 
Holztafeldruckes der Historia S. Johannis Evangelistae , ejus- 
que visiones apocalypticae, etc. zu rechnen sind. FürAuto- 
graphenliebhaber ist das Stammbuch des Christ* v. Teuffen- 
bach mit Einzeichnungen von Luther's, Meianchthon's, Bugen- 
hagen's Hand von grösstem Interesse. 

[218.] * Catalogue de Iwres de ihMogie, junsprudenee^ ele., 
eomposanl 1^ la Biblioihique de feu M. Vabbi Jamei, aneien 
vieaire-gen^raly 2® eelle de feu M. Vabb4 J. IWpier, et 3® de M. 
Joly, dont la venle aura Heu le 7 fdvrier. Paris, Aubry, 8. 
4^. 825 iVrr. 

[219.] Die Bibliotheken des Pastors C. F. Grundmann in 
Kloschwitz u. des Lehrers G. Wienhold in Leipzig' sind am 
19. März in Würzen durch H.Schröter Yersteigert worden. 
^Auclions- VerMeiehniss, 8, 

[220.] Verzeichniss der zur Concursmaue des früheren 
Bürgermeislers Dr, G. L, Balemann gehörenden Bücher aus allen 
Fächern, sowie Landkarlen und Kupferstiche, tpelche am 6. Marx 
durch Keusch zu Kiel öffentlich verkauft werden sollen. Ein- 
gesandt von Sehröder if Comp, in Kiel. 8. 85 S. 3069 Nrr. 

Enth. besonders rechts- u. staatswiss«, historische 
Schriften. 

[221.] * Catalogue de la Biblioihique de M. Blondeau, an- 
' den doyen de la Facultd de droit, dont la vente aura lieu le 
26 mars, Paris, Durßnd* 8. 

Enth. Vorzug!, juristische Werke. S. Bibliogr. de la France, 
Feuill. Nr. 7. p. 80. 

[222.] * Catalogue de livres composant la Bibliotheque de 
feu M, Delacroix» Collection de joumaux curieux parus apris 
fevrier 184S, dont la vente aura lieu le Ib d^cembre 1854. 
Paris, Aubry. 8. 4*/* B. 995 Nrr. Bücher u. 67 Nrr. Journale. 

[223] Die von dem verst. König Friedrich August v. Sach- 
sen hinterlassene Bibliothek (s.* Anz. J. 1854. Nr. 1079) geht 
ihrer allmähligen Zersetzung entgegen. Ausser den den Prin- 
zen Albert u. Georg von Sachsen zugefallenen Abtheilungen 
u. den der Prinzl. Secundogenitur • Bibliothek zu Dresden als 
Geschenk für den König Johann von Sachsen einverleibten 
Werken ist nicht bloi& der vorzüglich reiche botanische Theil, 
den die Königin -Wittwe Maria der zum Königl. Hausfidei- 
"commiss gehörigen öiTentl. Naturaliensammlung im Zwinger 
zu Dresden zugewiesen hat (s. Dresdner Journal 1854. Nr. 
291. p. 1245), sowie die zoologische Abtheilung u. eine Partie 



PriVatbibliolhekeü. 95 

anderer wertbvoller Bücher zu Gunsten der Dresdner Kön. 
öffentl. Bibliothek bereits von dem Nachlasse abgetrennt, son- 
dern auch der Vorrath an juristischen u. einigen anderen 
Werken aus Freier Hand verkauft worden. 

[224.] *Cataloffue de livres rares ei prMeux, composant 
la Biblioihkqae de jftf. CKG^^^y dont la venie aura Heu U 
26. mar». Paris, Polier. 8. 30 Ä. 3304 J^Trr. Pr.2Fr. 

Die an Seltenheiten in der That sehr reiche Bibliothek^ 
in der sich unter Anderen z. B. Cicero de oflßciis. Mogunliae, 
Fust et Schöffer 1465 u* Justiniani Institutiones. Moguntiae, 
Schöffer 1468 vorfinden, besteht aus etwa 8 bis 10,000 Bden. 

[225.] Verzeiehniss der von CK 6. von EüUner, K. Sachs. 
Ober-Posldirector , eie. in Leipzig nachgelassenen Sammlung von 
Kupferstichen^ Radirungen^ Handzeichnungen, Oelgemälden^ kunsi- 
historischen und illustrirten Werken etc., welche nebst einigen 
anderen Sammlungen den 5. März durch H. Härtung in Leipzig 
öffentlich versteigert werden. H. 128 5. excl. TU. 4190 JVrr. 

Catalogue d*une belle Colleetion de Lettres autographes dont 
la vente publique aura Heu le 19 Furier d Leipzig. Ver.- 
zeichniss der von Demselben nachgelassenen grossen und ausge- 
zeichneten Sammlung von Autographen. Zweite Abiheilung etc. 
Eingesandt wm H. Härtung in Leipzig, 8. 125 S. excl. Tit. 
4468 Nrr. (S. Anz. J. 1854. Nr. 1082.) 

Bei dem bekannten Reichthum der v. Höttner*schen Samm- 
lungen darf ich mich hier wohl einer weiteren Inhaltsangabe 
der vorl. Kataloge, zumal in Betracht des Mangels an Platz, 
überheben. 

(226] Der Stadtcassirer Ferdinand Ihling in Leipzig, ein 
Bibliophile, wie es deren jetzt nicht so gar viele geben mag, 
ist am 19. Febr. plötzlich verstorben. Ein feiner geläuterter 
Geschmack, umfängliche Kenntnisse u. ein nicht unbedeuten- 
des Vermögen hatten ihn in den Stand gesetzt, sich eine 
ausgewählte Bibliothek anzulegen, die in einigen Fächern 
nahezu durchaus vollständig ist. Vorzugsweise gilt dies hin- 
sichtlich der Göthe- u. Schiller -Litteratur. Die deutsche 
Litteratur« sowohl ältere als neuere, die Geschichte Leipzigs 
u. überhaupt Sachsens, die Bibliographie u. Litteraturwissen- 
schaft sind in der L'schen Bibliothek ausgezeichnet vertreten, 
von der auch Curiosa, Incunabeln u. Chroniken in reichlicher 
Zahl nicht ausgeschlossen geblieben sind. Die Werke, welche 
L einmal besass, sammelte er gern in allen vorhandenen 
Ausgaben. Ob die Bibliothek, die dem Neffen des Verstor- 
benen, einem jungen Buchhändler in Triest, mit der übrigen 
Verlassenschaft als Erbe zugefallen ist, unter den Hammer 
kommen werde, lässt sich zur Zeit noch nicht bestimmen. 

— 6.— 

[227.] V&rxeichniss ein^s Theiles dtr v(m mil Ob.-Med.-' 



M PmatbibUothekcfi. 

Ralh Langenheek hiersMti nachgelasmnen Büektr^Smmmkmg 
tnedicinischen Inhaüi weicht den 22. Januar tM)« J. Stkepdir 
meisibietend verkauft werden tollen. Göilmgen. 6. M S. exd, 
TU. 2inNrr. 

[228.] * Katalog der Palrielüehen und Philologi$chm BibHo- 
ihek det Profeitors Dr. D, J. van Lennep in ÄmHerdmL Auclvin 
den 23. April hei F. Müller in Amüerdam, 6. 

Diese SamnilaDg , die wohl eine der letzton werthvollen 
philolog. Bibliotheken iet, wie man sie frfther unter -den Hol- 
land. Gelehrten häufiger anzutreffen pflegte, eothSit eine siera- 
lich bedeutende Anzahl der seltensten u. wichtigsten Werke 
in scb&n gehaltenen u. selbst prächtigen Exemplaren, von 
denen eintheil aus den Bibliotheken Crevenna's u. dettosch's 
stammt. Viele Bücher sind mit handsehrMil. Ziaatzcn he- 
rühmter Gelebi4en versehen. 

[229.J *Cataloffue de livres^ la fluparl raree et emiem, 
provenant de la Bibliolhique de M. Libri Carueci, donl la venu, 
prescrile par detuc ordonnances de M. le FrSndeni du Ttibunal 
cwü de la Seine, det 3.0 avrii et ler juülel 1853, mura lie» 
le 12 avril. Paris, Tilliard. 6. 11% B. 1653 iWr. 

Enth. eine Metige der seltensten u. wertbvoUslen Werke, 
die dem Sammeleifer ihres früheren Besitzers gewiss aüe 
Ehre machen würden, wenn man ntir hinsidittteh ihr^s rechl- 
mässigen Erwerbes weniger in Zweifel wäre; denn Mo viel 
ist doch wohl gewiss, dass Libri bis jetzt nodi niohC im 
Stande gewesen, sich Ton allem u. jedem Veniacltte, der ihn 
bekanntlich mit Schmach bedeckt von Paris u. .ans Fradk- 
reich vertrieben hat, volistdndig zu reinigen; Der Vlerkauf 
der im vorl. Cataloge verzeichneten Bücher tat von Seiten 
des Gerichtes zur Deckung der Prozesskosten aflgesrdn^t 
worden. 

[230.] * Katalog der medieinisdien Bibliothek dee wiil. Dr. 
Lippich. ÄticU im December 1854. Eingesandt von H^f in 
Wim. 8. 54 5. 926 Nrr. ' • 

[231.] *Calalogne des Ivores con^sanl la Bibliokkeq%te de 
feu M, Longueville. La vente aura Heu le 15 mars. Pürity 
Durand. 8. B B. 395 JVrr. 

Enth. besonders Philologie. Vgl. JBiblio^. de la Fradce, 
Feuill. Nr. 7. p. 80. 

[232.] * Examen erilique de l'ouvra§€ aiganl pour tiira: 
Consid^alions sur les origines de la meiison de LmhräAne* Diä- 
cours de rdeeption ä VAcadSmie de Stanülas; par TaMif Maf- 
ehal. {Extrait de la 2e Sditimiy endore en manueerih dm s^ip- 
pl4menl au Catalogue raisonn^ des Colleetiont lorraines de M. 
Noel.) Nancy, Dard. 8. 2% B. (Vgl. Anz. J. 1663. Nr. 1075.) 

[233.] * Catalogue des detsins et ettampes, tableauXj curio- 
$it^9 litrei et aulographes^ eompatant la ooUeeÜ^ ds Jf.£.P. 



Nwrhük^ i&M ia viMe aura lim h 5 f^nitr^ Paris, Aukry. 
8. 2 Vi B. 

finth. zu Aofang eine biofrapb. Mittbeiiung über den 
kekaMten Violeoeellisten Louis Pierre Martin Norblin de la 
Gourdfiine, geb. 1781. 

[334.] Einige Angaben ober die fOr MSS. der Bibliothek 
William Pickering's (s. Am. J. 1854. Nr. 488) gesahiten Preise, 
sowie fiber den Verkauf der Bibliothek Crofton Croker's, die 
sieb durch wertbvolle anglo « irische Balladeu, iltere Werkt 
zur engl. .Gesucht«, MSS. ausgezeichnet, tind^ sich im 
«Athen. 18d4. 9 Decb. Nr. 1413. p. 1406; 16 Decb. Nr. 1416« 
p.1528— S»; 80 Decb. Nr. 1418. p. 1592. — 6.— 

{235*] *€ulalogue des livret compQsatU la Bibiiöiheque ar- 
H$liqae^Mreh^vioffique^ hiHorique ei litläraire de feu M. EamU 
Roekßlle, memkre de VinsiUutj elc, dönl la vente awra Heu k 
aO.mar«. Pcari^, Techener. 8. 26% B. nutPortraü. 3863 iVrr. 

Voran geht eine biograph. Notiz über Desire Raoul Ro- 
cbette 178^^1854 von Paulin Paris. 

[286 J Caialague des Livres relalife aux Sciences ruUu* 
reHeSj Geologie, Bolanique^ Zoologie j M^decine et ouvrages di- 
versj qui compesaieni la Bibliolheque de C. G» C. Reinwardt , en 
son vivant Professear de Bolanique et de Chimie ä VüniversiU 
de Leyde^ elc. donl la venle aura Heu le 12 Mars- par E,J. 
BriU ä Leifde. 8. 184 S. extl. 4 Bll Titel , Vorwort u. Vorbe- 
merk. 3812 J^rr. 

Eine im Fache der Naturwisseoschaften, besonders Clie* 
fflie, Geologie u. Botanik, wirklich ausgezeichnete Sammlung, 
bei deren Herstellung ebenso sehr eine warme u. verständige 
Liebe an den Buchern, jwie gründliche u. umfassende Kennt- 
nisse mitgewirkt haben. Das von dem Chef der Leydner 
Universit.- Bibliothek J. Geel dem Kataloge vorangeschickte 
Vtftwort giebt eine gedrängte Darstellung des Ganges^ den 
die Studien des Verst. genommen haben. 

[237.] *Täble des prix des liores, mdnuserils, autographesj 
densins ei' gravwes de la Bibliolh^ue de fea M, A. A. Renouardy 
vendus ä Paris du 20 novembre au 23 d^tembre lS/r4, sous la 
direclion de L. Potier, libraire, Paris, Polier^ 1855. 8. 2 B. 
Pr.2Fr. <8.Anz. J. 1854. Nr. 1157.) 

Der Gesammtertrag der Auction beträgt 203,600 (nach 
anderen Mittheilungen 208,000) Fr. Für Einzelnes sind sehr 
bebe Pneise gezahlt worden, wovon allerdings ein guier Theil, 
wie dies in Frankreich gewühnlicb ist, auf Rechnung des Ein* 
bandes der Bächer u. anderer dergl. Nebendiiige kommen 
mag. Einige Beispiel solcher Preise sind: 10^50 Fr. för 
Preoes psae cum calendario in 4^ MS» < ven Hm. v. Rotfa*- 
sddd ffreUmtm); 9200 Fr. für Tallii orstiones. Venei., Citri- 
stoph. Valdarfer. 1471. fol. auf Perg.; 4000 Fr. ttr Original». 



96 PrivaÜHbliolhekoL 

briefe von der Hand Boileau's an Brossette; 2750 Fr. für die 
Ars memorandi per figuras EvaDgelislarum ; 2650 Fr. für 
Biblia sacra vuIgaU edit Romae ex typogr« apottol. Vaticana. 
1590. fol. aufGrosspap. mit dem Wappen von Papst PiasVil. 
u. mit zwei Schreiben von Renouard u. L. van Eas ; 1825 Fr. 
für die Ausgabe der Grandes Cbroniquea du grand Roi Gar- 
gantua vom J. 1832; 1720 Fr. fflr Erasmi Ralerod. adagia. 
Venet., in aedibus Aldi et Andreae soceri. 1520. foL mit 
goldn. u. färb. Initialen, Exempl. Grolier; 1600 Fr. fdr Vir- 
gilius. Venet., in aedib. Aldi et Andreae soeeri. 1527. 8. 
JBxempl. Grolier; 1100 Fr. für La Fontaine's Contes et Noo- 
velles en vers. Amsterd.1762; 800 Fr. für die Ausgabe der 
Werke Boileau's vom J. 1718; 685 Fr. für die Werke der 
Hargaretbe v. Navarra; 680 Fr. für die Werke von Bonsard 
vom J. 1509; 500 Fr. för die Werke von Villon vom J.1834. 
Der bei Weitem grösste u. ansehnlichste Theil der R.'scheD 
Bibliothek ist in Frankreich geblieben. S. Bibliugr. de la 
France, Feuill. Nr. 8. p. 96. *Llndepend. Beige 9 Jany. (nadi 
dem Journal d. Debats) u. Augsb. allg. Ztg. Nr. 10. p. 151. 

— 5.- 

[238.J Verzeiehniss über die von dem veretarhenen Capüai% 
Schaper nachgelassene Sammlung von Kupferstichen und Radi- 
rangen^ welche mittelst öffentlicher Äuction in Kopenhagen den 
blenMärx verkauft werden, II, Von italienischen, französischen 
und Englischen Künß^lem. 8. 119 5. excL 2BlLTit. u. Vorie- 
merk. 2115 Nrr. (Vgl. Aoz. J. 1853. Nr. 1077.) 

Die dritte Abtheilung der Scb.'schen Sammlung, wovon 
der Katalog nächstens erscheinen wird, Soll wahrscheinlich 
schon im Mai oder nicht viel spSter unter den Hammer 
kommen. 

[1930«] Verzeiehniss der von dem KönigU Dänischen Ge- 
neralconsul zu Leipzig Gustav Heinrich Schmidt auf seinen Rei- 
sen nach Äegypten, Nuhien, Palästina, Ostindien und China gt- 
sammelten ethnographischen Gegenstände ^ als Vasen, Marmorar- 
heiten, Waffen, Kostüme, Münzen, musikalische Inslrumenie, na- 
lurhistorische Gegenstände etc. etc. welche nebst einer Sammlung 
von Manuscriplen , Büchern, Kunslgegens landen und Musikalien 
am 29. April zu Leipzig durch F. Förster versteigert werden 
sollen. 8. 32 5. earc/. Tit, 1030 A^rr. 

Namentlich für Orientalisten sowohl in Bezug auf Wis- 
senschaft, als auf Kunst .von grossem Interesse* Die HSS.» 
wozu man auch das Handexemplar de Sacy's von seiner Chre- 
stomathie arabe mit vielen eigenen handschrifti. Zusätzen, No- 
ten u. Varianten rechnen mag, sind sämmllich in orieotal- 
Sprachen. Sonst enth. der Katalog mehrere bemerkeaswertbe 
Kupferwerke. . . , 



PriTatbibIiothAeK.^JiM^aekeau»lBibL-Band8cbririen etc. i# 

94^] Die BiMioftek des Advocafeti J. F. v. $peekfier in 
Huncii^n ist daselbst am 11. Decbr. ISH versteigert wordetf. 

•Mutahg. 8. 

[UL] Caialoffue de la BibH^ih^e dt feu V. CK. 9ithsit^ 
Boitmr cn phil. et en miäeekne^ agTig4 Hbre de la Fa^Hi äÜ 
mSd^iin; m^deein etmiimal ä Barr, ete., doni la venle aurd lim 
h 2A parier en la demewre de PHon ä Sttasbourff. 8. tM Si 
iSßclTiL ^122 Nrr. 

Hauptsäfiblidi medici». u. natorwissenschaftt. lülislts. 

ß4ä} VeTXiu^«i$s dir vott> JusHzraÜi Dr. SundhHfH u.A. 
nachgelassenen Bibliolheken, welche den ^0. April ö^f^en^ch mHU- 
JnHend tersUigerl tterdien selten. Gieisen. 9. 62 S. esteh rt(. 
U^ Nrr. 

Ebtfa; Bäober aas den Fiebern det> Itedits- ü. Sfaüls^ 
vtsseoscbaften, Botanik u. Landvtirtbsebaft, GescHicbte, Theo- 
legie, eie* 

[M3.] Calulogue d'^me riche CölHecäan de Livi^es, spMak^- 
meni sw la Phila$ophi4 oontempotaiii&^ prin)4nan4 de ta Bibltb-' 
ikique 'd^ fem Nie. Em. Tandel ■, Aneiin Profeneur de- Phdtoso' 
phie ä Vüniversü4 de Liege, Doni la Venu pulßHque^ aura HeU- 
WM la direoiioit de C.f.Fon$hfl^ ä L^ma4iij le iSr. /anvier. 
8. ^^8.€sccL TU. 1860 JVm 

Eia im Fache der Phildsopbie wirbiich sehr aebtMirer 
Katalog. 

[214.] * Catahgue des' livres , prinsipalemeHt > reidHfit auäf 
sßienees ei ausß beaux^atls, d fhist&ire 0t ä tareh/dhgh, jpti 
composaienl la Bibliolhique de feu M. le VicomH L. E. J^. m^ 
ricoH de Jibury, vnembre de ^ÄctMmi» dH sf^emeet dtf fkisülui 
eto., d9ni la wnte se fera le \%. D^cemAfre 1S%4» PkHs, fbil* 
lause. %..1%B. 1228•^rf. 

Voran gebt eine auch in besonderem Abdruette ('^4 Bi- 
in* 8*) ersclneiieiie Notite biogropliq^eie anr Loäisi fVan^ois 
IMricart, ViooHtfe de Thurf. 1I6 k Paris le » jliin 1770^^ ttMV 
k R^ttö ie 1» janvi^ 1864v 

Alidrnelie au« B&M«'T|W«a<Uel»Mftf»t etc* 

1246.] Jioiiiffii«n«a Stuta inediu». Ifo0a CalleeHe t^bUli 
Ä. tt. d. T. : Fragmenid Sacra paümpsesUk eivh Ft^gm^n^a cum 
Nxxvi' (um YilerU TifslamenH eiv ^ttvgfft«' ci^ie^^^ OrineU pa- 
limpsesti9 anli%isissimis nuperrime in OrienU w^^erUs» Äddila 
sunt Fragmenia Psalmorum pti^>yraeea et Fragmenia Efsamgä^ 
lisiariarum pallmpeeek$j »(0*1 Fragfnentum o#dl'ci»>fWdmc^.4tt- 
gusianL JSunc prtmvni ermt- olf«« edidit Aenoth^ Frideric. 
Constantinuß Tischendorf, Theologiae in Aoademia Lipsiensi IVo- 
fessor ett. Lipsiae, Binrichs. 4. IKUTllU STB S. Mit 3 Taf. 
Facsimiles. Pr. n. 16 Thfr. 

[2M.] Le^ MonnmenU de la 64i>graphib m R^ttteH *an*- 
PeUhQldt, Anzeiger, Min iW. 7 



100 Abdrflcke aoa BibK-BtndsdiriftcA «o. 

eiennes Carks Emrcfdmnes H Orieniales Jitemnpagn^ei d^^Sph^res 
Terrßsires et CSlesUs, de Mappem9nd$s el TubUs Cotmographiqmi^ 
d*Astrolabes el aulres instrumenU d*ohservalionf depuis le$ Umpt 
les plw recvddt jusqvCä Vif^q^e tOriÜiue el de Girwd Mer- 
eator^ pablUs en fac^simiU de la grandeur da ori^aum par 
M'Jomardy Membre de l^In^lilMl de France, Conseivalew de la 
CoUeelion gSographiqae d la Bibliolhiqae Imp&iale^ elc. Quvrage 
canlenanl des recherehes pour servir d VHUloire des dScomverles 
et des seiefices giogßtapMqHes. Pari. L ld»r, I. JRbrif, Mhiprai 
elc. AlL Fol 4 Doppel' u. 2 einfache BIL exd. TiteL Fr. n. 
8 Thlr. 10 Nsr. 

Nach Originalen der Bibliotheken in Frankfart a. M., 
Hereford, London (Brit. Museum). — Der Anfang eines ebenso 
schönen a. ndtKlicbeo, als umfassenden u. schvierigen Unter- 
nehmens, mit dessen Plan der Herausg. sich schon seit 1828, 
dem Jahre, wo man in der grossen Pariser Bibliothek die 
sogenannte CoUection geographique zu schaffen u. «inzarich- 
ten begonnen hatte, fortdauernd heschäfUgt hat. Möge dieses 
Unternehmen nach Verdienst allseitige Beachtung u, Unter- 
stutzung finden. 

[247.] Les Annaks el la CAronifue des Dominieams de 
Colmar. Edition eompUte d*apres le mannserü de 4a BMio^ 
Ih^qae Royale de Slullgarl, avee Iradmelion en regardy noles et 
dclaireissemenls, elc. par CK Gerard^ avocat d la cour iwpSriaU 
de Colmar^i el Jf^Libiiny direeleur de la Revue d*Alsace* Colmar, 
impr. de time veuve Decker. 1854. 8» JT/X, 367 S. Fr. n, 
2 nir, 12 Ngr. 

[248.] Glossarium latinum Bibliolheeae Parisiuae aniiquis^ 
simum saee. IX. DucripsU^ priwum edidit, adnolalionibms illu- 
slravit G. F. Hildebrand. GoUingae , DieUrich.- l8hA, 4. J, 
3>0Ä iV.n. 2rAir- 

[249.] * Chirurgie de Paul d'Egine, Texte gree reetitu^ el 
collaUonn^ sur lotu les manuscrits de la Bibliothi^e impiriale^ 
aeeompagni des variantes de ces manuscrits et de tellee des deux 
idilions de Venise et de Bdle, ainsi que de notes philologiques 
et m^diealeSf avee traduclion franpaise en regard ; prMd^ d'une 
iMroduclion , par Rine Brian , Docteur en mddecine de lä Fa- 
enlli de Paris. PariSy Masson. 8. 508 S. Pr. 8 Fr. 

[250.] Vier griechische Briefe Kaiser Friedrichs des Zwei' 
ten. Zum ersten Male herausgegeben von Gustav Wolff. Ber* 
Im, Springer. 8. 59 S. Pr. n. I2V2 Ngr. 

Aus einem Codex der Florentiner Laurentiana. 

[951.] IlepBbiH PyccKiH b^aomocth ne^iaTaBiniKCÄ 
irt> MocKB* Bi) 1703 roAy. Hoboc xHCHCHie no a^Jm!) 
aRceMnAHpaMi), xpaHan^iiMCii bi» HMnepaTOpCKoii Ily- 
Sa^HhoÜ EHSAioTeKt. C. ÜAeTepGyrl}. fAufMei' Rückseite 



AbdrädLe aus Bibl.-HapdiclirifteQeta«'-- Bibliothekare etc. 101 

da Huk: Gb p03p£ineHiH HeraaAbCTBa HufiiepaTOpcKoii 
11} Sah^hoh EhGaiotckh iTb CynoA^AbHOH TMnorpa<|>iH.) 
8. 30 5. Vorrede mü 2 BH. Tit. u. Weihschrift; 202 5. Text 
neJ>st 1 TitelbL, 1 wei$$. Bl. u. 2 Btl Varianten; 51 5. Jl^^'- 
sler; 2 BIL Corrigenda» Nebst einer lithogr. Taf, Facsimile. 
Nur in wenigen Exemplaren abgedruckt. Fr. 2 Rb. S, {Die erste' 
Russische Zeitung gedruckt zu Moskau im /. 1703.) 8. oben p. 33. 

Vgl. bierüber zwei Artikel : Facsimile-Abdruek der ersten 
russischen Zeitung. Jahrgang 1703. (St. Petersb. Ztg. Nr. 19.) 
8. 1 Bl. Abgedruckt oben p. 33—35 u. in der Beilage z. d. 
Hamburg. Nachrichten Nr. 42. — u. : Bibliographie. Exfrait du 
Journal de Saint-Petersbourg, No.611, du 22 Janyier (3Fe- 
vrier). 8. 1 Bl. 

[252.] *Tov ViXXov Mixctijl eig v^v tfwxoyovtav tov 
nidtcovog, Michaelis Pselli in Piatonis de animae procrea-' 
tione praecepta commentarius , nunc prlmum ex codice Biblio- 
thecae Äcademiae üpsaliensis edidit , emendavit, latine reddidit, 
commentariis et prolegomenis persecutus est Carolus Guilielmus 
Linder, Philos. Dr. ad Acad. üpsal. Litt, jRom. Docens. üpsalae; 
Samson ^ Wallin in Stockholm in Comm. 1854. 8. X, 1 B/., 
70 S. mit Bolzschn. im Text. Fr. 20 Ngr. 

Vgl. hierüber Lit. Cenlralbl. Nr. 7. p. 99. — Dem ♦Af- 
tonblad zufolge ist in neuerer Zeit aus der Bibliothek von 
Upsala auch Ülfila's Bibel - Uebersetzung, der berühmte soge- 
nannte^ Codex argenteus , der bekanntlich die einzige der 
Nachwelt noch übrige ausführliche Probe der mösögothischeA 
Sprache enthält, von dem DocentenUppströni vollständig in der 
Originalsprache u. mit besonders Idazu angefertigten möso^ 
gothischen Typen herausgegeben worden. S. Beil. z. Augsb. 
allg. Ztg. 1854. Nr. 357. p. 5709. 

JÜMIotbekiMre etc. 

[263.] Jacq. Ars. Polyc. Franc. Aacelot, Mitglied des In- 
stituts, froher 1825 Bibliothekar des Arsenals in Paris vu 
dann bis 1836 des Königs Karl X., geb. 9. Febr. 1794, ist 
7. ^thr. 1854 au Paris gestorben. S, Leipz. Repert. Bd. L 
Hft.2. p.126. 

[254.] Colümh de Batines. S. Beil. x. Augsb. allg. Zeit, 
Nr. 24. p. 377. 

Paul CMofisb de BatineSf der sich als Bibliograph durch 
seine Dante-Liileratur einen Namen gemacht hat, u..9eit meh- 
reren Jahren schon mit einer Italien. Bibliographie, einer Art 
Bronet für. die itaL Xiiteratur (Dizionario manuale de Biblior 
grafia Italiana), beschäftigt gewesen, ist 14. Jan. in Florenz 
gestorben. 

[255.] Edw. Wedlake Brayley Esq. , früher SecreUir u. 
Bibliothekar der Russell Institution in London, ist im 85. Le* 



1^3 BibOotiiefaire etc. 

ben^lird 28« Splbr. 18A4 tu London gettorbiHft & teipr. 
Bepert. Bd. 1. Sft 2. p. 127. 

[256.} *Oemvr$i ckomies d^Bipp^evuUf truduiim swr In 
texte$ fnanmcriU et imptim^s, accom§agniei d^qrgumenU^ ie no- 
teSf el prSc^ddet d*une ifUroduolwn par U döcUwr Ck^ Barem- 
herg , ßiblioüi^emre d$ la Bibliothique Mazarim , Bibliolhieair$ 
ho9orair4t 4e iÄca4imH de medeeme^ eU. IL Ediiiim, enUere^ 
f|i«fU refondue. Paris, Labd. 6. 50 V« B^ Fr. ^ Fr. 

[2ä7.} Der frühere Oberbibliothekar dar Köq. äffentL 
Bibliothek 2» Dresden, Hofratb Dr. K. Falbensteio, ist am 18. 
^n« im kurz vorher ToUendeten 55. Lebens|ahre gestorben. 

[IS&9«] ^^ Sagemekaig des Königreichs Sachsen. Zum 
ersten Male in der ursprünglichen Form aus Chr^iken, ntütid- 
Mken and schriflliehen Ueb^erlieferungm mud- andeiwm Quellen 
gesammelt und herausgegeben wm Dr» Johann Georg Theeder 
Grosse, ete. Lief. 2—4. Dresden, Schönfeld. 8. S. 49— 192. 
iV. li 5 Ngr. (Vgl. oben Nr. 40.) 

[259k] Allgemeins Culturwissenschaft von Dr. Gustav JKlemm» 
KönigL sächs. Uofrath und Oberbiblioihekar tu Dresden. Bis 
maleriellen Grundlagen menschlicher CuUur. A. u. d, f.: Die 
Nahrung, Getränke. Narkotica. (Mit eingedruckten Holsschnüien.) 
Leipzig y Romberg. 8. B99 S. escl, 4 Bll. Tit., Weihsehrift u. 
Jnhaltsvsr^ieichmss. Nebst dem Portrait des Veff.'s. Pr.n.lTUr. 
6 Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 1161.) 

[260.] Beiträge zur Geschichte des DomUUhamr^ oder 
Prediger - Ordet^s in allen Ordens- Provinzen, (Berausgegehen 
von P. Ignaz Lamatsch, Senior u. Bibliothekar, des Reizer Kon^ 
v^S'Prediger- Ordens.) Hß. l — 2. Znaim^ Druck von JSofmann. 
(Oedenburg, Brandler in Comm.\ 1854. 8. S. 1— iO^. IV« n. 
24 Ngr. (Das Werk soll au$ 5—6 Ifßen bestehen.) 

[261.] Histoire politique du regne de VEmpereur Charles- 
Quini avec un rdsumi ^s Mnemenis primrseurs depuis le ma- 
Hags de Uammlien d*Äu$rieüe ei de Uhrie de' B6uf\g4§9tei par 
k- ehevaliar' M^rehal, Con^enniteur des manuseritt de la Mblia^ 
MquB royaU (ancienne BibUothi<que ds- Böur^gne)^ eUi; etme 
ik collabbrülion d^ Bt. Bd. mtrehal^ Filr, AUaOie' au SsiMi^tiat 
de VAcademie royale de Belgique. Livr. 1 — 21 BtugßelUäy 
Tarier. 1854. 8. S. 1—1^3. Fr. an. 12, Fi^ Pap. li 23 Ngr. 
(Das vollsländ. Werk soll in 8 Lief, ausgegeben werdnn.} 

[292.] An die Stelle des wieder nach Bemi zürdtkge- 
kehrten I. Secretairs de» german. Museums M Nfimberg< D« 
W. Harless (s. Anz. J. 1864. Nr. 578) ist Dr. J; IL Mttfer ans 
HHdesbeim getreten, u. mit der BearbeilAing der BifcüollieksH 
repertoriekl beschftitigt. S. Anzeiger f. Kunde* d« DfeuCseh. 
Vorzeit N. F. Jahrg. 11. Nr. 11. p. 277. 



30. Aprilt t^iertes ttefl. i8$$# 

Nr. 2S8 u. folgende einhaltend. 



[263.] üerge Poltoratzk^, Bibliophile and Bllillo- 
. grapli von Avt0€hariiio»4() 

Unter den Bibliophilen der Neuzeit ist kein Mann war- 
diger, i»it Auszeichnung genannt zu werden, als Einer „von 
der grossen Horde der russischen Barbaren," Serge Polto- 
ratzky/Herr von Aflschiirino. Er, der von „barbarischen'' 
Aeltern geboren, unter den „Barfearen** auferzogen und von 
((er „Knute der russkohen Soldateska*' geschult worden/ und 
selbst „der gestrenge Herr einer unterwürfigen Schaar von 
Sciaven und Knechten*' ist, hat sich durch seine feine Bil- 
dang, seinen regen Eifer fdr Wissenschaft und Litteratur und 
durch seine reichen geistigen und materiellen Mittel unter 
den Bibliophilen zu einer Stelle erhohen, die ihm, selbst von 
vder grossen hochgebildeten Nation unter den schutzenden 
Filtigen des Aars der Napoleoniden ," zu deren Regalen die 
Bibliophilie — was nutzt Zank und Streit! — rechtmässig 
gehört, nur Wenige streitig zu machen im Stande sind. Diese 
Anerkennung verdient Poftoralzky' ohne allen Zweifel, und wie 
ihm dieselbe schon der verstorbene Baron v. Reiffenberg, ein 
Sadikenner in der Bibtiophifie, in reichem Maasse hat zu 
Theil werden lassen, so ist in neuester Zeit auch Querard, 
gewisft im Fache der Bibliophilie und Bibliographie eine nicht 
minder wichtige Autorität als v. ReilTenberg, ein warmer und 
beredter Lobredner Poltoralzky*s geworden. Der Anzeiger 
fühlt die Verpflichtung, im Kreise seiner Leser der Qiierard'* 
sehen Lobrede weitere Verbreitung zu geben. 

Serge Poltoratzky, aus einer durch ihre Liebe für Kunst, 
Wissenschaft und Litteratur sehr achtbaren und im Russischen 
Kaiserstaate angesehenen FanfHlie entsprossen, ist der Sohn 

des Staalsralhes Drailri Poltoratzky, und am 4 febraar ^^^^ 
zu Moskau geboren. Nachden^ er daselbst im Vaterhause den 
ersten Unterricht erhalten, und denselben 1818—20 als Stu- 
diengenosse d.es später so bekannt gewordenen Grafen Alexis 
de Saint T Priest , im Odessaer Lycouro Richelieu unter der 
Leitung des Abbe Nicolle fortgesetzt hatte, trat er nach sei- 
ner Bückkehr nach Moskau 1820 in die dortige Kriegsschule 
und im Februar 1823, bei Beendigung seines militairiacben 
Schuicursus, als Generalstabsodizier in die Armee ein. Dodi 



•) S. oben Nr. 61. 
Petthoidt, AHt9iger, ApHl 19», 



104 Serge Poltoraizky» Bibliophile etc. von AfUdiurino. 

T^Uess er schon im Apri 1827 daeOier wieder, und wid- 
mele sich seitdem, von hinreichenden Glucksgülera uoter- 
siutzl, unw8geeeU( tbeüs iodustriellep Bf streihangen , theils 
und vorzäglich wissenschaftlichen Studien und der Befriedigung 
seiner lebhaften Neigung für Litterator. In dieser letslereti 
Beziehung sah er sich zur Ansammlung einer Masse vpn Jit- 
terarischen SchStzen und, als eifriger Patriot, namentlich Ton 
Schriften über Russland, von den gr(^ssten und werthvoUsten 
Prachtwerkeo herab bis zu den kieinsteo Broschüren, veran- 
lagst und angeregt. Auf seiner ßesitzimg, in Avtscharino, er- 
hielt die Sammlung ihren iPlatz. Der Baron v. Reiffenberg 
schreibt darüber im Bulletin du Bibliophile Beige Tom. IV. 
p.42: A Avtchourino, sur l'Oka, ä 12 ?erstes (kilom^tres) 
de Kalouga, s'eleve une confortable habitatioo, dans iaquelle 
UQ aroateur plein de goüt et heureusement favorise par la 
fortune, a menage ä ses livres un elegant saactuaire. Huit 
salles spacieises et bien decorees renferment une coilection 
de iout ce qui conceroe la litteraiure russe et la Russie en 
general, quantite de jo«rnaux, d'ouvrages bibliographiques et 
de ces curiosit^s qui, malgre leur mince vokime, attirent 
tout d'abord Tattention des connaisseurs. M. Serge Poiioratzky 
a fait afficber, dans cbacune des salles de sa bibliolheque, 
des yers du poete anglais Bishop sur le caraclere special d'iine 
bibliotbeque. Poltoratzky scheute weder Opfer, noch Muhe, 
diese seine Sammlung nach allen Seiten hin zu bereichern, 
und seinem Eifer war es daher auch geluogien, von der aus- 
«erst seltenen ersten russischen Zeitung vom J. 1703, wovon 
bekanntlich die Kaiserliche öffentliche Bibliothek in St Peters- 
burg in neuester Zeit ein vortreffliches Fac«imile verölfent- 
liebt .hat > ein vollständiges Exemplar tu erlangen. Ein An- 
derer wurde einen solchen Schatz , eifersüchtig aul seinen 
Besitz, vielleicht unter Scliloss und Riegel wohl gehütet haben; 
allein Poiioratzky hat in edier Uneigennützigkeit für ange- 
messen erachtet, die insbesondere für Russland so überaus 
werthvolle Seltenheit, deren Existenz in einer Privathibliothek 
doch immer mehr oder weniger gefährdet bleibt, seinem 
Vaterlande zu sichern, und sie zu diesem Zwecke und als 
Zeichen seiner Liebe und Ergebenheit gegen die Hejmath der 
St. Petersburger Kaiserlichen Bibliothek, der er als Ehren- 
mitglied angehört, zum Geschenk darzubringen» Mit gleidicr 
Uneigennützigkeit war er auch stets gern bereit, aus der 
Tülle seiner litterariscben Mittel die wissenschaftlichen For- 
schungen Anderer zu unterstutzen, und Jedwedem, der sich 
an ihn wendete, mit seinem eigenen Wissen und seinen Bü- 
cheni rathend zur Hand zu gehen. Es ist daher in dieser 
Beziehung gewiss nur eine gerechte und billige Anerkennung 
der Verdienste Poltoratzky's^ dass ihm mehrere Sobriflsleller 



S^tgä t^oltdratekV» Mbliophile etc. Vöü Avtgc^arifao; Ith 

ai6 Erzeugnisse ihrer Muse gewidmet und zugeeignet haben. 
So hat Querard ihm, als seinem ,,Wohlthäter,'' seine Super- - 
cberies litteraires de?oiiees und die Bibliographie Voltairienne 
zugeeignet. So unermüdlich aber Poltoratzky war, die Ar- 
beiten Fremder nach Kräften zu fördern, ebenso unablässig 
arbeitete er auch selbst daran, aus den von Anderen noch 
unerforsdHen Tiefen seiner litterarischen Schätze die Aus- 
beutle langer und sorgsamer Studien ans Licht zu stellen, und 
wotüöglicn einst ein Werk zu Stande zu bringen, welcÜes 
nicht nur der Litteratur überhaupt zum grössten Nutzen %%-^ 
ri^ichen, sondern und insbesondere aucb der russischen Lit- 
teratur eine wahre Zierde verleihen wurde. Es ist dies eine 
Russie litleraire, ou Dictionnäire bibliographique de tous Ie& 
auteurs russes, ainsi que des auteurs etrangers qui ont ecrit 
sur la Russie. 

Die Ton Poitoratzky bis jetzt veröffentlichten Schriften 
sind folgende: 

Lellre «a Rödacteiir dn ,,Tel^graphe d« Moseoo,^ sur qnelqnes arlides bi- 

bliograpliiqnes el criliqaas relatifa ä la lillöratüre rosse. Moscau, de 

rimpr. de Semen. F6rrier. 1828. 8. 30 S. 

Dieser Brief, der zuerst im Telegraphen von Moskwa hrsg. von Pole- 

Tol in russ. Sprache erschienen, ist im Moskwaer BoÜMin do Nord r^d, 

par Lecoinie de Laveaii ins Französische iiberselzt, u. daraus besonder^ 

abgedrncki urorden. 

teure de Voltaire (1745), relative h son Hisloir« de Pierre U^, adrcss^e 
an comte d'Alion, minislre de France en Rnssie sons le r^ne de l'im- 
p6ratrice Eiisabeih Ire, pnbliäe poiir la ptemiere ai nnjqne fois dans nn 
jonrnal rosse (le ,,Coiirrier de TKurope'')' ^n 1807, et omise dans 
lautes les ^ditions des Oenvres conpkles de Voltaire, snivie de noles 
bibliograpliiques. Paris, de Timftr. de Lange-Lövy et Co. Avril 1839. 
8. 11 S. iNur in 150 Exemplaren abgedruckt. 
M^moires du comte Rosloplcbine, «criis en dix minules. — Son mot snr 
Fottcb^, TaU«yraiid et Potier. ~ Aneedete de la pelisse. Paris, de Timpr. 
de Cange-Uvy. Mai 1839. 8. 12 S. 

Diese Memoiren sind zuerst iiri Feuilleton des Journals ,Je Tamps*^ 

vom 16. April 1839 a. hieraus wieder in allen Pariser Jonrnalen, znletzl 

in der Notice sor Bostoptcbiiie 1654 abgedruckt worden. 

Bibliothique de Serge Polloratüky 6 Avlchonrinö. Premier exirait. Secllon 

de Bibliograph ie. Vers anglais de Bi^^bop sur nne hrbtioth^qiie. St. Pö- 

terilboiirg, de rimpr.de Krey. Mars 1846. 4. 6 Bll. Nur in wenigeä 

ßxemplaren auf färb. Pap. abgedruckt, n. zu Geschenken an Freunde 

" bestinmt. 

Enthalt die m den BibliotfaekszimmeFn PotCoralzky^s angehefteten Verse 
Bishop's mit der franz. üebersetzung von G. Duplessis. 
Biblioth^cpe VolUirieBDe. Premier fragment : I. Correspondance de Vol- 
taire. U« Pikees de th^aire dont Voliaire est le snjet. (Extrakt du tome 
IV du „BuUelin da Bibliophile beige/') Broieiles, Vandate. 1847. 8. 8 S. 
Dieser Aufsatz flndet sich im Bull. Tom. IV. p. 32-37. 
Archives bibliographiques et litteraires. Anonymes et Pseudonymes Iran- 
qmt eo daox articies. V. Bulletin dt Bibliophile beige Too.V. 1848. 
p. 51—67 ab p. 364-74. 

Der grössere Theil des zweiten Artikels ist mit einigen Verbesserungen 
in den Qu^rard'schen SuperetTCfries liu^rair^ ddvöir^es Tom. IV. p. 162-70 
wieder ahg^druda worden. 



^06 Serge PoUoratzkj, Bibliophile e^. ?ob AvtochuriiiDM 

Archives bibliograpbiqaes et liUeraires. Bibliographie des journaux el ro- 
cneils päriodiques, publies en langoe frangaise, dans les diffärenls pavs 
da gtobe. V. Bulletin da Bibliophile beige Tom.V. 1848. p. 408—15* 
Ferney-VolUire. Chtpitre XCII de ,,rEriDite eo proFiace/' de Jouy. Recü* 
fications du „Journal des Ü^baU/' avec des noles, par üb bibliophile 
russe. (Exlrait des ,,Superclieries lill^raires d^voil^es/^ tome 11^ pp. 217— 
22.) Paris, de l'inipr. de Maulde et Renon. 1848. 8. 7 S. 
Lettre de rEroiile de Kassie (Pierre Korsäkof), ä celoi de la Guyanne 
(Jouy), relative aux ealomoles di^ilöes sor les femmes riwaes, el sairi« 
de la fiöpoo«e de Jouy. Accompago^e de ooies, par uii bibliophile russe. 
(Extrait des „Supercheries lill^raires d^voi^ees/* l. II, p. 212 — 17.) Paris, 
de rimpr. de Maulde et Renou. 1848. 8. 8 S. 
Bibiiotb^qne rosse- francaise on la Rnssie el la France bistortqnes et lilti- 
raires, en irois articies. — Premier fragmenL Michel Leraontor. V« Bul- 
letin du Bibliophile beige Tom. VI. 1849. p. 20— 2a. — Deuxi^me frag- 
ment. Les deux Chouvalor. V. ibid. p. 123 — 34. — Troisieme arlicle. 
Th^&lre rosse (arlicle tir6 du „Dictionnaire dramatique" de Laporle, 
avec denx noles de T^ditenr). V. Ibid. Tom. VIII. 1851. p. 466— 68. 
Essai snr la lilt^rature russe, conlenant one liste des geos de letlres ras- 
ses qui se sont distingu^s depnis le rigne de Pierre-le-(>rand. Par un 
Voya^eur russe (le prince Bälosselsky, ou Slaehlin, car il n'est pas en- 
core prouvö qui est Tauleur de cel Essai). Nouvelle ^dilion. (Exlrait de 
la f,Revne ^Irang^re/^ no. d*octobre 1851% on lome LXXX, pp. 1 — 15.) 
St. Pdlersboorg. 1851. 8. 15 S. excl. Tit. 

Dieses zuerst 1771 zu l.ivorDO gedrocfcte, aber sehr selten gewordene 
Scbrirtchen hat Poltoratzky mit einigen Verbesserungen u. hinzogefüglen 
Noten neu abdrucken lassen. 

Projets d*un Dictiounaire bibliographique oniversel et dNme Encyclopödie 
bibliographiqne, publies en 1819 et en 1832. (Extrait de la „Revoe «tran- 
göre.'' — Mars 1852, tome81e, pages d29--542.) Sl. PAlersbourg . Avril 
1852. 8. 14 S. excl. Tit. 
S. hierüber Anz. J. 1852. Nr. 722. 
Le Corote Rostoplchin^e. 1765 — 1826. Notice litt^raireet bibliograpbiqnesar 
sesouvrages. (Imprtm^eä Francfort-sor-le-Mein.) 1864. 8. 64 S. (Vgl. oben.) 
Diese Notice ist ursprünglich zur Veröffentlichung im Bulletin du Bi- 
bliophile beige beslimmi gewesen, dort aber^ da in neuerer Zeit kein Ren 
davon erschienen, noch nicht zum Abdruck gekommen. Dr. Hoffmann bat 
in den Hamb. Lit. n. Krit. Blättern 1854 Anszilge aus der Notice gegeben. 
S. Anz. J. 1854. Nr. 1038 u. 1113. 

Notice sur le premier Opera russe. En 1755. Par Jaeqaes St^hlim 1770. 

(Extrait de la Nolice de StAhlin sur la Musique en Rossie, et r^imprim«, 

en facsimile, de Touvrage de Haigold, Pseudonyme de Schlözer) tomeS, 

Riga et Leipzig, 1770, p. 101—104.) Mars 1855. 8. 4 Bll. 

13 Diese Nolice ist auch im Feuilleton der St. Petersburger Zeitniig vom 

^ Februar 1855. Nr. 33. p. 155—56 in russischer Debersetzang abgedruckt 

worden. 

Dieu Hymne du poele russe Derjavine. 1743 — 1816. Quinze tradoctions 
• frangaiscs. 1811—1855. Francforl s./M., Jfigel. Mars 1855. 8. S.l-»-16. 
(Fragment d'un travail maouscril sous le lilre de Biblioth^qne Rnsse- 
Fran^aise, on la Rassle et la France bistori^uea el, litt^raires.) 

Eine Frucht der sorgfältigsten u. mit warmer Liebe fär den Gegen- 
stand yerfoiglen bibliographischen Studien, die ebensosehr die omfasseiKle 
Sachkenntniss des Verf. 's, als seinen regen Eifer för die Litteratnr seines 
Vaterlandes beurkonden. 

(Sur qnelqaes Aoteurs Rosses en 1778. Hombourg, de Pimpr. de Schick. 
1855.) 8. 16S. e> f 

Aus J. Bernouilirs Reisen durch Brandenborg,* Pommern, Preussen, 
Curland, Russland u. Pohlen in den J. 1777 n. 1778. Bd. IV. Leipzig, 
Frluch. 1780. 8. S. 37—99 u. Bd. V. Ebenda». S. 12(^-25 ftcsimilirl. 



(Jebiei'iMit oft. i. in tf. Oest. Monarchie ersch. Druckschriften. 107 



foltoralzky. (Markus.) 1729—1795. (Mars 1855.) 8. 6 S. 

Aus Jac. f. Stahljn's Nacfarichlen von der Musik in Russlarul iu Hai- . 
told's Beylagen zum Neuverftoderlen Russland. Riga u. Leipzig, Hariknocb. 
1770. 12. Th.II. S. 54 — 57 n. Ileibig's Russische Günsilinge. Tübingen, 
Coua. 1809. 8. S. 244 facsimilirl. 

Ausser diesen im Vorstehenden aufgezahlten Schriften 
laden sich noch eine Menge andere litterarische und nament- 
lich bihliograpbische Mitlheilungen aus der Feder Poltoratz- 
ky's, grösseren und geringeren Umfanges, in folgenden Zeit- - 
Schriften und Werken: in der Revue encyclopedique redige 
par Jullien 1822 — 31 — dem Sohn des Vaterlands, russisch/ 
redigirC von Gretsch 1823 — 24 — dem von Bulgarin heraus- 
gegebenen Litteraturblatte, russisch, ?on 1823—24 — dem 
Telegraphen von Moskwa, russisch, herausgegeben von Poie- 
voi 1827—28 — der Illustration de St. Petersbourg 1846 — 
dem Bulletin du Bibliophile beige pubiie par le Baron de 
Reiffenberg etc. 1847—51 — den Qu^rard'schen Super- 
cberies litteraires devoilees und der France litteraire Tom. XI 
— dem Atheoaeum fran^ais 1854. 



[264.} Velienirlit 

über die in der Oesterreichischen Monarchie seil 1. September 
1852 bis Ende 1853 erschienenen Druckschriften.^) 

Nach ftronUndern und Sprachen geordnet. 







' -C 


.^ 


'^^w 


^ 


^ 


-C 


-u 


.a 




.a 






-D 


.^ 'S 


if] 


M 


V 




ü 


1 


KronUnd^er 


3 


:1g 




«£ 










^ 


1 

S 




^ i^^ 


:^ 


^ 


Ifi 


"Ü 1 1 


'^\ 


^i^ 




Nietleri^Ler reich Ind. 2^1 KarU 


153» 


1!9 


18 


lö 


LI 


— : 


1 


22 


— 


2 


- leeö 


Oberö-^LKr reich ,. — ,» 


42 


1 


-^ 


— 


^^ 


— 


— 


6 


— 


— 


— 


49 


S»bbi*jg 11 — t^ 


5Ü 


— 


-^ 


— 


— ^ 


— 


— 


2 


— 


— 


'^ 


52 


Sieiermatk „ 2 „ 


HB 


-^ 


^ 


251 V 


— 


— 


a 


^ 


— 


— 


140 


Rratn „ 1 ,» 


2ä 


— 


-^ 


la- 


— ■ 


— 


7 


— 


^ 


— 


44 


Räriiihen .» — ^ 


§ 


^-^ 


— 


1^ 


^ 


— ■ 


1 


— 


*^ 


1^ 


9 


Kni^ieiilacid und 








j 
















Triesl „ 1 „ 


36 


IQB 


— 


3- 


— 


* 


2 


— 


— 


— 148 


Tyrol nnd Vcrari" 




















1 


berg ,^ — j. 


143 


2^ 


^ 


■ — 


^' 


— 


18 


— ' 


— 


— 189 


Ball man «» 3 u 


ms 


2 


^ 


30@! l 


— 


— 


16 


— 


7 


" 


723 


fahren n. Scfalc- 








1 
















ßiöii u — n 


171 


1 


— 


19 


— 


— 


— 


8 


-^ 


' 


'^ 


209 


Galistien t Krahait 










l 










J 




und Buliowina „ — „ 


24 


— 


— 


160 


. ^ 


— 


-- 


12 


— ' 


2^ 


200 


Öalmalien »» — ,t 


^ 


8 


^ 


2 


— 


— 


^ 


1 


— 


\ 


11 


LjDibRfdet „ 11 ti 




I41S 


— 


— 


5 


2 


— 


13 


— 




1444 


Verttdif ,, 7 ,. 


2 


11371 — 


^ 


3 


2 


— 


32 


7 


— 4Ut4 


Dnü^nt iinij ^€- 


245 wAm 
















benlnndfr „ — - i, 


1»ll 1 




— 1 31 H 


3—790 


1f ÖO IT 


l27ö7|Ü7^3|42^|659J24 


1 


l i73^ i 


"4, iltf**74 


*) S. nnten Nr.ä76. 





108^ V^bfraicbt; aber 4m in dar OeBterra^ii^i^ei IffiwciKpe 



90H( 

© D* < 

B S i 
w 



»•»^ o 
e «1 

ff 5 

• er s 
2. 2 

f 



»• 



' » o B * 3. ^ 

ß _. » '^ ^. i 
■ a S S ' >* ^ 



s c :! ^'^ O 






■Sss-sf 



•8 . §« o 






2- '^ S- 1 S. ■ 



CT O w « 
fi> Cf S A 

:sr w (* " 






es »•|.§ 
W • ^ p 

3 ^ s-ö- 
Ä 2 <" ~ 






- S & 



— »w^ to ^ ^ Ä 

r» M A A ^^ 







o. o ^ »- » 

J5«. g-g »<5 



? 



"Sil i ^?il 



- »1 






II 






I I I » I ^ 1 1' . I 



^ 



3 



o 
p 

s 



Niederöstorrcicl 



(.^[.N^l^l I I |cA9^llOilakr-a»l'b0^lScO 



Oberödterreich 



Ii^^^oIpoIh^I \ ^ \ IcoqdI<iI iH^laDaal 



Salzburg 



Ä fcg^Dlcofi^toliStotofcol IcootfcgcPl 



Steiermark 



»«.I »M I I Sl »I I I ^l»l ^t \^*^\ 



Kriin 



Ul I I I I I M 1^.11 I »1 t I I »,»1 



Kärnlhen 



S f^ ^ feo tß CO CO q6 I I i-ri S OD fed «^ o« CID ^ i-^ »-^ I I ii^e» I 



Käsleiilaod ond 
Triesl 



) « I Cp Nri <0 Qp bO t-' I «9 I I QOQD«)^!^ | | Q»i|akCieSc^ 



Tyrol u. Vorarl 
berg 



! c 

p 



ifek l$ik N^ N^ N^ N^ N^ OD A CO OD il^CDfe&r'^^ 



Böhmea 



||^t-«| loilc;i<|N-«iU>«<N^ 



»Smco I 



Mahren nad 
^)efiiea 



I ts 



^ 10 I tOiH' CAS 

CID N^ O» OD CO bO U« I Cn-^CTt« 



GalizieOfKraka« 
und Bukowina 



l(N>UI I I I I 11 I M I I »I I l^»^| 



Dalnialien 



tfigs§^|gi8s I tg88yaog5as <»eissgE3 



Lombardei 



:^Sgl^8gg^.g[g5j^y^^ag^g»gS£8ISS| 



Veaedig 



ll&lSa.g>.Sa.l 0B>»«.Bgfc8«.8aSgSg» 



Ungarn and'Ne- 
benlftnder 



s^sil^ilssitss^l^iisiiili.ll 



seit Septbr. Idft2^ bis EtOe iMS erschien. tymckscMiften. 109 



a 

'TS 

u 
o 

O 

u 

Ol 

3 



q38}a9aiJY 



((3S!s>iqau 



qasiqoauQ 



q3Sil*i9ir| 



^93ipdMq3S 



qD^llBug 



qositQZUVJj 



qos[A«|S 



q^fUBSna 



4|9tiaeaiey 



qosinaa 



NIM 



I I 



l- U I l 






I I 



I I I I I I 



>S- 



I- 1 r I 



1 1 



««a» I MM 



5255g*' S'^SfiSS' 






c<it^<o«O'*c«e«»ft»oaD0Deoi-i 



i I 



I 1 



I I I 



I I 



«t I ^ 



I I 



I I I I 



I f I I 



i I r 



) I I«««« [«44 , 



^^^mct^ I *-4*MM^asdi(»'^(l5 4»' I th 



•-• i-i CO 



IlSl 



i2*a:^sisi 






SC' 






'S 



CA 



.aa ^ 



4> <B »i 



Hill- 

*- C ^ CO -a 
F i^ -^ Sf S S S 



CS 

|1 



£-A 



1 



im 



V H « 

u fiQ ^ CS 

=3 i;^ = ^ * S 

j; ä a -^ <J WC 

■^ It O iJ J3 ~ 

„ ^ ff .^ Sfi O 3 



äi 

3 



Sa: 'S 



^ 'JC' 



:a 



a S 



= ^^ 



a.g'|;gi»t 






B x: u «> « cQ 



ja (^ ex. v V 



2 

o 

'2 

«'S 



ECU — « 






l""t*^ 



110. .Zur Goftdiicbte der Sidififlcjb«» Ri^ligtMkeii« 



[265,] a«r CkMlrfelito der Mcli^Mli^tt Pilili«. 
theken.^) 

- Seit längerer Zeit habe ich die Materialien zu einer Ge- 
scMchte der Sächsischen Bibliotheken zu sammeln angefangen, 
und zu diesem Endzwecke vorJäuHg eine Zusammenstellung 
von urkundlidien auf ältere Sächsische Bibliotheken bezfig* 
liehen Nachrichten als eine Art Urkundenbuch zu der ge- 
schichtlichen Darstellung zu veröffentlichen begoneen. Diese 
Zusammenstellung hat in neuester Zeit eine Fortsetzung er^ 
halten, bei welcher Gelegenheit ich nicht unterlassen will, io 
den nachstehenden Zeilen die Leser, denen die zur Zeit, erst 
nur aus wenigen Bogen bestehenden Naohrichteo^ obscbon 
von Interesse für die Sächsische sowohl aU die Biblfotbeken- 
kttade überhaupt, doch leicht entgehen könnten, auf den Ge- 
sammlinhalt der nunmehr veröffentlichten urkundlichen Nach- 
richtea wiederholt aufmerksam zu machen. 

. Der Inhalt ist folgender: 
1. Urkunden, die königlich- öffeniliebe Bibliatbek in Dresden 

ketreffend, aus dem 'XVI. und XVIL Jahrhundert. S. Ebert's 

Nachrichten aus Papieren u. Acten des Königl. Sachs. Geb. 

Finanzarchivs, Handschrift d. Königl. öffentl. Bibliothek zu 

Dresden. 
2i Handschriftenverzeichniss der Bifaliot)iek des Franciscaner- 

Klosters zu Annaberg. S. Wilisch's Nachricht der Biblio* 

theque der Schulen zu St. Annenberg f. 5 u. Ejusd. Arcana 

Biblioth. Annaeberg. p. 17^21. 

3. FiXtract aus Margarethens von Scbönberg Testament, Bu- 
chergeschenke an die Kirchen in Streumen und Zabeltitz 
betreffend, vom J. 1580. S. Bahn's histor. Nachrichten yon 
Frankenberg u. Sachsenburg p. 151. 

4. Inscriptio Bibliothecae aedium ad S. Laurentium Pegavien- 
sis S. Sachs. Kirchen-Zeitung 1844. Nr. 6. p. 46—47. 

5. Constitutio de officio librarii Canonicorum regularium or- 
dinis S. Augustini monasterii S. Thomae Lipsiensis. Aus 
den in der Stadtbibliothek zu Leipzig befindlichen band- 
scbriftl. Statuta s. Constitutiones etc. a. 1445 abgedruckt 
in Gautsch's Archiv f. Sachs. Geschichte u. Aiterthumskunde 
1843. H/t. 4. p. 223^29 u. in meinem Anzeiger f.Littera- 
lur d. Bibliothekwissenschaft 1843. p. 66. 

6. inventarium Bibliothecae Senatoriae Misnensis, anno 1573 
conscriptus. S. Ebert's Abschrift aus dem im Meissner 
Rathsarchive befindl. Originale, Handschrift d. Königl. öffenth 
Bibliothek zu Dresden. 

7. Index librorum in coenobio Augustinianorum Dresdens! 
asservatorum. Aus den in der Prinzl. Secuadogenitur*^ 

*) S. unten Nr. 325. 



Zur' Gescbidlt« der Slcbsischen BiUiotbeken. 111 

BiUiothek zu Dresden befiftdlichen bandschrirtl. Regulae S. 

Benedicti abgedraekt io meinem Catalogi Bibliothecae se- 

condi generis Principal. Dresdens. Spec. I. p. 13 — 15 ii. im 

Serapeam 1840. Nr. S. p.42-43. 
8. Inder iibrorum in coenobio Franciscanorum Oschatziensi 

asseryatoruffl , a MDXLL descriptus. Aus der im K6nigl. 

HauptstaatsarcbiT zu Dresden befind!. Handschrift abgedruckt 

im Serapeum 1840. Nr. 24. p. 381 u. in meiner Bibllotbeca 

OscbaUiensis p.Vl--Vlli, zweite Ausgabe p. VI — VIII. 
0. Literae Petri Abbalis et Conventus Novae Cellae de Ubri^ 

maoaisterio yeteri CeJIenst impigneratis , anno 1409 datae. 

Ans der im Königl. Hauptslaatsarcbiv zu Dresden befindl. 

Urbumte. 

10. Catalogi Iibrorum in coenobio Benediclinortim Pegayietisi 
asservalorum, saec. XIU. et XIV. manu exarali. Aus den 
in der Leipziger Universilätsbibtiotfaek bcfiodl. Handscbnlten 
abgedruckt im Bericbte an die Mitglieder d. Deutsch. Ge- 
sellschaft in Leipzig 1839. p.39->41. 

11. Literae de donatione Iibrorum ecclesiae Misnensi a Nico- 
iao Ebersdorfio facta, a.l395. Aus der im Rathsarchi? zu 
MeJBsen befindl.^ Urkunde abgedruckt in Gautsch's Archiv f. 
Sachs. Geschichte u. Alterlbumskunde 1843. Hft. 4. p.229— 
31 u. in meinem Anzeiger f. Literatur d. Bibliothek Wissen- 
schaft 1843. p. 6tt-68. 

12. Empfangsbekenntniss des grossen Fdrstencollegtums zu 
Leipzig ober die aus dem Nachlasse des Dresdener Arztes 
Paulico erhaltenen Bücher, vom J. 1459. Aus der im Kö- 
nigl. Hauptstaatsarcliiv zu Dresden befind!. Urkunde abge- 
druckt in meinem Anzeiger f. Literatur d. Bihliotbekwisseki- 
schaft 1842. p.64-67. 

13. Bücberinvcntarium des Jnngfranenklosters zu St. Jacob 
von dem Orden der b. Maria Magdalena von der Busse in 
Freiberg, vom J. 1542. Aus der im Königl. Hauptstaats- 
archiv zu Dresden befind!. Urkunde abgedruckt in meiner 
Schrift über d. Bibliotheken d. Klöster u. des Collegiat* 
Stiftes zu Freiberg p. 28. 

14. BAcherinventdrium des Augnstinerklosters zu St. Afra in 
Meissen, von den J. 1540— 1543. Aus der im Königl. 
Hauptstaatsarcfaiv zu Dres<len befindl. Handschrift abgedrudit 
in meinem Anzeiger f. Literatur d. Bibliothekwissenschaft 
1843« p. 74 n. in OertePs Mftnster d. Augustiner Chor- 
herren EU. St. Afra in Meiosen p. 120-32. 

15. Lttterae Henrici de Hochheim de librts quibusdam mona- 
steiio Zschillensi traditis, a. 1291. Aus der im Königl. 
Haiiptstaatsarchiv zu Dresden befindl. Urkunde abgednickt 
in meinem Anzeiger f. Bibliographie etc. 1854. p. 15—16. 

16. UFkumJedie Bibliothek d^ BarfusserUösters zu Leipag 



119 Zur Gesichte der SiohgisebeB Mbliottekeit. 

betreffend 1451. Aus der m Besitze de» BttehhMBers 
A. Kircbb4>ff in Letpxig befiodL Handiefarifi idigedraekt im 
Serapeiuift 18d2. Nr. 21. p. 831—33. 

17. Bucherinventarium der Scblose-Ca^le de» Collegiai^üftes 
XU S. Barbara io Stolpen, Tom J. 1471. S. Gcrckeo's Hi- 
storie V. Slolpen p. 58. 

18. Extract aus einer Bruckenamts-RechiHWg wbiat Bücher 
der Kreazkirche zu Dresden, Yom J..1493. S. Urkunden- 
buch zu Hasche*» diplomat. Gescbiclite Dresdens p. 388. 

19. Verzeichniss der Bibtiotbek der Tbomaskircbe .zu Leipzig 
155B. Aus dem in der Leipziger SUdtbibiiotibek beAMJl. 
handscbrifUichen Inventarium derS.TbonaslurchenGieiBodia 
vnd Ornata 9 Mai A. 1558 abgedruckt im Serapelm 1832. 
Nr, 21. p. 382 --84. 

20. Rossweiner Böcberinventanc«i. (luventariues der Stadt- 
bircfae zu U.L.Frauen vom J.1568 u. 1574 -*- liiveatftrkitn 
des Pfarrbores vom J. 1632 — Bibliolheea loTeAlarti Peslo- 
ralis vom J. 1568.) S. Knauth/s A!t - CeUiseber Chroniken 
Tb. ül p. 282. 302. 304-5. 

21. Inveatarium über die Meissnische Stifits Liberey zu Wür- 
zen 1619. Aus der im Köftigl. Hauptstaatsarchiv zu ihres- 
den befind!. Hahdschrift abgedruckt in meiner Biblioiliek 
des Hoch-Stirtes zu St. Johannes zu Meissen p. 15-^32. 

22. Visitations- Verordnungen wegen Anlegung vot> Pfarv^. und 
Kircbenbihliotheken in Sacbsen vom J. 1533 nnd ld57« 
S. Riobler's evanget. Kirchenordnungen des XVI. Jhrbdls. 
Bd. 1. p. 228 u. Bd. U. p. 179. 

23. Inscriptionds in Bib)io4heca Paulina Lipsiensi. S. Inscript. 
Ups. ed. Stepner p. 305. äOa. 

Allffeweimriu 

[260.] Serapeum hng, von Nauvuinn, FortsetBung ren 

Nr. 149, 
Enthält: 

Hauptbl. Nr. 5. p. 65—67. Die Brösseier Ausgabe der Se- 
gunda Parte des Don Qnijote v. J. 1616; von J. K. Sei- 
demaun. — Diese Ausgabe ist besonders desehalb Merk- 
würdig und wertfax^oJU weil in ihr auf p. 343 die vent der 
inquistlion ausgemerzte und in den übrigen Ausgabeo feh- 
lende Stelle sich vorfindet. 

Nr. 5. p. 77-^8A. Visio Phi}iberti , von Archivar Hersdiel in 
Dresden. — Aus einer trüber dem Meissner Franziskaner- 
Kloster, jetzt der Dresdner Köti. dffenti. Bibliothek aiige>- 
b^rigen Handschrillt. 

Nr. 5. p. 80. Bibliotbekchronik und MiBceUafiee«. -^ Bnth. 
unter Anderen die aus d«r Leipz^Ztg. enilehnteiNaobrioht, 
dys. eine der keslfcaniteii Wfen*r üMbluAbdbeBy :itte der 



AllgMKeUiftf. DI 

i^r^U (Javfiliere Beaz«i. von. eioAfn FruDio&eo uoi- 7Q90 N9p. 
d'or en bloc angekaaft wordea ist. 
Iot^JljgeQi;M. N^. &. p^ 33— 37, ForUeUung vod; Rapport ge-i 
n&r9l 911^ Iß si^uaüo^ 4« ^3 BibJiotheque Royale de Bruxel- 
les etc, par Alvin. 
Nr. 5^ p,a7— 40, Biblipgr, Ao^eigeo. 

[267.] Bulletin du Bibliophile, Revue mensueile puhliü paw 
J* TicMner, «tvo te eoncours De MM. L. Barbier, Cunsenndut-^ 
ÄdmtiiHnUWf ä la Bibli^Oi^e du Louvre; Ap, Briquei; G. 
Bpm4$; Sui^be Castaigne, MtlmMcaire ä Ängouläme ; J-^Ckenu; 
de Clinchamp, Bibliophile; T, Couiin, de VAcadhnie Franpdis«; 
Ik4bairrt(moß* Bewnardy BiUiophil^; A.Dinaua; A, Ernouf, Bi^ 
Uto|iftt7e; FerdinßndDenis^ Comervaleur ä Itn BMiolh^üe Satule" 
CeHefoüi9€\ J« de QgdHon; AlfrM Git^aud^ Grungi^ de LaMa- 
riniire^ MibUophile; P. Lacrmoi {BfJbliophUe Jaeobi); J.Jmmou- 
reux; C. Leber; Leroux de Lincy; P. dt Maiden; Mimmerfue; 
J^.Morand; Paukin Parii, da Vinstäml; Lonis Parti; Dr.J^Fi 
Payen; Fhi^lartle Ckäsiet, Comeivadw ä la BiblwlhiqHe Miasa- 
rme; J.Piäkon, President de la Sod^tei des Bi^liophiteä Fran- 
cois; Serge Polloraüki^ Rathery, Bibliüth4eaire au Lßmre; 
R«i«an4, S* de 8aey, de l'Aead^mie Frav^itei Sainle - MeuvBi 
it VAimd^mifi Fnmpoiae; €h. Weiss; YemeniSy de l<kSocikd des 
lkbihpbdl0$. Fi^an^i^; etc^ Mc,\ conl&uini det «oCtc€< biblio- 
graphiques^ phiiologiques, hisloriqaes, lindr^irest ^l le caialogue 
rvisonnd da liwres de C^ediiiewr, Bouxiime Sirie» Paris, Teche-y 
iief> & mnaaich etn Hefi ä 4 B. Pr. 12 Fr. f ParU, \4 f. 
4. ihpart., 16 /; d. Ausland. Vgk otKca Nr. 48. 

JaiiTier enthält: 
p. 3 — Id. Corneilte, Montaigne, La Bruyere. Par M. de Sac]^» 
membre de TAcademie Pran^oiBe» Tfixlrdit dulournal des 
Debats.) 
p. 11—19. La Cönfessio» d'un meine du Xlle sifecle. Histo- 
riette trouvee en un gros in-folro; par le Vicomte de 
Gajllon. — Für die Zwecke des Anzeigers ohne alle Be- 
deutung. 'J 
p, 19—20., Cofresßondance inedite de C. Nodier. 
p. 2|.-^26i. INjOtiice hislorique. sur tu) Rqciiejl de leltr^s et de 
piecaa^ ori^ioalfss, ecvitej» sous les regime«, de U^pri IV et de 
ioA^if li;U^ T-rois. voliinieß in-fojio. Paa- Ap^ Briqa^. — 
Die Y^öffeiitUcbuDg e^ne$ Tbeile« die^s. ol^qe Zweirel d|er 
Ka^j^rK ^bli/i»ithek m Paria. geb5rig«n. bajadscbri^tlh Werkes 
st^fr i[| Kiör^^ zu Qt^fi»ii. 
p. ^7-777;^ Cp^pqqpondunei^ t^ibliqgrapbiquq. Noti^, «air^le 
Breviarium ad ueum laicoruro ^ par le Marquja, 4a P^fts- 
mont^Hn. , 



1)4 AligeiMiDes. 

des antiques de la Bibliothöque du roi, (etc. ffebst einem 
schönen Portrait von L. Calamatta. 
p. *6'A — 48. Catalogüe de Jivres rares el curieux de Htlera- 
ture, d'bisioire, etc., qui se trourent en vente h la librai- 
ric de J. Techener. 
Der Rest der XL Serie enthält im NoTember- tfnd De- 
cemberbeile : 

p. 1005--* 28. Cataiogue de livres rares ei cvrieux de litte- 
rature, d'histoirc, etc., qui se trouvent en yeiite ^ la li- 
brairte de J. Techener. (Nachtrag zum Seplb.- «. Octb.- 
Hefte.) 
p. 1031—38.^ Varietes bibliograpbiques. Notice sur Gaeo- 
memphionis Cantaliensis Satyricon 1628; par Pbiiarete 
Chasles. — Ein Unicum, weiches, Mher imBesUze der 
Abtei Saint -Germain -des -Pres, je!zl der Katseil Biblio- 
thek in Paris gehört, 
p. 1030—42. Correspondance rilrospective. Lettre de M. 
Laire, bibliofhecaire de TYonne, au ciloyen Le Bloml, bi- 
bliotbecaire aux Quatre-Nalions. — Lettre de'Af. Guil- 
bert de Pix^recourt ä M. Aim6- Martin, 
p« 1043 — 47. Melanges litteraires. Sur un Sacramentatre 
manuscrit du IXe siecle. — Sur un Cartulaire m^nascrit 
de Tabbaye royale du palais Sie - Marie, ordre de Citeaox, 
dioc^se de Limoges. 
p. 1048 — 50. Analecta-Bibifon. Sor: flymiyss ecclesiasiiques, 
Cantiques spiritueis et antres meslanges poStiques, par 
Guy Lefevre de La Boderie. — Sur: La Lyre da jeuoe 
AppolloR, ou la Muse naissante du Petit de Beattebaateau. 
p. 1051 — 78. Reyue des ventes. — Enth. eine deCaillirte 
Uebersicbt über die vorzüglicheren in den Auctioneo J. D. 
Gardner und J. J. Renouard erlangten Preise. Die erstere 
Auction hat einen Gesammterlrai; von mehr als 200,000 Fr., 
die Renouard'sche (s. oben Nr. 237), wie schon erwähnt, 
203,600 Fr. ergeben, 
p. 1078—80. Nouvelles. — Betr. das Paris'scbe Cabinet histo- 
rique ou Revue trimestrielle, contenant, avec un texte et 
des pi^ces inedites, le catalogue gen^ral des manuscrits 
que conferment les Bibliotheques de Paris et des depar- 
tements, touchant Tbistoire de l'ancienne France et de ses 
diverses localites (s. Anz. J. 1854. Nr. 860) und die Bi- 
bliotb^aue bibliophile - facetieuse, Mitee par les Trires Ge- 
beode (d. i. Gustave Brunet et Octaye Delepierre), welche 
letztere zur Publication von theihf noch nicht gedruckten 
Arbeiten, theils selten gewordenen Druckschriften be- 
stimmt ist. 
p* 1081 — 83. Revue de publications nouvelles. —^ Betr., un- 
ter Anderen, rimprimerie, la librairie et la pspeterie ä 



rexyo0iti#9 iiiii?ers^le de 1831 , rapport preßent« par M« 
A. Firmin - Didot. 

p. 1083-r84. Necrologie. — Betr. die Buchhändler Niedree, 
Guilbert u. Abry. 

p. 1085 — 96. Catalo^ue de livres etc., qui se trouvent en 
TPDte ä la librairie de J. Tecbener. 

p. 1096 — 98. Pufdications nouvelles. 

p. 1099. Marqiie enipioyee par Claude Chevallon, libr. et 
impf, a Paris, de 1513 ä 1542; et äussi par sa veuve 
Cbarlolte GuilJard, Jibr. et impr. a Paris, de 1542 ä 1556. 
— Aus dem nächstens erscheinenden 5. Hefte der Sii^ 
vestre'schen Marques typographiques (s. Anz. J. 1854. 
Nr, 509). 

[26|8.] f^orions LUerary Gazelle and Publishers* Circular, 

New Series. YoL IL New York, Norlon. A, Monatlich 2 Nrr. 

ä e. 3 B. Pr.^2 Doli. (Vergl. Anz. J. 1854. Nr. 506.) 

Enth., ausser dem allg. bibhographischeu Tlieile, unter 

Aaderen : 

Nr. 1. p. 5. A new Cartography^ or Repertory of Atlases 
and Ma^. — Betr. das im Haag erscheinende Repertoire 
des Cartes, pubhe par Tlnstitut Royal des Ingenieurs 
Neerlandais. 

Nr. 1. p. 15 — 16. Library Intelligence. — Entb., ausser einem 
Ueberblicke über die Zahlenverhältnisse verschiedener, na- 
mentUch Amerikanischer Bibliotheken, einen Auszug aus d. 
*Secpnd Annual Report of the Trystees of the Public Li* 
brary of Ihe City of Boston. Die letzte jährliche Ver- 
mehrung belauft sich auf 6633 Bde. u. c. 3000 Pamphlets, 
wodurch die Bibliothek auf 16,221 Bde mii Ausschluss der 
Pamphlets angewachsen ist. 

Nr. 2. p. 24—25. The Library of the Escorial. Nach dem 
Alhpn. Franc. Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 272. 

Nr. 2.. p. 33. Library Intelligencp. — Die vor Kurzem erst 
zu Mont^rey errichtete öffentl. Bibliothek, die eJ^ste in Ca- 
lifornien, die bereits aus 1000 Bden bestehi, hat jüitgst 
ihr Reglement durch den Druck veröffentlicht. Das Lese- 
geld beträgt monatlich 1, jährl. 8 Doli. 

Nr» 2. p. 33 — 34. Auclion Sales. — Enth. mehrere interes- 
sante Angaben über die bei Auctionen, z. B. der Bibl. des 
Lords Cpckburn» erlangten vorzuglicheren Bücherpreise, so- 
wie eine Notiz über die am 5. März in Berlin zur Verstei- 
gerung gebrachte Dr. Befghaus*sche Sammlung geographi- 
scher Werke, 

Nr. 3. p. 49. Free populär Libraries in Berlin. 

Nr. 3. p. 53. Library Jntelligence. — Aus dem Annual Re- 
port of the New York Mercantile Library Association. Die 
Mitgliederaahl dieser Gcisellschaft betragt 4603 und der 



Zuwachs der BiU. im l«tzyergangnen Jähre 142 Bde t^e- 
schenke n. 2867 gekaufte Bde. 

Nr. 3. p. 56. Auction Saie: Crofton Croker's Library and 
Museum. — Enth. Angaben über die in der Anct. in Lon- 
don erlangten yorEägiicberen Bücherpreise. 

Nr. 4. p. 67—68. Tbe Smithsonian Institatron and a Natio- 
nal Library. 

Nr. 4. p. 69 — 70. . Wadswortb Athenaeum and Libraries in 
Hartford. — Der Bestand der Härtforder Bibliotheken ist 
folgender: Young Men's Institute mit 11,000 Bden; Con- 
necticut Historical Society mit 7000; Trinity College mit 
12,000; State Library mit 4000; Natural History Society 
mit 200; Arts Union mit 300; 20 Sunday School Ltbraines 
mit 12,000; 4 Teachers' (Sunday Scbool) Libraries mit 
1500; 2 Parish Libraries mit 1000; 2 Ministers' Libraries 
mit 800; 4 Public School Libraries mit 1200 — znsam- 
men mit 51,000 Bden. 

Nr. 4. p. 72. Appeal to the Public Autborities, Corporations, 
Historical Societies, Unifersities, Pubiishers, Booksellers, 
and Public Spirited Individuais of tbe United States, for 
the Library of American Books in Paris. Vgl. An2. J. 1852. 
Nr. 290. 

Nr. 4. p. 72 — 74. Jouroalism. -^ United States — Foreign. 
Russian Periodicat Literature. Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 754 
u. 766. 

Nr. 4. p. 78. Library Intelligence. — The Aslor Library. 

Bilplittsraphie. 

[269.] Souvenirs, curiosU^s et rarelis hibliographiqueg el 
arluliques, Par J. Büiard. F. Bibliographie de la France, 
Feuill. iV^r. 9. p. 106-8; Ffr. 11. p. 139—40. 

SoHS ce titre, heisst es in der Einteilung zu diesen 
Miltheilungen, et sans avoir la pretention de rieti apprendre 
k qui sait plus et mieux que nous, celui qoi trace ces lig- 
nes se propose de rappeler ä la memoire des bibliophiles, 
soit des faits, soit des remarques critiqties, soit des livres, 
ou des fascicules rares et curieux non potnl iticonnus des 
erudits, mais peut-^tre onbli^s dans des etudes plus s^- 
rieuses, ou qui auraient echappe h l'oeil investigateirr de 
l'amateur, ä Tindex infatigable du passionne bouquiniste ; 
toutes choses de peu de valeur sans doute pour les hom- 
mes illettres, mais que le bibliophile et ricrirain retroitvent 
sur leur chemin avec le m^me plaisir qu'ils iprouteraient ä 
revoir un camarade de College ou un ami dont ils seraient 
separes depuis longtemps. 

Enth. unter Anderen p. 138 — 39 eine Notiz übe^ ^in 
ron 6. Mancel aus der Handschrift der Kaiserl. Bibliotbdc in 



BiMiograirilM. 117 

Paris iMtf*aii8gdgobenb8 Roii4«au iaedil de Maih^be sur Yim- 
ma€ui«e Gonception* > Caeti , impr. chez IJardd. 8 D^oembre 
1854. B> ^4 B. Nur in 50 Eiemplareri abgedr«<ckt, woYon 
5 auf Cham. Pap. ä 1 Fr., 20 auf stark. Vel. Pap. ä 75 c, 
25 auf gew6hnl. Vel. ä 50 c. 

[270.}. De Librit palifnpsestis lam latmis quam §fraeeis 
düseruU Fridegarius Mone pkiL Dr, Carlsruhae, Braun, 8« 
62 S. ^xck TiL Pr. n. 8 Ngr. 

Der Inhalt dieses Scbriltchens, über welches eina wei^ 
tere Besprechung yorbehallen bleibt, ist folg.: I. De librit 
palimpsestis laüinis: $. 1 — 2. De re libraria saec. V — X., 
§. 3-^4. De Bibliolhecis saec. V — X. Accedit ineditus caCa^ 
logus Kbrorum, qui in bibliotheca monasterri salisburgensis 
ad s. Petf um assert abantur ; $. 5 — 6. Oistoria et causa usne 
rescribendae membranae eiponitur; §. 7. De librorum pa- 
limpaeatorum membranis et atramento, atque de adiumentis 
cbeoiieis, quibus reataiiralur anliqua scriplura ; §. 8. Libri 
paUmpsesti latini tarn editt quam inediti enurncrantur atque 
indicantur* Accedit codicis rescripli fragmcnlum hie primum 
typis excusum. — . \L De libris palimpsestis graecis: §. 0. De 
re iibraria et bibliotbecis apud graecos; S% 10. De rescribeu- 
dae jnembranae usu apud graecos, ac quibus membriinis et 
atiamento uterentur; $.11. Libri palimpsesti graeci, qoi 
butusque.iiiQottteraiit, enarrantur. Oodiees rescri]>ti graect 
inediti bihliolhecae san-marciaiiae Venetorum indirantuf. 

[271.] *Printing: Ils Anlecedenis ^ Origin, History, and 
ReiuU$^ Fßrming m Pari oj Ihe TraveiUrs Library, London^ 
Lon§man & Co. Soll nächstens erscheinen. 

[2720 * Caiähgue eomplnl dsi Republiques imprkneei en 
Hollande in -^ — .24, avec des remarque$ tur les diverses Sdi*- 
tione; par de La Faye* Nouvelie £'lUion, revue, cwrigie H 
auffmentee pur J, Ckenu, {Ädditians ei eorreciiom*) Paris, 
Polier. 12^ V« ^* ^^* A ^* complei. Catalog 2 Fr, 50 e. (S. 
Anz. h 1854. Nr. 671.) 

[27S.) Edilions imprimees par P. Didoi. Pari^ iypogra^ 
pMe de Plön. 8. 4 S. 

Die berühmte Buchdruckerfamilie Didot, ans der na- 
mentltch Pierre u. Firniin Didot hervorgegangen, hat der 
Büchdruekerkunsl die wesentlichsten Dienste geleistet. Die 
beidefi Genannten waren es besonders, die sie dadurch gleich- 
sam regenerirten , dass sie an die Steile der altmodisehen 
Typen neue elegantere und gelälligere einführten, und ii>ren 
Ausgaben der Classiker eine Correktheit und Sauberkeit des 
äusseren An«ehf)s zu geben verstanden, 6ie selbst den Pro- 
ductoA der berühmtesten Drucker älterer Zeiten zum grossen 
Tbeild at^hen. In dem vorl. Schrilllcben ist, behufs des 
Vei kwifes einer Ansahl to« . Drucken Pierre Didot's , eine 



118 Bibliographie. 

Uebereieht über dessen und seines Sohnes Joies Thitigkeit 
mitgetheiK, die den Freunden der Bucbdraekergesdiieble 
.niebt uninteressant sein wird. — 1. — 

[274.] * Repertoire univenet de la Bibliographie franptiie 
et ilrangire» Annexe de la Revue eontemparaine. Annde i. 
Parte. 8. MonaUich 2 Nrr. ä 1—2 B. Pr. 4 Fr., für die 
.Abonnenten d. Refo. contemp. gratis. 

Da aus der vorl. ersten Nummer des Repert, die sich 
selbst nur för ein vorläufiges Specimen erklärt, nicht beur- 
theilen lässl, was man von diesem neuen Blatte zu erwarten 
habe, so soll eine nähere Besprechung desselben einstweilen 
ausgesetzt bleiben. — 1. — 

[275.] Bibliographisch "StatiHiiche üebersichi der LiUraimr 
des öilerreiehisehen Kaiserslaates. Vom 1. September 1852 hii 
letzten Dezember 1853. Erster Bericht verfasst im Auftrage 
Sr. Exeellenz des Herrn Ministers des innem von Dr* (kmstant 
von Wurzbach * Tannenberg , Vorttand der administrative» Bi- 
bliothek im k, k. Ministeriwn des Jnnem, etc. Wien, Buch- 
druckerei der Edlen von Ghalen* sehen Erben» 1854« S* VI, 
ms, mit 3 Tabellen. Nar in 50 Exempl. abgedrueki. 

In der vorl. Uebersicht ist ein Versuch erneuert worden, 
den man zuerst vor natie. 40 Jahren in den bistor. n. kriti- 
schen AndeutiHigen über die Lilleratur des Oesterreich. Kai- 
serstaats 1817 gemacht, und Dr. Adolph Scliaidt im Lit- 
teraturblatte 1844 wiederholt hat, der Versuch nämiidi, ein 
übersichtliches Bild der litlerarischen d. i. geistigen lliätig- 
Iteit des Kaiserthunis Oesterreich zu geben. Haben die bei^ 
den ersten Versuche schon aus dem Grunde, weil damals 
eine vollständige Uebersicht der litterarischen Erscheinungen 
des grossen Kaiscrslaates nicht zu bescliairen war, ziemlich 
unzureichend bleiben müssen, so hat der vorl. erneuerte 
Versach einen Anlauf genommen, der auf die Erreiehung 
des Zieles um so sicherer hoffen lässt, als diese Erneuerung 
von einem Manne ausgegangen ist, der nicht nur in der von 
ibm im ministeriellen Auftrage redigirten, ab Beilage zur 
Kais. Oesterreich. Wiener -Zeitung (Oesterreich. Blatt, f. Li- 
terat, u. Kunst) erscheinenden aligemeinen Bibliographie für 
das Kaiserlhum Oesterreich die dazu erforderlichen ausrei- 
chenden Materialien in Händen hat, sondern und vorzfiglich 
auch die zur Verarbeitung dieser Materialien nöthigen Kennt- 
nisse und die Geschicklichkeit besitzt. Die zunächst folgende 
zweite Uebersicht, welche der Herausg. bereits unter der 
Feder hat, wird der schlagendste Beweis daför sein, und 
zugleich den Leser in der Ueberzeugong befestigen, dass 
die durch Kaiserl. Patent vom 27. Mai 1852 angeordnete Ab- 
lieferung eines Pflichtexemplares von allen im Bereiche der 
teterreich. Monarchie erscheinenden Druckschriften, wodurch 



I» 



dieHüki»! ztt deraütigen^&saiRnieiistellwigen gewfilirt.wer«bi^ 
eifie «beiiM' grosse iitieramsche aU poJiiisch» Bedeti^ng hzJb, 
Namenili^h werijk^ die der Vebersi«^ beigegelxiiien tabeifa^ 
rischen Zusammenstellungen (^ie ich aue &r Tork Sehrift 
eben' Nr. 264 habe abdruofcea ^ssen) denn Lesen dazu die- 
neDs, sich mit wenigeo Klicken ein» Ansehao«ng über di^ lil^ 
teiariscii-scieitiflsclie Bewegung in, dem. gesammteii. grossen • 
Kaiserstaate, wie in den einzelnen Kronländern- zt» «er-* 
schaffen. 

E^l^] Xe Ott^dfd; Journal (fe biHüfgrapkie ßte. Fort« 
setziiBg« von Nn 154. 

EntlK Nr. 2. Fäirier. . 

p. 41^^32^ Les lellre« Franoaises eir Europe et les hietift^ 

riensi elraagers d» ta Francs A^rfu nrensueL 
p.ö2:-ä3. Bibliegcaphie bislorique ort^nlale 1. — EiveZii^ 
sammenstellung von Schriften über die oriental. Frage and 
damit verwandte Gegenstände. Soll jeden Monat fortgesetzt 
werden^ 
p. 5S— »§& Veote de la biklioiIie<)iie BenouanL — Eina 
Uebeßsieht der yorzfiglieherea Büoherpreise. Vgl. obea 
Nr. 2^7. 
^ p. 06-^6^. De eeci» et de eela. «*^ Enth., ausser mehrere» 
i in deix Bereieb des Anz. weniger gehörigeii üllittiieiluiigeni 
1 unter Ander eil auch eine Notiz über das der Pariser Kai** 
serL. Biblioth* jüngst einverleibte russische Offidttm San- 
. Gt^run» (s. unten Nr. 33ft). 

p. 64 — 65. Lettres bibliographiques« I — ^^11. — Der zwefte, 
voÄ VAm des linares et i*Ennemi des maniaqqes qui se 
doiuxent le tilre de Bibüopbiies nnlerzeichnete Brief zieht 
mit Recht gegea d.: Techener'ische Bulkt. du BibUxiphito 
zu Fdide. 
p.. 66-^80« La Necropole iitteraire* lanvier (Suite et 8n) 
et Fevrier (Ire Article). — Betr. den Akademiker J. Andi^l 
Sjoegren zu St. Peterst»irg; den Maler Paul. Cueria zu 
Pari^t; Gerard Lahranie, der sich unter dem Nameii 
„fiierard'Vu. später „Gerard de Nerval'' in der Litterfttiir 
rühmlichst bekannt gemacht hat ; dien Baron Aug. de Povk 
talis; den Professor Abbe Jean Barran; den Genieoffizier 
Antv Mieb. Carett«; den Bisehof von Quimper Jq%. Mar. 
Graveran; den Baesisten Victor Garmanne au Amiens; 
Mart. Jos. DuCoiir; den Grafea de Sapia; dea Grafen Jw 
Abel Hugo; den fielg. Dichter u. Grammatiker Thom. Jios* 
▲ngesoi; den Vetertnairarzt J. Frao$. Bouley; Fraxif.Thonk 
D«tt>are.. Mehreren dieser Artikel, z. B^ Gerard de Nert* 
val, Hugo u. Delbare sind längere Verzeichnisse der von 
den Genannten herauisgegebenen Schriften beigefüglk 

[277.) ^G^tedti^e §M^ai, dfs ourna^u da pm^iiki fnmr' 
Pittholdt, An99iger* J^im, ^ 



12* JKl^Uognpliie. 

#a»e, p»MtV« anUriemtement au 12 «tat 18S4 ü äipoth €% 
jflp^tiltofi de VoTi. 3« §* 6 d« to convftiltofi &'ll^atfv dw 22 
«0^ 1S52; avec lad/ft alfkdbüiqaei des ouftraget tl des auiemn. 
BruxelUi. 8. /X, 338 «. 131 5. 

[278.] *LiaU alphab^iique des Journaux pMiü ä Pmt, 
imdiqiMnt le formal ei le mode d^abimnemeni ei ks prix peear 
la pnmnee et Velranger; par DagneoM jeane, Versailles, ehet 
raviewr. 8. 1 B. 

Dient zunächst buchhändlerischen Bedürfnissen. 

[279.] *Nep'kiJifiPix^ 9ilol€^ia, rjtot xtnalayog twv 
ano miiaawg T^g Bv^cnfrivijg cnnoxfcttOQlag fJii%qi iyxa« 
'd'idQvattog z^g iP^ElXadi ßaaiXslag wnofS'iwiuy ßißkliav 
naq ^Elkijvwv eig rijp ofiUovfiiitnv n elg t^p a^aiav el- 
Xtpfixifv yltSaauPf avrfa^lg vm jirofiov tlanaihnovkov, 
Miqag!d. 'Ev U^rpfaig. 18M. 8. Pr. 4 Dr. 50 L^. (S. 
Ans. J. 1854. Nr. 999.) 

Nachdem der Verf., früher Bibliothekar der UniTersität 
f. d. ionischen Inseln auf Korfu, auf Grund des Büeherkata- 
loges des Lords Guiiford ein Verzeichniss der neugriechischen 
Litteralnr (618 Werke) zusammengesteUt, und dasselbe 1845 
veröffentlicht hatte, hat er sich immittelst veranlasst gefan- 
diso, dieses Verzeichniss zu öberarbeiten und weiter zu ver- 
voUständigen. Von dieser Ueberarbeitung, die auf zwei Ab- 
theilungcn berechnet ist, enth. die vorl. erste Abtheihing466Nrr. 
kirchlicber Schriften. Die zweite Abth. wird die übrigen 
wissenschaftl. u. philolog. Werke umfessen. S. Leipz. Report. 
1855. Bd.l. Hfl. 4. p. 196 — 97. 

[280.] * Journal de tlmprmerie ei de la Librama ea 
äelgique. Livret, — Eilampee. — Oewvree de mnsigue. — 
Carles ei plane. {Redaciewr-propridiaire: Charles Ben.) Äwe^i. 
No.7. Janvier ISbb. Bruxelles^ Florkin ei Ben. 8. iV. 6 #V. 
f. Belgien, 7 f. Frankreidk, 8 f. d. Auiland. (S. Afiz. 1854. 
Nr. 764.) 

[281.] ^Bibliografia Eepanola Periodico mensaal da la 
Jmpre/kla y Libreria — Mapas, grab<idos^ Hlographia y oihras 
demueica. Madrid, Bailly - BalHhre. 8. Jede Nr. ä 16 S. 
Pr. SO it. für d. Itdand u. 40 11. f. d. Amland. 

[282.] ^ Biblioiheea philologica oder geordneie üebersiehi 
aller auf dem Gebiete der clae$ieehen AliertkameeDissensduLft wie 
der älteren und neueren Sprachwisiensehaft in BeulsehlmndMt^d 
dem Autland neu erschienenen Bücher herauegegeben von Gusi. 
Sekmidi. Jahrg. VJL 1854. Bft. 2. JuU—Deeember. (Mii 
einem alphabetischem Register.) Götiingen^ Vandenhoeek jf Mu' 
preehi. 8. S. 63 — 130. Pr. n. 6 Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. 
Nr. 944.) 

[283.] * Biblioiheea iheolegica oder geordnete üebersiphi 
aller auf dem Gebieie der evangelisehen Theologie in Deutsch- 



Bibliographie. IS^l 

land neu erschienenen Bücher herausgegeben von Carl Joh» W, 
Ruprecht. Jahrg. VIL 1864. Hfl, 2. Juli—December. (MU 
einem alphabetischem Register.) Göltingen, Vandenhoech & üu- 
precht. 8. 5. 31 — 71. Pr. n. 4 Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. 
Nr. 946.) 

[284.] * Repertoire des ouvrages de Ugislalion, de droit 
et de jurisprudence, publies specialemenl en France depuis 1789 
jusqu*ä la fia dejuillel 1854; suivi d*une table analytique et 
raisonnie des maliires, 2e ^dition^ revue et augmentü. PariSf 
impr. de Maulde. 8. 2h%B. Pr. 2 Fr. (Vgl. Anz. J. 1854. 
Nr. 94.) 

Dieses von den Buchhändlern 'Colillon u. Durand ver- 
öffentlichte Bepertorium .bildet zugleich den Bestandskatalog 
^ ihrer Bücherlager. 

[285.] * Bibliotheca medico - chirurgica pharmaceutico-che" 
mica et veterinaria oder geordnete Uebersichl aller in Deutsch^ 
i land und im Ausland neu erschienenen medicinisch-ehirurgisck'^ 
i geburtshül fliehen, pharmaceutisch - chemischen und veterinärwissen' 
1 schaftlichen Bücher herausgegeben tion Carl Joh. Fr. W. Ru- 
'■ precht. Jahrg. VI IL 1S54. Hft. 2. Juli — December. (Mit 
i> einem alphabetischen Register.) Göttingen, Vandenhoech & Ru^ 
« precht. 8. 5. 57-114. Pr.'n. 7%Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. 
i Nr. 948.) 

i [286.] * Calalogue of College and School Books and Edu- 

\ cational Works for the year 1855: Consisling of an Alphabe- 
( tical List of the fall Titles, Size , and Price of aboul Three 
hundred New and Established Works y published by Longman 
and Co. in all branches of Scholastic Literature; preceded by a 
Classified Index. London, Longman & Co. 8. Gratis. 
I Zunächst für buchhändlerische Zwecke. 

^ [287.] Repertorium der Militair - Literatur. S. Zeitschrift 

i f Kunst, Wissenschaft u. Geschichte des Krieges» Redaktion: 
L. Blesson. {Berlin, Mittler u, S. 8.) Am Ende der Befte. 
Systematisch geordnet u. besonders paginirt im unmittel- 
baren Anschlüsse an das im Jahrg. 1854 gegebene RepertQ- 
rium. Gut und reichhaltig. . 

[288.] Die Fortschritte der Physik in den Jahren 1860 
^ und 1851. Dargestellt von der physikalischen Gesellschaft zu 
^ Berlin. VL u. VIL Jahrg* Redigirt von Dr. A. Krönig und 
' Prof Dr.' W. Beetz. Berlin, Reimer. 1854 — 55. 8. LVL 
> 1201 S. Pr. 6 Thlr. 1^]^ Npr. 

t Enth. zu Anfang der einzelnen Abschnitte eine reiche 

' litterarische Uebersicbt der betn^ff. Sehrtften u. Abhandlungen. 
' [289.] Repertorium der Technischen Literatur die Jahre 

1823 bis einschl. 1853 umfassend etc. von Dr. Schubarth. Lief. 5. 
^ [Filtrirappärale — Knopfmacher ei.) Berlin, Decker. 8. S.321 — 
^ 430. Pr. ä 1 Thlr. (Vgt oben Nr. l62.) 

9* 



1^ Buchhändler- n. aniiiiQar. Kataloge. 

[290.1 Zq den Engelmann'scheQ Bibliotheken (s. Anz. 
h 1854. Nr. 1009} wird in der n£chstei(i Zeit eine neue , ein 
geographischer Katalog, von E. A. Zucbotd überarbeitet, hinzu- 
kommen. — St — 

[291.] Besehreibung von (für ältere deuUche Gischichte 
ifUeresianten und wichUgen) Handschriften, welche in den Jah- 
ren 18^39 — 42 naher untersucht worden sind; von G. Waiti^ 
'S. Archiv der Gesellschaß f. ältere deutsche Geschichte. Bd. XL 
Hft.Z u. 4. Bannwer. 8. p. 24S— 514. 

' Eine systematische Zasaromenstellung der bauptsäcbltch 
▼on Waitz, theüe auch von Dr. Bethmann, Pe'rtz u. Dr. Knust 
auf ihren für Zwecke der Mongmeoia Germaniae historica 
nntemommenen Reisen näher untersuchten Handschriften. 

[292.] Literatur, von Chmel. S. Notixenbialt. Beilage jk. 
Archiv f. Kunde Österreich» GeschichtsquelUn. Nr, 6. p. 121 — 
31. Nr.l. p. 145 — 58. tFortselzung von oben Nr. 167.) 
Beiträge zur Bibliographie u. Kritik der neueren Litteratur 
über d. Osterland u. die Schweiz (darunter Wackernagers 
Ausgabe d. Bischofs- und Dienstmannenrecbls von Basel). 

[293.] *" Bibliographie acadimique ou Liste des ouvrages 
puHies par le$ membres corre$pondant9 et associü rüidents ISöS*. 
Bruxelles. 12- ^^^^' ^54 S, Pr. 26 Ngr. 

Ixk Betreif dieser an^ Beschluss der Academie Royale de 
Belgique gedruckten BibJiograpbie hat der Secretajr der Aka- 
demie Quelelet anerkannt, dass sie mehrere Lücken enthalte, 
weil einige Mitglieder d. Akademie versäumt haben, die sie 
betreffenden Notizen f. die Bibliographie einzusenden. Es 
sei auch zu bedauern, dass die Akademie nicht über alle 
-au«gezefchnete Männer, die ihr angehört haben, genaue bio- 
graphische Nachrichten besitze. Die Akademiker Potain, 
Gachard u. de Saint - Genois haben sich demzufolge bereit er- 
klärt, in dieser Beziehung Nachforschungen zur Vervollstän- 
digung der akademischen Annalen anzustellen. S. *L*lnde^ 
pend. beige de 9 fevr. — 5. — 

[294.} Kampf um der Nibelunge Bort gegen Lachmanns 
NachUreter. Von Dr. Adolf HoUxmann , ordenlL Prof an der 
Universität zu Heidelberg. Stuttgart, Krabbe. 8. 76 & Pr. 
n. 8 Ngr. 

Ein weiterer Beitrag zur Nibelungenlitteratur (s. oben 
Nr. 174). Vgl. darüber Liter. Centrajbi. Nr. 11. p. 176. 

[295 ]• * Bibliographie d*un ouvrage intituU: Oeuvres d'Ori- 
baie; par C. Broeckx, Anvers. 1S54. 8. 

[296.] ^Denkmal berühmten deutschen Buchhändlerpi in 
einer Sammlung von RUdnissen errichtet von Otto Aug, SehuU^ 
ffß, 3. Leipsig, Schulz. Lex. 8. 3 Uth. BU Pr. n. 10 Ngr., 



BndhliSiiidler^ ti. Antiquar. Kataloge. I^ 

auf ehin. Pap. in hoch 4. n. 20 Ngr. Bnzetne Blätter ä n. i 
«. resp. fi. 8 Ngr. ( Vgi. Anz. J. 1852. Nr. 352.) 

Enth. die Bildnisse von G. J. Göschen, Dr. J. C.ß«MohT 
u. H. R. Sauerländer. 

V V V 

Wenn es bei den mehr und mehr überhand nehmenden 
Massen deutscher antiquarischer Kataloge nöthig geworden 
ist, die unbedeutenderen deriselben dus den Verzeichnissen 
des Anz. der Ranmerspafnlss wegen möglichst auszuscheiden, 
so bat sich sogar um der besseren Uebersicht wiHen das Be- 
dürfnisse selbst unter den bedeutenderen eine Auswahl zu 
treffen, herausgesteltt. Unter den Katalogen von allgeinei- 
nereni Interesse worden im gegenwärtigen Hefte zu Isiner 
solchen Auswahl die Verzeichnisse von Graeger, Kampff- 
meyer u. Läromlin gehören, von denen das 27sle des 
letzteren namentlich wegen einiger interessanter Schweiz. MSS. 
nnd mehrerer seltener Drucke beroerkenswerth ist Das Ver-» 
zeichntss von Storch ist reich an theologischen Werken. 
Unter den Katalogen nieditinischen u. naturwissenschaftlichen 
Inhaltes verdienen die von Pernitzsch u. von Seh midi 
besonders hiervorgehoben zu werden. Das l^emilzsch*sche ver- 
dient diess hauptsächlich dessbalb, weil es eine grosse Anzahl 
der geschätztesten in- und ausländischen Zeitschriften in» 
medicinischen Fache enthält, wogegen die Sehmidt'schen we- 
gen ihres wirklich rfthmenswerthen Reichthums an botanischen 
a. astronomischen Schriften, kleineren wie grösseren Umfan- 
ges bis zu den theuersten Kupferwerken, einer solchen Ans- 
zeicbnnng in jeder Beziehung würdig sind. Für Litterailiisto- 
riket n. Bibliographen bietet der Katalog vpnHeberle eine 
Masse von Schätzen, wie sie kein anderer zu bieten Im Stande 
ist, und ist in seiner Art ebenso beachtenswerth , als der 
grosse zn Ende des vorigen Jahres erschienene hisiorischQ 
Katalog, der mit Recht von allen Seiten rühmliche Anerken- 
nung gefunden hat. Sammlern von Curiositäten u. sonstigen 
Seltenheiten ist die Durchsicht der Kataloge von Haspel il 
Scheible anzuempfehlen. Im Fache der österreichischen 
Litteratur, für welche auch das in seinem Aeusseren ^Iwas 
unscheinbare Anzeigcblatt von Prandel 8t Mey^r rtßicbe 
Materialien enthält, ist dre Bibltotheca Austriaca vonSchratl 
von bedeutender Wichtigkeit, nicht nur weil in ihr eine Btenp 
sehnerer Druckschriften, sondern auch eine Anzahl von wicn- 
tigen bandschriftiichen Werken , zum theile im Original , 2ü 
finden ist. 

[297.] Äntiqucptisches Terxeichniss iVd. XIY, Caialog des An- 
Hquatiseken Büt^erlagen dtr ATtääemüchen ButhfiantUung in KieL 
— Ifaiurwisimsthaflen. 8. il3 S. extl, Tit, 

[298.] VUrtis Büeher-rirxeiehnisi tfffn S.€atvaty y Omp. 



184 Buehbiadler- and aBtiquar. KaUlogti 

im Berlin, etUkaltend eine Autwahl von BUehem aus den GMe^ 
ten^der Mathematik^ Physik und Nalurwissensehaften. 8. 22S. 
e»cl. TU. 

[290.] *No. 1. Nuovo Bulletino Mbliografico o Elenco di 
HM rari e euriosi vendibili in Napoli fresso Giuseppe Dura* 
S. %S. (S. oben Nr. 104.) 

Bei der Unzugänglichkeit älterer Italien. Litteratur kaoD 
das TorL Verzeichniss, welches eine gute Anzahl vortreflflicher 
u. seltner Werke , grösstentheils aus dem XV. u. XVI. Jhrh. 
enthält^ angelegentlich empfohlen werden. — 1. — 

[300.] Verzeichniss von Lehrbüchern für Gymnasien^ Stadt - 
und Landschulen und andere Unterrichtsanstalten aas dem Ver^ 
läge von Ernst Fleischer in Leipzig, 8* 12 5. 

[301.] LV — LVL Verzeichniss antiquarischer Bücher von 
Ch. Graeger in Halle a. d. S. 8. 72 u. 37 S. excl. TiU 2845 u. 
1581 I^rr. 

Nr. LV enth. : 1. wissenschafll. TbeoIogie/2. praktisclie, 

3. oriental. Litteratur, 4. Philosophie — Nr. LVl. : 1. altclass. 
Philologie, Archäologie, Mythologie, 2. deutsche, altdeutsche 
i|. roman. Sprachen, 3. allg. Literärgeschichtc, encyklopäd. 
Werke, Schriften gelehrter Gesellscbaflen , Biographien voa 
Gelehrten, 

[302.] Verzeichniss von Curiosilälen überhaupt, Werken über 
Älchymie, Magie ^ Dämonologie, Geisterkunde, Somnambulisnuusy 
Prophetie, Sympathie , Freimaurerei «. «• w.^ welche in der F. F. 
EaspeCschen Buchhandlung in Schwab. Hall vorrälhig sind» 8. 
33 S. excL Tit. 

[303.] Nro, L. Bibliotheca historiae lilerar. , biogr^ eic. 
Katalog von Werken über Literärgeschichte, Bibliographie^ Bio-- 
graphien etc. vorrälhig bei J. M. Heberle (H Lemperlz) in Köln. 

4. ^0 S. ewcl. Tit. 11 16 iVrr. , 

Dient zugleich als Anhang u. Ergänzung zu dem grossen 
histor. Lagerkatalog. (S. Anz. J. 1854. Nr. 1047.) 

[304.] / — //. Verzeichniss einer Sammlung werthvoller, zum 
Theil seltener Bücher j Pracht- und Kupferwerke, welche bei Carl 
Helf, Buchhändler u. Antiquar in Wien, vorrälhig sind. S. 24 
u. 6 5. Vermischtes. 

[305.] Nr. IL Antiquarisches Bücher-Verzeichniss von Carl 
Bockner in Dresden. — Militaria. 8. 8 5. 

[30^] Zwei und sechszigsles Verzeichniss über Werke aus 
dem Gebiete der Ifaturwissenschaften und Medizin, welche bei 
Theodor Kampffmeyer in Berlin zu haben sind. 1S54. 8. 34 5« 
excl. Tit. 

Drei und sechszigsles Verzeichniss über Werke aus dem 
Gebiete der Schonen Wissenschaflet^y Kinderschriften und Kunst, 
nebst einem Anhange von Büchern au« allen Wissenschaften^ etc. 
1854« 8. 90 S. excl. Tit. 



BteUiindkr* u. antk|Qar. KMttoge. lal 

[M7.] Anllquarisehei Verxeichniss No. F. dir MMmmf^chm 
Buchhandlung m Liegnilx. December 1854. 8. SS. 433 iVrr. 

No. VI. Antiquariicher Calalog derselben Buchhandlung. 
Januar 1855. 8. 16 5. 923 i^rr. 

Nr. V. enth.; Haus-, Land- u. Forstwirthscbafll etc.; 
Nr. VI: griecb. u. römische Classiker, Philol. d. alten Spra- 
chen, alte Geschichte u. Geographie, Schulbücher, beiletrisL 
Werke. 

[508.] X—Xl. VerteUhniss antiquarischer Bücher des Adolf 
Kuranda in Prag. November 1554 u. Jan,^Febr, 1855. 8< 20 
U.48S. 43 lu. 1341 Arr. 

Enth. Vermischtes, namentlich Naturwiss., Gesdiichte vl 
Geographie, Austriaca. 

[309.] JVro. 26. Verxeiehniss von allem und neuem gehum*' 
denen Büchern aus der proleslanlischen Theologie^ Sehaßhausen, 
hei Heinrich Lämmlinj Antiquar und Kunsthändler. 1654. 8. 
34 S excl. ntelbl. 986 Nrr. 

Nro 27. Verseichniss von altem und neuem, grösstenthsdU 
werthvollenj gebundenen Büchern, Manuscripten, Incunabeln, Sel^ 
tenheilen namentlich der ausländischen Literatur^ Praehlausgaben 
cet. Ebendaselbst. 1855. 8. 20ß S. excl. Tit. 4S16 iVrr. 

Nr. 27 enth. unter Anderen die Bibliotheken v. Beroldin- 
gen's, V. Hcrtenstein's u. Pfyfler z. Neueck>. 

[310.] 36. Yerzeichniss gebundener Bücher aus der Juris- 
prudenz, Polilik, Staats-, Polizei-, Cameralr und Finanz- Wiä" 
senschaftf nebst einer Sammlung werihvoller Schriften aus ver« 
schiedenen Fächern der Literatur, voekhe bei J. D. Heusei jf Sohn 
in Coburg zu haben sind. 58 S. excl. Tu. 2384 Nrr. 

[311.] Yerzeichniss von Büchern der gesammten Militair- 
Literatur- welche im Verlage von E. S. MMer if Sohn in Ber(ti| 
erschienen sind. 8. 19 5. 

Verdient alle Beachtung. 

[319,] Catalog No. 6. von Louis Pemitzsch in LeipMig. 
Sammlung neuer Werke aus den Fächern der Mediem und Neh 
lurwüsenschaft. 8. 20 S. (S. oben Nr. 196.) 

[313.] Antiquarüches Anzeige-BlaUNr.2b—Zf^. BeiPran- 
del jf Meyer in Wien. 4. d % B. 

[314.] IV. Antiquarischer Catalog der Rossberg sehen Buehn 
handlung in Leipzig. 8. 46 S. excl. Tit. 

£nth. Theologie u. Philosophie, Philologie u. Verwaadles. 

[315.] liTr. 1—3. J.Seheibles Antiquariat in Stultgart. 16« 
96 S. Zusammen über 800 Nrr. 

[816J Catalog LXJXV. ti. LXXXVIL des antiquarisf^ken 
Bücherlagers von H. W.Schmidt, Buchhändler und Antiquar in 
Halte a. S. — Botanik u. Astronomie. 6. 64 tt. 18 S. excl. TU. 
Zusammen c. 2000 i^Trr. 



a$ BuchhäQdUer^«*;airtif»«r.&ateIof*i.~BiUi#lhekeDkande. 

igt aacb ^ Beitafe uhh M&aht&b des Aia. bitsgegeben 
werden. 

(317.1 Änligti^stiher Caiaiog No, 32 wm Ftlks Sdmeider 
in Basel Verzeichnus einer Sammlwng guter und gtsehäiMirr 
Werke. «. 47 S. emtl Tit. C. 160A Nrr. VerniUcbles. 

[319.] BihUolkeoa Äustriaea, oder Verzeichniss ton ve7- 
fenen, werthvoUen nnd iMraw^baren Büchern, nehst mehreren 
Manuseripten über alle tCrwUänder Oesterreichs ^ welche zu ha- 
len sind hei Johann SchraU, Antiqitar ^ Buchhändler in tFien. 
8. A9S.eafclTü. 

[319.] Nro. XIL Verzeichnis des antiquarischen Büther- 
Lagers der Buch^j Kunst -y Musikalien- und Lanäkartenhand- 
lung von Alexander Storch in Frag, Enthaitend: Theologie, 
PkUoeophie und OiinkUia. 8. 101 S. eseU TU. 26S3 JVW*. 

[320.] Nr.Xin. Vtrzeichniss philologischer Bücher^ als: 
grieeh. u. r&m. Klassiker, nenere Lateiner, Lexica, Commenlare, 
Grammaliken u. «. u>* , Werke in engt. , franz. u. ital. Sprache^ 
deutsche Sprache u. LUeratur^ Schulbucher etc. ioeiche im ehe- 
mals Heinz*sehen Antiguariat bei Herman Supe's Withce in 
mrnberg zu haben sind, 8. 44 5. C.l2MNrr. 

[321.] DriUes Verzeichniss einer Sammlung von BÜGhern, 
Mustkalien und Kunstblättern y welche zu haben sind bei Carl 
Villaret in Erfurt. 8. 24 5. 661 iVrr. 

[322.] Katalog Nr. 6 wtrthvoiler antiquarischer Buchet von 
Friedrich Voigt in Leipzig. Inhalt : Schonwissenscha/iliche Li- 
teratur. 8. S. 97— 160. i^f. 2040— 3261. 

BiMiatbekeaacuKile. 

[323.] ^Catalogue of the Mercantile Library of Boston. 
Boston, press of Wilson if Son. 1854. 8. XXIIf, 289 S. Pr. 
1 Doli. 

Der vorl. von dem Bibliothekar Fred. Poole, dem Verf. 
des ^cbltzlen Index to Periodieal Literature, bearibeitete 
Katalog wird den MUglieder;i der Mercantile Library A»soda- 
tion, deren Zahl sich auf 2000 belauft, gewiss willkofiiniefi 
aein> uiA so mehr, als man sich acboA bei dem gegenwärti- 
gen bedeutenden Umfange d^r Bibliothek u. dem Umstände, 
das« nicht alie Geselischaftsmitgifeder in Boston leben, auf 
einen gedruckten Katalog als ein durchaus uaenlbsbriiches 
Htifsmittel zur Kennlnissnabine d«r Bibliothek hingewiesen 
sieht. Freilich wird sich, wenn di« Verancfarung der Samm- 
lung in der seitherigen Weise vorwärtssdhreilet — 1830^ zehn 
Jahre nach ihrer B^rnndmig, besass die Bibliothek 1846 Bde, 
1846 hatte sie bereits 6000, u. 1853 zählte sie bereits 
81,000 — bald ein Nachtrag nöthi^ machen. S. Nort4m'8 
Liter. Gazette N.S. YoLIL Nr. 2. p. 2d— 26, . 



J 



UM 

[aM.§ Oandmshripmiterxmtknügi von ßibliMiehmr Ih. Bieth^ 
S* PjnrU* Archiv d. ßadkchafl f. äUmre dmtUche €e^ 
sehiehikunde. Bd. IL 9fU 3 u. 4. p. hV^ — 32^ 

¥«rceDchoffise von Handschrifteii, die fAr allere dentsche 
Geschichte «itereeeant sind: 1) in der Bibl. zu Wieahaden.; 
2) in der früherei) Bibl. voa StaUo , jeixt in der Burgvndi** 
sehen 2U ftriieeel u. im Besitze Petein'e zu LuUioh) 3) in der 
BiUL 0u \MeiicieMies.; 4) im Dtpart Ikxchxv zu Laie; S) in 
WimiDfciberg; 6) in Älewgon; 7) in Orleans. 

[223] Her Au$tri(icum 1853. Von W. WaUenhach. S.Archiv 
f irttMb ^letreiok. GwikkhUqueUm Bd. XiV. p. 1— M. 

finth. d«ft Ergebniase ^/soo 4e8 Verf/s Sindkn in Oester* 
reiehb Bibli^bekesn u^ Archiven. 

0M6)rl fh^OwndUcke NiKktiekten sur Q-eschicMe d^rSäch'^ 
süehtn BMiotheken» Herausgegeben v<m Dr. JmihM ^Uholdl, 
BibHo^ekar Sr. Majestät des Königs von Sachsen, ete, Dresden, , 
St^nfeld. 8. 52 S eotcl. Tilel Rr. n. 16 N§r*) 

{32T.] Ueber die oben Nr. 125 schon erwUhnte Bibiie- 
thek der vormal. Deutschen Nationaiversammlung zu Frank** 
furl a. M.i welche dem Germanischen Mueenm zu Nürnberg 
einverleibt worden ist, s. Anzeiger /. Kunde d. Deutsch. Vor^ 
aeit. xN.F. Jabi^.WI. Nr. 8. p. 73—74. 

[898.] Deiät$€he ffmdschtifkn in Prag. Von J. Pefters in 
Prag. 8. Anzeiger f. Knnde d. DeuUoh. Vorgeii N. F. ^ahrg. 
m. IKr. 2. p. 30—32. 

Die üandsdbriflen gehören dem Böhm. Museum. 

{'429.] *Snppt4mehi au Calaiogue de la Bibiit/lhigue morale 
H religieuse de €otmar. \er Janvier 1855. Celmar, impr. di^ 
Mme veuve Decker. 8. % B. Pr. 25 c. (Vgl. Anz. J. 1854. 
Nr. 878.) 

[330.] *Calalogue de la Bibliothkqve de VAbbaye princter« 
de Murbach (dreesi aiu nem de CAbbe Barili^lemy d^Andlau, par 
frhe ^gismomd), — Exlrail de la Revue d^Alsaee. fSignS: Mal^ 
t^j emei6n mspeeteur gewirai des Biblioiheques publrqties de 
Franee^J Colmar, impr. de Mme wdre Decker. 8. 3 B. 

[881.] Die Kaiserl. Bibliothek in Paris hat ein vollstem- 
diges ß&emplar der Oeuvres compl^tes d*Andröuet Du Cerceau 
aus tiem Besitze Caliet's für 3700 Fr. angekauft. Auch hat 
dieselbe ein bei der Einnahme von Bomarseud erbeatetes 
grosses Ruseiaehes ÜYBckim Sanctonim» 1811 gedruckt^ in 
12 Fol. Aden einverleibt erhalten. S. Bibi. de la France, FeuiH. 
Nr. IL p. 117-^38. 

[384.] Bei 4em Brande der jdngst erst zu einem Fraüz. 
Spitale umgewandelten grossen Genieschule in Constantinopd 
in derNadü vom 11/12 März ist auch eine schiene Bibliothek 

'^^ft. ohiiaNr4 8l5. 



128 JKyMAekelikmdk. 

u* eine Sammlung von Ap[Miraten , beide ram Gebrioehe der 
Genieschuie bestimmt, mit zu Grunde gegangen. S> Dresdn. 
Journal Nr. 71. p- 310— 11. 

[333.] Ewart hat, als Nachtrag zu der Tom Parlamente 
jm J. 1850 erlassenen Bibliotheksacte , deren im Anz. öfters 
gedacht ist, darauf angetragen, dass die den Stadtbibliotheken 
dadurch gewährten Vortheiie auch den geistlicheo Bibliotheken 
in den Stidten u. den mit diesen verbundenen Orten su Gute 
kommen sollen. S. * Athen. 30 Dech. 1854. Nr. 1418. p. 
1592—93. — 5.— 

[334.] Ueber Kataloge von Bibliotheken Englischer ge- 
lehrter Gesellschaften, besonders den Bibl. Katalog des In- 
stitute of Actuaries zu London, welchen Wheatley, der Bear- 
beiter mehrerer Verzeichnisse von Gesellschaftsbibliotbeken, 
verfertigt bat, s. «Athen. 9 Decb. 1854. Nr. 1415. p. 1497. 

— 5- — 

[335.] Das Britische Museum zu London hat das Origioal- 
HS. von Walter Scotts Schloss Kenilworth für 41 Pf. St. 
angekauft. S. Bibl. de la France, Feuill. Nr. 11. p. 137. 

[336.] Bereicherung des Museo Fisico in Florenz. S. Augsb, 
allg. Zig. 1854. Nr. 342. p. Ö4Ö7. 

Die Bereicherung besteht in der vom Engl. Botaniker u. 
Reisenden Webb, welcher in Paris verstorben ist, dem Gross- 
herzog von Toskana vermachten naturwissenschaltl. Samnalung, 
welche unter Anderen eine schöne botanische Bibliothek ent- 
hält, die nur von der Delesserl'schen übertroffen werden soll. 

[337.] Deutsche Handschriften in Rom; wm Fr. S. An- 
zeiger f. Kunde d. Deutsch. Vorzeil N. F. Jahrg.' IL Sr.ll. p, 
266—68. Nr. 12. p. 300— 1. Jahrg. JIL Nr. 1. p.4-6. Nr.^. 
p. 28 — 30. Nr. 3. p. 60 — 62. (Schluss von Anz. J. 1854. 
Nr. 1071.) 

[338.] Bormans hat in der Sitzung der Glasse des leltres 
de TAcademie Royale de Belgique am 8. Febr. angezeigt, dass 
er unter den ihm zur Untersuchung ubergebenen Pergament- 
bruchstucken , die zu Umschlägen im Brüsseler Staatsarchiv 
gedient hatten, Fragmente des Isidor v. Sevilla aufgefunden 
habe, die in den bisher bekannten Handschriften nicht vor- 
handen seien. S. *L*lndepend. Beige 9. Fevr. — 5. — 

[339.] Rapport du Conservateur-SecrSlaire (A. Namur} zur 
les travaux de la Sociäi pendant Vannü 1853. (Extrait des Pu- 
blications de la SociM archeologique de Luxembourg 1853.) 4. 
Enth. p. 33 — 49 ein Verzeicbniss der för die Bibliothek d. 
Gesellschaft im J. 1853 neu erworbenen Gegenstände. (Vgl. 
Anz. J. 1854. Nr. 737.) 

Der Zuwachs besteht aus 264 Bildiem u. Handschriften 
in 399 Bden, wovon die Gesellschaft einen grossen Theil der 
Güte ihrer Mitglieder u. anderer Freunde» z« B*. oiae uteres- 



PrhratUUiotliekeOr 12Q 

sanle Sammlung von Broschüren aber kirchliche Verwaltung 
und Fragen der Tagesgeschichte dem Herrn de la Fontaine, 
verdankt. Auch die Bibliothek des Athenäums, von welcher 
die Gesellschartssammlung eigentlich nur eine Art Abtheilung 
bildet, hat, zumal im historischen Fache, erbebliche Be- 
reicherungen, darunter mehrere Geschenke von dem eme- 
ritirten Pfarrer Maeysz, erhalten. 

Privatblbllotheken. 

Unter den nachstehend verzeichneten Katalogen sind 
eioige, die theils um ihres gesammten Inhaltes willen, theils 
wegen einzelner Abtheilungen vor den übrigen hervorgehoben 
zu werden verdienen. So verdient der Bonner Auctiöns-. 
katalog wegen seiner Abtbeilung kunstgeschichtlicher Schrif* 
teo, der Grimmaer wegen seines Gebaltes an Guriositäten 
und der Kieler desshalb besondere Erwähnung, weil er 
nicht nur reich an wissenscbafUicben Werken ist, sondern 
auch namentlich WerthvoUes aus den Fächern der Philologie 
u. Jurisprudenz enthält. ' Für Theologen ist das Verzeichniss 
der bei Liesching verkäuflichen Bücher von vorzüglicbeni 
Interesse; ebenso für Autograpbensammler, neben dem Ka- 
taloge von Cbaravay, der von La v erdet, der in allen seinen 
Theileif eine ausserordentlich reiche Auswahl darbietet. Die 
grösste Auszeichnung verdient aber das Verzeichniss der 
Drugulin'schen Portrait - Sammlung. Diese Jahre 
lang mit Liebe und Kunstsinn gepflegte Sammlung ist nicht 
nur wegen ihres wirklich bewundernswerthen Reicblhumes, 
sondern auch wegen der fast durchgehends schönen Erhal- 
tung der einzelnen, zum Theile sehr seltenen Blätter aui 
dem XVL bis XIX. Jahrhdt, einer solchen Auszeichnung in 
jeder Beziehung würdig. Eine ähnliche Sammlung dürfte 
kaum so leicht wieder zum Virkaule gebracht werden. 

[340.] YBTteithnw der Doublellen der Königl, üniver$üäU'^ 
^ibliolhek in Bonn, der Bibliolhek des versL Hermann Weber^ 
KunMhßndler, enlhallend eine amgtwählte Sammlung zur Eunsl' 
getchichle (6es. Malerei und tCupfersUcherkunsl) eine Anzahl 
^9^ franz.^ holl. und deulscher Calaloge berühmler EupfersLich" 
Sammlungen &€', ferner einen Theil des Bücher ^ Nachlasses des 
vern. Prof, D. Bernde so wie die Bibliolhek des Pfarrer Oslen^ 
dorf in Schwerley welche nebsl einer werlttvollen Sammlung von 
BisserlatUmen und Programmen aus allen Fächernden 19, Mai 
hii Math, Lemperlz in Bonn Ö/fenllich versteigerl werden, 8. 
126 5. excl. Tilel. 4133 iVrr. 

[34L] Verzeichniss einer grössern Anzahl Werke aus der 
hinterkusenen Bibliolhek des Domherrn von Ambaeh^ sowie der 
d«< Oberpfarrer Mohr^ welche nebsl mehreren andern werlh- 
^oUen Biichem den 1. Mai dutch Ad» Werl in Grimma öffenl^^ 



ISO PrhrirtMbliotlvekeli. 

Uch versteigert tonden rollen. 6. 14) S. txcL TU. u. Inhattt- 
t^neichn. 3244 Jtrr. 

Die p. 30 f. anfgefdfirten Curiosa, hara, Erotica u. dergt. 
stammen aus der Bibliothek eines Dr. F. 

[342.] Verzeiehniss der Bücher-Sammlungen 'det vBtstar- 
hentn Rectors der Hadenle^ener Gelehrtenschuk Ihr, f^oltguafd- 
sen und des verstorbenen Prcfessors der Rechte Dr. Joh. Chri- 
stiansen in Kiel, aus dem Gebiete der Philologie, Theohgiey Phi- 
losophiey Jurisprudenz y Geographie j Geschichte^ Mathematik, nebst 
mehreren Anhängen und Nathträgen, Bücher aus allen Wissen- 
sehafteuy namentlich meditfhischen Inhalts, ujalehe nm 23^ April 
durch E. Nitxsch öffentlich venteigert werden sollen, B. 44, 
42 v. 23 S. excl. Tit. 2Stsammen 2700 Nrr. 

Unter den am Schlüsse des Kataloges beigeffigten An- 
hängen enth. der erst^: Bacher aus dem Nachlasse des weif. 
Pasl-or Petersen in Warnitz, aus dem Gebiet der Theologie^ 
Philosophie, Pädagogik, Geschichte, Biographie, Reisen, Na- 
turvtissenschaften, Sprach- u. Ailerlhumswissenschaft u. Bel- 
letristik; sowie der dritte: medicinische Bücher sms dem 
Nachlass des Dr. Lempfert in Horst. 

[34S.] Cätaioyue €une belle €olleetion de Lettre» auto- 
grnphes provenant de plusieurs CabineXs donl la vente aura Heu 
le 20 avril, Paris chex Laverdet, expert en autograpHes. 8. 
1S6 5. excl. Tit. €. 1560 Nrr. 

Am Schlüsse des Kataloges finden sich mehrere umfäng- 
lichere Original -MSS., unter denen eine grössere Sammhing 
yf}t\ Briefen Boileau*s in 2 Fol. ßden 6000 Fr. und einige 
Autographa d. H. Vincent d6 Paul c. 1700 Pr. besondere 
Erwähnung verdienen. 

[844.] Verzeichniss . einer ausgewählten Ptvbutsafnmhmg 
wBii,hvolltr und seltener theologischer Büehery welche die Verlags- 
buchhandlvtng von S. G. Liesching in Stuttgart aus Auftrag xu 
verkaufen hat. 4. 3 Bit. 838 Nrr. 

[345.] *Nolice des Ifcres $ur la littiraturey la giogrtxphie 
et Vhistoirr, composant la Bibliothique de feue Mme la JPrtn- 
tesse de B***, dont la vente aura Heu le 13 mars. Paris, 
impr. de Mautde. 8. »/♦ B. 129 Nrr. 

[346.] *Recueii de pikces concernant la BibHothhpse de 
M. Louis Antoine Cosle. Imprimd aux frais de sa veuve, Lyon, 
impr. de Vingtrinier. 8. 15% B. 

Der Rhone -Präfect ist nach Beschluss der HoTiicipali- 
tät von Lyon vom 19. Januar ermächtigt worden, denjenigen 
Theil der C'schen Bihl., welcher die Geschichte ton Lyon 
betrifft, für die Stadt um 40,000 Fr. anzukaufend S. Ans. 
Jahrg. 1854. Nr. 586. 

\ßVl.] *Catalogue d*\in choix de beatat IHfres e< de pär- 
iMom iFopikat det mettlews musUtei, ^ravmxnt de f» Mdtto^ 



ihique di Jf. de Courtonnß, d<»nt la venl^^ atiro. timi le, l^mars, 
Faris, Potier. 8. 1 B. Nur 5» Nrr. Bücher u. «3 Mni- 

[348.] *Premtere !Voltc0 des livres comj^ofßnl la Biblio^ 
iheque de Bi. Vabhi />***, donl la vente üura Heu U 2 avril. 
P$/ri&, Lamaudie. 8. 1% B. 27'2 Nrr. 

[349.] Beschreibendes Verzeichniss der ersten Äblheilvng 
der wenhvollen Portrait' Sammlung des Herrn W. E. Drugulin, 
wriche den 21» Mai durch H. Härtung in Leipzig öffentlich ver- 
Ueigm vtird. 8. IV, 1)2 S. 2998 i^n*. 

[350.] *€aialogue »f Ihe MUcellaneous Library of the late 
Edward D. Ingraham, Esq, Philadelphia, Thomas & sons. 8. 
Pr. 5q.c« Auel.W.mfSL 

[351.] Die reiche,, weit u. bj;eit bekannte PiUiothek des 
im M.ärz verst. Frbm Joseph v. Lasshorg in Meersburg, die 
vor nicht langer Zeit von dem inzwischen verst. Fürsten 
V. Ffirstenberg angekauflt worden, dem Besitzer aber zur 
lebenslängUcben Benutzung überlassen geblieben war, wird nun 
nach Donauescbingen in die fürstl, Bibliothek wandern. Eine 
von Lassberg höchst sauber geschriebene Sammlung ältester 
Urkunden zur schwäbischen Orts- u. Landesgescbichie , die 
zum Drucke bestimmt war, wird sonach auch mit nach 
Donauescbingen kommen. S. Augsb. allg. Ztg, Nr. 81. p. 1289* 

[3*52.] ^Calalögue de bons livres anciens et modernes^ 
grands ouvrages ä figures, etc., provenant de la Biblipthhquß 
de feu ü. S, du />*♦♦, dont la vente se fera le t% mars» 
Paris, Delin. 8. 4 Ä. 661 Nrr, 

[äSi3»] Die an wichügeii Werken u. Seltenheiten sehr 
reiche u. umfäfigtiche Bibliothek des Lord Rul'herfurd ist bei 
Nißbfit in Edinbui^ am 22. März versteigert worden. S. Bi- 
bliogr. de la France, FeuilL Nr. 10. pi 114. 

[354] Die an fiaturwisseiifichaftl.« namentlich botanischen 
Weidieo reiche BibMoiliek des kurzlich ver«toi\b. Geh. Finanz-« 
rathes C. F. Scheuchler in Dresden ist an den dort. Antiquar 
Janssen en bioc verlcauft worden. -^8.. — 

[355.] *C€Ualogue des livres^ grecs^ latdus, fanc^ii^^ tki^«n«^ 
allemands et anglais, composiant la Bibliothique de feu Jf... 
de r..., aneien avocat au parlemenl de Jii,*., etCy dont la 
vente aufa Heu le 20 mars» Paris, Jannel« 8« 5% 0. 1176. 
Werke. 

[356*] * Catalpgufi de la mVoAe^e d« fem M. le hanm 
de Veze^^ composea de livres rares, ei, cMfiettor siur Us thiölogie^ 
sur le9 beßux-ariß, sur la Uttdralmre ei VhisAoire, dmLla vente 
aura Heu ^ 14 mars. Pari$i Fiij»i^«« et Lekkuse* &. 9 B^ 
1366 Nrr.^ 

Der JBesitzer Jean Charl. Chrys. Pecharman Baron- d# 
Vize ist 1788 g<^ mid sim 5. Aug. l$54 ge§t. 



1S2 Abdrücke aas Bibl.-Handschriften etc. 

[357.] *Calalogui d'une belle et intihessante Colleelion di 
LeUres autographes, la pluparl provenanl du parte feuille de Vol- 
taire^ dont la vente aura Heu le 12 man. Paris , Chäravay, 

8. l^ltB. 271 Nrr. 

[358.] *Zur Geschichte der Ordaliett' Liturgien des MiUd- 
alters. S, Anzeiger f. Kunde d. Deutsch. Vorzeit N: F. Jakrg, HL 
Nr. 1. p- 15—16. Ar. 2. p. 88-40. Nr. 3. p. 69—72. Nr. 4. 

Betr. einen aus dem Nachlasse des zu Bamberg yerst 
Domcapitulars Friedridi Wunder stammenden Pergaroentcodex, 
das Bamberger Brevier des Dqmcantors Eberhard. 

Abdrileke ans llibl.-llandsclirifieit ete« 

[359.] ^Athtnes au XVe, XVle et XVlIe siecles, d'apres 
des documenls in^dils tirds des archives imperiales de Veniset 
des grandes archives de l*empire frangais^ des archives des 
minislires des affaires elravghes, de la guerre et de la ma- 
rine ä Paris, des archives 4leclorales de Hesse ' Cassel, des ar- 
chives ddparlementales de VAube, des archives de CEcole des 
heaux-arts ä Paris, de quelques archives particulieres ä Fe- 
nise , des bibliolhkques imperiales de Paris et de Vienne, des 
hibliolh^ques de Saint -Marc ä Venise, du Prince Barberini ä 
Rome et du Musee brilannique ä Londres, etc, par le Comte 
de Laborde y membre de flnslilut. 2 Vols, Paris, Renouari, 
8. 43 V2 B. mit 40 theils in den Text eingedruckt. Abbild, 
Pr. 20 Fr. 

[360.] ^De rebus die resurre€tio$Us even Iuris fragmenium 
e libro cosmographico „Margarita mirabilium" Sein Eddini Ihn 
al-'Vardi. E codd. mss. Biblioth. Vralislav. et Lugd, Batan., 
praemissis de auctoris vita^ scribendi ingenio etc., primum edi- 
tum^ latine versüm notisque illusiratum a Sgfr. Freund, Vraüs- 
laviae. 1853. gr.8. 62 S. mit 13 S. arab. Text. (Inaugural- 
dissertation.) 

[361.] *Der heiser und der kunige buoch oder die soge- 
nannte Kaiserchronik j Gedicht des zwölften Jahrhunderts von 
19,578 Reimzeilen. Nach 12 voltslänüifien und 17 unvollstän- 
digen Handschriften, so wie anderen Hülfsmittetn, mit genauen 
Nachweisungen über diese und Untersuchungen über Verfasser 
und Alter, nicht minder über die einzelnen BeUandtheile und 
Sagen, nebst ausführlichem Wörterbuche und Anhängen zum er- 
sten Male herausgegeben von Hs, Fd. JUassmann. Th. IIL {A, u. 
d.T.: Bibliothek der gesammten deutschen National - Literatur 
vim den ältesten bis auf die neuere Zeit. Bd. IV. Abih, 3.) 
Quedlinburg, Basse. 1654. Lex.S. XXIV, 1192S. Pr. AThhr. 
25 Ngr. 

S. hierüber LH. Centralbl. 1854. Nr. SO. p. 801—3. 



Abdrucke ^us fitlL- Handschriften etc. ISä 

[3612.] Deutsche Spräche aus einer Handschrift zu Franko 
furl a. H.; von Franz Roth. S. Anzeiger f. Kunde d^ Deutsch.^ 
VarzeUN. F. Jahrg'.ilL Nr. I. p. 5—7. Nr. 2. p. 33—34. Nr. 3. 
j>.61^63. 

[363.] Das grosse thüringische Mysterium oder das geisl* 
liehe Spiel von den zehn Jungfrauen. Aufgeführt zu Eisenach 
am 24. April 1322. Nach der einzigen bis jetzt aufgefundenen 
Bandschrift herausgegeben von Ludwig Berhstein^ Herzogt. Sachs» 
Hofraihf Cabinetsbibliothekar Sr. Hoheit des Herzogs zu Sachsen 
Meiningen und Hildburghausen, erstem Bibliothekar an der Her* 
zoglichen öffentlichen Bibliothek, etc. Mit einem Kupfer. A, u, 
d.T.: Wartburg- Bibliothek L Halle, Pfeffer. 8. ZiT, 75 5. IV, 
n.20 Ngr. (S. Anz. J. 1854. Nr. 1159.) 

Die Handschrift gehört dem Gymnasium zu Muhlhaasen« 

[364.] Alterthümer und Kunst - Denkmale des bayerischen 
Herrscher-Hauses, (Herausgegeben von C. M. Frhr, v. Aretin.) 
Lief. 1. München, Druck von Wolf if Sohn. 1854. gr. Fol. 
Entb., unter Anderen: Facsimile der ersten Seile aus dem 
Recbtsbuche Kaiser Ludwigs v.J. 1346. J. v. Hefner del., W. 
Becker lith. 1 Bl. mit 1 Bl. Text, sowie Facsimile des Bild-^ 
nisses H. Albrechts V. (aus der Handschrift von Orlando 
Lasso's Busspsalmen). J. H. ▼. Hefner del., C.Regniersc. IBI. 
mit l Bl. Text. 

Prachtvolle Facsim. aus Handschriften der Münchner Hof- 
0. Staatsbibliothek. 

[364.] *Adam, drame anglo-normand du XI le sihle. Pu* 
hliSj pour la premihe fois, d' apres un manuscrit de la ßiblio* 
thique de Tours; par Victor Luzarche. Paris, Potier. 1854. 8. 
11 Yj B. Fr. 10 Fr. Nur in 211 ExempL, wovon 200 auf ge- 
fflätt.y 10 auf färb. Pap. u. 1 auf Perg., abgedruckt. 

STachsehrift. 

Soeben ist mir von Brössei ein Auctionskatafog znge-- 
kommen, den ich wegen seines wirklich erstaunenswerth 
reichen Inhalts' baldmöglichst zur Kenntniss der Leser zu 
bringen mich verpflichtet fühle, damit Jeder, der in den Be- 
sitz des einen und des anderen der im Kataloge enthaltenen 
Schätze zu kommen beabsichtigt, Zeit genug behält, sich bei 
der Äuction mit zu betheiligen. Es ist dies der Caialogue 
d*une riche et precieuse Collection de Manuscrits sur velin et 
sur papier, De Charles e^ d'autres Documents originaux concer- 
nant LHistoire generale de la France et de la Belgigue, et VHi- 
stoire particuliere des diverses provinces de ces deux pays, ainsi 
qu*un Recueil de plus De vingt mille Placcards, Dont la vente 
aura Heu le 22 Mai 1855 sous la direction de F. Heussner 



184 N«€h9eMlt 

ik»rmeUfs. 8. VU, «2 & 4ftU Nr. Fr.60e. Mm ftsOü. darin 
«ioe Bfe9»e van ScbäUee und KoatbarkeitiBii aufgeshiuft, die 
fAckt leicht wieder in solcher Anvrbl ^vib V^fcmf m»»^ 
boten werden därflen. Leider gestattet hier der Raum niAi, 
das Wichtigere davon einzeln aufzuführen. Doch kann ich 
mir nicht versagen, die Leser auf einen angeblich voa Tho- 
mas a Kempis geschriebenen Bibelcodex und auf mehrere 
wichtige Documente mit den Autographen Charles d'Orleaos* 
des Dichters, Louis XL, Bayard^s, Pran^ois L, Henri 11^ 
Diane de Potiers, Char^es IX., Henri HL^ Henri IV., Cathe- 
rine jet Marie de Medicis, Louis XIH., Louis XIV., Rfchelieu's, 
Colbert's u. A. besonders aufmerksam zu machen. Versäume 
Niemand) der sich irgend für Französische und Beigische. Ge- 
schichte interessirt, den Katalog einer sorgfältigen Darcb- 
sicht zu unterwerfen. 



M. Alkan atne, ancien typographe brevele, andea rödac- 
teur des Annales de la Typographie, ä Paris, metira inces- 
jsamment sous presse un grand ouvpage sur latypagra- 
phie et ses anne.xes, et dontles materiauxsoDtrasseinbtes 
depui^'une vingtaine d'annees. H prie instaroment les auteiin 
qui ont ecrit, n'importe en quelle langue, sin* les eaptes i 
JQuer, la danse des mnrtat Ift gta^ure. ea hois (xylof^phie), 
l'imprimerie et les monuments primitifs deTarl typograpbiquii, 
la fonderie en caracl^res, la Stereotypie, lafabrieationdu pa- 
pier, la gravure en taille douce, la lithograpbte, la daguerreatj^pia 
et la Photographie, et tous les arts qui en depende^t, de voulotr 
bien lui envoyer franco, le plus promptemenl poss^bleb ieun 
noms, prenoms, le lieu et la date de l^ur naissance, et ie^ titres 
exacts des ouvrages qu'ils ont publies (en France ou ä l'etranger), 
soit separement, soit dans des revues, recueils litteraires» etc., 
soit dans des journaux quotidiens et autres. lls voudront bien 
indiquer auussi le foimat, le nombire d« pa^aa et de gravuPes, et 
dans quel genre elles soni; ex^uAee«. IIa sont egalement piries 
d'y joindre, si faire sc peut, nn exemplaire du comp&e-r«ndtt; 
daas tous les cas, d'indiqoer les feuillea qut en onl readu 
o\owüte. 

(Bibliegr. de la Fraace» FeuiU. Nr. % p^ 104.) 



31t Mai. SttMftes Hell. I8&5t 

Nr. 36fi u. fotgende enthaltend. 



[365.] Hocb ein Wort fiber die Oettlnser's^lie 
Bibliographie blograpliiqne» 

Es hat dem Herausgeber der Bibliographie biographique 
uniTerftelle, E. M; Oettinger in Leipzig, angemessen geschie- 
nen ^i die. Leser der „Leipziger Stadtpost'' in Nr. 20 des g^- 
genwärtigen Jahrganges S. 80 mit einem Artikel zu onter- 
haten,. der zum Theile aus : ein paar ausgehobeneo Stellen 
aus der im Anzeiger Jahrg. 1854. Nr* 950 gegebene» Be- 
sprechung der erwähnten. Bibliographie besteht, und offenbar 
darauf berechnet ist, diese als ein Travail enorme und als 
Oeuvre de fi^nedictins, wie er sie von: Querard und Rasloul 
de HongcMit nennen lässt,^) dem Publikum anzupreisen, leb 
will hier ununtersucht lassen, ob es ffir Oettinger passend 
^eweseo ist, dtes und zuinal vor einem Forum von Lesern, 
«fie denen der „Leipziger Stadtpost" seihst zu thun; ich 
will nioht weiter erörtern, ob Oettinger die aus dem Antel- 
ger :au8gehbbenen Stellen den Ansichten meines Mitarbetteiis 
ubier die Bibliographie durchaus getreu und entsprechend 
wiedergegeben hat, und mit weichem R<!chte andere Stellen 
der angeführten Besprechung, die zur Cbarakterisirung dtß 
WerkeSinoch besser, als idie von Oettinger ausgehoheaen^ 
gediteni heben wurden , mit Stillschweigen übergangen wor* 
den nind', wesshalb auch Oettinger,. da er nur einmal. d^ 
Lesern def „Leipziger Stadtpost'' mitzutheilen beliebt hatte, 
dass fl^ein^Anzeiger schon zweimal eine ziemlich ausfuhrliche 
fiesprediitdg der Bibliographie gebradit habe, auf den von 
mir $e8)&t im Anzeiger Jahrg. 1855. Nr. 6 gegebenen Nacb- 
trag zu der obengedachten Besprechung meines Mitarbeiters 
gar keine Rucksicht genommen hat. Ich will hier nur auf 
eine Aeusserung meines Mitarbeiters, dass dem Oettinger'schen 
Werke noch „eine ganz beträchtliche Anzahl Titel" fehlen, 
roit ein paar Worten zurückkommen. Oettinger scheint näm- 
lich g^g^o die Richtigkeit einer solchen Aeusserung einige 
Bedenken zu haben. Allein so wenig ich auch die Grund- 



*) Ap. Briqnet sagt in Bezug auf das O.'sche Werk im Bali, da Bi- 
bliophile S^r. XII. F6fr. p. 74: Ce travail gigantesqiie , dont rex^ciitioQ 
anroit peat-£tre effray^ les b^n^dictini^^ a il4 con^ii et achevd p»f iin seul 
hoiQiQe. -« Solche losdrücke keooc die ^neiderfsllte'' deatscbe Kritik frei- 
lich nicht; d«fär kennt «ie aber auch das Buch u» die An wie es enlr 
siandeo, um so besser u. sicher . gtoaoer aIs Briquet, der über diS8«lb« 
•oost erstsoniich wenig zu sagen weiss. 



U6 Noch eiD Wort üb. i. OettiDger's€fae Bibl. biograph. 

•lagen kenne, auf w^^hi.bi« ftfli^^iCaKbeüer seiw,|byti|H 
tung ausgesprochen hat, so kann ich dieser doch aus eige- 
nem Wisseii ' utid fallt eigenen Mit'tela selbst jädenfaJIt bei- 
pflichten« Ich habe mit Hilfe meiner nur ganz g;elege|A|^ 
angelegten Sammlung von Notizen über' biograptiscIKe Sd^u- 
ten gleich in den ersten 8 Tag^n, ijachdjem mir^daf»jO|^iii. 
ger'scbe'Werk zur.Uahd ^eVbmn^en war,' e^Wziemlle^ grime 
Menge von Lucken und Haagein aurgeruhdeh, und getraue 
mich gern , mit den mir augenbtickiich zu GeboleisteMndeD 
Materialien einen ganzen Bogen und mehr noch su tMw. 
Nun, 80 tbue es doch, wird man mir vielleicht sa^en,; O^tu- 
ger hat sich ja bereit erklärt, von den.^SO Francs r die er 
vom Verleger des Werkes, Stienon in BraeM|«l> lör. jeden 
Bogen als Honorar erhalte, 200 dafür abzugebiMi« $o :ap- 
genebm es aUerdings auch wäre, mit leichter j^i^b^i^e 
200 Francs z» verdienen, so. will ich doch mit deniJ0i»tlin* 
>ger*S€ben Werke , tu dem ich schon iräher Bjbige Mebtige 
Packele Zettel mit Beiträgen geliefert, .nichts weiter su sdiaf- 
•fen haben, und zwar aas dem ganz einfachen 6ruiidfi>|W«il 
diese Beiträge, die ich mir von Haus aus an eiftne» ZwiH 
cken gesammelt, und an Qettinger zur VervoHständigi|]]|g seH 
ner Bibliographie nur unter der Bedingung der prMiiplen 
Rückgabe nach gemachtem Gebrauche geliaben bfettte^, niete 
wieder in meine Hände gekommen sind, mid mithin diaB»- 
ffirchtung sehr nahe liegt, dass ich auch die neiieii Beiträge 
nicht wiedererhalten werde. Dem will ich (abgesohea iron 
anderen Gründen) gern aMs dem Wege< geben t. da. ich «nidit 
gesonnen bin, dem Werke, dem Oettinger schon Ift Jahre 
seiner litterärischen Thätigkeit zum Opfer gebracht haf — 
der Mann muss fürwahr ein sehr erkteckljchea AHer haben, 
dass er von seinem litterarisch vielfach in Anspruch geo^oi^ 
•menen Leben ganze 16 Jahre dem einzigen W^erke bat .wid- 
men können — auch meinerseits meine Notizen VoHsl^odig 
«u opfern. 



[366.] Iiitterarltfch^ Colleetoneen.^) 

8. Aus £. Weiler*» Briefen an ^en Herausgeben 

J Erst jetzt sehe icli aiis dem Anzeiger **), 

dass Sie mit Vergnügen dem Litterarischen Centralblatte Das 



*) S. Anz. J. 1854. Nr. 817. 

**) S. Anz. J. 1854. Nr. 802. 927. 1218. Woraus zn schtiest^n ist, 
4bw ichr nit VergDäfitfi das Urtbeil dtt L«if z. Litierar. Geotralblifltei ftber 
dM Wellcr*sche Arbeit Ober Fisctaart im Am, wi«d«Tge|«be« babe, itiiii 

icb dorcbaos nicbt lebeD, .... 



tiitmfi&ciie tolUcian^eh. Is? 

Qacli^dröckt Habed» was dasselbe ül)er ' meine Arbeit von 
Fischart gesagt hat. Ihnen ^ill ich antworten. 

ZtaerSt ist m'erne 'Arbeit eine „üebersicht". und soll 
nidijts anderes b^in, aber siq bäU sich genau an meine Vor- 
gäögef: ich habe niich an Vflmar, Flögel und Koch ange- 
schlösVeh, und' meine Feblier, wenn sich welche in meiner 
Arl/eit fiadeh , sind pur die Fehler jener Männer. Aber man 
we{s6 mir docH überhaupt die Fehler nach. Tadeln ist leich- 
ter; ab' B^yseifinachen. Die ^von mir genannten Ausgaben 
sind al^er {authentisch ;* dass Zarnckie sie nicht sämmllich kennt, 
gladbe idb^ ^^rfa« ' Ich habe sie auch nicht alle selbst gese- 
hen,' raitäi jedol^h' biei der Angabe derselben ah öberein- 
stidimeiide'B^icbte Anderer gehalten. Leider. befinde ich 
mlCih'tn Z^icKt ' ilclil ifa BerlinV wo man nur Meusebach 
öä6H^uili%feibeio( 'briuchifj Aus solchen Quellen habe ich nicht 
a^beit^n' lön^nfen, und die Mangelhaftigkeit meiner Arbeit, 
wenri'S^e*'1e^eh wollten, gleich anfangs gar nicht verhehlt. — 
Södatih ist zu betherken\ dass,' da ich keine Revision der 
Dfdtkbbgen zugeschickt erhallen habe,, trotz meiner ziemlich 
deutlichen Handschrid doch die gröbsten Druckfehler in mei- 
ner AriüeiC untergelaufen sind — und fär diese soll ich ein- 
steben?'! Dem Drucker fallt es zur Last, dass z.B. p. 9 
Gaöiwolf *i^^! Ganwolf, förner ewigwer^^ende st. ewigwerende 
geseüKt, di6 Ausgabe des Eb^uchtbuchleins von 1595 wegge- 
lassen.' 'und dei* ganze Titel des „OfTenlich Ausschreiben** 
ganz Abefga'ngen ist. P. IT findet man unter Nr. 7 den al- 
bernen' Druckfehler 1784 st. 1584. Ob ich hieran Schuld 
bin, kann' niein Ms. zeigen. — Endlich, woraus wollen Sie 
schliebsen',' däss ich nicht mit grosser Genauigkeit gearbeitet 
habe? Mdilgel'sind in meiner Arbeit, das weiss ich: das 
Format und der Umfang der erwähnten Schriften sind nicht 
angegeben, und das benutzt man, um meine Arbeil nach 
He^enslust faerunier2ureissen. Ich wiederhole es, mag man 
mir wirkliche Fehler nacihweisen! 

Zugleiich beniitre ich hier, da ich voA meiner Arbeit 
über Fischart schreibe, die Gelegenheit zu einigen anderen 
Bemerkungfen darüber. Die Arbeit, die von mir im Winter 
1852 zusammengestellt worden ist und fast dreiviertel Jahr 
bei dem 'Verleger gelegen hat, war bereits gedruckt, als mir 
der drjtte Theil der iV. Auflage von Gervinus* Geschichte der 
deutschen Diphtung, worin die „Bewärung und Erklärung'* 
Pischart muthmasslich beigelegt wird» erst zu Gesicht kam. 
Dieses Gedicht liess ich nur seines Umfanges wegen nicht 
abdrucken. Gervinus spricht (Tb. III. S. 131) auch von einer 
ersten .Bearbeitung des Alcorans von Er. Alberus durch Fi- 
schart 1573^ bei B. Jobin in Strassburg, die sich in der v. 
MeuBebach'schea Bibliothek .befindet, Bisber'war tur die 

10» 



I3d Litterarische Collectaneeti. 

Ausgabe von 1614 bekannt« In des Bassins Collect,^o '^(^^i92) 
fehlt jede Notiz hierüber. Dagegen fand ich hier eine /mir 
fräher entgangene Ausgabe des ,,Catecbismus'' yön tj^dV. -^ 
Von der biographischen Sl&izze des H. Stephanus jgiebt es 
ebenfalls eine Fischart'sche Uebersetzung , betitelt: »»Offen- 
lichs und inn warheit wolgegrüntes Ausschreiben der übel- 
befriedigten Stand inn Frankreich, die sieb Mal Content nen- 
nen ; Inhaltend die Wunderlich Beschreibung des lebenSj» Ver- 
haltens» tfaun un Wesens der Catherine von Medici|«' A. d. 
Franz. durch E. Lebusium. 0.0. u. J. (Strassburg, B- Jo- 
bin.) 8.*' — Unter den am 5. Harz 1855 in Berlin verstei- 
gerten Doubletten v. Heusebach*s ^ steht hoch eine zweite 
Ausgabe des Foliodruckes: ^^Eigentliche FQrbildung und Be- 
schreibung dess Kunstreichen Astronomischen und We^itbe- 
rumbten uhrwercks zu Strassbürg im Munster. 0^0^. (^^^s- 
bürg.) 1621." Die erste Ausgab^, we)ch^ sicK m d^i;^^uri- 
eher Stadtbibliothek in etwas defectem Zusfan^ß.b^pn^et, l^tfhrt 
den Titel: „Eigentliche FurbiJduug und Be^phreilSvi^'des 
Newen Kunstreidben Astronomischen Urwercks zu ^tra^urg 
im Monster, Diss 1574. iar vollendet. 0.0. (^trassLur^,. B. 
Jobin, wie der letzte Vers meldet.) Fol.'^ . Mit eiqem sehr 
grossen und schönen Kupferstiche. Die Ver.se,. die ruiij^iier- 
um laufen, sipd unterzeichnet: J. F. G, M... 7^ Ferner Ährt 
der gedachte Doublettenkatalog eine zweite Ausgajbe d^s lltal- 
leus maleficarum 1588 an, die, wie die. erste, in^Fr^nlkfurt 
a. M. gedruckt ist. Endlich auch eioe Ausgabe, ^e^ y^^ienen- 
korbs'* von 1588, wonach also in diesem Jahre zwe'^i.'i^üs- 
gaben erschienen wären. — Die „Aussfubriicbe Erkj^runge'' 
haben, wie ich mich überzeugt, Fisc^aut nicht zum JUeber- 
setzer. Ebenso stellt Vilmar förmlich in Abrede, d^V^ci* 
,,Neue Kreutzgang'' von Fischart übersetzt sei. ohne inÜßssen 
einen Grund dafür anzugeben. — Dqr Hera^sgeber des Bü- 
cherschatzes der deutschen National -LUteratur des.XVl. u. 
XVIL Jahrhunderts gedenkt einer vielleicht von .Pi|scha^t be- 
sorgten Uebersetzung von „Ismenius'% welche, vqn einein 9 
Seiten langen Gedichte von J. F. G. M- begleitet ist,. 0er Ti- 
tel lautet: „Ismenius, oder ein Vorbild släter tiebe,. das ist 
die Histori von der stäten Liebe desz Junglings Ismenij^ und 
der Jungfrawen Ismene etc^.etc. Erstlich durch Eus^chium 
. besefariben, nachmals durch Leiium Qarani in Italiano trans- 
feriert, jetzt aber von Joh. Christ. Artopeo in Teutscli j^ejfer- 
tigt. Strassburg, Jobin. 1573; Nepe Ausjgaben 1594 und 
1610.'* — Ein mit J. F. unterzeichnetes Gedicht, betitelt: 
»,Ein schön lieblich Gesprech von Christo und seiner Gespans. 
0. 0. 1570. 8 DIL in 8V\ steht in dem nämliehen Bücher- 
schätze. — Vom ,, Brodkorb*' habe ich noch Ausgaben Ton 
1585 und 1618 gefunden, sowie von :Hi|ld Cbrisi einen 



' U»i9^mAe GoHeistaBira. IM 

ygbamt^tbmutzgwng i^lHeb^ rdmdunen pftbstisefaen IrHbmiieii 
1614"« der yieJlcScht ^ine zweite Ausgabe des Büobleinft von 
1390 ist. -^ Von Rabdais existirt Übrigeos auch eine Aus« 
gäbe von 1651, die ich jedoch desshalb nicht aofgenomoieD« 
weil ich sie für eine druckfehlerhafce fiezeiehnung der Aus* 
gäbe von 16S7 gehalten habe. 

.— Im Pariser Bulletin du Bibliophile 1854. p. 

918*) ist ^ines seltenen Buches Erwähnung gethan, über 
weiches ich.jweitere Auskunft geben kann. Die Originalaus«- 
gabe nämlich , die sowohl Brunet als auch Anderen unbekannt 
geblieben, ist 1533 erschienen, unter dem Titel: Se Ivoit 
iti mar^äd, fort utite a touted ged ttonueaement cöpofe, ^pax 
Ic jlre ^antapole, Wen ejpcrt cn tet offaire, ^)ro(!^ain üol^jln 
bu feigneur $antaatue(. 24 Bjl. in 16. Am Ende steht: 
3ttH)rim< a Sorintfe/ Ic XXII. ©aoitfl, 8(tn Wi cinq cc« 
XXxrir." ^owiö: „9loit omnibu« botum eji abtte Sotiirt|fum- 
Der Drucker ist Pierre de Vfngle zu Neuf^chatel , der Ver^ 
fasser aber wirklich 'Gabriel Cdrtier, wie in der Ausgabe von 
1582 bemerkt ist. Einen Drucker dieses Namens, wie dat 
Bulletin glaubt', gab es 1582 in Genf nicht. Im nämlichen 
oben angegebenen Jahre 1533 ist auch, wie ich irgendwo 
angegeben gefunden habe, zu Lausanne eine zweite Aoegabe 
des Buches veranstaltet worden; die vom Bulletin angezeigte 
vom J« 1(5^4 wäre mithin die dritte. Auch kann ich zu den 
vem Bulletin angeführten noch eine spätere von 1688 hinzu* 
fugen, so dass also voA dem Livre des marcbans folgende 
Aasgaben ^xistireili : von 1533 zwei, von 1534, 1544, 1555, 
1561 , 1582 vitA 1588. 

Ein Irrthüm Ist es , wenn das Bulletin im gleichen Jahr-' 
gange p. 936 meint, dass die Ausgaben der Histoire de la 
Happemonde papi^tique sich bfos durch das Datum von ein- 
ander unterscheiden. Der Titel der ersten Ausgabe ist, His- 
toire de la Mappe -Monde papistique, auquel est declaire 
tout ce qui est contenu et pourtraict' en la grande Table, 
öu Carte de' la Mappe-Monde: Composee par M. Frangidel- 
phe Escorche - Messes. Imprimee en la vHle de Luce Non- 
nellc'Par Brifaud Chasse-diables. M.D.LXVI. (In der zwei- 
ten Ausgabe vii auf dem Titel „en laquelle'' für „auquel'^ 
gesetzt', und ,;imprimee^' nicht accentuirt.) Der Druck des 
HaupUtückes ist zwar ganz gleich, Zeile für Zeile, aber die 
in der ersten Ausgabe beigefügte Widmung : ,.A la tres-v^r- 
tueus'e et puissant^ Elizabeth , i^oyne d'Angleterre , Hibemie, 
et äütihes' pays/^ fehlt in der zweitön, welche sogleich beginnt 
mit: Prerace sur la Nouuelle Mappe-Monde Papistique. Diese 
ToVrede und der zweitii AKikel: L'Origine et commencement 



*) S. inz. J. 1854. Nr. 934. 



■B Zar LittmlHr^M ^t^MUKMtßk Iringftt. 



de oMte ilap|M»-]Uttde nmbtite PifiiH^ne mt <iMMilwi»irifc 
a 6816, troau^d« siiiil in 4er iw«it6njAttBt^iftä «o ««lOiMlr 
ims6ti6b6Hy t|»8 da» Eiüde der Vtvgede bkr ^emifisiailis 
derOfigine hikI das EfMie der Origuie' den Schluft d«r' Vot^ 
rede bildet. WabrtoMinlkth kl:, nwt die ibaidoBtAnlik^iiaf 
EinleitüBg in bessere: Ordnung sa briDgenv^^dierMriiii« Ant- 
g9be, Tielleicbl tclion>irähnilid des firnckei rier-ersteft^tver- 
aiMtaliei Worden. Dies Beia dei^ Verftsseis Genlicdbrll^ahffa 
firitckort ist, darf woU jetti nidit jDehr h0tmUüi(fmunAmu 



•r». 



[367.1 Zur UHetniuT des ilrel6e«kllffiiH|fl& ' 
Kirleces.'i') , / '.'•' ^' 

Mag man über da«, ti^h E. WeUpr io: i^j^h hegaui^fpK 
gabene^ SdiriOcbani die d^<h& Origjn4hP.^e'^IMr/oll9fffl^^ 
aebarts, 2u deren nabarcir Bespi^^chiHij^ jc^^^wch. io ^^im^om« 
huig TOfi Zeit upd vomuglich der. dazu eri^nm^rii^fy tttf«- 
nittel nicht beruien fuUe« uribeilaov ^s nmotl^^imrvw^ 
wül, eins nauss man Weiler ;doeli jedi^n/)Blla.l9#|Ap,^^8^^lir 
nämlicb seine Zörieber Müsse iiaGb.£i'ä(lL<«'^i>^bl,(Z^3;j^a. 
nOiaen»; und eine er<^prieasilicb:eiJi|lerairißche^ Ti)/itjgke^^«l|i ^* 
wiipkel« beflissen ist. .fii^ßer ThatigtiAit, f^f|.4?r wiip. wflj^ 
lieber Weiae in nl^l^r ieH acbon 4ie Yjir^ffi^nüichqmg; ^g^ 
Cnd«gt PseudaaynftofHinv zu ar^inrtan b^ntzhat,fj9MB|f|^44nr 
abe» genannten Sdirift ub«r Fiacbari«i juiig^ anc^ f^ne r^^ 
neue /^oagabe der Lieder des Dreiisigjabrigei» Kri/E?ge%| a^ich 
den Originalen abgedruckt, ihre Enlstabung ;zu vtgr4ankeD -r^ 
eiiiie Ansgabe, welche dar^nf 4n«(>ruch ma^/^» ni^sblr^ nur 
wegen ihres Gegenstandes an sich vein^dein.,GQ^ig{itsciiirej- 
ber« Litterarfaistoriker und Bibliophilen , ubeiibanpt^i denan 
die seltenen Originale wohl in der .Mehrzahl der FliU^. nur 
aum allergeringsten Tbeile zur< Hand sein, (kennen, ifioi^dfirii 
und Torzugtich auch von dem Bibliographen um ihrer biblia- 
graphischen Beigabe, einer unalaasepden Bibliogr^^phie ji^ner 
Lieder, willen .ber9M:ksicbtigt zu werden. Es sind z^ar «meh- 
rere Bibliotheken darauf bedacbl .gewesen» von .d^;«netir 
zahlreichen Flugblälier>n aus den Zeil, des i)reissi0^rigea 
Krieges, unter deuien sich, die Lieder erbaltßn haben, pnög- 
bebst vollständige Sammluiifgen an^ukgen; eaisind-^r. «et*- 
cber Bibliotheken, die sivh in den Besitz einer grdßsieren 
Anzahl der seltenen Blätter zu setzen im Stande» gewesen 
Bind, Im Ganzen knmer nur wenige «• und wer isl gerade so 
glttcklich , eine derselben oder mindestens ihre Kata^e bei 
vorkommendem Bedarfe benutzen zu köon^n? Ansjiftr. der 



*) S. obta Nr,8L 



MBuäUk^n BifeKoIhftkin.Dresdtoii, weidiar, nvie loh. TBrnmtbe, 
4#iiilU&iglMie'fiibbddMk in #erUa obeabürtig/^ur. Seite ig^«* 
steilt iwcte» kanny scfaeiot audi die Ulmer StadtbtbKotimkf 
flMM'die^MImaglicil« Bittwilieb in MekiiiTgen eMen nicbt 
gau iiib«leiftend0B^ .^ariKitii ^n den- genamitön Udder« tu 
beeili^a^^^ (Lekkir ^sl^ Weiler niobt ja der Lag» geivosen, vra* 
dett^8dilazeii:£Nes«9^.<BiMiodifeken^f mit. Ai^nakme^ der* Ulmer, 
Maottjo !ttileb><6ebrafHdi OMd^n zw -könoen , trad ee itird 
daher -nicht Wunder nehmen dürfen, wenn in dem Boche 
noch 60 manche Lücke aufgefunden werden soilie, die sich 

hätten ^ergänzen lassen; QpcKjl^s qe^tjn^ weniger aber ni es' fe* 
longen , mit -Hilfe der Dimer 'lirid der Züricher StadtbiUio* 
t\mi^m^,'%mii^d^'A\Atä)efiif^ Weller's zcr ^chliessen, eben^ 
ft&WItfi^^ätfei ärA dfr'l^ieäeiiir 4(^6 Dreis^fi^ige» Mriegea 
8ih'i|i(B|^, «rii]^ivW%rk'zu*^Slatide £^ bringen^ welctves gewisa 
sdhi gilei^^BieHsle 4ef^1^ wird. Was den^ Hanptth^ii 4ik0*^ 
M^^iWfteaV'den^i^bdrüek 'der- Lieder' selbfit.betrifll, ^o isl. 
Mer<<4ln Aftteij^er %ieht derOrt, über ^n Werth da^elbeb 
wmter^ztt'-ai^eMtett, ^iimal da Wirckernegel 4n der Einleitung 
Mk Aitibe^^adlbat dii^uMbrgen 4nd(eQlungen darüber g^eben 
buif&bh Anteigei* idteneseirt zuMchst der bibltegrapbi»c|fe 
IMH.» Wellet ^ubt ;* däs^^'^eiDe BibiiAgrafibie ziemlid) - t«H«' 
iU^d^^>s%i« ^^'Ea'^wfire indei»^i Wob): amriiebtod' gewescuV 
YM ihrer Hefebha)li||^eit, nwht sber ven ihrer Volisländig-» 
keil m a^reelyenn; denn gerade bei derartigen kleinen Scfarif** 
tenrin denen sidi die Lieder erhalten haben« läset es sich' 
kanm 'vbn einem-' Ernaeloen^« ivmai* wenn* er nicbt tüchtig in 
sdüien '»NaeMtasobuRgeir unterstfitjpt wird, erwarten, das» 
ibiArr seibet bei ^aller angestrengter Aufmerksamkeit, nicht 
doch noch so Manches entgangen sein sollte, fäne umfaekil 
sendb* 'fiiblla^grarpbte 'der Deutschen Nationaüftterator, nach 
del'en fo^heWien ibit Recht ein allgemeines Verlangen sieb 
anaipriNM; MHte ^m besten im Stande stein, die in der' 
WeUei'eobeil BiUiegraphie gebliebenen Lücken nacbznweiien. 
BinetiHeilenf'wird'*aber diese Zu^ammeristellang von gutem Ntt- 
tsen-sein können» um so mehr > als Weller einen groesen' 
Vbeil eeiüer Angvbdn der eigenen Anschauung verdankt^ wat 
bei' bftliegrepliiaclien Arbeiten stete Ton Wichtigkeit hu 



[36&] %mm Wewmeit^hmimBe der »«bllogMplileeiicA 

^ Dfe teenstferti^eit Toti ein paar Freunden bat mich in; 
^8. AUS« h iSH. Nr. 9« e. il09. 



lifk Zum vm^dmt^f^ VH»9t^fkifmimm9in\tmh 



dM< Sand gf»efi(t, lu ißm. ftäbw ii|ilgallmlMi& 
<(er bibliographischen ScbrifieD PeignioCs «ipigp 'NiMlfig^ 
zu, liefern,: die, ieb^^uU ea halfeQ,( ^ LeAem nitH^iiioifriU- 
Homnien sein mögen. ., . - , >• ^-k^ ::u^>l .efiel 

Zu Nr. 4. ^Eam dß c^rnüi^ Mklig fg^fi^im»^ ,^ 
den Zusatz: ouNoUi?^ rai/»jQinnee des .ou?r4g|^la«jjp|iiiiftetax, 
dpnt le prii, a jucede lOÖQ. fr. d«as Jep ßeß^i^^iirilkfam») 
Paris , . Renouard »i etc, \äi.^ Iä04. & XW «vl.XSr4i^<im«. 
Nach dem Wortlaut des, AverüsseinepU: inwSOO'Exe^ipiaiM 
s^mtDÜich auf.Vel. Pap^,,abgedöifita, ,, . ,; , jind^c i^ 

Ein theils ai^ KalalQgi»atiz«9 , iMl^ Jius mi^ffl^ßmir 
wscenzen bu^t zusaj»roeaigj^>vai:fe)tQa Gf9jii^,,,:^|^bfll^ddieH«ii- 
weise sehr pberfiiäcbljcb gi^^rbiutfH isj^^. ^^en^iEQi^^^ qimIi 
wieder sicj) Tast üt^^rflus^ig; genaM.4i. au^vüitflN^ äi^dMoi« 
ergabt, die miodesi^ens Peigool^^ ^n^Je^eti,|M^)^J4«9ieflft« 
gen ißser« ,^ f^r welche^ d^üs 3i|ch :do^ , 4HH^f^% j^if e^büi 
gewesen ist, ohnebift schau b.i^f eitbßv^i ^^W^^.l^^^ to 
Discours. pi]eliani.Dai)Te, Wo allerlei Noij;^n..^er:Jhiqik9f^ 
preise im Altertfiuma u. ]aiUelaUer.^^^:u,^$ibef5^Q^^ 
Tbeil gewordene ßelolinuogep^ uber„ieiri;{etne^r4^<|u#^ 
MSS4 Rollen , 9uch . JMünzen: »u. ijGeo^lidie xusMMf9i«Mri^ 
sindp findeii sich audi 7 & Anszugims CpabavNa^ 
zugänglicher Addiü^n a THisioirc^ de. ^iiiS;:^L^ 
Bande der Brüsslüer . AusgahjB der. MeinoJMDi^' die (^frteiaiQii.: 
Dte Artikel 4eß Essai aitid atpjiabelisch geardfl^^..!!« 19 w} 
Abschnitte geschieden» vau deiMtn der ere^e d^ jM^r iHnli 
den Namen XlirerVerfassser, der \aw<ute die ^i^M^pfni^rtf« 
teil: enlbak. . •• ;i ■'■' ..^^,;. • -<^-.: i^^V-: .■•-^n i^^'z ^^' 

Zu Kr. 5^ ^Olctk^iKiaire crüiquei, ülte^aipe^fel bibünpn- 
phique des principaux Hi^re^ coodamaea au . fi^v*«^ %Mk 
XLi 343 U..293 S> Eine« dßr am.^dtensten.york#0iiii«iiÄMi 
Bücher PeigDot*s. » ; ..vj» t^H er: 

Dieses, wenn, schon , wie ge^gt , 50 ; ni«mlicfa i v^^Itete 
WerJ^i für welches der Verfasser .eigentlicb dun i^tel^afli^' 
Rueheir bibliographique'' beslimJDt gehabt. de^ße^M» 9b» 
als zu wjenig ernst verworfen hßtte, jbleibt^^leichlvohlpeip^verüb^; 
▼oller: Beitrag zwr Geschichte ders Presse u. dar iiltträlisÄBil 
Gultur. Man «rhält darin keitoe.; trockne Biblia^aphii^,^ son- 
dern die Angaben, über die Bücher, von 4len($o /der^yetfiisser 
ersieh tiieh: sehr vidfe seUtsl, vor AugenrgeWi^hfliaSiWt'ftu^ 
inhaltsreichen und zum Theil sehr, ausführlichen AnmerNfig^o 
begfeitet, die, namentlich wo es sich nm franzdsische'.V^rke 
hmdkli,' nurnnigfaches' Interesse gewähren. In ^en^^TUelafi^ 
gaben nicbtfranzösischei^ Schi*iften sind viele Ungenauigkeitea 
ufiiLepgelaufeja.., Obsc^ne.Buci^pr, ^i^d zuip Tbeüe aMditlicb 
unerwähnt geblieben. Üebrigens enthält das Werk, unter .An- 
deren auch eine Notice chrpm>|ogiqiie d9 qiialqueSx peciopnes 



ktedy^^tiMHihi^ difr, -hiMit||rtijih«r Sduiiflkii Pei^ot't« )4S 
^oüIkM^': 4^iMMri»§f pomr ^caüse d'äpinions, et dont la 

^. «<ftiNr^ 8a» lE^^ 8in^ i'ffistdre du ParchiBmin et du Vilin. 

Pam, aenooard. 1812. 8. IIOS. exclTH. NtlriIl2ö2Exe]b- 
l fMMBt«<«WVM^3;^atifPepg;, ^druckt. 
I xut^iü'^t^är^ji^ai kftöitt inehr gelingendes, doch immerhia 
I f«bipliMi^»Bflf0tes WeHccften , welches den Verfasser als einen 
! alilrsetni«ii^4>^gelis^nd@ we/M vertrauten Mann leicht erken- 
( iio4iiat.^^Ürs^rättglkh~^r es zum Beglteiter einer grosse«^ 

ren Schrift, einer ßibfhMveqtf^ rare' et preciense, entiere* 

i nianr^OQnpoäKfe ^d%tr#ages fnhpHin^s saf velin,"^ ävec des no- 

i tJRBM^iklMIbg^hiqä^^f' er f*lftdicaiioii Md^s prk äuxqüels ils 

I ^mf^ it^i'f^H^ dtfnr les^diiR6rent^s Ventes pnbltqties Jes ptus 

I iHUSMItiiD^ ft^iil'iini^l gewesen ; 'deren IMah utnprhanpt erst zu 

■f siiKf^^AbMliiufi^^AMe^^^g^^eben'hntle; die ab^r, wenn auch 

I IMiO^'filfni^^Us^rlfdt^ , itoih ^ Sticht' im Drucke erschienen 

iML ^sisei^%^($ih'lilügef^tf1H^boiirb'pre^ in welchem 

I uil«^^Abi^l^ "^Me ^^tttrtiB Litt^raiur über Schreibstoffe und 

i if^f^VMfPztMr genanfften BrbKoth^uei mitgetheili sind,* 

I iÜlifltecdaü^äck^fdt^hde'Abscbhitte: I. De l-etymologie des 

I nmi^'iemfüimkf^i H^m*, 2. De tlar mati^re et de la texture 

j dtt>*kpAbftHtf 6* du^4dbj-3; De rotigrne du Parchcmtof 

^ 4idfi«(^*UMge^iv^ai^h^toiil efa^ les ianciens et dans te mdyen 

i ^^*^(i&4 f^rdts^itifvk ^oiirpre et^des'cai'acicres d*or et d'ar- 

I gaiMl^ IMsif^o^^' d^^ le* inaftuäctits sui* Parcbemin de cou- 

ii Mir; 'i*:^ftli 4«arcfeteid Tad« -pour substituer une nouvelle 

^ eerilitise -^^l^iieienrrev "De 'fe Dimension du Pärchemin dans 

les actes des differentes si^eles; 7. De Tusage du Parcbeitiin 

I ctatt ktt^'Mird^iiei^ ^ 4hti WerKfchen beschränkt srcfa ^bri-* 

jl geitf kiBtoeeNN^gah'^auf!^ den ä^f d^ Titei irezeidineten Sloffv 

^ mm i älf ü Qb^rB^st ^leb" anch- i^er^iedenen bigressronen über 

das Handschriftenwesen im Allgemeinen. 

K ^''»iBtevl^.^. ^Recberchres' l^istbiriques et Kttiraires sur les 

^ DaiMes^ d^s Iliorts' et ^ur rorigine des cartes ä Jouer. Ou- 

l vit|^ tft^ti- de 'cin<f Itthogräplries'^et de vfgnettes. Dijon, La- 

j gi^^^Päns, lifi^e wai*on. (Vesoni, iropr. de Bobillier.) 

I Iftfe&HSi^^ LX, M7'S. Wiir in wenigen Exemplaren gedruckte 

I IM^ P^ 1* Fp. auf ¥er. Pap. 

, '^--oDarderVeffla^ser bei seiner Arbeit über die Todtentanz« 

I ia^'il'RliAf^ioh keine Vorgänger gehabt hat, mindestens nur 

^ übepEidselnes, so ist sein Buch, wie er seihst gesteht, un* 

I v a Ma tffln dig geWieben/ <;i«ichi^oht kann das Buch noch jetzt 

I hiitäidnÜ6h fiev' Litteratur des Danse macabre als brauchbare 

y Q^afele 'benutzt werddn; wogegen über die Heures bekannt- 

l beb !V4raügliQheres uhd Erschöpfenderes geliefert worden ist. 

^ Der Aufeatt über die Todtentänze zerfäUt in ffinf Abschnitte : 

j 1* De kDame des mortspeints k Bäle, et de la Danse des-« 



144 ZämiimMumk^^i^imi^p^p^^^ 



sinte per HoAeib; 2. De la DavMilfiCibni; 8« D« {a*d 
aux aveug^les et des ^dilions quj en ont ^t^ j^lilfn; 4i'dP« 
anciens li irres d'Heurea sur iea'niargeB desqods an a 'grave 
h.i)aiitac|e&inarts; 4. Noüce-de (}uelqit«a'«iiifM|tti^alileaax 
et gravures, isol^s, qiji<ont rappoKi smC # >lat.toisa!Ldte 
morts., ftoil i la iniMri'fiers^nnüea . Von feMgaraiit iSÜnkt« 
iat der AbaehniU ober «Ke Spielitarteiiv deiriüberbaspftfattdi^ 
B«ch dem eignen 'GesIlMiiuese Pcigaot'a, -mm tm dmßünmwk 
mit zum. Al>dmcke gebraobt worden -ist:; nHilr^bfaüfil^ 
krufe des Druckes der AMandhing^dberdie^fSodtentiilaa-lfii* 
aeigt hatte« dass dieae atteia nicht tonvietfioittii, «atatao 
einem anständigen B«nde7iio(b«BtA]ig^ föHan ^tfi4«deü(it4n 4m 
Tbat ein suhr naires uod fftrdiAiSöbriftalelieiihiiigkeiliiM^ 
■ot*8 charaktenstisdiea tt^estkidiriss.)- : j'^j ^no: 6i4tf>iai>^^ 

Zu Nr. 24. Easai -bistonqoe al.-anc&eal>ni|wiiiflimiuhi 
Reliure des Liirrea et sur L'etat^ lai LHrmrie^<alni9*^iae i»^ 
oiens. <Aivec plaocbes) ete^ ^84- Bi'«; 2:ffafi i« rü .ed^^iaii 

Eine recht ^[eisdreiGhe u, netter^ aber jem biaidn^bMi 
zäsammengewurfelte Zusammenstellung, wie acboas^ddleioMA 
geodelnballaanzeige lebrit 1; Deia RdiuratbeziJetfvAiliiialis; 
2k htet divers eUta qu», ä Borna,, tbnnent» i i»^libiliMildei 
i Ja reliure des Hrree; 3. ßigvessiatt^etiirilas bovtiqiM» lle» 
Uiraii^s et des papetiera k fitimai}A4>. Sntlnm oii>ircAi«idoit 
puiser pour amir lea irenseignements iat-fliia'caHtaiiia^er 
l*art de la reliure cbtz les Ra^vaihs; '5. 'Passaj^dirGatilli 
aur la condition dNin üvre de luxe ; 6^ «Passage d^Oi^Me sar 
l^6tat modeste dans lequel il veuC que som livre sie pateMtö 
k Rame ; 7. Passage d'fiorace suv le äortipiMit k^^^im^ üvm 
qai bnkie d'^tre publie; & Passage de Biartial aar le aort 
malbeureax et ensiiite brijlairtqu'ti predit •äir-aon )iTre^*4« M^ 
acrtption des proced^'emplDyös pour la^reHure' d^an wbIM 
k Romej 10. Des Codices^ JibeUi, pugillares^t tabaHaa^ ceras) 
abez les Romaias; 11. De la dispoartion d'Me bibiiolh^d 
ohez les anciens. "<*- Notes sur le Calamus Ott roaeau^'-aiff 
le canift sur Teacre et sur le «tyle oustylat, ea uaago- ebtv 
les Anciens — Explication des btiit 'objels eonypris tlans-^ia 
pkinche Nr. 1 — Notice sur itn volunfen , ou rovleau ^tiaiW, 
grave dans Aldrorande Nr. 2. lA Bezug* auf den 'Bddlba»« 
dei iat das Buch nichts weniger als ersiobdpfend,^ hi; jetzt 
öbrigens auch durch die Arbeit ?on H. Gersid Wfcili| ftb^r- 
flussig gemacht. f vi' 

Ueber den von Cadet de 'Gassieourt und Peignot Mb» 
siebtigtevi Dictionnaire bibliegrapbique univerfi^Kderab^nidit 
zur Ausführung gekommen ist, Tgl. Poltaratzky'e im »Ana. J. 
1862. Nr. 722 angeföhrteä Schriftdteai Prqjets d^un Okiioa* 
naire bibliograpbique nsriversei «le» p. 1-^2. 



tßfb.f Wie AArganer KABtonblbHothek «tt A^I^Air. 

v film' WfrUmr^aaHkftan InlereMa. der£anta^bliotliel^ <ii0 
IMAem.AHIt S4i^uu»^ibUtiU)ekeft loU zu den reioh^eq uod 
vOK«AgliQbir«Q :gfibört:«;hat noMi d«n .Be$eliluss »gf^fasst« siatt 
d(»b älAtien »^fdurißh dre vMen INacsblräge 4>hii€biii tmbequem 
gewordeuM fiataloges 4ii ioäidi&tor Zeil .eisen neuen General-^ 
ktlaief^im Orueke er«cbeioeo zu laasea^f ßerselba i^i bereit« 
MieB\iifir.fr«ßee» ttiiilt wao. darf von dem Eifef dea; Bi<blio-* 
ÜHibwfl .H^^Kurzife^cderaicib R«ho«i foehpfacb liUer^ri^ b^keMi 
mä namdnÜMi juui) dU Bibi^thekenkunde ^urch seiae im 
l^fC0im-Biil«^fP. Wea^ beraii&gegebeoeQ Beiträge zur 

Gejftobichte und Litteratur,iv<irzuglicb aus den Ar^ebivAu und 
Bibliolbdieift;4ee^iUi^oii^ Aargaur, verdient gewacbt liat, si» 
chflT ^«r^ns^üinv »di^e^der Katalog, ein Werk, verstl^ndigea 
FJeieSfee, bald in äifi Hände» des i^ublik^ms kontmea werde» 
UmaAmu^ftt m9ig i^n Katalog g«rn nit ein paar Werle^ 

>?flaLWieweikl<iiiiHeriiden: ffir den Dritck beetirafBlen BibliiH 
UiekateÄfilag«! in der.Aegel die ^visteoschaltliDli geordnetea 
iislpairidior •d«n^elphabeliaal|eR den Vonzvg verdienen werdeni 
80 riiai n^n 4o^<ifi Aar^u IQr gut l^efunden , den jGenera^ 
katalog-W Kantonbiblioihek in alphabetischer Anordnung io 
Bfrudi zu geben; man ist indessen auch, um die IVachtheile 
dea alphabetischen Kataloges^dem wissifuschafüichen gegenüber 
m^Uehet wieder auszugleichen, darauf bedacht gewesen, für 
deti;. zfveiftfi T<betl dee^ Kateleges eines wisseÄscbaf dich geord- 
neten Index vorzubereiten , der, ich darf es aus Uebterzeugung 
baban^testden Benutsem des Kalalogi^s gewiss ersprieasiiobe 
DiMttHe lieiMen wird. Ueberhattpt mvird d^reer zweite Theil 
fAie fditc ^e Wissenacbaft sehr wichtige und wenhvolle Bei- 
{fabe .bildton« da er, ausser dem eben genannten Index und 
einer ^Uebersiijht der in der Kantofrbibtioihek torhandenen, 
in. iriseod einer Hiasiclit merkwürdigen Bücher, eine» Kata- 
log: dnr lokiindbain, aowie einen zweiteji der Handaehriften 
enihallen sSoU. In dem inknnabelfcataloge werden diejenigen 
BilditrtileU .iworüier des Hain*sdie Repertorium' bibliographi- 
cmxk bereita genügende Nachweisong^n bietet, nur kurz und 
walM HinteigiMig , auf dieses angegeben, s^otohe Buehertitel 
■ dagegen, die von Hain nur unvollständig und awingelhaft auf* 
gafiobri iSifid, mit den erforderlichen Ergänzungen und Ver- 
besserungen ver&ehfn sein. Von den bei Hain gar nifchl ge« 
nannUin « Jnktnabein — etwa 100 **-* soll die ausführliche 
BeeebfeibiHiilUbeigefditt Menden. För die Aeihenfolge der 
Titel ist lib^pene die «Ipfcabetisnhe Ordnung, gewählt, und 
•keine gcN» sehr sZiieekdienlidle Zugabe iu dem V^raeattb^ 



I4# Die Aai^aaer biitoiiMMtttfiek sn Atlto. 

nisse eiD lodex der Jahre , der Druckorte uod Om^r in 
Auasicht geateüL ^ -- . «is < ? 

Was den Generalkataiog im Speciellen aslaogt, f^.Ap^'e 
ich darin Etwas, was hesonderß inii Anerkemipfg benwge- 
lioben zu werden verdient, dass man iiäiiilicb'^eaTiM^P^'^on 
Sammel- uod ibnliehen Schriften eine ^tsÜbrUche^ Angabe 
der einielnen dann CBiKbalienen Sliche beizugeben $j^ ^Rt- 
schfossen hat. Der Katalog wird dadurch freiKeb etyra» ^o- 
himindser und der Koistenaufwand für den Druck ^nudit uo- 
bedeutend vermehrt werden ; dies steht aber zu dem-fri^Mren 
Nulzen, den ein soldier Katalog dem -Pubf ftuni -vorauslichtr 
)ich gewähren muss, in uoterg^ordneterepi Verbitoi($ie<; ^n^^ 
die Mühwallong des Bearbeiters desKataleges wiM naiiMich 
eine grössere sein müssen. Der Herauegte^Br vHrd dl^fiirvje- 
doch durch den Dank, der ihm vonseiten aller Slichvei^lae- 
digen nicht entgehen kann , ohne Zweifel eiHscIlAdigt:. wenden. 
Ich habe mich zu oft schon über die'Vorlheile< fwetch^^ioe 
lAit derartiger spezieller Inhaltsangabe versebene JKbliogfaphin 
vor andern voraus hat, lobend ausgesprofcheil , i^'rilt$8:»i(ik 
hier hätte versSumen dßrfeo , auf diesen Umstaitd ail)]^ bin- 
sfichtlich des Generalkataloges, der ja doch in dieKbeso^der 
BfUiographien mit geliörl , gebührend hiozuweisen. Def Ka- 
talog sei daher im Voraus freundlichst begröseti 
: . ■■ ■•. ■ ■ <t4 ; ^ 

Allsemeinea. "^t^ 

[ä70.] Serapeum krtg. von Naumann. FortaetzingWli tbr* 266. 
Enthält: 

Hauptbl. Nr. 6. p. 81 - 91. Die holländischen Pamphlet^Samm* 
lungen aus dem 17. und dem Anfange 4es 18. Jahrhunderts; 
Yon G. M. Asher. — Versuch einer kurzen Charakteristik 
der ziemlich umfänglichen PampMetlitteratur, deren Zahl 
sich auf 20 bis 24,000 Sulck belaufen mag. Die badeii- 
tendstes Sammlungen davon finden sich in der KdBigl..Bi- 
• Miotbek im Haag, der Bibliotbeca Thysiana der Universi- 
tät zu Leiden u. der Bibliothek des von König ^Louis Na- 
poleon gestifteten , jetzi aufgelösten Instituts zu Amsterdam. 

Kr. 6. p- »i--96, Nr. 7. p. 110-12 u. Nr. a p- 121^27. 
Sextus Amarcius Gallus, von Archivar Herscbel iq^Pres- 
den. — Proben aus dem der Königl. Bibliothek «i t^rts- 
A^n gehörigen handschriftl. Werke eines ziemlich unbcjunn- 

- ten latein. Dichters des Mittelalters (XI. Jhrhdt.). . 

Nr. 7. p. 97—110. Hamburgiscbe Bibliophilen, Bibüograpbeii 
und Litteratm-historiker. Von Dr. FriedrieULorenztHoff* 

I mann. — Betr. VIII. Martin Fogel < Voged/f dessen zwar 
kleine, aber iKirtrefaiche BöebersämBifaiiig, untorlieibmiizeäi 



' AIliemeiiM. Xt^ 

▼«rdült^lung, 167& wn denPrieis von 2000 Tlilr. für die 

damals Herzogl. , jetzt König!« Bibliothek zu Haonover an« 

gekättft worden ist. Naö6 etwas mehr als einjähriger Pause 

hat der Verf. die Fortsetzung seiner wirklich gediegeneh 

' ^ MitäieSurigen über di^ Bibliophilen etc. seiner Vaterstadt 

'^7^I;/]^B2; J. 1834. Nr. 56) wieder aufgenommen/ u. dadurch 

-^ hi'^ieii L^*idrn> die Hoffnung auf die gewiss von allen Sei- 

- teiof ^ewünisehte weitere Fortführung der mit ebenso vid 

'Liebe als sachkundiger Sorgfalt gepflegten Arbeit neu auf- 

" gefri^dit, 

Nr; 8; p; 11S--2K Die Selva de Aventuras von Contreras. 

(Foftset^ulig folgt.) — Beschreibung u. nähere Untersuchung 

"- disr' ziefiilieh seltenen Aus^gabe dieser- Seiva v. J. 1588, 

'wdldre die Dreisdner König!. Bibliothek besitzt. 
Mr.'9/^)$l 4^7^28: Anzeige von: Les Bibliophiles Flamands 
^'Me. pi^'Ph. Km*vyn de VoJkaersbeke. (Schluss folgt.) Vgl. 
^ Ante J. 1851 Nr/ 437; • 
f(^;6^y/ d6. fiibtiöthekebriiBik und Miscellaneen. 
fctelH|^nzM. Nr. 6. p. 41-^45, Nr. 7. p- 49—55 u. Nr. 8. 
' p. Ä7;*--^. ' Fortsetzung des Alvin'schen Aapport g^neral 
"-. "surfte j^ütiationd« la Bibliolheque Rople -de Bruxelles. 
»r: 6? i). 4*^48, Nr. 7. p. 65—56 tt. Nr. 8. p. 6^64. 
Bibliogr. Alltieigen. c : , 

-...-J!3M.J_^'fef ÖL-dtt. J!(Wi02Ät7c _ßW^^ 501» \a ßireti, 

de Sierckx. SMe IL Tom. L Fortsetzung von Anz. Ji l854. 
Nr. 933. > . , j , 

_ Cah. 11&12 enth.: 

p. 4(W-^3B.- " La -presse periodiffue franc^ise ätia'mbourg de- 

puis 1686 jusqu'en 1848; par F. L. Hoffmann^ de flam- 

" ßädfrg^— ßri nrit ebehso viel Liebe als Fleiss gearbeiteter 

' Atifsat^, der theils'' für die Hamburger Litterargescfaichte, 

' theifV für die franz. Litteralur im Auslande von Interesse 

'' ist. IDcr Umstand , dass Hambui^ seit dem Ende des XVIf. 

Jhrhdt. oftü. gern französischen aus ihrem Vaterlande 

vertriebenen Litteräleii u. Publicisten zur Zufluchtsstätte 

gedient hat, mach't die grössere Anzahl der in Hamburg er^ 

"^ schienenen franz. Zeitschriften (24 an der Zahl) erklärlich. 

p'j43B'*--'43. Livres ayant appartenu k des monarques ou ä 

des personnages c^lebres ; par Dom Catalogus (G. Brunei). — 

Lesefruchte , aus verschied. Katalogen gesammelt. Die hier 

[ atigeführten Bucher stammen aus dem Besitze von Franz 1., 

^ ^Heinrich II. u. Diana v. Poitiers, Heinrich lil. u. iV., Lud-^ 

wigXIIi., Anna V. Oesterreich, Bossuet, Mme de Sevigne, 

Mm'e de Maintenon u. Longepierre. 

p. 44S— 48. La litt^rature ideologjque en Belgique. Art. 1. 

p. 449-; 50« Melanges bio-bibiiographiques tires d'une col- 

lectipa d'autographes. (^ettre de Daniel Elsev^^r ä Pabbi 



146 Allgenieiflfef. 

Manage. — Aus d. teoipem'schen Bilderh'efteti z; Gesdmiite 
des Böcherhandels (s. Anz. J. 1854. Nr. •IT«):* '"* , 

p. 450 — 64. Varietes. — BiWiothöquc toyale' de ' Äel|Ique 
(aus dem oben Nr. 136 Alvin'schen Berichte) ; BT. S. Pol- 
toratzky ; la langue que Ton parlatt ä Li6ge ah Tlle} siede; 
Statisti()ue da journatisme en Autricbe. ' * ' ' . 

p. 464 — 69. NÄcrologie. — Le baron de'Stas$art;''J.'']^. Me- 
line, libraire; E. Boivin; comte Mailaüi; de Batines.^ 

p. 469—82. Rfltue bibiiographrque. — Betr., 'ius6e^*inei- 
nem Anzeiger, das Serapeum; die Lempertz'scRi^n'Birdler- 
befte z. Gescbichte des Bücbeiliaridels, den Clatalopl^ ge- 
D^rai des ouvrages de propri^lä fran(; publl'äHt^rieh^&ent 
au 12 mai 1854, den ScheIer'scben'AnnAair^ij{atii^L '^elge; 

etc. ■ ^•;;. -'-^'r- , 

p. 482—85. Bulletin defs ventes publiques. — > Betr. Vffe nn 
Anz. erwähnten Anctionen G*** (Giritid), Rflofuf-llocbehe, 
Libri, van Lennep, etc. lieber die Gii'aöd'scbe Atrctfon 
u. einige dabei erlangte Preise finden sich auch WAtEiei- 
lungen in der Bibliogr. de 1a France, Feuill. Nr. IS. p. 
195-^96- 

p. 486—98. Tables. , . ^ 

Hierzu kommen noch der Titel (2 BU.) ziM^^Jnzen 

Bande u. eine Benachrichtigung des Herausgebers Heusser an 

die Leser (1 Bl.) über den weiteren Fortgang &ci BCillcflins. 
Dem Erscheinen des II. Bandes des Bulletins , ({pssen 

Redaction an den Bibliothekar des Königs der Belgier» Dr. 

Scheler, übertragen ist, darf in der allernächsten Zeit ent- 
gegengesehen werden. S. oben Pfr.'lSiO. 

[372.] Bulletin du Bibliophile puhL par Techener. Dou- 

zieme Sdrie. Fortsetzung von oben Nr. 267. 
Fivrier enthält: 

p. 51 — 64. Critique litteraire. — Sur les Caraclferes de 

' Theophraste, traduits du grec, avec les Caräctöres ou lea 
Moeurs de ce si^cle, par La Bruyere. Nouvelle ediiion de 
Destaillebr; par Le Roux de Lincy. 

p. 65 — 73. De TAne en litterature et d*un vieux Poete Fran- 
fois; par le Vicomte de Gaillon. — Betr. Jehan Prevost's 
vermischte Poesien, unter denen die eine dem Esel ge- 
widmet ist. 

p, 73 — 78. Revue de publicalions nouvelles, par Ap. firiqnet. 

p 78—79. Nouvelles. — Enth. die Mitthetlung, dass Le 
Roux de Lincy, nachdem seine Ausgabe der Cent Nouvel- 
les nouvelles reissend schnell vergriffen worden sei, eine 
neue veröffentlicht habe. 

p. 80. N6crologie. — Der berühmte Conservalor der Ab- 
theilung der Kupferstiche in der Kaiserl. Bibliothek m 
Paris 4)uchesne atn^ , einer der ältesten Beamten der An- 



.tJ 



Bft fa^ gA p Mei 149 



BtaK, der 1787* eiogetreteii war, ist kQrzticfa im i Osten 
' Jahre^ geiA&Aen. • ■ • 

p. 8lM^8. Galalogite.de Hvfes rares^ et ctirieux de littirar 
tqrey ^JJitstoire, c^.^ qui »e trauvent en vente k 1a librai- 
nti,i§R;}k Te€li$»tier. • . 

' [S73.] Norton' s Mtrary Guztiiß und Pubilthers' Circular. 
N.€i0 ßefUs, rYiii.L -^ Sebliiss^ton Ant; J. 18S4. Nh 4103. 

Eoth^itH ► *• 

Nr. 19. p. 490-tW. Library Intelligence: Thtö Imperial Pü- 
b)f IT. Library. at St. Petersburg. G<>n)pfled from ofRcial and 
ptber tioiifces.'— The ^Roy«! ' Library df Berlin from the 
l^ffld&iiHeport' öf Perl*. 
Nr/Jl0/pv494rr9$v ^ytera^y '1^^^ -^ Enlh. Preis- 

angaben der Pickering*schen Auclion. 
Nr. ?0. p.432-^SS. Library IntelMgence. **- Die Directoren 
del^ Mereanirlte Library A^^cicitfon of Boston beabsichtigen 
jAiaft^ veÜfitäDdigen Katalog heraoszugeben , u. haben die 
JEip!^rfiing desselben 'an Wm. P. Poole übertragen. 
Nr. $1. iK 554w Library- Intölligence. 

In den öbrigen Kammern des vorl. Jahrganges findet 
tidli nichts für den Anzeiger wesenllich Interessantes. 

.[894*3 Ausflug eines Bihtiolhekars nach Böhmen, v. ^. 
PeUho}di.yS. ttamburg. Liier, u. KriU Bläu. Nr. 29. p. 22!a 
— 24. iVA 30, p. 23^— 34. i\rr. 31. p. 239—43. 

Bibliögt^apbisch-bibliothekwissenschaflliche Beisereminiaj- 
cenzen aus "Sachsen u. Böhmen, 
.-'^ • ■' • ' ' 

Blbltoyrapfale. 

-[^'''^•1 Slöuvenirti, ouriosUes ei rareles hipliographiqu$9. 
Par J. ßeliard, F. Bibliographie de la France, FeuilL Nr* 17, 
p. 226— 28. (V^l. oben Nr. 269.) 

Betr. unter Anderea eine kostbare Bibelhand&chriAniit 
Poesien ü. Abhandlungen .u|^r die Heil. Schriften von «ler 
Hand Theodutrs, Bischofs v. Orleans aus dera.VIIL Jbrhdt«, 
der ^e, selbst der Kirche von Notre^Dame du:Puy (Haol«- 
Lpire) g/ßsch^iikt hat* 

. {376.J Bruehsliicke zu einer M/elhodotogie der diplomaii-* 
sehen Erilik. Von Dr. Joh» Heinr. Christian Sehuharth. Cas- 
ul,.MmAram. 8. VI, lOö S. Pr. m. 20 A^r. 

iHeses dem Collagen des Verf.'s, detn Bibliothekar Dr. 
Karl Bernhardi »in Citssel, gewidmete Schriftchen, welches 
zuBicbst als ehie Art Vorarbeit rum Pausanias gelten soll, 
u. sich mit der Methode der bei den Handschriften des Pau- 
sanias atnzuwendenden diplomat. Kritik beschäftigt, ist zugleich 
för *dle •Hattschi'ifienkonde im Allgemeinen so weit von In- 
teresse, dass es hier mit ang^fäfhrt m werden verdient. 



[•wo La Qu0iiiou d^ V^H^me^de i:imprimiri$,H k r^i 
CoHcile lypoQraifhique ^ par Charles Rueleui* {Exiraii. da latu 
JI, 2e Serie, du Bulletin du Bibliophile beige.) Bruaella, 
Beussner. 8. 20 5. Nur 50 Exemplare abgedtmekt. .< 

Der Verfasser hat gaaz die richlige Aonciii,- wen er 
sagt, dass BerDard in seinem bekanntoo. Werke über die Er- 
findung der Bucbdruckerkunst , troU alter Geiehraaflikeit. a. 
sorgfaltiger Forschung, doch nicht im Stande gewesen Mi, 
für die Anwartschaft Coster's auf den Nanen des -Edbiders 
dieser Kunst neue u. giftigere Beweise , als si»NVon.'Beiinard's 
.Vorgangern aufgestellt worden sind, beizubringen« .AieJka- 
wartschaft Coster's ist jetzt noch #beo60 iinwabracheailidi «. 
zweifelhaft als früher, u. kaum zu •erwarteov.daiBs am irgenä- 
wie wahrscheinlicher genoacbt werden kfiune» tm-^fentheile 
wird das Anrecht der Stadt Mainz auf den Anhat »^ie^tüie 
der Erfiindung gewesen zu sein, immer sicherer, H»;«ioe 
mit der Erfindung gleichzeitig geschriebene Ghronfk iiayfläni. 
Sprache , die , wenn Harlem der Ort der Erfindung Märe, ge- 
wiss für diesen Partei ergriffen habea wurde, legtlurMaioz 
das unzweideutigste Zeugniss ab. Die Sprache dieser Chro- 
nik, die jungst erst in den Besitz der Ktetgl. BiUioihek su 
BrAssel gekommen ist, kann nicht leicht deutliofieri sein , sie 
sagt: die erste konst van prentten waert vonde te flienss 
anno Dm. m. ccccxl. Nichte desto weniger mag es nach. des 
Verf/s Ansicht von Nutzen sein, wenn dieser Gegenstand eia- 
mal endgiltig, so weit sich dies überhaupt thun ÜMt, aui 
einer Versammlung von SachverstSndigen durchgesprocheo, 
u. zu einem gewissen Abschlüsse gebracht werde. Zu dem 
Orte aber, wo eine solche Versammlung abzuhallen sei, 
durfte sich keiner besser eignen als Brfissel^ welches nicht 
nur einen mit der ganzen Streitfrage in keiner Beziehung 
stehenden neutralen Boden gewähre, u^ die Rivalität der 
Städte, welche sich um die Eiire , *die Versammlung in ihreo 
Mauern zu sehen, etwa streiten könnten, möglichst entfernt 
halte, sondern auch die zur Besprechimg nöthi gen Mittel be- 
sitze . oder mindestens mit Leichtigkeit herbeiziisebai^n in 
Stande sei. Vorläufig handle es sich um das Zusammentre* 
ten einer Vorversammlung, ^ welche das Material für di($ Dis- 
cussion der Hauplversatnmliing bereit zu maichen. habe. . Bis 
Idee des Verf.'s scheint manches Ansprechende zu shaben^a. 
ist wohl werth, von Allen, die sich für vdte Streitfcage der 
Erfindung der Buchdruckerkunst näher interessiren , genauer 
ins Auge gefasst zu werden. Ich mag daher das vorl. Schrift'- 
eben gern zur weiteren Beachtung empfehlen. 

[378.] Eine nicht uninteressante Angabe iiber CirculatioD 
englischer u. französischer Zeitschriften findet sich ip 4; BUlt 
Hit. Unterhalt- Nr.«. p.«?«— 31, 



£8 ist .g8msi)<iiiobl»B|iiAhart ,> jietat BOboii r naoMeniM'^rst 
a Ikiu"^ foli dieaMBwifte|wrtMre cur Beortheiiliiltg^ vorgeleg«» 
kl)Mb» iM U^Mioil« daftin aäzügeiieii^ dftss dttsMpdruitrb^lttr 

komi»eiVrai|sreMiie4idv«>tAr qreki. MUii^apinseh« Ziv«efc6 -ater 
'giiäE(«p^nhlll8>t>>Mi^>f ;.^»" •. • ......... :i . • .« .*4.1. — 

Üiinmrfi/Bniftayii?» >'dl<r Stkuxtift etvrA^iiimMl^i» ItMieiilMuiNlii 

#Ml<dflMj^MHiKfi inid Jfee«ia£a«efi gtlief^t werden, ^Äoi« Hilf 
«ftdenm , i¥i(iejiviai5ti!n9aii. iVaM dm «ieAiV'aimi |^i(o« jkvisiMi»- 

1 ^i€lieiB«^v6cl4 zwwclonlsai^feärMleteLkte,'^ zwar an- 
•BiebfelY amt. für .huäiböAdK Zweck^^basiimaii i$t^ «rkd auch 
AiideMiiitgitie «Oimale^ielBlan. > 

Knmt-^Mnd LanikarUnHundtU Jahr§. HL Bd.h A.%. d,Ti: 
Meidmmhf. Jdmmvl^^&.^i^eipzig, Av4na*iui. 8. ICit, 356 
Sii:Pt^m^^ks^m«x iüifgr. (VgJ. Anz. 1. 1854. Nr. i 108.) ' 
' t PSK § i f ÜeM^t/blkra ^^ €«aif% alltr UMieti JSr«dAeiiile«ifen >An 

geardfki. Mü akphmHli^clMn^ \tt^iMep. nnä ^letUff^nz-Mliilk. 
BefU\^h.f.Jknüur Ms Uär^ Leipnffi Heimiehi. 6. :¥7, 104 

MtecioD nierden 4ie.^l9*ik«ii: TbMlegie und Phllosl^ 
phia, Medicin und Naturwissenschaften , sowie Pidagegik» :vrie 
irMiar^ «ohdn ^(m Ana^t Ji* 18M. Mr* M&-*17) » andi einzeln 
»aulgegribBiiw flr.rf. ..|4> «fixcmfl. der tb^afeg; «i phiioaoptt. 
Afc tha i kii ig > >> i t<Ngi\, f. l<^>d«%L öer^übrigaii Rnbrikon 4i. 
TNgr*' ^-^ .- -r . . .-.,., .... ..1 

MAd. iC&mihtmtimiMe .la JAmc« leM^iVB^f.; Bar iVtoi^onr- 
^p^h^i^Mw. 41. i Pf €ffd<^^BrmiOiLj»mtf^, IMataque^ 8. 
JK %«iVa^4^ gr. i»«jp.VI 1^^ (V«i. Ana. h 1654. Nr. llOg.)« 
^v.[^44^ Bi0. an .dto *ii9taten JabrgäD^^ des Ast. ( ^ J. 
ISMb'^^; 84^).madi r^gebnässtgQiigtfuhrte Spanische Biblio- 
«raphis , d. fialalifi biUiografieti; fispaooi. y estranjero, ial, 
Icotsdisok da» Jch- sie rsgabnüMgaDdarwIrts erwähnt gafnn- 
dtti: iHittciif idoeft^'.lyia: ic|i w.nidiner igcosten Verwimderung 
iiöranu musa, acboa ISAl eingA^Dgen^^ An ibre Steile iü itai 



aeiieftter Zeil die oben Sir. 281 gedacble . Ubliografifi E»- 
pafiola, die sich biosichUicb.. ihrer ganzen .Anlage »««.cAmr 
fQhrung vortheilhafl zu empfehlen scheint, getraten, fii^elbe 
lerßlltiin ein Hauptblatt u. eine dazu gebörige Supplement- 
.nummery von denen das .erslero zur VerzeiDhnuog ^er .Spa- 
üiscben Litleratur vom J., 1851 an und die letalere* sur Be- 
kanntmachung der litterar. Erscheinungen des Auslandes (bmt 
^yioiento literario de) estraujero) hesiimmt iat. 

t [385.] Je geringer die Zahl der Hilfsmittel. ist» wakfae 
das Bekanntwerden der neueren Italien. Litteratur Ternlittelo, 
um so schätzbarer sind die im BörsenbK. f- d. Dautsehen 
Buchhandel ron Zeit zu Zeit gegebenen Verzeichnisse «i^ierffir 
Italien. Werke , zumal wenn sie mit .deirienig^ JÜbliograph. 
Sorgfalt, durch welche sich die von Gb. Scbiepatti ia;TttriQ 
mitgetheilte Uehersicht der Sardinisch«^ Litteratur wa^eatlidi 
auszeichnen I gearbeitet sind. ..... 

Heber die Turiner period. Presse findet sich eine ans 
der Mailänder . Wocbenscbrilt , il Crepuscule , entieiwte Mit- 
theUung in d. Bläu. f. lit. Unterb. Nr. 17. p. 318r-19. 

[3S6»] iVtfve. Beiträge des Hemn & PoltoraUky, Mur.^rup- 
si$ehen Bibliographie, Literatur- und Kunilie$ckiekU;'99e% Bog- 
mann. S> Bamb. Liter, u. KriL Bläu. iVr,.26. p, 216^ — 18. 
(Vgl Das. Nr. 30. p. 236.) 

Enthält eine. ausführlichere Miltheilung über diatHap^Pol- 
toratzky. in. neuester Zeit herausgebenen Schriften (s.. oben 
dr. 263), und. ist zugleich dazubestimmt, alsErgäRzupg der 
von Querard veröffentlichten Notice sur M, Serge PoltoraU- 
fcy (s. oben Nr^. 61) zu dientn. < . v 

[387.] Forls^tung, und Ergänzungen jeuP^ TKÖmel'alA' 
Mratwr der DeuUchenMundarien^^ S..J>ie Beulsehem Mundarien. 
Eine Monatsschrift f, Dichtung, Forschung und Srüik hrs§.. von 
Dr. G, Karl Frommam* : Jahrg. IL Jan, if Febr. p. 6i — 52. 

(Vgl. oben Nr. 3.) 

r, ..[388.] Literatur gesehiehie. der Araber. Von iünnm Be§lnwe 
btA.stt Ende des zu>ölfteh JahrhunderSü der Hidi^m^.* Von 
.BQmmer-Purgttaü. Zweite: Mtheiiung. Bd. Fi» Wien ^ ans der 
h. k. Hof- II. Slaatsdruckerei. 4. 1169 S. excl. Tit. u. l Bi. 
Verhess. Pr. n. 8 Thlr. (Vgl. Ana. J. 1854. Nr. 394)< 

[389.] * Bibliographia iheologioa. Monatsr^Uebersichi: äUm- 
im deuUehen Buchhandeineu ersehiensnen iheoi^isehen Bücher. 
Bed. ton Just. Albert Wohlgemuth^Jahrif. lii. Beelin, WohigetnuUk. 
8. 12 Nrr. ä V« B. Pr. 1% Nffr. (Vgl Anz. J. 1«54. Nr., 395.) 

[390J Die Geschichte und.LitertUur MerStaktswissenächaf' 
.ten. In Monographieen dargestellt von Robert . van UoM* . Sd. I. 
Erlangen, Enke. 4. JVl, 599.^. Pr. n. 3 2%^n 14 if^. 

Ein auch für jeden Bibliographen höchst interesisaDtes 
Jueh .mit, wena.aucb'jiic^t voHslindiffertl doch ^immofbiii 



fiibHographte. ' tit 

reichf^, sorgsam ti. planmäs^ig ausgewählter Litteratur. Der 
II. Band ist bereits unter der Presse. 

[391.] Siaanwusenschaflliche Bücherschau. S. Zeitschrift 
f&r äie ges'am^ii Staatswissenithaß Jdhrg. Bft, 1. Tübingen, 
laupp. b. jp. 148— 69. (Vgl. oben Nr. 78.) 

[392J Dr; G.G.Giebel in Halle beabsichtigt, ein Reper- 
torinih derMhieraiogie, Geognosie u, Geologie, welches vor- 
züglich, die Gesellschafts- u. Zeitschriften u. deren speziellen 
IfthffK b^ücksichtigen soll, herauszugeben. Dasselbe wird 
etwa 12;000 Artikel enthalten. Ebenso sammelt E. A. Zii- 
chold in Leipzig schon seit längerer Zeit Materialien zu ei- 
ner Bibliographia universalis geologico-mineralogica, deren 
Bearbeitung sogleich nach Beendigung der Bibliotheca archi- 
tectonifa (s. oben Nr. 5) in Angriff genommen werden soll. 
Es liegen dazu bereits die Titelabschriften von 3 bis 4000 
Büchern vor, die Zuchold meist selbst unter Augen gehabt 
hw. — 2.~ 

[399.] Dr. G. A. Pritzel in Berlin ist mit der Bearbeitung 
eines Supplementes zu seinem Thesaurus Literaturae bota- 
nicae beschäftigt, welches die neuere botanische Litteratur 
vbn' 18*7 ^n umfassen, u.im nächsten Jahre im Druck er- 
scheinen soll. Hoffentlich benutzt der Herausgeber diese 
Gele^enlieit zugleich zur Mittheilung von Ergänzungen u. Be- 
rtchtigtmgen zum Hauptwerke , welches in neuester Zeit auch 
von> B; A. Zuchold in den Abbandlungen der naturforschenden 
fie^ell^chaft in Halle, Bd. H. Hft. 4, ei^en 100 Schriften star- 
ken Nachtrag erhalten hat. — 2. — 

[B94.] * Alphabetisches Sachregister der wichtigsten tech- 
nischm Journale für d&n Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezem- 
ber 1&54. Von D. Philipp. Berlin, Mittler hf Sohn in Ctmm. 
8. 50 S. Pr. 7% Ngr, (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 1028.) 

[395.] * Repertoire de Cartes publik par Vlnslitut ^oyal 
des Ingenieurs neerlandais: Livr. I — 2. La Haye, 1854. (S. 
cAen Nr. 268.) 

Dieses Werk verdient nach der allgem. Milit. Zeit. Nr. 
29 a SO. p. 239— 40 die volle Beachtung der Fachmänner; 
denn was darin geleistet wird, das trägt nicht den Maassstab 
gewöhtilieher Arbeit an sich , sondern ist das Resultat der 
Bemflbangen einer ganzen Gesellschaft, welche alle Energie 
an: ein Unternehmen gesetzt hat, das von einem Einzelnen 
in «Meher Vollendung gar nicht ausgeführt v^erden kann. — 
Die voir). Leistungen umfassen die Karten der Oesterreicfa. 
Monorchie u. ihrer Kroniänder, wozu in dem nächsten Hefte 
der ^Schluss folgen wird. 

^ [S90.] Lexikon der hamburgis'chen Schriftsteller bis zur 
Gegenwart» Im Awfttage des Vereins für hamburgische Oe-- 
$chithi0' ausgearbeitet von Dn ph, Hans Sehröder, P^ivol^efeftf- 



iSf^ BuchUndler- u. tnliqtmr. Katalog«. 

. (^ in Allona, eic. Heß 10, oder: Bd. HL U^ftl. 
Hoffmann, Hamburg, auf Kosien de$ Vereim. 8* S, Ml-*^ 
320. Pr. n. U Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 884.) 

Mit Beiträgen von N.M.Hubbe h. F* L. Hoffotaftn, luo 
denen dem letztere» selbst p. 308—15 gewidmet i9t. 

[397.] * Notice sur la vie, les owragiss et Ut fmv««« l< 
G. L. Duvernoy, membre de llnstitut, profeesew em Mu9ki^ 
d*ki$i' natur. et au ColUge de France; proß$$eur siqtjMi^ «« 
College de France. (Extrait du Journal genial de l'iAifmclitfH 
publique et des cultes,) Parti, mpr^ de Dupont^ S. '/t l. 
Georges Louis Duvernoy, geb. 6. Aug. 1777, gest. 1^ M«n^l8>i' 

Buclibaniller- ou AntiquAr, Matmio^e^ 

[398.] *Ädre$8buch für den gesammten ITtotiif AmM «mI 
dessen Nebenzfjoeige , Papier- und Farbig fabrik^tiem i ÄaW-, 
Kupfer- und Hohstecherkuntt , Lithografie, Handel mi$ In- 
strumenten, Schreib-, Zeichen- und Mal - DtenHliei0^^MHquüi- 
ten, Musikalien und Landkarten etc. Ais Band- um4 Nachr 
schlagebuch herausgegeben von A. Relemeyer. 3 Äbiheilungt»' 
{Alphabetisches Verxeichniss der Kunsthandlungen -*-*\8%ssdW^ 
Geographie.) Jahrg. IL Leipzig^ Exped. des Central-MPmsl-in- 
xeiger. 8. VI, 192 S. Pr, n. 1 Thlr. Ib Ngr. 

Hieraus ist auch besonders abgedruckt: ^Gescbäfti^^fiaDd- 
und Adressbuch für Kunsthändler, Kupfer- undSteiadrocker, 
Papier - und Farbenfabrikanten , Händler mit InstnimeDUB, 
^etc. Genaue Mittheilung aller hierauf hezOgiicber FiNM 
Ebendas. 8. 7« S. Pr. n. IThlr. 

[399.] "^ Zeitung ßr Bi liotht^en und Bücherfrmmie, Eis 
Anzeiger des antiquarischen Büchertagers wm B. W. Schmiß w 
Haue, (i/.) Jahrg. 1855. Halle, Schmidt. Fol. 12 Nrr. (B.) 
Pr. n. IbNgr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 103.) 
* * * 

Von allen den antiquarischen Catalogen. Welche im (^ 
genwärtigen Hefte angeführt sind , machen einige auf beM^- 
dere Beachtung Anspruch. Darunter ist einer solchen Beach- 
tung keiner würdiger, als die Bibliotheca theoicgica loo 
Schmidt, welche sich nicht nur durch eine grosse FdHe 
von Büchern aus ailen Fächern des theologischen Liltdrjtiir- 
gebietes, sondern und vorzüglich auch durch grosse» Aeidi- 
tbum in einzelnen Fächern in Wirklichkeit auseeiebnet Fftr 
Philologen ist die Bibliotheca philologica v<»i Siernicteift 
S inten is von grossem Interesse. In Ansehung des 6^' 
kaltes an Schätzen der älteren Litteratur verdient der Katt- 
log der Beck' sehen Buchhandlung, wekhem vieUeieht der 
JButscb'sche ebenbürtig zur Seite gestellt wieriiieKi kaoo 
£u»e vx)rzügliche Auszeichnung , da er tbeiis einige sehr widi 
t^ge Ma^uecriptQ und ^m ziemliphs Ai«iU wertfavoNar ifi- 



iocMittidlii r it aniiqoar. Kättiloge. 195 

kMilMn eodiill, Ib^ eine reiche iuswab) im f*aele der 
SehMhetteo tind Merkwürdigkeiten^ älterer Zeit darbietel. 
Dergleichen SelteoheiXen und Merkwürdigkeiten finden mA 
Sinn Tiieila aueb ki den Kdhler'schen Anzeigebeften , die 
nebenbei eipe. grosse Zahl neuerer wertb voller Schriften ent- 
balliik- Liebbabern von Kupfer- und Kunstwerken ist die 
Dttrcb^icht der. Kataloge yon R. Weigel und Artaria ft 
Fqntiioei sowie Sammlera von Curiositäten die Durch- 
bUtteriuig 4er Verzficbnisse von Scheible zu empfehlen. 
Ausser diesen i$l endlieb iioch der Katalog von Siegfried, 
i« iiem 'Viele recht scbätabare Bücher angetroffen werden, 
ans der Reihe des Gewöhnlicheren hervorzuheben. 

HQ94'^^^i9^riieh^i ftriteichniss No. JV. Cutaleg di% 
Awti0a/iii$€hm- Bü€h0rlagers der Akademischen Buchhandlung In 
KkL St§pphmeni nu Nr. 12: Geschichte und deren Hülfswii- 
f«n««AaAefi. 8. 14 S. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 530.) 

- [401»} CakUogue d'ouvrages ä prix rSduiis dkex Artaria 
if Foniaine i Mannheim. Avrü. 8. 64 S. 662 Nrr. 

Ej^^ Kupfer- u, Kunstwerke. 
. [409*] .Jfro. XXJLL Antiquarischer Katalog, Manuscripte^ 
hi(mntLt$lny 00kS€hnittu>€rke y Seltenheiten, Cvriosa, Varia in 
reicher Auswahl enthaltend welche aus dem antiquarischen La- 
9e§:/*der C. H* Be^*s€h$n Buchhandlung in Nördlingen zu he- 
Mften sind. 8. 228 5. excl. TU. 

|403.] Litfrairie de Vve Berger-Leerault et fils (ancienne 
maison Lewrault) ä Paris et Strasbot^g. Calalogue des livres 
de fonds et en nombre. AvriL gr. 8. 40 S, excl. ümschL 

|4M*] *XJX. Catalog der Antiquariais-Buehhandlung von ' 
Pid^U* Butseh in Augsburg, vormals Wilhelm Birett, Theologie 
und Verwandtes. 8. WS. exel. Tit. Vgl. Hamb. Lit. u. Krit. 
BIK Nr. 28. p.220. 

[405.] Cinquihne Supplement au Catalogue de la Librairie 
^ pnmridsMU de Adolphe Dekthays ä Paris ^ aequereur du fonds 
de IMraine de U.E. Lebigre-Duguesne. Mars. 8. 18 5. excl TU. 

•[40i.] VliL Veriteichniss einer Sammlung werthvoUer Werke 
a* vorxisgHeh aus dem Gebiete der vergleichenden Sprachwissen- 
^ehaß, grösstnUhmls aus der Bibliothek des berühmten Lingui- 
stik^r und General v. Xflander , 5. Göthe- und Schiller - Lite- 
rafiiif, c. Anhang y d. Nachtrag %ur Göthe- und Schiller - Lite^ 
^Uiur, wekhß von M. L. St. Goar in Frankfurt (^jM. %u bezie- 
hen sind. 8. 90 S. exel. Tit. 

[407.] Antiquarischer Catalog Nr. 2. Geschichte y Biogra- 
phien, Memoiren, Geographie und Reisen nebst Curiotta und Bruns- 
vie^iMMi dUser Faeher. Von G. Gumpel in Braunse hweig, 8* 46 S. 

[40&.] iV^r. 22. Verzeiehniss Antiquarinher Bücher des £d- 
gers von Hermann Härtung in Leipzig. 8. 20 S, 

£nfli.¥ennlscbles. 



,146 Bttdibtaaitfr^a. aRCi^Qir. l«lAo#e. 



,ger$ der Buchhandlung vpu Rob^t BMfer tn Bsulsm. -iJMwtn 
«niMi Natunoissenschafun. S. 21^. exel* TU. 569 iVrr. 

[410.] VeneiehnUM anliquarücher BAekir aus aUen WiM- 
senschafien, welche in ß, lu KUng*$ Buehhandlun§ in Jiiiüiii- 
ffen XU haben sind. Neb$l einem anhängindeH AuciianB^-MTaUi- 
hg. 8. 45 S. 1253 iVrr. 

[411.] No.Xni--r. K. F. Köhlers in Leipzig dnHqua- 
riiche Anzeige - Hefte. Mau 4. 3S^ 36 ^ 26 S. excL 2¥l. «eftcl 
.4 5. Supplemenl xu No. HL Xusamwun etwa 4500 Nrr» 

[412.] Änliguarischer Caiahg der Kuklmey'eehen Suek- 
handlung in Liegnitx. No. VIL enlhäU: Nafurwieseneehaß^ Chemie 
und Physik, etwas Medicin, Geschichte y. Geographie, und im 
Aiühange einige Werke aus verschiedenen Fächern der Lilera- 
$ur. — Nr. FllL enlMli: Theologie, Marx. 8. JOm. ISS. 
Zusammen über 2U06 JVrr. m..- 

[413.] /. Verxeichniss der Bücher - Handllmg «fem F. £. 
Lederer. Berlin. 1654. 8. 32 S. * 

Enth. Vermischtes. i 

[414.] *KakUag $xaco«enych dxitti Uteraiury polskiäj itatci- 
^Mych cxasdw. Verxeichniss neuerer polnischer Werke mus allen 
Iweigen der LiUeratur. Posen bei Liesner. 8. 

Enth. in der histor. Abtheilung aud) einige. Werke in 
anderen Sprachen über Polep. . 

[415.] Ar. 74 — 78. Anliquaris^e Zeitung. Hsrawgegeben 
wm J. Meyrif Antiquar in Basel* 1854 — 55. Fol, ä \ Bi 

Enth. Vermischtes; Nr. 78 franz. Xitteratur. . 

[416.] Für Philologen, Aller thums - und Funslfreunde. 
Verxeichnisi von werthvoUen Werken im Verlage der Nicolai' 
sehen Buchhandlung in Berlin. 4. 4 5, 

[417.] Nr. 4—6. J. Scheibles Antiquariat in StuUgori, 16. 
5.97—192. Zusammen Mer 700 Nrr. 

[419*] Antiquarisches VerzeichniH, No> LXXXIL BibUe- 
Jheca theologica. Catalog von Werken aus dem Gesamenlgebiete 
der Theologie des antiquarischen Bücherktgers von B,, W. Schmidt 
in Halle. 8. 374 5. excl. TU. 7955 .\it. Pr. 7%Ngr.^ 

Ist auch als Beilage zum Aprilheft d. Anz. ausgegeben worden. 

[419.] Neue Folge Nr. 5. Antiquarische Bibiiogmphi0 der 
Buchhandlung von Otto August Schulx in Leipxig^ 4, 10 «^ 

[420.] Nr, 111. Verzßichniss von gebundenen Büchern 
welche von J. /. Siegfried, Buchhändler in Zürich abgeliefert 
werden. 8. 170 5. excl. Tu, 5630 Nrr. 

Enth. Bücher aus allen Fachern. 

[431»] Biblioiheca philologica. CaUüog Nro. VL des an- 
tiquarischen Bücherlagers von A. Slemiekel if Sinienis. Wien. 8. 
62 5. excl. Tit. 

[422.] 2Vr. 4 — 6. Antiquarische Bmc1m''An$fiiils isTBuch-t 



Sl^nak, PtAg. Fol ä l U. .Zusammen üker 700) Nrr. , , , 

Enth* -Verosiacbles. 

[423.] Maialog^ Nu 8 iMrlk7o//«r aniiqwmsch$t Buchßr 
mniFrviirith Voigt in LvpMig. 8. 40 5. es^L Jil. 6B1 i^rr. 
.1. £fith. Vermischte». 

[424.] Rudolph WeigelB Kunstlager-CtUalog. Abth. XXYL 
Ltipsig. 8. VI, Q7 S. /V. 1%Ngr. 

' > {425.] Verzeichfusi, anUquariscker Bücher etc. am alUn 
Wis$enichal$enp' weiche zu haben ^u4 in der Buchhandlung tofi 
Comad Wegchardl in EssHngon, 4. 8 5« . 

£Dth. Veraiuscbtes. 

[" ^ ' ; BibUothekeiikiinde, 

[426.] *'Ä CaMogue of the Arabic, Penian and Hindür 
Hemy if. JS, 5. of ihe Libraries of the King of Ou^. Compi^ 
lad wnder Jhe (Mers of tbeGjovefnmenl of incjta, by A. Sprenger 
ele. VoU L CalcuUa 1854. 64.5 S. (S. Anz. J. 1852. Nf. 1000.) 

Dieser Katalog , der. 732 MSS. Ycrz^ichnet^ u. dem wahr- 
5ebeiaii4sb noch 6 ader 7 Bde folgen werdea> er^ffoet. eilten 
Eifib^ek io die seieke Schati&Lamnaer der zu Lucknpw (odepr 
Lacknau, wie Andere schreiben) befindlichen Bibli^tbekAtti 
des« Königs von 0«idh ,>. welche trotz aller bereits überstan- 
denen Plünderungen doch noch mehr werthvolle Persisck9 
II. Hiadoslaol-Hindschrirten enthalten,. als irgend ein ande- 
rer Ot des Orients. Es ist gewis« ein sehr Terdienstlicb<9# 
Uoltfoebmea, die Reste* dieser HaodscbriUenschätze, deren 
ErhakiiDg'iwie.HKain auch Ober den inneren Werth der Werke 
denken <nia9)'vanfi :pliiiQlogi u* histor. Gesichtspunkte von 
•Wichtigkeit ist, dea mdgUcben weiteren Plünderungen, so 
lange e» naah Zeit i&l, dufcb Anfertigung u. Veröffentlichung 
eines umfassenden Katalogee zu entrücken« Der vorl. Band, 
id^r'ini. drei Abtbeiludgefi zerfalle, umfasst in der ersten diß 
Tiaskirftbs:oder biographische Denkwürdigkeiten von Dichtern, 
in der zweiten Persische U. im der dritten HindustanirDicbr 
ter. Alle pradaiftche Werke in Pers. Sprache u. Hindusit^iii, 
üeravift^siinmtliehe poetische u. prosaisdie Arabische Schriftan 
mid!'f«#i die folg. Bande vorbehalten^ S. Eine Sammlung 
orieiltalisdiei* ' Handschriften , abgedr. in d. Beil. s« Augsb* 
a»^ Ztgi Nr.108. p. 1721— 22. 

![487.<] "^Caiaiogue of the Library of ihe RocheiUr Alhi^ 
naeum and Meehanioi* AeeoHaÜon^ Roohester^ Darrmo^ Are. 
J854. 8. 107 S. 

E4S8.] *Xaltalog$u of ihe San.FraneiHo ifercamiU Idbrq^ 
ryC San Fnaneisco^i A*s0iHaHan4\ iiti^ufl 1864. S.sl97 5. .| 
. '.' (^9.].A. Basthet ist Von dem Franz.. Ualerricbt^minir 
Uer mit einer bibliograph. Mission nach Deutschland, tu. Q^h 



T6^ 

Litteratur tf. Gescbidife iirter«9MntHi Frinft-A ita i rtOtiteu it, 
Texten Nachforschungen zu h»Uen, beiMffft^t worden* 8. 
^ssenschafU. Beil d. Le^2. Ztg. Nr.2&ptll6vt« -^^^i 

[430.] Nachltaf ier von OaierH 1848 bit0$imt^M9h 
zur Schülerbiblioihek der Krtutsehule hinxufehmnillfeneii'' BiMfr, 
Bresben i Druck von BlsehmtmH fC Söhn. 8. 5. M^^^^l^. - (VgL 
Anz. J. 1848— 49. Nr. 66.» • ^. • 

Enth. am Schlüsse 4a9 Ver2»lobnfS8 der tSStvon den 
Gebi^udern v. Ghika aus der Moldau bei rhre« A^anfn^'voi 
der Schule begründeten^, zur Zeil fVeiNch noch sehr Weinen 
Französisctjen Bibliothek. , . ^ »^..^i -^.c 

Ueber die Vermehrung .tdrr ißibbotti9k>»sowi».oucii' der 
grösseren Schulbibliotliek im Laufe- ^o» Ostero: üSM^tUs 'dar>-' 
ifm 18&5 finden skh sp«cieUere\An;gaiWi^!rni'^Prnf»M»«i«id(» 
eymnasimns zu Dresden p. 60—69 <vgl. Anz» J..rI&&^|li4M). 
« [431.] Jahrbuch f&r 4m tkrf-. m^.yBüu^^MmHü^mf 
^däi i. 1&55^. BetuuBQe§iiben th verUgt wnr^fii^ 4iüm'gif^\Bgrf^ 
äkadtmh zu Freibetg. 8. En(b. p. 1M*^&7 em^'VenrtiolMiiaB 
tef f. d. B^gaka^em. BfblioUiek in Jf^mbefg nmr AnAin^ 
Dedbr. 185S bis Ende 1634 eiogegangenenf Ge^entM^r^Vgl. 
Anz.'J. 18&4. Nr.43S0 ■ - • • - - ^•- ..-. i.ii,...'«' 

[492.) /)t> St^MhiMiif^ek su Gromnhain, 4L^ i^MiMib 
'liclftn;^i^r«n^. Jd^r^. F/. Liäf. 5. ]»i 66. u^ 1 1 

Kurze Betrachtung des WirKens u. Nvto^no'^ooM* n. 
ihniScher Bibfiotheken. Bie BenntzHBg d«r Gf^MionlMiinnr'Ml 
st^ts uiiifangNcher geworden ; dieZaM der veriiofc cntn MMmt 
hat t84Y : 21 S&, 1848 : £457, 1.840 : M41, 18»0 ^SWH, 48»! : 
<4781 , 1852 : 272», 19»3 : 3000 o. 1854 : 4649 .Mo liotmgon. 

[498.]' Nach dem JMirofifberiiAise kn« Verteiühnioi* der 
Vbl<fedungen, welche am Hsaininiirgischcin abadem. fi. 'iti^iilw 
G^mfia^ium v, Ostern^ 1855 bis Oslevn i%M goMtei» Wfwi on, 
b^trfigt der Huwaohs der Hamb. Sta^ilflbliotäekiiia^ J^^SM 
nmt weniger als 3:946 Bde. anter demen als GoodMbba» («e 
regelnlfissrg im Atntsblatte » dum Hamb« anpaftb. CiNmnpoo- 
dMli^ti, bekafint gemacht werden) twei fem iaii). Ruea; M^ 
'ttt^f^r Geh. Rath Gwst. ▼» Stf u^e ii. d«ai Prediger n itargr. 
4llebaeliskjrßbe Br. Jnh. G^flokon diiiigebr«ebte SaiMttiniifNi 
keiondefs tw erwlbne» sind. N«ben dem > phiMogi> 4«m^ 
Zirkel ist mit der Bibliothek auch etn aajtunitiftiiiseiyWidlor 
i)«' Verbindndg gesetzt worden, der es »br möglitfa Inachtt 
dto miturwia^ivgchartL leitaoktifton wiodcr^in einen aoigoi- 
dehnteren Maasse, als dies in den letzten. Jabten der^AH 
^^eset^ ist , zu erwerken.. Die Zahl 4er in i. ISfitt« ierlie- 
henen Bdch^r hat sich adf fast OOOO Bde, die darBeauehcr 
d«i' Ueeziffiinei's auf c ^00 PerMntfn belaufen, (Vgl Anz. 
MSM. Nr. 869t) ^h^ 



BMMlNmtwMtle» iSv 

^ -^IMS) 'Me* iliftiirfcr^e^^ ei^tscban hi Herzig hat 
ihre KfeHetMIMm- ^rtii^en UtittlAraICStshMdthek flbergri)efi, 
jei^^»flMt<'Ai^4«Mwi»'i«r diNfttrch b(?i d^rlefsteren sieh er- 
g«4»encl«ii DatAleitifeii' u. ttnti^f d^r B>edjiigung, ddss die €6-« 
ftttilmllafifv "Mit^ d<4 Untvertff&i von L^pztg verlegt i^^rden 
8»Hl64'^ ihre Moher iri«deF aoröekerhalt. Den Mitgliedern 
der GesüdtecMfl; }st dafdr dae Recht' der B^nätzung der Uni- 
fersilatiWM. n. die Vergünetigung sugestandeit worden, dass 
•lto> vdn &^ @nrr«ivaitdtebibl. gelkauflen oder ihr als Pfüeht-* 
exeiiifMi^3ligelielideniialtfrwt89eosdiaftt;ZeiU^^ im I^ese- 

Zirkel der ileseHschaft niit in Grnilation gesetzt ivf^den. —2. — 
[43&^] V^k^ehnkt iter Sn^kiHetBibmthek zu Leipzig. {AU 
At^anjf xum GedenkH^h^' «^ FHedfieh Sehitler. Am 9. Mai 
\Wlk fiinptifVc^H iMeh dem Tode Sehitkrs herau gegeben vom 
SitmUetm^^Bni^'xm LHpiig* L^i^. 8. Pr. n. 1 Thlr.) ISS. 
0'^f4MSsYSy$iBmaiiseh^afphabetUeher Haupllcatalog der KS- 
iHgHifhmVI^Um^i^kHik^blioneM B^ Tübing^. A, Philosophie. 
Nti^>^letit ^Släü^ i»wtf l 'Af^r IS^3. (Unierzeiehnei: Der Ober* 
bn a& t h $ km Feithti.y nbingen. 1854. 4. F/, 63 5. exci. um- 
seklapiJi UMm dihnetiien Nathiräg. 185^/54. 5. 6ft— 66. 

' Eipmwt^^ttit^äehif^eiruikhmin der KönigUehen Dniversitäts* 
bibl^Mek x^ Tübingen. Vom I. Juli 1853 bit 30. Juni 1854. 
fikaenrt^hnet: Der Überbiblidihekar Fallatu) Tübingen, !855. 
4. ir, 40 5. 

' lier'iElnKaoht der pbifostophiscben Abiheilung ist nicht 
in ' day B pf t aeft it^zdichntBB aufgenommen, sondern auf einem 
beaontfcreirv Blatte dem Hauptkataloge betgi^geben. Ueber 
beid^ Kataloge werde ieb im nächsten HeTle des Anz. Weir 
teres iiiiltb#eni ^' 

[4S7.]'Ber Mirfistcr des offen tl. ünlerricbls in Frank- 
reidi fl. Fortoni hat durch Veroi'dnung vom 18. M§rz die 
VereüiqfOng der * het - deh versehiedeiien Franz. Akademien 
favfioHiehM ^Sp««ttilbtMi<!irthl^eii dielr einzelnen Pacultlten stt 
eMer* BlUi0tii#irlie d« I^Ai»idiSmie roter der Oberleitsng des 
Rectoit >»id»ef«liii^fi. Di^ Veroiidnuirg mt in d. BibKogr. de 
Ja ffratHserPeuin. Nr. 13. p 166^ abgedrnckt worden. 

i^fUIS.}f*'I^M(^ d%n manUiefU apparlei^anl d la BibHo* 
(hi^'pfMtpte 4sMaPi9Ule, $uMe d"mn aperpu $ur lex ^6piex 
f909mic»l^' dmmoffsn dg^, par L.J. Hubaud, Paris. 1853. 8i 

' BMT» d. Rwdiii eii prose de Gyron Je Courtois, Cheva- 
lier de ia T»Ue-Ronde«. S. BbN. du Bibl. F^. p. 76. 

(§4^9*] *Mmiie de MmdpiiHer, Not^ee sur ta vie et lex 
ireküum Ue ¥remp9ix Xoerer j^nr, fondaieut du Mu$ü et de 
te MWidtH^ d0 MHklpelUer; pmr J. B. Soula$ ei D. Prhr. 
MmipMm^i ^iaUy. 16, S B. J^*. 50 !¥. 

VoltUaiiger AMiwek mm einem im Liiafe des Jahres über 
dl MM» iUire artcheiiMiidcii Wdifct. 



l«f PfMMMMlMkMi 

• {440 j* l0i hikliolMgmeM pMipi» ((h^fiiim)'4m\nmt^Tif. 
Y fit6/t«sr. de la Franke, FenilL . Nr. hK^p^lMt^^^il . 

Aus d. s«Un«a .BuAhetIcben. Abraham -du. Pra4al*S(iUm 
conmode 1692. »Eina nicbi'uniateresAaoteRaoiiiNsceBE, wel* 
ehe IID8 eineo flöcl)ligen Blick auf dietöffeDtl,>a#wobtf«U die 
d«r Banutaung der Getatirten augäogliahao PmalMbliotbekao 
TOD Paris gegen Ende des XVII. Jbrbdt. tb«n.!l|aat <i . 

[441.] *B6ek9r4h0i iur mn$ wueienHe i'galerie ä» «polaii 
Maxarin , oü $e irouve^ mainienmU U' d^urtamenl da» eateai^ 
de la Bihlioihkque impMai^» par Duehesne aine. VgL^Bi^L'^Hi 
BibL Fevr. p.76. i > 

Soll interessante Deiails^Aber die Entsaabiiiig u* Weitere 
Geschichte des Palaia Mazarim enthalten. ;:. -» 

[442 J *CAtalogue de la Bmüiih^ dm RöMÜtmi vmML 
Paraisse SaifU- Pierre , ä SakU-Chamtfud. SainUBÜtmie^ itepr. 
de Pimard. 12. l^/t B. tfi.J^ . 

[443:] Die Königl. Bibliothek in firössel hal ^tn dar^. Pa- 
riser AuctioD Raoul Roohette (s. oben Nr.2dö), wdeher'dar 
Direclor der Bibliotb. AItIh selbst b^igewahiia^ kndwsMide 
Ankäufe gemacht. Ueberhaupt erscbeiitt dt« ArAaseüir. Bi- 
bliothek seit den letzten Jahren unter den axigeaefaensleD 
Käulern in auswärtigen Auctionee. : S. ^L'Indep. l>elge 17 
Avrik . -^Ä. — 

[444.] *Calalogus Codicum Manuiertpiorum BikUoUtecae 
Bodleianae Pars^ JfL Codkei Gn^e»$ alZolüio« Ca/nemänana 
e^mpleclens- Confecil Acnmur Fw Cmt«, ^I. ü^flsfppUftltalAvca- 
rw. ' Oxonii, Parker, gr.4. 918 S. IV. n. 1 TMrj ^tü N^- 
(Vgl; Anz. J. 1853. Nr. 607.) 

Der II. Band des Catalogs erscheint erst s^ter* 

• '. f . •*«• . • ^ . 
Privatbibliothelcen» i ' 

Unter den theils bfirzlich eben- veaaieigefien^ Ibeib «nd 
vorzüglich den in der aU^rnächaten Zeit znin Vefkanl^ken- 
niendea Privatbibliotbake» verdient keine andere mil^o be- 
sonderer Auszeichnung wie die* Bearzi'ac'he lind ßcbu- 
macher'scbe genannt zu werden: diese baidtn «ntlMilleD, 
Jede in ihrer Art, so vorzugliche Schätze filr VVissemscbaft 
und liitteratur, wie keine der anderen aufattweisaii* hat. Na- 
mentlich verdient in rein wissenschaftlicher Htnsidit 4ie. an 
mathematischen, astronomischen, physikalischen uiid'<äber- 
baupt naturwissenschaitlichfen Werken so überaus reiche 
Schumaoher^sche diese Auszeichnung, wogegen die Bearzi'- 
gehe, eine wahre Fundgrube grosser litterariadtfer Reicbtiiä«- 
mer, die ganze Aufmerksamkeit der Bibliophilen >fär sich in 
Anspruch nimmt. Cesi une .Biblütthique comme w ii!aii fera 
.plus. M: de Bearti Väait plup partiMiinäitenl atiMM iä eer- 
ainei tMes de rarelü .Ukliegrapkiqmet.^ Cettalää i/iüiilßtäU 



Mir 

tm0 «o(l40lfOM^ fr^<rC0it$id«ra6^ ei prMumse d*kieimtbles, parmi 
iuq^h :^fituralU §n gKOikd noinh'eMi livre$ imprimSs a tiilan 
€i iet:fro4mil$K'di€ 'pireHes de Jenson. 11 amii^ en ouire^ntukHi 
um 4rand nombtt kidüiwß rate» de Dante ^ de Pärarque^ d$ 
Boemcey heaueoup d'ouvrages sur Vörigfine df i'tmpn^ime H 
sur la büfliafguphie^ um belle smte de livres d figures^ el »ur 
lrM$imre^des qHs {prineipalemeni en iialie)^ etc. Enfin on 
tvmmetdanä la BMiethiqw de$ raretes de limle$ sorUs: dee 
manu9erm^imper$anl9, deS' liwes imprimei $ut peau de tiSlin^ 
de» reHuree andennes et s^tanl des cabineU d^amateurs eelk^, 
hr$9, eovimefüroHer ^ eic. — Ausser diesen beiden BiblioUie« 
ken ?erdienefi noch eiaige andere Sammliuigen in Ansehung 
iluEes rticben Gfhaji«s i». einzelnen wi«&enscbat'iUcben Fä- 
cbflfsi bcModers« hervorgehoben zu werd^: so die K rafft' - 
sehe und Verny'sche wegen ihres Gehaltes an Üieolo-- 
gischAB» Büchern -^ die Key per 'sehe an kriegs wissen* 
sdiaftlicben Werken — die LeshroHSsart'sche an belle« 
trifltiftqlMii und bisiomchen Schriften — die Anaeker'sche 
an Mttsikab«» — die Hu fei an dusche an Autographeuv die 
nidit- nlJein^^um ihrer Schreiber willen, sondern laoch: zum 
Theilet wege» ihres, wis&enschaftlichen jnhalles von grossem, 
Interesse sind. 

. <[44S*] V^rxeichfiiss der von den Appellationsrath Dr* Ludw, 
Höpfner in Dresden und Geh* J^tithrath C, L, Müller in Namn-^ 
h\kif§ naehgelassenen Bibliotheken simie der va» Musikdirerim^. 
A. F, Änaeker in Freiberg nachgelassenen , besond&rs an Kir^ 
chen-, Gesang' und Ciaviermusik {in Partituren y Ciavier - AuS" 
xügen und zahlreichen Stimmen) reichhaltigen Musikaliensamm" 
lung, u>ekhe nebst anderen Sammlungen werthvoller Bücher aus 
allen Wissenschaften und einer grösseren, besonders wichtige 
und seltene Werke aus dem architektonischen Fache enthalten» 
den Kunstsammlung den W^Juni durch H, Härtung in Leipzig 
öfferklich terHeigert werden. 8. 208 S. excL Tit. 6407 Nrr. 

[446*] ^ Catalogue des livres composant la Bibliotheque de 
feu if« Jules B* * * , dont la vente se fera le 3 mai. Paris^ 
Delian. 8. ^% B. 712 iVrr. 

[44V.] Catalogue de Livres rares et precieux composant 
Ist Biidioihique de feu M* l'abbe Jean BapliUe Chevalier de Bearzi, 
protofMUxire apo^flUque et Charge d'affairet de S. M, le Roi des 
Deux^SieUes d la cour de Vietme, Dont la venie aura lieu 31 
mai. 2 Parties. Paris, Tross. 8. Ali, 222 u. 192^. 4487 
Nrr. Pr. 1 Fr. 60 c. 

Ein anderer Theii der ausgezeichneten B.'schen Biblio- 
thek Jst, wie bekannt (s. oben Nr. 217), bereits in Leipzig 
versteigert worden. Der Leiipziger Auctionskatalog ist aber 
ipaii i^m fw&^Vi tbeils mfas den InbaUt tbeil« die Be^irbei*- 



tmg des Vemicliiiimis mifcNigt, welche Metove i>e» 4mi^* 
mer eioe sehr vanaglMMi ist, niebt mVergleidi i« t ellep. 
Der Pariser hat auch einen Tiel reiehemi bibalu * Ein« Mus 
Ablheilang der B/scfaen fiibiieUiek, welebe die Böeher Yon 
mehr untergeardoeier . Bedeutung umfasst zu liabevschtitl. 
ist ifi Wien zuräckgebUeben. * » «- ^- • 

[448.] ^Catälogtu de Utures rmf9i «f prdedito, inb^-ridb^ 
fli«nl rtfItV« ; mMUserUs ntr eUtfi , froniif e tt e rfa^o» d* ß9vtrei^ 
coiUülion d*€»iampei ffirnfmues et ^tfunfifi*e9y retuiiti de^f&r- 
iraiU , aifrums , äeuins , eari€ature$ anglaues H franpüii^s , eCc.» 
p-oM/tanl dM Oibwtei 49 feu M fF» IF. JVe^, ^d4^iiS« 1» «eure 
oura ^i«t4 le l ina«. Pam, Lixtiffne, 8-- ft^jf^ #. 'M6 ÄPh»Jf •*. 

[449.] CuKUogue itune Mle CoUeeÜm^ d9^ Ltttms ^mmg^- 
ph08 e$c. Verxeichniss der ee« JuelisralK Prof. A IKl/Wiifid 
tn Jtfiia «nd ffai/e naieh§dau0nen iMBtewOnlm ^^rkpf^BeH^m" 
ler Männer wekhe nebti anderen Sanmlungen v6n Jki4ögreipk§H 
den 25. Jnni durth JET. Barinng in Lmpü§ öff^niH^hBrmeigert 
werden. S. 44 5. exel. TU. \7Bi Nrr. ^ '•' ^^ 'jw'vm' 

[450.] Die oben Nr. 226 erwibnte HifiHg'tdfe BMiotMk 
soll in Leipzig durch Härtung BorVersteigerünphi^mmeiK-***!.-*- 

[451.] Bmiotheca Keyperiana me DesifMii^^ Itbremtii 
praeeipw ariem mililarem coneementhun , quoi , dnm vfmü^ coi- 
legii vir illuslriisimus X. J. F. ITeyper , legioni exerHlUi Oanid 
praefeetus etc. Divendentur hi Wbri p^Miea auetiom Bemmae 
mkits Majis. A. u. dan. Tit.: ForiegneU^ üW0r en bHpd^ 
og vaerdifkUd Bog- og Manuseripisamling , fomemHg af mtltl«^- 
videnskabeligty historisk og geographisk Indkold, UlhSreiede af 
dMt Ot^nt L. J. F. Keyper etc. — HdunHäe, eoJätid. Löeer. 
8. 189 5. excl. TU. u. InhaUeverx. 4752 iVrr. 

Ini Anhange finden sich ober 408 Nrr. Russiseber Meker. 

[452.] Caialogvie de lu Bibliothique de feü Mr. d Q. 
Erafft, Minisire du Saint- Evangile , aneien SupMem»^ dm M> 
lege de Saint-Guillaume , dmt ia vmte mira Heu h 7. Mai d 
Siraibaarg, Impr. de t>euve Berger-'Le^auU. 8. 56 5. 1991 JVrr. 

[4di.] ^Catalogae des litree compöeaikt kL BibUoth^ue de 
M. C. L. Beaux-arte, ouwages d figuree, aniiquHdt, HMre^Ha^e, 
Msloirej gSographie, voyages, donl te venu amra liea U % 
emU. Pant, Auiny. 8. Ifi. 13» Nrr. 

[4540 Catalogue dune prMmee Caüeetim de Lwrm 
aneiene et modernes pravenant de feu M. Pf^ L^brouseatt^ «n- 
eien Bwettmr de Cvnsiruetion, Professtar SmSrüe de ViMm^ 
siü de Li4ge, etc. Donl la vente pablifoe aura iieu k 29 Jfof 
$ous la direction de F* Heussner^ librairsy ä BrweeUts. 8. 58 
S.easel Tit. 1281 Mr. 

[465.] • Äuction$haialog der Biblnthek d^s Sl&dtraikt Wm. 
Meister in Zütau. 8. (Auct. 10. Mai in Zittan.) 

(458.] *Caialogw^ de Uvres form el edi^imus (mMofia, 



. PiinlliiblioairiDeM. MS 

MMrMrc» »AilMrv, euj, prtmnmni 4t Im BMi^Mfu 4*«« 
amoliiir 4e iHr....«, 4oia ia Mtil« mira üeu i# 10 «lai. Air»|« 
IM<r« «.10«; lUaiHJb'. 

[457.] ^Catalogue des mannmenis aniiqiits ^gtfplkns, «iiy- 
rtffUtj AnMgwrf, ifVMi mmoifi«, gmuUis, eompoion^ h calHnei 
ie M. Rtumi AM/*eMf» memhre d$ l'instimtf eic.^ donl la venl« 
MraUem krM W0rU% )Pmi$, tt»ut$eL a 3^« B. 843 ^rr« 

WM#r KaMog dirfte eis eine Art Maciitrag zo den 
oktB Nr^ ft}& «rwähütettv Bäeherveraetchntsee hier mit «u er* 
wibnen sein. 

(45&]^Ca4(ile^ve de# ^tvre« compcMOiU /a BWiolA^ii« d% 
feu Mj' It Jh€lem Rfqum, Frofiesseur ä la FucuM de mddsein» 
4»> .fim$ i ^limit I«. veftfe -awrä Jit« le 10 owriL Paris , PoueMtk, 
8. 4Ät086/VfTi . 

r^.**{460?]^^*iitii;imMlMlo/o9 du Pfarrtr» Dr. Aoteninll. 8. 
(4ttci.^»4 Jimi M Wumbfirgv) 

•i , iMOJS iOoMogne dM litres H ottriet ctwpo»ani la Dt'MtV 
thique de feu M. H. Ck Sehvmacher, CemsiiUef ^^ia% de S. 
Mk'h (Kti dv ^animaißet Pwfeseeur^ Direrleur de Cobservalc^ 
d'Mtenof fir. Pt»rt. i. Säemee ma^iemaHques ^ pkysiquee et nalu^ 
rHktjn Em.tenle ^es Ä. Ä$h$r jf Co. Berhn. 8. 2 Bl. u. 147 
&, 2bM Net. Pif. 10 Ngr. 

Dar.Keialog ist mit grosser Sorgfalt gearbeitet, u. vi»- 
temdheid«! sich in dieser ilinsicht von anderen anliquar. Ka- 
talAgtft sehr iveseaftlieh* 

[461]. Nuehtrag sa Friedrich AmruBt v^n SAehsen. 

Der oben Nr 146 abgedruckte Aufsatz bedarr binsicbt- 
Mk- der dort' milgetheillen Litteratur einiger Ergfinzungen, 
flieilb Aiü König Frtedridi ugust selbst , tbeils den K4nig 
JeliMin betreffend. 

Ueber Friedriob Aogost. 

Historische Schriften. Friedrich August 11. Kdnig 
von Sattbsen. etc. Lief. &; Neiisalsa , Bo>mdrück. 18Sd. 4. S. 
•5^72 mil 1 lith. Abb. Pr. n. 3 Ngr. 

Auseerde» sdl noch erscheinen: Lebensgemälde Frie- 
drich August II., Königs von Säcbsei/; mit Hinsicht der denk- 
wftiidigten Ereignisse und wichtigsten Staats -Einriehtungan 
im K4nifreirh Sachsen während dessen Hegierungszeil. Ehie 
Erittiierungsscbrirt, 'als Bettrag Kur sächsischen Vaterlands- 
kinde, ven Karl- Julius Hofnann. Meissen , Selbstverlag des 
Herausgebers. 8. 5 bis 6 B. 

Poetische Schriften. Poeittsches Trauergemälde 
uatl Eliren * Deakmai Friedrich August 11., Königs v«n Sach- 
sen. ^-- Geb. am 1& Mai 1797; Gest. am O.August 1854.*^. 
Ein Erinnerungsgedicht von Karl Julius Hofmann, MeiMlfD« 



IM Nachtrag tu FriaMoh Aligast *Ton Sachsen. 

SdbstTerhg des Heransgtbersw (1855.) 8. 1«8«-Pr. n^f^gr. 
[Das.ProduGt eines poetisch durchaus Unbegabten.} 

Der alte Postillon , ?on Karl Klaus. S. Dresdner Journal 
1855. Nr. 114. p. 505. 

Ein paar Rosen auf den Sarg eines Königs , too Johann 
Pfeifer. S. Volks- und Schützen -Zeitung für Tirol u. Vor- 
arlberg vom 1. Septbr. 1854. Nr. 93. p. 453—54. 

Abbildungen. Abbildung des Arbeitszimmers des 
hochseeligen Königs Friedrich August nto Sachsen. (1855.) 
1 photogr. Bl. quer Fol. 

Friedrich August ii. Kömg Ton Sachsen 1831 — 1854. 
Fol. 1 BK in Holzschnitt. Sächsische . Bilderbogen. E^esdeo 
bei Meinhold ä S. (1855.) Nr. 14. [Eine recht gui gemeinte, 
aber nicht ebenso gut ausgeführte Gabe.] 

Sterbemedaille auf weiland Sr. Majesläl Friedrich Axignstll. 
Könige von Sachsen. Herausgegeben von Aug. Neuss 4n Augs- 
burg. Nebst einem gedruckten Erklärungsblatte in- B. Fr. 
der Medaille in Composit. n. lONgr., in Bronze n. 1 TMnl5 
Sgr., in Silber n. 3 Tblr. 15 Sgr. [Ein recht gelungenes ProducL] 

Ausserdem mag der Litteratur aber Friedrich August 
noch folgendes Schriftchen hinzuzufügen sein : Rudolph Wei- 
gel's Kunstlager- Katalog. Sechsundzwanzigste Ablheilutig. Leip- 
aig, R. Weigel. 1855. 8. VI, 97 S. Pr. 7 Vt Ngr« Dieitos Sebrift- 
eben ist Dna Andenken St\ Maj» des hikhsiseligen Könijfe fH^- 
drich August IL von Sachsen^ welcher diesem Muns$eataie§e 
seil dessen Entstehen, vor XXII Jahren, seine Aufmerksamkeü 
zugewendet und der Sache, der er dient, Förderung angedeihen 
Hess gewidmet. 

lieber Johann. 

Rede. Rede bei der Feier des Gebuntstages Sr, Ifoje- 
stäi des Königs Johann von Sachsen 'in der Kreuaschule am 
12. December 1854 gehalten von Julius Stilig. Abgedruckt 
im Programm des Gymnasiums zu; Dresden 1855. 8. p. 42 — 
52. L^ine wirklich klassische Rede«] 

Poetische Schrift. Zur ehrfurehtsvollen Huldigung 
am Geburtstage Seiner Majestät d»s Königs Jobami von Sach- 
sen den 12. Deceiober 1854 dargebracht von den Lehrern 
und Schulern des Vitzlhumseben Geschlechtsgymnasiums und 
der Blochmann*Bezzenbergerschen Erziebungsanstalli [Gedickt 
von Otto Roquette.] Dresden, Druck von MeinholdftS.gr. 4.3 fili. 

Abbildungen. Johann König von Sachsen. Fol. 1 
Bl. in {Holzschnitt. Sächsische Bilderbogen. Dresden bei 
Meinhold ä S. (1855.) Nr. 15. (Eine recht gutgemeinte, 
aber nicht ebenso gut ausgeführte Gabe.] 

Jobann König, von Sachsen. Hanna Hanfstaengl fecit 1855. 
Gedr. bei Fr. Hanfstaengl in Dresden. : 1 littogr. BL auf 
cbin. Pap. gr. lol. . 



30» Mi. JSechstes Hellt. 1S55« 

Nr. 462 u. folgende enthaltend. 



[462.] Vebev Falimpieste. 

Nach Mone*). 

Nachdem in neuerer Zeit das Auffinden von alten classi- 
sehen, wie christlichen Schriften in bisher ganz unbekannten 
Handschriften so gut wie aufgehört hat, auch vor der Hand 
nur noch wenig Hoffnung vorbanden ist. Derartiges fernerhin 
aus seiner Verborgenheit hervorzuziehen, wird es in der 
That als eines der verdienstlichsten Unternehmen betrachtet 
werden müssen, die Aufmerksamkeit der Gelehrten und ins- 
besondere der Bibliothekare auf das Erforschen und Entziffern 
der sogenannten Palimpseste zu wenden. Allerdings hatte 
schon das 17te und noch mehr das 18te Jahrhundert einige 
derartige zum zweiten , ja dritten Male überschriebene Hand- 
schriften kennen gelehrt, aber erst der Anfang des 19ten 
Jahrhunderts gab sehr erfreuliche Resultate in dieser Hin- 
sicht, und so manche classische Schrift, wie mehreres All- 
christliche, was bisher verloren war, ward uns wenigstens 
in umfangreicheren ßruchstücken geboten. Allein so herr- 
lich die Aussichten waren, als ein Niebuhr» Peyron, beson- 
ders Mai eine nicht unbedeutende Anzahl verlorener Schrif- 
ten aus Palimpsesten veröffentlicht hatten, auch Munter, Gö- 
schen, Blum, Bekker, Gaupp und Pertz noch Einiges hinzu- 
fügten, so ist doch schon manches Jahr seitdem vergangen, 
ohne dass man weitere verdienstliche Arbeiten auf diesem 
Felde des Forschens wahrgenommen hat, und nur ganz neuer- 
dings sind von Ferrario , Mone, Tischendorf und Perlz noch 
einige Entdeckungen gemacht worden. Und doch bieten die 
grossen und mit Handschriften am Reichlichsten versehenen 
Bibliotheken, so viel wir schon jetzt nach nur fluchtiger Ein- 
sicht in dieselben wissen, die herrlichste Gelegenheit, unsere 
Schätze des Alterthums durch Neues oder Besseres, als wir 
zur Zeit haben, zu mehren.. Auch ist das Erforschen der 
Palimpseste in noch anderer Hinsicht von nicht gering an- 
zuschlagender Bedeutung. Denn nicht blos Neues und bis- 
her als för immer verloren Gehaltenes können wir uns so 
wieder verschaffen, sondern wir erlangen dadurch auch Kennt- 
niss Ton der früheren und somit den Autographen näher 
stehenden Orthographie, Kenntniss von der gelehrten Bildung 
und dem Zustande der Wissenschaften in den Zeiten, als die 



♦) S. oben Nr, 270. 



166 lieber Palimpseste. 

alten. Handschriften überschrieben wurden, Kenotnits der 
»wlihren Ursachen des Versebwtndens so vieler Sdhriften* der 
alten Classiker, endlich auch Belehrung aber die Bibliotheken 
Yorzuglich' des 2ten bis 6Cen Jahrhunderts nach Christus. 
Daher ist es aber auch sehr zu wünschen, dasa di« Vorsteher 
der berühmteren Bibliotheken, in denen zahlreiche Handschrifleo 
vorhanden sind, und nicht ainder auch die, deren Obhut 
nur wenige übergeben sind, alle Aufmerksamkeit auf diesen 
Gegenstand wenden, und endlich einmal eine sehr genaue 
und tollständige Prüfung aller Handschriften vornehmen; wie 
denn sowohl diese Herren als auch andere Gelehrte, die sich 
um dafs Alterthum verdient machen wollen, und es auch kön- 
nen, vorzüglich zunächst ihr Augenmerk und ihre Studien 
nur erst einmal auf die St. Marcus - Bibliothek zu Venedig 
richten mögen, von der es nach Cobet und Mone feststeht, 
dass sie die wichtigsten Schätze in ihren Handschriften und 
eine sehr bedeutende Anzahl Paiimpseste enthält Nach dem 
eben Bemerkten ist es gewiss gerechtfertigt, wenn auch hier 
im Anzeiger durch gedrängte Behandlung der Frage über die 
Paiimpseste die Aufmerksamkeit der Bibliothekare diesem 
Gegenstande zugewendet wird. 

Gewöhnlich nimmt man an, dass die vielen Kriege und 
Aufstände im weströmischen Reiche, die verheerenden Züge 
der vordringenden nordischen Völker und der blinde Fanatismus 
der Araber die reichen Bücherschätze des Alterthums allmählig 
vernichtet, oder doch auf ein Minimum herabgebracht hätten; j 
ferner wird behauptet, dass man überhaupt Wissenschaft und 
Kunst damals fast gar nicht mehr betrieben und geachtet, 
und somit nach und nach die Bibliotheken verödet oder 
doch gänzlich vernachlässigt habe. Dies ist nur zum Theile 
wahr; denn wenn auch die erwähnten Umstände , besonders 
Krieg und Aufstand, wie nicht minder Hass der Christen ge- 
gen alles Heidnische und Hass der Araber gegen alles Christ- 
liche den Untergang so mancher schönen Büchersammlung 
veranlasst haben, so werden doch aus allen Jahrhunderten 
an gar manchen Orten (und von wie vielen fehlen uns sichere 
Nachrichten f) sowohl öffentliche als Privatbibliotheken ge- 
nannt, und nicht unbedeutend an Zahl sind die theils noch 
erhaltenen, theils als einst vorhanden erwähnten Kataloge der 
Kloster- und Kirchenbibliotheken aus dem 8ten und folgen- 
den Jahrhunderten, Wir wollen hier nächst Rom nur an 
Mailand, Marseille, Lyon, Bordeaux, Sevilla, Cordova, Toledo 
und Trier erinnern , dann an die Bibliotheken der Klöster 
zu Bobbio» Casino, Pomposa, Pescara, Saint-Germain, an die 
Bibliotheca Lerinensis, Becensis, Fontaoellensis, Wereniuthen- 
sis, Lindisfarnensis, Hagustalensis , Augiensis, an die Biblio- 
thek des Monasterium Fuldenae, Lauresbamepse i Weisaea* 



bui^ense, Birsaogiense, Morbacende, Sti Gallv, ll^gbacens«, 

SU Maximini, Corbiense, Salisburgense , NoDantHlanum ete. 
und schliesslich an die zahlreichen KirchenbibJiothekeii. Ah 
höobsi verderblich für die Erhaltung, wie Vermebniog der Bi- 
bliotheken ist vielmehr zu erwähnen, dass das bessere Ma- 
terial zu den SchriAen, d. h. das Pergament, stets sehr ki>st- 
spielig war, und immer seltener wurde, dass sich der Mangel 
an Bacherabschf eibern, besonders geübteren und gebildeteren, 
zu Zeiten wenigstens und in den späteren JabrhMderten im- 
mer fühlbarer machte, und dass endlich schon seit den Slte- 
sten Zeiten eine grosse Anzahl Schriften nicht auf Pergament, 
sondern auf Papyrus und zwar einer in Italien gefertigten, 
aber dem alten Aegyptischen an €Qte weit nachstehenden 
Art desselben geschrieben war, so dass sich beim Gebrauche 
allmdhlig die BlStter in Stücken auflösten, und vielfach durch 
die Zeit aliein bei totaler Vernachlässigung unbrauchbar 
wurden, ohne dass eben Wurmer und Mäuse allzuheftige An- 
griffe darauf zu machen brauchten. 

Jener Mangel an Materia! aber und ebenso sehr schon 
früher der höbe Preis desselben gaben bereits bei den alten 
Hellenen und Römern die Veranlassung, dass man ein und 
dasselbe Pergament zwei-, ja dreimal benutzte, indem man 
die frübere Schrift abwusch oder abradirte. Dieses Verfah- 
ren fand nun später, seit dem 7. Jahrhunderte besondere« 
in einem sehr grossen Umfange Anwendung, indem man die 
Schriften*, die theils nicht mehr gut erhalten (d.h. in schlech- 
tem defectem Zustande oder in sehr schlechten Abschriften 
vorbanden) waren, theils nicht mehr gelesen, theils für 
christliche Secten ah schädlich erachtet wurden, theils end- 
lich für den derzeitigen Besitzer ohne Nutzen oder weniger 
wichtig erschienen , ohne alles Bedenken abradirte oder ab- 
wusch, nm sie für andere gesuchlere oder zum eignen Ge- 
brauche iiölhigere Schriften zu Verwenden ; bei Privatperso- 
nen kam zu obigen Gründen oft noch Geldmangel oder Spar- 
samkeit und Geiz hinzu. Forschen wir also den noch vor^ 
handenen Palimpsesten eifriger nach, und prüfen wir sie 
selbst nur oberflächlich, ganz abgesehen von den dabei zu 
machenden gewiss sehr bedeutenden Funden, so werden wir 
sehr bald eine hübsche Uebersicht der zu verschiedenen 
Zeiten am meisten gelesenen und gesuchten Schriften erbal- 
ten. Wissen wir ^och schon jetzt, das», als die Bibelöber'- 
selzung des Hieronymus kirchliche Autorität erhalten hatte, 
die Exemplare früherer Bibelübersetzungen als unbrauchbar, 
ja schädlich (damit Einstimmigkeit und Einförmigkeit erreicht 
werde) vertilgt, d. h. besonders häufig überschrieben wurden 
mit dem neuen Texte od^r anderen gesuchteren Schriftwer- 
ken i disg forner i ala der Codex Justiaianeus und Tbeodo«- 

12* 



l^flß Heber Patitnpgesl^. 

ftiaiias iiq4 aodere fitere RecbUsdiriiten keioe GiltigJ^eit im 

lieb.en der Völker mehr hatten, man derartige Handscbriften 
ebenfalls eifrigst benutzte ^ um allerhand Zeitgemasses darauf 
^D iSjQbreibei^} dass iebenso die Handschriften mit Werken in 
Qpthi^cber Sprache als.tbeils ketzerisch, theils.uad vorzüg- 
lich bereits unverständlich überschrieben wurden, und dass 
endlich .einein gleichem Schicl^sale mehrere SchriXlen der. alten 
Hellenen und Römer verfielen, weil man sie eben für ver- 
derblich und unsitUich hielt. Zugleich ist aber hier auch zu 
bemerken, dass eben die Kenntniss- der in diesem pder je- 
nem Jahrhunderte vorzüglich gelesenen und gesMchten. Schrif- 
tien« die wir uns aiis Utterarisch- historischen I^achforscfaun- 
gen noch verschaffen können, ein sehr praktisches Hulfsoiillcl 
abgebeii dürfte, um lei(^bter Palimpseste zu eiUdecken. 

Für die Erforschung der Palimpseste ist aber ausser dem 
bereits Bemerkten noch Folgendes besonders zu beachten. 
Im 4tep und 5tcn Jahrhunderte gebrauchte man die sehr 
dünnen und durchsichtigen Häute der Lämmer und Böckchen zu 
(den Handschriften, deren Blätter sich daher durch Glätte und 
(Feinheit von allen anderen unterscheiden , und als Kriterium 
,bei der Beurtheilung des Alters einer Handschrift mitgelten 
.können* Scldechter ist schon das Pergament, welches im 
Tten und 8ten Jahrhunderte gebraucht wurde, indem es da- 
,mals aus jeder beliebigen Art von Ziegenfellen bereitet ward, 
wenn gleich nicht zu leugnen ist, dass es dichter und eben- 
desshalb auch fester war. Diejenigen Handschriften nun, de- 
rm bisherige Schrift entfernt werden sollte, wurden, wie 
^(^on oben angedeutet, entweder mit ßimstein und dem Ra- 
dirmesser bearbeitet oder abgewaschen. Jenes fand, in der 
J{egel nur auf der einea Seite jedes Blattes statt, während 
auf ider anderen die Buchstaben mit dem Schwämme abge- 
-wasQhi^n wurden , damit nicht durch das .Radiren s^uf. beiden 
Sei^n d^s Pergament zu dünn und unbrauchbar würde. 
War dies geschehen, so überstrich man die Seitep mit dem 
.jetzt erst in Milch getauchten SchwaQime, damit das Perga- 
ment seinen früheren Glanz . und seine ursprüngliche Rein- 
iheit erhielte , und wendete ausser der Milch oft auch noch 
Afeh) aJ); daher denn jedes Pergament, auf dem sich v<H*der 
iHand keine Spur einer .vertilgten Schrift zeigt, sofort als 
.^inklicb wieder überschrieben wird erkannt werden, wenn 
jipan Jod anwendet, weil dieses die Ueberbleibsel ^ts Amj- 
Juma recht deutlicb macht.« 

Ferner ist vor Allem auch darauf Rücksicht zu nebmen, 
wie die Alten ihre Tinte zubereiteten, und mit welchen Stof- 
fen sie dieselbe versetzten, weil man nur nach JSrforscbuog 
4lieses Umstandes die geeigneten. chemischen. Mittßl -?^r Her- 
vorrufuDg der frubi^r^R Schrift auf dem PergdfOiHt^ wird w^ 



Ueber ^limpsesteJ liffi 

wenden köDi^eii. Debet* diesen GegensUDd spret^hdn die Ver^ 
fasser des Nouveau trait6 de diplom. Totü-d, p. 548-^551,'^ 
Krause in Pacrfj's Realencyklopädie unter atrafmentum ^und * 
Mone in seinen Lateinischen Me»s«n p. 163 ägd.' Di« •'Vinte ' 
ward nlmltch entweder aus metaHisdiein öder aus Pflanzbn^ ' 
oder ans thierischen Stoffen bereitet. Seit dem 2ten Jahr- ' 
hunderte bis zum dten war eine ams Eisenvitriol (vitfiolubi 
ferri) und GaUäpfeln (nudbus galli«) gemischte Tirnie ge-^' 
brSttchlich , sipdter aber erhielt bei dieser Mischung das scftwie-* > 
feisaure Kupfer (cuprum sulphuratum, richtiger wohl sulphu^' 
ncuna) das Uebergewicht. Um nun die mit dieser Tinte ge*-- 
schriebenen und dann verlöschten Buchstaben wieder sfkhl-'' 
bar zu mächen, nahm Peyron anfangs Medicamentum galtae 
orientalis in Wasser gelöst, erlängte aber unbedeutetiden Er*- 
foig; auch wird dieses Mitte! jetzt gar nicht mehr if^on Be-> 
sonnenen angewendet, da man dadurch beide Schrilften, die^ 
frühere und die spätere, nur verwischen würde. Vielmehr 
wird allgemein das Ammonium hydrosulphuralum als cheuH-- 
sehe« Mittel jedem anderen Vorgezogen, weil es das Perga-- 
ment am wenigsten beschädigt. Dies Mittel wendeten äuüh ' 
Pertfe und Mone in Verbindung mit der sogenannlen Tinctdra» 
Giobertina zu gleichen Verhältnissen mit dem besten Erfolj^e- 
an; denn man hat dabei den Vortheil, dass die obere Schritt <. 
ihre schwarze Farbe behält, die darunter befindliche Schrift- 
dagegen, die man eben durch jene Procedur sichtbar löacht, 
eine bläuliche (caesius) oder grünliche (viridis) Farbe aniflmmt, > 
und maii auf diese Weise mit ziemlicher Leichtigkeit dilEi einest 
Schrift voff der andern unterscheiden kann; gewöhnlich hk' 
bei diesem Verfahren die neuere Schrift eiüe dunklere Farbe^' 
wie Mone in der Vorrede zu seiner Schrift über den P^altmp- • 
sest des Plinius p. IX bemerkt. « 

Am Schwierigsten sind die mit pflanzenstofflich^r Tinte ' 
geschriebenen ersten Schriften der Patimpseste zu erforschen, 
besonders gilt dies von dem Wiedersichtbarmachen 'der mit * 
Sepia bereiteten Tinte , mit der leider vorzüglich viele tir- 
spröngüch Griechisches enthältende Codices geschrieben öind. 
Bisher hat man in diesen Fällen zweierlei Verfahren mit ei-- 
nigem Erfolge angewendet, indem man theils Kohlenstaub' 
oder Asche anwendete, um die Spuren der Sepiatinte durch' 
die Hitze hervorzuziehen, theils, wenn selbst dieses Mittel ohne 
Erfblg blieb, die ursprünglich mit Sepiatinte beschriebenen 
Pergamentblätter in ein mit Oel gefülltes und luftdicht ver-^ 
schlossenes Gefäi^s brachte, und darauf dasselbe einem Hitze- 
grade von 200° R. aussetzte, wodurch die SchHftzüge üum 
Lesen deutlich g^nug wurden. Doch ist gerade hier noch; 
Vieles 2u thun, um zu einem günstigen Resultate zu gelangend 

S(Mes6licli föt Doch ^u bemerkbn, dass diö un^ jetatf* 



IT^ D.eb«r Palimpsaste. 



\ 



Docb erhaltefien alten HandscbrifUti «ild Palimpftesle tor- 
zOgUch froheren PrWatbibliolheken angefahrten, deren Codi- 
ces meist auf Pergament geschrieben waren, und ein kleineres 
und handliches Format hatten> nämlich klein Polio oder klein 
Quart, wie alle Palimpseste der alten Classiker teigen, z. B. 
die Fragmente CicerOnisisher Reden ( tou Peyron und Nie- 
bubr veröfTenÜicbt) , der Bucher Ciceros de re publica 
(?on Mai herausgegeben). Wahrend aber die Handschriften 
des 2ten und 3ten Jahrhunderts, wie die Reden Ciceros, die 
Historien Sallusts (d. b. die daraus erhaltenen Fragmente) und 
Exemplare der Bibel zeigen ».den Text auf den einzelnen Sei- 
te» in zwei ja drei Columnen (Spalten) getheilt haben, was 
eben beim Abschreiben oft zu Interpolationen und Unastel- 
lungen Veranlassung gab, gehen die Zeilen der Handschriften 
des . 4t6n und 5ten Jahrhunderts über die ganze Seite ohne 
Unterbrechung hinüber. Die einzelnen Seiten haben zwischen 
23 und 24 Zeilen, manchmal 26, in einzelnen Fällen auch 
29. Die Zahl der einzelnen Quaternionen eines Bandes 
schwankt zwischen 60 und 80, und so umfassten die einzel- 
nen Bände der Naturgeschichte des Plinius (je eine Decade) 
60 Quaternionen, die des Erklärers der Ciceronisch^n Re- 
den wohl ebensoviele, die Schrift Ciceros de re publica 78, 
jede Decade des Livius et>va 90, so dass also z.B. das ganze 
Werk des Livius aus 14 (nicht wie Manche annahmen 29) 
Bänden bestand. Es ist also wohl nicht zu viel behauptet, 
dass die Palimpseste des ^— ^5ten Jahrhunderts, die wir ken- 
nen und wohl öberliaupt haben, nur Privatbiblioiheken an- 
gehörten, da ja nur sie durch Kauf und Schenkung in die 
Hände der Geistlichen und Mönche und durch sie in die Klö- 
ster gelangen konnten, während man die den öffentlichen Bi- 
bliotheken angehörigen nur durch Entwendung hätte an sich 
bringen können } auch ergiebt sich daraus zugleich die Er- 
klärung der Erscheinung, dass wir nur einz^ne und meist 
diesielben Schriften in den Palimpsesten jener Zeit finden,* 
denn es waren eben die damals am Meisten gelesenen. — 
Die Griechischen Handschriften haben meist eine geibeilte 
Seite, obwohl auch solche mit fortlaufenden Zeilen sich fin- 
den. Auch bei ihnen ist die Quartform als die handliahere 
Torherrschend. Die Zeilen der Seiten belaufen sich auf 24 
— 30. Die einzelnen Bände umfassten aber nur eine kleiaere 
Anzahl von Lagen (Quaternionen und Terniouen, tergaacai, 
Tarffadsg und tgioaut, %^iadvd), so dass man Bände von nur 
27 Lagen findet. Das Pergament, welches jetzt in Griechi- 
schen Palimpsesten vorkommt, ist durch Glätte, Glaez und 
gelbliche Farbe kenntlich, und hält die Tinte sehr fest, üe- 
brigens hat man bei den bisher gemachten Versuchen und 
r^achforsQhungen bemerkts dasi die Grieche» beim Entfernen 



Dr. Friedrich Lorenz boffmänn io Hamburg^. IIT 

der früheren Schrift für weitere Benutzung des Pergamenta 
weit öllt«r das Abwaschen als das Abradiren anwendeten. 



[463.] Br« Friedrich IioreBsHoffmaAn In Hamliarf *)• 

Dr. Hoffoiann in Hamburg ist eine nicht nur den Bi- 
bliographen überhaupt, sondern und vorzüglich auch den Le- 
sern des. Anzeigers theils durch seine eigenen Arbeiten, 
tbeils durch seine wirklich unbegrenzte Gefälligkeit in Unter- 
stützung der Arbeiten Anderer so interessante Persönlich- 
keit, dass einige auf authentischen Mittheilungen beruhende 
Nachrichten über ihn gewiss Vielen willkommen sein werden* 

Hoffmann, der Sohn Christian Heinrich Hoffmann's, ist 
dm 24. August 1790 zu Hamburg geboren. Seinen ersten 
Unterricht , erhielt er in einer Privatschule ; später besuchte 
er von 1804 bis 1810 das Johanneum und sodann noch ein 
Jahr lang das akademische Gymnasium in seiner Taterstadt. 
Nach beendigtem Schuicursus ging er Ostern 1811 auf die 
Universität Göttingen über, wo er bis Midiaelis 1813 und 
nach einjähriger Pause von Michaelis 1814 bis ebendahin 
1815 die Rechtswissenschaft studirte: nebenbei widmete er 
sich noch mit besonderer Vorliebe dem Studium der Staats- 
wissenschaft, der Technologie, Geschichte und Statistik, so- 
wie der Kunstgeschichte. Am 14. November 1815 erlangte! 
er fn Göttingen die juristische Doctorwfirde, und kehrte im 
Februar 1816 nach Hamburg zurück, um sich dort als Ad- 
vokat immatrikuliren zu lassen. Nachdem er als solcher ei- 
nige Jahre prakticirt hatte, ward er von März 1822 bis März 
1848 zum Censor der Hamburger periodischen Presse (mit 
Ausnahme der Zeitungen , deren Censur ihm jedoch nach dem 
grossen Brande der Stadt ebenfalls anvertraut wurde) und 
aller nicht über 20 Bogen betragender Druckschriften bestellt. 
Mittlerweile hatte auch Hoffmann, dessen Augenmerk auf 
litterarhistorische und bibliographische Studien gelenkt wor- 
den war, 1823 das Bibliothekariat der Gesellschaft „Harmo- 
sie'* übernommen. Dieses Amt verwaltet er noch jetzt, und 
ist ausserdem seit 1852 in der Stadtbibliotbek mit Anferti- 
gung von Realkatalogen beschäftigt. HofTmann selbst besitzt 
eine seit 1820 angelegte und jetzt bis etwa 5000 Bände an- 
gewachsene Bibliothek, deren Benutzung den Hamburger Ge- 
lehrten gern gestattet wird: dieselbe enthält eine reiche Aus- 
wahl von in- und vorzüglich auch ausländischen Werken zur 
Bibliographie und Litterargeschichte » sowie zur Diplomatik. 



*)S.obeaNr.S06. 



172 pr, Friedrich Lor^z Hoffmanii in Hambuig« 

Die von floffmano dorch den Dnick veröffeDtlichten Arbeiten sind 
folgende : . 
Rede an DenUchlands freie Mftnner ober die Erbaltong deuUcber Freiheit. 

Hambarg. 1814. 8. 16 S. (Nicht im Bachbandel). 
Die. Tier Feldzäge des Germanicus in Deatscbland. Aas den Quellen er- 

zfthlt, mit geographischen nnd andern Eiiftoterangen. Göttingen. 1815. 

4. Vm, 35 S. 

Die Grenzen des Gymnasialan terricbts in der Geschichte nnd Litterärge- 
schichte. Mit Berücksichtigang des Verhftltnisses der akademischen Gym- 
nasien za der Gelehrten -Schale und der Universität. Ein Versuch. 
Hamburg, gedr. bei Scbniebes. 1817. gr. 8. XXX, 57 S. (Gelegenheits- 
schritt in Veranlassung von lloffmann^s Bewerbung om die Professor der 
Geschichte am Hamburger akademischen - Gymnasium. Nicht im Bnch< 
haodel.) 

Historische Miscellen zur angenehmen nnd lehrreichen Unterhaltung» ent- 
haltend Bruchstücke aus älteren geschichtlichen Werken, Nachrichten 
von berähmien Männern, Anekdoten u. dgl. Gesammelt nnd beraos- 
gegeben etc. Hambnr« , im Verlage des Verfassers. 1819. 4. 3S4 ge- 
Spalt. S. (Eine Zeitschrift.) 

Oönther von Schwarzburg, erwählter Römischer König. Dargestellt etc. 
A. u. d. T. : Taschenbuch der Geschichte und Topographie Thüringens 
gewidmet, herausgegeben von Ludwig Friedrich Hesse. Bd. 2. RudoU 
Stadt, Hof-, Buch- nnd Kunsthandlung. 1819. 12. XIV, 270 nnd XXX 

5. ezcl. Verbess. Mit 3 KK. (Im Anhang: Bemerkungen über König 
GüntherS) Grabmal etc., mitgetheilt von L. F. Hesse.) 

Verzeichniss grössten Theils gedruckter Urkunden zur Geschichte des Kur- 
fürsten Albrecht Achilles von Brandenburg. Im März 1823. Hamburg, 
f edr. b* d. Hermannschen Erben. 4. 8 S, (Gehört zu einer Lebens- 
geschichte des Kurfürsten, welche Hoffmann zu bearbeiten beabsichtigt 
hatte. Nicht im Buchhandel.) 

Katalog der Bibliothek der Harmonie zu Hamburg nebst zwei Fortsetzun- 
gen 1837—41, s. Anz. J. 1842. Nr. 210. 

Katalog der Commerz-Bibliothek in Hamburg 1841, s. Anz. J. 1842. Nr. 209. 

Katalog der Bibliothek der juristischen Lesegesellschaft zu Hamburg 1842, 
8. Anz. J. 1842. Nr. 245. 

Katalog der Bibliothek der Harmonie zu Hamburg nebst vier Fortsetzun- 
gen 1845-54, s. Anz. J. 1846. Nr. 662; J. 1847. Nr. 579; J. 1848— 
49. Nr. 789; J. 1852. Nr. 1248; J. 1854. Nr. 216. 

Notice sur un catalogue de vente de Jivres de Tan 1666, zuerst im Sera- 
penm 1848 und daraus vermehrt franz. im Bullet, du Biblioph. Beige 
Tom. V. 1848 abgedruckt, s. Anz. J. 1848—49. Nr« 87. 

Ueber ein Inventarinm der Bibliothek Ulrich Fugger's vom J. 1571, im Se- 
rapeum 1848 abgedruckt, s. Anz. J. 1848—49. Nr. 90. 

Notiz über eine Sammlung autographischer Briefe an Joachim Westphal 
von 15^4 bis 1573, ebendaselbst abgedruckt, s. Anz. J. 1848— 49. Nr.85. 

Die Commerz-Bibliothek in Hamburg, im Serapeura 1849 und daraus auch 
besonders abgedruckt, s. Anz. J. 1848 — 49. Nr. 84. 

Indulgenz- Bullen und Briefe, ebendaselbst abgedruckt, s. Anz. J. 1848 — 49. 
Nr. 85. 

Des Index prohibitifs et expurgatoires , im v. Reiffenberg^scben Annnaire 
de la Bibliotböqne royale de fielgique 1849 abgedruckt, s. Anz. J. 1848 
—49 ; Nr. 214. 

Quelques editioos de G^rard Leen et de Martin d'Alost, im Bulletin du 
Biblioph. Beige Tom. VI. 1849 abgedruckt, s. Anz. J. 1848— 49. Nr. 602. 

Prix d^anciennes ^ditions de poetes Fran^ais du XVle siöcle, ebendaselbst 
abgedruckt, s. Anz. J. 1848— 49. Nr. 604. 

Notfce d*un Commentaire manuscrft sur les planches de Touvrage d'Rnbert 
Goltzins (Extrait du Journal de Hambourg), ebendaselbst abgedruckt, s. 
Anz. J. 1848-49. Nr. 802. 



Dr« Fria^ridi Loreaz Hoflbiam ia Hamburg. ,V1i 

Notice d*OD Jonrnal Frangais de ßrusswick , ebendaselbst abgedruckt^ a^ 
Anz.J. 1848-49. Nr. 807. 

Deux autanrs de Bruxelles ä llamboorg, vers la fio do XVIe si^cle, eben- 
daseibst p. 406—9 abgedrackt. 

Udb Impression de Jean de Westpbalie, ebendaselbst abgedrackt, s. Aoz. 
i. 1848—49, Nr. 85. 

Description d'nne prodaclion de la presse de Jean de Westpbalie, eben- 
daselbst abgedrackt, s.Anz.J. 1848— 49. Nr. 85. 

La presse Espagnole en Belgiqiie, ebenfalls im Bnll. da Bibliopb. Belge^ 
Tom. VI. 1849 n. Tom. VII. 1850 abgedruckt, s. Anz. J. 1848—49. 
Nr. 621. u. J. 1850. Nr.277. 

Ein Katalog Ludwig Elzevier^s (II.) in der hambarger Stadtbibliotbek, im 
Serapeum 1849 u. 1854 abgedruckt, s. Anz. J. 1848—49. Nr. 87 n; 
J. 1854. Nr. 505. 

Ein Verzcicbniss von Handscbriflen der ehemaligen heidelberger Biblio- 
thek, im Serapenm 1850 und daraus auch besonders abgedruckt, s. 
Anz. J. 1850. Nr. 1010. 

Der Buchhändler Pierre Cbateauneuf in Hamburg, im Organ d. Deutsch. 
Buchhandels 1850 abgedruckt, s. Anz. J. 1850. Nr. 637. 

Liste des ouvrages publies en Allemagoe, ä l^occassion de la f^te cente- 
naire de la naissance de Goethe, im Bull, du Bibliopb. Beige Tom. VII. 
1850 abgedruckt, s. Anz. J. 1850. Nr. 504. « 

Deux lettres in^dites de Jean Cbapelain, ebendaselbst abgedruckt, s. Anz. 
J. 1850. 739. 

Hambnrgiscbe Bath- und Burgerschlüsse vom J. 1841. Herausgegeben etc. 
Hamburg, gedr. bei Meissner. 1851. 4. VI, 127 S. 

Resolotionts Civinm auf die Anträge K. E. Haths an Erbgesessene Bürger- 
schaft von den Jahren 1842 bis 1850. Replica Senatus ctc, nebst jähr- 
lichen Uebersicblen der Anträge. Herausgegeben etc. Hamburg, gedr. 
bei Meissner. 1851. gr.4. 33 B. 

Register über die Hamburgischen Bath- und Burgerschlösse von den Jah- 
ren 1841 bis 1850. Bearbeitet etc. Hamburg, gedr. bei Meissner, 
1851. 4. 23 S. 

Zur Biographie Hambur^ischer Buchhändler, im Börsenblatt f. d. Deutsch, 
ßnchband. 1851 abgedruckt, s. Anz. J. 1851. Nr. 238. 

La bibliolhique royale de Stockholm Sc la bibliotbeqne de Tuniversitä 
d'Upsal, nach Clausade, im RuU. du fiibl. Beige Tom. VIII. 1851 abge- 
druckt, 8. Anz. J. 1851. Nr. 786 ft 1034. 

Tableau statistique des livres, sortis des presses beiges et bollandaises^ 
portäs sur les catatogues de foire (Mess-Kalaloge) de TAilemagne (1564 
—1600), ebendaselbst abgedruckt, s.Anz. J. 1851. Nr. 1034. 

ün manuscrit de Jacques de Hemricourt, ebendaselbst abgedruckt, s.Anz. 
J.1851. Nr. 1425. 

Verzeichniss von Schriften, welche die Geschichte« der Buchdruckerkunst 
in der Schweiz zum Gegenstande haben, im Anzeiger 1852 und daraus 
auch besonders abgedruckt, sowie 1854 nen wieder ausgegeben, s.Aoz. 
J.1862. Nr. 724 u. J. 1854. Nr. 759. 

Essai d^une liste des ouvrages concernant Tbistoire de rimprimerie ea 
Italic, im Bullet, du Bibl. Beige Tom. IX. 1852 u. daraus auch besonders 
abgedruckt, s.Anz. J. 1852. Nr. 1050. 

Hamburgiscbe Bibliophilen, Bibliographen nnd Litteraturhisloriker, im Se- 
rapeum 1852 u. 1853 und daraus theilweise (Johann Melchior Goeze, 
der Bibelsammler nnd Bibliograph. Sein Sohn Gotflieb Friedrich Goeze, 
der Schenker der väterlichen Bibelsammlnng an die hamburgiscbe Stadt- 
biblipthck, sowie Martin Fogei u. seine seit lb78 in der König!, öffenll. 
Bibliothek zu Hannover befindliche Büchersammlung) auch besonders ab- 
gedruckt, s.Anz. J. 1852. Nr. 721. 1306; J.18d3. Nr: 236, 1097. Uli:' 
J. 1854. Nr, 56 y h 1855. Nr. 501. 



l74 Dr. Pfiedrich Lorenz Hoffmann in Hamburg. 

Baron de Stassart, nach franz. Quelle, in den fTambnrg. Liier, a. Krit. 

Blättern 1853 abgedruckt, s. Anz. J. 1853. Nr.571 u. 818. 
In)prflssions dooeisiennes poriges siir les catalognes de foire de l'AMemagDe 

anx XVIe et XVIle siöclts,^ im Biili. da Bibi. Beige fl. 86rie. Tom.I. 

1853 ab^edrockt, s.Anz.J. 1853. Nr. 798. 
Uebersicht der Bibliotheken von Stafford«bire, im Anzeiger 1853. Nr. 1095 

abgedrackc. 
Verzeichniss Spanischer Bibliotheken and Bibliothekare, ebendaselbst Nr. 

1096 abgedruckt. 
tüT Bibliographie der Tncnnabeln- Kunde, im Serapeam 1854 abgedruckt« 

s.Anz. J. 1854. Nr. 174. 
Millheilungen über die Ilandschriften-Kataloge Öftenllicber Bibliotheken, too 

welchen sich Abschriften in der hamburgischen Stadtbibliothek befinden, 

iiü Serapenm 1854 il. daraus auch besonders abgedruckt, s. Anz. J. 1855. 

Nr. 202. 
Friedrich August, König von Sachsen, als Freund der Naturwissenscbarieo, 

nach dem Anzeiger in den Hamb. Liter, u. Krit. Blättern 1854 abge- 
druckt, s.Anz.J,1854. Nr.835. 
Graf Rostoptchine, nach dem Franz. von Polloratzky ebendaselbst abge- 
druckt, s. Anz. J. 1854. Nr. 1113. 
Die Bibliothek des Escorial, nach Gachard im Anzeiger J. 1854. Nr. 272 

abgedruckL 
Verzeichniss Kopenhagener Bibliotheken und Bibliothekare, ebendaselbst 

Nr. 273 abgedruckt. 
Erinnerung an Yriarte, ebendaselbst Nr. 274 abgedruckt. 
Die Bibliotheken der Insel Sardinien, nach Neigebaur ebendaselbst Nr, 382 

abgedruckt. 
La Presse p^riodique frauQaise ä Hambourg 1685 — 1848, im Bull, dn Bibi. 

Beige II. Sörie. Tom.I. 1854 und daraus auch besonders abgedrackt, s. 

Anz. unten Nr. 474. 

Ausser den im Vorstehenden angerührten Schriften fin- 
den sich von Hoffmann nicht nur zahlreiche kleinere Mit- 
theilungen, Nolizen, Recensionen und Anzeigen in folgenden 
zum Theile schon genannten Zeitschriften : dem Anzeiger, dem 
Bulletin du Bibliophile Beige, dem Serapeum, den Hamburger 
Literarischen und Kritischen Blättern, dem Organe des deut- 
schen Buchhandels, der Staats- und Gelehrten -Zeitung des 
Hamburgischen unpartheiischen Correspondenten , den wö- 
chentlichen gemeinen, jetzt Hamburger Nachrichten, dem Gu- 
bitz^schen Gesellschafter und der Seebode'scbeo kritischen Bi- 
bliothek für das Schul- und Unterrichtswesen — sondern man 
trifft auch noch au! eine Menge andere und grössere Arbei- 
ten. Dahin gehören die von Hofi'mann 1839 bis 1848 zum 
Gebrauche der Behörden anonym verfertigten Verzeichnisse 
der Hamburger Buchdr|]ckeretc., sowie der in Hamburg und 
auf dem Hamburger Gebiete erscheinenden periodischen 
Schriften, ferner das seit einer Reihe von Jahren für das 
Hamburgische Adressbuch redigirte alphabetische Verzeichniss 
der wichtigsten Hamburger öffentlichen Anstalten, wofalthäti- 
gen Stiftungen und Vereine, wissenschaftlichen Institute und 
Sammlungen , sehenswerthen Gebäude u, s. w. zunächst für 
Fremde , sodann eine nicht unbedeutende Anzahl von Auc- 
tionskatalogen kleinerer und grösserer PriyaftbiMiotheken, 



Die TAkiQ0iir'UoivMitftsbibIioUMBk add ihr Kattlog; 179 

z, B. 'des Bui*genäei8ters Anißinck, Galmberg's, Dr. toedT. 
Heise's, Gurlitt's, des Grafen Adam Moltke, Dr. med. Mol- 
deobaver's (welchen letzteren Hoffmann gemeiBschafllich mit 
ItöUing u, Moldenhaver in Kopenhagen bearbeitet hat), end* 
lieh »och die von HoiTmann seit 1836 gesammelten Materia-* 
lien zu einem Lexikon der lebenden Hamburger Schriftsteller, 
welche, jetzt im Besitze des Vereins für Hamburgiscbe Ge* 
schichte, in dem von diesem durch Dr. H. Schröder heraus- 
gegebenen Lexikon der Hamburgischen Schriftsteller bis zur 
Gegenwart mit Verwendung finden. 

Zuletzt ist nicht unerwähnt zu lassen, dass Hoffmaan 
noch die Herausgabe folgender Sdiriften in Aussicht ge- 
stellt hat: 
Wegweiser für UdmbiiFgs öffeniliche und Priratbibliolbeken, s* Adz. J. 

1847. Nr. 71. 
Bibliographie aller Schriften über die Bnchdrnckerkunsl uod verwandte 
Wissenscbaften in geschichtlicher und technischer Hinsicht, s. km. J. 
1847. »r.SOa. 
Die lateinische Schrift von Job. Rbode über die Giurichtang und die Ka- 
taloge der Bibliothek des Gymnasium Patavinum 1631, s. Anz. J. 1855. 
Nr, 135. 



[464.] Die Tübinger fJniversitätsliibUotbek 
and ihr Hatalos*). 

Bekanntlich ist es eine Streitfi^age , ob es zweckniSssig 
sei, die Kataloge der gedruckten Bacher grösserer Bibliothe^ 
ken durdi den Druck zu veröffentlichen. Die Einen, dre 
zumeist das Interesse des die Bibliotheken benutzenden Pu- 
blikums im Auge haben, sagen Ja, Andere Nein: diese An- 
deren behaupten nämlich, dass die auf den Druck solcher 
Kataloge zu verwendenden nicht unerheblichen und mithin ^ 
den fiibliotheksfond bedeutend schmälernden Getdkosten nicht ' 
im Verhältnisse stehen zu dem Nutzen, welchen die Kata- 
loge, die «bnebin leicht verallen, und daher theils bald 
durch Supplemente ergänzt, theils endlich durch ganz neue 
Kataloge ersetzt werden müssen» dem Publikum gewähren 
können« Wenn man nun auch den Letzteren zum Theile 
beistimmen darf, ohne dabei die Bequemlichkeit der Biblio- 
thekare in Anschlag zu bringen, für die es allerdings er- 
spriessitcfaer ist, dass die Kataloge nicht gedruckt werden, 
weil ihnen dadurch eine nicht geringe Mühwaltung erspart 
wird, und ihre Katalogarbeiten dem öffentlichen Urthelle ent- 
zogen bteibeir, so kann man doch andererseits den Ersteren, 
falls skh Mittel zum Drucke der Kataloge ohne wesentliche 
Scfamiiernng des Bibholheksfonds beschaffen lassen, und der 

•)S. oben Nr. 438, 



I7Q Die Tttii^r UaivenUauMbliotfaek and ibr Kilalog. 

durch diese. Mittel gebotenen OekoDOinie b«l der gancen An- 
lage der Kataloge gehörige Rechnung getragen wird, nur ent- 
schieden beipflichten. Man darf daher auch das Unternebnen 
der Tübinger Unirersitatsfoibliothek, welche, neben den auch an 
anderen UniversitätsbibKotheken gewöhnlieben jähriichen Zu* 
wachsTerzeiehnissen oder Accessionskatalogen , einen Katalog 
des gesammten philosophischen Faches als Probe und Anfang 
eines alle Fächer umfassenden Hauptkataloges veröflentHcht 
bat, gern als ein sehr zweckmässiges begrössen, und um so 
lieber der allgemeinen Beachtung empfehien, al^ die Heraus- 
geber des Kataloges sichtiich und mit £rfoJg bemuht gewe- 
sen sind, die iüinen vorgesteckte Aufgabe im Einklänge mit 
den Interessen des Publikums und den zum Drucke vorhan- 
denen Mitteln mit Sachkenntniss zu lösen; denn verlangt das 
Publikum einerseits bei der Benutzung eines solchen Katalo- 
ges , dass derselbe nicht blos in seinen Angaben genau, son- 
dern und vorzüglich auch übersichtlich sei, und dass man 
sich darin mit Leichtigkeit zurecht finden könne, so forder- 
ten andererseits die zum Drucke vorhandenen Mittel die mög- 
lichste Kürze der Angaben und die thunlichste Raumerspar- 
niss. Desshalb hat man auch bei der Herausgabe drei 
Hauptgesichtspunkte festzuhalten gehabt, nämlich erstens voll- 
kommene Genauigkeit, zweitens klare [Jebersichtlichkeit und 
Leichtigkeit, das Gesuchte zu finden, und drittens möglichste 
Vermeidung überflüssigen Aufwandes. Es liegt auf der 'Hand, 
dass man , damit diesen drei Bedingungen gleichmässig Ge- 
nüge geschähe, nicht ohne Weiteres den vorhandenen band- 
schriftlichen Katalog, der zwar auch genau und übersichtlich 
sein soll, sonst aber einen mehr oder minder grosse Auf- 
wand binsichtliph der Titelkopien und der etwa dazu gehö- 
rigen Bemerkungen nicht ?u scheuen braucht, abdrucken las- 
sen durfte, sondern dass vielmehr dem fiiblicithekskiaitltloge 
eine ganz neue und für den Zweck des Druckes geeignetere 
Redaction gegeben werden mosste; es war dies auch um so 
nothwendiger, als der blose Abdruck des Bibliothekskatak>ges, 
welcher Fach- und Standkatalog zugleich ist, und die Bächer 
in einer nach den Formaten geschiedenen, innerhalb der For- 
mate aber zufälligen und bei den neuen Erwerbungen meist 
durch die Zeit der Anschafl*ung bedingten Reihenfolge ver- 
zeichnet enthält, wohl kaum der Bedingung der Ueberskbt- 
lichkeit entsprochen hätte. Ir Folge dieser neuen Redaction 
ist der gesammte philosophische Büchervorrath, mit Einscbluss 
des pädagogischen und mit alleiniger Ausnahme dek* noch 
nicht vollständig katalogisirten Dissertationen, akademischen 
und Schulprogramme, sowie einiger weniger ganz werlhloser 
Bagatellen, in folgende acht Abtheilungen: a. Philosophische 
Systeme, Geschichte der Philosophie, vermischte philoäophi- 



Die TQbi)|g#i;;UamrfUälsMbiiod2ek wai ibr KaUlog. 177 

sehe ScJ^riftea; b* Mgik uRd Di9)ec(ik; e. Metiphysik und 
Religionsphilosophie ; d.Aesthetik; e. Psychologie und Anthro- 
pologie; f. Moral und praktische Philosophie überhaupt; 
g. Rechtsphilosophie; h. Pädagogik» und letztere wieder in 
sechs Unterabtheilungeo geschieden worden. Sodann haben 
die Bücher innerhalb dieser Abtheilungen, ohne Rücksicht 
auf die verschiedenen Formate, eine alphabetische Reihen- 
folge erhalten, und zwar entweder nach dem Namen der 
Verfasser oder bei anonymen Schriften nach dem ersten Sub- 
stantiv des Titels (Stichwort). Endlich bat man drittens den 
einzelnen Titeln eine so compendiose Fasjsung gegeben, dass 
es möglich gewesen ist, nicht nur die meisten in eine ein- 
zige Zeile im Drucke zusammenzudrängen, sondern auch aut 
einer einzigen Druckseite gegen 50 solcher Titel zusammen- 
zustellen. Man hat dadurch für die Uebersichtlichkeit den 
Vortheil erlangt, auf je zwei aufgesciüagenen Seiten gegen 100 
Werke mit einem Male übersehen zu können. In ähnlicher 
Weise ist auch das neue Zuwachsverzeichniss der gesammten 
Bibliothek vom J. 1853/54 eingerichtet, und dabei zugleich 
die Veranstaltung getroffen worden, alle zum philosophischen 
Fache gehörige neue Acquisitionen auf einem besonderen 
Blatte, welches dem vorerwähnten philosophischen Ilaupt- 
kataloge als Nachtrag bequem beigelegt werden kann, zu- 
sammenfassen zu lassen, wie man denn auch die Absiebt hat, 
das nämliche Verfahren bei jedem neuen Zuwachsverzeich- 
nisse zu beobachten, und es, sobald der Ilauptkatalog eines 
anderen neuen Faches im Drucke erschienen ist, auch auf 
alle diesem Fache angehurige neue Erwerbungen auszudehnen, 
so dass endlich, wenn über die gesammten Fächer der gan- 
zen Bibliothek gedruckte Hauplkataloge vorhanden wären, die 
Zuwachsverzeichnisse nur aus einzelnen Blättern besteben, 
und diese Blätter den betreffenden Ilaupikatalogen als Nach- 
träge, beizuheften sein würden. Es würde dadurch eine Un- 
bequemlichkeit, welche bei gedruckten Katalogen anwachsen- 
der Bibliotheken niemals — es wäre denn durch einen neuen 
Abdruck — zu vermeiden ist, möglichst verringert werden, 
die (Thbequemlichkeit nämlich, dass man ausser dem Haupt- 
kataloge, der immer nur bis zu einem gewissen Zeitpunkte 
reicht, um so mehr Verzeichnisse späterer Erwerbungen 
nachschlagen muss, je längere Frist seit dem Erscheinendes 
Hauptkataloges verflossen ist^ 

Möge sich das gelehrte Publikum dieses neue Tübinger 
Unternehmen, welches, wenn auch im Einzelnen gewiss seine 
Mangel, doch im Allgemeinen unbestreitbar vieles Vorzügliche 
bat, zur besonderen Beachtung und vorzüglich die Vorstände 
von Bibliotheken zur näheren Prüfung und Nachacbtung ai^-« 
gelegentlichst empfohlen sein lassen! 



178 Die Ifftrinefcibliothek in Sebastopdl. 

[465] Bte MarfmeMUliothelt im «etestopol«). 

Wiewohl die Krimexpedition, die mit Deutschen Inter- 
essen sehr wenig zu tliun bat, auch den Interessen eines 
Deutschen Blattes wie des Anzeigers eigentlich sehr fremd 
bleibt , so bat sie doch gelegentlich zu Einigem Veranlassung 
gegeben, was die im Anzeiger vertretenen Gegenstände nä- 
her angebt. Denn wie sie, wennschon nur mittelbar, den 
Brand der schönen Bibliothek in der grossen Geniescbule zu 
Constantinopel veranlasst, so hat sie unmittelbar vernichtend 
auf die Marinebibliolhek in Sebastopol eingewirkt. Die Bom- 
ben der Belagerer von Sebastopol, welche die Bibiiotheks- 
besucher auf die Bastionen gerufen, und die Bibliotheksräume 
somit ohnebin schon verödet, haben auch das Dach des Bi- 
bliotheksgebäudes und die Decke des Hauptsaales eingeschla- 
gen, und einen Brand verursacht, der nur mit Muhe zu lö- 
schen gewesen, und für den Inhalt des Saales nicht ohne 
grossen Schaden geblieben ist. Der Kaiser hat zur Ausbes- 
serung des ganzen Schadens ein Geschenk von 25,000 Sil- 
berrubeln bestimmt. 

Die Bibliothek, die im J. 1821 von dem Admiral Greigb, 
dem Oberbefehlshaber der Schwarzen -Meerflofte, begründet 
worden ist, erhielt zuerst in einem Krongebäude ihr Unter- 
kommen und in freiwillig aufgebrachten Beiträgen die Mittel 
zur Anschaffung von Büchern und Zeitungen. Greigh's Nach- 
folger, der Viceadmiral Lasareff, fand jedoch das Krongebäude 
zu diesem Zwecke nicht ausreichend, und veranlasste dessbalb 
die sämmtlichen Offiziere der Garnison, das zur Errichtung 
eines eigenen Gebäudes erforderliche Capital, wozu auch von 
Seilen des Kaisers Prisengelder angewiesen wurden, durch 
Gehaltsabzüge herbeizuschaffen. Dieses neue Gebäude, wel- ' 
ches einen Aufwand von 250,000 Silberrubeln erforderte, I 
wurde im J. 1844 eröffnet. Leider zerstörte aber schon nach i 
laum acht Monaten ein Brand, dessen Entstehungsursache nie | 
ermittelt worden ist, das Gebäude mit 600 Büchern^ sämmt- i 
liehen Meubeln und dem übrigen Inhalte. Bald darauf kam , 
der Kaiser nach Sebastopol, und schenkte eine Summe zur 
Errichtung eines neuen Gebäudes, welches auch unverzüglich 
im J. 1845 in Angriff genommen , und im J. 1890 vollendet 
^urde. Dieses mit grosser Pracht id der Gestalt eines Kreu- 
zes aufgeführte Gebäude ist mit seiner Hauptfacade und sei- 
nem Galaeingange, zu dem eine marmorne Treppe führt, ge- 
gen Westen nach dem Meere hin gerichtet. Zu beiden Seiten 
der Treppe sind auf hohen Piedestalen zwei marmorne Sphinxe 
aufgestellt, und der von Säulen getragene Portikus mit sechs 
Marmorstatuen der Minerva, Nemesis, Urania, Mathematik, 



*) S. nnlen Nr. bl% 



Die MarinebiUiathek in Sebastopol. fl79 

Klio tmd Kalliope geschmückt. Von den zur Darstellimg der 
Geschichte der Schififiahrt beslimoiten Basreliefs, womit man 
die beiden Flügel des Gebäudes zu verzieren den Plan hat, 
ist das eine mit 24 Figuren, obgleich noch nicht, vollendet, 
doch schon an seiner Stelle, und stellt die Personen dar, 
welche sich seit Peter dem Grossen um die Russische Flotte 
verdient gemacht haben. Unter den Basreliefs sollen die Slar 
tuen des Archimedes und Xenophon in Nischen eine Auf- 
stellung erhalten. Der Haupteingang führt in einen zwei- 
stöckigen Saal, an dessen Wänden sich*zwei Wendeltreppen 
befinden, deren eine zu einer Ireien Terrasse auf dem Daeh^ 
des Hauses und die andere zu einer Gallerie führt. Ausser 
den Bücherschränken befand sich vor dem letzten Brande im 
Hauptsa^ie das leider jetzt mit zerstörte Modell des J20 Ka- 
nonen s.Urken Linienschiffes „Die Zwölf Apostel'' im Maass- 
stabe von ViJ der wirklichen Grösse. Von den rechts und 
links vom Saale gelegenen zwei Seitenzimmern ist das eine, 
mit dem Portrait des Generaladmirals und der Büsle Lasar 
reffs geziert, für die Zeitungen bestimmt, und enthält ausser 
diesen nur noch die Karten, Atlanten und zwei Globen. Im 
dem anderen mit einem Äjwasewski*schen Gemälde aus der 
Schlacht bei Navarin geschmückten Seitenzimmer finden sich 
das instruclive Modell eines Dreideckers, die Risse von vier 
Russischen Schiffen, welche die Veränderung im Schiffsbau 
von der Gründung der Flotte bis auf die neueste Zeit dar- 
stellen, ferner Holländischer und Englischer Schiffe vom JL 
1637 bis jetzt und des Spanischer* Vierdeckers „Sanctissima 
Trinidad", ausserdem auch eine Mineralien- und Münzsamm* 
lung, sowie Proben von Hölzern und Kohlen und Modelle 
von Geschützen mit Drehscheiben, welche der Admiral La* 
sareff bei der Russischen Flotte eingeführt hat. 

Was die Zahl der Rücher anlangt, so belief sich die- 
selbe vor dem letzten Brande auf 8300 Werke in 15,334 
Bänden. Zu Anschaffungen und für das Gebäude sind iähp- 
lieh 5000 Rubel bestimmt. ' 



[466.] Serapeumhrsg, von Naumann. Fortsetzung von Nr* 370 
Enthält: 
Hauptbl. Nr. 9. p. 129-40 u. Nr. 10. p. 145—54. Sehlus» 
der Beschreibung u. Untersuchung der in der Dresdner 
Königl. Bibliothek befindlichen Ausgabe: Die Selva de Aven- 
turas von Contreras; von J. K. Seidemann. 
iNr.9, p.l4l_44. Eupolemius von Archivar Herschel in 
A^readen, — Proben aus des Eupolemius versificirter Dur-i 



160 Allgemeines.- 

- Stellung der sogenannten Heilsordnung, nach einem früher 
dem Merseburg. Domstift, jetzt d. Königl. Bibliothek in 
Dresden gehörigen Perg. Codex. (Schluss folgt.) 
PIr. 10. p. 154 — 56. Schluss der Anzeige Dr. F. L. Hoffmann's 
von : Les Bibliophiles Flamands etc. par Ph. Kenryn de 
Volkaersbeke. 
Nr. 10. p. 156— 60. Die Chronik des Weissenfelser Klaren- 
klosters, von Archivar Herschel. — Betr. die im Besitze 
der Dresdner Königl. Bibliothek befindliche Handschrift, die 
man vielleicht al^ Original anzusehen hat. 
Intelligenzbl. Nr. 9. p. 65 — 68. Schluss von : Rapport g^neral 
sur la Situation de la Biblioth^que Royale de Bruxeiles etc. 
par Alvin. 
Nr. 10. p. 73—78. Die Königliche Bibliothek in Berlin in 
den Jahren 1851, 1852, 1853. Abdruck des im Anz. J. 
1854. Nr. 722 genannten Pertz'schea Berichtes. (Port> 
setzuQg folgt.) 
Nr. 9. p. 68—72 u. Nr. 10. p. 78—80. Bibliogr. Anzeigen. 

[4-67«] BulleUn du Bibliophile Beige, puhlie par F. Heuss- 
mer, sow la direclion de M. Äug. Scheler^ hibliolhScaire du Roi. 
Colläboraleurs principauxi M.M.Jules Borgnet d Namurj CK 
de Brou^ G, Brunei ^ prhident de VAcademie de Bordeaux ^ ü. 
Capitaine ä Liege, R. Chalon, Arthur Dinaux ä Valenciennes, 
E, Gachety JET. Heibig d Liege, le comte Ä. d'BMcouri ä Ärrasy 
Javier Beuschling, F. L. Hoffmann ä Hambourg, Th. de Jonghe, 
Ph, Kervyn de Volkaersbeke ä Gand, E, Nhe d Louvain^ AI, 
Pineharl, Ch. Pia(, M. L. Polain ä Lüge, S. Poltoratzky d Mo$- 
couj A. de Reume, capitaine d*artillerie, Ch, Ruelens, A. G. B. 
Sehayes, membre de VAcademie royale de Bdgique, C, P. Serrure 
d Gand, Van der Meer seh ^ archivisle ä Gand, Van Even ä 
Louvainy A, Warzh, Alp. Waulers, 2e SSrie. Tom. IL Bru- 
xeiles. Beussner. 8. Bildet compl. einen Band von etwa 500 
S. Pr, 10 Fr. f. Belgien, 12 Fr. f. d. Ausland. (S. oben 
«r.37L) 

Cahier 1 enth.: 
p. 1 — 18. La question de l'origine de rimprimerie et le grand 
concile typograpbique par Charles Ruelens. — S. oben 
Nr. 377, wo ich bei Gelegenheit der Anzeige des beson- 
deren Abdruckes dieses Aufsatzes näher darüber gespro- 
chen habe, 
p. 18 — 32. Une decouverte pour Thistoire de rimprimerie. 
Les plus anciens caract^res de Gutenberg et ce qui en est 
advenu. Albert Pfister, imprimeur ä Bamberg. La Bible 
de 36 lignes. Appendice: Liste des ouvrages imprimes > 
Mayence, par Frederic Heumann, avec les anciens carac- 
töres de Gutenberg; par Henri Heibig. ^- Die Entdeckung 
besteht darin, dass Gutenberg nach seinem Prozesse mit 



Pust nicht an diesen sein gesanamies.foiichineteirial, wie 
man seither immer geglaubt, habe abtreten mdssen, son^ 
dem dass die ältesten Gutenberg'scbea Typen vieimebr in 
den Besitz der Bröder ?om gemeinsamen Leben zu Ma- 
rientbai gekommen, u. von diesen später an den Buch- 
drucker Heumann (Hewman oder Hauman.) von Nürn- 
berg, der sich 1508 zm Mainz elablirt hatte, verkauft wor- 
den seien. (S. unten Nr. 472.) 

p. 327-44. Calalogoe des bienfaiteurs de la bibliotheque de 
la Compagnie de Jesus ä Dooai. — ^ Aus einer Handschrift 
d. König]. Bibliothek in Brüssel. 

p. 45—46. Bibliotheques publiques de France. — Dieses Ver- 
zeichniss haben die Leser des Anz. noch vollständiger be^ 
reits oben Nr. 147 erhalten. 

p. 47-^50. Bibliotheque imperiale de Paris. (Aus dem Mo- 
niteur.) — S. oben Nr. 210. * 

p. 51 — 58. Melanges. — Betr. unter Anderen die Werke Ca- 
lilei*s, von dem in neuester Zeit zum ersten Male ein klei- 
nes interessantes Schriftchen über Dante nach einer Hand- 
schrift der Bibliothek Magliabechi (Studi sulla Divina Com- 
media dt G. Galilei, Vinc. Borgbini ed altri, publ. per eure 
di Ottavio Gigli. Firence 1855) herausgegeben worden ist; 
ferner die oben Nr. 59 erwähnte Kertbeny*scbe Ungrische 
BibliograOe ; ein paar Acquisitionen der Pariser Kaiserl. 
Bibliothek (s. oben Nr. 331); Biblioth^ue du Museum ä 
Paris, par Fries (s. oben Nr. 134). 

p. 59— *1. Necrologie. — Betr. unter Anderen Lesbraussart 
u. den Freiherrn v. Lassberg, über deren Bibliotheken be- 
reits oben Nr. 351 u. 454 einige Angaben mitgetheilt wor- 
den sind. . 

p. 61 — 73. Revue bibliographique. — Enth. eine ausführliche 
Anzeige des schon öfters erwähnten Oettinger'schen Wer- 
kes, Bibliographie biographique universelle, vom Heraus- 
geber, sowie eine kürzere des oben Nr. 209 angeführten 
Katalogs der gedruckten Bücher der Pariser Kaiserl. Bi- 
bliothek, etc. 

p. 73 — 78. Librairies. Ventes publiques. — Betr. Preisanga- 
ben der Renouard'schen Auction , ferner den Techener'- 
schen raisonnirenden Lagerkatalog (s. oben Nr. 113) u. 
den Libri'schen Auctionskatalog (s. oben Nr. 229). 

p. 79—80. Publications nou,velIes. Möge d. Bulletin unter 
der neuen Redaction von Scheler einen gedeihlichen und 
regelmässigen Fortgang nehmen, und hinsichtlich seiner 
Mittheilupgen stets Reichhaltigkeit mit Neuheit und Man- 
nigfaltigkeit zu verbinden wissen. 

l^ttthQlits Anuigv. iwn 18». 13 



p. 61-^100. Reoherches kut Tduvrage intiiol^ : Hirebilia Ro- 
mA&*j parr G. Brunei« — £hie tiefer eingeh^Ml« iilt€r.- 
bihiiegraphisch« Ab^an^ä^tuig über ein sehr merkwürdiges 
Bueh , welchem seiner Zeit in ausserordenüioher AofoaliiDe 
f^wesen ist. Dieee Abhandlung hat namentlich deo Ver- 
zug, dass sie auf die von Deotstihen über das Buch gege- 
benen Bemerkungen die erforderliche Rücksicht nimmt, 
was s^nst b^i ft*aaz. Arbeiten nicht der Fall zu sein pflegt 
Zum Sdiiiisae sind einige Werke angeführt, in denen über 
Gegenstände, welche der Verfasser der Mirabiiia kürzer 
, berührt hat. ausfuhrlichere Auskunft ertheik ist. 
p.lOO — 10. Brochures sur la prämiere revolution de Trance; 
par A. C. — Betr. d. Tableau des evenements qui onl 
eu lieu ä Bordeaux depuis la revolution de 1789 jusqu'ä 
ce jour. Bordeaux 1794. 
p. IIU — 14. Anonymes et Pseudonymes fran9aisj par Serge 

Polloratzky. 
p. 114—16. La Bible manoscrite de Theodulfe, iv^quetfOr- 
16ans. — lieber diese der Kirche ron Notre-Dame duPuy 
gehörige kostbare Handschriit vgl. oben Nr. 375. 
p. 116—17. Imitation de Jesus- Christ. — Ein üeaer Beilrag 
Zu der Untersuchung über den wahren Verfasser der Nadi- 
folge Christi. 
p, 118—21. Extraits du rapport de M. Bormans, professeur 
" ä Liege, sur quelques fragments d'anciens matiuscrits ia- 
tins, thiois et francais, provenant d'anciennes convertures, 
de ifeuillets de garde ou d'attaches, et communiqiies h la 
Comihission royale d'histojre par M. Gachard^ archi?iste 
fen^rai du royaume. (Gompte renda des seances de la 
Commission royale d'histoire. 2e serie, t. VI, pp. 85 — 196.) 
Vgl. oben Nr. 3*8. 
p. 182 — 23. Autograpbeana, par G. Brunet. *— Betr. den oben 

{^r* 843 erwähnten Laverdet'schen Autographencatalog. 
]ii.,123t-~25. Lettre dePi&erecourt* — Ein noch ungedruckler 

JBrief dieses Bibliophilen, 
p. 126—39. Melanges. — Enth. eine Menge Notizen, von de- 
nen jedoch 4ilie Mehrzahl allgemein litterarischen Inhalts 
ist. Unter Anderen ist darunter mitgelheilt, dass die Ton 
Schmeller hinterlassenen MSS. (s. Anz. J. 1853. Nr. 159) 
vom Baron Gust. v. Lerchenfeld für 3000 Fl. angekauft 
worden seien; ferner dass der Stadtbfbliothekar Lapeyre 
2Q P^Wgneux das seither noch ivkht puhlicirte Testament 
^Etientie de la Boßtie heraasgeg^ben habe^ Sodann fin- 
den sich auch darunter noch Mittbeilungen über die Ein- 
weibnng der Statue Thierry Martens* zn Aiost, tber die 
Entdeckung eines Fragmente des allgemeifi dwi Pfurer 



AMfNBftin^d. IM 



Aken tu^esehiicbeiieD Roinan de Limborob durch 
vormal. Bibliothekar der Abtei Averboden, Dömherro Jo- 
ris, wtlchftB sich wabrsdieifilieh in d«r Arerbodener BibJiür 
ifaek befundfo hat, sowie über die von der Riccardietta in 
Florenz (nicht in Turin) aoquirirten Autographen Murateori's. 

p. 140 — 43. Necrologie. — Betr. P. Bergeron u. Van den 
Bogaerde, deren Schriften mitangeföhrt sind. 

p. 144 — 58. Revue bibliographique. — Betr. das Serapeum, 
das Journal Querard , die unten Nr. 480 erwähnte rolto- 
ratzky'sche Schrift über die Hymne „Dieu" von Derjavine, 
dieLitteraturefran^aise contemporaine, in Bezug aufwetdie 
letztere PoUoratzky viele Berichtigungen gegeben hat, etc. 

p. 159—64. Libralries. Venles publiques. — Entli. vorzug- 
lichere Preisangaben aus den Auctionen Giraud (s. oben 
Nr. 224), Hope (s. Nr. 448), Van Lennep (s. Nr. 228), 
der oben p. 133 erwähnten Brüsseler Auction u. der 
neuesten bei Silvestre stattgefundenen Autographenver^ 
Steigerung. 

[468.] Bulklin du Bibliophile publ. par Techener. üau^ 

ziim9 SeriB. Fortsetzung von Nr. 372. 
Mars enthält: 

p. 91 — 96. Varietes bibliographiques, parG.firunet •— Betr. 
das SerapeRO). Da dasselbe, wie Brnnet sagt, wegen der 
Spjcache (langue peu r^pandue) den Franzosen wenig he- 
kmol ZM sein Sccheint, so sind hier einige Artikel aüszugs^ 
weise mitgetbeilt. 

p. 07 — 100. Correspondancc inidite de Charles Nodier, puhl. 
par Albc^rt de ja Fizeliere. 

p. lOOr-101. Correspondaoce bibliographique. Lettre de 
Diom Catalegus. — Enjdi. einige unbedeutende BemerfcuDr 
gen über Preise der Renouard'schen Auction. 

p. 102 — 19. Analect^-Biiblion; par Ap. Briquet, le vicooite de 
Gs^illon et Justin Lamoureux. — Betr. 1) Philalethes, ^i^ 
tion du XV. siede; 2) Bel--Estat fiiscours des hi^raglj- 
phes aegyptiens, emblemes, devises et armoiries« P^is 
1^8^; 3) t^et. Strozae de dogmatibus CbaldaeoruKi dt^u^ 
tatio. Boniae 1617; 4) Portefeuille d'un Talon -Boug«. 
Paris 178.; 5) Adam, publie. d'apres un manuscrit de ia 
hibliotheque de Tours, par Victor Luzarche. Tours* 1854. 
8. LXXVl, 102 pp. (ß. oben Nr. 384.) 

p. 119 — 20. Le College heraldique. -^ Diese im Besitze des 
Grafen de Givodan in Paris beündltcbe Sammlung von Bü- 
chern u« Handsdirifteo » die sieh in das Archiv u. 4ie Bi- 
hUotbefc tbeilt^ besitzt eine ausserordentlieh reiche Aus- 
wahl VAU Materialien zur Ge^0gra{>bie, Chronologie, Biogra- 
phie, Diplomaiik, sowie zur Generd«« und Proninaiaige- 

18* 



Id4 bibfiograptiie« 

schichte voa Frankreich. . Das Arohir aBein entUk gegen 

200,000 Pie9en. 
p. 121—36. Catalogue de livres rares et curieox de littera- 
. ture, d'histoire, etc., quise trouvent envente k Ja librairie 

de J. Techener. Mit dem Drockerzeichen von Job. Scböf- 

fer in Mainz 1515. 

Bibliographie. 

[469.] Souvenirs, curiosUes et rareitfs bibliographiques et ar* 
listiques; par J. Beliard» F. Bibliogr. de la France, FeuilL 
Nr, 18. p. 239—40. Nr. 19. p. 263—54, Nr. 20. p. 267—68. 
Nr. 21. p, 282—84. (Vgl. oben Nr. 375). 

Cntb. unter Anderen eine Uebersicht über die franz. 
medicin. Journale. 

[470.] * Reglement de Vassocialion de N. — D. des hons 
livreSj iiablie ä Nantes; faisanl suile d la Notice sur cette 
Oeuvre, Nantes, Mazeau. 16. 1 ^. 

[471.] *l^tudes archeologiques sur le Moyen^Age e-i la 
Renaissance, — Marine. — ArchHecture milHaire, — Carles d 
jouer. — Croyances pqpulaires, — Manuscrits. — Peinture. — 
Art heraldique. Bruxelles. 1854. 8. 180 5. mit 41 Taf. Fr. 
A Thlr. 10 Ngr. 

[472.] *üne d^couverte pour VHistoire &e Vimprimerie. 
Les plus andern earacteres de Gutenberg et ee qui en est ad- 
venu. -^ Albert Pfister imprimeur d Bamberg. — La Bible de 
36 lignes. Par Henri Helbig, [Extrait du tome 11, 2e sirie, 
du Bulletin du Bibliophile beige. Tiri ä 50 exemplaires.] 
Bruxelles, Heussner. 8. 16 5. (S. oben Nr. 467.) 

Ausser den 50 in den Handel gekommenen Exemplaren 
sind noch 25 auf gr. Pap. für den Verf. abgezogen worden. 

— 5.— 

[473.] MarquerS typographiques ou Recueil des monogram- 
me«, chiffres, enseigneSj emblimes, devises^ ribus et fleurons dts 
Libraires et Imprimeurs qui ont exerci en France, depuie Vin- 
troduction de llmprimerie^ en 1470, jusqud la fin du seixieme 
sidele: d ces marques sont jointes edles des Libraires et Impri- 
meurs qui pendant la mime pMode ont publik ^ hors de France^ 
des livres en langue frangaise, Livr. 5. (Marques 350 ä 429.) 
Paris, impr. Maulde et Renou. 8. S. 185—232. Pr.n. 1 Thlr. 
10 Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 509*) 

Der Herausgeber ist. L. C. Silvestre. 

[474 J *La Presse päriodique franpaise d Hambourg de* 
puis 1686 jusqu'en 1848; par F. L. Hoffmann, de Hambourg. 
[Extrait du tome ler, 2e sMe, du Bulletin du Bibliophile beige.] 
Bruxelles^ Heussner. 1854. 8. 82 5» In 76 Exemplaren ab- 
g$4f%cki. (S. oben Nn 371.) 



Bibli^grapliie. MS 

[4f ft«] Ib Qmifard* Jimmal de Ubliofraphie ele. Forti 

selzung von Nr. 276. 

Nr. 8 a 4, Mars ft Avril, entb.: 

p. 81— 88. Essai d'un Dictionnaire desOuvrages anonymes et 
Pseudonymes de la Litterature Beige contemporaine. L Pseu- 
donymes. (Deuxi^me Artide.) Par un Bifoliophtle Beige. ^— 
Eine recht fleissige Arbeit, die far die Belg. Litteratur u. 
für die gesammte Bibliographie überhaupt von grossem 
Nutzen zu werden verspricht. 

p. 88—92. Bio-Bibliographies. I. Les Bridel. (1. Arlicle.) — 
Obwohl die Litteratur drei Brüder des Namens Bridel zu 
unterscheiden hat, so ist doch auf diesen Unterschied von 
der France litterairo keine Rücksicht genommen worden, 
wesshalb die vorl. berichtigenden Mittheilungen, die zu- 
nächst den alteren Bruder Philippe betreffen, und aus des- 
sen eigener Feder geflossen sind, gewiss ganz willkommen 
sein müssen. 

p, 92 — 96. Lettres bibliographiques. — III. Sur Poüchkine, 
par un Bibliophile Russe (S. Poltoratzky). IV. Sur la Bi- 
bliotbeque de Ch. Giraud, par un ami des livres. 

p* 96 — 119. De ceci, et de cela. — Betr. meist Gegenstände, 
die für den Anzeiger kein spezielles Interesse haben« Un<* 
ter Demjenigen, was diesen näher angeht, dürften vorzüg- 
lich nur einige Mittheilungen über Auctionen von Privat- 
bibliotheken zu erwähnen sein. 

p. 119 — 25. La Necropole litteraire. — Betr. Ferd. Alex. 
Sere und den Yicomte Paul Colomb de Batines, welchem 
letzteren namentlich mit Recht eine besondere Beachtung 
geschenkt ist. 

p. 125 — 35. Les Lettres Frangaises en Europe et les Histo- 
riens etrangers de la France. Aper9u mensuel. . 

p. 135 — 71. Bibliographie meosuelle. — Eine recht reich- 
haltige, allg. bibliographische Uebersicht, systematisch ge- 
ordnet u. mit näherer Inhaltsangabe einzelner Sohriften. 
Nur ist dabei zu bemerken, dass eine solche nähere Inhalts- 
angabe u. kurze Besprechung nicht immer die wichtigeren 
Schriften, sondern mehr diejenigen zu treffen scheint, für 
welche Querard ein näheres Interesse fühlt^ sowie dass bei 
dergleichen bibliugr. Uebersichten längere gelegentliche 
Aufzählungen von Schriften aus früherer Zeit, wie z. B. 
von M. de Gingins, von dem bei Gelegenheit der Erwäh- 
nung seiner neuesten Schrirt (Histoire de la ville d'Orbe) 
gleieh 22 frühere Arbeiten mit erwähnt worden, nicht am 
Platze sind. Druckfehler, wie Zerapeum st. Serapeam, müs- 
sen durchaus vermieden werden. • 
p« 171-^74. Bibliographie historique Rmso» Orientale. U. 



IM Bibliognphie. 

p^ 174— 7d. 0if«r8iMs« ^ Eofli. onUr Aikterei ^ii^t ktnen 
Aufsatz von Brunei in Bordeaux, Deux bibHolfaeques de 
province betitelt, worin die BiUioiheken der Handelskam- 
mer u« des grossen Seminars in Bordeaux besprodien sind. 
Beide Bibliotheken hat Brunet auch schon im Anz. J. 1853. 
Nr. 1093. u. J. 1854. Nr. 930 zu besprechen Gelegen- 
heit genommen« Die Wiederholung würde wohl kaum dö- 
thig gewesen sein, wenn die Herren in Frankreich so viel 
Deutsch verständen^ als sie von uns Deutschen Französisch 
verlangen. Leider ist dies nicht der Fall, u. Querard muss 
selbst bei Erwähnung des Anzeigers das für Französische 
Bibliophilen gewiss nicht eben rühmliche Geständniss 
thun „Malheureusement, U est ecrit en allemand, et peu 
de bibliophiles francais peuvent le lire/' Querard hat 
sich daher auch entschlossen, die von Trömel im Anzeiger 
(s. oben Nr. 1 u. 45) gegebene Debersicht der wichtigeren 
Erscheinungen auf deib Gebiete der Bibliographie im J. 
1854, um sie seinen Landsleuten zugänglicher zu machen» 
in einem der nächsten Hefte seiner Zeitschrift ins Fran- 
zösische zu übersetzen. 

[476.] *LiJsl van nieuw uügekomen Boeken in den Jare 
1865. Amtterdam, Schleyer en Zoon. 8. 12 Nrr. ä % B. 
IV. n. 20 Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 83.) 

[477.] ^EncyclopMe du jeu de dames^ comprenant une 
nauvelle nolation pour le jeu de damesy par Q. Poirson^Prug- 
neaux. Le IVailS du jeu de dames ä la polonaise, par Blonde. 
La liste universelle des coups de dames (4,008 eoup^ avee leur 
Position et teur Solution); la Bibliographie compUte de ce jeu, 
par JH. Alliey, suvoie de la Bibliographie compUte du jeu de 
triC'traCy par le mime. Publice par Q, Poirson-Prugneaux, ei 
6mh de planches lilhographiiss en couleur. Commercy, Ca- 
hasse. {Paris, Mezin.) 8. 22^4 B. Pr. 10 Fr, 

Die bereits früher schon veröffentlichte Bibliographie da 
jea de dames, die hier zum dritten Maie erscheint, umfasst 
44 S., die Bibliographie du jeu de tric-trac nur 8 S. 

[478.] Catalogue des livres publiis en langues etrangeres 
par VÄeadSmie Imperiale des Sciences de St,-Pe'tersbourg et en 
vente chez ses Commissionaires. A^ u. d, T. : KamaAOZT) 
KHUzaM"b uzdaHHbiMi> ÜMnepamopcKOFO AwadeMJeH) najici 
na uaocmpaflHbixl> HzbiKax^. St.-Peterskourgi 1644. pr. 8. 
66 S. txeL TU. 

Ein reiches Verzeichnisse wekbes, mit bibbo^phisciier 
$#rgfalt gearbeitet, die umfassende Thätigkeil der St« Peters- 
burger Akademie zu einem Theile gut überseheji Usst. 

[479.] * Bulletin des S^eiAü savsmUs ü lüt^ites de Bei' 



Bibliograplri^ .^ Bucfahfndl« *"- ^ «illkpU*. lataloge. MT 

hett, mkmbi^s^€rHain$ d#iia SkeidPr HM, et m4f\ 4» :Bmänm^ 
elf. 2\r»i 1-^6. {Jum.'y^Mmu) (fßuvnm, impt. 4e' Mmlo* eil i«i 

Für Bibliogtaphie iiieht 0hii6grMse&fnt6rM8f« tf^i^-^ 

[4Ä0.1 Dieu Bymne ^u poele Russe Perjhvine. 1743-^ 
1816. Nolice surquinze trßduclions Francaises, de celte Bynine* 
1811 — 1855. Suivie du lexle Russe. [Fragmen$ d'ün Iravdil 
manuscrit sous le iure de BiWothique Russß- Franchise, ou la 
Russie et la France hisloriques et Utlirairesi] Leipzig, Brock-^ 
haus. Mai 1856. 8, 68 5. 

Unter diesem neuen Titel ist das bereits oben Nr. 26$ 
erwähnte interessante Scbriftcben Poltoratzky's jetzt vollstän- 
dig erscbienen. — Dabei möchte gleich mit zu bemerken 
sein, dass das a. a. 0, gegebene Verzeicboiss derPoItoratzky*- 
sehen Publicationeq noch um eine neue zu vermehren ist» 
nämlich: Conversation de l'Empereur Napoleon avec le Ge- 
neral Russe Constantin Poltoratzky, en 1814, apres la ba- 
taille de Cbampaubert. Extrait de' la t^evue d*Alsace, Mai 
1855, sixieme annee> page 326. Coltidar, impr. de Mme 
veuve Pecker. 1855. 8. 7 S. 

Bachhftiidler- n^ anilquAr. Kataloge* 

[48},} Der Buchhandel vom Jaire^ 1S4S ^t« !sum Jßhfci 
1853: Bausteine zu einer späteren Geschichte des, ßuehhßndßlff 
Ä.u.d.T.: Der Puchhandei v^m Mhre IS15 &f4 4iK| Ja^re 
1.843. BüMfiteine 4U einer spalten QesehiehH 4eiB^hß»49k* 
Th.IL Hamburg if Alteina, Verlags ^ BüretKu ^ CQnm-. 8* 76.Ä 
escl Tit. Pr. 15 Ngr. (Vgl. Ap?, J. 1854, Nr. &8ä0 

Enthält manches Unbedeutende, was si^ zu Beu3lM0<A 
eiQAr (^escbicbte in keineiv Fßlla eignet. . 

[482.] * Guide de VAoketeur en Lilfrairie. J^urwaifHim* 
sutL Paris, chez TMzard freres. 4^n6. Monatlich I his^ B* 
Pr. € Fr. f. Paris u« die Depintemeuts.- 7 Fr. f. das Äu$land* 

Dieses neue Blatt, welches sich als ein „Journal IndispiaiN 
sable aux Libräires, Cabioets de'Leetiire, BiMinphiles, Avo- 
«als, Med«cins, Eoclisiastiques , AiDaieurs fdd Lifres, etc.'* 
ankfindigt, zerfällt in folg. vier Afotheilungen: I. Lis4e des 
Livres nouvellemenl parus avcc intlioatibn de Tepo^ne de 
mise en vente des principaux Ouvrages sous presse; elasses 
per genres et par edileurs, de maniei'e ä se rendre ^ompt« 
immediatement des nouveautes publiees par chacun des'^di- 
teurs de Paris et de la proviace, iodiquant en outre leurs 
adresses et leurs cooditions de vente ^- II. Liste des Livres 
r^cemmenl tombes au rabais, av^ le nom et ies condkiond 
des Kbralrea diaz lesqueis ils sonien'veDte -^ fll. Liste ^M 
Liirea tn tons genrae, noufeanx^ Inodaraes et «icieHs, neufs 



188 BucMifniMar^ u. Myqiui-« 'latalagt^ . 

on d'occasioD, «i veale an^dcssoius du oMtrs (la pisparta 
mi bon inarche.fabulettxh provenaot de marcbands de Ihres 
d^occasioD, de libraires qui.ne paoFent lea ecouler ou qoi 
Bont ea li^idaÜDn; d'acfoats da bifaliotböquas, de ventes par 
autorites de justice qu apr^s dec^s, etc. — IV. Liste des 
Livreg epuises et rares demaadei^. Die er^te Nummer des 
Bl. ist im April ausgegeben worden. 

* * * 

Von den nachstehend angeführten antiquarischen Kata- 
logpn sind als von besonderem Werthe nur zwei, die von 
Heussner und T. 0, Weigel, auszuzeichnen: der erstere 
derselben enthält eine reiche Auswahl wirklich antiquarischer 
schätzbarer Bucher, naqientlich historischen Inhaltes, unter 
denen eine Sammlung von 76 in fläm. Sprache zu Antwerpen 
{gedruckter Zeitungsblätter aus d. J. 1621—23, den dreissig- 
jährigen Krieg betreffend, vorzügliche Beachtung verdient, 
wogegen der ViTeigersche eine Menge der theuersten und 
seltensten Kupferwerke qmfasst, die sich in einer solcbeo 
Vereinigung in einem antiquarischen Kataloge nicht leicht fin- 
den dürften. Sonst sind noch die Kataloge von Hanke und 
Kampf fmeyer als diejenigen zu bezeichnen, welche eine 
Bevorzugung vor den übrigen mit Recht bean^ruchen können. 

[483.] No. 2. Catalogue de livres ancieni €t modernes gut 
se vendent chez A.Bluff, libraire-'SdHeur'exportateur^dBruxei' 
le9. 8. 16 S. 

[484«] Catalogue des livres publies par H, Dessain, «uc- 
eesse^ de P. J. Sanirp imprimeur du Saint Süge de la Sacret 
CongrSgalitm de la Propagande et de VArchevSchS de Malines, 
Qui se trouvent d BruxeUes d la Ubrairie de G. Muquaräl, 
Sditeur. 8. 32 S. 

[485.] No. L Caialog über Rechts- und Staats - Wissen- 
sckaft aus dem anliquarischen Bücherläget von Carl Doebereintr, 
Jena im Mai. 8. 29 S. excl. Tit. 

[486.] Catalog No. 22» von Carl Eissner in Delitzs^- 
Mau 8. 10 S. 

Enth. Theol., Pfailos., Geachicbtci, Chroniken. 

[487.] Antiquar 'Kaialog von H. Fischer in Nordhawen. 
No. X. Verxeichniss von allerlei alten Büehem, Kunst- und an- 
tiquarischen Gegenständen^ etc. 8. 22 S. excl Tit. 

[488.] Verzeiehniss einer Sammlung von Büchern, wekke 
heim Antiquar Julius Goldacher. in Leipzig zu haben sind. 4. 
Vi B. 

Enth. Theol. u. Pädagogik. 

[489.] iVo. 46. Verzeiehniss von Büchern^ Musikalien, Kar- 
ton, kupferwerkBn etc,y welche- bei Franz Hamke^ BwshhändUr 
und Antiquar in Zürich^ zu haben sind.. 8. 234 & 6805 i\frr- 

[490.] VerzeiekHisi äUerer umd neuerer Werke .aus dm 



BuchbSodler- u. antiquar. Kataloge. **- Bibliothekeolehr^. 191 

Gebiete der Jurisprudenz, Sttuttt'j PoIi«et-, Cameral^ und Fi- 
nanzwissensehaft, welche von der F. F. HaspeVschen Buehhand- 
hing (Eduard Fischhaher) in Schwab, Hall zu beziehen stniK. 
gr. 12. 64 S. exel. Tit. 

[491.] Nr, 204 u. 6. Verzeiehniss von Kupferstichen^ 
Holxsehnitten, Bandzeichnungen und Malereien u. von gebundenen 
Büchern aus verschiedenen Fächern der Literatur, welche zu ha* 
ben sind bei Friedrich Heerdegen, Antiquar in Nürnberg, FoL 
ä \ B. 

[40!9«] No. 13. Catalogue de liwes anciens et modernes 
en tout genre, qui se trouvent chez F. Heussner, libraire^ ä 
Bruxelles. 8. 64 5. 1 120 iVrr. ' 

[493.] No, 64. Verzeiehniss älterer und neuerer Werhe 
aus dem Gebiete der Mathematik und Astronomie, welche zu ha- 
ben sind bei Theodor Kampffmeyer in Berlin. 4, 8 S, 

Fuenf und Sechszigstes Bücher - Verzeiehniss über ältere und 
neuere Werke aus. allen Wissenschaf ten , welche bei Demselben 
zu haben sind. 8. 62 S. excl. Tit, 

[494.] Nr. 304—8. (Haupt-Catalog Nr. 20—24.; Antiqua- 
risehe und neue gebundene Bücher! Bei Ignaz Elang, Buch^ 
händler und Antiquar in Wien, März — April. Fol. d 1 Ä. 

[495*] %erzeichniss antiquarischer Bücher aus allen Wis- 
senschaften^ welche tn E. JL, Kling* s Buchhandlung in Tuttlingen 
zu haben sind. 4. 7 S. 

[496.] Nr, 79. Journal de Litt^rature ancienne Publie par 
J. Meyri, Antiquaire ä Bdle. Mars. Fol, 1 B. 

Entli. Belies- Lettre«, Romans etc. 

[497.] Librairie encyclopidique de Rorel ä Paris. Avril. 
12. 90 S, 

L4rOS.] Caialog naturwissenschaftlicher Werke von T. 0. 
Weigel in Leipzig. VL Botanik, 8. S, 133 — 94 excl. Tü. 
Nr. 2016—3202. 

Im Anhange sind eine Partie Bücher ebenfalls natorwiss. 
Inhalts aufgeführt, welche aus dem Verlage der Palm'schen 
Buchhandlung in Erlangen in den Weigerschen übergegangen 
-sind. 

Bibliothekenlehre. 

[499.] * Rapport sur les Behanges intemationaux entrepris 
par M. Alexandre VaUemare, et sur Ntat aetuel des lettres et 
tpilcialement des äudes historiques dans les Etats -Unis dAmi- 
rique, par M. Guizot. (Extrait du Campte rendu de VAcaddmie 
des sdences morales et politiques. Mars 1856. Tom, XXXL) 
Paris, impr. de Duponi. 8. 3^2^- (Englisch u. Französisch,) 
(Vgl. ABZ. J. 1864. Nr. 211.) 



IM AiUioth«k«iiMiiiide, 

[500.] Fortsetzung des Douhletten - Calalogs und einer m- 
dem Bibliothek y reichhaltig an allen Drucken etc., die hei l 
G. Müller in Gotha zu haben sind. Gotha, St'uller. 5. 77 5. 
txel. m 2321 Nrr. (Vgl. oben Nr. 21.) 

Die Doubletten stammen aus der Herzogl. Bibliothek zu 
tiMha. 

[ftOl*] Martin Fogel und seine seit 1 678 in der Königl 
öffentlichen Bibliothek zu Hannover befindliche Bücher sarMnhng- 
Neb$l Briefen van Leibniz und Andern, die sich auf den Ankauf 
derselben bezieJien, Von Friedrich Lorenz Hoffmann, Dodorder 
Rechte in Hgißburg, [Aus dem Serapeum 1855. Nr, 7 besonders 
ahge4ru€kt.y^ Leipzig, Druck vonMelzer^ 8. 16 5. (Vgl. oben 
Nr. 570.) 

Eine zwar kleine, aber recht fleissige u. namentlich um 
ihres Inhaltes willen interessante Arbeit, die einen besonderen 
Abdruck wohl verdient bat. 

[502.] * Katalog der Schülerbibliothek des Gymnasiums in 
Herford. Herford, Druck von Wolff. 1844. 8. 11, 21 S. 
"818 Nrr. 

Von der Existenz dieses Kataloges habe ich erst jetzt 
Kenntnis^ erlangt. 

[503.] Die vom Hofgerichtsrath Dr. Einerfe hinteriassene 
Bibliothek ist, soweit sie den Handel u. das Wechselrecbt 
hetrilTt, vom Vorstande der Leipziger Han<ielslebranstalt an- 
gekauft, u. zur öffentl. Benutzung aufgestellt ^torden. S. 
Dresdn. Journal Nr. 132. p. 595. 

[504.] Das Denkmal Aug. Ludw. v. Sehlözer'e auf der 
Stadtbibliothek zu Lübeck. S- Leipz. illusirirte Zeilunfff Bd. 
XXIV. Nr. 615. p. 244. Nebst einer Abb. (S. obeö Nr. 149.) 

[505.] Organümus des germanischen Naiionahnusmims zu 
Nürnberg, (Abgedruckt aus dem erslen^Band der Schriften des 
german. Nationalmuseums. ^ Nürnberg, Verlag der liL^artisL 
AnetaU des german. Musewns; Leipzig ^ Fleischer, gr. 8. IV, 
92 S. Mit l lüh. Grufiidriss u. l d^rgl. Taf. Fr. n. l2Ngr. 

P. 38 — 48 entb. die ßestim^qngea fqr den Bibliothekar 
u. den Bibliotheksecretair. — Zugleich mit dieser Schrift ist 
ein Aufruf das Germanische Nationalmuseum betreffend. (Zweite 
Auflage.) Nürnberg; 4. 2 BIL ausgegeben worden. 

[506.] Paris und Umgebungen ete. Han^uch /Ur Rei- 
sende von K. Baedeker. Coblenz, Baedekef\ 8. Betr.p, 128— 
3d die Kaiserliehe Bibliothek. 

Entb. in gedrängter Kurze einen recht guten Ueberbliek 
über das für den Fremden Wissens- it. Sehenswertfaeftte der 
Bibliothek. ^ P. 189—90 betr. die BrbluHbeik Sainte^^fieneYi^ffr 

[507.] *Le Roman de Jaufre ; pi» Mary Ldfek. (Sxtraü 



ie la Rwvte 40 Parii.] Paris , impr. ie Piftet fiU ainl 8. 
2^1, B. 

Dieses in d. provenzal. Sprache des XIL Jbrhdts. u. aus 
11,160 aehtsyftigen Verseil bestehende Gedicht von Jaufre 
befindet sich in zwei Abschriften in der Pariser Haiserl. 
Bibliothek. 

[508.} *Detor1ption des estampes expos^eg dan$ la galerie 
ie la BihliothSque imperiale, formanl un aperpa historique de$ 
produGlions de l*arl et de la gravure, accompagn4e de reeher'^ 
ehes sur torigine^ tatcroissemenl et la disposition mSlhedique 
de la colleetion; par J. Bucheene ain^y eonservateur. Pr^cedee 
d*une notice biographique sur sa vie et ses ouvrages. Pari'«, 
imp. de Ra^on. 8. lO«/^ B. 

Die Notice ist von Panlin Paris geschrieben. 

[509.] Classazione dei libri a slampa delV J. e Jl. PaJta-* 
tina in corrispondenza di un nuovo ordinamento dello scibile 
umano di Francesco Palermo. Firenze, dalV J. e R. Biblioleca 
Palatina. 1S54. 4. CXIV, 388 S. 

Ein mit grossem Aufwände von Gelehrsamkeit bearbei«» 
tetes u. mit fast überflussig grosser äusserer Eleganz ansge« 
stattetes Werk, welches die vielen bereits vorhandenen phi* 
losophischen Wissenschaftssysteme um ein neues vermehrt, 
dessen Grundlage in folg. Eintheilung besteht: 
Scibile 

vero hello 

rivelato razionale speculativo ^ttivo 

speculativo faltivo 

immateriale astrazione corporea corporate 
Auf Grund dieser Eintheilung sind die gesammten Wis« 
senschaften in folg. 21 Klassen geschieden: 1) Religione; 
2) Llngue e lietterature ; B) Filosofia; 4) Mathematiche; 5) 
Scienze Fisiche; 6) Scienze naturali; 7) Geografia e Poleo- 
grafia; 8) Antichitä generali e monumentali; 9) Storia; 10) 
Scii^Be pratiche razionali; 11) Scienze sociali; 12) Scienze 
polttiche, e governative; 13) Scienze estrinseche della ragione; 
14) Belle Arti; 15) Architettura ; 16) Scienza militare; 17) 
Scienze armoniche; 18) Scienze della sanitä; 19) Scienze 
fistche pratiehe , ovvero uso della natura tisica ; 20) Scienze 
pratiehe naturali; 21) Arti industriali. Hierzu ist noch eine 
speciell auf Toscana bezügliche 22. Klasse, sowie eine Art 
Varklasse, welche die gesammelten Werke, sowie die auf die 
Wissenschalteii im ANgemeinen bezüglichen u. die Bibhogra-^ 
pbie Hfflfaast» hinzugefügt worden. Das neue WisaenscfaaftS'* 
System hat vor vielen anderen mindestens den Vorzug, das^ 
es io dar Maüna wirkäche Anweiuluiig gafonden. 



)•! Bibliothekealumde. •— Priwtbibliothekeii. 

15 LO.] Deuttd^ HandithHften in Rim; vm Fr. S. An- 
zeiger f. Kunde d. Deultch. Vorzeit N. F. Jahrg. IIL Nr. 4. 
p. 77--80. Nr. 5. p. 116—19. (Schluss von Nr. 337.) 

[511.] •Dl« wissenschafUichen Sammlungen, Insiiiule uni 
Cabinetle der üniversitäl Dorpat beim Jahresschlüsse 1852. gr» 
4. 5. 89— lU. L Die Universüäis - Bibliothek. 

Am Ende des letztvergangenen Jahres 1854 hat sich die 
Bändezabl der Bibliothek auf 88,354, im J. 1853 auf 86,106 
belaufen. 

Bei dieser Gelegenheit erwähne ich auch, dass die Bände- 
zahl der Bigaer Stadtbibliothek 1853: 34,311 und 1854: 
35,531 beiragen hat. — 5.— 

[512.] Die Marine 'Bibliothek in SebastopoL (Aus dem 
Russüchen.) 5, Allg, Milit. Zig. Nr. 35 ^ 36. p. 288. (S. oben 
Nr. 4650 

Privatbibliotheken. 

[513.] *Calalogue dei livres eomposant la Bibliothiqiu 
de feu M, Duchesne aine , conservaleur du departement det 
eslampes de la Bibliothdque imperiale, dont la vente aura litu 
le 2A mai. Paris, Jannel. 12. ^^I^B. 1135 iVrr. 

Voran geht eine Notiz über den Verstorbenen. 

* Catalogue d'esiampes anciennes et npuvelUs , de dettins, 
täbleaux, medailles et de quelques objets d*art et de curiosite 
provenant du eabinet du rnihne. La vente aura Heu le 25 mai 
Paris, impr. de Racon. 8. 1 Ä. 

[514.] Verzeichniss einer ausgetoählten Bücher - Sammlung 
aus der Bibliothek des verstorbenen Medicinalraths Dr. Otto 
Kohlrausch in Hannover, namentlich aus den Fächern der Me- 
dicin und den damit Verwandten Wissenschaßen, der Chemie 
und Naturwissenschaft, welche nebst einer andern Sammlung aus 
verschiedenen Literaturzweigen, namentlich Literärgesehichie, 
Hannoverana y Bremensia und Brunsvioensia , am 1. JM bei C, 
Meyer in Hannover versteigert werden. 8. 40 S. exel. Tu- 
1350 Nrr. \ 

[515.] * Catalogue des livres d'art müitaire et d'histoife , 
eomposant la Bibliotheque de feu M. le Baron de Mareognei^ 
g4niral de division, etc., dont la vente aura Heu le 7 mal. Pa* j 
m, Potier. 8. 2 B. 259 Nrr. 

[516.] * Catalogue d'un choix de beaux livres eomposant 
la Bibliotheque de M. de Mondeville, dont Ic^ vente aura He* 
le 22 mal. Paris, Techemr. 8. 4V4 B. 601 Nrr. 

[517.] Catalogue de Lettres autographes provenant du 
Cabinet de feu M. Äntoine Äugustin Renouard, anden libraire^ 
etc. dont la venle aura Heu le 21 Juin. Paris, chez Laveriet 
et Polier. 8. 90 5. esccL Tit. 754 Nrr. 

Ein nicht blos an iateres^antea uad wichligea Auto- 



PriratbiblioÜi; ~ AbdrClidie kus Bibl.-Hanäftcärif^en etc. i9i 

graphen, sondern auch an Zab) der Stucke sehr reichhaltiger 
Katalog, dei* bei Weitem mehr enthält, als die Nummernzahl 
scbliesseu lässt; denn einzelne Nummern, z. B. Nr. 351 Iia^ 
lient, hislorien», lüleraieurs, savanles, eic, unter der aliein 
740 Briefe vereinigt aufgeführt sind, enthalten so viel, dass 
sich der ganze R/sche Autograph envorrath auf mehrere Tau- 
send Stücke berechnen lässt. Unter diesen Stücken finden 
sich namentlich grössere Massen von Briefen der berühmte- 
sten Gelehrten Frankreichs und Italiens, mit dem der verst. 
R. selbst zum Tbeile in Verbindung gestanden hat. Der Ka^ 
talog ist daher auch für Litterarhistoriker von besonderem 
Werthe. 

[518.] * Caialogue de hons livres de litleralure et d*'hi'^ 
sloire, recueils de gravures el lühographies , elc, provenant de 
la Bibliotheque de üf. D. L. T., donl la venle aura lieü le 
23 avHL Paris, Polier. 8. 2^/^ B. 415 Nrr. 

[519,} Nole sur quelques Manuscrils, Par M. J, Travers, 
Memhre de la SociÜS franQaite pour la ronsertation des monu^ 
ments. V, BuUetin monumental ou CoUeciion de Me'moires sur 
les Monuments historiques de France publ, par M, de CaumonL 
Serie IlL Tom. 1. (Vol. 21 de la Collection.) Nr, 2. p. 126— 
35. Mit einer eingedruckt. Abb. 

Die MSS. sind im Besitze desVerf.'s. Die auch beson^ 
ders gedruckte Note (Caen, Hardel. 8. % B.) ist dazu be- 
stimmt, eine bereits früher im Bulletin Vol. 19. p. 329 f. ge- 
gebene Mittheilnng über diese MSS. weiter zu vervollständigen, 

[520.] *Catalogue des livres composant la BibliGtMque de 
M. V., de Charlres. Partie L, dont la oente aura Heu le 23 
avril* Paris, Aubry, 8. 

[521.] Catalogue des livres de la Bibliotheque de feu Üf* 
E. Vernyy. Pasteur de Veglise evange'lique de Paris, Dont la 
venle aura Heu le 25 juin ä Strasbourg. 8. 114 S. exeLTil. 
2775 Nrr. (Vgl. oben p. 161.) 

[522.] * Catalogue de la riche collection d'eslampes et db 
dessins composant le Cabinet de feu M. Van den Zande, ancien 
adtninislrateur des douanes , redig^ par F. Guichardot. Paris, 
Guichardot. 8. 23 Ä. 3 1 18 iVrr. Kupferstiche, Zeichnungen u. 
Werke aus dem Fache der Kunstlitteratur. Auct. 30. April in 
Paris. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 500.) 

Alldrücke aus Bibl«- Handschriften etc. 

[523.] Analecles sur VHistoire et la Liltiralure des Ardbes 
d^Espagne, par Al-Makkari. PubliSs par R. Dozy, G. Dugat, 
L. Krehl et W. Wright. Tom. 1. Partie 1. publice par WH-- 
Harn Wright, Leyde, Brill. 4. VI, 462 Ä Pr. n. 7 Thlr. 15 
Ngr. (S. Anz. J. 1854. Nr. 597.) 

[524.] Lateinische Hymnen dn MUielaltere, aus Band[* 



1B4 AlMkttckA «0$ BiU. JEhidHhiilUii ^ 

$chrift0n herauBßigebin md srkläri van F. J^Mmu^ JHr$piQt in 
Archivs zu Karlsruhe. Bd. HL EtiU^enUeier. Freiburg m 
Br., Herder. 8. F/, 580 5. Pr. ^ Thlr. % Ngr. (Vgl. Ana. J. 
1854. Nr. 1097.) 

[525.] * Anglosaxonica primum edita a Dr. Fr. Edß Chr. 
Dietrich. Marburgi. 1854. 4. XVI S. Zum Leclionsplaue 4er 
üniversiläi Marburg f. das Winterhalbjahr 1854/55. 

Enlh. eine Paraphrase des 51. Psalms u. einen Hymnus 
an Gott u. den Erlöser nach einer Handschrift des Brk. Mu- 
seums, sowie ein Fragment der von König Alfred uoterooin- 
menen Uebersetzung des über pastoralis Gregor des Grossen, 
einem zum Einbände eines ßuches verwendeten Pergamentr 
blatte entnommen (welches in der Kurfürstl. Bibliothek zu 
Kassel vom Bibliothekar Dr. Bernhardi aufgefunden wordüD 
ist) u. mit einer Handschrift der Oxrqrder Bodieiana ver- 
glichen. 

[526.] Les Monuments de la Geographie etc. pubües en 
fac-'Simile de la grandeur des originaux par M. Jomard^ eU. 
Part. 1. Livr. 2—3. Paris, Duprat etc. AtL FoL /V. d 10 BIL 
Pr. n. 16 Thlr. 20 iV^fr. (Vgl, oben Nr. 246.) 

[527.] Zur Geschichte des Bauernkrieges in Franken. S. 
Anzeiger f. Kunde d. Deutsch. Vorzeit N. F. Jahrg. III. Nr. 4. 
p. 73—77 u. Nr. 5. p. 113—16. 

Aus einer Handschrift des German, Museums zu Nürnberg. 

[528.] * Memoire dv voiage en Rvssie, fait en 1586 par 
Jehan Sawage^ svivi de l'expidition de FranQois Drake enAme- 
riqve ä la meme epoqve. Pvbliie povr la premiere fois , d*aprei 
Us manvscrits de la ßibliolheqve imperiale, par jLovis Laicoer, 
archiviste paUographe. Paris, Avbry. 12. 1% B. Pr. 2Fr.bQc. 

Vgl. Bull, du Bibl. Beige, Ser. II. Tom. 2. Gab. 2. p. 152 
—53. 

[529.] * Chansons^ ballades et rondeatuc de Jehannot dt 
Lescurel, poeie du XI Ve siede; publik, pour la premiire foi$, 
d*aprh un manuscrit de la Bibliothique imperiale, par Jmatolt 
de Montaiglon, ancien el^e de VEcole des charles, etc. Porti, 
Jannet. 16. 2Vs ^- Pr. 2 Fr. 

Gehört zur Collection de la Bibliotbeque elzevirienne. 

[530.] * Bhodjaprabandha, histoire de Bhodja, roi ii 
Malfjoa, et des pandits de son temps, par Ballala, Texte sans- 
hril , public pour la premiere fois , d' apres deux manuscrUs de 
la Bibliolheque imperiale, par Theodore Pavie, professeur de 
langue et de littdralure sanskrite au Collige de France. Paris^ 
Duprat. 4. 19 ^. Aulographirt. Nur in 50 Exemplare» alh 
gedruckt, wovon 8 in d. Handel gekommen sind. 

[531.] * Carte e Cronache manoscrille per la Sloria Gene- 
vese esistenti nella Biblioleca della il. Unitm'sila liguare. Ge- 
novo. 8. VÜI, 244 S. 



Abdrücke aas Bibl.*IhlidioiirifteD etc. — Bibliothekare etc. I9S 

{53aL] VlpiafH Lihet tingnAarU rtgvlofv m (hiitfi^ VuH^ 
cani vxemplvm cvravit Edvarivs Böcking anno .CID.IJ.CCC.LT: 
Lipsiae, Hirzel. 8. Iß BIL Pr. n. 12 Ngr. . 

[53S.] Sprichwörter der Krimsehen Talüren, von Julius 
Allmänn. S, Bläu. f. littr, Unterhalt. Nr. 4. p, 67—70. 

Alis einer in der Bibl. d. Heil. Synod in Moskau befind-« 
liehen handschrifll. Beschreibang ^er Krim ron P. P. Bol- 
dyrew XVIll. Jhrhdt. 

[5H.] * Sagan om Diürik af Bern. Efter Sveniha Fantf- 
skriftet ulgifven af Gunnar Olof Hylten - Cavaltius. Hfl* 3; 
A.u.d. T. : Samlingar ulgifna af Svenska Fornskrift-SelUkapeU 
Del.Y. Hft.^. Stückhx)hn,Norstedi^Söner. 1854. 8. Pr.lTMr. 
27 Ngr. Campkl 4 Thlr. 21 Ngr. (Vgl. Anz. J. 1850. Nr. 472.) 

[535.] * Codex argenleus i. sacrorum evangeliorum versio- 
nis gathicae fragmenta, quae Herum recognita adnolAtionihusque 
insirueta per lineas singulas ad fidem cod. additiv fragmeniit 
tvangelids codd. Ambrosianorum et lab. lapide expressa edidft 
Dr. Andr Uppström. üpsaliae. (Holmiae, Bonnier.) 1854. gr, 
4. Vllly 125 S. Fr. n, 6 Thlr. (S. oben Nr. 252.) 

[536.] * VHeptameron des nouvelles de tres -haute el trh^ 
illustre printesse Marguerite d*AngouUme reine de Navarre (soeur 
unique de Fran^ois 1er) • Nouvelle idition publice «tir tes manu" 
scrits par la SociH4 des Bibliophiles franQois. Tom. HI. Paris, 
Jannet. 8. 22^4 B. mit 1 Vignette. Fr. 12 Fr. auf hoiländ. 
Pap, Grössere Ausgabe auf holtänd. Pap. in 60 ExempL 24 Fr. 
(Vgl. Anz. I. 1854. Nr. 263.) 

[537,] * La B^forme dans le Cambresis au XVIe sikh 
(1S6(>.) Manuscril publiS pour la premihe fois el annotS pat 
Charles X. Frossard, pasleur de VEglise re formte de Lille. 
[Extrait du Bulletin de la Sociale de l'histoire du prottstantisme 
frangais Annie HL iVr. 5 d 11. Septembre 1854 äUars 1865.] 
Paris, Grassart, 8. 3 B. 

BibltoihekAr« etc. 

[588.] Dr. Carl Aug. Barack aus Wörtemberg ist tum 
Bibliotheksecretair d^s German. Museums in Nürnberg er^* 
ftannt woinlen. S. Anzeiger f. Kunde d. Deutsch. Vorzeit N^ 
P. Jahrg. 111. Nr. 4. p. 99. 

[539.] Prof. Dr. Chr. Sam. Theod. Bernd zu Bonn, frü- 
her bei der Breslauer Bibliothek (1811) u. der Bonner Uni- 
Tersitätsbibliolhek (1818) angestellt, ist d. 14. Septb. 1854 
gestorben. Geb. 12. April 1775. S. Leipz. Repert. Bd. I. 
Hft. 5. p. 311. 

[540.] Grundriss der Römischen Litteratur. Von G. Bern* 
hardy. Dritte Ausgabe. Abth. 1. Braunschweig, Schweisthke 9f 
Sohn. 8. 348 S. excl TU; Fr. n. 4 Thlr. p. compL 

[611.] ^Qrafnmaire fran^iße ^^nrn^Mre et prtHifue. (h^ 



191 BibHothekare etc. 

ifrage riUgd $\kr «n plan enliirement muf, «Ic. ; par Jf. Beicht- 

relle atni, 23e idüion^ rew« ei corrigü avec soin, Paris^ 
Fourant, 12. 9% B. 

[542.] Slaluii inediti deUa Citla di Pisa dal Xll al Xlf 
secolo raccoUi ed illutlrati per eura del Prof, Franeetco Bo- 
naini, VoLL Firenzey Vieutseux, 1S54. 4, JXXlllj 711 S. 
Mit 2 Taf. Factim. Pr. n. nThlr. 

[543.] *Ch. M. Fraehn Opusculorum poslhumorumParsl 
imagine beali omata. Edidü Beruh, Dorn. E. t. (iL: Nm 
supplemenla ad reeensionem numorum Muhamedanorum acade- 
miae imp, scient. Petropolilanae addilamenlis edüoris aueia, 
subjunclis ejusdem de Fraehnii vita, operibus impressis ei 6t- 
bliolheca relalionibus, PetropoH (Lipsiae^ Voss,) Lex,S, IX 
451 S, Pr.n. 2 Thlr. 

[544.] Altdeutsches namenbuch von Dr. E. Förstemann eU. 
Bd.I. Personennamen. Lief.A — 5. Gar — Irmin. Nordhausen, 
Förstemann. 4. 5.481 — 800. Pr. d n. l Thlr. (Vgl. Anz. 
J. 1854. Nr. 1168.) 

[545.] * Georg Forster, der Naturforscher des Volks. Z\ff 
Feier des 26. November 1854. Von J. Moleschott. Mit Tot- 
ster s Portrait in Stahl gestochen. Frankfurt a. M.j Meidinger 
Sohn u. Comp. 1854. 8. 4BU. 295 5.. Pr. l TfUr. \S Ngr. 

Forster war eine Zeit lang Bibliothekar in Mainz. S, 
Blatt, f. lit. Unterb. 1855. Nr. 10. p. 169—73. 

[546.] Die Deutschen Mundarten. Eine Monatsschrift /«f 
Dichtung, Forschung und Kritik. Herausgegeben von Dr. ö 
Karl Frommann, Vorstande des Archivs und der Bibliothek hm 
germanischen Museum. Jahrg. IL Nürnberg, v. Ebner. 8. Mo- 
natlich 1 Heft a 3 Ä. Pr. n. 1 Thlr. 15 Ngr. pro 6 Hfle. 

[547.] *Hesiodi Scutum Berculis. Librorum Mss. et ve- 
terum editionum lectionibus commentarioque instruxil Dav, Jac. 
van Lennep. Ex schedis defuncti edidü J. G. Bullemann. Prae- 
fatusestJ, Geel Amstelodami, Müller. 1854. 8. XJT, 64 «.1125. 
[548.] Diplmiatisches Handbuch. Sammlung der wichtig- 
stin Europaeischen Friedensschluesse, Congressacten und sonstigei^ 
Slaatsurkunden vom Westphälischen Frieden bis auf die neuesit 
Zeit, Mit kurzen geschichtlichen Einleitungen herausgegeben von 
Dr. F. W. Ghillany, K. Würtemb ergischen Hofrath, Professor 
und Stadtbibliothekar in Nürnberg. Th. L Lief. 2. Noerdling^^ 
Beck. 8. 5. 263—414. Pr. n. 20 Ngr. (Vgl. Anz. J. 18o*- 
Nr. 1169.) ^ 

[549.] Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, l^ 
ersten Male etc. herausgegeben von Dr. Johann Georg Theod(^ 
Grässeelc. Lief. ^—7. Dresden. Schönfeld. 8. 5. l93-33b. 
Pr.ätjNgr. (Vgl. oben Nr. 258.) „. ^ ,. i. för 

Geschichte Sachsens und seiner Fürsten. Em Lesebuch F 
Sd^uU und Hms, zugleich als erklärender Text zu\ Sachsen 



> BibliotiiekaKe eit. lOf 

Für9i§n im Bildem. Van DmnsMen. Dresden y Mßitlhold u: 
Söhne. 8. Fi, 169 5. Pr.n.XONffr. 

Sachiens Fürsten in Bildern mit getchiehilichen Erläute- 
rungen von- De^elben, Ebenda's. FoL 21 BL exet. TU: Fr, 
color, 1 Thlr. 6 Ngr, . . . ' 

Die letztere Schrift besteht aus den bei Keinhold u. S. 
erschienenen sogenannten Sächsischen Bilderbogen, mit fiia- 
zufugung der zutweits angeführten Geschichte Sachsens* 

[550.] * Autograj^hes de samnts et d[artistet, de con^us ei^ 
d*ineonnWy de viva08 et de morit^ mi$ aux ventes, par Fr. Orüle, 
avec annotations, glosses, commentairei. Vol. I — //. Paris, Le- 
doyen. 1853. 12. 29 B. 

[551.] *Dr. Martin Luther' s sämmtliche Werke. Bd. LVI 
u. LXIlL=i Abih.lV. Vermischte, deutsche Schriften. Bd. A u, 
11. Nach den ältesten Ausgaben kritisch und historisch bear* 
beitet von Pfarrer Dr. Joh. Konr. Irmischer. F'rankfurt a. M.^ 
Heyder ^ Zimmer. 1854. 8. Pr. ä 15 iVyr. {Bd. LVL Deutsehe 
Briefe. Bd. 4. Nebst den geistlichen Liedern. CIJ, 3705. — 
Bd. LXllL Vorreden, XU, 420 S. mit 2 Musikbeilagen zu Bd. 
22U.41.) Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 630. 

[552.] * Bagnkres de Bigorre. Strophes' improvisees par 
M. Eugene de Pradelj sur un sujet indique et d^aprh quelques 
mots donnis , inslantanement ^ dans ün sdloH oü se tröuvait Jtf. 
Aehille Jubinal, ddpul^, fondateur du Mus ^e et de la Bibliothi- 
que de Bagneres. Paft«, impf, de Dupont 12. V2 '^^ 

[553.] * Bericht über die Leistungen der historischen Coitni- 
mission der Ic- Akademie d&r Wissenschaften während deß aka- 
demischen VeriDaltungs- Jahres 1351 auf 1852 erstattet in der^ 
Classen- Sitzung vom 4. Jlfat ' 1.853 von Th.'G. v.'Kafajan. 
{Aus dem I. Bde d. Sitzung sbefithte ä. hist.-phil. CU d. k. Akad. 
d. Wissensch. abgeär.) Wien, Braumüller in Comm. 1853, gr. 
8. 19 S. — Derselbe auf das Verwaltungs-Jahr I85i au/* 1855. 
Das. 1854. gr. 8. ' 

S. hierüber Lit. GentralW. 1854] Nr. 50. p. 796; » 

*Ü^ber Heinrieh den Teichner, von Defnselben. [Aus d. 
Denkschr. d. k. Akad. d. Wiss. Bdl 6.] Wien, Braumüller in 
Comm, 1856. gr. 4. di S. Pnn.l Thlr. 18 !V^. 

[554.J *C. Plinius Secundus Naturgeschichte, üebersetkt' 
und erläütisrl von Dr. Ph. H. Külh, Stadtbibliothekär. 15. 16. 
und 17.' Bändchen. {A. u. d. T.: Rörkische Prosaiker in neu^ ; 
Uebersetzungen u. s. w. 187. 188^ und 190. Bändchen.) Stuli- 
gart, Metzler. ISb^. 16. S. 1813— 2214. Pr.ä^^f^Ngr. 

[555.] * Geschichte der deutschen Literatur mit Proben aus 
den Werken der vorzüglichsten Schriftsteller. Mit vielen lllustra" 
lioneh in Holzschnitten. LUefi 21. Bd. 11. S. 385—448. Leip- 
*tg, TeuJfMr. 1854. jL«r. 8. Pr.ä%Ndr. (Vgh Anz.'J. 1864.' 
Nr. 1182,) . . 

^^tthQ\i%, Awteiger. /wii 1806. 14 



19t Nachweise über-Reccosiöneii etd von Schriften» 

[65t.} WA#liwiei0C fibev Be6«ii0imieii etc. v«a a«lwlf- 
ten» welche im Anaelg^v erwähnt worden sla«. 

Bulletin du Biblioph. Beige, s. *Hamb. Lit. u. Kril« Ell. 
1866. Nr. 37. p. 290 — 92. 

Serapeum hrsg. ton Naumann, s. Leipz. Repert* 1655. 
Bd. 11. Hefll. p. 4 — 5. 

Beaupr^ recherches sur 1a Bibliographie Lorraine « s. Bnl- 
kl. du Biblioph. ¥hr. 1856. p,74 — 76. 

Brand's Arcbiv- Wissenschaft, s. *Kathol. Lit. Ztg. 1854. 
Nr. 18. 

Hone de libris palimpsestis^ s. '^'Kathoi. Lit. Ztg. 1815. 
Nr. 20. 

Brfibrs Gescbicbte d. kathol. Literatur, s. ^Gotting. gel- 
Anz. 1855. Nr. 62 — 64. *^[athoL Lit. Ztg. 1856. Nr. 6. *K^thol. 
Bll. aus Tyrol. 1855. Nr. 8. ♦Pbüothea 1856. Nr. 'f 

Bücherschatz d. deutsch. NatiobalUlteratur des 16. u. 17. 
Jhi:hdt. s. Anz. f. Runde d. Deutsch. Vorzeit 1854. Nr. 11« p.288. 

Hahn-s Verzeichniss d. Abhandlungen d. Preus3. Gymnasien, 
s. *Ztschrift f. d. Gymnasialw. 1854. fift. 12. 

Hammer -Purgstairs Literaturgeschichte d. Araber, s. BeiL 
z. -^ugsi). allg. zig. 1856. Nr. 64. p. 1017 — 18 u. Nr. 66. p. 
103^ — 34.. ZUchriftd. Qept^cb. morgenUnd. Gesellfich. 1855. 
Bd. IX. Hft. 1 u. 2. p- 136 — 73, Blatt, f. lit. -ünterb. 1855. 
Nr. 9. p. 165 — 66. *Allg. Ztc. d. Judeothums 18?6. Nf. 11. 
♦fleidelb, Jahrb. d. Lit. 1855. Nr. 5. 

Hejlqri Lucas Cranach's Leben u. Werke, s. Leipz. Repert. 
Iß65. B^.L Bfl. 4. p. 222 — 23. 

Hollzmann's Kaippf um d. Nibeluiige Hqrt, s. *AU^* Mo- 
natsscbr. t. Wiss. u. Lit. 1$54. Hft. 12. Benzens Litb^ 1855. 
Nr. 31. p. 121—23. *Hamb. Nachrichten 1856. Nr. 7§. 

Bibliograph. Jahrbuch f. d. deutsch. Buchhi^nde^ Mich^^lJA 
1884, % lyiss^nscji. B?il. z. Lei(p«. Z^g. 18^*4. ^r. 7Q, p. 324. 

KJüpfera Nachtrag z. WfjgVei^er 4urcb d- {-iti. 4. Deut- 
s^^e^, s. «VolksbL f. Sti^djt u. Land }S&i. Nr. 28, 

koner's Repert(ori^m c|. gesi^hic(itL Aufsätze etc. s.. |ior- 
t^n's Lit. Gazette ^855, Nr. 2, p^ 38, 

. Kiugler's kleine Schriften z. K\ipst||f schieb ^, s^ L^ipz. 9e« 
p^t. V8Ji5. Bd. L Hft. 6. pi i?83 — {$5. Menzers LitW- \Sii. 
Nr, ?^ p.97 — 1«0. ^Deutsch. I^unsibl. 1855. Nf. 17. 

)|^l^ahofi[ Z) Gfschicht^ d. ^ibejt^ige. Not, s. Aff^nzeVs 
LiibL 1855. Nr. 31. p. 121 — 23. tGötling, gel, Anz. Iß55. 
Nr* 70 — 72. *Bremer SonntagsbL 1855. Nr. 10. 

Thom. Hurner's Utenspiegel von Lappenborg, s* BUtt. f. 
it. \hlexb. 1858. Nr. 10. p. 188-:- 8«. *St. GalL BIL 186^. 
Ifr. 16. . . 



^MbJb im Aoseigor erwStM wdidea mlL : IM 

Nicket de Vet. Test. Codd. CU'aeoor. faniHis, i^ ^athol. 
LitZtg. 1855. Nr. 17. 

PfafTs LebepaeriQneruogen kr^g, von Pflitjen,, s. Lit. Cen- 
iralbU 18?i6. Nr. II. p. 168 — 09. 

Philippi's Sachregister d. tephniaelieQ Joiirnale, s. *Zt|(^riß 
f. d. Berg* eic. Weseii ip d. Preu^s. Staate. II, 4. 

PoUoralzky Notice Htt. et bi))l- sur Post^tcbine» ^* Vftr 
(, lU. ünl^rh^ 1S55. Nr. 8. p. U5 — 4«. 

Pri(zß) Icoouip botduicaram index, s. Leipz, Repert. IßK^ 
Bd. U. DIU 2, p.. 67-^88. «Oestei^reich. boUn, Wocbe^blf 1855. 
Nr. «• *Bg»pIa»dia 18^6. Nr. b. ♦Athen, franc. 1855. Nr. 7^ 

Qu^rard, Journal de bibliographie, s. Staats* u. Gel^rtB 
Z^g« d. Hamb. unparih. Correspond. 1855. Nr. 76. *Bevue d. 
Deux Mondes 1 Avril 1855. BuUet. biblioßr. 

Qu^rard Supercheries litteraires, s. '^Revue trimestr.t Ann6e 
H. T. 1. 

Schröder's Lexikon d. hamburg. Schriftsteller , s. ^Hamb. 
Correspond. 1855. Nr. 81. 'i'Leipz. Repert. 1555. Bd. II. Uft. 4. 

Schubar|h^$ Report* ^« technischen Litteratur, s. '^'Ztschrift 
f. d. Berg- etQ. Wesen in d. Preuss. Staate II, 4. '^Befg- ^« 
Hütjenmlinn. Ztg. 1855. Nr. 12. 

Sobncke's Biblioth. mathematica, s. ""Archiv d. Math. if. 
Phys. XXIV, 2. *Kathol. Lit. Ztg. 1855. Nr. 4. *Athen. fran9. 
1855. Nr. ?. 

Spengler's medicinische Lit^eratur Nassau's, s. *Allg. med 
Gentralztg. 1854. Nr. 81. *Deutsch. Klinik 1855. Nr. 5. 

Trömel's Uehersicht der wicht. Erscheinungen auf d. Ge- 
biete d. Bibliographie, s. Staats- u. Gel. Ztg« d. Hamb. unpartiv. 
Correspond. 1855. Nr. 94. «Magaz. f.d.Lit.d. Ausl.1855. Nr. 18. 

Wackernagel's Bibliographie d. deutsch. Kirchenliedes, i. 
*Zimmermann's theol. Lit. Bl. 1855. Nr. 2. *Neue HalL Ztg. 
1855. Nr. 82. 

Weller's Lieder d. Mjährigen Krieges^ s. Deutsch. MiHeum 
1855. Nr. 24. p. 878 — 79. 

Zarncke Brant*s Narrenschiif, s. *Mflnchn« gel. Ans. 1854, 
111. Nr. 16 --19. ''Revue d'Alsace Seplh. 1854. *St. Galleir 
BII. 1855. Nr. 16. 

Zarncke zur Nibelungenfrage, s. ^Allg. Monatsscfar.. f. 'Wis^ 
Q. Lit. 1854. Hft. 12. «Neue Jahrb. f. Philo!. Id5a. Hft 3. 

ZuchoLd*s Bibliotheca histor,- naturalis, s. ^Sta^bri$ f. d. 
ges. Naturwiss. 1855, 3. 

Lempertz' Bilderheftä z. Geschichte d. Bücberhai^d,e)s etc., 
s. ^Slchs. Gonstitut. Ztg. 1855. Nr. 7. tp^uts^h. Ij^ufitbl^ 
1855. Nr. 7. 

R. WeigeVs KunstlJBigerkaUlog, s. *Deqts<;li. Ku^^tbl. 1856. 
^r. 19. Brüss. Auct KaULog yon Heu^aner 2.9. Mai 1655^ s^ 
"fitaats . ^. G^KZig. d. Hamb. «ii|Mfth. Cofi:espo<^4. )85$*^r. 106. 



fiOl Nadiweite Aber AeteamrioMBi •«(& wi SfelififleD, 

Leipz. Audi Katalog von T. 0. Wagel 16« Apr. 1855, s. 
LH. Centralbl. 1S55. Nr. 12. p. 196. 

(Sprenger GatalogoiB of the MSS. of the Libraries of ibe 
Kioff of Oudh, s. *Alhen. 1866. 31 Mar. Nr. 1431. p. 374-75 
Tl. 14 Apr. Nr. 1433. p. 436— 36. 

Verzeichnis^ v. BOchern vorzüglich aus d. lleosebach*sclieD 
Bibliothek, s. Neue Preuss; Ztg. 1856. Nr. 41. 

^ Anzeiger f. Kunde d. Deutseh. Vorzeit, Organ d. German. 
littseums zu NOrrnberg, s. *Deutsch. Museum 1856. Nr. 13. 

Herters Miltheilu<ng fiber die Zwickauer Handschriften yoo 
Bans Sachs, s. Bibl. d^ la France 1856. Feuül. Nr. 19. p. 
265—56.' 

Catalogue ile la Bibliolh^que Imp. de Paris, THistoire de 
Franpe, 8. Journ. de Francf. 1855. Nr. 74. 

BJtliotheca Keyperiana, s. Allg. Milit. Ztg. 1855. Nr. 35 
u. 3j6* p. 287. 

. ' Acta Apostolpr. apocrypha ed. Tiscbendorf, s. *Ztschrift 
f. d. histör. Theologie 1855, 2. 

Aelhici. Istrici Cosmographia ed. Wuttke, s. Heidelb. Jahrb. 
ä. Lit. 1856. Nr. 7. p. 100—106. Lit. Cenlralbr. 1855. Nr.4. 
p.52— 53. »Münchner gel. Anz. Uf, Nr. 6—8. *Sächs. Con- 
stilut. Ztg. 1855. Nr. 54. i 

Xnnales de la chroniq. desDominicains de Colmar publ. 
j^, Gerard et Liblin, s. Lit. Centralbl. 1855. Nr. 12. p. 1S3. 

ApoUonii Argonautica ed. Merkel*Keil, s. Lit. Centralbl. 
1855. Nr. 15. p. 235— 37. Leipz. Bepert. 1855. Bd. I. Hfr.2. 
p.7i— 72. Heidelb. Jahrb. d. Lit. 1855. Nr. 15. p. 236— 39. 

Äthanes au XV. etc. siöcles pubJ. par le Comte de La- 
jiorde, s. Wissenschaft!. Beil. z. Leipz. Ztg. 1855. Nr. 33. p. i 
167—68. 

Bergreien hrsg. von Schade, s. Leipz. Repert. 1855. Bd.I. | 
efl. 4. p. 195. Lit. CentralbL . 1855. Nr. 1; p. 14. ^Zimmer- 
mann's theol. Lilbl. 1854. Nr. 156. | 

Carmiqa Hudsailitarum $d. Kosegarten, s. Heidelb. Jahrb. i 
lt. Lit. 1855. Nr. 8. p. 118—21. I 

Donolo der Mensch als Gottes Ebenbild von Jeilinek, s. 
iit. CentralbL I8fl5. Nr. 7. p. 98—99. • *Allg. Ztg d. Judenlb. 
1865. Nr. 22. 

Faslnachtspiele hrsg. von Keller, s. Blfltt. f. lit. Uoterb. 
1854. Nr. 41. p. 750— 51. 

Fragmenta sacra palimpsesla ed. Tischendörf (Monumeota 
«acra inedita Nova Collect.), s. »lllustr. Ztg. 1865. Nr. 615. 
Wissensch. Beil. z. Leipz. Ztg. 1855. Nr. 23. p. 11.5. 

Godefridi Viterb. Carmen de gesük Fnderid J. ed. Fieber, 
8. Lit. Centralbl. 1855. Nr. 9. p. 136—37. 

Byitinea, lat., des MitteMtfrs hrsg. vob Monei< s. ieipi. 



1 



wetcb« hü Ai»t<l8«f ei^Alif #»friiM üni. m 

Äeflcri; l8W. Bd. I. HR. a. p. e#— es. *RatM. BH. I. Lit. 
1865. Nr. 9. *Kathol. Lit. Ztg. 1866. Nr. 8. 

Leibniz refutation in^dite de Spinota publ. par P^iMher d« 
Ctreit, s. Heidelb. Jahrfo. d« Lit« 1855. Nr. 18. p; 296-^68* 

Lieder u. Sprficbe, nieierdeutseh. gteistL, hrsg. ven Üdl^ 
»eher, s. *ZiiÄmerin«ntt's thöoh Lilbl. 1854. NMi>6. ^Bferrig's 
Archiv XVI, 3. *Leipz. Repert. 1855. Bd. l Hft. 1. *K«ÖmÄ. 
LitZt^- 1868. Pfr.8. 

Ludwig d; frommen Kreüzfafhrt hrsg. von t. d. iag^rf, üT. 
»Europa 1855. Nr. 6. 

l^hilosopbie u. Kabbil]! von Jellinek, s. Lit. CehtralbL 
186S. Nr. 7. p:99. ; 

Ps^lR iii Platonisde animae procreatiöne praecepta Coikimefrt.' 
ed. tind^i", s. Aeid^lb. Jabfb. d. Lit. I&S5. Nr. Id. p.l55. 

Spicilegium Solesmeose ed. Pitra, s. "^Ztschrlft f. d. hi«tor«i 
Theologie 1853, 2. 

Spficbworler, altniederlSod. , hrsg.. von BoiTmann ?• l^al- 
lersleben, s. ^ii^iboi. Lit. Ztg. 1854. Nr, 19. 

Theologie deutsch hrsg. von Pfeiffer, s. ^ölksbL t Stadt 
u. Land 1«65. Nr. 9. *Kalhal. Blatt, f. Lit. lÖ5l Nr.l 
'^Phillips u. Görres Bll. 1855. Nr. 5. '''Krit. Bfeibl. z. Deutsch. 
ZtMhrift. £. cbri»tl. Wissensch. 1855. Nr« 1. 

Theophilus hrsg. von Hoffmann v. Fallersleben, s» ''YoIksbL 
f. Stadt o. Land Nr. 6. 

. Vehe^s . Gejiaiigbfichlein brsg. von Hoffmann ▼• FaUersIeben» 
j|. '('Beuter's Repert 1855, 2. 

Zeitung, d. erste Russische, s. BörsenbL f. iä Dei|lseh«f 
JKiclibi 1855. Nr.4^. p. 567— 68, 

Bechsteia's deutsch. Dicbterhucfa» s. ^VolksZig. 1^8lr6«'Nr4 
110^ *SU Galier Bll. 1'855. Nr. W. ^Bremer SdontagsU. 1664« 
Kr. 49. 

Dessen Dunkelgraf, s. «Ball. CLojun 1856.. NM3.. *Dduttdw 
Museum 1855. 1*p. 7. . 

Dessen Fahrten eines Mnsdtaiiteit «. tf< *Jahresfeei(eB 1865. 
Nr. 9. *Morgenbl. 1855. Nr. 1. *Weimar. Ztg. J864l Nr. 2«9j 
f Aachner Ztg. 1864. Nr. 3d2l ^t. GaH«c Bll. 1^55^ N». 1. 

Bossen Mythe ^ Sage, Mäte tt. Fabel, s. LU.> Geitralbl. 
1935. Nr. la > 255^56. Leipf. Rfepert. 185». Bd. Ij Hfty Si 
p^l^O'-^Ssl u.Bd.lL Hft. 1. p.3-- 4v • . » 

Dessen Volksenrihlungen , s; *Biati. f. Bettetrist., ISHir. N^Si 

Bindseil's Corpus Reformatorum ed. Bretsdioeider« ä^*limr 
mrmami's tk^&h Litbl. 1856. Nn Ga*^ 

Böbmev's Fontes Renim Germanieafttnt^», sl. ^Katfatl. Lit; 
Ztg. 1855. Nr. 16. . ! .' i 

Dessen Wittelbajsbsche Begesten, s. "^Hfinchn. gel. Ans, 



9ft ' NMiweif €f jOber Rciceiitioiien «te. 

' lonifai] SUtati ine^iti ü P^at« ß. BeideUr. Jalirb. d. Lik 
i856. Nr. 17. p. 261— 63. 

Braades' Sir Joha Franklio, s. '■'Menzers Litbl. 1854. Nr. 
98. LiU Gentralbl. 1855. Nr. Lp. 8 — 9. i'Kathol. Lit.Ztg. 
leiji. Nr. U. *PeterinaBii'8 Mittho^langen 1855. HfL 1, 

DllBtzer's Erläut zu Göthe's Werken, 8. *Kdln. Ztg. 1855. 
Nr.57,- .1 

Dessen Göthe's Götz u. Egmont, s. Lit Centralbl. 1855« 
I^. 11. p. 178—77. *mustr. Ztg, 1854. Nr. 699. »Europa 
18^6. Nr.Ä. 

Pessen^ Gölhe's Herrmann u. Dorothea, s. *Deutsch. Ma* 
seum 1855. Nr. 17. »Hamb. Nachrichten 1856. Nr. 70. *Sächa 
C^oostit. Ztg. 1854. Nr. 51. "^Grenzboten 1856. Nr. 12. 

Dessen Gölhe's Iphigenia , s. Lit. Gentralbl. 1854. Nr. 50* 
B,8Ö3— 4. 

Dessen Göthe^s Prometheus u. Pandora, s« Leipz. Repert 
1856. Bd. II. Hft.l. p.7— 9. 

Dessen Göthe*s Tasso, s. Lit. Centralbl. 185S. Nr. 11. p. 
^6— 77. Leipz. Repert. 1855. Bd. 11. Hfl. 1. p.7— 9. ^Deutsch. 
Athen. 1855. Nr. 26. 

DOntzer's Erläut. zu Wieland's Oberon , s. *Deutsd). Mu- 
seum 1865. Nr. 17. 

Förstemann's altdeutsch. Namensbucb, s. Neue' Preuss. Ztg* 
1866. Beil. zu Nr. 27. *Herrig's Archiv XVI, 4. 

Geel Praefat. ad Hesiodi Scutnm Hercnlis ed: van Lennep, 
s. Heidelb. Jahrb. d. Lit. 1856. Nr. 10. p. 150—51. Lit. Cen- 
tralbl. 1855. Nr. 13. p.207. Leipz. Repert. 1865. Bd. I. Oft. 4. 
p. 210— 11. 

Ghillany's diplomat. Handbuch, s. *Magaz. f. d. Lit. i* 
Ausl. 1854. Nr. 153. »Köln. Ztg. 1864. Nr. 345. ♦Grenzbot. 
1855. Nr. 3. 'i'Jabreszeiten 1855. Nr. 2. ^Bremer Sonntagsbl. 
1866. Nr. 9. «Volksbl. f. Stadt u. Land 1855. Nr. 14. Men- 
xert Litt)]. 1856. Nr. 39. p. 156. Leipz. Repert. 1865. Bd. IL 
Hft. 2. p. 74—75. *St. GalJ. Bll. 1865. Nr. 20. 

GrSsse's Leitf. d. allg. Litteraturgeschichte, s. ^Neue Jahrb. 
f. Philol. 1864. Hft. 12. 

' Dessen Numismatik, s.. *Numismat. Ztg. 1856. Nr.]. 

Dessen Sagenschatz d. Königreichs Sachsen, s, Dresdo. 
Journ. 1864. Nr. 293. p. 125B u. 1855. Nr. 73. p. 319. Lit. 
GentralM. 1866. Nr. 16. p. 256— 57. «Sachs. Constitut. Ztg. 
1654. Nr. 46. «Allg. Deutsch. LehrerZtg. 1855. Nr. 12. *Jah- 
rMzeiten 1865. Nr. 21. 

Guhrauer Leasings Leben u. Werke, s* *Earopa I8&6, 3« 
• ' Jakobs Hellas hrsg. von Wüstemann, s. *The Athenaeam 
1854. Nr. 1411. 



fi ...'.r 



i'M: 



31» Mi. Sielieiites Hell« ' . 1855. 

Nr. 557 u. folgende enthaltend. 



[557.] Abermals noch ein Wort über Ale .Oettln- 
^er'flclv^ jpibllocrapbie l>lo9rap|iiiine.<^) - 

Julio Petzholdto Josephus Valentinelli. 
His diebus fdscicuhim quintnm ephemerrdi^ tuae ,; An- 
zeiger für Bibliographie" recenrf friihi delatuTn legeram , at- 
tewtisque oculis scriptum „Noch ein Wort ober die Oettm- 
ger^sdie Bibliographie biograpMciue , " nee, injuria tecum nii- 
rabar, ßriquetium in opere „Bitlfetih du Bibliophile'^ niipio 
plus Oetlingeri libhim laudasse. Paf^br tarnen, id ejäs e^se 
indölid^ ot tel profiensiores inhaec stndia'homfnes ab in- 
cepto deteri^at. ' Eapropter non ibo inQtias, laiidem Dettin- 
g^ro deberi suani/ ^uo^d taÜbus' subsidiis egente^ lüc^ qua- 
dam suffuderit. Et plenioribus laudassem sufTragiis/ st tltulupi« 
»rctiörHRiS'Vinculi^t^ätricltiiA, >pediininis seu tentamiiis' nb- 
miiie insigneih 'fecisd^^t. Quodul argumento idteräd, uti di- 
cunt, confirmem, subdo, exempii griatia,' syllabum sc^riptorum 
vitam D.« Hiefonymr spectantiurti, qüae in ööltingeri opere 
desiderantur. Vale. Dat. ex Bibliotheca palatina ad Di Marci 

V^netiariim, XiV. Kai. Jol: MDCCCLV. * 

1. Vita, transito e miracoii di San Gifolamo. Venezia 

1473— S.K 1476-- Ven«zia 1476 — TreVifeo 1478'— 

Ibid. 1480 — Viriezia 14851 
' 2. Transitio dfe sanctö Hierdriymo. Venezia 1487 " — Ibiil. 

1489 — Milano 1490 — Venezia s. a. — Firenze 1490 — 
-i Ibid.. 1400 -^ Venezia 1498 — Ibid: 1507^ -^ Ibid. 

1511. 
' S.' Comincid la- tdv6)d' sbprai la rita, transito et m.jracoli 

del Beatissfmo Hiek*bnymo Doctore ett^llentlssimö. Fi- 

t^ate 1498.'' 
4. fli^edenopb de Konitz, Gregorii, de stricta D. Hieronymi 

Tita Carmen sappbicum, liiptz. 19t04. 11 



' *) Wlei^ohi es nicht tn 'itaeinen leidenscbaflen gehörig nach einem 
«»letzten Male«?^ wie .dies 1«' den Anlündignngen von SeiitJintern ö. iti^' 
der^n Marktscbrfl^ern vtobl; vorzul^omnen: pfbegt; nocäi ein . „aUerieUles 
Map' ZI) .bringen., zo sehe ich niich doc}^ Tererilasst^ zu 'demj j^noch eia 
Wori'^ ober das' Oetting^r'scbe Bach (s. oben Nr, 365) ein „abermals noch 
ein Wort*' hinzazofögfen / am einem Sowolil' von mir, als auch gewiss von 
jedem. Leser des. Ans. '60 geehrten Marine, wie der Vetf. d«s hf^r hiitge^' 
llieilten Sciireibens ist, auch Gelegenheit zu ^eben, sic^ über das Qeltin- 
gerVbe Wfcrk aoszösprechen , zomÄl diese Änssprache aus einem Lande 
ist, aus dem die Leser des Anz. sonst nicht so gar viel zu hören bekommen« 

Petfholit, AnMiggr. /«Ji 18K. 15 



204 Noch ein Wort über d. OeUinger'sche Bibliogr. biogr. 

5«;S. Hieronyi»^ D#«^ore, fiUA vk»,. teaosito ejfiffrac^fi, 
• ' con altre bpöreile. Tenezia 1519. 

6. Andr^ae, ioaDnis, tIieronymifni|s dWt Hjeronymi viue, 
mortis, prodigiorum , dictorum ac scriptorum exflora- 
l#M«6 pwrtWH g g i iB elov Bttiloe 1514« 

7. Placentia, Pii Rubel a, in res sancti Hieronymi gesUs 
• eumiDditarw. Gomi 16B8^ 

8. Tomasini, Jacobf rbiSppJ) Oratio de 'di?i Hioronymi 
laudibus.. Palfivii 1630. 

0. X^oiragine, Jacopo da^ Volgarizif^Q^eoto d^ila vit^idi S. 
. Giplapip. Kovöreta 1624. 
10. (i^su Maria ^ Giuseppe Renalo da^ Agoslinis^no.SealsOi 
Storia della vita deJl' insigne Dottoro, dtUa Cbie^a S. 
Girolamo. Venezia 1^(46. . « ■ r 

11. Bqmahi, Vinceqzo, . (jouipendio stpxipp delia vilaedegli 
,, . scrUii di S« Girolamo ; Dott. Massiffio do^l'^ CUiesa. .Pü- 

pepza 1840 t- Ca^atraaggiare 1845^ Vpt lU 

12. Buse,' A., der beilige Kire^ieolel^'er Hifiroiiyinu3. Leip- 

;' .jsig 1847. , ■. • ' 

' !|[3*..BedeI(ovich» Josepbi> na^lale solum magpi, £^le$uie 
. DoQioris S..,; Hieronymi in riideribu8,Slri4(Wi&:OCCiilla- 
/. ' tum. Neostadii Au&trU^ 17^2. . , 

14. CoJeti, ia^oVi, de situ Stridiohis urbis Oia&^iistß. Hie- 
ronymi disceptatio. Vef)^tüj$ 1784. 
'l5. CiccäreJIi, Andrea, jDise^rXazjqne suUa palriadi S. fii* 
•^ roianio, ßagusa 1811. •' 

16u Sianqoyidi, RieU^o» S. Girolamo dinioatralo. ovideole- 

niente di patria Istri^no.. l^^ies^e^ 1819. ;. ' !.j.:i 
,17« Stancc^vicb, Pietfo, della patria di ,S. Girolamo* Venezia 

*'■; 1824. ^ .''..•,.• 

18^ dapcir, Giovaiin], della patria diS.. Girolamo« Bisposta 

all' antecedente. Roma 1828. 
,19, -j — j-r-.— Seconda ed ultima risposta aliOanonico 
I ^^elfb St£incoYicb istriano. 2^ra IQßl. 

Ex unguf^ leoAWi* 
i.!j/, . :..i'-' . '.'• »:: • f ■'.'• ■' -' .,' .-"Trift.-" 

[ 558. ] CAtalognlr -Blbllbth^i^ai«» Hf onätft^Ht ad S. 
Petram Salisbarfenstfl saec« XII. conüeriptni« *) 

Hi sunt scolares libri istius eccLesifs. , — , BpeUiii eotn- 
menta ^pp^r katbegorias, -^ Giisilbeyrttts 6oper Boethium de 
s* trinitate. .^-^ Prasciana^ rainorw "^ B6«tius de s. trinitate. 
^^ Bo«tiu8 de consoläfllolite. — Ovidiüs miijorl ~ Ovidius 
ejjjstolariim. — ^^ Salufeiius. , — iFuvenalls et coiqmentura saper 
ip^um \is\ uao volumina* — Priscianus ccmstruotiones. — 

, rt Aiis'ttoneV oben Nr. J270 «rwihnttr Schrift über P*liiBps««n 

p;l 84-00. '....■. 



f^f§mmM»\[^u^l k(jf$fjfdaQ]AmMeÜB vt.^mmentun 
supr^.JB UDA .volHHNQe« — - Hor^tiug et conmienlura super 
ip^uiA^. rrr Twenlitis« *t- Prudentkis ymBorum etbistoriaruiq 
et 8iccoi90chiae (pfiycboiQachiae) . ei coDira Syaunacbum in 
un#>Qluminek -* Dao P^raji. — Tfea Lucani. ^-r TresVir- 
gilü. r-r £xpQ$ilio super Donatuoi et Alzimus (AIcimus) in 
üflo Yfilumine. r^ Eeda de arte metrica. — Ars Fooi (Pbor 
</^o). fninuasticL - — Pippspen — £iperimenla Yppocratis 
(Uippaoratis). — . Galienus, — Duo Porphii (Porphyrü)* — 
Qvidius de remedio «moris. -^ Tres Seduiios. — Geometria 
Euclidis^ -^ HerainaDtis cootractus super astrolabium. ^~ Abe- 
cadariiiou '^ -Maf eianu^ et qqmmentmn super ipsum. — Qviw 
dius de. iMmr fi et de rfsmedio ameris et sioe titulo et de 
ponto iO) Uno, voluffliae. — theodolMS libellus de VII pta^e-^ 
tia. — \ TuHius de aasicitia et de senectute et iiivectivaruiQ 
io.uaa .veiAtfUine. — Expositio super artem Euclidis. — Ser* 
Tiu8#, — Y$idortts etyinalogiamni. — Homerus. — Duo, tres 
Aviaav T^ Plato melapby&iea et topica Aristotelis. — F'abun 
lariMS. r^ Doaati VI« — Ercbenbertus magister super Dona- 
tum. -rr Dialectica Angnslini. — Tragedia. — Grammatica 
Ettticeiitts (Eutyaliii ?). — Plalo. — Seansiones metrorum. — 
AloborismMa, r-^. Dialogus super Priscianum* — Libellus de 
dialectieis, quissicinei^U: prin^o coosideraDdumestinhacarte. 
Hic,:^st,9umerus librornia, qui continentur in bibliotheca 
salgpiirgeii^is ^lesiae ad s^Petrum: Matutinalis über ab ad* 
vßotu^dopm iisque ad pascha ocdjliialus atque legendus. — 
Qeihde .aliua a. Pasfih^ u^que ad adventum domini similiter 
faistus. 9tq|ie qrdinatMS. — Deind^ tertia pars de sanctis per 
tpUHp) aanum similiordine et opere factus. — Liber reguip, — 
P^lyppmene (ParaHppinena)i. — Libri Salomonis. — Jpb. — 
T^byas. -T- Jttditb; --* Bester- — Ezdras. — Libri Macbabeoruoi II. 
cupB^. auis prfolpgfift ei.praefationibus in uno volumine. — Penr. 
tateuf^s^^H^ysi etJosye, — Liber judicum et Ruth cum suis 
prologiß et {{r^fationibus in. uno volumine« — Libri propbe- 
tf^MMi.tyfn.maiprum^ quam n^inorum cum suis prplogis in 
UA^iiVoU^ainf^. ■*— Liber. jS. Apgustini de civitate dei. — Au- 
gu$mus siiper: beiE|tus vir. — Augustinus super: quid glo-^ 
riaris« 7-- Augustinus super: voce inea usque ad centesimup^ 
p^alAMUDt. — Augustinus sqper: domine exapdi primum us- 
quß a^.^nem {>3£|lterii. — Augustinus de s. trinitate. — 
Augus)^p»iia <ie, v^rbis dpmini. — Augustinus de nuptiis et de 
con^pip^eptia. ;-T,.A^fi:ustinus de concordia IV evangelista- 
rum. u^^ Augustinus, ae doctrioa cfaristiana. — Augustinus 
cop^^.y bereses. — r- Augustinus de nnico baptismo, <jle spi-. 
ritU'QtJitera in uno volucpine. — Augustinus de baptisn^a 
P.arvi^prwwiv— . Augustin US, de psa|l;no CXSX usque in finem, — 
Augustinus copfessiajQum. — Augustinus ad Prebam it orando 

15« 



d^o. — Item AuguBlifiQ« epiatolatum. — Sex parte« ttmrdies 
Gregorti in Job. — Gregorins super EecfehieleflUi. <— ^ Grego- 
rius de ciira pastorali. — * Gregoriüs super caotioum caalko- 
iura. — Dyalogus Gregorii. — XL oitteiie Gregorii eC pas- 
siones, <|uain plures et de assinnptiene s. Marie in une wo- 
Itwnine. — HieroniniHS super psatteHunn. — füeroBimus* su- 
per Matheum. — HIeronimus super Ysayam per dnas lli 
partes. — Hieronimus supra Ezechielem in tfiiatMiB' pariibus. 

— Hieronimus super canticum canticorüm. — Hieroniioas 
in liieremitam. — Hieronimus contra ievinianum. -^ Hiero- 
nimus deXüquestionibus. — Heticiis Hieroniroi. — Epislole 
Hieronimi. -^ Hieronimus de vittt' patrum in duobus' Tolumi- 
nibus. — Rudbertus super XII prophetas. — RlNN^tas sv- 
per apocalypsin. — Rudbertus super canticum canticdruiB. — 
ftüdbertas de victoria verbi dei. — Rüdbertos de meÜitatione 
mortis. — Sermonarius Augustini. — Tractatus Aml^rosii su* 
peil* epistolas Pauli. — Item Ambrosius de ^ignUate sacer- 
dotum. — Item Ambrosius de ofliciis. *— ltem> Ambremis 
de sacramentis, et Fachasius papa de corporef et sangime 
domini nostri Jesti Christi in uno volumin«. — Augostkius 
ad quendam comitem sibi karissimum. — Beda saper Lh- 
cam. — Duo matotinales satis preciosi. •— Amularius de elfi« 
ciis*. — Item Amularius de romano ordine. -^ RomanuB'ordo. 

— Due omeiie hiemalis et estirales. — Liber ^egum in ye- 
tert volumine. — Duo raedicinales libri. — Quadragesiitiales 
omelii. — Liber CJementis. — fixpositio AUgostmi ' super 
Apocatypsin et vita patrum in uno volumine,'*inf quo bftbHur 
Johannes Chrisostomus de reparatione iapsi et Isidonis de 
eodetn et alie multe sententie de scripturis sanctis. -^ item 
sermonarius antiqüus. — Beda de tdbemaealo'. -^ Fateries. 
-i- Ysidorus de officiis. — Ysidoros sententiarum. — F^r- 
mula honeste vite, in qua habentur de assumptione s. Marie. 

— Vita s. Blasiii — Vita Bachumii abbatis. ^- Vita s. Rade* 
gunde regine. — Vita s. Nykolai. — Vita s« Marie egiptiace. 
Fassio s. Biasii episcopi et martiris.. — ^ Vita s.^'H&dberd 
episcopi. '— Vita s. Venezelai toartiris. -^ Reffligida'' super' 
genesim. — Item Ari^elomüs diacönus in genißsim. -^ >Tria 
folumina sententiarum Hugonis magistri. — Haimo super 
apostolum. < — Item alia expositio ejusdem supra aposfohim. 

— Affricana ystoria. — Cassianus. — Cassiodorus» de anima 
et diaiogus Augustini de qualitate anime in uno Toluttiine. — 
Augustinus de cura pro mortuis. — Epistole Pauli' in reteri 
Toliimine. — Josephus de excidio Hiero^olittiorum."^ Hylarios 
super psalterium. — Coilationes patrum in duobus vo^lii4ni<- 
bus. -^ Ganönes moguntini. — Honorius de imagin^ mfdndi. 

— Origikies de singularitate clericorum. — Cantica cantftiolfum. 
-^ Passio s. Pauli apostoli. — Vita Ejgidii. -^ Passio «.^A»- 



Cärul. BiUIbtb. Mohästerii ad S. Mhini Salisburgeirsi^ etc. 207 

lonini öiarllris ih iino volumine. — LegesLongobardorum.—^ 
Bedä sopfer actus apos^tolorum. — Cosrnographia. — Capitula 
canönum graecorum. — Regula s. Benedicti. — Flacidius de 
bonoi^cl ecMesiei ' — Origines super canticum canticorum. — 
HaiiDo su|)er apöcalypsin. — Benedictionales et pontificialis 
ordo in unö tolumine. — Penitentialis. -^ Libri sapientie 
Salomotiis in yeteri volumine. ^— Textus evÄngeliorum. — ^ 
Annualis Iibet (sec; manu annalis). — Liber scintillarum. — 
Mäiöres pi'ophetae in veteri volumin«)^* — Vita s. Nicolai..— 
Vita' s. Martini. — Vita s. Alexii. — Passio VII dormien-^* 
tiam. — Vita s. Cohimbe confessoris. '- — De inventione s. 
crucis.— Visio cuiusdam monacbi in extremis iacentis. — 

Vita s^. Pufsiöm's confessoris Passio s. Cyriaci martiris. ^- 

Passio s. Romani moöächi. ■=— Passio s. Vincentii monachi. — 
Nazarif, Cel^f,' Gervasii, Protasii, s. Sylvestri. — Relatio Ät- 
holfi de s. Ibcis in uno TOlumine. — Omelie Cesarii epis- 
copi ad monachos. — Vita s, Augustini, Gregorii, Hieronymi 
in üno volumine/ — Passio apostoloruni Symonis et Judei 
cum reliquis in uno volumine. ■ — Liber Petri Damiani vita 
sanctor'üm'' patrum in veteri volumine. — 'Apokalypsis Jo- 
hannis, ^ossatus. -^ Epistola Gebehardi episcopi ad Her- 
mannüto episcopum. — '■ TractatusHieronimi de psalterio us- 
<j[u^e' in finem ih parvd vblhmiüe. — Passio s. Dionysii cum 
reliquis. — Glosariüs super vetuö et novum testametilum. — ' 
Libelius' de s. Rudberto, qualiter in regionem Bavariorüm 
venerit; et responsio contra beresim graecorum. — Liber de 
öiagonlina fcynodü. — Libelius de laude virginitatis. — Sy- 
nönima' 'Ciceronis. — Liber heibicus. — Geriiloguö iHiero- 
nitni. --^ Libelhis Hieronimi.de infantia salvatoris. — Duo Vo- 
lumina de operibus VI diehim cum interrogationibus et re- 
sponsiönrbus suis. — Item benediclionalis. — Item peniten- 
tialis libelläs et excerpta canonum de sententiis scripturaniro. 
Libelius die astronomia. — Liber s. Johannis Cbrysostomi'de 
cordis cohpuncllone. -^ Item libelius de synodo Mogontie. — 
E^iposilio Bede siiper Tobiam. — Libelius de initiis qua- 
tuor evangelioram. — Passio s. Sebastiani. — Passiones 
äpostolorum et aliorum sanctorum. — Rudbertus super ve- 
tus testamentum. — Hoi>6rius super: beatus vir. — Episto- 
larium Augustini. — Hieronirous de bebraicis questionibus« — = 
Musica Gwidonis monachi. — Dem Honorius super: secun- 
JJum quinquaginta. — Epistolarium Augustini (sec. manu de- 
lelum), -:*-, Gratianus de ecdesiastica itistitutione. — Sen- 
tentie. Petri Bailardi. '— Sermonarius fratris nostri Adalmanni, 
"^ II«» maiuiinales Kbri eiusdem. — Augustinus de vfcrbis 

spostoli. — Hylarius de s. trinitate. — Augustinus de 

(sec. manu deletum). — Honorius supef canticum cantico- 
runu -^ Gesta Karoli. — Solinus. — Beda super canomcas 



epistol^s. — Aqu1|18 ecolesie. — 6«4a wip^r {!sdfi(ip. et si>- 
p«r Tobiam. — * QoAorius- de cognitiaae vit^i -r- Augjislww 
2|(| PelruiE de fide. — I)e n^<uralii)us excerpMi^ lib^. be^t« 
memorie Eberbai-di archiepjscopi. — Regula Basilii episcopl 

— Coippotu^ Gerlaadi. — Qtiinliliapus de rethoricu. — K'ud- 
bertus qe officiis. — Peroh^dus ad EogenJ^ip papam d« 
consideralioae. — Capijtvla caaoQun gr^cofwn^ — JL^ibeHw 
de assumptione 9., ^^^^Q^^i^ evaogeli^te. — Liher äelega- 
tioDiim. — Hieronin^us^iQ Oai^ieleiD. — Methodius m9riir<ie 

•npvi$si(nis temporibiis* -^ Pbysiologus. — Hysloria de Äpol- 
lonio antioceno. — Coippotus Wicpertü — Decrelale G^lasii 
pape. — De 8^ Bonjfäcio libe||u$, quoa^odo B^^wariam dm- 
serit in qu9tttQr episcQpatua. — UlartyroiQgium Mmi$ coiu^- 
dam, — l^ibellus vetua de . actibus apoato)oruia. — Liber 
oaveliarum Origei^is. — Ädamnoa ia libro regum^- Ksaie« Je- 
remie, Ezediiejis. -^ Speculum ecclesif quod erat üirW 
prebyteri. — üe wonialibus. — Honorius de gemma anioit 
7-- Sermon^rius quida(u> cuiu$^ inUiumt PaulM9 io e^posiüooe 
ev^pg^lii: quum apprepJnquareU — Liber Ansbalmi dialo- 
gua. — Opus quoddaoi de^cau^a criQatii)ni$ boi^ws. - 
LiJ)er scintulai'iim ^i libri seutentiarum in uqo YolitmiDe. — 
Bepedictioaale, cujus initium; digoorum us^us* — Canti^um 
CjajiUcoriim el passione^ sanctorum et p,in^i6 <IM^d3iB io oi^o 
volumine. -^ Opusculum quöddam cuius iniUtw) digoairedo- 
oyae Jesu , ia quo est libellus Au^ustijpi ^d cqxniu^ai quer 
darn. — Liber decretalium» cujus ihitium,: ex fidci cbri$tiaoa- 

— Dialogus Gregorii et vita quQrui[iflam saQc;toruq9. io upo 
YoIiADfune. — - Ueip benedictionalisi» c^ius initium: in^c pe- 
tera sacramentum. -^ Officiale quoddam parYum, ipitiumau- 
ten) est : sunt qui e^ volvnt. — Item yersifieus übeHu^, cu- 
ius initiM^i: calcofonoa (x<xl^6g)€oyog}^ — Matuünft^e^ qqa- 
tuor> quorum unns, habet additam ex|)^Qis^tlaQeg]^ sujpier canti- 
cum cantico:^upi, et über qu^idam, cui.u^.iqitiMi02 y^ta Bran* 
daoi. -r- Item libellus, cuiiu^ initjvip fratrei.pmbst|^J:i et in 
eo Xsidorus de officiis^ ^^ Hos qm^^ dedit Sigloi^u$, sed et 
lapidariuio, cuiu^ iaitiuin: versus ^icut bien^ps, et spACuiuJo 
ecclesie,, in quo et nonnulU ^efiftopes alii jsunt,. — .. 



(559.] Ber Jabresliericht der Kais. ofiTentlichea 
BI1>ltothek In »t. Petersbarn^. *) 

Es ist zwaiP Xk^ick, nicht lange Zeit hc^r». dßs^mäir Varao- 
las^nng gegehea war, von d^ PuUication.Qn der K^isidrlkbeo 
Bibliothek in SU Petersburg ?u ^preche^t^^.) und doch fiebi 



♦>S. upi^n Nr, 62Q- . ,. .: n;. 



neiti T^^ 



mir 4|0.tfirtdieilitf* mmsr* tifHMii «chon ^ifeder G«Mg«»lhe!t 
dasu.i . die .ich aüoh um so wiMiger benuizd, als iff dem > neu 
6r6€hißoeD«B SohriHtohen;, dem Jabre»b«rioht0 der Bibliolbek 
lui! 1854^ aimeir dort i^ftlroffenen neuen ÜinmMuftg' ^äd^ehl 
ist, ,»)»lt^ mit. meiner Mitlhdlung in einiger tia|iereki Bö- 
sielNlAg Stobt» £8 ist nämlich vsepi dem Director der Kaher- 
lieh^a Bibliothek, Aeichsrath Bereu v. Korff, die wirklich 
.sehr.;iive^miäs8igo und .anderen Bifa|£|theke¥i zur Naehäcb- 
tung . gewiss ;tu empfehlende tntitjjimm^ geCfoffi^n 
das« m^n aHe von der Bibliothek M^st faerau^gegebefl 
SttC sio bezügliche Sobciftea gesammelt v und in eineiti' 
aondecttn Sohranko. unter der Aufschrift t „Geschichte 'iitjd 
Pilibli€»lioneni< der Kaiserijiobeit öffentlichen Bibliothek'^ auf- 
ga&telUtJbat. : . i : • ' • 

Piese Sammlung besieht ibie jetzt aus 78 MirnlMernim 
.49 BAnd«n, und zerfällt im rier Abtheiiangen da^ Zlsttf^}g|e 
nach (wqfur wohl kaum: elm: passenderes EintbeiluiVg^iHolueUt 
hatte gefun4ett wefden^ körnieo),* tidmlicb: t) tu^^dtt Zth 
4eir Grafen Zalulki/ den» der älteste t^ond der Biblf^Hhiiik 
seine £ntslehUDg verdankt; tindihiier Erben 1744 -^9§, 18 
Nrr.; .3). aus. äet Zeit der Bibliotheksdiyedtle« A.P. Olem'ri^ 
1808-^43, 20 Nrr.;. 3) der Direktion D. i<] Buturlfä'« 1843 
-r*r49, ,9 Nrr..; 4) Aer gegen wärligen Direktion vom Ende- 1849 
bi& MiUd 1854, beceits 31 Nrr. > • 
, , Die erstedie&er JkbtbciliMgeB eröffnet das in französisiihjir 
.und polnischer Spraobe zu Warschau ersebiieiienie Projei 4^a^ 
sooiala&n de plusieilrs peraonnes^'aiiia teure de beUeil^ftrk 
el ouri^uaes 4atoir dans la nou'veautis tontes sortels d^^terifs 
jjieriodiqiieft et de nouveauK livres curienx, qu^pSfroisseiit 
daog les paya etraiogers; donn6 par S: E. Mgr.fAbbe Gonrfe 
deiZaiMski G. Referendatre >de^ la eouronne de i'ologn^, }e 
2. Jaavier 1744. 4., worin dei* Griaf Joeeph Zalüski zum ^k*- 
sten Mftle 4ie Absicht ausspricht, «eine Bäcbersammlbng iu 
einer . öfil»tlicben BiMiethek m machen. Er schldgt did Eütt- 
rio^tung eines L^seeirkels vor, unter d<dr au^dröcküdifen Bis- 
dtngung , daes die auf gemeioschafUitbe Kosten veräcbridl^ 
nea Zaltocbriften und* Bücher edhUesslich seiher BiMiothfli 
einverleibt werden sollten, da diese doch für den öffenlDe^^h 
Gebrauch bestimmt sei. Dieses t^roject ist ohne Zweifel zthr 
Aftslühffung gekommen, denn mau ersreht mcht uuf aus d^m 
Rondedureihtn Selbst, däsä eich bereits damals! diiei erforder- 
liche Zahl von Theilnehmern , bis auf einige wenige, ^emät- 
det bajtte, sondern die Mehrzahl der in Verschlag gdbrachten 
iottrnale befind^ sich auch gegeuwärti>g indcfni Zahiski'äcHeh 
FoQ« der Kaiserlichen Biblidthefc: Auf d9es6 Schrift fblj^t 
«der Coüftpfietus ii«vae eolIedViöiiifif legmn ecelesiästicat^mP^i'- 
iofiiab (ilitile: Syne^tteon; PMei^iae drlhödösta«) tkim «t idl«e 



iiM^llpctioQis ßCvifkoTum: «tccteMaaticoniiiD Poiadae JbddiloniM, 
tiülii el editorugi quid^m sed rarissime ofeviorum » quarain 
ifiipvesjsipn^m per AM^diiiti .praenumeralionis, «eu m vulgo 
iaiunt subsorjplionis (aoieiKiam propaoit orbi jflterario eara« 
cojl^ctor Jpsopbus Andreas Comes in Zaluskie Zaluaki, S. 
T^eologiats el jurtsi utriusque Dr., supremiis R«giii [^toniae 
.Aefjereiidarius, Ahb^s JF!<^nianeti «tc. Var^nae«' 1744, 15. 
Septhr. 4. Die Vor^e t^Bthält beacbtenswerlh« Naebricbten 
ub^die .Gröodung 'flKUuski'schenBibHotbsk^ und dasVer- 
^^ffUf^^' d«r ia da^ S^RRcon aHifzünebmeDden Stöcke raacbl 
^^^Handscbriften und seltene Bücber des ZaJuski'scben Fowls 
rnajnhaft, die sieb aui da^.Poloiscbe Kircliewecbt besi^beo. 
^J§ eioe Art Vorlaufer dieaes Canspectus.ist ein litcerarifickes 
Prograinm anzusehen^ welcbes bereits 1732 ia > plolniaeker 
,jl^Pfa(^be erscbioneo. war, und itodanb in lateioi^ber Ueber- 
.,s^l^^ng herausgegeben wurde^ unter dem Tiiel :, Ptogf^emdi 
litter^isiun) , ob exempiarium raritatem^mukifari^mque erudi- 
.tionepi^ex poionieo in latinum sewonem. tra^slatum, retudi 
nc:;bist.oria<n litter. Poloniae, LitbuaBtaie,' PrBssiae ^et GuronUe 
, i)Iu&trari cunivit . Georg. Pdt. SchuJtJ . Däniisä. 1743. 4. Fer- 
ner; geböten bierber die von Chladenius, Badlinski und Byl- 
^eni zum Lobe d^rBibliotbekiverlassten.S^sbrifteo aus denJ. 
p) 747,-^.55,. wie «niebt minder die yortnefflicben- Arbeiten des 
für die Zaluski'scbe Bucberstamtnlung begeisterten Bibliotbe- 
'(k2|rsiJlanpzbi.»:<Ue für die Verbreitung der Kenntniss yon der 
ZaljMsM's^lbEen > Bibliothek am .meisten beigelriagea bakafl. 
,Jlapio7ki's:]Nacbricbt yon .denen ins der Hocbgrafliob* Zaitiski'- 
^cben. Bibliothek .sioli befindisndeiL raren pofaiiscben Bäcbero, 
iPresde^n .1747— 753.^ 8 in 5 BSodeuv und seinl Si^eiiaen Ca- 
.laJpgi codieo^ip: maquspdptoruni Bibliotbecae Zalus^anae^ Bres- 
.,dae 1782./4) bilden die erste Grundlage .zur. eigeniliob«» Kennt- 
.nißs. des JSuoberschatses, für dessen Geschicbie öbrigens aiHJi 
jdieNßcbricht von der NOfi J§ir. Ea:<sellenz :dem Erlaucbten Gra- 
^^n, in .Zalnskie Zaluski* Bi^ohofen voo Kieiw, ;gemaebt«n«Stil*- 
tnpg der öffentlichen Warsoh^er Bibliothek' 1761^ 4., pol^ 
j^isdi und deutsch bera.usgegeben' von der Geseilscbait Jesu, 
,;welcbe die Bibliothek bekaoQtltich. ^u erben ihoffte^ TOaWich- 
,tigheit.ist^, Endlich finden sich in der ersten Abiheilnn^ noch 
^;ie aus der Zaluski'sebeiQ I}andscbrilteBs.amn)lung'heratt8f«ge- 
.hßoen Poßppiata; Joiannis Oantiscj. 1764. 8., und vier gedruckte 
J^aialoge fCir dje ^m&chen den J« 1760 ,und 1781 an^^eelteilteo 
jppublettenverkäufei. ... : / \ 

, . ; Die zweiite Abthedlung der Bibliotbokscbriften« beginnt 
nach :langer U,nteifbrecbungt, nacbdem die Zaloski'scbe B»- 
.ch(^rsai;nnilung in ;St4i Petersburg; ihre {bleibeede Statut gtefun- 
4ep liattej mit dem >^m iiem Bm(^ior Ol&aku ^usgc}arh«it^eB 
Igfßjii ] #u^;iip ^QmfA^ Qr4ii^tlMm'»9iii^V^ »out i% IBibijotbeiiae 



Der Jahresber. der.8M$ffIi.BibliillbiBk is Sü Petersburg. 2U 

Imptlfiale.i&8tlP6Ciimh6iirg,Si;P«tersb««]Jrg 1809. 4., v««flchein 
eift^e die.G^cbicbte der BibJktthek betreffendQ Notitea fin4 
fibriebie über die arBlen OrgUMSationsurbeiten bejigefägl sind- 
DefDftaohst folf^n- <&e iVerocdMitgea, die neue Cinrichluikg 
der K«i$eriieben Bibliothek betreffiend, St. Petersburg 18121, 
8m in rtissfeoher, dettistber» fran{((sischer und lateSnisqber 
Sprache;, fovß^t die Bestbreibung der feierJicben Eröffnung 
der Bibliothek 1814, m russischer ^ ynd das- Reglement für 
die Benulzung der . BiUiotbek in dftji: graanntQu vier. Sf^ 
i^hen; R^eln !der CatalogisatioA 1819, für die Bibliothekare ^ 
allein gedruckt; ein kurzes Yerzeicbnis^ der griechischen 
Haadsohrifleni 1840; endlieh ^ucb, ausser den Jab'eabencbr 
ten derBibllotbek von 1808--17» die von Strojew im J. 1829 
hera«idgegebe&Qa Catalogb der GraHicb Toistoi'schen Samm«- 
Ibng ni«bis«^b<;t aiUr Drucke und. Handscbrifteii , welche AH 
Ei^mlkQfßfi der Kaiserlichen Bibliothek gewordert ist. 

' Dje -cbilte A:bib^Jiing umfasst, neben einigen; Jo urnal- 
artibeln 4lber^D^0ne merkwürdige Bfanuscripte, verscbiedeue 
Abflage» ded^fiibiiotheikreglemeots, sowie den von Undokki 
verfasslpo: Cdtalog v<^n Kasterin's slavonisch-russiscber fiür 
«hersaotiBlungx Welche iid^r. KautmauD Soiic^wjew itn J^i'lS^S 
der BtUiathek zom Geschenk gemacht l^L i >. ) 

'■f 'tir: d.er. vierten und letUen Abtheilung .firiden sieb di$ 
regelmdssigei > Fdge der Jahresberichte (welche mit : dem J» 
l&n zu erscheinen (aufgehört hatten) vom J. 1830 an , ims^ 
siseh und deuiseh, einige auch in französischer Uebersettung.; 
Borna« Catalog'dfer onentaiischen Handschriftetn ; .Minzlofis 
.€aiaU^<der.altdeu4 sehen Handschriften; das Sp<BciHven« einet 
illuetrirton rGatakogs der Incunabeln und typographischen. Sei- 
tenh<Hteti; de.r:Iilbogra)>hirte Catalog-der. Aldinischen Ausgai 
bonv der (Wegweiser der Bibliothek« in russischer Sprache; 
mehrere Doubletten*. und Auptions-Cataloge; der Entwurf 
eines Gataloges aller Russiand betreifender Schriften in friem^ 
den SpriN^en; die neuen Statuten und Reglements der Bin 
bh0tjl>ej(: 185:1; wwie eine Sammlung verschiedener, die ßi-* 
bliothek überhaupt und ihre neuen Einrichtungen, ufid> Er- 
werbungen betreffender Berichte. Hierzu kommen noch der 
Wiederabdruck der ersten Russisjcben Zekung y^m ;J. 1703 
und die unter dem Titel bibliographischer Fragmente in der 
Russische^) ZMlschrift, den 'vaterländischen Blättern vom Au- 
giiSiti Octqb^ruQd December 1854; veröffentlichten and auch 
in ,^i<iei| kleinen Anzahl von Separaiabdrucken erschienenen 
Ablianfltungen:. 1) lieber einige Rnssland betreffende deutr 
sehe ScbriftCin au^ dem End^ des XYIltet) und Anfange des 
MUften lahrhunderts> i)^ Ueber die in »fremden Sprachen er-r 
schienenen Ausgaben der Instruction Catharina's IL, 3) M. Me-^ 
chovius und sein Werk „De duabus Sarmatiis/' : 



fiia : : LHterariMw Cblltdaii^en. 

Was. i\A sotistifeii auf dir K«t0«rlwh^ BiMo4h«k beiig^ 
Hohe« Vorgänge betrtffit, «o sind ditse im J. 18M, gletdmie 
In den vat^WgegangieneQ , BätinntUdb siefop ztifirfedeastdicoder 
vifd der Grögsc der Anftlak^ entspfrecheiNler Art geWflwn. 
Di« oiin«liin schon rei«li«ih ^ns SUiat8mitt«in g«l/rfilineii' jähr- 
liohofi Einkünfte der ftibtiotbek haben thei^ft nni rorauglich 
aus Doubletten- «od anderen Verkäufen, tbeüs darcfa Ge- 
sehe^Dke yoi^ Priv«tleuteR einen sehr ansehnlichen *8uschiiS6 
von naher an 990d R. 8. erbalten. Die Zafall der neoen Er- 
werbungen, die der Bibliothek sowohl dsrchi Aafaauf (for 
10314 R<. S5K.S.) und Bintausch gegen DoubielUDv als auch 
auf deni'WeiB;e = derSehenkung zugekommen sind, belauft »ich 
Buf mehr als 15,000 Nutnmem, von «d^en I^IS tn den 
Bidreich der gedrueklen E6eb«r, 1049 ih den der KMen, 
fiüpferstiehe, Mttäikalien elc. und 162 in das F»tfi *der Hand- 
schriften lind' Aatographen geholfen. Hiertmteir befindcMv sich 
1498 Bande, i als Geschenke de» Staalgratbe Aditang» 1036 
Tom 8taat9rath Gretsoh, welcher der 9Srfi«thek' ausserdem 
«Mich noch eine auf die Ereignisse des >Jl 1848^ bezoglicfae 
und rtm ihm «uf einer Reise in Deutschland, Prankretcfa «te. 
Qhr diese Zeit ge^mtnelte Anzahl vbn 169 KupCersüehan und 
Lithographien verehrt hat, > ferner '3B0 Bfindevon dem Ma- 

Siüter Malysdhüwttsdl , 273 <vem Staatsrath Bonge, 2% von 
em Butgaren Dobrowitscti,' 208 veitt Släatisrartii Pogodio, 
191 vott> Th. J. Prjanisehnikow und 149 vom Oberbibliolhe- 
kar Becker. In Bezug auf die Benutzung der Bibliothek ist 
zu bemerken, dass im Laufe des J, 18§4 im Ganatei» 198S 
Le$ierbiile(s ausgegebenf, und dreselben zusammen 29,645 Hai 
benutzt wordefi sind. Die Kahl' der zürn L«sen ' "Nrabfölg- 
ten Werke beträgt 3M7S^ Bände, und zwar^ 24,137 in rassi- 
scher und 10,338 in frerti'den Sprachen. In den Sälea der 
verschiedenen Abtheilungen sich'^iu ^iesenschaiUichen Z^eokefi 
zu beschäftigen, dazu haben gl2 Personen die Erlaubniss er* 
halten. Ausserdem ist die l^ibltothek Um ihrer SehQiiswQr* 
digkeiten Oberhaupt willen von mehr als 1300 Personen^ be* 
sfKiht worden. ,' - : 

■» ' ' >• ' — ^ ■' I 

[9«0.] liltt^^rartirche Colleetaneeft.^i) 

9. Voltaire's Qenjriade un4 Puce|lf^. 

La Ligue, oa Henri -le- Grand, poßrte ^pique. Oenieve, 
I. Mokpap (Reuen). 1723; ib. 1724; Amsterdam (Ein^eux). 
1724; — autres ^ditions: La Hen^iade. LondnsS (Vlöüen). 
1728; La Haye. 1728, 1729; Londres, H. Bold TVtirt (Pa- 
ris). 1730; Amsterdam. 1732; Londres (PamJ. lTJ3ll734, 

•) S. oben Nr..888; '*.'*. '■' '<•... .:.. .' ;. •• imu nu* 



1187; AwUiitdiro; 173$; Loiuirc» (Pur«). 1741 r 1746; Am- 
sterdam (Roaen). 1748; Dresde. 1748; AamHevdMn. 1750, 
m9; JUjNin»« <P»ris). 1761; Pam, . 1785 ^ LoOdref (Parif). 
1768; HeflrichemoBt et Bidache (Toulouae)» 176^; La Hoye. 
1770; Paria. 1770; Aviaterdaai el Paris« 1 1771; Lamdand. 
1771; P^ima $. 9^ (177&); Berlin M Paria. 1775vN«ufebÄiel. 
1778; Genöre. 1778; Rouen. 177»; A»stard4«i.- 1779 $ Ge- 
«^v^. ]t779rCar]»ruh6. 1780; B^rlkr ^t Paris. 1780; Lon^ 
dres (Paria). 1781; Paris 1783, 1784; Basle. 1785; Caen. 
1787; Evreux. 1788; Amsterdam. IT88; Rouen. 1789; Gas- 
sei. 17^9. Kahl 1780; Paris. 1790; Uambourg. 1791; Paris. 
1792; Reriin« 1793> Uambaurg; 1795; Loodres. 1795; Pa* 
ris. 1800, 1801, 1802, 18CI4, 1805, 1807, 1808; Avignon. 
189ft) Paria. 1310; Geiii?e.l811; Paris. 1812, 1813, 1814, 
18.15, 1816, 1817, 1819 ireia ed*; 1820« 182Ü (fvais 6d<4 
S4ra«b^urg. 1822; Paris.' 1823 tvois M.; 1823: deux ed.; 
1824; Londres. 1824; Paria. 182^, 1826; Nao4es. 1626; 
Paria. 1828, 182» dem ed., 1832. 1835, 1836 irpis edo 
1837, 1839. 1841 de«|x ed.; Avigooi). 1846; Pari^. J8&Q. : 
La Pm^lie d-'Ori«ana« poemo. iottvajn (Franc(orii)'.17d4; 
ib. (IMale). 1756; ib. . (Fra»cfoirt). 1756; Lppdrea . (Paris), 
17dQ, 1757; Qei^^, 1757; Amat^da«n. 1757; Londrea be- 
ritiera des Gli^avira, Blaew et Vas^Q^an (Fr^qce^)» 1758, 1761; 
Londrea, compagnie. 1761, 1762; LcHidrea (Geii^Ye)^ 176^1 
Copculix et qux Oetices. 1765. 2 vol.; Lioadnes (Ganove)« 
1771; ib. (Beriin). 1773; ib. (Franpe). s. p. (1780); Qih 
Leana. 1781; BM^i^AKh^- »• a.; litehl. 178^; Amstardam« 
1788; Gaaaal. 1789; Londres (Parw). 1789,. Pws.. 1789 
deux ed.; J^ondrea (Paris). 1790; Paris. 178(3, 1801, 1803* 
1804, 1808, 1814,1816, 1822, 182^< 1831, 1832^ 1^9, 
18*2. 1^45, 185Q, • —7,— /. 



Allsemelni^a. = •• 

[561.) S^rapeum hng. von Naumann. FdrUietmiig UM 
Nr. 466. •..• • ...| 

Entbäll.: .. : . . 

HauptWu Nr. IL p. 161 — 71. u, Nr. 12. p. 177 — 91. Zur 
Gescbi44it0 der Druckerei des Aldus Manvtius, nebst Bei*^ 
trägen mr Littevatiirg^eachichie d«a XV. arnd XVI. iahrhun^ 
darts. Voo Dr. Anton Ruland, K. Oberbibliotbekar aa 
Watzhurg*: (Forta^taung folgt.) — km einer deor jetzt de« 
MuDcdner Hpf- iuhI StaatabibUotliek gebörigett HAndachrir- 
t«» Haitlin^Pn Sc(M5d«J;«. . i ' : :i 

Nr. IL pt l71-rT.76^ 8cbiua$ von; fiapoJewlus, vonArehmit 
Hi9«8<ib^ AP OffQ9d«ii«»,-T AU9 Mimid Irflbwi dem Midrafibiir?4 



^«r Doiiistlft, jeUlder Dresdner Kfinigl. BiiMiolifdL %eh^ 

rigen HaniilstchHrt. > . 

Nr. 11. p. 176 11. Nr. 12. p. 191—92. ßibliothekenchronik 

und Miseeilaheen. 
Inlellifenkbl. Nr;ll. p, 81—84 u. Nr. 12. p. 89— »3. Forl- 

iseUuDg von: Die Mnigifebe Bibliothek in Berlin in den 

Jahren ISS^Ii 1852, 1853. 
Nr. iL p. 84—88' ü. Nr. 12. p. 93—9». BiWiogr. Anzeigen. 

/ Bllilioi^f iH^lile* 

(S63.] Die Büeherkunde. fSeparatabdruek aui : ,iLthr- 
hukh 'der C^nli>ryiDi^ensehafi, Herausgegehen von Aiberl RoU- 
ner,** Leipzig, Brockhaus in Cernm.J 4. 89 5i 

Da^ei* Herausg. des Lehrbuishes der Coritorwissenschaft 
nicht far g^it befunden hat; anzogeben, dass der vorl. Auf- 
satz über Büeherkunde nicht von ihm selbst rerfasst worden 
fiei, 60 benutze ich hier gern die Gelegenheit, als den Au- 
tor des Aufgdtzes den bereits durch seine trefftichen Bei- 
träge äsur Geschichte des Buch- n. HandschriftenbaBdek in 
weiteren Kreisen bekannten Buchhfindier A. Kirchhof in Leip- 
zig zu nennen. '- Es mag dies zugleich für die Leser des Adz. 
zur Empfehlung des Aufsatzes dienen, der, «^efm auch zu- 
nächst nur zur Le^dre für Buchhändler bestimmt, gleich- 
^hl für alle Andern von Interesse ist. Derselbe zerfallt in 
folg. vier Abschnitte: 1. einen historisciien Ueberblick des 
Bücberwesens im Allgemeinen, worin die Bücher in Bezug 
auf ihr Aeusseres beträcAtet sind; IL die praktische Büeher- 
kunde, wekhe die Bücher als mercantiles Objeet ins Auge 
fasst; UI. dte praktische Bibliographie, ijie sich mit der Er- 
drterung^ der Hilfsmittel zur Bücherkenntniss beschäftigt; 
IV. eiuen Umriss der Litteratiir des Buchhandels u« seiner 
Hilfsgewerbe, sowie der Bibliographie, soweit nämlich die 
Kenntniss der letzteren für den Buchhändler Bedürfntss ist. 
Obwohl jeder dieser Abschnitte mit vielem Geschick u. mit 
Sachkenntniss behandelt ist, so haben mich doch der erste 
und leti?te mehr als die beiden anderen aus. dem Grunde be- 
friedigt, weil der Verf. in jenen mit einer grösseren Sfelbst- 
ständigkeit und Sicherheit als in diesen gearbeitet zu haben 
scheint. Die geringere Sicherheit des Verf.'sim zweiten und 
dritten Abschnitte giebt sich schon von vornherein darin 
kund, dass er den zweiten „praktische Büeherkunde*' u. den 
dritten „praktische Bibliographie'' betitelt hat, während doch 
im Eingange des Aufsatzes die Büeherkunde uv die Biblio- 
graphie iii> weiteren Sinne mit Recht als identisch bezeich- 
net sind. Es soll naturlich, wie sich aus dem Zusammen- 
hange ergiebr^ der erste Tkei richtiger heissen: „praktische 
BOcherkunde 6d»p Blbliogrivphie' im weiteren *' ik ^er zweite 



Titel: ,,(mik4i^fe äercherkunde der BiWiographfe infif'cngeren 
Sinne.** Ebenso 2eigt sich auch jene etwas geringet'e Sicher- 
heil im Verlaufe der beiden Abschnitte selbst, wesshalb es 
wohl auch der Fall sein durfte, dass der Leser in (fiesen 
Abschirittißn weit eher eitiige Punkte finden möchte', in de- 
nen er ntit dem Vef f. nicht gleicher Ansicht sein wird. Ich* 
z.B. möchte ftiich mit dem im zweiten' Abschriitte Ober tHö 
Seltenheit d«r Bücher Gesagten nicht überall einverstahderi 
erklären können, u* die Grenzlinie zwischen ^^n absolut ui 
den relativ seltenen Buchern felwas anders, als dies der Verf. 
gethäfi hat, gezogen wissen. Nrcht minder ma*: r*h das im 
Capitel über die bibliogriaphische Systematik (im dritten Ab- 
schnitte) Mirgelheüte nicht überall unterschreiben. Diese Be- 
denken sollen indessen meiner Empfehlung deä Aufsatzes 
nicht im Geringsten Eintrag thun. 

[56^.] *Arehh für die zeichnenden Künste mit besonderer 
Beziehung auf Kupferstecher- und Holzschneidekunst und ihre 
Gesehiehie. Im Vereine mit Künstlern und Kunstfreunden heraus- 
gegeben von Dr. Robert Naumann. Unter Mitwirkung von Rnd, 
Weigel. Jahrg. 1. Hft. L Leipzig, R. Weigel. gr. S. SOS. 
Hauptbl: u. Xll 'S: IntcUigenzH, Pr. n. 26 Ngr, f Erscheint^ 
in zwanglosen Heften d 4^—6 B. , jeder Sogen 5 Ngr., u'. blh 
det jährlich einen Band von mindestens 25 B.^ * 

Es scheiht, als ob dieses Archiv auch für die Hand- 
schriftenkuhÄe und nicht minder für die Geschichte der Ty- 
pographie nicht ohne erhebliches Interesse bleiben werde, 
wa^ um so glaublicher ist, als ein Bibliothekar die Heraus- 
gabe übernommen hat. VgK Leipz. Repert. Bd. I!. Hfl. 5. 
p. 290—91. ♦ ... 

[564 J Eigenthümlich zusammengesetzte Unterschriften mu- 
hammedanischer Manuscfipte. Van G. Flügel. 'S.' Ztschrifl. d. 
Deutsch, morgeriländ. Gesellschaft Bd. IX. Hft. 3. p! 357—67. 

1565.] Della Tipografia- Bresciana nü setolo decittioquinto 
Memorie di Luigi Lcchi Presidente delV Al^eo dl BresciUi 
Breseia; 'tipografia Venturini. 1854. 4. 128 S. mit 8 Tft/. 
Schriftproben^ Buchdrucker ^ u. Papietzeiehen: Pr. w. 3 Thh. 
Nur 150 Etempiate auf gewöhnt. Pap., 50 auf Velinpäp., % 
auf engl. u. 5 auf färb. Pap. 

Diese der Stadt „ Brescia che fu tra le prime* in Italia 
ad accoghere l^ärte onde si accommuna e perpetuä lo scritto 
questo brano di storia patria non ultima delle' sue glofrie ec' 
MDCCCLH" gewidmete Sdirift ist offenbar mit ferdssbm 
Ffeisse und mit Zuhilfenahme sehr ntnfassender Quellen ge- 
arbeitet, und* bildet einen wichtigen Beitrag zur Spezial- 
geschicbte der Typographie. Leider hat der Verf. nur Eins 
versäumt, nämiicli den angeführten Titeln der Bücher, die' 
aus der Presse von Brei^cia hervorgegangen' sind, die deA' 



at« BiMiograpliiQ^ 

^l;lford^r^ngell der DiUipgrapbie enlsprec^eiHie günaaere Be- 
schreibung aogedeihep zu latseii. Der Io(iaU der Schrift ist 
folg,: p. 7 — 23 Della Tipografia Bresciana nel s^olo XV; 
p.« 25 — 81 Catalogo cronologico deile edizioni Breßciane del 
secolo XV; p. 83— US Appendici L Di alcuni stampatori e 
4i aici&ne edizioni Bresciaoe — II. Delle tipograi^i di Tos- 
colaQO e di CoUiOi e di alci^ni libri stampaii in proTiDcia — 
Ili. Dei Fac simile e di alcuni libri omesfi nel calalogo; 
p. 119—28 Indici delle materie e deir edizioni di Brescia. 

[^66.] * Bibliographical CaUUoffue of privateiy prnUd 
Booki^ ßu John Murlinj F. S. Ä. Librarian^ Wobum iftley. 
S^ond Eäiiion. London , Van Vomsi, 8. Pr. 2i s» 

[567.] Lehrhuck siner allgemeinen LüeratgttehiehU alUr 
bekannten Völker der Welt elc. Von Dr. J. G. Th. Grüi$t, 
Biblioihecar, Bd. IIL Ablh, 3. Lief . 4t. Leipzig, Arnold. S, 
S. 577—768. Pr. 1 TMr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 1106.) 

[568.] * Memorial lilt^aire et bibliographique. Examen 
critique, de la littertUure, des sciences ei des arts mi XlXt 
siicle. Mai 1855. No* 1. Paris ^ tmpr. de BubuUson. 8. 
3 Ä. Pr. jeder Nummer l Fr. 

Wiewohl es den Schein hat, als wolle diese Schrift die 
Liiteratur überhaupt berücksichtigen , so ist wie bei derglei- 
chen franz. Unternehmungen n,ur m s^r zu furchten , dass 
sie ausschliesslich oder mindestens in sehr überwiegender 
Weise nur die Interessen .4er franz. Litteratur yerireteo 
werde. 

[569.] * Trübner* s B ibliographical Guide lo Amerifsan Li- 
teratur e; being a Classified List of fooks published in tke ü»i' 
ted Slales of America during the last Forty Yearn. London^ 
Tri^bner hf Co. ^. . 

Dieses S^hriflcbei| , welches nebenbei ganz Unnöthiger 
Weise darauf ausgeht, die von Archibald Alison in Bezug auf die 
Aqaerilianiscbe LU^eratur geiLban«n Aeusserungen (den^fi ohne- 
hin Niemand, ein Gewicht heigelegt hat) zu widerlegen, bal 
einen grossen Fehler* — oder es hatte sich nicht einen Bi* 
bliographiqal Guid^ß nennen dürfen — nämlich den Fehler« 
4ass es bei der Angabe der Bü^erti,tei niicfat im Entfern- 
testeri bibliographisch genau ist:, e» begnügt sich in der Re- 
gel mit der Angabe de^. Inhalts, des Nafl;teDs der Verfasser, 
des Formats und Preises, y^i^^^uint aber, den Verlagsortt 
Verleger und das ^ahr des Erscheinens anzuführen. Soosl 
enthält das Schriflchen manclie Jnter^sai^lo Notiz t ;weraii6 
sich die mächtige Steigerung /in der Amerikanischen Büclier- 
production ersehen lässt. So erfährt man unter Anderefli 
dass, währejud sich die Zahl der in den 1842 vorangegange- 
nen 12 Jahren erschienenen Schriften ^us^ipmn^ auf 623 
original worka and 492 reprints , exdadtQg r^prifils of no- 



vds «[1^ ^lesv,i)ßlff^fi^fl h^«?.» .iip Ji* 1853 alleip 733 Pflif 
wQPJiS) 278 .rep^lnt^iand 35 trai^sjaüone in Ar^erika (ißC^MS'^ 
gej^ebef ^ord^f^ aind. D^e Heproduction AinerikaDisctier Bü* 
eher in England, ii\ Fpige des internationalen Verlagsrechle?« 
tiat sjfi^ im f. 1854,, soweit, es dem Yerra$ser bekannt, g^^ 
wpydeft.ista ^^i 185 Werl^e erstreckt. S. fAlhfn. .21.Aßfi|, 
Nr. 1434. p. 460. ~.$^— 

[57.0.1 f Allgemeines ßHqhßr'liexikon, fon Wilh. H^insius, 
Bd.Xl.^^ ufßlchef, ^ie voji 1847 bis, Entle 1851 er^vh^ne,i[keni 
Bücher und die Berichtigungen früherer ErscJ^innngen ßntkäli^ 
Beafpeil^i und heratfsgeg^tien von Ludwig Franz, Albert, Schiller^ 
Lief. 12..Uö(/i^//. ,5.265 — 344.. SchrüHer — Ta^Hheniuch,}^ 
Leipzig , Btoq^f^u$^ \. Pn 4^11,. 25 Vgr.^ Schrbp^ «♦ 1 Thlr. 
^Nffr. cy^L.oben JSr. l^ß.) , .... 

[57J.J. V.^ßeifhniss def ßv^cher, Landkarlen elc^^ tDßkht 
vom Januar bi$ zum Juni 1855 neu erschienen oder neu auf* 
geleg^t, wqrden md^ mit Abgabe der .SeitenzalU, der [Verleger, 
der preise in\ l^ .Thaler tFuss, Uterarischen, Nachweisungen und 
einer laoißpmsßi^ftUchm Uelemcht, Herausgegeben und verhgi 
von dei; j. C Binrichs sch^ Buohhßnidlung Jn Leipzig, QXIV4, 
Fortsetzung. ^. JLVUh 288 S. Pr. w. 15 Ngr.,[avtf Schrbp. n» 

2<>^^-. .t(Vgkobeo Nr. 55,) 

[572.] Die JLiteraturen Oesterreichs,, {Aus ditn Magazin 
für die Literatur des Auslandes,) 5. hörsenbU f^ d^ B^tscJh^ 
Bachh, JVr. g5- |>. 112.9—29, Nr. 86. ,p. 1143 — 44. ,Nr. 87. 
J»- llß2. . . , 

Naqb .der. o|)eo I^n 275. ,aiigßfuhrtßQ bib]iQgraph.-&|at|- 
stiachen ljeb^rsi<J;it.;d.,XJieralur d,^ daitiarreicht Kaisei^taa^lef*,» 
aus, der aqcb ia den RH L li|.er. (JnteirbqU. Nr. 2$.. p. 47jä 

— 76 ein kür:;^;;«^ Axtikelj, untei* dem Titel: Die Liter^^iir 
dieiis ö^treichißc^c^n ,8^^isersUßt^ ) mitgetljieilt ist. 

[573.] Einen ii)teres»i^nten- Beitrag, zur lic^m^tniss der.^ta-r 
tisijff^en yer)»|ilt9^ße.dßr Pariser Zeit^ungep enlb^It dieji^. 
bliogr. de la France, Feuill. Nr. 25. p. 336, wo eine. üb.Wn 
^iiQl^tlicI^e Z,i|Sfi9]rpeos,teUuog der l^t^rke d^r AHflage, .j^jelcbe 
d^s a^m le.^uli :^836, gerundete Journal, la Presse, ^v\eh,l 
^.^U .Sieben i^.t. Se^hft A^onate na^h der.B^rä^duf)g bs^U9. 
^icl^ die, Zahl der; Exefn|iil£(re .auf Qß3.l belapter», und iq d^a. 
darauf iolg. Jahren in dieser Weise gestaltet: 1837:. 13,^00 -^t^ 
1838: 9300 — 1839: 9550 — 1840: iM85 — 1,841: 
13485— 1842;. 15,170 r-r 1843 ^ 1«,092 — 1844: 16,895 

— 1845 (jwM Vergröfs^rupg des Formats):. 23,971, -- 184ß; 
25,779 — ^ lg47 (zur Zeit der Opposition g^gen das J^inisle- 
rluru Guizot): 82,300 -- .1848 (bei der Bevolnlion vom 24. 
f'eMrth 93,869 ..— 1849: 34,779 — 1850: 21,479 — 
185J: 21.^96 — 1§52: 18,857 — am 3l.December 1853; 
22„78? rr >0).Mf D^W«bw 1854; *l,a37 ~ HnMaii855; 



21^ BIbliognptMe. 

43,695. • In Bezug auf die Abonnement^prets^V^rbfillnisse 
der Presse zu den anderen grösseren Pariser Journalen ist 
erwähnt, dass, während die Presse jährlich i^nr 54 Fr. ko- 
stet, die Preise der anderen folg. sind: Pays 56^ Assemblee 
nationale 64, Constitulionnel 64, Patrie 64, Siede €4, Ga- 
zette de France 66, Univers 06, Union 68, Journal des De- 
bats 86 Fi\ 

[574.] *Brüi8h Cataiogue of Books pubtished during 1854; 
wUh a Reference Index in ihe TiUes upon a netö prhtciple, 
London, gr, 8. Pr, 3 s. 6 d. 

[575.] *Me88ager des scienee$ hialoriqües j- des aris et de 
la Bibliographie de Belgique. Reeueit public par /. de Saint- 
Genois, C, P. Servure^A. Van Loker en^ P, €, Van der-Meersch 
et Ph. Kervyn de Volkaersbeke. Gand. 8. Erttkeinl alie 3 
Monate u, bildet zusammen einen Bd. von c. 500 S. m»l i466. 
Pr. 6 Thlr. , 

[576.] Swensk Bibliographi För Ar 1856, elter AlhnäM 
forteckning öfwer uikomna Böcker ^'iiusikatiet^ Sartor; Mop- 
parslick och Stenlryck, ülgifwen' >af B&ktrgtkeri^Societeten, 
Stockholm, tryfkt hos Norstedl hf S&ner, 8. 12 Arr. ä Vi— 
IB. Pr. l Thlr. (VgK An«. 1.1854. Nr. 86.) 

[577.] Wissenschaltlicher Jahresbericht. Von Dr. E. ÄJ- 
diger. S. Zlschrift d. Deutsch, morgenlähd. 'GetelUohafU Bd. 
IX, Hft. 3. p. 321—66. 

Euth. eine ursprünglich zum Vortrage bei der Herbsl- 
versanomlung der Gesellschaft 1854 bestimmte, seitdem aber 
bis zur Abgabe für den Druck ergänzte und fortgesetzte, ibeils 
descriptive^ theiis kritische' U^bersiebt liber mehr als 200 
oriental. ti. auf d^n Orient bezöglieh^ Schriften', Aufsätze/ etc., 
welche seit Anfang 1854 im Drucitfe erstbretien smd: Diese, 
sowie die von Dr. Arnold gearbeitete, nachträglich noch zu 
veröffentliclrende Ueberskjht ober das J. 1853 scbllessen sich 
an den im Anz. J. 1S54. Nr. 8S6 el*wähotM froheren Artikel 
Rödigei^-s. ' 

[578.] Verzeichniss der in CoHsiant^opel htzfersehi^enen 
orientalischen Drucke und Lithogra^i^y* ton Frefiherm t. 
Sehlechta-Wssehrd. S. Zlschrift d. Deutsch, morgenlänä. 43e- 
sklhchaft, Bd. tX. Hfi 3. p. 626-^27. (Fortsetzung Ton 
Anz. J. 1854. Nr. 827.) 

Entb. 20 Nrf. • 

[579.] Bibliographie' iu^ Geschichte des deutschen Kir* 
chenliedes im XVL Jahrhundert:^ Von Philipp' Whtkemagel. 
Frankfurt a. M., Heyder hf Zimmer. 4. X, 718 S.' Pr. tompl. 
n. 4 Thlr. Ib Ngr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 1023.) 

Dieses vortreffliche, jetzt mit Adsgabe der zweften Lief, 
vollständig gewordene- Buch , welches * das erstd ebfes schon 
seit langer Zeit verbereiteten «grösseren Werket ;flb^ das 



<l6>tffse)lft Kircfaen)i«A biidel* (das zweite soll die £iede^ s^^ib^r, 
das dt4tle ^eren Geschichte enthaUen)', ist auf dem Gebiete 
der Bfbltograpbie elhe d€r vorzögh'chÄtien Erscheinungen , die 
um 8^ m^hr ^uf Anerkennung rechnen darf, als sie nur we^ 
nige u. seht* nnziultlngliche Vorarbeiten hat benutzen können^ 
Was es aber im Bereiche der BibHograpbie sagen vriJI, ohne 
die gehörigen Vorarbeiten etwas Varzögliches zu leisten, Dsfs 
brauche' ich den Lesern des Aoz. wähl nicht erst weiter an- 
zudeuten. Ueberail, wohin man im Buche auch blrcken mag, 
trifft m^n auf Reichthum, gepaart mit einer fast heispiellos^'n 
Genauigkeit lind Sorgfalt, die dem Laiefi sogar Jächeiiioh 
und höchst überflüssig vorkommen mag,«|^e aber nichtd^ 
desto 'weniger 'gerade Das ht,' wias dem Buche in den Augen 
des Sachkenners einen besonderen Werth verleiht. — Mögen 
diese wenige« WorEe vorfäufig hinreichen, die vort. Schrift 
den Ledern* des Anz. zur aufmerksamsten Beachtung zä em- 
pfebÜn. Zii e^fiefr eiVigebenderen Beisprechting des Werkes, 
des^n ScMdss erst vor wenigen Tafgen in meine Häi^de ge- 
kommen ist, febite die Zeit. Solche ßuchbr wollen ei*st'mitf 
Müsse stiidirt sein. ^ ! • i h 

[580.] G. flomey er gedenkt sein früher in Druck gfege-^ 
benes, aber nicht im Buchhandel erschiedfenes Vet*zeichtiid9 
Deutscher 'R^ebtsbädher „vielfach berichtigt und bereidieift^ 
nunmehr • zu' verölTentHchen. S; Homeyer's Prolog zur Glosse 
d. ^äcbs&. Landrechts. Betl 18d4. 4. 

\^h] Literatur des Schiffs ^ und Seereehls ^ von Dr.' Ckrl 
Wüh. Bürder, S* Rechtslexikon für Jurisien aller deutsehen 
Staaten'' enthaltend die gesamthte Reehtswissenschafl red.' von 
Dr, Juliu» Weiske, Bd. IX. Lief. 5. Leipzig, O. Wigand* 8. 
p. 724—38. ^ • 

Diese Litteratur bildet den Scbluss eines umfänglicheren* 
im Rechtslexikon abgedruckten Aufsatzes von Härder über 
das Schiffs- und - Seereebt , der auch in eineni besonderen 
Abdrucke (75 S. Pr. n. 12 Ngr.) erschienen ist. 

[582.] * Recherches bibliographt^es et reeulsil d*oh8ervalions 
eUniques- pour servir «i ^4tude des indications et des contre-in" 
dioations des eouir min^o-therriiales de Bagnoles de VOme; par- 
le Dotieur L. Desnos. Paris, impr, de €kiiraudet. 8. ^% B. » 

[•583.] ^Repertofium der Technischen Literatur die Ja^e^ 
1823 ^ts einsehli' IS6^ umfassend eic. vm Dr;, Söhul^üflh. 
Liefi, 4. {Knopfnkaeherei'^ Optik.)' BerHn, Becker. £eÄ. 8, 
S.48r— 640. Pr. 4 l Thh. (Vgl. oben Nr. 289'.) 

[8841] JVe« trsühieritene geographische^ Werke, Aufkäiu^ 
Karten und Pläne. Von W. Koner. S. Zeitschrift f. Anfe*i 
meine Erdkunde hrsg. vm T. E. 4jrUfnprecht. Bd. IV. Üft &J 
BerUn. 8; p 442—46. (Vgl. oben Nr 16« •) 

[585.] Literarisches Handbuch fwrOesehü^le und Landes^^ 

PetzholitfAnteiger. JuU 1856. 1^ x 



hm^ von 9e4ien an ,4^<f«iiuriiifn. .«nüli teH ti^^^MloriHtfltM» 

an. der Bofbiblioihtk,. m üarm^ßH md Cabw^U- Bikfi0ihelfm 
Sf. Kön^ Boh. <les Ovo^hen^i. 2« S^f^0tMnU . <4^ /k*^. 7.: 
ßeUrd^e lur Kenntnm der hand$0hrißlicken imraimr übfr G§- 
9ehichu und Landeskunde «<m He$ifien im AUgetnemen vmd dem 
Qr^sshertogthum Hep$en iv^, Besonderen^ BarmMadi^ /f^n§haui, 
8. VL 015. Pr. n.UNgr. (Vgl. Anz. J. 185t Nr^ U6<) 

Waqa ich feuh^r Gelegenheit gehabt. bat>e, mich io Be* 
^(Ug auf die Grändliichkeit« Ordnung und Voll^täodicimt de« 
W/ßPben Ularäris<:heA Handbuches nur lob^od aiMspnecb«!! 
zu k^^nen^ so giebt mir auch die vorl. FarlaetEung didses 
Handbuches, welche mk, wie ihre Vorgänger , mit der ge- 
druckten , so mit der bandschrirtlicheD Litteratur besebaltigtp 
hinreioheDden Anlass, dem tiesef die Arbeii ato eiae recht 
wackere u. mit aller Liebe und Sorgfalt ausgefubr&e empfeh- 
le ^M durfein. AUerdinga eteht mir hinaidiictlicb der,. Frage 
der VpU^tfirvdigkeit des vorl» Heftes aus dem Grunde kein 
Vrtheil ZM» weil 1 mir eile JMiitel der Centroie- Dea^en^ .was 
der Verf. gegeben hat, u. was er zu geben im Stande gewe- 
sen iwärf?^ dercha^s feblej^; aitein ich will gern glaubea, dass 
er: jm Punkte der Vollständigkeit dae ibm .zur Zeit Jtföglicbe 
geleistet, bßbe. Zudem i&l auch, in dieseim Punkte; der fitaass« 
stabj den. mau an dsie V#rgfiQger.des fleftesi wohl ataufegen 
berechtigt gewesen, hier .tm eo.iwetiiger anbiegen« als der 
VerK , in Betracht dass da« handschriftliche Material «ip bei 
Weitem seUneres, versteckteres und unzugäqgiicberee ist« 
seine Arbeit überhäufet nur Beiträge zur Kenntoiss der Aaiid* 
sehrifti» Litt^ratgr genennt hat. Dieser. Titel setzt okaebin 
dem Urtheile der Leser gewisse Grenzen. Dessenongeeditet 
bleiben' einige Bemerkungen unbennftlmien«.' Da das Biehel- 
cheti sich als Supplement ^u dem W.'siahen lit«rär« Hand- 
buche bezeichaet, so wäre es. eigentlich auch erforderlicb 
gewesen^ dass es sich hinstchtHdb der ftuhricirung ; aeines 
liateriales genau an die des Haodbuchee aagescblosBen hätte: 
dies ist jedoch nicht in voller Ausdehauag geecheben* Auch 
habe ich die Hinweisungen auf .das Handbnchi wie sie im 
ersten SupplementheOe reebi zweckmässig eingeschalt^ wa- 
reii.i .im vorl. vermiest* Nicht minder eine systemttjscbe 
Ueberaicbt, die, so klein auch das Heft sein* näag^ doeh ihre 
gatea Dienste ieisteu wurde. Den Mangel eine» Registers 
bat es mit dem elften SupplemeiUhafte gemein. . P, 38-^39 
üftdea eich, die Nachweiauagen dier baadschrrftl. ibiUeratur 
über die Hiitebaeher, Darmsta<tter,,G*eseenerv Hinscbhener, 
Lorseber, Mainzer, . Marburger .a. SeeUgenstadter Bädialbekea. 

[586.] Der BibUnphile PetorolirJky. & BlMi. fi IHer. fJn^ 



EiH' fiüahtiger Ueberhück ub«r den InJ^lt der obon 
Nr. 61 u. a« erwähnten Querard'schen Noüce sur M. Serge 
PoJtoralzky. 

[587.] *Cühara Lulheri zum Kaieehismus , oder Predigjltn 
über Luthers Katechismu$lieder vwi Span^/enberg, Ai$ Vorbild 
zur Liederuuslegung in Kirche u. Schule neu herausgegeben und 
mit {äCbensbeschreihung und Sdiriflenverzeichniss Spangenbergs 
vergehen vion Semin, -Dir, Wilhelm Thilo. Berliut Enslin. gr, 
8. Xri, 371 S. iV. n. 24 iV^r. 

[588.] La Vie el les Travaux de Jmn. Sturm, premier rec- 
Hur. du Ggmnase et de l*Aca4Smie de Strasbourg ^ par Charles 
Schmidt t direcleur du Gymnase proteHani de . Slrtisbourg efr« 
i«ec /e forlrait de Slmrm. Strasbourg. 8. Entfa. un Anhange 
p. 314 — 83 eine Uebersicht der von u. über Sturm erschi»- 
neneii Sebriften. 

Die Uejbersicbt zerfällt in folg. Abschnitte: 1) Liste cfaro- 
nolc^iqtte des ouvrages de Sturm} 2) Auteurs publik pu* 
Sturm et ouvrages auxquels il a ajout^ des prefaces; 3) Ou- 
vrages de Sturm que nous ne eonnaissons que per ies indi- 
cations suivantes et doot phi^ears ne paraissent pas av<Mr 
ete publies; 4) Notices biographiques et lUteraires sur Sturm; 
5) Anciens portraitt de Sturm. 

Ba^hüiuUer«- vu ^ttliiftu»r« yUiitalQge. 

Wiewohl eine Durchsicht der nachstehend verzeichneten 
Kataloge für die Bucherliebhaber nicht ohne Ausbeute bleiben 
wird, so sind unter den Katalogen doch nur wenige, die eine 
besondere Auszeichnung verdienen. Eigentlich sind es nur 
die Schmidt'schen, die wegen ihres Reichthums in den 
speziellen Fächern der mathematischen und Naturwissenschaf- 
ten diesen Vorzug verdienen ; doch mögen auch die Yerzeich- 
' nisse von Stiefel, welches eine ziemlich grosse Auswahl 
^ aus allen Fächern der Litteratur bietet, sowie von Lämm- 
^ iin, in dem namentlich mehrere für die Reformationsge- 
\ ischitihte werthvolle Schriften enthalten sind , und der in Be- 
treff der MHitaria nicht unwichtige Katalog von Dumaine 
hier nicht ungenannt bleiben. 

[589.] *CatalogUe de diffSrents ouvrages sur la franc- 
maQonnfirie et Vordre du Tempk, ä vendre ou d echanger. 
Paris y Cassaignes. 8. % ß, 

[59G.] Catalogue des Uvres sur l'Art et VBistoire miliiai- 
re», Us Sciences et Ise Aris^ Par\s, Librairie militaire de /. 
Jhmaine. 8. 44 5. excl Umschl. 

Enth.: 1) Ordpnnances, Reglements et ouvrages elemen- 
tairos , 2) Art et Histoire milit. des Anciens , 3) des Moder- 
nes, 4) Histoire des Guerres depuis 1789. — Die übrigen 

16* 



ä2ä Bachhin^ler- a. anttquar. Kataloge. 

Theile des Kataloges, der aus 16 Abschnitten bestehen wird, 
folgen nach u. nach. 

[591.] Calalog No. 23. von Carl Eüsner in Delüxtek 
Juli. 8. 16S. 

Enth. manche ausgesuchte kleinere Antiquaria. 

[592.] Nr. 10. Änliquariseher Anzeiger von A. Gosohorsky's 
Buchhandlung (L. F. Maske) in Breslau. März, 8. 16 5. 

Enth. unter Antleren eine ausgewählte Sammlung tod 
Werken über Schlesische Geschichte u. Schlesisches Recht. 

[593.] No. 30. Verzeichniss des antiquarischen Bücher- 
Lagers der Buchhandlung von Robert Helfer in Bautsen. 8. 
53 S. ^xcL Tit. iVr. 570—2116. 

Enth. Theol. u. Philosoph., Philolog., Padagog. u. Volks- 
Schriften. 

[594.] Sechs und Sechzigstes Bücher -Verzeichniss über al- 
lere und neuere Werke aus allen Wissenschaften, welche hei 
I%eodor Kampffmeyer y in Berlin, zu haben sind. 8. 46 S. 
exel. TiL 

[595.] No. 28. Verzeichniss einer Sammlung von äUeren 
und neueren Werken aus dem Gesammtgebiete der ProteManÜ- 
sehen Theologie, Schaffhausen; Heinrich Lämmlin, Antiquar 
u. Kunsthändler. 8. 42 S. excL Titelbl. 916 Nrr. 

[506.] Calalog LXXXVI. des antiquarischen Büeherlagers 
von H, W. Schmidt^ Buchhändler u. Antiquar in Hallt a. S. — 
Mineralogie und Geologie, nebst Bergunssenschaft. 8. 38 S. exel 
Tit. Nr. 5000—6750 u. Anhang. 

Ist auch als ßeilage zum Junihefte des Anz. mit ausge- 
geben worden. 

Calalog LXXXVUL des nämlichen Bücherlagers. — Ma- 
thematik. 8. 38 S. exel. Titelbl. 1230 Nrr. u. Anhang. 

Calalog LXXXIX. des nämlichen Bücherlagers. — Natur- 
wissenschaft. 8. 26 S. exel. Titelbl. 

[597.] Nro. XXIV. Verzeichniss von antiquarischen Bü- 
chern aus allen Fächern der Wissenschaften welche bei Schnei- 
der & Otto in Göttingen zu verkaufen sind. 8. 46 S, exel. Tii 

[598.] IX. Verzeichniss einer Sammlung von Büchern, a\u 
allen wissenschaftlichen Fächern ^ welche bei J. Stiefel j Buch- 
händler 14. Antiquar in Frankfurt a. M. , zu beziehen sind. 8* 
200 S. exel. Tit. 8022 Nrr. 

[599.] Viertes Verzeichniss einer. Sammlung von Büchern, 
Musikalien und Kunstblättern^ welche zu haben sind bei Carl 
Villaret in Erfurt. 8. 24 S. 587 S. 

[600.] Antiquarisches Verzeichniss No. X. Catdlög des An- 
tiquarischen Bücherlagers der Wendeborn' sehen Buchhandlung 
in Altana. — Geschichte und deren Hülfswissenschaflen , Geo- 
graphie y Reisen etc. Nebst einem Anhang: Karten und Pläne. 
8. 34 5. 



Aactienfikatalog. 223 

[601.] Die voti Heussner in Brüssel im Mai abgehaltene 
Versteigerung vonMSS.> wovon der Katalog oben p.l33 — 34 
angezeigt worden ist, hat, unter Concurrenz einer ansehnli- 
chen Anzahl von Archivaren, einen nicht unbedeutenden Er- 
trag, etwa 14»000 Fr., ergeben. Die Urkunden von Orleans 
sind allein mit 2650 Fr. bezahlt worden. 

Ueberhaupt mache ich bei dieser Gelegenheit auf die 
Wichtigkeit der Heussner'schen Auctionen aufmerksam. Lei- 
der ist es dem Anzeiger nur nicht immer möglich, die Ka- 
taloge dieser Auctionen rechtzeitig zur Kenntniss der Leser 
zu bringen, da sie etwas sehr spät ausgegeben zu werden 
scheinen. — 5. — 

BIMiottaekenlelftre. 

[0O9*] Bibliothek$lechnik. Mit einem Beitrag zum Ar^ 
chi^awesen^ Von Johann Georg Seizinger, z. Z. BibUotheks- 
Sekretär am germanischen Museum zu Mmherg. Nebst 44 For- 
mularen. Leipzig, Costenoble. 8. ///, 1025. nebst Z Bll. Tit. 
tt. Inhaüsverz, , sowie 45 Bll. FormuL Pr. n. IThlr. IQ Ngr, 
(S. oben Nr. 201.) 

Da ich (ganz offen gestanden) von dem leidigen Lini- 
rungssystem« welches früher namentlich in den Bibliotheks«- 
katalogeir üblich war, u. das von dem Verf. des vorl. Buches 
in einer fast masslosen Ausdehnung wieder aufgenommen 
worden ist, ein viel zu entschiedener Gegner bin — ich 
habe mich wenigstens von seiner mehrfach angepriesenen 
grossen Zweckmässigkeit nie überzeugen können, habe viel- 
mehr zur Genüge erfahren, dass, abgesehen von anderen 
durch das Titelzerreissungssystem für die Kataloge bedingten 
Uebelständen , bei der durch das viele Rubriciren der Titel 
in Anspruch genommenen, getheilten u. mehrseitigen Auf- 
merksamkeit des Auges rdie Uebersichtlichkeit der Kataloge 
eher erschwert, als erleichtert wird — so habe ich an die 
Leetüre u. die Beurtheilung der vorl. Schrift nicht ohne ei- 
nige ungünstige Vorurtfaeile gehen können, zumal ich auch 
gleich in den ersten Zeilen der Vorrede hören musste, dass 
es dem Verf. nicht wenig gewagt scheine, nach den Arbeiten 
ausgezeichneter Männer, wie eines Konstantin, Preusker, 
Schmidt noch ein Buch ähnlicher Tendenz an das Licht tre- 
ten zu lassen; denn wer nicht mit der Arbeit eines Schmidt, 
dessen unter dem Titel eines „Handbuches der Bibliothek- 
wissenschaft, der Literatur- und Bücherkunde*' erschienene 
Compilation ich in den Blättern für Literatur und bildende 
Kunst der Dresdner Abend- Zeitung 1840. Nr. 93 zu charak- 
teristren versucht habe, in die Schranken zu treten wagen 
will, dessen Kräfte müssen, dafern nicht etwa seine Bescheid 



224 BibliaAidMpfahije« 

denheit über die Geb&hr gross ist, doek sehr untergeordne- 
ter Art sein, und könneo kaum etwas Erspriasaliehos für 
die Litteratur erwarten lassen. Dazu kam n^och« dass ich 
auch im Texte selbst gleich aut der ersten SeiU auf eio paar 
Stellen stiess, wo sich der Verf. meines Gegejistandes , über 
den er zu schreiben im Begriffe stand, nicht k\»t bewusst 
gewesen zu sein schien. Oder ist d^s Klarheit , dass er die 
,,BibIiothekstechnik '' ^h „dw Wissenschaft des planmässigen 
Ordnens und Verzeichnens Öffentlicher Bibliotheken'' defiairt, 
nichts desto weniger aber im Verlaufe seines Buches factisch 
den Beweis giebt, dass auch die „Erhaltung und Verwaltung 
einer Bibliothek'' mit zur Bibliothekstechnik zu rechnen seiT 
Zudem ist auch gar kein vernünftiger Grund Yorhanden» die 
Privatbibiiotheken ohne Weiteres von der Definition gaoz 
auszuschliessen. Oder ist 48S Klarheit, dass er die „Biblio* 
thek" für ,,eine grössere Sammlung voji Büchern i welche 
entweder eine ephemere oder permanente, eine privata oder 
öffentliche sein kann," erklart, eine Erklärung^ die mit zu 
den unsichersten u. unzulänglichsten, welche mir jemals vor« 
g^ekommen sind, gehört, u. die auf den Bücheryorcaüi ekier 
jeden Buchhandlung u. eines jeden Antiqu^riadens passen 
würde. Gleichwohl darf ich gern eingestehen, dass die Le- 
etüre des Buqhes selbst mich gegen Erwartung angespraehea» 
und mich hier u. da, weil das Streben des Verf. 's,, selbat- 
ständig über seinen Gegenstand zu denken u. zu urtb^üen, 
* sowie der Ernst und Eifer, für denselben zu wirken» überall 
zu erkennen ist, bei Weitem mehr befriedigt, als die Leetüre 
des mit sehr vielem seichtem u. fadem Geschwätz an^efüiUen 
Constantin'schen Bucties, welches der Verf., wie schon er- 
wähnt^ mit. zu den ausgezeichneteren Arbeiten im Bereiche 
der Bibliothekenlehre gerechnet wissen wili. Desshalb mag 
ich auch gern das vorl. Werkchen der besonderen Beachtung 
des Publikums empfehlen. Von einer tiefer in die Delails 
der Schrift eingehenden Besprechung glaube ich übr^ens hier 
absehen zu müssen, weil i9h jetzt selbst mit der Abfassung 
eines Werkchens ähnlicher Alt, eines Katechismus der Bi- 
bliothekenlehre (s. Anz. Jt. 1854. Nr. 1065), beschäftigt bin, 
u. desshalb in den Augen der Leser zu sehr Partei sein 
möchte, als dass einer solchen Bespredmng von meiner Seite 
irgend ein Werth beigelegt werden dürfte. Zudeni scbeint 
es mir auch nicht recht passend, hier erst noch auf dieiZer- 
gliederung eines Werkes einzugehen, welches, so viele gute 
Seiten es auch haben mag, mir doch zur Aeusserung von 
ipancberlei abweichenden Ansichten Veranlassung geben würde, 
denen ich besser und vollständiger in meiner eigenen bereits 
mter der Presse befindlichen Schrift den erforderliche^ Aus- 
[rucl^ verschaffen kann» 



[603^] ^'LiHe 6f Atabie WoHts prtsertid in a ühfary nl 
AUpfö; iHf Cüfi. iUacldfan. '5. Journal of tke AHalie ^oeiäy 
öf i^äl 1854.^ p. 44-^48. 

[604,] Znr Ergänzung des Hkt)(}btiches peHtsch^r Qibliö- 
tkefceo ist in lihzü^ s^uf A$chaifenburg zu bemerken, daßs 
sich dort eitle ' Re^npeots^bibliothjek b^Ündet, dje in cinetn 
scböq^n und geräunfigo't) 2|ininer aufgestellt ist. S. ** F^K 
Mänäier^ (^ribDerungen aus meinen Fefdzu^en ip den ]. 1809 
bis 1'815. Hrsg. vori Dr. Schneidawind. ^ Nui'nB. 1854. 6- 
p. 164, ■; •; .; ' " ._ ^,_* ;;\ —,^'"—\\ 

tOöäj] f [itatalQfiißer J^Hltothei des ^lemgritj^fcf^^ff^ r«f- 
eins^' zu, hmiti- $^^ter\oßrßpliLU,cher Älri(ia(iißch f, 4» «^^ 18$^. 
Birsoj, von freunden der Stolzejfihen Steno^rßfhieM 11. |/<^^f^» 
Berlin^ törslner. i2. p. $7— fl4. . --7 ll. — 

[606.1 f^^^H H. A, WeJ^r's Angabf. (s, Pef >r«mi|fi ji 
Fuldft qder bist^ris^ß Besqbreii^m^g .d^r A}toribi&(n9f? »• 
Sebefi^^urdigkeiieu in, der .ftguifa/^ius-S^dtt Fuidia. gr* ,lf|. 
p, iJ8-^t-2M) stellt ZM prwarOeOi d496 auf d« Vetrn^pbrwng 4fif 
KurfürslI. Landesbibliothek in Fulda, deren gegenwärtiger Pi<^ 
^iaqd steh ai^ etwa 4t00 HäS«, eiqe grö93era AnzfiW: bjkuna- 
beln y, etWA 50,000 andere Bände beJäqft» yqin jet^t an bA- 
^eren Oxi^ grössere Kuoksicbt i»ls seither gßrHDaiinen wer- 
de« dürfte*, Unter den HandschriA^p befinden sieb dreiC^h 
dipea., w^lcb^ dem H. B(wifaQius zugeschrieben w^rAen, o. 
die, aus d«r alten Fuldaer ftlosorbibliotbek:, einer der bo- 
rübmt^esjtea Irüh^eQ Qiblipthi^hein in ganz. Dflutscblaiid, be<- 
Stamme^: diese GjDÜces ^hör^n zvfpr eigientlich dam Oomr 
Sfibaf^« ßind aber dar Bibliothek gegen Re?ers zur Anfbof 
wakrung. (Überlassen. . . 

„W^a übrigens die ebien erwähnte ^Ua KlosterbiUiolliek 
aidangit» so> lat in den yoa E. Fr. J^ Dre^lJte berauagegabo- 
nea Tiratditianea el Antiquitates FuIdeiMes: (Fulda 1844. 4^ 
p». 18i4 das einzige noch vorhandene fimehstuck des ältaaten 
Kat^iogea m» dem X. Jhrhdu niitgetheiU, welchaa ToUstäiir 
dig uiA unverändert so lautel: Terciuf ordo (i4)erlorif nor 
mari *^ Lib, oficioram — . Epiftole4 ieronimi ad auguf. M 
refcriptum aug. ad ieronimum — Lib. compoti — ^ Expafitip 
Habaaa in Üb. r egum ^r^ Epifti. pauU — Ecleflaftica ifloria 
— Rjugula fei bafilii -^ ExpoHtio ia caoitica canlieorum ^^ 
Vito baati auguftiBi — Lib. eilofi de natura ankil^aliiiiD t* 
Expaßtio heda in apocalilfin --r Lib. de uita confefTorum. Vr^ 
Aufb SehaAnat u. Kindlinger haben diesea Bmchatdck ia ib» 
ran Sicbriften Itber Fulda mit abdrucken lassen, aber tbala 
unvollständig, theils. etwas geändert. 

(M7.] ZriU^rifi ier Deutschen mergenlänÜschen Gesett' 



rS26 BiUklfakkbBbilHle. 

schaß. Bd.JX. HiU%. EnA. p.Mi^ f.: Berichi der hu %mm 
26. Jtmi 1855 für die BiUiolhek dtr D. )i,\ GesßUstKaß (in 
Balle) eingegangenen Schrifien u, ß. u>. (VgL.obea Nr. 12Lj 

Enth. 18 Fortsetzungen, Nr. 1503 — 43 aociere Werke 
u. Nr. 212 — 16 Handschriften,, Münzen, etc. 

[GOt^«] Katalog der Bibliothek der Harmonie, Fin(le 
Fortsetzung. Hamburg. 8. 27 5. excl 2 Bll. Tit. u. Inhaiü- 
.V«r^. Sr. 4225 — 519. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 216.) 

Kaum habe ich erst oben Nr. 463 eine, wie ich glaubte, 
Yollständigei Uebersicht über die von Or. F. L. Boirinann in 
Haihbiirg veröfTentlichten Schriften gegeben/ so ist dieselbe 
durch das Erscheinen des vorl. Kataloges, der vonHoffmaon 
~^Is dem Bibliothekar derHarmonie bearbeitet ist, wieder im- 
• vollständig geworden. Zwar trägt der nöue Zuwachs nicht 
viel dazu bei, Hollmann's lilterar. u. bibliothekarisches Schaf- 
fen u; Wirken näher zu charakterisiren ; da z. B. auf die Ge- 
'fetahutig' der Bibliothek gesellschaftliche RQcksichten gewiss 
•mehr eingewirkt haben mögen, als der Wiife deis Bibliothe- 
kars; gleichwohl bleibt die vorl. Fortsetifung des Kataloges 
ein Zeichen der fortgesetzten rostigen Thäligkeit ihres Heraus- 
gebers. 

[609.] Chronik der Universität zu Kiel.' F. Kiel, gedr. 
"bei MohfT. 4. Enlh. p. 17 — 19: Die üniversilätsmiidlhek. 
' Enth. wenig, wa» nicht aus dem Handbucbe Deutscher 
Bibliotheken bekannt wäre. Nur in Bezug auf die Dotation 
der Bibl. ist Einiges mitgetheilt, was dort nicht erwähnt ist. 
-Bis 1770 hatte die Bibl. nur unbestimmte Einnahmen gehabt; 
1770 wurden dazu vonlnscpiptionen, Promotionen u. An- 
stellungen 19 Vs Thir. R. M., sowie ron Strafgeldern etc. u. 
-um der Staatskasse 160 jährlich ausgesetzt. Seit etwa 1812, 
wo die Einnahmen auf 1000 stiegen, besserten sich die Kas- 
senverhaltnisse der Bibl. wesentlich'. Im J. 1841 wurden die 
Einnahmen auf 2640 u. im J. 1846 auf 3600 erhöht; vor 
•Welcher letzteren Summe jedoch. 200 Honerar för einen €6- 
hilfen, 120 für einen Schreiber u. SO für einen Boten mit 
l^ezabU- werden müssen. Ausser diesem Annunm erhalt die 
Bibl. nicht blos öfters aussenordentliche Bewilligungen, son- 
idern hat auch c. 140 Zinsen von einem ihr zugehörigen Ka- 
(pital von 3520. 

[610.] In dem neu; zu erbauenden Museum zu Köln sol- 
len :alle verschiedene Bibliotheken der Stadt (die Rathbaus-, 
ehemal. iesuiten-^ u. die jetzt im Wallrafianum beflndltebe 
£ibk), die seither wenig zugänglich gewesen waren, zu ei^er 
-eindgen Sammlung, die über 160,000 Bde umfassen würde, 
ver<^inigt, und die Benutzung derselben dem Publikum er^' 
eichtert werden. S. Serapeum Nr. 12. p. 192. 

[611.] Die vom Senator Wek^er 1,5^1 . gestiftete. S^ulbi- 



Bibfiothekenionide. 227 

bü^fliek. zu St/ Aegidios in Nürnberg, die später von einj;m 
der Ndchkomraen des Sliflers, dem Schoiarchen Welser an- 
sehnlipl) verii^ebrt worden ist, war 1852 bis auf 3162 Nrr. 
angewachsen« S. ^ Schullheiss' Geschichte der Schulen in 
Nürubexg. HfU 1. Nurnb. Ib53. 8, p, 32. 33. — U. — 

[612.] In. G. Zapperl's Schrill über das Fragment eines 
Liber. dativus im Schoitenkloster zu Wien (Wien 1854) fin- 
den sich zahlreiche Nacbweisungen über die der Bibliothek 
d^ Klpsl,ers geflachten Schenkungen. — 11. — 

[613.] * Morno cUcuni Doeumenli di Storia Patria e Co^ 
dici. manoseriui di Cote llaUano conservati negli Ärchün e nelie 
pubbliehe Biblioieche del Mezzodi della Franeia; da G. B* 
Adrianu t Torino* 8. 

[614.] * Description, d^apris la teneur des chartesy du ir4^ 
sor , en reliquaires et joyaux d'or et d'argenl , en ornements 
d'eglise et en livres , donne parJean; Duc de Berri/^ ä la sainte 
chapelle de BourgeSt avec une inlroduclion^ det notes et eclair- 
dssementiS^, et deujc noUces^ l*une sur las hijoux vendus d Ar- 
mtU Belinf apres la mnrt du Jhic, et Vaulre sur la librairie 
de ce prince; par M. Hiver de Beauvoir, conseiller ä la cour 
impdrißl^ de^ Bourges, . Bourges^ impr. de JoLlet-Souchois* 8. 
bV« B. (Gehört zu den Memoires de la Societi hiHorique du 
Departement du Cher. No. /.) 

[615.] ^ Paris Munieipal Library. S. Athen. 5 May. 
AV. J436. p.öSO. 

Die Zahl der Bde dieser Bibliothek, in welcher namenl* 
lieh die Abtbeilung (\er Geschichte von Paris u. der älteren 
Franz. Gescbichile stark vertreten ist, beträgt gegenwärtig 
etwa 70,000, wovon 5000 > die sich auf die Verfassung^ Ge- 
schichte, Geographie etc. der Nordamerikan. Vereinigten Staa- 
ten beziehen, in zwei abgesonderten, dem Publikum seit Er- 
öffnung der grossen Pariser Industrieausstellung zugänglichen 
Räumen aufgestellt sind. Die der Bibl. von Thouret , Mit- 
gliede der letzten constituir. Versammlung, vermachten staats- 
wissenschafü« u. geschieht!. Handschriften sind ebenso wie 
diejenigen MSS., Welche der Polizeicommissar Beffara ver- 
macht hatv u. die ausschliesslich die dramat. Kunst u. spe- 
ziell die Franz« Oper u. das Franz. Theater betreffen, in 
Ordnung gebracht, und der Benützung des Publikums über- 
geben. — 5. — 

[616.] Der König von Preussen, welcher wiederholt ver- 
schtedeae Bibliotheken mit der ihm eigentbümlioben Libera- 
lität bereichert, hat. auch die Bibliothek des Trinity College 
zu Dublin mit einem Exemplare des grossen Lepsius'schen 
Werkes, über die Denkmälec von Aegypten und Aethiopieo, 
sowie des Salzberger'schen über altchristl Baudenkmale, vqq 



396 Bibliothekeiilimlde. ~ Ptinttbibliotheken. 

Coostantinopel bescbeokt S. ^ Atheo. 28 A^li l^^-^illM. 
p. 492. .. ,.*^fc-^ 

[617.] Aus dem letjlcn, dem Pdrlamente Toi^legtcn 
Jahresberiehte über das Britische Museum fn Laildon fifnieD 
sich einige vorzugKclK auf das Deparlem^ni der Handbtfariflen 
tiezögUche Mildieiluirgen in ^ Athen, 54fay. NivI436i |]|. 523. 

[618.] Nach der MittheilütTg des Fi'aAt'. Ä^benäirAsf ist 
die Biblioteca Riccardiana in Florenz neuerdffigs in deti Be- 
sitz von mehr als 100 eigenfaiändigeii ßrielMi Mufat^ri^s ge- 
kommen. Wenn auch Auiographe dieses Mannes nieht m 
gar selteii sein, und sieb in ve^cbiedenen BibliolbekeB, wie 
in der Kaiserl. ßibl. zu Paris > in der ölfenth zu^ CarpenCris 
u. a., finden soUen, so bilden die Briefe für dre BiOdardiana 
doch eine wertbvoUe Bereicherung. ,$. * Atbeo, 19 May. 
Nr. 1438. p- 58a (Vgl. oben Nr. 4^7.) -r. 5. — 

[619.] Eine Uebersicht der auf den Buddhismus bezüg- 
lichen Werke der Universitälsbibliothek zu Kasan, ^oi» Prof. 
Wassiljew , findet sid) in den * Melanges asiatiques tires du 
Bull. bist. *pbiL de PAcadem. Imp. d. sdenc. de 8C. Pelers- 
bourg Tom. U. Livr. 4. p. 347 — 86. — 11. — 

[G90*] Auszug aus dem Jahresherichle der Kaisetlithefi 
Öffentlichen Bibliothek für 1S54, überreicht dem Herrn t§ini- 
ster des Kaiserlichen ßofes von dem DirekUit ^den ^füßUolh^, 
Mitgliede des Reichsralhes und Staatssekretair' Barem - von Korff, 
und auf Befehl Seiner Majestät des Maisers bekannt gämachl, 
(Aus der SLPetersb. Zeitung 1665, i\ro; 83, 86 «. 88.) Si. Pt- 
tersburg^ Buchdruckerei d. Kaiserl. Akademie d. Wissenschaften, 
8. 19 5. excL Tit. (S. oben Nr.. 559.) 

[621.) ♦ UiUheilungen der natürforschenden Gesellschaft 
in Zürich. Bft. VIII. 1854. Enth. unter Anäeren: Uebersicht 
der neuen Bücheransehaffungen im J. 1853 für die Bibliothek 
der Gesellschaft. — Bft. IX. 1S55 eine gleiche ifebersficht vom 
J. 1854. 

Priv»tlii1iUotlieK^.Bu 

[622.] Verseichniis mehrerer nachgelassene^ pede^ienden 
Bibliotheken über 16,000 Bände vorxügHche Bücher aus qllen 
Wissenschaften enthaltend^ besonders reichhaltig aber in der Ifa- 
iurwissenschaft j Medicinl Theologie, Philologie ^ Jurisprudeni 
und Gesehichte u>ekhe nebst mehreren milüairischen S^Hfien, 
Karten u. Plänen aus dem Nachläse des M.' K* Oestr.FHd- 
marsehüWs v. Palembini u. ObristlieuteH. i\ Volhnär den 3#. 
Juli durch J. Fr. Lipperi in Balle versteigert werdeni^ *Shffe- 
ssmde von Chr, Graeger in Balle. 8. ^§2 5. exd,- Tit. 16,168 
Jfirr, • "•••' ■• 



Plriilitl^tUitllbekeB. 

Qsm vomf^Ueb raiolihftteig im Fadie der Nvlamissen^ 
scbanw tt« Nl^Uin, der The^iogie, Pbüologte a. Jurispru^« 
dmau . Die K^f^^aiomlttiig ete» aus dem Palorabioi*&clien u« 
Yollmar'BcheH Nachlasse sind p. 215—22 uni&t Nr. 12,466 
— ia,643i varzwbwt 

i» dar al^ebstealgeAdea, im Herbate d. J. stattfindettdeo 
Graeg«r*ach€|i Aaction soll die nachgelassene Bibliothek des 
C^os^^- {la(hs Prof. Dr. Giesieler in Götüngen oiil ualer den 
BaiBoier kommen. 

[623t J Y^r^eiüknis$ von Büchern aus ver$ckieimenWisien*^ 
sthafter^^ Mo^l^in und JHläern, tpelcht aus den nachgelassenen 
Bibliotheken de$ KönigL Hannov. Geheimen Raihs und Land* 
dros^^VkPan Schmidts' Phisetdeck^ 4e$ Grafen vün der Schulen- 
hurg U9k^ -Pt^, pkil* van Bodden, dur^h Fr. Cruse xu Bannover 
on^ 2i^.J^li^s s^ur Versteigerung . Uommen. 8. 142 S. excL Ttfl. 
Circa 2900 Nrr. 

1624^] P^r Verkauf der Baker sehen BiUiolhek^ die in 
ueu^er Z^t in London versteigert worden ist, bat zusani- 
mn 1000 Pf. eingebracht, wovon allein 163 Pf* 16 s. von 
Amerika, wohin überhaupt Vieles giewandei't, gezabU wor^leB 
hu, Fuf Houbraken's Bildnisse berubniter Personen (pvoofs, 
aad s^pppsed to be unique) hat man sogar etwas über 201 
Pf«.., für Uibdin's tour in France and Geroiany 3 Vols. w. 
several of the original drawing by Lewis 168 Pf. u. für eia 
Pgmt^ MS^ des Liber (MBciorum mit 17 Miniat. 157 Pf. 10 s. 
gezahlt. Sv ♦Athen. 2 Jun. Nr. 1440. p.646. -r- 5. — 

[625.} * Verzeichm&s der hinterlassenen werthvoUen Bihlio^ 
thek weilßfkd, des Hi^irn Johann v. Czeeh^ k. k, Oberfinanzratk 
e<c»,, ^sl^end aus allen Fächern der Literatur, namentlich 
Bungaricckj; u^lche den. Iß.JuH in Pest versieigert werden. Pesi 
hei Fischer. 8. 

[626.} * Deuxihne Notiee des Uwes composani la Biblio- 
iheqMß 4e 4^ k*abbe D^**, d<mt la venle eawimencera le 20.. 
jui». Pa^is, Lumaudie^ 8. 2B. 463 iVirr. (Vgl.' oben Nf. 348.) 

{627.] ^ Calalogue des Livres composani la BiHioihequA 
de f^ JU. J<^eph Jules Büaugiers^ ancien ddstecieur au mtntV 
»l^e des ßffakes e^rav^eree, etc. La vente awa Heu le 16« 
juillet^ Paris, l»bitte. 8. 6 B. 880 firr. Bücher u. 35 Nrr^ 
Kußfevetc. 

[6^.} Exhibition of the Works of JnduHry of All NatimSi 
1^51. ßß^ol^uff of u CoUection, of morks on or havinf refe- 
rmce «p ike MQthihüiom of Ifidl, in the p^eseseim ^ C. WenU- 
umth Bilke. Printed fpr Primte QireulfUion. London. 4. /F» 
116 S, 

Gin mit aiua^erordeotlicber SorglaU. gearbeiteter Katalog» 
den man einaeban «ass , um ein^n Begiiff von dev wirklich 
iiDg)a»bIi,c]|«agiUptigk«U d^rPreaae in Siezng auf Besprechung 



tSt Privalblkliolhift«». 

des grossen Ereignisses der Londoner Ausstellung zu erhal- 
ten; denn der Katalog hat sich nicht blos darauf beschränkt, 
die in DÜke's Besitze befindlichen Schriften anzuführen, son- 
dern auch alle übrige auf die Ausstellung bezügliche Erschei- 
nungen, die Dilke nicht in seinen Hesitz zu bringen ina Stande 
gewesen ist, mit genannt. Der Katalog ist ein vollständiges 
Inventarium aller die Ausstellung betreffender Presserzeug- 
nisse n^it möglichst ausführlicher Inhaltsangabe, und verdient 
in dieser Hinsicht, obschon auch ihn der Vorwurf der durch- 
aus verwerflichen Engl. Methode in Rucksicht auf die alpha- 
betische Katalogisation trifft, gleichwohl ganz vorzügliche Be- 
achtung. 

[629.] * Table det prix des livres de la Biblioihique de 
Jtf. CA. G*** [Giraud], vendus d Paris ^ du 22 mors au awil 
1855, sous la direcliün de X. Polier, libraire, Paris ^ DidoL 
8. IV2 B. (Vgl. oben Nr. 224.) 

[ö30.] Der Gesammterlös der oben Nr. 448 erwähnten 
Hope'schen Auction beträgt 33,800 Fr. Für ein MS. Missale 
mit 26 Min. XVI. Jhrhdt. sind allein 5500 gezahlt worden. 
S. * Athen. 2 Jun. Nr. 1440. p. 647. — 5. — 

[631.] * Catalogue de livres anciens, la plupart d figures, 
pravenant an parlie de la Bibliolhique de feu M. J, G. JCraen- 
ner de Ralisbonne. Donl la veiUe se fera le 30 jutn. Paris, 
Tross. 12. 2% B. 445 Nrr. 

Der übrige grössere Theil der Kr. 'sehen Bibliothek ist 
bekanntlich (s. oben Nr. 217) in Leipzig versteigert worden. 

[632.] Die den Bibliophilen wohl schon zum Theile be- 
kannte Bibliothek des wirkl. Staatsralhs Liprandi in St. Pe- 
tersburg, hinsichtlich deren dem Besitzer bereits wiederholt 
vom Auslände bedeutende Verkaufsanträge gemacht worden 
sind , soll jetzt in St. Petersburg zum Verkaufe kommen. 
Diese in ihrer Art ziemlich einzige Bibliothek besteht aus- 
schliesslich aus Werken über die Türkei, u. enthält Tausende 
von Bänden , die schon lange nicht mehr im Handel zu üuy 
den sind. Der Besitzer hat 37 Jahre an diesem Schatze ge- 
sammelt, u. namentlich eine Menge Inkunabeln, Karten, Pläne, 
Zeichnungen u. Handschriften zusammenzubringen gewusst, 
die jeder grösseren Bibliothek zur ansehnlichen Zierde ge- 
reichen würden. S. * Hamburg. Correspond. 14 Jun. Nr. 
140. — 5. — 

[633.] * Catalogue des livres composatU la Bibiioihique de 
feu M* Jules Renouard, libraire, etc. La venie awra Heu le 
14 juin. Parü, Polier. 8. 3 V2 Ä- 418 Nrr. (Vgl. Anz. J. 1854. 
Nr. 1085 u. a.) 

Enth.: Beaux ouvrages ed pap. grand v6iin, livres im- 
prim^s sur velin , suite de vignettes de Moreau et autres. 

[634.] * Calahgue de livre$ turieuXf desiifM H estampes. 



Privatbibliotlieken — Bibliothekare etc. 231 

provemnt de la BibUothique de Bf. A. 5., dont la vente aura 
Heu le 11 jttin. Parii, Jannet, 8. 9^2 *• 2827 Nrr, 

[635.] * Bibliotheca Schuhiana. Verzeichniss der werth- 
vollen Bibliothek des Herrn Franz Xaver Schuh, f Pfarrers in 
Binzwangen, deren Inhalt von der F. JP. HaspeV sehen Buch- 
handlung in Schwab, Hall zu beziehen ist. Zweite Abtheilung: 
Philosophie. Freimaurerey, 8. 24 5. (Vgl. oben Nr. 28.) 

[636.] Eine sehr merkwürdige Sammlung von Schriften, 
die das Theater betreffen, aus dem Nachlasse eines Mr.,,0.** 
(sie!) Smith, the master of histrionic diableries, ist vor nicht 
langer Zeit in London zu recht guten Preisen verkauft wor- 
den. S. *Athen. 26 May. Nr. 1439. p. 621. — 5.— 

[637.] *Catalogu0 de la Bibliotheque de feu M. le Baron 
de Warenghien, ancien commissaire des.guerres, ancien maire 
de hl ville de Douai, etc. , dont la vente aura Heu le 9 juil^ 
let, Pßris, Jq^nnel. 8. I9V4Ä. 3440 iVrr. Pr. 2 Fr, 

Voran geht eine Natice sur le ftaron Louis. Philippe 
Franfois de Warenghien, ne ä Douai le 5 aoüt 1771, mort 
le 13 aout 1854. 

Bibliothekare etc. 

[638.] *Guillaume et Mathilde, legendes; par Alph. Le 
Flaguais^ conservateur de la Bibliothique de Caen. [Suivi de 
La Reine Mathilde et quatre autres pikes de vers.'\ Caen^ 
impr. de Mme veuve Pagny. 8. 3 B, 

[639.] * VAigte Moniteur de VAveyron. Annee II. Nr, 1 1 9. 
p. 4. Betr. einen Besuch bei dem Cardinal Ang. Mai in 
Rom 1847. — 5.— 

[640.] Histoire politique du rigne de VEmpereur Chxirles- 
Quint HC. par le Chevalier Marchai etc. Livr. 3. Bruxelles, 
Tarlier. 1854.4. 5.133—98. Pr.n.l2Ngr. (Vgl. oben Nr. 261.) 

[641.] *PoMes de Schiller. Traduction nouvelle, par M. 
1. Marmier, prMdee d*une introduction par le traducteur^ Nou^ 
velle Edition, Faris^Charpentier, 1854. 18. 8 B. Pr. 3 Fr. 50 e. 

*Thddtre de Schiller. Traduction nouvelle, pr^cedee d*une 
notiee sur ta vie et ses ouvrages, par le mime, 3e edition, re- 
tme, corrigü et augmentde. SMe 1 — 3. Paris, Charpentier. 
1855. 18. a6V9 B. Pr. 10 Fr. 50 c. 

*Aventures d'une colonie d'e'migrants en Amerique, traduües 
de Vallemand par X Marmier, Paris, Hachetle. 1855. 16. 
öVg B. P. l Fr. (Gehört zur: Collection de la Bibliotheque 
des chemins de fer. 8e Serie.) 

üebersetzung von Gerstäcker's deutscher Auswanderer 
Fahrten etc. 

[642.] * Histoire de la Philosophie dans ses rapports aveö 
lareligion depuis fire- chrMenne, par M. MäUer, conseiller 



SM BtU^thekare ttfr 

honoraire ele. Paris, Meyrueis. IS64« fr, 43, l^% M. IV« 
3 Fr. 50 c. 

[643.] ♦ Dansk Ordbog udg. af Chr.Molbeck. 2. f^rögede 
og forbedrede üdgave. HflA — 2. Ejöbenhavn* 1854. 4. 469 S. 
(Erscheint in Heften ä 20 B. Pr. ä 2i Ngr.) 

[644J * Aneeloi devani $es coneiloyem. Notice biograpki- 
qua, par J. Morlenl, eonservaleur de la ßibliolbique publique 
du Bavre. Pariiy JulUen. 8. l^B. Pr. 3 Fr. 

Beigegeben ist eine Piece: A la memoire de Bf.Ancelot, 
>ers dedies aux babitants du Havie, par Mme Agla6 de 
Corday. 

[645.] Geographi ßraeci minores, ß eodic&tus reeognovü 
proleg&menis annolatione indieibus insiruint Satulii attri itiddi 
iUwtravii Carolus Multerui, VoU L P»riHi§^ Dide$^ Xeflp.8. 
CXLVy 577 S. esDcL Tit. Nebet Hnem Atku untef dem TiL: 
Geographi Graeei minwes. Tabulae in Geograpkoe Greieem 
minores a Carolo MuUero imtruetae. Pars I. Ikidm Lex. 8. 
VU S. II. XIII Taf. Pr. n. d TMr. 

P. IX — XVII handelt Ton d. Codices. 

[646.] Der Kampf um das schwarze Meer. ßiBiarücke 
Darstellungen aus der Geschichte Russlands. Von Theodor Mundu 
Braunschweig t Weslermam. 8. liF, 333 S. Pr. n. IThh* 
UNgr. 

[647.] De Lacrymaioriis sive de JLagenulis facfymarum 
propinquorum colligendis o^d Romanos aptatis. Dis ej srt atio 
hdstorico" archaeologica quam ad summos in phUosopkda hono- 
res in Academia Regia Frjderieia Guilehnia Rhenana rUe tm» 
petrandos scripsit et omaiissimi pkilosophiae ordinis examim 
submisit die IVII Aprilis MDCCCLV Antonius Nanmr, Lueüi- 
burgensis^ Professor - Bibliothecarius in Athenaeo Mt^O'-DueaU 
Luciliburgensi, etc. Luciliburgi, typis Buek. 1855. 8. I9& 

Publicalions de la Socidtd pour la re^ierche ejL la conser^ 
valion des monuments historiques dans le Grand" Dtschä 4ß Lu- 
xemhourg. [Publikes par Ä. Namur.] AnnSe 1853. iX. Xu- 
xemburg. 1854. 4. XX, 154 5. mü 9 Taf. 

S. hierüber Correspbndenzbl. d. Gesammiver. d. ddulsch. 
Geschieht- u. Alterlh.- Vereine Jahrg. HI. Nr. 7. p. 61 — 63. 
— Besonders ahgedruckt sind hieraus: 

Rapport du Conservatewr- Seeritaire sur ks Mravaux de U 
SociM pendant Cannee 1^53. 4. 51 5. 

Une SepüUure druidique du commencement de l'ere 4jtaUo^ 
Romaine y decouverie enlre Hellange et Souftgen ef 1853. A 
22 S. mit 2 Taf. 

LeCamp Romain dß Dalheim. Treuilles continudes en 1852 
et 1853 par les soins de V Administration des travaux publies 
du Grand' DucM de Luxembourg. Dti^xiime Rapport. 4. 42 
S. mit 4 Taf. u. 4t S. Mrklärung daxu. 



Bibliothekare. 410. -^ Nachtrag. aSS 

^aUe. , J^^m^lß e'düian^ reßu» H accompagnee de tiol««. Parii^ 

[6^9,y Archiv der Get0lUchafl für ältere deutsche Gesi:hioh4' 
künde tmn Beförderung finer Gesammtauigabe der Quellenschrif" 
(«». dkml4cAeir fretfihuhun Ms AlüteißUers herausgegeben van G. 
JSf. ümft' \B*' ^i^ ffß* B I». 4^, ffannover, Hahn. 8. S. 
347 — 538 emU TU. flr. n. 1 Thlr, la Ngr. (Vgl. Aäz. J. 
1853, Nr. 363.) 

"*[ Sariptfrres rerum Germaniearum in u$um scholarum. Ex 
manumemis Germamae hislariois r.eeudi fecit Geo.JIeinr. Pertxi 
{F(uc*XUi) Wipfnis proverbia, Mmlogui Heinrici regisj vita 
Chuonra^i Ih ip^p* in ^sum echolürum reeudi fecit etc. Ban^ 
nwer, «Ta/m. IS63. 8. YUh 74 S. Pt, 7Va Ngr. (S. Ana. 
J. 1«53.. Nr. 1324.) 

[660i] = Das Kayser'sche Deutsche BüdierUxikon, 

Weller conim ZuchoM. 

Eia H«rr Veru9 hat im .Börsenbiatle für den Deut8cb€ii 
Bucbhaadd Nn S3. S. 1177 Gelegenheit genommen , gegen 
die /im Anzeiger Nr. S4 iNigefuhrte Zuchold'sche Fortsetiung 
des Kn^ter'sch^D Bicherleiikons ia einer etwas sebarfea 
WeÄ^li. ^tt FeUle:r^u. ziehen» und daduroh Ton Herrn Zachoid'a 
Seite .ßipe nicht i»ü»der scharfe Entgegnung im BdrsenbLaite 
Nr. 9iL $* 1219*- 20 hervargerufen. Herr Verus oder and 
Dettlach Herr E. Weiler ia Zürieh hat. der genannten Fort- 
seiUiing den Vorwurf der UnvoUsiSndigkeit gemacht , und Herr 
iMd^M dagegen die Erklärung abgegeben» dasa es gar nicht 
in seinem Plane gelegen habe,» diejenigen Titel, die seioeto 
liCpiikon als fehlend ?on Herivi Verus nachgewiesen werden 
könnten 4. mit aufBunebmen« ,;Schand- und. Schmähschriften'' 
s^eibt Herr.Zuchold, »^^nter. falschen und fingirten Schweiz 
zer, tondoner etc. Firmes kennte und wollte ich nicht in 
, das . BOicheriiexikon bringen, und dies nach reiflieher Ueber« 
[ legong » im yollaten £inveraländnis«e mit dem Herrn Verleger« 
Was #pUen und nutzen sie in eiaeni deutsehen Bücberlexi-^ 
, keoDi, Mvnik ^ie in Deutscblaind ihrer unmorabscheo:^ revok" 
tionarei^ und antireligiösen Tendenz wege» verboten wurden» 
^ w)9oa sie sich gleich den Eulen von vorn herein nicht an das 
XageslJMiibit wagten? Was mutzen sie im Bucherlexikon, wenn 
sie iwBiicbliandei versendet wurden,, ohne dass eine Berech- 
nung io»der Factur dabei befindlich war, ohne dafis man wusste» 
, woher diese Kinder der Finsüerniss kamen?'' 

Hat nun auch .HerirV^un, wie von Herrn Zncbold selbst 
zagegeben worden ist* allerdings ein Recht gehabt, der Ar* 



234 Naobtragf. • 

beit des letsttren den Vorwurf der UnvatlstSndigkek mächen 
zu können, so ist er doeh darin durchaus im IJnrechte ge- 
wesen, dass er seiner Buge keinen milderen Aüsdrurk gege- 
ben, und überhaupt bei der Beurtheilung des Zudiold'scbeo 
Werkes dessen unleugbar schSlzenswerlhe und achtbare Sei- 
ten so gut\vie gar nicht in Betracht gezogen hat. Und am 
allerwenigsten kann ich es billigen, dass er, nicht zurrtedeD 
mit dem Abdrucke seiner Bfige im Börsenblatte, aucii noch 
darauf ausgegangen ist, den Anzeiger zum blosen Nachbeter 
seiner wenig gelinden Aeusserungen machen zu wollen — 
den Anzeiger, von dem er doch wissen konnte, dass sich 
dieser stets günstig über die Zuchold'sche Arbeit ausgespro- 
chen hatte, und sich um des gerügten Mangels willen , wel- 
cher wohl keinem derartigen Werke fremd bleiben^ kann, 
nicht zum Organ eines solchen Raisonnements, wie dasWel- 
ler'scbe ist, hergeben durfte. 

Dagegen ist aber auch Herr Zuchold mit seiner oben 
aufgestellten Ansicht über Das, m^s sich der Herausgeber 
eines Bücherlexikons in Bezug auf Aufnehmen und Weglas- 
sen von Büchertileln erlauben dürfe, durchaus nicht im 
Rechte. Die Theorie, dass sich der Herausgeber eines all- 
gemeinen Bücberlexikons, welches sich zumal „Index loca- 
pletissimus librorum^' nennt, gestatten künne, die Titel von 
Büchern, die ihm werthlos und nachtheilig, gleichviel ob 
unmoralisch, revolutionär und antireligiös, zu sei» scheinen, 
ganz wegzulassen, ist grundfalsch, und muss als solche im 
Interesse der Bibliographie mit aller Entschiedenheit zurück- 
gewiesen werden. Der Herausgeber eines allgemeinen Bucher- 
leiikons darf sich nicht insoweit zum Kritiker der zur Auf- 
nahme vorliegenden Bücherlitel machen, dass er nach seinem 
Ermessen aufnimmt oder weglässt, je nachdem ihm dies im 
Sinne der Moralität, Religion und des Staatslebens gutdönkt. 
Ein allgemeines Bücberlexikon hat die Aufgabe, in seinen 
Angaben nicht blos so genau, sondern auch so vollstindig 
als möglich zu sein. Zudem ist nicht unerwähnt zu lassen, 
dass auch die schlechtesten Scharteken ihren historischen 
Werth haben. Wer einmal in den Fall kommen sollte ^ sich 
im historischen Interesse mit der „Schand- und Scbmäh- 
Htteratur" unserer unglückseligen letztvergangenen Zeit be- 
kannt machen zu müssen » Der würde, wenn ihm ein allge- 
meines Bücberlexikon über diese Litteratur keine Auskunft 
geben könnte, diesen Mangel schmerzlich empfinden. So 
wenig ich geneigt bin, irgend ein Wort der Anerkennung, 
die ich dem Zuchold'schen Werke gern gezollt habe, zurück- 
zunehmen, ebenso abgeneigt bin ich, einer solchen Theorie 
vie der Zuchold'schen das Wort zu reden. 



31* Aoglsi* Achtes Heft. 

Nr. 651 u. folgende enthaltend. 



1855. 



[651.] Zar StatitftOc der dlTeiitllcheii Bibliotheken 
In Bayern«^) 

Zahl der Bficher, Handschriften, lakanabela and Karten. 



Hof- u. Staatsbibliothek in 


Bde. Handschriften. 


München 


800,000 


22000, 


Universitätsbibliothek in Mön- 




inci. lokiinü- 


chen 


147,541 


5,294 belo O.Kart. 


Uoiversiauhibliolhek in Wurz- 




tncl. ßisser* 


burg 


100,000 


tatiooen. 


Universitätsbibliothek in Er- 






langen 


140,000 





Oefrenfliche Bibliolheken in 
den Kreisen. 

Oberbayern. 

Niederbayern, tn 3 Bibliotheken 

Pfalz, in 3 Stadt- und vielen 

kleineren Bibliotheken 
0berpfal2u.Regem»burg: Kreis- 
bibliotbek in Regensburg u. 
Stadtbibliothek in Ainberg 
Oberfranken: König!. Biblio- 
thek in Bamberg 
Bibliothek in Bayreuth 
Mittelfranken in 5 Bibliotheken 
Unterfranken u. AschafiTenburg : 
Hof- u. Staatsbibliothek in 

Aschaffenburg 
Stadtbibliothek in Schwein- 
furt u. mehrere kleinere 
Bibliotheken 
Schwaben u. Neuburg : Kreis- 
u. Stadtbiblioth. in Augsburg 
Kreis - u. Stadtbibl. in Neuburg 
Lycealbibliothek in Dillingen 
4 andere Stadtbibliotheken 



12,80« 
50,271 



61,000 

64,200 
15,000 
66,279 



26,000 



20,640 

100,000 
12,000 
69,000 
26,829 



'^''^excl. 150,000 
( Dissertät., 
5,800) Programme, 
Gedichte. 



1,861,566 33,219 

Bde, Handschriften, Inkunabeln 
u. Karten. 

'^) Ans dem von Dr. F. B.W. v. Hermann aas amUiehen Quellen her- 
ausgegebeoeo Beitragen zur Slaiistik des Königreichs Bayern. V. AnstaU 

P9UhQlit, AMeigir. Augwt im. 17 



236 Das Kayser'scbe Deutsche BAcberlexikon. 

iusser diesen, Mr die allgopl^iti^ 9eDutzuq( dfatVnmteQ 
ßibliolheken bestehen noch zahlreiche Bücher- und Karten- 
Sammlungen bei den Königl. Ministerien«, < dem Generalquar- 
tiermeisterstabe , bei sämmtlichen Regimentern der Armee, 
an allen Lyceen, Gymnasien, polytechnischen und Gewerb- 
schulen, an mehreren lateinischen Schulen, bei dem Ca4eUeU' 
Corps und an Erziehungsanstalten, die jedoch für den Öffent- 
lichen Gebrauch nicht zugänglich sipd. 



[652.] Das Kayser'sche D^ntsebe Bficherlexik^n. 

(Zweiter Artikel.) 

Die Presse*) hat, im Einklänge mit meiner oben Nr. 650 
abgegebenen Erklärung gegen die von Hrn. Z«chold {i^ielieicht 
nicht ganz mit Vorbedacbt) aufgestellte bibliographische Theo- 
rie, dass es dem Herausgeber eines Bücherlexikbiis frei siehe, 
die Titel Ton Schmutz- und Schandschriften daraus wegzu- 
lassen, so entschieden Partei zu p^bmen apgeiapgQ^,, dass 
ich über diesen Punkt kein Wort weiter zu veiüieren brauche. 
Nur in Rucksicht auf die etwa noch aufzuwerfj9|]4e Frage, 
ob das Pressgeselz der Aufnahme von, Titeln solch^ir Schrif- 
ten entgegen sei, sind noch einige Worte hiaziuuCugeB. 
Diese Frage ist nämlich bestimmt zu xerniejnen ; idem» ^enn 
Tiuch nach dem Gesetze vorgeschrieben iat» dass die loa L^nde 
verbotenen Bücher von den BiiphbäiidJisrn dea I^ode« nicht 
angezeigt werden dürfen , weil ja d<»cb solche Asiz^igen kei- 
nen andern Zweck haben könnten, al^ das Publikum zum 
Kaulen der Bücher, die nicht verhra'iUi^ afeo laucb. nicht ver- 
kauft werden sollen, einzuladen, so ist dies hinsichtlich eines 
Bücherlexikons, welches ganz andere Zwecke im Auge Laheo 
muss, als eine Buchhändleranzeige, eine we$enllich verschie- 
dene Sache, und wir hören daher auch ohne weiteres Be- 
fremden, dass noch kürzlich, mit ausdrücklicher Erlaubniss 
des Chefs der Wiener k. k. obersten Poli;zeibehörde, Freiherrn 
Kempen v. Fichtenstamm, ein vollständiges Verzeichniss aller 
im J. 1848 in Wien erschienener Zeitschriften, nach der 
Sammlung der Polizeibibliothek, y^rölTenÜicht worden ist. 
Das Pressgesetz legt, wie gesagt, der Aufnahme von Titeln 



ten für Wissenschaft, Kunst, Unterricht und Kfziehung nach dem Stande 
Yon 1851/52 und fniherer Jabre. Mäncheo, Fol. ip^.S. TafvIIL 

*) Kayser's BächerlexikoD und Qerr Ernst A. Zucbold. (Aus Hamburg.) 
S.Börsenbl. f. d. Üeulsch. Bnchhand. Nr. 96. p. 1295—96. 

In Sachen Ziichold contra Verum. (Aus Wien.) S. Daselbst p. 1296. — 
Eine hieranT bezügliche^ aber im Wesentlichen $ehr wenig sagende Ent- 
gegnnng Zuchold's s. daselbst Nr. 98. p. 1327-- 28. 

Auch einige Worte in Sacliea des Herrn Ziichold und dessen Gegner. 
(Aas Leipzig.) Von Gost«? Wattig. S« Daselbst ^^. 99« p* 1844. 



tktt i^ser'scbf DeMtftfchä BAoberleiikoB. 2S7 

solcher Bücher, die gegen B^ligioli, Moral und Staatswohl- 
fahrt Verstössen, und d$ren Vertrieb desshalb von Seiten der 
Regierungen Verboten werden, soweit es sich um die Auf- 
nahme dieser Titel in ein Bächerlexikon handelt, gewiss kein 
Hinderniss in den Weg: wäre dies der Fall, so würde es 
wahrlich nicht nur um unsere ganze bibliographische Keniit- 
niss, sondern und hauptsächlich auch um das Kayser'sche 
Bächerlexikon sehr traurig und schlimm stehen, in Hem man, 
schlage man doch jeden beliebigen ßand auf, genug Titel der 
bezeichneten Art vorfindet, deren Aufnahme das Verbot des 
ganzen Lexikons zur Folge gehabt haben müsste. Auch die 
von Hrn. Zuchold bearbeiteten Bände des Lexikons enthalten 
genug solche Titel, wesshalb nicht anzunehmen ist, dass der 
Herausgeber das Pressgesetz als ein Hindemiss gegen die 
Aufnahme der weggelassenen Titel angesehen hat. Aber 
ebenso wenig ist unter solchen Umständen anzunehmen, dass 
die oben erwähnte, von Hrn. Zuchold aufgestellte Theorie 
für ihn wirklich maassgebend gewesen sei. Man scheint viel- 
BKhr fast vermuthen zu dürfen, dass Hr. Zuchoid in der 
Uebereilung nach einer solchen Theorie gegriifen hat, um 
den seiner Arbeit gemachten Vorwurf der UnvoHständigkeit 
zu entschuldigen, ohne zu bedenken, dass die leichteste und 
beste Entschuldigung wohl die gewesen sein würde, ganz 
offen zu sagen, dass in einem Werke, welches so und so 
viel tausend Buchertitel enthält, leicht einige, und wären es 
selbst hundert, sei es aus blosem Versehen, sei es aus Man- 
gel an Unterlagen, ausfallen können. Bei einer solchen Ter- 
muthung hat man aber ganz Recht gehabt, Hrn. Zuchold zu- 
zurufen „0 si tacuisses!*' 

Dagegen hat man jedoch desshalb, weil es Hr. Zu'chold 
selbst nicht wohl verstanden hat, dem Angriife Hrn. Weiteres 
in der geeigneten Weise entgegenzutreten, noch kein Recht, 
von seiner Arbeit weniger gut zu denken, als man seither 
darüber gedacht jiat, am alterwenigsten ein Recht dazu, das 
Kayser*sche Buclierlexikon , dem Heinsius*schen gegenüber, 
herabzusetzen. Die Sorgfalt und Muhe, welche Hr. Zuchold 
auf Alles, was er gegeben, jederzeit verwendet hat, sind wohl 
geeignet, seinen Arbeiteil eine Anerkennung zu sichern, die 
nicht um einer etwas leichtfertigeri Aeusserung willen gleich 
leiden darf. Ich wenigstens habe in den Aeusserungen Hrn. 
Zuchold's noch keinen Anlass gefunden, meine Meinung über 
dessen Arbeiten überhaupt sowohl als und insbesondere auch 
über das Kayser'schc Bücherlexikon ändern zu müssen. 



17^ 



236. lüi&i seriptoram de DüitU ?lla et Operibos. 

[653.] I M d e X 

scriptorum de Dautis Vita et Operibus. *) 

(Hislarics ec Crilica.) 

( — 1306.) — Danlis Alighieri Legatio pro Francischino 
Malaspina ad ineundam pacem cum Antonio Eptscopo la- 
nensi et Conslilutio pacis ann. MCCGVI denuo recognila et 
iterum in Jucem edita consilio et sumptibus G. J. Bar. 
Vernon. (Cxtract. ex tabiilario pub. civitatis Serazanensis, 
Serie 342, tit. 3. Instrument. Notarii pub. Parentis Stupii.) 
Pisis, ex officina Nistriana. 1847. 4. 
XII. pp. 
{Giov. Villani. f 1348.) — Notizia intomo a Dante Alighieri, 
da Giovanni Villani. 

Coniineiur italice scriptnm Lyelii opuscnlo: Dello Spirito Cattolico 
di Dante , trad. dalf Orig. Ingl. da Poiidori. Londr. 1844. 8. 
p. XVil — XIX, et in linguam anglicam versum altero ejusdem ao- 
toris opere: Poems of tlie Vita Noova and Convito of Dante. Loodr. 
1842. 8. p. XI — XIII. 
-T- Notice of Dante from Giovanni Villani, Florentioe Chro- 
nicles, Book IX. Chap. 136; by Frederick Pollock. 

Continetur anglica a Fellockio prodila ?ersione Divioae Comoediae. 
Und. 1854. 8. p. XI — XIV. 
(Boccaccio, 1313 — 75.) — Vita di Dante Alighieri coroposta 
da Giovanni Boccaccio diversa dair edita e tratta da un 
codice del MCCCCXXXVIl appartenente al Cavaliere che 
fu Giuseppe Boss! pittore Milanese pubblicatasi per la pri- 
ma volta in Milano da Luigi Mussi nel MDCCCIX. (Vita 
explicit: Firiito a di 22 d'Oitobre 1437.) 

Continetur Patavina editione Oivinae Comoediae Vol. V. 1822. 8. 
p. 1 — 44. 
— Due illnstri Prose di Messer Giovanni Boccacci. Testi 
di lingua ora nuovamentls emendati (da Bartolommeu Garn- 
ba.) Venezia, tipografia di Alvisopoli. 1825. 8. Cum 
auctoris effigie. Continet p. 1 — 119: La Vita di Dante Al- 
lighieri. 

Praeter viiaro OaDleam, haec editio ampl^ctitnr com „Noiizie in- 
tomo alla Vila e »Wfi Opere di Gio?aoni Boccacci/^ tarn y,Piscola 
di Giovanni Boccacci a Pino de Bossi.'^ 

(Fil Villani. saec. XIV— XV.) — Vitae Dantis, Petrarchae, 
et Boccaccii a Philippo Villanio scriptae ex codice inedito 
Barberiniano. (Cura Domenico Moreni.) Florenliae, tvpis 
Magherianis. 1826. 8. 
XXVIII, 94pp. . 
{Bruni. 1370 — 1444.) — Vita di Dante scritta da Lionardo 
Bruni Aretino. 

Continetur Venetianis ex officina Zattae prolatis editionibos Ope- 

*) Probe ao8 meinem unter Nr. 696. angefahrten Catalogui Bibliothe- 
cae Danteae* 



Met seriptornm de DantisVita etOperibas. 239^ 

rom Dantis, eam edifiooe qaartae forniae Tom. I. 1757. p. 1-^X, 
tqm ediitooe 0€lav«e Torioae Tom. I. 1760, p. I — Xü. 

— Vita di Dante Alighieri scritta da Lionardo Aretino. 

Coolineiur FloreDUoa ilJQ&tri a Rejozi, Marini et Muzzi procarala 
editiooe Oivinae Coroodiae Tom. IV* 1819. fol. p. 1— XI. 

— Vita di Dante Alighieri scritta da Lionardo Aretino. 

CootiDelar Pata?ina editione Divinae Comoediae Vol. V. 1822. 8.- 
p. 46 — 65. 

(Pkilelphus. 1426—80.) — Vita Dantis Aligherii a J. Mario 
Philelpho scripta nunc primüm ex codice Laurentiano ip 
Jucem edita et notis illustrata. (Cura Domenico Moren^* 
Florentiae, ex typographia Magheriana. 1828. 8. 

XLIV. 144 |>p. — Accedit ,,Catalogo cronologico detle Opere pro- 
pne e d'altri pubbiicate da Domenico Moreni,*' 36 pp. 
(Landini. f c. 1493^-94.) — Vita et costumi del poeta 
Danthe Alighieri, da Christophoro Landini. 

Continetur ejasdem conunentariis de Divina Comoedia proditis^ 
Firenze 1481. fol. ff., 6 — 8. 

— Apologia di M. Cristoforo Landino, nella, quäle si di^ 
fende Darbte, ft Fiorenia da faisi calunniatori. 

Contrnetur Venetiaoa a Sansovino procurata edilione Divinae Co- 
moediae 1564. fol. ff. *6 — ♦•1. 

iMacchiavelli. 1469 — 1527.) Discorso ovvero Dialogo. In cui 
si esamina se la lingua, in cui scrissero Dante, il Boiccac- 
cio, e il Petrarca, si debba chiümare Italiana, Toscana, o 
Fiorentina; da Niccolo Machiavelli. 

Continetor ejusdem Operibus. Italia (Firenze, Pialli.) 1813. 8. Vol. 
V. p. 3 — 21. 
(Sansovino, 1521 — 86.) — Vita di Dante Alighieri, per 
Francesco Sansovino. 

Conlinetar editione ab eodem facta Divinae Comoediae, Veoetia 
1664. fol. ff. ••2— ♦•3. 

(yellutello. 1544.) — Vitä e costvmi del Pqeta (Dante AUig- 
hieri)^ descritta da Aiessandro Vellvtello. 

Continetor et Venetiana editione Divinae Comoediae com'mentariis 
Vellotellianis et manuscriptis nolis ornala, 1544. 4. ff. AAiii — AAvi, 
et altera Veneliana Ä Sansovino procnrala, 1564. fol. ff. ***2 — ***4. 

(Bayle. 1647 — 1706.) — Dante, Fun des premiers Poetes 
d'ltalie, par Pierre Bayle. 

Conlinetar ejasdem opere: Dictionaire bistoriqne et critiqne. V. 
Edition revne, corrig^e et angment^e. Tom. II. Amsterdam, Brunei. 
1740. fol. p. 242—46. 

(Cmeimheni. 1663 — 1728.) — Vita di Dante scritU da 
Giovan Maria Crescimbeni. 

Continetur Venetiana ex officina Zattae prolata editione Operum 
Danlis Tom. I. 1757. 4. p. XI — XXX. 

— Dante Alighieri; da Giovanni Maria de' Crescimbeni, 

Continetur ejusdepi operibus : L'lsloria della Volgar Poesia. ßoma 
per il Chracas. 1698. 4. p. 86. 177. 297 — 305 et Commenlari in- 
torno alla sua Istoria della Volgar Poesia. Vol. II. Roma per A. de* 
Bossi. 1710. 4. Part. 1. p. 192— 93. 245 — 46. Part. 2. p. 380 — 
82; Vol. ni; Ibid. 171L 4. p.37ir5 Vot.t. Ibid. HIL 4. p.2-12* 



9M Ipd«! soripiorum de OiaBtis Y^U etOFefibos^ 

(Moririu Uli.) — Dante Alighieri, »n des rares esprits de 
son temps, grand poete Toscan 8c bon philosophe; par 
Louis Moreri. 

Conlineiar ejosdem opere: Le grand Dictionnaire btstoriqne etc. 
Noiivelle Bdilion re?ne el augmenlt^e par Dronet. Tom. IT. Paris, 
chez les libraires associäa. 1759. fol. p. 35 — 36. 
{Gravina. 1708.) — Di Vincenzo Gravina della Hagion poetica 
di Dante. 

Continelur ejusdem libro: Della Ragioo poetica. Roma, Goozip. 
1708. 4. pp. 126—28 (del divioo poema), 138—40 (del libro delia 
volgar« eloqiienza), 159 — 61 (della Dantesca fräse), 161—62. 
(del titolo dato nl poema dl Dante), 162 — 64 (della polilica di 
üanle) , 169 — 77 (della morale e teologia di Danle.) 

(Buddeus. 1726.) — Dantes Aligheri oder Aligerius, einer 
der berühmtesten und ersten Poeten. ^ 

Continetnr operis a Jua. Frapc. Biiddeo canfecti, cajos litalas esi: 
Neu vermehrtes Hislorisch - und Geographisches Allgemeines Lexi- 
con, teriia a Jac. Christ. Iselino procQr;>ta edilione, Tb. 1. Basel 
Brandmüller Aell. seel. Erben. 1742. fol. p. 284—85. 

{Tirahoschu 1731 — 94.) — Danle Alighieri (sa vie, ses 
- ouvrages et son porlrait), par Jer. Tirabosebi. 

Continetnr opere: Histoire de la Lltl^rature d'Malie« Tir^e de l'ita- 
lien de Tiraboschi, et abr^gee par Anloine Landi. Tom. II. Berne 
1784. 8. p. 229 — 44. 286. 

— Vita di Dante Alij^hieri scrilta da Girolamo Tirabosebi. 
Con note di Filippo de Romaois. 

Continetnr Patavina editione Divinae Comoediae Vol. V. 1822. 8. 
p. 67 — 135. 
(Jöcher. 1750.) — Dantes Aligheri oder Aligerius, von Chri- 
silian Gotllieb Jöcher. 

Continetnr ejusdem opere: Allgemeines Gelehrten -Lexicoo. Th. I. 
Leipzig, Gledilsch. 1750. 4. 274 — 75. 
{Vannetti, 1757.) — Lettera di Giuseppe Valeriano Cav. 
Vannetli al Sig. Gio. Pietro Moneta, Fiorentioo, Podestä 
di Roveredo, Intorno ad aicune circostanze deJla vita di 
Dante , ed all' aver egU dimorato nella Val Lagarina , e 
quici composta una sua Canzone. 

• Continetnr Venetianii ex officina Zeitae prolata edilioae Operan 
Dentis Tom. IV. Faru 2. 1757. 4. p. 141 — 68. 
(Pelli. 1757.) — Memorie ser servire alia Vita di Dante 
Alighieri (da Giuseppe Pelli.) 

Continelur Venelianis ex orficina Zattae prolatis edilionibus Opernn 
Dantis, cum editione quartae formae Tom. IV, Part. 2. 1757. p. I 
-r 140 excl. praefat. et tabula genealogica, tuok ed-jtione octavM 
formae Totn. IV. Part. 1. 1760. IV, 162 pp. et tabujä genealogica. 

— Meniorie per servire alla Vita di Dante Alighieri ed alia 
Storia della sua Pamiglia raccolte da Giuseppe Pelli Fio- 
rentino. Seconda. Edizione notabiliUQnte accresciota. Fi- 
reqze , Piatti. 1823. 8. 

218 pp.^ excl. 3 ff. Notand. eCCorrigend. Accedunt tabula genealo- 
gica et duae aeri incisae delinealiones, qnarum una efßgiem Dao- 
tis (S^^fanq Tofanelli del.,. Raffaello. Morgheq iac). etf altera qaos- 
4a^ 4!"^ö^ ima^jin«^ D^tU, Qraatos r^praesei^Ut. / . 



, ted4x(8fMf^toi»fiD(i d^CUttfis'Vitft^lOperiliusL 841 

(BaehmsekUNilnM.-nWl.) — A^lszng der Leb^DsuBist^nde 
Dante AIf^bi6ri*5, von L. Bacheftschwanz. 

GontiiMtor gienoaniaa ab eodem facta versiooe InferniDafitis^ ieip- 
zig 1767, 8, p.X— 8. 
{ChabanoH' 1773,) — Vie di^ Dante, avec une notice detail- 
lee de ses Ouvrages. Par M. de Chabanon. Amsterdam et 
Paris, Lacombe. 1773- 8. 

131 pp. — Auetor afo inilio volaerat, ut haec vita pars esset majo- 
ris cnjasdam operijS, quo de statu lilterarum in Italia XHI. et XIV. 
sdeculis disqitisititfnes Yilaeqne scripiorunr illis temporibus clarissi- 
diornm continereritnr; sed hoc opaä absofvere reliqait. 

(Grohmann. 1796.) Dante Aiighieri, ein Italiänischer Dichter^; 
von Johann Gottfried Grobmann. 

Coniirietor ejüsdem opere: Neues Historisch- biographisches Hand- 
wörteFbttoh. Th, II. Leipzf?, BantDgärlner. 1796. 8. p. 905 — 7. 

(Feller. 1797.) — Dante Alighieri, poete Italien; par Tabbe 
F. X. de Felder. 

Contlnetur ejusdem opere: Dictionnaire hislorique. Tora. HI. Liege, 
ivpK.le tensiri«. 1797. E p. 461— 62. Seeende idilioD. Tom.Ul. 
Ibid. 1797. 8. p. 461 — 62. 

{Blanchard. 1805.) — Dante ein italienischer Dichter» Mit 

Portrait. 

Con.tirietur opere: Neuer Plularch, oder kurze Lebensbeschreibnn- 

geh dör hefuhönteslen Männ<»t und Frauen aller Nationen von den 

ältesten bis auf unsere Zeiten. Nach dem Französischen des Peter 

Blanchard neu herau$«gegeben « vermehrt und Fortgesetzt von Fried« 

rieb Kran. Bd. III. Pestb. Ilarileben. 1815. 8. p. 137—41. 

{Kannegiesser. 1814.) — £in Bück auf die politischen und 

reli^köaien Verhältnisse von Europa, Italien und Florenz 

vor und zu dejr Zeit Daintd^s, sowie auf die geistige Bil- 

dting oder den Zustand der Wissenschaften und Künste 

in jenen Jahrhunderten, nebst dem Leben des Dibhters 

un4 eineir Betrachtung seiner Schriften, besonders der 

GMUichen Komödie $ von Karl Ludwig Kannegiesser. 

Continetur Germanica ab eodeiti facta versiooe Divinae Cpmpediae, 
cum tertia editlone Th. I. Leipzig 1832. 8. p. XIII — LXXÜ, tum 
qnarta Th. I. Ibid. 1843. 12. p. Xf— LXXIL 

{Wimäyr. 1815.) -^ Dante Alighieri r(nach seinem Leben 
und litterarischem Wirken) , von Joseph Wismayr. 

€öntineiar ejusdem opere: fialntlieon Italiens, enthaUend Biogra- 
phien der aaisgezeichoetsten Itallettet nebst deren Bildni^ssen. Histo- 
risch-kritisch bearbeitet. M.d. I. ^bth. 1. München , im Verlage von 
Mayr zu Salzburg. 1815. 4. VIII, 56 pp. 

{Anonymus. 1823.) — Vie du Dante. 

2 S.f quibns effigies Dantis (Zeelander sc.) accedit. Continetur 
opere: Galerie choisie d^llommes et de Femmes c^Jöbres de tous 
les temps et de toutes las nations. Vol. 1, Amsterdam^ sous la di- 
rection de Pino. 1823. 12* 

{Streckfuss. 1824.) — lieber Dante's Leben und Schriften, 
von Karl Streckfuss. 

Continetar Germanica ab eodem cbnfecta ?ersione Divinae Comoe- 
< dSae, li. Aodg. HblU 1834. 4. p. 1 — 36 ft Ilf. Ausg. Ehendas. 
1840, 4. p. 9—36. . 



212 iDdei gtfripioruoi de DiatisVAla tt Opfirikos. 

(Maffei. 1825») — Daote Aligliieri (Noilzie iotomo alb m 
vila — Suc rime — Vita Nuofa — Coovita — Libri 
della Volgare Eloquenza — TratUto deUa Monarchia — 
Divina Commedia — Originalitä di questo poema — Scopo 
politico e morale — Analisi dell' Inferno, del Purgatorio 
e del Paradiso — Pregio della elocuzione — Difetti — 
Celebritä di questo poema — Commentatori); da Giuseppe 
Maffei. 

Contioetnr ejiisdem opere: Storia della Lelteratara Italiaoa dall' 
origine della lingua Aoo al secoio XIX. Vol. I. Miiano, dalla Societi 
tipog. dei Classici Ital. 1825. 12. p. 39 — 91. Accedit efBgies Dan- 
lia, ßramati dis., Rados Idc. 

— Cenni intorno aJia Vita e alle Opere di Dante Alighieri. 
Tralli dalla Storia Letteraria di Giuseppe Maffei, da B. 
Bianebi. 

Contioetnr editioue a. Bianchi parata Dtrinae Comoediae, Fireoze 

1844. 12. p. JX — XXXVI. 

(Abeken, 1826.) — Dante's Zeitalter und sein Leben; von 
Bernhard Rudolph Abeken. 

Continetiir ejasdem scriptione: Beitrage für das Sladinm der Gött- 
lichen Comödie, Berlin und Stettin 1826. 8. p. 1 — 124. 

{Wagner. 1826.) — Saggio sopra Dante Alighieri; da Adolfo 
Wagner. 

Continetiir editione ab eodem parata Divinae Comoediae, quae in- 
se'rta est operi: Paroasso Italiano, Edizione compinta in nn Vota- 
me. Lipsia, Fleischer. 1826. 4. Daote p. III— XXIU. 

{Tortu 1827.) — Ragionamento sopra Dante di Francesco 
Torti tratto dal Prospetlo del Farnaso Italtano. 

Conlinetur editione a Viviani conrecta Divinae Comoediae« Vol. III. 
Part. 1. Idine 1827. 8. p. XXXIU-r- LI. 

(Missirini y 1830.) , — Delle Memoria di Dante in Firenze ^ 
della Gratitudine de' Fiorentini verso il Divino Poeta Com- 
mentario di Melchior Missirini. Firenze, tipografia all' in- 
segna di Dante. 1830. 4. 

46 pp. exci. 2 ff. tit. et praefat. Accedit .deliaeatio nummi in ho- 
norem Dantis excusi 1829. (Ferd. Mootior del., P. Lasioins scul.) 

— Vita di Dante Alighieri dettata da Melchior Missirini. 
Edizione quarta con aggiunte edite ed inedite deli' Autore. 
Milano e Vienna, Tendier e Schaefer. 1844. 8. 

XVI, 670 pp. Accedant effigies Dantis« H. Robinson del. et 1 f. in- 
dex librorum a Missirini juris publici factorom. — Appendix con- 
tinet: I. DelV Amore di D. A. e del Ritratto di ßeatrice Portinari 
Commentario primo. Edizione secunda; II. Delle Memorie di D. 
A. e del sno Maosoleo in Sa. Croce Commentario secondo. Edizio- 
ne qaarta; III. Sal Canto del Conte Ugoirno di' D. A. Dissertazione; 
IV. Risposta al La Harpe sal sa6 gindizio di D. ; V. Esposiztooe di 
un Passo di D. snlla Favola di Marsia;. VL Del Ritratto di D. A. 
scoperto ultimamente in Firenze nel Palazzo del Bargello; VII. Gio- 
dizio del Conte Leopoldo Cicognara siil Commentario al No. I. di 
qaesta appendice; VIII. Sermone sopra D« 



Mk söri^tottiih de Darios Vita et Operlhm, 243 

iWitte. 1831.) — fJeb6r Dante von Karl Witte. Neu bear- 
beitet. Breslau, Pelz, 1831>^ 8. 

28 pp. AccedaDt dnae involiicro libelli iuscriptae delinealiones: 
ßattistero di Dante ft Sfpolcro di Dante (Schilling sc. Sleijtdr. ir» 
W. Sleiomelz.) Auetor p. 26 — 27 duo carinina a Michel Angeio 
ßuonarotli facta de Dante communicavit. 

(Blanc. 1832.) — Dante Allighieri (nach seinem Leben und 
litterarischen Wirken geschildert) von ßlanc. 

Continetar opere ab J. S. Erschio et J. G. Grubero inceplo : Allge- 
meine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste. Secl. I. Th. 23. 
Leipzig, brockbaiis. 1832. 4. p. 34 — 79. 

— Dante Alligbieri (nach seinem Leben und litterarischen 
Wirken geschildert) von L. G. Blanc. Aus dem XXIII. 
Bande der Encyklopädie von Ersch und Gruber. (Leipzig, 
Brockhaus. 1832.) 4. 

47 pp. 
{Fauriel. 1833.) -r- Dante et les origines de la langue et de 
la litterature Italiennes. Cours fait ä Ja faculte des lettres 
de Paris par M. Fauriel. (Publik par Jules Mohl.) Tom. I 
— IL Paris, Durand. 1854. 8. 
vm, 540 ä 494 pp. excl. til. 
{Mongis. 1838.) — Vie de Dante Alighieri, par J. A. Mongis. 
Continetor Francogaltica ab eodem confecta versioae Inferni, Paris 
1838. 8. p. XI — XXVni 
{BaJho. 1839.) — Vita di Dante scritta da Cesare Balbo. 
Vol. I — IL Torino, Pomba e C. 1839. 8. (E, s. tit. cum 
voluminis primi: Dante in patria, tum secundi: Dante in 
esilio.) 

370 Sr 492pp. — Appendix, q«i Vol. II. ad illustrandiim capiil 
qnartam et at^piimum ndditns est, contiiiel p. 453 — 54: Argomen to 
del Trattalo II«. de! Convilo, ft p. 455 — 81: Canli R e 11». dell' 
Inferno con un commenio critico. 

(Ozanam. 1839.) — Dante et la Philosophie catholique au 
treizi^me siecle} par A. F. Ozanam. Paris, Perisse fr^re. 
1839. 8, 

411 pp. excl. tit. et errat. 

— Dante et la Philosophie catholique au treizieme sieclej 
par A. F. Ozanam. Nouvelle Edition, corrigee et aug- 
mentee, suivie de Recherches nouveiles sur les sources 
poetiques de la Divine Comedie. Paris, Lecoffre et Cie. 
1845. 8. 

VIII, 495 pp. 

(Wontor, 184t.) — Histoire de Dante Alighieri, par Artaud 
de Montor. Paris, Le Giere et Cie. 1841. 8. (H. e. Histoire 
de la vie et des oeuvres lilteraires et poiitiques de Dante 
Alighieri.) 

VI, 635 pp. pxcl. 3 ff . tit., dedicat. et errat; Accedunt quinqtie atri 
incisae labnlae, quarnm prima efflgiem Dantis lyra ornati (Raphael 
d'Ürbin pinx., M. F. Dien sculps.), altera delineationöm Inferni 
(Manetti inv. Forssell del. et sculps.), lerlia formatn Purgatorii 
(Roebn jdei. GaSine scnlps.), quarta formam Par^disi et quUta, adn 



244 Indw Kiii^orfiiii d« DidÜs Vit« et OpeHbvs« 

djtis insigaibHi Portinari, Aligbieri-. el fiardi, perfOBam Dsotis 

(d^apr^s le Masqae en terre cuite moule ä Rafenne le joar de U 
mort de Dante, et conserv(S dantf le Palais del Nero h Florence) 
repraesentat. 

(Kopisch. 1842.) — Dantes Leben, von August Kopiscb. 

Continetur GermaDJco-Italica ab 4*odeai confecla editione Dmoae 
Comoediae, Berlin 1842. 4. p. 419—67. 
— Eadem Vita, additis quas ipse Kopischius manu scripsit 

notis et correctionibus. 
(Grässe, 1842 — 46.) — Dante Aligbieri (nach seinem Leben 

und litterarischen Wirken) von Johann Theodor Grässe. 
ConCfiietar ejusdem operibns: Lehrbnch einer allgeiDeinen Literär- 
geschjcbte aller bekannten: Völker der Welt etc. Bd. II. Abibl. 2. 
Zweite Hälfte. Dresden nnd Leipzig, Arnold. 1842. 8. p. 1191 -~ 
1202, ft (landbuch der allgemeineo Litteraturgescbicbte aller be- 
kannten Völker der Welt etc. Anszug aas de» Verfassars grösserem 
Lehrbuche. Bd. II. Ebend. 1846. 8. p. 340—43. 

(Räumer, 1842.) — Dante (sein Leben und seine Werke) von 
Karl von Raunaer. 

Continetur ejosdem libro-: Gescbicbte der Pädagogik vem Wicder- 
aufbiüben klassischer Studien bis auf unsere Zeit. U. Aufl. Tb. I. 
Slultg. I.iesching. 1846. 8. p. 9 — 14. 

(Struekow. 1842.) — Biorpa^ia DanTC D. CTpjkoBa. 
(Vita bantis a D. Struekow conscripta.) 

Continetur Rossico-Italica a V. Van-Dima coafecla editione Infer- 

ni, qaae Petropoli prodiit, 1842. 8. p. 1 — XX. 

(Lyell 1842.) -^ Dello Spirito Cattolico di Dante Aligbieri. 

Opera di Carlo Lyell. Tradotta dall' Originale Inglese da 

Gaetano Polidori , tra gli Arcadi Fileremo Etrusco. Londra, 

Molini. 1844. 8maj. 

XXX, 248 pp. AcceduDl qualuor aeri et lapidi incisae, ^uarum 
ana efGgiem Dantis (from Ihe Torrigiani bnst at Florence, made 
from a Cast laken afier death, at Ravenna a. d. 1321. Drawn 
from a Cast in the possessioii of Charles Lyell. H. W. Pbilfips 
del., B. J. Lane liib.), altera alteram efligicm Dantis aetale XXV. 
(Painted by Giotto about 1290 in tbe Cbapel of the Podest^ at 
Florence. Discovered 21. July 1840, Copied before the restorations 
in 1841. Seymour Kirkup del., G. Kumming Dundee sculps. 7 th. 
March 1843) et tertia personam Dantis repraesetilat. 

Anglica scripiio Lyelli originalis continetur ejusdem opoecolo: 
Poems of the Vita Nuova aqd Convilo of. Dante, Londr. 1842. 8. 
maj. p. XLI — CCLXXXII. 
(Bianchi. 1844.) — Del Preteso Soggiorno di Dante in üdine 
od in Tolmino durante il Patriarcato di Pagano della Torre 
e Documenti per la Storia del Friuli dal 1317 al 1332 
deir Ab. Giusepne Bianchi. üdine, dalla nuova tipografla 
di Turchetto, 1844. 8. 
235 pp. 
{Leoni. 1844.) — Dante e la Divina Gommedia da C. Leoni. 

Continetur opere: Giornale Eugaoeo di Scienze .Letlere Arti e Va- 
rietä. Edilore J. Crescini. Anno I. Padova. 1844. maj. 8. Fase. 
XIV. p. 635—49 & Fflsc. XVI. p. 620 -32. 

[Giudiii, 1845.) Dant« AUighM r- ViU ed opere sue — 



Index scriptoruin de Daiotis Vita et Operibus. 24S 

Vita nuov» — Convito — Poesie liriche — Ti*attato della 
Monarchia — Trattato della Volgare Eloquenza — La Di- 
vina Commedia; da Paolo Emiliani Giudici. 

CootioeUiP ejQsdena opere: Storia deUe Itflle Leiter« in Italia. VoL L 
Firenze, Socieii Gdiince Fiorentioa. 1845. 4. p. 207— 370. 
(Periicaru J845.) — La lingua si fe piü ricca dopo Planto 
ed Ennio, TilaliaDa dopo Daote e Petrarca; da G. Perticari. 

Conlinelar opere: Antologia oraloria poelica e storica dalP edilo e 

dall* inedito. Fm. Torricelli Compilatore. Aano IV. Fossombrone 

1845. 4. Part. III. Nq. 5. p. 33. 

iArndt 1846.) — De Dante Alighieri Scriptore Ghibellino. 

Disserlatio quam ad summos in pbilosophia honores ab 

afoplissimo Philosopborum Ordine in Academia Fridericia 

Guileiffiia Rhenana legitime capessendoa seripsit et una 

cum adjectis thesibus controversis die iX oieiis. Mai a» 

MDCCCXLVI publice defendet Ludovicus Rodericus Arndt. 

Opponentib^is: R. Caspary, 0. Nilzscb, T« Schulz. Bonnae, 

liiteris Krug^. 1846. 8. 

79 pp. eicl. 4 ff . lit., dedtcat., cnrriculo vitae auctoris e4 the»ibiMu 

(Delecluze, i847.) — Dante Alighieri ou la Poesie anaoureuse 
par E. J. Deiecluze. Paris, Amyot. (1847.) 12. 
XI, 616 pp. excl. lit. 

(Paur, 1847.) — Vergleichende Bemerkungen über Dante^ 
Miiton und Klopstock, von Theodor Paur. 

Continetnr scriplione: Fiinfzelinte Fortsetzung der Nachricht von 
der Reatsehnie in Neisse. Womit zur geneigten Therhabme an 
der d4*n 27. n. 29, \ngnil a. c. abzuhaltenden öffentlichen Fräfanf 
und k:ntlassiing.<fei>rHjchkeil alle Frennde des Schulwesens erga- 
benst eingeladen werden. Neisse, gedr. bei Rosenkranz ft Bär. 
1847. 4. p. 1—32 

iLafayette. 1852.) — Dante Michel -Ange Machiavei par 
Charles Galemard de Lafayette. Paris, Didier. 1852. 8. 
371 pp.'excl. 3 ffi tit., conspect. et errat., quorum p. 7 — 237 ad 
Danlem speclant. 

(Nordmann, 1852.) — Dante. Literar-hisLorische Studien von 
Johannes Nordmann. L Dresden, Kuntze. 1852. 8. (E. s. 
tit. : Dante's ZeitaHer. Literar-bisiorische Studien.) 
XV, 190 pp. 
{Wegele, 1852.) Danle's Leben und Werke. Kulturgeschicht- 
lich dargestßlU v.on Franz X. Wegele. Jena, Mauke. 1852. 8. 
VIII, 463 pp. — Cf. de hoc scripto ea, qiiae Alfredus Reumont 
dissernrt in opere: Archivio storica Ilaliano. Appendice Tom. IX. 
Fir«iizc, ViensseHX. 1833. 8. p. 602— 8. 
{Princigi. 1853.). — 'Discorso preliminare intorno alla Vita 
ed alle Opete di Dante Alighieri; scrilto da C, Princigi. 
Coi^tisetor editione ah toden facta Divinae Gomoediae, Lipsia 
1853. 8. p. Vl-XXXVt, 

{Aroux. 1854.) — Daote heretique, revolutionnaire et socia- 
liste. Revelationa d*un Catholique sur le Moyen Age Par 
E. Arouxt ^Vißi QouveUe, Divine Comedie, Bianq«et, Can- 
zoniere , tdwne vulg(iii]e,. Mo9afcbie>. R^yälatiojia bisto^, 



846 MelaDcbtboniana. 

riques, litteraires, philosophiquea et religieuses.) Paris, 
Renouard et Cie. 1854. 8. 

XVI, 472 pp. 
(Aroux. 1854.) — Dante revolutionnaire et socialiste mais 
non heretique, Rev^lation sur les Rev^lations de M. Aroux, 
Et Defense d*Ozanain, par Ferjus Boissard. Avec le Por- 
trait de Dante, d'apr^s un masque moule sur lui apres sa 
mort. Paris, Douniol. 1854. 8. 

VIII, 183 pp. 

[654.] IHelanchtlioiilAia». 

Unter den von der Prinzlichen Secundogeniturbrbliothek 
BU Dresden in neuerer Zeil erworbenen Druckschriften ver- 
dient keine mehr, als ein Exemplar der Luther'schen Bibel- 
übersetzung, gedruckt durch Hans Lufft in Wittenberg 1551. 
fol., besonders ausgezeichnet zu werden: sie verdient diese 
Auszeichnung aber nicht etwa desshalb, weil sie von vor- 
zfiglicher Seltenheit oder vortrefflicher Susserlicher Haltung 
ist — das Exemplar ist im Gegenlheile gerade ein sehr ab- 
genutztes und zum Theil schadhaftes — sondern weil sie der 
Tradition zufolge aus dem Besitze Melanchthon*s stammt, von 
dessen Hand die auf zwei Vorsetzblättern befindliche Dar- 
stellung der Gestalt Jesu geschrieben ist. Auf welchem Wege 
das Buch aus Melanchthon's Besitze bis auf unsere Zeiten 
gekommen, ist unbekannt: in der letzten Hälfte des vergan- 
genen Jahrhundertes scheint es sich im Privatbesitze in 
Meissen befunden zu haben, und von da aus in den Besitz 
einer Dresdner Handwerkerfamilie, welche es an die Biblio- 
thek käuflich abgetreten hat, gewandert zu sein. Die er- 
wähnte bandschriftliche Darstellung der Gestalt Jesu lau- 
tet so: 

Paulus ad Colossenfes 
Cap. 3. 
Sermo Chrifti habitet invobis opu- 
lenter in omni fapientia, & docete 8: 
communefacite vos mutuo. 
Immenfa bonitate Deus fe patefecit fua vo- 
ce, & vult agnolci, ficut fe patefecit, & red- 
dit vitä aeternä bis qui fide ampleclütur fi* 
lium, Dominu noftrü Jefum Chriftü. Ac 
precipuü mandatu eft, vt doctrina ab ipfo 
traditä difcamus, ßcut in hoc dicto Pauli 
praecipitur. Habitet in vobis sermo Ghrifti. 
Figura corporis, Domini noftri 
Jhefu Ghrifti. Ex Nicephoro. 
Nicephorus Eccleflae Gonftantinopolitanae mi- 
nifter, fcriptor hifloriae Eedefiaftieae, ftmaii-- 



Rtampien nicht die BachdruekcrkuTist, sondern „nne 
espeoe de obanson, une sorte d^airde dense^^ zu ver- 
stehen habe. 

p. 10i-~i-94. Bii>iH>tbeqne fiac^tieuse, erotique et enjouee. 
(Fortsetzung von Anz. L 1854. Nr. 276.) 

p. 195 T^ 202. Leg publicattons de la Sociele dite Literari- 
scher Verein ä Stuttgart. (Vo]. iL ä 5.) ^- Eine kurze 
Analyse dieser Bände^ vom Herausg. des Buüetin*s. 

p. 202 — 3. Une histoire ou plut6t un conte ä propos de 
THistoire des Kosaques, par C. L. I^sur. (Nach dem Athens 
Franf.) — r Reminiscenz aus Taillefer's Nolice sur J- J. 
MarceJ, ancien directeur de rimprimerie imperiale, den 
Druck der Lesur'schen Schrift auf Napoleon's Befehl betreff. 

p. 204 — 5. L'imprimerie en Turquie. (Nach dem Athen. 
Franc.) 

p. 205 — 7. Americana. -^ Curioea aus der Amerikan. Buch- 
händlerwelt, nach den darüber im Börsenbl. f. d. Deutsch. 
Buehhand. von J. Eggers in Cineinnati gegebenen Mittbei-r 
iungen. 

p. 208 — 22. Autographes: Pikees diverses. (Extr. de la Col- 
leetion de M. Cb. Rahlenbeck ä Braxelles.) Enth. Briefe 
des ßibliolhekars C. de La Serna, des Historikers Baron 
de Grassier, des Grafen de Neny, eine von Ch. Van Hul- 
them geschriebene Notice sur les bibliotheques des peres 
jesuites dts Pays-Bas, sowie ein Schreiben des Cardinah 
Thom. Phil, de Boussu. — Moisson de nouvelles relatives ä 
des autographes, faite principalement dans l'Athenaeum 
franeais. Enth. Autqgraphes curieux de la CoUection Be*^ 
no4iard; un aotographe d^ Fenelon (une r^futation de la 
Relation sur le qui^tisme de Bossuet); un drame in^dit 
et autographe de Lope de Vega (im Besitze des Fürsten 
Metternich, welches Ferd. Wolf herauszugeben beabsichtigt)*, 
Lettres inedites de Muratori (im Besitze der Fiorentii^er 
Riccardiana) ; Lettres inedites de Henri HI. (in der Samm- 
lung des Franz. instittits). 

p. 223 — 34. Mclanges. — Belr. unter Anderen die den Le- 
sern des Anz. bereits oben Nr. 575 mitgelheilte Uebersicht 
der Auflagen des Journales, la Presse, ferner einen kur- 
zen Bericht über die bekannte v. Wurzbach'scbe bibliogr.*^ 
staCisU Zusammenstellung der Litleratur des Oesterreich. 
Kaiserstaates, sowie verschiedene Noticen über Serge Pol- 
toratzky, dessen litterarischer TbStigkeit auch der Anzeiger 
(s. oben Nr. 2&3 u. 480) ausfuhrlicher gedacht hat. 

p. 23ä — 52. Revue bibliographique. — Betr. unter Ande- 
ren den Anzeiger f. Bibliograph«, d. Pariser Bull, du Bi- 
blioph.» das Journal Querard u. das Serapeum. Mit be- 
Boi^ders dankenswerther Anerkennung u. Freundlicbkeil ist 



260 Allgeneiii^ii. 

vorzüglich des AaztifitrB u» daraas namentlich mit ziem- 
. licher Ausfährlichkeil der Tpömersehen Uebersicfat der 
wichtigeren Erscheinungen auf dem Gebiete d. Bibliographie 
1854 Erwähnung gethan worden. Diese Aufmerksamkeit 
ffluss dem Anz. u. seinem Mitarbeiter um so schätzbarer 
sein, als sie ihnen von einem Journale erwiesen wird, 
welches sich hei allen, die mit bibliographischen Studien 
zu thun haben, eines sehr guten Rufes n. der grössten 
Achtung erfreut. 

p. 253 — 60. Ventes publiques: Prix de vente de ia Biblio- 
theque de M. Giraud (s. oben Nr. 224) — Vente Stuart de 
Rothesay — Vente de la bibliotheque de lord Rutherfurd 
(s. Nr. 553) — Vente de curioisites ä Londres (ayant appar- 
tenu ä M. Bernal). 

[657.] Bulletin du Bibliophile pubL par Techener. Bau- 

zihne Serie. Fortsetzung von Nr. 468. 
Avril 8c Mai enth. : 

p. 139 — 46. Maison d*habitation de Michel Montaigne ä Bor- 
deaux, par Dr. J. F. Payen. — Aus Veranlassung eines vom 
Verf. aus der Auclion Veze (s.oben Nr. 356.) gekauAen 
Bilderwerkes Souvenirs de quelques lieux inl^ressants de la 
France t in welchem zwei Abbildungen von Montaigne's 
Schloss zu Saint-Michel u. seinem Wohnhause zu Bordeaux 
enthalten sind. 

p. 147— 50. Disserlations choisies de TAbbe Lebeuf. Re- 
marques sur les geants, par Claude Gauchet. — Ohne In- 
teresse für den Anzeiger. 

p. 151 — 54. Le Chancelier du Prat, par Louis Paris. — Aus 
Veranlassung des vom Marquis du Prat veröffentlichten 
SchriUchens Essai sur la Vie d'Anloine du Pral, Chancelier 
de France, etc. Versailles 1S54. 8. 

p. 154—57. Une Lettre de Chateaubriand, publ. par Albert 
de la Fizeliere. 

p. 157 — 71. Revue des ventes. — Enth.. Angaben über die 

V vorzüglicheren ßucherpreise der Auctionen Libri Ts. oben 

Nr. 229), Hope (s. Nr. 448) u. namentlich Giraud (s. Nr. 224). 

In Bezug auf die Raoul- Röchelte (s. Nr. 235) ist erwähnt, 

dass dieselbe 50^000 Fr. eingebracht habe. 

p. 171 — 85. Analecta-Biblion; par Ap. Briquet et Justin La- 
moureux. — Betr. l^Thom. Elysii Christianae religionis Ar- 
cana. Venet. 1569} 2) Arn. Sorbin Description de la source 
d'erreur. Paris 1570 ; 3) L'Espion devalise. Londres 1782. 

p. 185 — 89. Publications nouvelles; par E. J. B.Rathery. — 
Betr. Documents inedits sur Monteigne publ. par Payen. 
No. 3. Paris 1855. 

p. 190 — 92. Nouvelles. — Enth. einige Reflexionen aber die 
in Amerika mehr u. mehr überhand nehmende BiUi^pbilie, 



Allgemeinem. 251 

sowie ein paar Bemerkungen über den Katalog der ge- 
druckten Bucher der Kais. Bibliothek in Paris (s. oben 
Nr. 209 u.a.). 

p. 193 — 208. Catalogue de livres rares et curieux de lill6- 
rature, d'histoire, etc., qui se trouvent en vente ä la li- 
brairie de J. Techener. 

p. 208. Publications nouvelles. 

[658.] NorlorCs Lüerary Gazelle and Pablishers Circular. 

New Series. Vol. II, Fortsetzung von Nr. 268. 

Eoth. ausser dem allgemeinen bibliograph. Theile, in 

dem sich fortdauernd das sehr anerkennenswerthe Streben 

nach möglichster Beichhaltigkeit kundgiebt, unter Anderen : 

Nr. 5. p. 93—94. A Beform needed in Trade Sales. 

Nr. 5. p. 97. Literary Intelligence. — Betr. die Auction der 
namentlich an Werken über Amerikan. Geschichte sehr 
reichhaltigen Bibliothek Ingraham*s (s. oben Nr. 350.). 

Nr. 6. p. 118 — 19. Cardinal Mezzofanti. — Nach der Edin- 
burgh Beview Jan., wo theils aus der öfters erwähnten 
Manavit'schen Schrift über Mezzofanti, theils mit Benutzung 
des ebenfalls schon wiederholt angeführten Katalogs der 
Bibliothek des Cardinais, theils endlich des Werkchens von 
Thomas Watts On Ihe exlraordinary powers of Cardinal 
Mezzofanti as a linguist (London 1852), eine recht lesens- 
werthe Zusammenstellung der Hauptmomente der Sprach- 
genialität Mezzofanti's gegeben ist. Vgl. ähnliche Zusam- 
menstellungen nach den nämlichen Quellen im Ausland 
Nr. 20. p. 462— 66 u. den Blatt, f. liter. Unterhalt. Nr. 20. 
p. 368—69. 

Nr. 6. p. 127 — 28. Library Intelligence. — Enth. unter An- 
deren einige Mittheiluogen aus dem Athenaeum Franc über 
die öffentl. Französischen Bibliotheken (s. oben Nr. 66), 
ferner aus dem Twentieth Annual Beport of the Young 
Men^s Mercantile Library Association of Cincinnati (14,481 
Bde) u. d. Ninth Annual Beport of the St. Louis Mercan- 
tile Library Association (11,943 Bde}, sowie aus dem neue- 
sten Berichte der Marylebone Free Library (4000 Bde), 
die im letztvergangenen Jahre von 33,466 Personen besucht 
gewesen ist, endlich auch über die Bibl. des Pariser nalur- 
histor. Museums (s. oben Nr. 134). 
Nr. 6. p. 130. The Book Trade. — Von Seiten Orville A. 
Boorbach's^ des Herausgebers d. Bibliotheca Americana, 
ist die Veröffentlichung eines c. 6000 Titel starken Sup- 
l>lemenls zu diesem Werke (Supplement lo the Bibliotheca 
Americana. A Catalogue ofBooks published in the United 
States from Octpber, 1852, to April, 1855, vvith their si- 
zes, style of binding, prices, and publishers* names. 8, 
Pr. 3 Doli.) in nächster Zeit zu erwarten^ sowie von Benj. 

^^tiholdt, Anzeiger. Augutt 18Hb 18 



252 Allgemeines. 

Berley Poore^ of Massachusetts, das Erscheinen eines Wer- 
kes Archives of the Press ( 12 Hfle in Fol. Pr. 5 Doli.) in 
Aussicht gestellt. Nach dem darüber ausgegebenen Pro- 
specle soll der Inhalt des Werkes ein sehr reicher wer- 
den: Aulhentic Historical and Biographical details will be 
interspersedwilh fac-simiies of early MSS., wood-engraviogs, 
Jobs, and enlire newspapers; prints of offices and presses; 
porlrails and autographs of eminent printers; all formiog 
a rieh mosaic of Pictorial History. 

Nr. 7. p. 147. International Literary Exchanges. — Vgl. oben 
Nr. 499. 

Nr. 8. p. I6S. The New Greek Manuscripts. — Belr. die 
schamlosen Schwindeleien des Siraonides (s. Anz. J. ]854. 
Nr. 227), dessen angebliche MSS. -Funde auf dem Berge 
Athos etc. längst nun ihre Würdigung gefunden haben. 

Nr. 8. p. 175 — 70. Auction Sales. — Enth. weitere Angaben 
über die Versteigerung der Ingraham'schen Auction u. Mit- 
theilungen über die dabei erlangten vorzugJicbereD Preise. 

Nr. 9. p. 187. New York Book Pubiishers' Association. 

Nr. 9. p. 193. The Ingraham Library. Aus einer fiostoner 
Correspondenz. 

Nr. 9. p. 196. The Classified Index to the Catalogue of the 
N. Y. Mercanlile Library. — Eine kurze Betrachtung der 
hinsichtlich dieses Index angewandten Methode. 

Nr. 10. p. 207. M. Guizot on Ann^rican Literature aiM inter- 
national Exchanges. S unten Nr. 694. 

Ibid. Libraries for the peo))le. — Will. Maekire, a Scetch- 
man and a bachclor, hat in seinem letzten WHivn einen 
ziemlich beträchtlichen Ländereibesitz in New HarmoBy, 
Posey county, Indiana, zu Gunsten der arbeitenden Klasse 
in den Vereinigten Staaten ausgesetzt „to be appropriaied 
expressly for ihe purpose of the diffusion of nsefiil know- 
Jedge and instruction amongst the Institutions, Libraries. 
Clubs, or meetings for usefui Instruction of the working- 
classes or manual laborers in the United States o( America." 

Nr. 10. p. 212. Early American Literature. — Aus Trübner's 
oben Nr. 569 erwähnten Bibliograph. Guide to American 
Literature, der als „a raluable inlroduction upon the sub- 
ject of literature in this country for the last forty years 
and previously*' gerühmt wird. S. Nr. 7. p. 157. 

Nr. 10. p. 213. Library Inlelligence. — Betr. unter Ande- 
ren von Bibliotheken des Inlandes: die Mercantile Library 
Association in New York, die Pacific Mills Library in Law- 
rence u. die der Young Men's Christian Association io 
ßuflalo, sowie von Bibliotheken des Auslandes: die Ame- 
rican Library im Pariser Stadihause u. die Kaiserlicfae. 



Bibliographie. 233 

Nr. 10. p. 214. Library of the Museum -Paris. Vgl. oben 
Nr. 134. 

Nr. 1*. p. 214 — 15. Late Auclion Sales. — Betr. unter An- 
deren die AucHonen Hope, Archib. McLellan in Glasgow, 
Lord Rulberfurd. 

BlblUsmyble. 

[659.] Souvenirs, cwrioiiih et rareles bibliogrophiques et 
artisliques] par /. Biliar d. V. Btbliogr. de la France , PeuilL 
Nr. 29. p. »89 — 90. (Vgl. oben Nr. 469.) 

Enth.: Imprimerie de TreToux; nach dem über diesen 
Gegenstand von C. Gigue in d. Revue du Lyonnais 1. mars. 
Livr. 57 veröffenllichlen Artikel 

[660.] ^ Bibliography. S» Encyclopaedia Britannica. VIU. 
EdiU Edinb.y Black. 

Der Artikel ist unverändert derselbe geblieben wie in der 
VIL Aufl. vom J. 1842. Dieser Umstand giebt dem Refer. 
im * Athen. 26 May. Nr. 1439. p. 613, der ohnehin über 
mehrere Mängel des Artikels zu klagen hat, Anlass zu der 
Bemerkung, dass die Buchstaben M. N., womit der Artikel 
unterzeichnet sei, wohl kaum ,yMuch Novelly"^ heissen können. 

— 5. — 

[661.] *Archiv für die zeichnende Kümle mit besonderer 
Beziehung auf Kupferstecher- und Holzschneidekunst und ihre 
Geschichte hrsg. von R. Naumann. Jahrg. I. Hfl. 2. Hauptbl. 
S. 81 — 176 mit 1 Radir. u. Inte lli gen zbl. S. XIII ~ XXIV. 
Fr. n. 1 Thlr. (Vgl. oben Nr. 563.) 

"[€62.] * Allgemeines Bücher - Lexikon , von Wilh. Hein- 
sius, Bd. XL, welcher die von 1S47 bis Ende 1651 erschiene^ 
nen Bücher und die Berichtigungen früherer Erscheinungen ent- 
hält. Bearbeitet und herausgegeben von Ludwig Franz Albert 
Schiller, Lief id. (Ablhl. IL 5.345 — 424. Taschenbuchs 
Wahlpredigten.) Leipzig, Brockhaus, 4. Pr. an, 25 Ngr., 
Schrbp. n. 1 Thlr. 6 Ngr. (Vgl. oben Nr. 570.) 

[663.] Bibliographisch' statistische Uebersicht der Lille- 
ratur des österreichischen Kaiser Staats, S. Beil, z. Augsb. allg. 
Zeit. Ar. 204. p. 3257 — 58. 

Unter diesem Titel hat ein Herr v. R. einen Berieht 
über die hekannte v. Wurzbach'sche Schrift (s. oben Nr. 275) 
gegeben, und dabei den Einfall gehabt, zu schreiben, dass 
dieselbe, so weit ihm erinnerlich sei, von der deutschen 
Presse noch gar nicht besprochen sei. Der Herr v. R. kann 
sich aber in der deutschen Presse wenig umgesehen haben; 
denn sonst müsste er wissen, dass die Schrift nicht aHein 
im Anz., sondern auch im Börsenbl. f. d. Deutsch. Buclih. u, 
in den Blatt, f. liter. Unterhall. (s. oben Nr. 572) sowie in 
dem anter Nr. 672 angeführten Notizenbialt zum Gegenstande 

18* 



254 Bibliographie; 

ausröhrlicherer Mittheilungen gemacht worden ist. Wer sich 

an Etwas erinnern will, der muss zuvor eine Kenntniss da- 
von gehabt haben; der Herr v. R. scheint jedoch eine 

solche Kenntniss nicht besessen zu haben. 

[66-lt.] Le Qairard. Journal de bibliographie etc. ForU 

Setzung von Nr. 475. 

Nr. 5 a 6, Mai ft Join, enth.r 

p. 177 — 79. Sur Tusage que le parti ultramontain pretend 
faire en France des decrels de la Congregation de flndex. 
Lettre au Redacteur du Journal des Debats, par l'abbe 
Delacouture. (Aus d. Journ. d. Deb. 21 avril abgedruckt.) 

p. 180 — 82. G. U. Guillaumin, libraire-editeur, ä Paris. 
(Aus d. Independ. beige 20 avril.) 

p. 183 — 87. La Bibliographie devant les tribunaux. — Betr. 
einen interessanten Prozess, in den Querard mit dem Hrn. 
de Saint -Albin aus Anlass einer Stelle in d. Supercheries 
litteraires devoilees verwickelt worden ist, weil der erstere 
den letzteren in dem genannten Werke irrtbumlicher Weise 
unter den Pseudonymen mit aufgeführt, u. sich geweigert 
hatte , eine darauf bezugliche Berichtigung in der vom Hrn. 
de Saint- Albin vorgeschlagenen Fassung in dem Werke zu 
veröfiFentlichen. 

p. 187 — 89. Bibliolheque des Ireres Gebeode. Coup-d'oeil 
relrospectif sur le Zombi du Grand -Perou. — Betr, das 
oben Nr. 267 erwähnte Unternehmen G. ßrunet's u. 0. 
Delepierre's , u. enth., ausser der Inhaltsangabe der beiden 
ersten Publicationen, eine nähere Mittheilung über das zur 
zweiten gehörige Werkchen: le Zombi du Grand -Perou ou 
la Comtesse de Cocagne. 

p. 189 — 91. Livres interessants pour la France dans la Bi- 
bliotheca Grenvilliana, par Gustave Brunet. 

p. 191 — 92. Une piaquette curieuse, par H. R. D. — Betr. 
ein im Besitze des Präsidenten ßigaut befindliches, aus 
der Monmerque*schen Bihl. stammendes Schriftchen: La 
Conspiration faite par les Peres Jesuites de Douay pour 
assassiner le prince Maurice d'Orenge, welches wahrschein- 
lich zu Douai gedruckt ist. 

p. 192 — 95. Lellros bibliographiques. — V. Reclamation 
des Russischen Bibliophilen Panikzoff in Betreff des oben 
Nr. 475 gedachten Schreibens über Pouschkine, welches 
nicht Polloratzky, sondern den Reclamanten zum Verfasser 
hat. V( & VII. Anlrage eines Hrn. A. D. B. u. Antwort 
Querard's in Bezug auf die Llorente fälschlich zugeschrie- 
bene span. Uehersetzung von Louvet*s Aventures de Fanblas 
u. die von demselben Llorente herausgegebenen Portraits 
polit. des Papes. 

p, 195 — 216. üe ceci| et de cela, — Ein sehr reichhaltiger 



Bibliographie. Üi 

Absdinitt, der jedoch meist Gegenstände betrifft, welche 
für den Anzeiger kein spezielles Interesse haben. Unter 
Demjenigen, was diesen näher angeht, durften ein Curre- 
spoiidf^nzartike] der Gazette des Tribiinaux v. 6 April über 
die Weimar'schen Aulographenverfälschiingen e(c. u. Mit«- 
theilungen über Preise aus der jungst bei Silvestre slatt«^ 
gefundenen Autographenversteigerung zu erwäbnen sein; 
ferner verschiedene meist schon im Anz. angeiilbrt«^ Noti- 
zen über die Pariser KaiserL Bibliothek aus dem Monileur 
V. 8. u. 26. April, über die Pariser Stadibibl. aus dem 
Siecle v. 20. April, über die Wiener Kaiserl. ülbl. aus dem 
Monileur v. 29. April, über die Brüsseler Königl Bibl. aus 
der Independ. beige v. 17. April, sowie über die Biblio- 
theken des Königs von Oudh in Lucknow aus der Au^^>b. 
aiig. Ztg. Nr. iOS ii. dem Monileur v. 25. April (s. oben 
Nr. 426); desgl. MitlbHlhuigen über die im Anz. mehrfach 
gt^naiinten Aiiciionen Gira:.d, Van den Zande u. Bearzi; 
naclistdem Nachrichten über ein früher in Moli^re's liesilze 
gewesenes Exemplar der Imilalion de Jesus- Cbrist von 
1656, aus dem Journ. d. Debals v. 15. A|)ril; über den 
oben Nr 377 besprochenen Bnelens'schen Vorschlag euics 
typographischen Congresses, aus der Independ. beige v. 
2H. April; etc. 
p. 217 — 70. Les Lellres Francaises en Europe et les Hislo- 

riens etrangers de la France. Apercu mensnel. 
p. d^Tl — 76. Bibliographie historique Httsso- Orientale. IIL 

[665.] Professor Kumanudrs in Atben beabsicbli};t einen 
bibliographischen Katalog aller in der Zeit vom J. 1821 bis 
1854 von Griechen in griech. u. in fremden Sprachen her- 
ausgegebenen Schriften, welcher sich an die oben Nr. 279 er- 
wähnte Schrift von Papadopulos Vrelos anschliessen u. die- 
selbe ergänzen soll, zu veröflenllichen. Die Absiebt ist aber 
dabei nicht blos auf eine trockene Zusammenstellung von 
Büchertiieln gerichtet, welche gleichwobt an u. lür sich ebenso 
den Facbgelehrten , wie jedem wissenschaftlich gebildeten u. 
strebsamen Griechen von Nutzen sein kann, u. ihn in Betreff 
der von Griechen herausgegebenen Schriften zurechtweist, 
sondern der Verf. will dadurch zugleich dem Auslande Gele- 
genheit geben, über die wissenschaftlichen Bestrebungen der 
Griechen gerechter u. richtiger zu urtbeilen, als dies bisher 
in der Regel der Fall gewesen ist. — 1. — 

[666.] *Revista hibliografica (Espati.) publicada por C. 
Moro. Madrid. 4. Monatlich % B. Gratis. (Vgl. Anz. J. Ib54. 
Nr. 284.) 

Ein buchhändleriscfaes Anzeigeblatt der gewöhnlichsten 
Art. — 1. — 

[867,] ji^Almindelifft ForfaUer-Lexicon for KongerigH 



350; BibliagsapfafU. 

Sfanmwrh med älhörenie Büanie* Sufplemani, indliT üd§mi' 
gen af Äarel \Sb3. BfL 2. (Blau — Clausen,^ Kjöbfnhavn. Lex, 
8. loa 5. Pr. 1 Thlr. (Vgl. oben Nr, 156.) 

[668.] Maanedlig dantk BogfortegMlse. üdgivet af GyU 
dendaUke Boghandling, 1S54, Med et alphabeiisk RegüUr, \4de 
Aarg. Dels Äßiryk af „ Fae^relandet ,"^ deh Irykt hos Louis 
Klein.] Kjöbeuhavn, paa üdgivereM Forlag. 8. ZF, 92 5. 
Pr. 36 5^. 

Diese recht gut gearbeitete Bibliographie erscheint mei- 
nes Wissens auch im gegenwärtigen Jahre, monatlich ^4 "^ 
Iß« u. nach Bedurfniss mehr. 

[669] *Annwiire pour Hau du monde 5616« Du 13 sep- 
hmln-e 1S55 au 29 seplembre 1856. Ä l'ueage des Isrueliies, 
Par A. Ben Baruck Crdhange. 60 ann^e. Paris ^ impr^de Gui- 
raudet. 32. 1% B, Pr. 75 c. 

Enth. unter Anderen auch bibliograph. MiUheiluogen, 
die aber natürlich bei dem geringen Umfange des SchriA- 
Chans schwerlich sehr reichhaltig sein k6nnen. 

[670.] Bibliografia militare'ilaliana aniica e modema dt 
Mariano d'Äyala divisa in seile parli L Su U ArU militari in 
generale — //. Archilellura mililare e assedii — HI. DeU 
Arliglieria e de* suoi regolamenli — IV» Marineria e Regola- 
menli navali — F. Medicina mililare, Arli e Ordini eavallere- 
schi — VI. Lelleralura mililare — VII. Legiilatione ^ Ammi- 
nistrazione , Lessicografia e Poligrafia. Torino, dalla slamp. 
Reale. 1854. 8. XJJll, 450 S, Pr. n. 2 Thlr. 

Eine ebenso reichhaltige, als genau u. sorgfaltig gear- 
beitete Schrift, die in jeder Beziehung als ein sehr werthvol- 
ler Zuwachs zur militair. Bibliographie zu bezeichnen ist. 
Sie hat übrigens vor den gewöhnlichen Bibliographien noch 
den besonderen Vorzug, dass sie nicht blos auf die gedruckte, 
sondern auch auf die handschriflliche Lilteratur Röcksicht 
genommen. 

[671.] ^Berichlüher die Leislungen in der geographischen 
und syslemalischen Botanik während des Jahres 1852, von Dr. 
A. Grisebach^ Professor ele. Berlin, Nicolai. 8. 125 5. eguU. 
TU. Pr. n. 26 Ngr. (Vgl. oben Nr. 164.) 

[672.] Lileralurt von Chmel u. Fimhaber, S» NolizenblaU. 
Beilage z. Archiv f, Kunde Österreich. Geschichtsqtuillen. Nr. 13. 
P.2S9 — 97. Nr. 14. p. 313 — 16. Nr. 16. p. 337 — 42. Nr. 
16. p. 361 -64. (Fortsetzung von Nr. 292.) 

Beiträge z. Bibliographie u. Kritik der neueren Liltera- 
tur über Mähren, Oesterreich (Wurzbach's bibliogr. - Statist. 
Üebersicht der Litterat. d. Österreich. Kaiserstaats) , Ungarn 
u. das German. Museum zu Nürnbergv 

[673.] *Manuel de VAmateur d*Estampes etc. precidi de 
nsidcrations sur Vhistoire de la grcwure^ se$ divers proo^d^s^ 



Boebkindler« u. anliqnar. Kaulege. M7 

le ehoix des eiUimpes et la manih'e de les «onferv^; par Ch. 
Le Min«, aneien emploffd- au ddpartement des eslampes de la 
Bibliothique imperiale. Ouvrage desUn^ ä faire suüe aii Jü»* 
nuel du Likraire et de l' Amateur de Livree, par J, Ck. Bru^ 
neL Livr.b. (Chaufourier — Durer,) Paria, Jannei, 8. 10 Ä» 
JV. 4 Fr. 50 c. Vel. Pap. 8 Fr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 522.) 

[674.} ^Apercu tommaire de la LiuSralure et de la Bi^ 
hliographie musicale en Franee. [Par Joseph d*Ortigue,] Paris, 
impr. de D^buisson. 8. 1 B. 

Bachhändler« u. antlquar. Kataloge« 

[675.] *liSanuel'Annuaire de Vlmprimerie, de la Librai" 
rie et de la Presse, etc. PubUi avee Caulorisalion du ministre 
de VintMeur, par \Ferdinand Grimonl, avocat^ sous-^chef au 
ministh^e de l^intMeur {bureau de la librairie), Paris, Jannet, 
12. 15 B. Fr. 4 Fr. (S. oben Nr. 7.) 

sfc * 

Von den im Nachfolgenden aufgeführten antiquarischen 
Katalogen ist der Tross'sche allein mit besonderer Auszeich- 
nung hervorzuheben: er verdient diese nicht allein wecken 
seiner Reichhahigkeit, sondern auch wegen seiner vorzüglichen 
Auswahl wirklich antiquarischer werthvoiler Bucher. Ihm zu- 
nächst steht der Arm brüste r*sche Katalog, der von älteren 
u. neueren Werken aus allen Fächern der Wissenschaft einen 
sehr ansehnlichen Vorrath enthält. Ausserdem ist auf das 
Beck'sche und das Sch]etter*sche Verzeichniss aufmerksam 
zu machen. — Den Lorck'schen Skandinavischen Literatur- 
bericht empfehle ich wiederholt der Beachtung des Publikums^. 

[676.] Catalog ton J. M. C. ArmbruHer*s Antiquariats'' 
Buehkandiung in Leipzig. Beft I — IV. {Auclion am \b. Auguit 
in Leipzig.) 4. 7S, 62, 40 u. 56 S. >a?c/. TU. 7660 Nrr. 

Enth.: I. Theo!, u. Philos.,. Philo!, u. Archäol., Ge- 
schiclile mit Hilfswissenschaften, Geographie u. Verwandtee, 
Geschichte der Litteratup u. Buchdntckerkunst etc.; II. Bncf- 
kiopädien u. Leiica, neuere Sprachen mit Cinschluss d. alt- 
deutsch. Litteratur, Staats- u. Rechtswissenschaft, Pädago- 
gik etc., deutsche schönwissenscbaftl. Litterarur, Künste, 
Technologie, Thierarzneikunde, Curiosa, Miscellen; III. Na^ 
turwiss., Mathematik u. Astronomie, Kriegswissensch., Medicin 
U.Anatomie, Autographen } IV. Englische Bucher u.Slahlsliche. 

[677.] Nro. XJJIl. Antiquarischer Katalog, Verzeichniss 
einet reickhaUigen Sammlung von Buchern aus den verschieden" 
Sien Gebieten (Naturwissenschaften, Geschichte, Reisen, Philölei" 
gie, Schöne Wissenschaften, Prachtwerke elc.) sammt einem 
werthvoUen Anhang welche aus dem antiquarischen Lager der 
C. £F« B4fck*s(^en Buchhandlung m Nördlmgen zu beziehen sind. 
8. 70 & ewoU TU. 



266 BaebhSndler- u. anliquar. Kalal^g^. 

[678.] TerMeiehniss von Büchern lu bilUgen Ftiüen, 
teelehe von Oscar Ehrhardi's üniversüäts • Buchhandlung in 
Marburg zu beziehen sind, S. 21 BIL 

Enlh. nicht viel Erhebliches, u. empfiehlt sich aacfa nicht 
im Entferntesten durch sein Aeusseres. 

[679.] No. 31. Verzeichniss des antiquarischen Bücher - 
Lagers der Buchhandlung von Robert Helfer in Baulsen. 8. 
76 5. excL TU. Nr. 2117—4234. 

Enlh. Geschichte, Geogr. u. Reisen; SchönwissenschaltL 
Schriften; Engl., Franz. u. Ital. Litteratur; Rechts- u. Staals- 
wissenschaft; Vermischte Schriften. 

[680.] *Calalogue de Musique. Heugel et compagnie, edi- 
teurs - libraires pour la France et VSlranger, Part, 1 — IIL Pa- 
ris. 6. 51/4 B. Pr. 1 Fr. 

Enth.: 1. Piano; II. Chant; III. Musique instruineotale. 

[681.] HL Antiquarisches Bücher -Verzeichniss von C* 
Hochhausens Buchhandlung (0. Deistung) in Jena. 8. 36 5. 

Enlh.: Belletristik u. neuere Sprachen. 

[682.] Antiquarisches Verzeichniss No. IX. der Kuhlmeg- 
sehen Buchhandlung in Liegnitz, enthaltend: Rechtswissensehafi" 
liehe Werke. 8. 8 S. 

[683.] IL Verzeichniss der Bücher - Handlung von F. E. 
Lederer. Die schönwissenschaftliche Literatur. Angermünde. 8. 
18 5. excL Tit. 

[6S4.] Carl B. Lorck's Skandinavischer LUeraiurbe- 
rieht. Nr. b. Leipzig. 8. 5. 45 — 66. (Vgl. ohen Nr. 195.) 

Enth. am Schlüsse ein nach wissenschaftl. Fächern abge- 
tbeiltes Inhallsverzeichniss der 6 Nummern des Literaturbericbts. 

[685.] 75« Verzeichniss von gebundenen Büchern aus 
allen Fächern der Literatur ^ welche bei Wolf gang Neubronner 
zu haben sind. 8. 70 S. excl. Tit. iVir. 3000— 3291. 

[h86.] Verzeichniss Nr. 4 1 werihvoUer philologischer Werks 
vorrälhig in dem antiquarischen Lager der Schletter* sehen Buch- 
handlung {H. Skutsch) in Breslau, 8. 30 S. eacl. Tit. 

Verzeichniss Nr. 42 sehr werthvoller Werke aus allen Wis- 
Schäften des nämlichen antiquarischen Lagers. 8. 16 5. 

[687.] Acht und sechzigstes Verzeichniss gebundener Bücher 
(viele werlhvolle neuere und ältere Werke enthaltend) weUhe zu 
haben sind in der Antiquariats - Buchhandlung von B. Seligs- 
berg in Bayreuth. 8. 42 S. excl. Tit. 

Enth.: Theol., Philos., Pädagogik; Medicin u. Naturwiss.; 
Oekonomie u. Technologie; Mathematik, Mechanik u. Bau- 
kunst; Geschichte, Reisen u. Biographie; Belletristik; Juris- 
prudenz. 

[688.] Thesaurus bibliothecalü. XVIIP^^ Catalogue 
d*Ouvrages de travail et de Livree rares et curieusB en ventß chez 
Edwin Tross ä Paris. 8. 158 5. excl. Tit. L930 Nrr* . 



BucbhSndler- u. antiquar. Kataloge. — Bibliotbekenlehre. 25S 

Entb. eine vorzüglicb reiche Auswahl von Büchern, die 
sich meist ebenso sehr durch ihren Wissenschaft!. Gehalt , als 
durch Seltenheit u. zum Theil sehr schöne Haltung aus- 
zeichnen« Von dem Merkwürdigeren erwähne ich beispiels- 
weise nur zwei Werke: Jamblichi Chaicidiensis Opera, graece. 
Perg.-MS. d. XV. Jbrhdts. mil Bemerkungen von der fland 
Ferd. Brassicanus, u. Le proprietaire en fran^oys, etc. Impr. 
ä Lion p. Math. Husz. 1487. Mit gemalten Initialen, voo 
denen der zu Anfang des V. Buches befindliche eine Cbou-^ 
laut unbekannt gebliebene anatomische Abbildung in sich 
fasst. Der letzte Abschnitt des Katalogs, bibliograph. u. lit- 
terargeschichtliche Schriften enthaltend, ist den Lesern des 
Anz. insbesondere zu empfehlen. 

[689.] Katalog Nr^ 10 antiquarischer Bücher, Kunstblätler^ 
Handzeichnungen, Oelgemälde u. Raritäten ^ welche bei Fried'- 
rieh Voigt in Leipzig zu haben sind. 8. 88 S. exel Tit. Nr, 
1377 — 3067. 

Aus verschied. Wissenschaftsfächern. 

[600.] Erster Nachtrag zu den Verlags - Werken von 
T, 0. Weigel. Von Januar \S6^ bis Juni 1855. Leipzig. 8. 115. 

[691.] Antiquarisches Verzeichniss No. IX. Catalog des 
Antiquarischen Bücherlagers der Wendeborv! sehen Buchhandlung 
in Altona. 8. 26 5 

Enlh. Theologie u. Philosophie. ^ 

[692.] Slawischer Bücher - Catalog. Nr. 2. Ozndmeni kneh 
vsech slovanskych narcci, to jest ceskeho, polskeho, ruskeho^ 
üirsk4ho (slovinsk^ho) , srbskeho, lulickeho, ifc. ve sthblfe 
Vojthha Ondreje Venedykla. 8. 48 S. ^ 

Bibliothekelllehre. 

[693.] *The Librarians Hand-Book. By Ä. A. Guild, 
Librarian of Brown Universily. New York, Norton. 8. Unter 
der Presse. (S. Anz. J. 1852. Nr. 996.) 

Das gegenwärtige Jahr scheint die Vernachlässigung, 
welche die Bibliotbekenlehre auf dem Gebiete der Litteratur 
in neuester Zeit erfahren hat, mit Einem Male wieder gut 
machen zu wollen: nachdem bereits Seizinger's Billiotlieks- 
technik (s. oben Nr. 602) erschienen, u. mein eigner Ka- 
techismus der Bibliotbekenlehre (s. Anz; J. 1854. Nr. 1065) 
als noch im Laufe dieses Jahres erscheinend angekündigt 
worden ist, macht auch das Guild'sche Handbuch Anstalt, 
die Presse zu verlassen. 

[694.] Das schon öfters erwähnte, von Alexander Vat- 
temare angeregte u. organi^irte Tauschsyst^m , wodurch be- 
kanntlieh, namentlich zwischen Nordamerika u. Frankreich, 
bereits ausserordentliche Erfolge erzielt worden sind, hat auch 
in Gulzpt in einer der neueren Sitzungen der Kla§^ ^ei» 



&60 Bibliotliekeiilehre, 

moralischen u. politischen Wissenschaften des Fraos. Insti- 
tuts seinen Lobredner gefunden. Ist es iran aoch gewiss, 
dass dieses System, wie allen Sammlungen, so auch den Bi* 
bliotheken grosse u. erbebliche Vortheile gewährt, ii. dieses 
Gelegenheit giebt, ihre Doubletten auf die mögiichst zwed[- 
missige Weise zu yerwerthen, so darf doch, wie von Naudet 
in jener Sitzung sehr richtig bemerkt worden ist, der Idee 
des Austausches, im blinden Enthusiasmus für die Vattema- 
re'schen Vorschläge, nicht insoweit Folge gegeben werden, 
dass man sich desshalb gleich simmtlicher Doublettenvorrithe 
zu entledigen versucht fühlen sollte. Man hat überhaupt mit 
dem Fortschaffen von Doubletten sehr vorsichtig zu Werke zu 
gehen, weil oft nicht nur Das, was man auf den ersten An- 
blick für eine Donblette zu halten geneigt ist, bei näherer 
u. tiefer eingehender Untersuchung doch als ein, wenn aucb 
nur in wenigen Ponkten, verschiedenes Werk erkannt wird, 
sondern auch bei Buchern, nach denen in den Bibliotfaeken 
häufige Nachfrage ist, die Beibehaltung der Doubletten we- 
sentlich im Interesse des Bibliotheksdienstes liegt. S. *Indep. 
Beige 27 iuin. Nr. 178. (Vgl. oben Nr. 6580 — 5. — 

Blbliotliekenkiuide. 

[695.] Die Bibliothek' in Algier hat vom General Felis- 
sier ein vor Sepastopol erbeutetes Werk (pris dans la cha- 
pelle du cimetiere de Sebastopol oü nous a conduits la victoi- 
re, sind die Worte, welche der General selbst eigenhändig 
in dem Buche eingezeichnet) über das Leben Jesu in siavi- 
schßr Sprache geschenkt erbalten. S. Bibliogr. de la France, 
Feuill. Nr. 30. p.401 — 2. 

[GOG«] Calalogi Bibliolhecae secundi generis Principalit 
Dresdemis Specimen nonum Joanni Potentistimo Begi Saxo- 
niae etc. elc* eic. rile pie graie off er t Bibliolhecae Cu9io9 Dr. 
Julius Peizholdl, etc. A* u. d. T,: Calalogus BibliotheeaB Dan- 
ieae. Nova Editio, Dresdae, Kunlze. 8. VI, 56 S. Pr. 12 Ngr. 
(Vgl. Anz. J. 1851. Nr. 1235.) 

Seit dem Erscheinen meines Catalogus Bibliothecae Dan- 
teae (1844, 49, 51) hat sich die Abtheilung der Dante- 
schrif'ten in der Prinzl. Secundogen.-Bibliotbek ziemlich ver- 
grössert, u. mir dadurch die Umarbeitung des Katalogs sehr 
Bähe gelegt. Diese Umarbeitung unterscheidet sich aber von 
der ersten Bearbeitung sehr wesentlich dadurch, dass» wäh- 
rend die letztere mehr litterarischer Art war, die erstere eine 
durchaus bibliographische Ausfährung erhalten hat Ich habe 
mir oben Nr. 653 erlaubt, den Lesern des Anz. eine Probe 
der neuen Umarbeitung mitzutheilen, die, wie ich hoffe o. 
wünsche, die Zustimmung Deren welche bibliograph« Genauig* 
l^sjit jva beurtheilea imsen, erhalten wird. Der iLatal«g zer- 



ßili 10 zwei Abschnitte: I. Generalia (CoUectanea et Biblio^ 
graphica), IL Spedalia, wovon aich der letztere wieder in 
1. Scripta d« DaDtis Vita et Operibus (Historica, Critica et 
Poettca) u. 2. Danlis Opera tbeilt. 

[697.] Über drei arabüche Hand$chrißen der Gothaer 
Bibliothek von Dr. Freiherm Hammer - PurgstalL [ Aus den 
SUzungeberichten 1555 d. h. h. Ahad. d. Wies,] Wien. [Brau- 
müller mComm.] Lex.S. 39 S. mUilaf. in Fol. Pr.n.l%Nffr. 

[698.] ^Archiv des germanischen Nalionalmuseums zh 
Nürnberg. Abgedruckt aus dem ersten Band der Schriften des, 
germanischen Nalionalmuseums. Nürnberg^ im Verlag d* liter*^ 
artist. Anstalt d. germ. Museums» (Leipzig , Fleischer.) gr. 8. 
74 S. mit HalsschnitUn. Pr. 20 Ngr. 

Ein nur in wenigen Exemplaren veranstalteter , weniger 
für das grössere Publikum, als vielmehr für die speziellen 
Freunde des Museums bestimmter Separatabdruck aus d. Ge- 
sammtkataloge d. Sammlungen des Museums. S. Anzeiger f. 
Kunde d. Deutsch. Vorzeit. N.F. Jahrg. 111. Nr. 7. p. 187— 88. 

[699.] DeuUche Handschriften in Prag. Von J. Pellers in 
Prag. S. Anseiger f. fCunde d. Deutsch. Vorzeit. N. F. Jahrg.. 
UL Nr. 6. p. 140 — 41 u. Nr. 1. p. 165 — 67. (Vgl. oben 
Nr. 328.) 

[700.] Bekanntlich hatten Bayrische Blätter früher mit« 
getheilt, dass sich in der Würzburger Universitätsbibliothek 
ein Defizit von 10,000 Bdn. vorgefunden habe (s. Anz. J. 1850. 
Nr. 1012), ohne dass, meines Wissens, eine Aufklärung 
darüber von offizieller Seite gegeben worden war. Auch 
neuere Blätter haben diese Hittheilung wiederholt. In Bezug 
auf einen solchen der AschafTenburger Ztg. entnommenen 
Artikel ist jetzt endlich der Neuen Würzburg. Ztg. folgende 
Berichtigung zugegangen: Die Bücherdefecle aus der Verwal- 
tungs- Periode der Bibliothekare Ludwig und Beuss belaufen 
sich nicht auf mehrere tausend Bände im Werthe zu 10,000 
Fl., sondern auf 624 Bände im Werthe zu 3367 Fi. 8Xr. 
In der hierdurch veranlassten strafgerichtlichen Untersucliung 
war der frühere Bibliothekar Prof. Dr. Ludwig weder als 
Angeschuldigter, noch als Mitangescbuidigter betbeiligt. Die 
durch eine allerhöchste Entschliessung erfolgte Entlassung des 
ausserordentlichen Professors u. Bibliothekars Dr. Reuss, 
welche für den Betheiligten nur die Entziehung seiner Amts-- 
function, des Functionsgehaltes u. des Functionszeichens zur 
Folge hat. während ihm der Titel u. der Standesgehalt sei* 
nes Amts verbleibt, war nicht Bestandlheil einer disciplinären 
Verfugung, pithin nicht Strafe, sondern eine aus dienstlichen 
Rücksichten erfolgte Verwaltungsmaassregel. S. "^Hamb* 
unparth. Correspond. v. 29. Juni. .— 5. ^ 

[70L] ^Sfif^ra alcuni Dimsmiüi e ;3d«ci mn^osmi^ ^ 



202 fiiblioUiekenkaDde. 

Comb subalpine od italiam^ eonservali negliArehiH e nelkp^ 
htiche Biblioiheehe della Franeia meridonale, eon un cenno delU 
principali antichüä di quella contradoj Relazione di G. B, idri- 
ani^ ec. [EstraUo daW Appendice storico^Halüliea al Caln- 
dario generale del R^gno^ per Vanno 1S55.] Tarino , sUmf. 
delC ünione Upogr.-eäüriee, 8. 78 5. 

So lautet nach der ausfiihriicheren Anzeige im Ärchirio 
stör. Ital. N. S. Tom. 1. p. 245 — 47 der genaue Titel des 
Schriftchens, welches oben Nr. 613 leider nur nach der uo- 
ziiv^rlässigen Angabe des buchhändl. Verzeichnisses im Bör- 
senbl. r. d. Deutsch. Buchh. hatte angefuhrl werden können. 

[702.] * Bibliolkeques publiques; par M, A. Grünt arcAi- 
vitle de la couronne^ ancien re'dacleur en chef du ifont>»r> 
[ExlraH du Dictionnaire de V adminislralion francaine,] Sirai' 
bourg, impr. de Mme veuve Berger- Levravll, 8. */2 ^^ 

Ohne Zweifel ist dieses SchriHchen seinem Inhalte nach 
im Wesentlichen mit dem oben Nr. 66 erwähnten Arlikd 
des Alben. Franc, identisch. 

[70i.] *De la Nolalion musicale altribuee d Boece et d; 
quelques anciens chants qui se IrouveM dans le manuirrü lain 
no. 9^9 de la Bibliolhique imperiale. Nouvelles consideralioni 
sur la musique el sur la versification du moyen dge; par A.l 
H. Vincent, membre de l*In$lilut. [Extrail du Correspondani^ 
du 25juin 1855.] Pari$, Douniol. S. iVj B. 

[704.] * Bibliolheque catholique de Toureoing. Catalogut 
Tourcoing, impr. de Mathon, 12. l^/j B, 

[705.] *Calalogue de la Bibliolheque de VEglise de Wes- 
serling, Strasbourg, impr. de Mme veuve Berger - LevraulL 12. 
V, B. 

[706.] Calalogus der Boekerij, van de Koninklijke Aka- 
demie van Welenschappen , gevestigd ie Amsterdam. Aflet.l 
Amsterdam, Müller, kl. 4. VllL 83 S. 

An die Stelle des im J. 1841 begonnenen Calalogus Bi- 
bliothecae Institut! Regii Neerlandici , wovon bisher nur der 
erste Theil erschienen war, bat sich der mit der Ordnung 
der Bibliothek beauftragte Verf. W. Vrolik, Generalsecretair 
der Akademie, reranlasst gefunden, einen ganz neuen treten 
zu lassen, der die Werke, ohne Rucksicht auf die Format- 
verschiedenheit , in rein systematischer Reihenfolge zu ver- 
zeichnen bestimmt ist. Die hier vorliegende erste Abtbeitung 
desselben enthält zunächst vier Abschnitte: A. Jaarboeken 
van Hoogescholen ; Werken van Vorstelijke Maatschappijen en 
Geleerde Gengotschappen — B. Tijdschriften — C. Encydo- 
paedien — D. Bibliographie. Der umfangreichste u. zugleich 
am Sorgfältigsten gearbeitete Abschnitt ist der erste, dem in 
Form von Anmerkungen historisch - litterarische Nachrichten 
ttber die verschiedenen Akademien u. gekhrien Uesellschaf' 



Bibliothekenkunde. — Priyatbibliotheken. 263 

ten beigegeben sind. Wenn auch dergleichen Anmerkungen 
nicht eigentlich in einen Katalog gehören, so werden sie doch 
Vielen gewiss recht wiilkomoien sein, u. lassen sich um so 
mehr rechtfertigen« als der Katalog zumeist für den Gebrauch 
von Solchen berechnet ist, welche mit diesen Akademien u 
Gesellschaften in mehr oder minder naher Beziehung stehen 

[707.] In der Königl. Bibliothek zu Brüssel sind umfas-* 
sendere Arbeiten zur Vergrösserung des Lokales in Angriff 
genommen worden — leider nur für dieses Jahr zu spät, 
als dass die neuen Säle noch so weit gebracht werden könn- 
ten, um die für sie bestimmten Bestandtheile aufzunehmen. 
In den Einrichtungen des Lesezimmers ist indessen nichts 
geändert, u. der öffentliche Dienst leidet trotz der Bauarbei- 
ten in keiner Weise. S. *L'Indep. Beige 21 Juin. Nr. 172. 

— 5. — 

[708.] * Catalogus Bibliolhecae publicae Harlemensis* Sup- 
pUmenlutn. Barlemi. 1952. 8. 

Der Hauptkatalog ist 1848 erschienen. 

[709.] *Calalogus der Bibliolheek van Teyler's Sliehling. 
Appendix. Haarlem. IS48. 8. 

Der Hauptkatalog ist 18B7 herausgegeben worden. 

[710.] *Calalogu$ der Bibliolheek van hei Provineiaal (?«- 
nooUchap van KunsUn en Welenschappen in Noord-Bräbani^ 
*s Herlogenbosch. 1853. 8. 

[711.] *Calalogus librorum Bibliothecae Universitatis Lug^ 
duno^Balavae 1814 — lS4k7 illalorum. Lugduni Balav. iS^S. 8. 

Privatbibliotheken. 

[712.] Verzeichniss von Büchern aller Fächer, Kupfer- 
stichen und Musicalien aus dem Nachlasse von Geheimen Ralh 
von Schelling, Ober^Consistorial-Rath Khlz, General- Lieutenant 
von Reiche, Wüh. Liphe und Anderen^ welche vom 10. Sepibr. 
ab zu Berlin durch Th, Müller versteigert werden sollen, S. 
110 5. excL Tit. 2618 iVrr. 

Besonders reich im Fache der Philosoph., Theol. u. hi- 
storischen Wissenschaften. 

[713.] Katalog der nachgelassenen Bibliotheken des Con-- 
suis und Commerzienrathes Hüllesheim in Emden, des Direktor 
Birnbaum j des Departements-T hierar zt und Velcrinair- Assessors 
Mecke in Coblenz^ des Dr.jur. Imhoff, des Reclor Joh. Gott fr. 
Ferrenberg, des Präsidenten Kehrmann u. mehr. And,, welche 
nebst einigen Kupferstichen etc. am 20. Avgusl bei J. M. Heberle 
(U. LemperlzJ in Köln öffentlich versteigert werden, 8. 1 1 1 Bll, 
Zusammen 5546 Nrr. 

Leider ist mir dieser Katalog, der sich nicht nur durch 
Reichhaltigkeit in fast allen Fächern der Litteratur, sondern 
u. vorzuglich auch dadurch auszeichnet, dass er, ausser eini* 



264 PrivatbibHothehen. 

gen sehr gellenen Druckwerken des XV. u. XVI. Jhrbdts., 
eine grössere Anzahl handschriftlicfaer Urkunden, namentlich 
aas dem XII. u. folg. Jhrfadt. , enthält, zu spSt zugekommeD, 
als dass er rechtzeitig im Anz. hatte besprochen werden kön- 
nen. Vorzügliche Beachtung verdienen zwei Urkunden aas 
der Carolinger Zeit u. eine Kaiserurkunde, u. zwar die eine 
Ton Ludwig d. Deutschen 632, die zweite von Ludwig d. 
Jüngeren 879 u. die dritte vom Kaiser Olto IL 979, die 
letztere, wie im Kataloge bemerkt ist, „von der schönsten 
-Erhaltung u. von eminenter Seltenheit." Die Hüllesheim'scbe 
Bibliothek Abth. L Nr. 201 f. umfasst bauptsSchlicb Recbts- 
u. Staats Wissenschaft, Geschichte, Sprachwiss. u. Litteratar; 
tlie des Rectors Ferrenberg zu Steele Abth. iL Nr. 751 f. 
Theologie; die Birnbaum'sche Abth. II. Nr. 1251 f. Pfafloloin« 
u. deutsdte Litteratur; die W.Mecke*sche Abth. IL Nr.l7d2f. 
Medicin, VeterinSr- u. Naturwissenschaft; sowie die Irahoff- 
sche Abth. IL Nr. 2501 f. Theologie, Jurisprudenz, Philologie, 
Geschichte u. Coloniensia. 

[714] Verseichniss der von den Conrector Dr. JnL SiUi§, 
jyr, Carl Einer t. Vice- Präsident des k. Oher-Appeilalions-Gerichlh 
Dr, Ferd, Äug, Meissner , Präsident das königl. Appellalions-Ge- 
Hehls in Dresden und Bezirksarzt Dr. JuL Berm, Osang in SloU- 
herg nachgelassenen Bibliotheken sowie einer Anzahl DoubUtlen 
der UniversilälS' Bibliothek zu Leipzig und eines Theiles der 
von A. de Chateauneufy Architekten und Kunstsehriftsleüer in 
Hamburg^ nachgelassenen Bibliothek welche nebst anderen Samm- 
lungen 'werthvoller Bücher aus allen Wissenschaften, Kunst- 
artikeln und einer grösseren, besonders wichtige und seltene 
Werke aus dem architektonischen Fache enthaltenden Kunst- 
sammlung von dem 12. September an durch H, Barlung in Leip- 
gig öffentlich versteigert v>erden, 8. 206 S. exoL ümsM. 6 1 41 Nn. 

Enth. Bucher aus allen Theilen der Wissenschaft; be- 
sondere Beachtung verdienen jedoch die philolog. , Jurist, o 
historischen Partien. Von Philologicis u. Verwandtem, ist ein 
grosser VorratJi Dissertationen vorhanden, ebenso wie von 
Juridicis eine dergl. Sammlung von 6 — 7000 Nrr. aus dem 
Einert'schen Nachlasse. 

[715.] Verzeichniss der Bibliotheken des Dr. Bernstein, 
FürslL Neuwiedischem Leibarzt, Bofrath, Regierungs- und Mt- 
dicinalrath, der Superintendent Dr, Pfister zu Beldrungen u. Cm- 
rector Elster in Belmsledl^ sowie des Appellationsrathes Dr. C. 
L. von Stieglitz in Dresden , welche nebst einem bedeutenden 
Anfiange von Musikalien am 17. September im T. 0. Weigehchen 
Auctions- Lokale zu Leipzig durch F. Förster versteigert werden 
sollen. 8. ZßS S.excl. Ttt.u.Inhaltsverzeichn. üeberlQfiQü^rr. 

Enth. ebenfalls Bücher aus allen Wissenschaftsr&chern. 
besonders aber aus dem Fadie der Philol., Theoiog., hin- 



Priyatbibliotbekeo. — Abdrücke ausBibL-Handj^cbriftenetc. 265 

prudeoz, Medicin (darunter eine Sammlung von über BOO 
Schriften über die Cholera), Naturwissenschaft u. Geschichte. 
,[716.] *Le President Bouhier; $a vie, ses auvrages et sa 
bibliolheque. Par Charlet des Guerrois. Paris, Ledoyen. 8. 
löV*^. Pr.ßFr. Nur 200 Exemplare. 

{717.] *Calala§ue de livres d^architeclure, de peinlure, 
gravure, etc., de dessins de decoraiions sc^niqueSy et en ghiiral 
sur les heaux-arls, provenani de la Bibliolhtque de M, Jour- 
deuU , ■ decorateur des thedlres imperiaux de Saint - Pelersbourg, 
donl hl vetUe aura Heu le 30 juiUei, Paris, LabiUe. 8. 1 Y« B* 
196 Nrr. 

[718.] *Calalogue d'un ehoix de beaux livres, ious en 
ricke ou Mdganie reliure^ composant la V^ parlie de la Biblio^ 
ihkque de M. Mourlan , artisle peinire , donl la venle aura Heu 
le 2. aoüU [Redig4 par Mourlan,] Paris, Techener. 8. 8^2 ^• 
1069 Nrr. 

[719.] Verseichniss der von dem Geh. Ralh Prof. Dr.Ne- 
bei nachgelassenen Bibliothek, besonders reichhalUg in den Fä- 
chern der Biedicin, Geschichte und Philologie, welche den 24. Sep- 
tember öffentlich versteigert wird. Giessen. 8. 367 S. excL Tä. 
I2,49a Nrr. 

Ein in jeder Beziehung beacbtenswerthes Verzeicbniss. 

Abdrücke aus BibL-Handschrifien etc* 

[720.] Heldenhuch. AlldeuUehe HeldenUeder aus dem Sa* 
genkreist Dietrichs von Bern und der Nibeiungen. Meist eme 
einsigen Handsohriflen zum erstenmal gedruckt oder hergestelU 
durch Friedr. Beinr. von der Hagen. 2 Bde. Leipzig, SchuUze» 
8. CXIVI, 543 tt. F, 541 5. Pr. n. (i Thlr. 20 Ngr. 

Inhalt: Erster ßand. I. Ortnit. Aus der Ambras- und 
Windhag- Wiener Handschrift. II. Wolfdietrich. Aus der Am- 
brascr Handschrift. 111. Ortnit und Wolfdietrich. Uagens 
ßruchstucke. IV, Hugdietrich und Wolfdietrich. Aus Hagens 
und der Heidelberger Handschrift und dem Wiener Bruch- 
stücke. V. Alpharts Tod. Aus der einzigen Handschrift. 
VI. Die Ravenna-Schlacht. Aus der Windhager und Ambraser 
Handschrift. Zweiter Band. VII. Sigenot. Aus Lassbergs 
Handscbrift. VIII. Ecke. Aus Lassbergs Handschrift. IX. Diet- 
rich uttd seine Gesellen. Aus der Heidelberger Hafidschrift. 
X. Dietrich und seine Gesellen. Bruchstucke. Kinderlings 
(Berliner) Handscbrili; leipziger Handschrift. XI. Dietrichs 
Brautfahrt von Albrecht von Kemenat. Aus Aufsess Hand- 
schrift im Germanischen Museum. XH. Etzels Hofhaltung. 
Aller Druck. XIII. Ermenrichs Tod. Alter Druck. 

[721.] *Manuelis Philae Cannina, Ex codicibus escuria' 
lensibus, ßorentinis, parisi^nsibus ei vaiicanis nunc primum edi-* 
dit E. Miller. Vol. L ParU, FrancH. 8, 29 B. 



266 Abdrücke aus BibL-Handschriften etc. 

[722.] Les Mmumenls de la Geographie etc. publies en 
fae-simile de la grandeur des originaux par M.Jomard, eic. 
Part. L Livr. 4. Paris, Duprat etc. Atl. FoL 5 Doppelbll. Pr, 
n. 8 TA/r. iO Ngr. (Vgl. oben Nr. 526.) 

[723.] * Liber fundationis elaustri Sanctae Mariae Virgi- 
nis in Henrichow. Oder: Gründungsbuch des Klosters Hein- 
richau. Aus der Handschrift herausgegeben^ erläutert und durch 
Urkunden ergänzt von Gustav Adolph StenzeU Breslau^ Mas 
u. Co. 1854. gr.4. XX, 221 S. mit 1 lith. Facsimüe. Pr. 
2 Thlr. 

Die Handschrifl befindet sieb mit der übrigen Bibliothek 
der 1810 aufgehobenen Cisterc. -Abtei in Breslau. S. Lit. 
Centralbl. Nr. 16. p. 249— 51. 

[724.] Von den heyligen drey künigen. Nach einer allen 
Handschrift herausgegeben von Ignaz Vinzenz Zingerle. Inns- 
bruck, gedr. bei Rauch. 8. F///, 16 5. Pr. n. 4 Ngr. 

Die Handschrift gehört der Consistorialbibliothek zo 
Briien. VgJ. Lit. Centralbl. Nr. 26. p. 418— 19. 

[725.] Leibnizens gesammelte Werke aus den Handschriften 
der Königlichen Bibliothek zu Hannover herausgegeben von Georg 
Heinrich Pertz, Dritte Folge. A. u. d. T.: Leibnizens mathe- 
matische Schriften herausgegeben von C. I. Gerhardt. Erste Ab' 
theilung. Bd. 11 L Briefwechsel zwischen Leibniz, Jacob Bemoulliy 
Johann Bernoulli und Nicolaus Bemoutli. Halle, Schmidt. 8. 
420 S. excl Tit. Mit 3 lith. Taf Pr. n. 3 Thlr. 15 Ngr. 
(S. Anz. J. 1851. Nr. 609.) 

[726.] *C. Plini Secundi naturae Hisloriarum Hb. J. XL 
XIL XIII, XIV. XV. Fragmenla, edidit e codice rescripto sae- 
culi quarli Dr, Fridegarius Mone. Gotha, Perthes, 8. (Soll in 
Kurzem erscheinen.) 

Dieser dem Kloster St. Paul in Kärntben angehörige 
Palimpsest, der mit keiner anderen Handschrift in direktem 
Zusammenhange steht, ist anerkannt von grosser Wichtigkeit, 
weil er nicht nur die Benennung des Plinius'schen Werkes 
feststellt, u. viele Lesarten besonders bei Namen u. Zahlen 
eigenthümlich berichtigt, sondern auch für die Lexikographie 
durch neue Wörter u. allerthumliche Sprachformen, sowie 
für die provinzielle Latinität beachtenswerlhe Beiträge liefert. 

[727.] * Ruhopis kraljodvorski. Preveo iz staro ceskoga 
jezika Ivan Treski. Drugo izdanje. ü Zagrebu, Gai. 1854. 
gr. 12. XVII, SOS. 

Die berühmte, dem Prager vaterländ. Mnseun] in Böh- 
men gehörige Königinhofer Handschrift, von der wir bereits 
eine Menge Ausgaben in verschied. Sprachen besitzen (s. Anz. 



J. ISftS. Nr. 7d9), erscheint hier zum zweiten Mate ins Kroa- 
tisch« übersetzt. 

[728.] * Die Werke dir Troubadours in provenzalischer 
Sprache nach Raynouard, Rochegude, Biet und nach den Hand- 
Schriften. Herausgegeben von Dr. C. J. F. Mahn. Bd. IL Lief. I . 
Berlin, Dümmler. 8. F///, 1 — 64 5. Pr.n.lSNgr. (Vgl. 
Adz. J. 1852. Nr. 1152.) 

* Derselben Epische Abiheilung Bd.L: Girartz de Rossilho, ■ , 
nach der Pariser Handschrift herausgegeben von Dr. Conr. Hof- ■■■; 
mann, Prof. Lief. 1. Ebendas. 8. S. 1 — 64. iV. n. 15 Ngr^^ 

[729.] * Histoire de Sainle Germaine y vierge et martyrt, 
patronne de Bar - sur - Aube ^ d*aprks les docuntenls, la phipart • 
in^dits, de la Biblioth^que imperiale et des archives de VAube; 
pofT Emile Blampignon^ Troyes, Bouqual; Paris j SchuU et ' 
ThuiUie, 12. IOV2 B. 

[730.] * Vendidad Sade, traduit en langue huzvaresch m 
pehlewie ; texte autographie d*aprh les manuscrils zend-pehlewis 
de la Bibliolhique imperiale de Paris et public pour la pre^ 
miire fois par les soins de Jules Thonnelier, membre de la So- 
ci^lS asiatique de Paris etc. Livr. 1. Paris, Duprat. Fol. lO^/jÄ. 
JPr. 20Fr. Nur 100 Exempl. 

Diese Aosgahe, die dazu bestimoit ist, zu dem TonEug. 
Bumouf herausg. Vendidad Sade in d. Zendsprache eine Fort- 
setzung zu bilden, wird in 15 bis 16 Lief, ä 10 B. erschei- 
nen , u* conipl, einen Band von etwa 300 S. . Pr. c. 300 Fr. 
ausmachen. 

[731.] Karolellus. Beitrag zum Earlssagenkreis, Aus dem 
einzigen Pariser Drucke herausgegeben von Dr. Merzdorf, Gross- 
herzogt. Oldenburgischen Bibliothekare. Oldenbu^gy Stalling. 8. 
80 S. Pr. n. 1 Thlr. 

Der Druc|L fuhrt den Titel: Gesta Karoli magni franco- 
rum regis (Paris, Joa« Bouer 8c Guill. ßouchet. c. 1500.) 4. 

[732.] *Liber Hymnorum: the Book of Bymns of the An- 
cient Ckurch of Ireland- Edited t from the original manuscript 
in ihe Library of Trinily College, Dublin, by James Henlhorn 
Todd , DD, Fase, h Dublin , Irish Archaeological and Cettic 
Society. 8. 

Das Ms. ist aus dein IX. öder X. Jhrhdt. Vgl. *Athen. 
28. Apr. Nr. 1435. p.486. — 5.— 

[733.] * Codex Montfortianus : a Collatiqn of this Celehra- 
ted Manuscript with the Text of Wetstein and wilh eertain MSS. 
in ihe üniversily of Oxford. By Ihe Rev. Orlando T. Dobbin. 
London. 8. Pr. 14«. 

Dieser viel genannte Codex (bei Erasmus heisst er Brr- 
tannicus, sonst Dablinensis), der nachHng imXtV., nach Mi- 
chaelis dagegen im XVLJafarhdt geschrieben sein soll, ent- 

Potzholdt, Anzeiger. August IbSXi. 19 



268 Abdrü^^ aus Kbl.*BUndAchri(Mn etc. 

bält das ganze Neue Teatan^eot, u, ist desftb?lb betoaders 
merkwürdig, weil er der zweite vorhandene Cod. ist, ia dem 
sich die Stelle 1 Job. V, 7 „drei sind, die da zeugen" elc 
findet. Anfänglich (so weit es sich jetzt noch nach weisen 
Jässl) bat den Cod. ein Fraoziskanerm6nch Froy (nach Eini- 
gen Froybt), spälcr Thom. Clemens, dann Wilh. Chare n. 
zuletzt der Prof. Thomas Montfort besessen, von dem er in 
die Bibl. des Trinily College zu Dublin übergegangen ist. 

— 9. — 

[734.] Le Opere dt Galileo Galilei Prima Edixione rem- 
pleta condolla sugli aulenlici mano$criUi Palalini e äedicata a 
S, A, /. e jR. Leopoldo II, Granduca di Toscana, [Direüort 
Eugenio Albiri, Coadiulore Celeslino Bianchi.] Tom. XI — X/i. 
(Opere fisico-malhemaliche.) Firenze^ Socielä edilrice Fioren- 
tina, 1S54. 4. ABO S. excLß Bll.Tit., Inhaitsverzeich. u. Druck- 
verbess., mü 12 Taf., u. 624 5. excL 4 Ell. Tit. etc., mit 2 
Taf. (Vgl. Anz. J. 1853. Nr. 643.) 

Die ersten 5 Theile dieses Werkes (Opere compiete), 
welches, ausser vielen Kupfertafeln , auch das Portrait Gali- 
lei's II. dessen Facsimile enthält, umfassen die Opere astro- 
nomiche u. sind in den J. 1842 — 53, Th. VI— X, in denen 
d. Commerzio epistolare abgedruckt ist, in den J. 1847 — 53 
erschienen. 

[735.] *Dialo§ue de Sainle Catherine de Sienney suivi 
de ses Priires, reeueilliee par tes discipleSj ei de eon TriM 
de la perfeclion, d'aprks le manuscril du Vatican, tradint 
de Vlialien par E. Cariier, 2 Vols. Paris, Mme veuve Pous- 
sielgue-Rusand. 18. 22 B, (BibliolMque dwninicaine.) 

[736.] Dhammapadam, Ex tribus codicibus Hauniensibus 
palice ediditj latine verlü, excerptis ex commenlario palieo 
nolisgue illustravit F. FausbölL Hamiae, Reitzel. haer, fLip- 
siae, LorckJ gr. 8. 470 S. excL 2 Bll. TU. u. Weihschrift. 
Pr. n. 3 27»/r. lOiV^r. 

Vgl. hierüber Lit. Centralbl. Nr, 30. p. 479 — 80. 

(737.] Salemons et Marcous, ein altfranzösisches gedichl 
aus einer [Berner] handschriß des 13. jahrh. Von Dr. A, 
Rochal in Zürich. S, Anz. f. Kunde d. Deutsch, Vor zeit. N. F, 
Jahrg. III. Nr. 5. p. 110 — 22, Nr. 6. p. 141—44, Nr. 7. p. 
169 — 70. 

[738.] * Lübeck in der Mitte des sechszehnlen Jahr- 
hunderts. [Herausgegeben von Dr. J. Geffcken in Hamburg.] 
Leipzig, T. 0. Weigel. 7 lith. Bll. Imp. Fol. u. 1 B. Text. 4. 
Pr. 4 Thlr. 

Das Original in Holzschnitt, ein Unicum, befindet sicli 
19 . Besitze des Herausgdiers. S. Lit. Centralbl. Nr. 25« p. 



Bibliothekare ete. 269 

402'~^3 u. Correspond. Bl.d. Gesammtver. d. dcuUch. Gre- 
schicbts - u. Alt. Vereine. Nr. 9. p. 79. 

Bibliothekare etc. 

[739.] *NQtlce biographigue sur le peitUre Bruxelloü 
Henri de CaUne ; . par L. Alvin^ ifiemtre de VAcad. rojßole d$ 
Betgique. [Exlrail du T. XXL des Bullelins de l* Aead^mie rouah 
de Belgique.] Bruxelles. }SH. 8. Iü7 5. mü PitriraH. Pr. 
26 Ngr. 

(749.] *Uy^j Sage, Märe und Fabel itn> Leben und 1?«- 
wusslsein des deutsche^ Volkes, Von Ludwig Beckstein. ^Thle, 
A,u, d. T.: Da* deutsche Volk dargestelU in Vergangenheit un^ 
Gegenwart xur Begründung der Zukunft, Bd. 16, Leipzig^ 
T.O.JfVeigel* 8. 283 S. Pr. 1 Thlr. l%N§r. 

[741.] *Del perehd la porla Orientale di Verona si 
chiami del Vescovo, e d'allre nolixie speUanli allä sl^ssa porta. 
Dissertazione del sacerdote Cesare Cavailoni, Bibliotecario mu* 
nicipale, pubblicata nel A in cui VIU. e Reverend. Monsig. Be*. 
nedeiio Riccabqna snlra solennemente a questo vescovaio. Ve- 
rona, Viceniini e Franchi, X. seUembre 1854. 8. 22 S, 

S. hierüber Archivio stör. Ital. N, S. Tom.L p. 255— 56. 

[742.] * Fites cäebrdes ä Charlres, les dimanche 29i oc- 
tohre, mardi 14 el lundi 19 novembre MMCC.LXXXij ä Voc^, 
casion dß la naissance d'un dauphin; par Emile Bellier de la 
Chavignerie, employe au calalogue de la BiUiolhkque imperiale. 
Charlres^ Garnier. 8. ^/4 B. 

[743.] * Notice biographique sur M. J. Duchesne , cofkser" 
vateur du dSpartemenl des eslampes ä la Biblioihdque impMale ; 
par M^ J. Desnoyen. [Extraile du Bulletin de la Societe de 
l'Histoire de Fra^ncCy n. de Mai 1855J Paris, impr. de Lahure. 
8. 1% ß. 

[744.] Goethes Leiden des jungen Werth^rs. Erläutert von 
Heinrich Düntzer, A, u. d. T.: Erläuterungen zu den de^^^ 
selten Klassikern, Erste Abtheilung: Erläuterungen zu Goethes 
Werken. IL Jena, Hochhausen. kl.S. 122 S. excL Tit. Pr. n. 
4 Ngr. (I. cnih. Hermann u. Dorothea.) 

[745.] AUdeulsches namenbuch von Dr. E. Förslemann etc. 
Bd.L Personennamen» Lief. 6. Irmin-^Niw. Nordhausen, För- 
slemann. 4. 5. 80 1—960. Pr. ti. l Thlr. (Vgl. oben Nr. 544.) 

[74B*] Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Zum 
ersten Male etc. herausgegeben von Dr. Johann Georg Theodor 
Grässe. Lief. 8 u. 9. Dresden, Schönfeld., 8, S. 337—432. Pr. 
ä 5 Ngr. (Vgl. oben Nr. 549.) 

[747.] ^Zusätze zur Geschichte der lateinischen Sprache, 
von Dr. M. W. Heffter, Professor etc, Brandenburg a. H,, Wie-- 



270 BiMiotheka^ <^(a 

9ik€. 8. 40 S* Pr. 5 Ifgr., empl. SD N§r. (Si. Anz. J. 18S2. 
Nr. 677.) 

[748.] Der vormalige Bibliothekar der Smitbsonian Insti- 
tution, Prof. Charles C.Jewett, ist zum Professor d. Philoso- 
phie am Gotamfoia College, District of Columbia, erwählt 
worden. S. Norton's Liier. Oazette N. S. Vol. H. Nr. 9. 
p. 197. 

[749.) * Dr. Martin tuther't sämmtlkhe Werke. Bd. Lllf 
tt. LXV. = Ablh. IV. Vermischte deutsche Schriften. Bd. 12 «. 
19. Nach den ältesten Ausgaben kritisch und historisch bear- 
beitet von Pfarrer Dr. Ji^h. K6nr% Irmischet. Frankfurt a. M., 
Beyd^r hf Zimmer. 8. Pr.ä\h Ngr. (Bd. LUV. Randglossen ivf 
Bibel, ifacMese zu sämmilichen Abtheilutigen. Nr. 1 bis 43. 1//, 
420 5. — Bd. LXV. Nachlese tu sämmilichen Abiheilungen. A>. 
44 bis 68.) Schluss des ganzen Werkes. Vghoben Nr. 551. i 

[750.] * Geschiehie der deutschen Literatur mit Ih^oben aut 
den Werken der vorzügliehsten Sehrißsteller. Von Dr. Heinrieh \ 
Kurz. Mit vietsn lUuslraUönen in HolsscknitL Lief. 22 tt. 
23. Bd.n. 5.449—576. Leipzig, Teutner. Lex. 6. iV. a 
9 Ngr. (Vgl. oben Nr. 555.) 

[751.] Magliabechi, Muratori und Leibnilt. S. Beiträgt 
zur Italienischen Geschichte. Von Alfred von ReumonL Bd. Hl 
Berlin, Detker. 8. p. 215—70. 

[752.] Hisloire politique du rkgne de VEmpereur Charles- 
Quinl etc. par ie Chevalier Marchai etc. Livr. 4. BruxelUi, 
Tarlier. 1854. 4. 5.199 — 302. Pr. n. 12 Ngr. (Vgl. oben 
Nr. 640.) 

[753,] ^Gotlhold Ephraim Lessing* s Ernst und Falk, Gt 
spräche für Freimaurer historisch-kritisch Erläutert von Biblio- 
thekar Dr. J. F. L. Th, Merzdorf. Hannover^ Rdmpler. gr. 8. 
Vni, 76 5. Pr. 15 Ngr. 

[754.] * lieber die Sprache der ältesten russischen Chro-', 
nisten, vorzüglich Nestors. Von Franz Miklosich. (Aus d, Si- 
tzungsberichten 1854 d. k. k. Akad. d. Wissenschaften. J Wie^ 
(BraumüUer.J 1854. Lex. 8. 52 5. Pr. 8 Ngr. 

[755.] *Blandede Skrifter af C. Molbech. Anden Sam- 
littg. (Jdvalgt, gjemmenseet og udgivet af Forf alteren: Bd.Il 
Kjöbnhavn. 1854. 8. Pr.2Thlr. 15 Ngr. (Vgl. oben Nf. il«6.) 

Von Molbech** Traüefspiel „Dante** (Kopfemhag. 1852) 
soll näcl;)stens eine deutsche Uebersetzun^ im Drudke ei^chei- 
nen. S. Blatt, f. liter. Unterhalt. 1855. Nr. 24. p. 4a8--39. 

[756.] Prof. Wtti. A. Norton vom Yale CoUege ist an 
die Stelle des Prof. Hadley zum ßibl^othidkar des New Haveo 
Book Club gewählt worden. S. Norton's Liter. Gatelte N.S. 
Vol. iL Nr. 7. p. 157. 



BiMiolbdiafe etc. 171 

[7&7.] ' Da$ lAfn des Minisleps FrB&^errn von Stein van 
G. H. Periz, Bd. VI {in 2 Hälften). 1823 bis 1831. BeHin, 
lleifi«r. 8. JFi, 1233 «. 28S S. exd. Tit. zur 2. Hälfte u. 
DruckbenchU Pr^ n. 7 JAlr. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 648.) 

[758.] Getekiehte der Alldeuiei^en Literatur in Proben 
und Charakteristiken mü Beiträgen von Professor Franz Pfeiffer 
herausgegeben von Gottlob Heinrich Friedrich Scholl und Br* 
TraugoH Ferdinand ScholL III. völlig umgearbeitete und ver^ 
mehrte Auflage. A» u. d. 7.: Deutsche LitercUurgesehiehle in 
Biograf hien etc. Bd, I. Stuttgart, Metzler* 8. XXXI l ganze u. 
8U6 halbe. S, Nebst 1 BL Berichtigungen. Pr.n.i Thlr. 22 Ngr. 

Zur deutschen LUeralurgeschichte. Drei Untersuchungen v<m 
D}t. Franz Pfeiffer. Stuitgari, Köhler. 8. 87 S. Pr,n. 20Ngr. 

Vgl. hierüber Lit. Cenlralbl. Nr. 5. p. 76—77 a. Men- 
«er» LiL Bl. Nr. 7. p.27 — 28. 

Das ross im altdeutschen von demselben, Breslau, Goso- 
horsky, 8. IV, 47 S. Pr. n. 10 Ngr. 

[759.] Delphica, von Preller. S. Berichte über die Ver- 
handtungen der Königlich Sächsischen Gesellschaft der Wissen^ 
schoflen zu Leipzig, Philologisch - historische Classe 1854. p. 
119 — 52. — üeber Inscfiriflen aus Chäronea und Nachträge 
über OropoSy von Demselben. S. daselbst p. 195 — 209. 

*Die Minolaurosfeier auf Kreta, von Demselben. S. Denk- 
mäler, Forschungen und Berichte hrsg, von E, Gerhard. Lief, 2%. 

[760.] * Homer i lUadis Hb er primus. Juxta Wolfianam et 
Heynianam edd. latinas noias ex Heynii commentario plerum- 
que desumptas addidit L, Quicherat. Edition autoris4e par le 
conseil de l'instruction publique, Paris, Hachette. 1854. 12. 
1 B. ~ Idem Liber sextus. Ibid. 1854. 12. i B. Pr. ä 20 c. 
(Vgl. Ad2. J. 1854. Nr. 1204.) 

*Diclionnaire laiin - franpuis ^ redige sur un nouveau plan, 
ou sont coordonnü , revises et compl^tes les travaux de Robert 
Estienne, de Gessner, etc., cemlenant plus de 1,500 mols quon 
ne trouve dans aucun lexique public jusqud ce jour; par le 
meme et A. Daveluy. Avec un vocabulaite des noms geogra- 
phiquesy mythologiques et de V Instruction publique. VII. edition,. 
Ibid. 1854. 9, 9274 B. Pr. 9 Fr. 

* Petit Traitd de versification frangaise; par le meme* 
Ouvrage auloris€ par le conseil de Cinstruction publique. IL 
(fdUion. Ibid. 1855. 12. Q B. Pr. 1 Fr. 

[761.] * Georg Rathgeber's Schriften, Lief 1 \f 2. Gotha, 
Müller. 1S54. Fol. \ BL, S. 1 — 5S. Sp. 61—166. S. 166 — 
89. Pr. 5 Thlr. Ib Ngr. 

Eotb.: Lief. 1. Nike in helleai&cbea Vaseobildern. — 
iUeU 2. Baschreibung ib AusleguBg der geflagellea €^8taltea 



372 BiMiotlieka^ «fc 

in d. Werken der Kotist der Assyrier tu Nineteb, der Ba- 
bylonier, Perser, Hebräer, Pböniker. EtnletCang sur Unter- 
suchung der Samoihrakischen a. anderer beUen. Mysterien. 
S. Lil. Centralbl. 1855. Nr. 12. p. 189 — W). 

[762.] Monuments pour servir ä VHistoire des protinees 
de Namur, de Bainaui et de Luxemhourg, recuBÜlu ei puhUä 
pour la premiire foU par le Baron F. de Reiffenberg, conti" 
nn^8 par Borgnet et de Ram, Tom. Vi, J, u, d. T.: Le Che- 
valier au Cygne et Godefroid de Bouillcn, poeme hislorique^ 
puhlication eommence'e par le Baron de Reiffenberg et achevee 
par A. Borgnet, Tom, IlI. Bruxelles , Leipzig et Gand , Jfu- 
^iard(. 1854. 4. JCF//, 556 S. Pr. 6 TMr. (Bildet den XV. 
Band der Colleelion de Chroniquee helge$ inediles,) Das dazu 
gehörige Glossaire wird noch nachgeliefert. 

[763.] Der frühere ßibltoihekar d. Unirersity College 
zu Oxford, Pfarrer Gh. John Ridley zu West Harling in der 
Grafschaft Norfolk, ist daselbst d. 8 Oclbr. 1854 gestorben. 
S. Leipz. Reperl. 1855. Bd. I. Hft. 2. p. 128. 

[764.] ^ Index leclionum der Universität Bonn vom Som- 
merhalbjahr IS54. Enlh.: Kritische Bemerkungen zum Merca- 
tor des Plautus von Prof. Dr. Fr. Ritschl. Bonn. 1654. gr.4. 
VII J S. 

^ Index lectionum etc. vom Winterhalbjahr 1854/55. Enth. 
eine Reihe etymologischer und sprachlicher Untersuchungen von 
Demselben. Das. 1854. ^r. 4. JII S. 

*Poesis Saluminae Spicilegium L Zur Feier des Gehurts- 
festes des Königs Friedrich Wilhelm IV., von Demselben. Das. 
1854. gr. 4. 15 5. 

[765] Der frühere Bibliothekar des Magdalenen Golle- 
giums zu Oxford, Dr. th. Mt. Jos. Routh, geb. 15. Septb. 
1755, ist am 22. Decbr. 1854 zu Oxford gestorben. S. Leipz. 
Report. Bd. 11. Hft. 2. p. 128. 

[766.] Der Ron. Oberbibliothekar der Universität Würz- 
burg Dr. Anton Ruland ist vom Bischof zu Augsburg zu 
seinem Coadjutor erwählt worden. S. Serapeum Nr. 12. 
p. 192. 

[767.] *Annuaire stalistique et historique beige pour fan- 
nie 1855, Par Äug. Scheler, Dr. Phil., Biblioihicaire du Roi 
et agrige de PUniversitS de Lüge. 2. Ann^e. Bruxelles, Kiess- 
ling hf Co. 12. 416 S. Pr. 4 Fr., pro 1. u. 2. Jahrg. 6 Fr. 
(Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 652.) 

Entb. unter Anderen Sect. f. , im 6. Abschnitte unter 

Sciences, Letlres et Arts, eine Mittheilung über die Köbigl. 

Bibliothek in Brüssel. — Aus dem vorl. Jahi^. ist auch ein- 

ein abgedruckt: Petü Metnuel de Slaüstique universüle d 



Mblioditoklare eta 273 

Vumgg gindraU MenseiffnemenU siatisUques sur taut lei äaU 
conslüuü du monde, 

*Da$ Glück reich zu sein von Hendrik Conscience. Aus 
dem Flämischen von Dr, Aug, Scheler. Mit 4 Orig.'lllusiraiio^ 
nen von J. Berlou. Autorisirle Ausgabe» Brüssel^ Schnee. 8. 
130 5. Pr. n. 16 Ngr. 

[768.] ^Emendaliones Agamemnonis Aeschylei auctore G. 
F. Schömann. Grt^hisw^ldae. 1S54. 4. 3S S, Vorwori zum 
Greifswald. Index Scholarum IS 54/5 5. 

^Animadversiones de nomolhetis Alheniensium eodem aucl. 
Ibid. 1854. 4. 14 S. Einladungsschrift zur Feier d. Geburts- 
festes des Königs Friedrich Wilhelm IV. am 15. Od. 1854. 

*Disserlatio de reddendis magislraluum gestorum rationibus 
apud Älhenienses eodem auct. Ibid. 1855. 4. 14 <S. Pr, n. 
4 Ngr. 

^Recognitio quaestionis de Sparlanis Homoeis epdem auct. 
Ibid. 1855. 4. 82 S. Pr. n. i^ Ngr. Vorwort zum Greifswald. 
Index Scholarum 1855. 

[769.] *Oedipe Roi, tragedie de Sophocle. Texte greCj 
revu et corrige d'aprh les manuscrits^ par L. de Sinner , avec 
un argwnent, des notes en francais et des extraits de COedipe 
de Voltaire^ par €, 0. Delzous. Paris, Hachetle. 1854. 12. 
6 ß. JV. 1 Fr. 

*Vie de Notre - Setgnew J^sus- Christ , extraite des quatre 
Evangiles, texte grec , avec sommaires et vocabulaire, d l*usage 
des commencants; par M. P. Ktrslen. Edition corrigee et modi" 
fiü par le mime. Paris, Belin. 1855. 18. 8^/9 B. 

[770.] * Notire biographique et litl^raire sur Courlalon 
Delaislre , eure de Saint e - Savine les Troyes; par Emile Socard, 
bibliolhecaire- adjoint de la ville de Troyes, Troyes, Robert. 8. 
2V2 B. Mit 1 Portrait. 

Enth. unter Anderen ein chronolog. Verzeicliniss der 
litter« Arbeiten Jean Charles Courtalon Deiaistre's, geb. 1735, 
gest. 1786. 

[771.] * Immanuel Swedenborg* s kurze Darstellung der 
Lehre der Neuen Kirche, welche unter dem Neuen Jerusalem 
in der Offenbarung verslanden wird. Aus der zu Amsterdam 
1769 gedruckten lateinischen Urschrift erstmahls wortgetreu über- 
ieizt von Dr. J. F. Imman. Tafel. Tübingen, Verlags - Expe- 
dition. 1554. 8. 144 5. Pr. n. l^ Ngr. (S. Anz. J. 1854. 
Nr. 1214.) 

*Dessen himmlische Geheimnisse, welche in der Heiligen 
Schrift oder in dem Worte des Herrn entfuiUen , und neu enl- 
hüllt sind. Hier zuerst, was in dem ersten Buche Mosis, Zu- 
gleich die Wunder, welche gesehen worden in der Geisterwelt 
ttnd im Himmel der Engel. Aus der lateinischen Urschrift über- 
»«U( von Demselben. Bd. III. {oder 1. TheiU letzter Bd.). Da- 



274 Bibliotfiekäre bU. 

S4lhst. 1855. 8. 40i5. Pr. n. l Tklr. 20 N§r. (S. Aoi. J. 
1853. Nr. 60.) 

[772.] Dr. Auguslin Tbeiner, früher Pfarrer in Hiinds- 
feld bei Breslau, dann Deutschkatholik, durch bedeutende 
schriftstellerische Arbeiten im Gebiete der Kirchengeschicbte 
bekannt, ist — auf viermonatliche Kündigung — zum Custos 
der K. Universitätsbibliothek in Breslau ernannt worden. S. 
Illustr. Ztg. f. d. kathol. Deutschland Bd. I. Nr. 19. p. 219. 

[773.] Geo. Booth Tyndate, seit 1819 CoUonian Trwlet 
de$ BrUischen Museumt zu London^ ist daselbst am 13. Febr, 
im 83. Lebensjahre gestorben. S. Leipz, Repert. Bd. IL Hß, 
6 p. 366. 

[774.] Der ehemal. Bibliothekar am botanischen Gar- 
ten zu Kopenhagen Dr. Jens Vahl ist daselbst am 12. Novbr. 
1854 im 58. Lebensjahre gestorben^ Sein reiches Herbarium 
hat er dem botan. Garten letztwillig geschenkt. S. Leipz. 
Repert. Bd. 111. Hft. 2. p. 126. 

[775.] ^Oeslerreichische Geschicht^quellen. Zur Geschichte 
der Patriarchen von Aquileja. Regesten aus zwei Handschriften. 
MitgeiheiU von J, Valentinelli, Bibliothekar der Mareiana in 
Venedig- S, Notizenblatt. Beil. z, Archiv f. Kunde Österreich. 
Geschichtsquellen. Nr. 8. p. 169—76. Nr. 10. |).?I7— 82. Nr. 
U. p. 269—77. Nr. 22. p. 515-24. (^SeMuss folgt.) VgL Anz. 
J. 1854. Nr. 873. 

Die Handschriften gehören der Mareiana. 

[776.] * La Noblesse de France.. Histoire, moeurs, insti" 
tutions; par Cohende Viukenhoeff de la Bibliotheque Sainle- 
Genevihe. Paris , Dumoulin. 6. 17^2 ^* ^^^ 1^5 ExempL 
Pr. 12 Fr. 

[777.] Die Stelle des Bibliothekssecrelairs der -Univer- 
sität Marburg, welche Dr. K. Möiler 18 Jahre hindurch auf 
Widerruf verwaltet hatte, ist zu einer selbstständigen erklärt, 
u. dem Prof. Dr. Franz Vorländer übertragen worden. S. 
Leipz. Repert. Bd. H. Hft. 1. p. 58. 

[778.] *The white Yajurveda edited hy Albr. Weber. 
Part. II: The (Jatapatha-Brdhmana in the Mddhyandina - ^dkhd 
wilh exlracts from the commentaries of Sdyana and Harisvdmin. 
Nr. 6 and 7. Berlin, Dümmler. gr. 4. 296 S. Pr. n. 6 Thlr. 
Pro I—ll 7. n. 42 Thlr. 

[779.] *Lilerary Fables of Yriarle. Translated from the 
Spanish by Geo. H. Devereux. Boston^ Ticknor hf Fields. 12. 
X/, 145 S. Pr. 62 c. 



36. Sejrtbr. Iireiinteg Heft. 1855. 

Nr. 78& 11. folgende enthaltend. 



[780.] Znr Beortlieilna^ „ zweiter Aadgabtri». ** 

' Zugleich ein Beilrag zur Danle - Littcratur. 

Man kennt jetzt wohl hinreichend die Manipulation gewisser 
Verleger, von denjenigen ihrer Verlagsweike, welche entwe- 
der Jbei der Veröffentlichung wenig. Absatz oder wenigstens 
nicht den Ifir den Geldbeutel und den Speculationseif'er der 
Verleger raschen und schndlen Absatz gefunden liahen, die 
auf dem Lager zurückgebliebenen Exemplare nacli einiger Zeit 
unter der veränderten Firma einer ,, zweiten Ausgabe," wohl 
auch mit herabgesetztem Preise und dann nicht seilen unter, 
ctem Titel einer sogenannten „zweiten wohlfeilen Ausgabe*', 
mit einer neugeschaffenen Jahrzahl versehen, auf Kosten der 
Sortrmenter nochmals in die Welt hinauszuschicken. Die 
Biüthezeit, wo die Verleger noch Jioffen durften, durch der- 
gleichen Manipulationen in Folge der Unkenntniss des Pu- 
blikums manchmal ganz gute Geschälte zu machen, Scheint 
jetzt so ziemlich vorüber zu sein: das Publikum, welches sich 
wohl eine Zeit lang über die Natur solcher zweiter Ausgaben 
hatte täuschen lassen, und hinsichtlich der blos auf den Titel 
beschränkten Verschiedc^nheit , sonst aber voHkommnen Iden- 
tität äet Exemplare erster und zweiter Ausgabe im unkla- 
ren geblieben war, lässt zum Theile dergleichen Speculations- 
erscheinungen t'Jieilnahmlos d. h. ungekauft an sich vorüber- 
gehen, so dass es auch die Sortimenter in ihrem Interesse 
finden , die Zusendung von zweiten Ausgaben , mit denen hei 
dem Pffblfkum eben keine sonderlichen Geschäfte melir zu 
machen sind, sich zu verbitten und zu drohen, däss sie rtö- 
thigenfalfs alle derartige unverlangte Zusendungen mit Pro- 
test, mit Nachnahme der Kosten, wieder zurückschicken wer- 
den. Unter so bewandten Umständen, und da möglicher 
Weise zu erwarten steht, dass der mit den zweiten Ausga« 
ben getriebene Unfug seinem Ende entgegengehe,' konnte 
füglich eine Besprechung des Gegenstandes hier unterlassen 
werden. Gleichwohl mag eine kürzere Erörterung und Er- 
wähnung desselben nidit ganz überflussig sein, weil wan 
noch nicht weiss, üb, wenn den Yerlegern der Weg abge- 
schnitten ist, durch zw^eile Ausgaben auf den Geldbeutel ies 
Publikums 55u $peculiren , nicht vielleicht die Speculation auf 
eine andere ähnUche Weise versucht wird. Zudetn muss da- 
bei eines Umstandes mit ^edaöht werden, der bisher über- 
hafupt'noch'Aicht gehörig ins Äuge gefasst, am Allefwenig- 

r9t9holdt, Anzeiger. 3eptemlier 1855. ^0 



276 Zur Beurtheilung ,,zweiter Ausgaben/' 

Sien aber von den Veranstaltern zweiter Ausgaben selbst in 
der erforderlichen Weise berücksichtigt worden ist — ich 
meine den Umstand , dass dem guten Kufe der Schrifitsteller, 
deren Werke in zweiter Ausgabe mit veränderter Jahrzahl auf 
den Büchermarkt gebracht werden» leicht Eintrag gescfaeheD 
kann. Denn nehmen wir z. B an, wie sich dies die Arnol- 
dische Buchhandlung in Leipzig hinsichtlich der im J. 1839 
und 1840 erschienenen beiden ersten Bände der deutschen 
Uebersetzung von Dante's Göttlicher Komödie von Philalellies 
zu thun erlaubt hat, dass die Jahrzahlen in einer zweiten 
Titelausgabe verändert und die Bände mit 1849 bezeichnet 
werden, was soll das Publikum, welches von diesem Ge- 
waltstreiche des Verlegers keine Kenntniss hat, von dem 
Schriftsteller und seinem Werke denken, wenn es siebt, dass 
an diesen alle im Laufe der Jahre von 1839 und 1840 bis 
1849 erschienene so zahlreiche Schriften über Dante spur- 
los vorübergegangen sind, und keine einzige derselben von 
Phiialethes für seine Uebersetzung oder den umlanglichen 
historischen und kritischen Commentar benutzt worden ist! 
Muss nicht das Publikum den Herausgeber für einen ganz ge- 
wissenlosen Mann halten, der nicht einmal der ersten Haupt- 
pflicht eines Schriftstellers zu genügen beflissen gewesen ist 
— der Pflicht, die über den Gegenstand, über welchen er 
schreibt, vorhandenen Materialien, namentlich neuerer Zeit, 
nach Kräften mit zu benutzen und zu berücksichtigen! Ge- 
wiss hat das Publikum ein Recht, an eine Uebersetzung des 
Dante vom J. 1849 andere Anforderungen als an die vom J. 
1839 und 1840 zu stellen, und die Unterlassuog der im 
Laufe des Decenniums möglich gewesenen Verbesserungen 
dem Herausgeber als Schuld anzurechnen. Diese Schuld aber, 
ist sie nicht eine dem Herausgeber wider eigenes Verschul- 
den aufgebürdete Last, die ihm einen wenn auch nicht nach 
Heller und Pfennig zu berechnenden und durch das Gesetz 
zu ahndenden Nachtheil, doch möglicher Weise einen sehr 
erheblichen moralischen Schaden zufügt I Und ist dieser Scha- 
den nicht wieder ein vom Verleger dem Herausgeber ange- 
thanes schweres und gewiss nicht durch Berufung auf „all- 
gemeine buchhändlerische Praxis*' zu entschuldigendes Un- 
recht, welches um so unverzeihlicher ist, je mehr die Per- 
sönlichkeit des Herausgebers sowohl als die Würde seines 
vom ursprünglichen Verleger, dem verstorbenen Arnold in 
Dresden, Ehrenhalber unternommenen Werkes auf die thun- 
lichste Rücksicht von Seiten des Verlegers und die möglichste 
Sicherstellung vor ungeziemenden Consequenzen buchhändie- 
rischer Praxis Anspruch zu machen das Recht haben. Ist es 
ohuehin schon schlimm genug* wenn ein Verleger in seinem 
Speculationseifer, blos auf bucbbindlerische Praus geatätst, 



Das Kayser^sche Deutsche Bucherkxikom 277 

so weit gehen darf, an seinen Verlagswerken ohne Vorwissen 
und Genehmigung von deren Verfassern Umgestaltungen (denn 
dazu gehören doch offenbar die zweiten Titelausgaben , bei 
denen der Titel, anerkannt ein wesentlicher Theil eines 
Werkes, umgeändert wird) vorzunehmen, und den Verfassern 
kein anderes Recht als das der öffentlichen Protestation da- 
gegen übrig zu lassen, so ist es noch weit schlimmer, wenn 
sich jene buchhändlerische Praxis sogar an solchen Verlags- 
werken vergreift, deren Urheber aus Rücksichten selbst auf 
die Ausübung des Rechtes der öffentlichen Proteslation zu 
verzichten sich veranlasst sehen. Zudem sollte doch wohl ein 
Verleger, der ein von seinem Vorfahren und Erblasser der 
Ehre wegen unternommenes Verlagswerk als eine Art Ver- 
mächtniss mit in Empfang genommen hat, dasselbe mehr in 
Ehren zu halten wissen, als dass er es zum Gegenstande der 
gewöhnlichen Speculation von zweiten Ausgaben, die bei dem 
Publikum nichts weniger als sehr ehrenvoll angeschrieben 
sind, machen dürfte. 

[781.] Das KAyser'sche Deutsche Bucherlexikoa *). 

(DriUer Arliket.) . ^ 

Vor einiger Zeit stand im Rörsenblatte für den Deut- 
schen Buchhandel eine Rüge der Unvollständigkeit von Kay- 
ser's Bücherlexikon, welches Hr. Zuchold seit 1847 fortsetzt. 
Ich bin im Stande, Ihnen ein Material von vielen Druckbo- 
gen zum Belege der Wahrheit dieser Rüge zu liefern, glaube 
aber, dass der Raum Ihres Anzeigers nur Proben verstattet, 
deren Aufnahme Sie wohl erlauben werden. Zu derartigen 
Sammlungen bedurfte es keiner persönlichen Connexionen. 
Wenn sich der Bearbeiter des Bücherlexikons nur ein wenig 
in der Litteratnr hätte umsehen wollen , so wäre ihm nicht 
entgangen, dass die „Europäische Triarchie" 1841 von Mor. 
Hess, die „Briefe eines Nordamerikaners über Russland*' 1849 
von Ed. Pelz, die „Deutschen Lieder aus der Schweiz" 1845 
von Hoffmann von Fallersleben , die „Lieder vom Bodensee'' 
1843 von C. Kaiser, die „Lieder eines Hanseaten*' 1843 von 
A. Prinz , die „Bruderschaftslieder** 1846 von Wolfg: Müller, 



•) Es war zwar bei der Veröffentlichung des zweiten Artikels (s. ob«n 
Nr. 652.) nicbt meine Absicht, noch einen dritten folgen zulassen; ich sehe 
mich aber dazu theils durch den Wunsch seines Verfs, theils desshalb ver- 
anlasst, weil der neue Artikel eigentlich nur als eine Art Erläuterung zu der 
bekauntiich vom Verf. selbst herrührenden Mittheilung im Börsenblatte, die 
zu den Besprechungen des Kayser - Zuchold'schen Bücherlexikons den ersten 
Anstoss gegeben hat, anzusehen ist. Jedoch bemerke ich ausdrucklieb, dass 
die vom Verf. mitgetfaeilten Belege hinsichüich der Unvollständigkeit des eben 
genannten Bücherlexikons mich nicht bestimmen können , ein Wort von Dem, 
was ich za dessen Gunstea gesagt habe , zurückzunehmen. J. Petzholdt« 

20* 



278 'Daä KayserVchfe t)6^tsbhe 6fi'ch^iäibii. 

'die „Lieder der Gegenwart" ISiä von ttüd. fcottäTctiAlt, die 
„Lieder eines Gefangenen" 1S4S5 von Laurlan Äöris herrüh- 
ren, und so noch vieles Andere. 

Warum fehlen, um nur einiges BeHetfistiscbe zü ncfnnen, 
bucher, wie Prulz' Gedichte. Neue Sammlung, iuri'ch 1845, 
dessen Politische Wochenstube, ebd. 1845; W. Nofte^s N'äch- 
ligallenlieder. Paris 1842; die Liedör eines 'n(yrddeu1tschen 
Poeten (A. Glassbrenners). Bern 1844, zwei Auflagen; fioff- 
inänn von Fallerstebeh's Maltrank. 'Paris 1844, dessen l^dtoii- 
lieder. Zürich 1844, HoBmannsche Tropfen, ebd. 1^44, Gas- 
senlieder, ebd. 1843; das Liederbuch des deutschen Michel, 
l^eipzig 1843; E. Mecklenburg, die Seherin. Leipzig 1845; 
H. 0. Lüning's Gedichte. SchafThausen 1844 J Gedichte aus 
dem ungedruckten Nachlasse Platens. Strassburg 1841, zwei 
Auflagen; G. Mäurer's Poetische Lehrjahre. Paris 18^7, des- 
sen Briefe aus Berlin. Paris 1840, Buch für Leute die den- 
ken. Zürich 1845, Gedichte uöd Gedanken eine's deutschen 
in Paris, ebd. 1844; Gebel's Erfahrungen unä Sfüfeh: Leip- 
zig 1846; H. Püttmann's Gedichte. Herisau 1846; dessen 
Älbiim. Borna 1846; die Stranssiade in Zflrfch. ^. GaHen 
1840, zwei Autlagen, und vkfle hundert andere? 

Die aufpeführlen Bucher sind mei&t grösseren Uqaianges, 
worauf nach Hrn. Zuchold allerdings wenig aokpmmt. 
Aber dann mag der Verleger nicht von einem „vollstäadigen" 
teücherlexikon sprechen! 

Der Forts^tzer Kayser's mag kein Freund rfes Commu- 
nismüs sein, dagegen iässt sich nichts sa^en; al)er seinen 
politischen Privathass auf die Bibliographie überzutragen, das 
war bis jetzt Gott sei Dank noch unerhört, in unserer als 
gründlich gepriesenen deutsehen Litteratur. Von W. Weitling 
ist k^ine Schrift (ausser ein Heft Gedichte) .angeführt, nicht 
die ,^Garantien der Harmonie und Freiheit", wdche in drei 
.Auflagen (Vivis 1842, New -York 1845, Hapibuij; 1849) 
existiren, nicht das „Evangelium des armen Sünijers*', eben- 
falls in drei Auflagen (Bern 1846, Birsfeld 1846, New- 
Yprk 1847) , nicht ,,die Menschheit wie sie i^t und -sein 
^olJte", in zwei Auflagen (Paris 1838, JBfern. 1845), nicht 
„Ein Nothruf an die Männer der Arbeit und der Sorge'% in 
zwei Auflagen (New- York 1848), nicht dessen Journal „Hülfe- 
ruf der deutschen Jugend**, später „Die junge Generalion*', 
1841—43. 

Harro Harring's verschiedene Piecen febJen «uta^ grössten 
Theile, darunter ein zu Rio Janeiro (soweit geht clie Leip- 
ziger Bücherkunde nicht!) gedruckter Band . Gedichte , dessen 
Titel mir in diesem Augenblicke nicht einfällt. 

Und alle diese Bücher konnten aufgenommeti 'iv0Jräen, 
ta die belreffönden Bände von Käyser 1843 und 'tSÜ^i er- 



; ,.yef;?€^9boiss von Halliwel,l's Priy«\tdruckejj, ^7ft 

scM^lißn, YOQ welcher i^ieit aq troU . Läugnens des Hrii. 
Zuchoid die Bibliographie frei ist. E. Weller in Zürich. 



[782.] Terzeicfisiiffl vqn Hi^miFell'« Pjrl(y^<;- 

1.) IKorU A^thMfo: The AUiterativß Rooiance of tbe Des^th of 
Ring Ärlhpr. Now first printed from a M^puspripl in |he 
Library of Lincoln Cftlhedcal. 75 Exeiupl. (5L.) 

3.) Tfee Castle of Lovp : A Poöin, by Robert Grosteste, Biabop 
of Lincoln. Now ürst printed from inedited M$3. of Ihe 
Fourteenth Century. 100 Exempl. (15 s.) 

3.) Contributions to Early English Literature, derived chiefly 
from ihe Rare ßooks and Ancient Inedited Manuscriptd 
frora the Fifteenlh to the Seventeenth Century. 75 Exempl. 
(3 L. 3 s.) 

4.) A new Böke about Shakespeare and Stratford ^ on - Avon, 
iliusirated with numerous Woodcuts and Fac-similes of 
Shake&peare's Marriage Bond, and other carious Artkles. 

• 75 Exempl. (1 L. 1 s.) 

5.) The Palatino Anthology. Ah extensive Collection of An-» 
ctent Poems and BaUads relating to Cbeshtre and Lanca* 
sbire to which is added the Palatine Garland. 110 Exempl, 
(2 L. 2 8.) 

6.) The Litterature of the Sixteenth iand Seventeenth Centu- 
rks^ illustrated by Reprints and very rare Tracts. 75 Exempl. 
(a L. 2 s.) 

7.) The Yorkshire Anthology. An extensive Collection ofBaK 
läds and Poems respecting the Gounty of Yorkshire. 119 
Exempl. (2 L. 2 s.) 

8.) Sc^me Account' of a Collection of Several Thousand Bitls, 
Aceounts, and Inventories, illustrating the History of Pri^«s 
belWeen the Years 1650 and 1750^ with copious Exiracts 
fron* Old Account-Books. 80 Exempl. (1 L. 1 s.) 

9.) The Pöetry of Witchcralt, illiisirated by Copies of the 
Plays on the Lancashire Witches, by Heywood and Sbad- 
wetl, viz., the „Late Lancashire Witches'^ and the „Lanca- 
shire Witches and Te»gue o'Divelly, the Irish Priest.-* 84 
Exempl. (2 L. 2 s.) 

10.) T6e Norfolk Anthology. A Collection of Poems, Ballads, 
and Rare Tracts, relating to the County of Norfolk. 80 
ExempK (2 L. 2 s.) 

*) Nach der im Athen. 16 Jun. 1855. Nr. 144a. p. 720 vtrdffent- 
li^clitpn Apzeig« SkeffiagtOB's in London , der den" noch vorhanctenen .|ileinei^ 
Rest der Bücher 30 sich gebraclit hat, und wieder zu verkaufen beabsichtigt. 
Die Werke sind sämmtlich in Quartformat, in gleicher Weise wie die Schrif- 
ten des Roxburghe u. anderer Privatbücherciubbs, und nur in wenigen Exem- 
plaren gedruckt. ' r~: ^^ — 



280 Die Bibliogr. der deutschen Nalionallitteratar und 

11.) Some Account or a Collection of Antiqaities, Coins, 
Manuscripts, Rare Books, and otber Reliquies, illustraÜTe 
of the Life and Works of Shakespeare. lUustrated with 
Woodcuts. 80 Exempl. (1 L. 1 s) 

12.) Account of Manuscripts presented by Mr. HalliweU to the 
Public Library, Plymouth, with Pieces by Dr. Forman, Shir- 
ley, etc. from inediled Manuscripts. 80 Exempl. (2L. 2 s.) 

13. 14.) Notices of an Unique Edition of the Arcadia , and 
of the Shakespearian Documents at Bridgewater House. 
Two Tracts. 25 Exempl. 

[783.] Die Bibliographie der deat«clieii UTatiomü- 

litteratur und Wackernagel'« Biblionraplile det 

deat0clieii Kirctaenliede«. ^) 

Die Geschichtschreibung der deutschen Nationallilteratur 
bat anerkanntermassen in den Werken von Gervinus, Kober- 
stsin, Wackernagel, Vilmar und Anderen ihren vorläufigen 
Abschluss gefunden, und es ist nicht denkbar, dass sie die 
Höbe, die sie mit den Arbeiten der genannten Forscher er- 
reicht hat, überschreiten werde, bevor nicht durch erneute 
Einzeiforschungen und namentlich durch Herstellung einer 
vollständigen Bibliographie der deutschen Nationallitteratur 
wesentlich neue Grundlagen dafür gewonnen worden sind. 
Es steht aber fest, dass nach dieser letztern Seite bin nodi 
unendlich viel zu thun übrig bleibt, und dass die wenigen 
Arbeiten auf dem Gebiete der deutschen Bibliographie , die 
wir besitzen, noch lange nicht hinreichen, um einer wahrhaft 
genugenden deutschen Litteraturgeschichte zur Unterlage zu 
dienen. Wer einmal Gelegenheit gehabt bat, in Einzeifor- 
schungen die Richtigkeit der Angaben unserer Litteraturbi- 
storiker zu untersuchen , der wird gewiss auch zahlreiche ir- 
rige Ansichten und Mängel bei ihnen gefunden und damit die 
üeberzeugung gewonnen haben, dass die Einzelforscbung selbst 
die scheinbar gewissesten Angaben wieder von Neuem unter- 
suchen und feststellen muss. Die Geschichte der deutschen 
Litteratur, die einst auf Grundlage einer umfassenden Biblio- 
graphie der deutschen Nationallitteratur entstehen wird, muss, 
.das können wir schon jetzt ermessen, in sehr vielen Punkten 
eine wesentlich andere sein, als wir sie jetzt, ohne solche 
Vorarbeit, noch haben können. Mit Freuden ab^r gewahrt 
man, wie die Üeberzeugung von der Nolhwendigkeit einer 
genügenden Bibliographie der deutschen Litteratur sich täg- 
lich weiter verbreitet, und Arbeiten hervorruft, die als Bei- 
träge und Vorläufer einer solchen mit Recht angesehen wer- 



*) S. oben Nr. 579. 



Wackianiagel's Bibliogr. des dentocben Kirchenliedes. 281 

den können. Unter den Arbeiten dieser Art ist aber ent- 
schieden die umfassendste und beste, die wir überhaupt auf 
diesem Gebiete besitzen, Philipp Wackernagers kürzlich 
vollständig gewordene ,, Bibliographie zur Geschichte des 
deutschen Kirchenliedes im XVI. Jahrhundert/^ ein Werk, das 
uns mit Freude an der Sache und Achtung vor dem Ver- 
fasser erfüllt. 

Die Schwierigkeiten, denen alle bibliographischen Zu- 
sammenstellungen unterliegen, treten Arbeiten auf dem Felde 
der deutschen Nationallitteratur bei der ausserordentlichen 
Ausdehnung des zu übersehenden Gebietes nur noch im er- 
höhten Grade entgegen. Während es für die ältere Zeit, wo 
das Material in Handschriften ruht, schon um desswillen 
schwer ist, dieselben bibliographisch genau zu verzeichnen, 
und ihren Innern Zusammenbang festzustellen, weil bei der 
Zerstreutheit der Orte, wo sich dergleichen befinden, eine 
bis ins Einzelne gehende Vergleichung unter einander er- 
schwert wird, kommt für die spätere Zeit, von der Erfindung 
der Buchdruckerkunst bis in unser Jahrhundert hinein, noch 
der Umstand hinzu, dass die Erzeugnisse auf demjenigen Ge- 
biete der Litteratur, das wir unter der Bezeichnung National- 
litteratur zusammenfassen, unter allen Bichtungen der Litte- 
ratur die entschieden grösste Verbreitung fanden, und dadurch 
nicht nur eine ganz gehörige Zahl von Originalausgaben^ son- 
dern, auch massenhafte Nachdrücke, Auszüge, Bearbeitungen 
ins Leben gerufen wurden, die alle aufzufinden und kritisch 
zu sichten nicht gerade zu den leichten Aufgaben gehört. 
Jedenfalls sind aber die angedeuteten Schwierigkeiten die 
vornämlichste Ursache, dass wir so wenig genügende Ar- 
beiten auf dem Felde deutscher Bibliographie besitzen, und 
wir haben uns desshalb aufrichtig zu freuen, wenn einmal 
für eine umfänglichere Bichtung alle jene Hindernisse glück- 
lich besiegt sind, und ein in jeder Hinsicht so vortreffliches 
Werk uns geboten wird, als das angeführte von Wackemagel 
zur Bibliographie des deutschen Kirchenliedes ist. 

Des Verfassers Absicht, wie er sie selbst in der Vor- 
rede zu seinem Buche andeutet, war, das deutsche Kirchen- 
lied des XVL Jahrhunderts m drei Büchern zu bearbeiten, 
dergestalt, dass das erste die Bibliographie, das zweite die 
Lieder, das dritte die Geschichte enthalte. Die Bibliographie, 
die in des Verfassers 1841 erschienenem Werke über das 
deutsche Kirchenlied schon behandelt war, liegt nun in wei- 
terer und genauer Ausführung vollständig vor. Das Ganze 
umfasst auf S. 1—492 die „Beschreibung von Urkunden zur 
Geschichte des deutschen Kirchenliedes/' in chronologischer 
Anordnung, dann S. 493 — 536 „Zur niederländischen Hymno- 
logie" und S. 537— 711 „Die Vorreden zu den Gesangbüchern 



283 FM« BibKogt^h; der deutsolteN NätibfiaMittsi'Mir u. s. v. 

de^ XVt. Jafid)iin^€iis.*' Bei ewi^m ^eiiite, Vi«« #0111 vor- 
liegemiien, kann es äev Kritik flelbstverständlfdi' nieht daruoi 
ZR tbun sein, etwaige kleine Mängel and Auslassangen , die 
a)ien bibliographischen Arbeiten nothwoDdig anhaften, aiifeu- 
Stechelt, sie müss sich vielmehr darauf beschrlnken, an tmter- 
sachen, inwieweit der Verfasser überliaupt den Anforderung^ 
entsprochen hat, die man an derartige Werke- notkwendig 
stellen muss. Und in dieser Beziehung glauben^ wir Wacker- 
nageKs Bibliographie unbedenklich nicht nur als eine den 
Anforderungen entsprechende, sondern auch als eine förälH!> 
liehe Zusammenstellungen mustergiltige Arbeit beseicbiien zu 
können. Dk Beschreibung der einzelnen Drucke ist mit 
einem Fleisse und einer Genauigkeit gearbeitet > die kaam 
etwas zu wünschen übrig iäs«t, und auf viele Punkte einer 
so vielfach verwirrten Sache helles Licht wirft. In manchen 
Partien, namentlich in Aufzahlung und Besehreibung der 
eigentlichen Gesangbücher, durfte das von Wackernagei Ge- 
botene in der That a)s nahezu vollständig zu bezeichnen sein, 
und wenn auch für die einzelnen Lieder ein glucklicher Fund 
hier und da noch zu Nachträge« Anlass geben wird, so ist 
doch soviel gewiss, dass das augenblicklich Auffindbare so 
genau und vollständig verzeichnet und beschrieben ist, dass 
es sich eben nur um einzelne Nachträge zu der für immer 
als Hauptwerk anzusehenden Bibliographie Wackernagei's han- 
deln kann. Im Allgemeinen hat Wackernagel nur naeh eige- 
ner Anschauung der verschiedenen Drucke gearbeitet, und 
neben den öffentlichen Bibliotheken auch eine grosse Anzahl 
von Privatsammlungen für seine Zwecke benutzt. Die Fund- 
orte der einzelnen Schriften sind, was bei so selten yor- 
kommenden Dru^kdn besonders dankenswerth ist, uberaU 
gewissenhaft angegeben, und auch die betreffende Bibliotheks- 
nummer zum leichtern WiederaufOnden mit beigesetzt. Dass 
der Verfasser die Angaben früherer Bibliographen sorgfältig 
benutzt hat, versieht sich von selbst, wie er denn überhaupt 
nichts übersehen, was sein Werk, das doch zunächst lör 
Kenner und Freunde der flymnologie bestimmt ist, auch dem 
Bibliographen von Fach werlhvoll machen muss. Die im 
Anhange abgedruckten Vorreden der verschiedenen Gesang- 
bücher sind eine dankenswerthe Zug^ibe, sie erläutern am 
besten dieÄsvecke der Herausgeber; vielleicht wäre es jedoch 
besser gewesen, sie der eigentlichen Beschreibung, zu der 
sie bedingungsweise mit gehören, gleich beizudrucken. Als 
wirklichen Mangel haben wir an dem Ganzen nur das Fehlen 
d^r Register, ein nolhwendiges Ingredienz aller biblio^raipbi- 
^heti Arbeiten, zu bezeichnen, und zwar eines fiegisters so- 
ihl nach den Verfassern als auch nach den Liederanffingen. 



ANg0ineiiiei(. 99&. 

Wir hoffen, nttese absammen mit Bpäierfen Naohtrigen zu 
erhalten-. 

Dieser kof mo Charakterntik der Waekeraagef sotten treft- 
' licbeii Bibliographie bab«n wir nur noch zw€i Wünscbe hfii- 
zusufügen^ und twar zunächst FQr den Verfasser den von ihm 
selbst als dringeiid bezeichneten, dass nämlich sein Moch 
nicli« nur gelobt, sondern auch gekauft werden möge^ Hlid 
dann für die Sache selbst, dass noch recht viele fthnliolie 
Arbeiter wre Wackernagel dem Felde der Bibliographie dar 
deutschen Natiönallitteratur ihre Thaligkeit zuwenden mdgen. 



[784.} Serapeum hrsg. von Naumann. Fortsetzung von 

Nt. 655. 
Enthält: 

Hauptbl. Nr. 15. p. 225— 37 u. Nr. 16. p. 241 — 55. Fort- 
setzung von: lieber das Speculum humanae saivationis, 
von Dr. Ludwig Friedrich Hesse, Furstl. Schwarzb. Ru*i 
dolst. Holrath, geh. Archivar und Bibliothekar. 

Nr. 15. p. 287 — 39. Hildebert von Tours; von Archivar 
Herschel in Dresden. — Betr. einen früher dem M^se- 
burger Domstift, jetzt der Dresdner König). Bibliothek ge- 
hörigen Perg. Codex, der zwisclien grösseren Werken eine 
Sammlung von 9 verschiedenen tlieils nachweislich, theils 
wahrscheinlich vom Erzbischof Hildebert verfassteh Ge- 
dichlen enthält. 

Nr. 15. p. 240. Kloster Sittichenbach ; von Demselben. — 
Betr. einen vormals in Lauhn's Besitze, jetzt ebenfalls in 
der Dresdner Bibl. befindlichen Pap. Codex u. zwei dariA 
enthaltene auf das Kloster bezügliche Urkunden. 

Nr. 16. p. 256. Bibliothekchronik und Mtsoelianeen. 

Intelligenzbl. Nr. 15. p. 113 — 17 u. Nr. 16. p. 121—25. 
Fortsetsung des Auszuges aus dem Jahresberichte der Kai« 
serlichen Oeffentlichen Bibliothek zu St. Petersburg lor 
1S54, von Baron von KorlT. 

Nr. 15. p. 118— 20 u. Nr. 16. p. 125— 28. Bibliogr. Anzeigen- 
[ISS.] »aiBlin du Bibli(yphUe publ. par Tedkener. Dou- 

zieme Serie. Fortsetzung von Nr. 657. 
Juin enthält: 

p. 211-^21. Oe Finfloence du Lan^age Poitevin sur le style 
de Rabelais, par Faustin Poey d'Avant. 

p. 222^— SB. Uri'e BilUiotheqoe de livres ikitrouvables , publ. 
par Eusebe Castaigne. — Ein Verzeiohniss fiagtrter flu- 
chertttel von blinden Bucberrücken, womit der berühmte 
Ttirgot, zur Zeit als er Intendant au Limeges war, ü^ 



384 Allgemeines. 

Fällung einer Geheimtbäre seines Ärbeitszinimers fiber- 
kleidet hatte. Diese Füllung sammt den Böcberrucken be- 
findet sich gegenwärtig in der Geschäftsbibliothek der Prä- 
fectur zu Limoges, aus welcher Maur. Ardant, Archivar voo 
Haute- Vienne, eine Abschrift jener Büchertitel dem Herausg. 
mitgetheilt hat. Nach der Ansicht desselben enthalten die 
Bucbertitel satyrische Anspielungen, deren Sinn jedoch zu 
entziffern nicht überall möglich gewesen ist. 

p. 228 — 37. Analecta - Biblion. — Sur: Posthii Germershe- 
mii parerga poetica, Wirceb. 1580; par Ap. Briquet — 
Sur: Histoire de Flers, ses seigneurs, son industrie, par 
le Comte H. de la Ferri^re, Par. 1855; par le Baron Jer. 
Pichen. 

p. 237 — 39. Le Cabinet historique. Office - Correspondance 
et BeTue trimestrielle. — Dieses doppelte von Louis Paris 
ins Leben gerufene Unternehmen hat den Zweck, die Ar- 
beiten der Gelehrten in der Provinz durch Materialien aus 
den reichen Wissenschaft!. Depots von Paris zu unter- 

. stützen. 

p. 239 -- 40. Varietes. Ediiions imprimees par Pierre Didot. 
Vgl. oben Nr. 273. 

p. 241 — 56. Catalogue de livres rares et curieux dq litte- 
rature, d'histoire, etc., qui se trouvent eA vente ä la li- 
brairie de J.Techener. 

Bibliographie. 

[786.] *LeUere hibliografiche ^ c<m hrevi noie di Viio Ca' 
piatbi, da A. M. d'Ecu Messine. IS&l. 8. Fr. 6 Fr. 50 e. 

[787.] ^Geschichte der Buchdruckerkunst in ihrer Entste- 
hung und Ausbildung von Dr, Constantin Kart Falkenslein, 
KönigU Sachs, Hofralhe und Oberbibliothekar etc. Ein Denk- 
mal zur vierten Säcular ^ Feier der Erfindung der Typographie. 
Mit einer reichen Sammlung in Holz und Metall geschnittener 
Facsimiles der seltensten Ho Iz tafeldrucke ^ Nachbüdungen von 
Typen aller berühmter Officinen und Proben von Kunstdrucken 
nach den neuesten Erfindungen unserer Zeit, Zweite unverän- 
derte Ausgabe, Leipzig, Teubner, 4. Erseheint in 12 Lief, 
ä 6 Ngr. 

WohlfeilereA usgabe des bekanntlich 1840 erschienenen 
Werkes. 

[788.] *Printing: üs Antecedenls, Origin, History, and 
Results. By Adam Stark. London^ Longman hf Co. (S. oben 
Nr. 271.) 

Entb., wie das *Atbenaeum 30 Jun. Nr. 1444. p, 761. 
tadelnd bemerkt, vieles Fremdartige. — 5. — 

[789.] *LImprimerie en Chine au Vie sücU de notreire] 
9ar Stanislas Julien, membre de f Institut. {EsHrait.du Jo/fw- 



BibKographie. 26S 

nal gin^ral de Vinstrvction pvhlique et des euUe$.) Paris, impr. 
de Dupont. 8. Vt Ä- 

Ist aus einer grösseren in den Comptes rendus delFAca- 
demie des sciences 1847 abgedruckten Arbeit entnommen. 

[790.] *Z>a» Preu98ische Zeilungs -Stempel- Sleuet' Gesetz 
vom 2. Juni 1S52 mit seinen sämmtlichen ergänzenden und er- 
läuternden amtlichen Bettimmungen und angehängten alpkabeti' 
sehen Verzeichniss der ausländischen Zeitungen und Zeitschrif- 
ten mit Angabe der Preise und jahrlichen Steuersätze. Fikr 
Steuerbehörden, Steuerbeamte und Buchhändler aus amtlichen 
Quellen herausgegeben von Hob, Rhens, Haupt- Steuer - Amts • 
Assütent. Halle, Bemer. Lex. 8. VH, 92 5. Pr. n. U Ngr. 

Vgl. hierüber Börsenbl. f. d. Deutsch. Buchh. Nr. 116. 
p.1579. 

[791.] Statistik der vom Jaftuar — Juni 1955 im deut' 
sehen Buchhandel erschienenen Schriften auf Grund des Hin" 
richs*schen CcUaloges. S. Börsenbl, /*• d. Deutsch, Buehhand. Nr, 
115. p. 15«3-^65. 

Die Zahl der im Laufe der bezeichneten 6 Monate, an 
260 verschiedenen Orten erschienenen Bücher beträgt 3873. 

[792.] ^Bibliographie catholique, revue critique des ouvra- 
ges de religion, de philosophie^ d*hisloire, de litldrature, d^edm- 
caiion , elc, , destinee aux eccUsiastiques , aux pires et aux inn- 
res de famille, aux chefs d^institution et de pension des 
deux sexes, aux bibliotheques paroissiales , aux cabinets de 
lecture chretiens et ä toutes les personnes qui veulent connaitre 
les bons livres et s'oceuper de leur propagation; publiie par 
Vabbe Duplessy j chanoine honoraire [avec le concours de MM» 
J, Chantrel, H. Denain, Am, Gabourd, Janvier, F, Lagrange, 
J. Marchai, U. Maynard, C. T^illiS, A, Rispail, J. Vemiolles 
et autres], XlVe annee. [JuiUet 1854 — Juin 1855.] Paris^ 
au bureau de la Bibliographie catholique, 8. Monatlich eine 
Nummer. Pr. 10 Fr. 

[793.] *Dr. Martin Luthers Bibelübersetzung nach der 
letzten Original- Ausgabe kritisch bearbeitet von Dr. Heinrich 
Ernst Bindseil und Dr. Hermann Agathon Niemeyer. Halle, 
Cansteinsche Bibel -Anstalt. 1854. 8. p. IV — XLiL 

Enth. eine mit grosser bibliograph. Genauigkeit von 
Bindseil gearbeitete Uebersicht der mit der Orig.- Ausgabe 
der ganzen Bibel von 1545 verglichenen anderen Original - 
Ausgaben biblischer u. anderer Schriften (Betbücher, Kate- 
chismen, Postillen, Predigten, Sermonen), von denen der 
Herausg. eine grössere in der Berliner Königl. Bibl., der 
Marienbibl. u. der Bibl. des Waisenhauses zu Halle, der Ham- 
burger Stadtbibl. , der Stuttgarter, Wernigeroder u. Wolfen- 
buttler Bibliothek befindliche Anzahl nach eigener Ansicht 
sorgfältig beschrieben hat« Daran schliesst sich p. XLIIl-r- 



38* Bi{>lj(qyafbif.; • 

Xl^VUI 9^b ped^ da» yeriwchniss der . benntzien Ausgaben 
des griech. Urtextes u. der alten latein. Ueberselzungen« 

-^ 5, — 

[794*] ^»Colemiion de fuero» y cßrUtfi-pueUas de £spaia, 
pnr la r^ai Academia de la Bisloria. CalMogo. Madrid ^ real 
Äeademia de la HUtoria. 1852. 4. VW, 319 5. Pr. 16 rs. 

[19&w] *Slaa,lsutmen9chafUiolie Bücherschau* S, Jl^eiUchrifl 
ßr die gasammle SUuUstBissemchaft^ Jahrg. XL HfL 2. TMn- 
§en, La»pp, 8w j>.33H— 58, (Vgl. oben Nr. 391.) 

[80O»] *KibliQlheca hisUmico - nahtralis phyMico-^ chemica 
el mtiUtemaika oder sy$ievkiUis.cii geordnete UebersicM der in 
B^^sthland und dem At^lande a%if dem Qahiele d^ gerammten 
^ NklrJdrwiifensehaft^ Mnd der Malhevifßlik r^en ^fsfhip^enen Bü- 
cher herausgegeben von Ernst A, Zuchold. Jahrg. F. 1. Beß. 
Jnnuan his^ Juni. GSltingen , Vande;nhoeck -jf - Rv^^^h^. 8. 
86 & eitel: TU. l\. «. 6 Ngr. (Vgl. oben Nr. 16^3.) 

Zu d^n Tcigelmäseig wiederkehrenden, von mir selirgern 
gesehenen Erscheinungen auf dem Felde der Bibliographie 
f^hören hdiiptsaohJioh mit die VandeHhoeck-Rupr^ch tischen 
Facfakataloge u. unte^r diesen besonders die Z.'sche Qiblioth. 
bkU- naturalis, die man bei dem unablässigen Eifer 'i|. der 
Sorgfalt, welche der Herausg. auf diese Arbeit unverkennbar 
verwendet, wirklieb lieb gewinnen muss. In den mir zu- 
gdnglichen Kreisen habe ich daher auch nie ander« al^ mit 
grosser Anerkennung von dem Schriftchen spcecbeii h6r£a. 

5. Börsenbl. f. d. DenUch. ßuchhand. Nr. 117. p^ 1^96. 

[797.] ^Biographie norntande. NoUce suf le Qhevalier de 
(Uiäu et Bibliographie du caf4\ par Louis Dubois, mefi^bre de 
plwieurs Academies de Paris, elc. {Exlrait dß$ l^emoires de 
fAcademie des Sciences , arls et%eHes-leiires de Caen.) Caen, 
Le Gort'CUrisse. S. M S, 

Die 35 Nrr. starke Bibliographie dient zur Ergäozupg der 
von Dr. Chaumeton im Dicdonnaire des ^ci^nce^ ipedicales 
bereits gegebenen ähnlichen Notizen;, u. ist. einem ton(i Her- 
ausgeb. bearbeiteten grösseren Werke, Encyclopedie des ama* 
tears du eafe, welches er zu v^rdiTe/itlichen gedenkt, vor- 
läufig entnommen.. 

M [798.] ^Repejforium der Technisohen Literatur . 4f0 ^Fahre 
18^3 bis ßinsohl. iSiS umfassend etc. von Ih. Schubar^k» Lief. 

6. (Optih — Seidertbau.) Berlin, Decket. Xeo?. 8: 5. 041 — 800. 
Pr. ä \ Thlr. (Vgl. oben Nr. 583.) . 

[799.] Jahrbuch für den Berg- tind Hültöntiar»«- Eine 
Uebersicht ' der FoMsQhrifle de$ ge&ammten Berg ^ und Bütien^ 
fötBens sammt seiner Li.tßrMur von Anfav^ 1853 biß Jiilte. 1854. 
^i statistischen und Penonai^-NaekrichteU, Tabellen ete^. iV^ 

ihrg, [A%M dem Kalender f, den Bergr v. BütPinmann IV. 

\hf$. abgisdtucku^ Leipzig» : JSgamr^ . 16. 1 84t & Bf*, ^i M iV^» 



IBiiiliograpWfe- 289 

\Sfkl] Pie ^llu'tig und der Sllz des üeiters, tüfi 'Vei- 
trag zur Geschirhle der Reükiinsl. Mit Benutzung von ,,Muss6l 
Corrhnintaites sur V i(\uitatioh!'^ hmrheüet von Carl ßräfe , Ed- 
niglich Preüssischetn Arlillerie - Ofßcier. Mit 22 Tafeln. Wd- 
mar, Voigt. 8. >. 341— 76. 

EnthäU im AhbangiB in den Notizen über die bentilzten 
Wet^ke eine recht brauchbarö ßibJiographie n. krit. Analysfe 
der wirbligeren Scbriften über die Reitkunst. 

[801.] * Württemöergische lileratur vom Jähre 185S. 
Vom Oberdludienrath t\ Stalin. S. Württembergisdhe fahrhb. f. 
Vaterland. 'Geschichte, Geographie, Statistik ü, Tomographie, 
Jahrg.' 1853. Hfl. 2. Stuitgart. 8. (Vgl. Anz. J. 1854. Nr. 
296.) 

■[8'Ö2.*1 *kni\Jöurf einer allgemeinen Geschichte und tiVe- 
ratur der Stenographie. Terfasst von Dr. Franz Julius Anderes, 
ToHteher des stenographischen Bureau's der preussisöhen Ersten 
Kamfner is.D.'Cö'eslin, ßendess. S. VTII, 136 S. Pr.22%Ngr. 

Den von Ellison vqn Nrdleff 848 öffentlich ausgesproche- 
nen 'Wltnsch, da^s sich i Jemand finden möge, der durch eine 
verlässliche Aüf^älilun^ sämmtlicher bis jetzt in Deutschlatid 
ferschletifener Werke über Stenographie sich den Dank der 
Kbtid^raphen ü. Liltferarhistorrker verdienen wolle, hat dfer 
Verf. dös v'orl! recht wacker u. fleissig gearbeiteten Schrift- 
chertö in sehr umfassender Weise u. selbst mit Rücksichts- 
nahttife auf die ausöerdeutsche Litteratur zu erfüllen gesucht. 
Er ist dazu auch nicht blos durch eine ausgebreitete Litlie- 
raturkenntniss, sondern vorzuglich auch durch sein verstän- 
diges ^Urtheil hinreichend befähigt gewesen, wesshalb sich 
seine Arbeit als gut u. sehr brauchbar mit Recht empfehlen 
lässt. ' Nicht minder ist die äussere Ausstattung des Schrift- 
chehs eine recht empfehlenswerlhe. 

[803.] Die Tonwerke 'des XVI. und XVIL Jährftünder^ts 
oder ' systematisch -chronologische Zusammenstellung der in die- 
sen' zwei Jahrhunderten 'gedruckten Musikalien von C. F. Becker ^ 
Ehrenn^itgliäd der Gesellschaft der Musikfreunde der fc. k, 
^österreichischen Staaten zu Wien,' etc. Zweite, mit einem An- 
hange verrhehrte' Ausgahe. Leipzig, Fleischer. 4. XIV 'S. w. 
^60 Spalt. Pr. 2Thlr. (Vgl. ^tlz. J. 1847. Nr. 502.) 

Wiewohl difeses Vöh Sachkennern mit grossem 'Beifalle 
aufgenömoiefne Werk die gerechtesten 'Ansprüche auf allge- 
nieineTheiltiähme von Seiten des Publikums gebäht hätte, So 
ist 'gleich wohl diese TheilnaKme, wie der Verf. selbst ge- 
stdlit, für die ^rste im J. 1847 erschienene Auflage eine 
sehr massige, fm Gaiizen unbedeutende geblieben. D'en 
Grühd davon glaubt der Verf. in den damaligen Zeltverhält- 
. hissen suchen zii tfiüsisen, die für ein Buch von so spezifel- 
I^m 'Iiihälte tär die 'Kütisigescbichie \sie d^s «einige wdhl 



288 Bibliographie. 

kaoiD uogünstiger häUen sein köonen. Er meint daher auch, 
dass jetzt, nachdem die Ruhe wieder hergestellt sei, dieLei- 
denschaflen sich abgeliöhlt haben, ii. Viele mit neuer Liebe 
u. warmem Interesse der Kunstgeschichte sich wieder zu- 
wenden, der geeignete Zeitpunkt gekommen sei, um das 
Werk seine Wanderung auf den litterarischen Markt noch 
einmal antreten zu lassen. Im Ganzen ist das Werk in der 
vorl. zweiten Auflage das nämliche wie in der ersten geblie- 
ben, man hat nur die Gelegenheit benutzt, in einem An- 
hange das chronologisch geordnete Yerzeichniss der sämmt- 
lichen von Rimbault in seiner ßibliotheca Madrigaliana (s. 
Anz. J. 1847. Nr. 501) sorgfältig aufgezeichneten Tonwerke, 
welche in England u/iter der Regierung der Elisabeth u. des 
Königs Jacob gedruckt worden, und bis jetzt in Deutschland 
theils noch gar nicht, theils nur mangelhaft bekannt gewe- 
sen sind , hinzuzufügen. Es ist aufrichtig zu wünschen, dass 
das Buch in der neuen Auflage die wohlverdiente Theilnahme 
bei dem Publikum finden möge. 

[804.] * Schiller - Bibliothek. [ Von Hermann Härtung.] 
Leipzig, Härtung. 8. Vlll, 40 S. Pr. «.15 Ngr. 
^ Dieser zunächst zum eigenen Gebrauche des Herausg/s 
angelegte Katalog, welcher eine Zusammenstellung und ge- 
naue Beschreibung sämmtlicher Ausgaben der Werke Scbil- 
ler*s mit besond. Rücksicht auf die seltenen ersten u. älteren 
Ausgaben, nebst Yerzeichniss von dessen gedruckten Briefen 
u. der Xenienlitteratur, enthalten soll, scheint die im Anz. 
J. 1854. Nr. 775 angekündigte Schillerbibliographie von P. 
Trömel, zum Theile wenigstens, überflüssig zu machen. 
Allein, so wenig ich auch dem Verdienste des Herausg/s zo 
nahe zu treten die Absicht habe, ebenso sehr muss ich aber 
auch davor warnen , sich durch dea Schein nicht täuschen zu 
lassen, da im Gegentheile die Trömel'scbe ihrem Abschlüsse 
sehr nahe Arbeit nach meiner innigsten Ueberzeugung u. nach 
Dem, was ich von der Arbeit u. ihrem Verfasser kenne, den 
vorl. Katalog wohl weit hinter sich zurücklassen wird. Das 
schon längst gefühlte Bedürfniss nach einer tüchtigen Schil- 
lerbibliographie, die als die Grundlage für Utterargeschicfat- 
liche u. kritische Studien der Werke unseres grossen Dich- 
ters dienen könnte — ein Bedürfniss, welches durch die 
vorl. Hartung'sche Arbeit erst recht fühlbar gemacht worden 
ist, u. keineswegs seine Befriedigung gefunden hat — wird 
diese erst in dem Trömerschen Werke finden. Das Hartung'- 
sche Büchelchen ist meines Dafürhaltens für litterarfaistorische 
u. kritische Zwecke nicht blos in der ganzenTAnlage verfehlt, 
sondern entspricht auch nicht den Anforderungen, welche 
von Seiten der Bibliographie hinsichtlich der Vollständigkeit 
u. Genauigkeit der Angaben gestellt werden müssen. Ich 



Baohhäadler- u. antiquar. Kataloga 289 

bedauere es aufrichtig, sagen zu müssen, dass der unver- 
kennbar gute Wille u. Eifer H.'s nicht hinreichend gewesen 
sind, die Aufgabe einer guten Schillerbibliographie zu lösen. 

BarhhftBdler - n. antiiiaAr. Kataloge« 

[805.] ^Annuaire de Vlmprimerie, de la Presse ei de la 
Librairie, pour 1865 — 56. 3e annee. Juillel 1S55. Redigd^ 
editi ei execulS par V* Eugene Gaulhier, typograpke» Parü^ 
Dentu. 8. IIV2 B. Pr, 2 Fr. 50 c. 

[806.] Catalog von im Preise ermiUsigten Büchern geord- 
net nach den Wüsenschaften und deren Zweigen, Nebsl Angabe 
der Bezugsquellen y Ladenpreise und anderen Nachweisungen. 
Liegnitz , Muhlmey. 8. 24 B. (///, 384 S. excl. 2 Bl. TU. u. 
Yortcort. Pr, n. 3 Thlr. 6 Ngr. pro Bog. 1 — 48. 

Ebenso bequem wie es für den Leser ist, im vorl. Buche 
die in den Mertens'schen (s. Anz. J. 1851. Nr. 1310) und 
Voss*schen Katalogen (s. das. J. 1854. Nr. 843) zerstreuten 
Notizen über die im Preise ermässigten Bücher vereinigt zu fin* 
den , ebenso bequem mag es für den neuen Herausgeber ge- 
wesen sein, aus den eben genannten Büchern mit Hinzu- 
fügung des seit dem Erscheinen derselben neu angesammelten 
Materiales ein neues zusammenzustellen. Ich kann desshalb 
auch, in Betracht des letzteren Umstandes, kaum glauben, 
dass dem Herausg. wegen seiner Arbeit ein besonders gros- 
ses Verdienst beizumessen sei, ebenso wie ich auch gar sehr 
bezweifeln möchte, ob man es bei der Herausgabe auf Ab- 
hilfe eines dringend gewordenen Bedürfnisses oder nicht viel- 
mehr auf Cöncurrenzmacherei abgesehen habe. Meines Er- 
achtens kann das Bedürfniss unmöglich so gross sein, dass 
es sich für Jemanden, der bereits im Besitze der Mertens*- 
schen und Voss*schen Kataloge ist, der Mühe verlohnen sollte, 
für die Zusammenstellung der Notizen noch extra 3 Thir. 6 
Ngr. auszugeben. Doch mag die Entscheidung hierüber dem 
kaufenden Publikum anheimgegeben bleiben. Was sonst die 
Bearbeitung des Buches anlangt, so scheint man sich dersel- 
ben mit Eifer unterzogen zu haben: nur dürfte bei einem 
derartigen Buche, wo es weniger auf eine wissenschaftliche 
Uebersicht ankommt, die durcbgehends alphabetische Ordnung 
der Büchertitel passender gewesen sein, als die Eintheilung 
des Materiales in einzelne wissenschaftliche Gruppen, bei 
welcher es ohnehin, da kurze Titelnotizen nie dazu einen 
sicheren Anhaltepunkt geben können, gewiss nicht ohne Irrun- 
gen und Fehler abgegangen sein wird. 

sfc 

Unter den im Nachfolgenden verzeichneten antiquarischen 
Katalogen, von denen der bei weitem grössere Theil sehr 
untergeordneter Art ist« verdienen blos die Verzeichnisse von 



292 Bibliothekenkunde. 

Sammlungen der beiden litteräriscben Gesellscbaften der Stu- 
denten, aus etwa 6000 Bden besteht, ist neuerdings mit 
c. 500, Geschenken Deutscher Buchhändler, bereichert yfot- 
den. S. Börsenbl. t. d. Deutsch, fiucbh. Nr. 117. p. 1595 
— 96. 

[827.] *Die Bibliotheken und andern wütensehaftlichtn, 
Kunst' und AUerthumssammlungen in Mähren und österreichiick- 
Schlesien, Von Christian d*Elverl , k, k, Pinanzralhe, 5. Schrif- 
ten der historisch' statistischen Section der k. k. mährisch- 
sehlesischen Gesellschaft des Ackerbaues, der Natur - u. Landes- 
kunde. HfLlIL Brunn, gr.S, p. 70— 132. Vgl. Notizenblalt 
Beilage z. Arcb. f. Kunde Österreich. Geschichtsq. No. 20. p. 
463—69. 

Meist Auszug aus der im mährisch - ständischen Archive 
zu Brunn befindlichen Handschrift Cerroni's: Versuch einer 
Beschreibung vorzöglicherer Bibliotheken älterer und neuerer 
Zeit in Mähren 1802—1809 in 4 Quartbden, 1220 BD. 

[828.] Zeitschrift der Deutschen morgenländischen Gesell- 
schaft. Bd. IX. Rft. 4. Enth. p. 680— S5: Verzeichniss der hit 
zum 21. August 1855 für die Bibliothek der D. M. Gesellschafi 
(in Balle) eingegangenen Schriften u, 5. tr. (Vgl. oben Nr. 607.) 

Enth. 10 Fortsetzungen, Nr. 1544 — 1617 andere Weri^e 
u. Nr. 217— 21 Handschriften, Münzen, etc. 

[829.] Abhandlungen der Königlichen Böhmischen Gesell- 
schaft der Wissenschaften. V. Folge. 8. Bd. Von den J. 1852— 
54. Prag. 1854. 4. Enth. im gescbichtl. Theile p. 82—87 
das Verzeichniss der fdr die Gesellschaftsbibliotbek eingegan- 
genen Druckschriften. 

[830.] Böhmische Adelssitze als Centralpunkle volksvnrth- 
schaftlicher und humanitärer Bestrebungen. Hfl. I. : Schloss 
Tetschen. Von Franz Klulschak. Prag, Credner if Kleinbub. 8. 
Betr. p. 23— 24 die Gräfl. Thun'sche Bibliothek im Schlosse 
Tetschen. 

[S31-] {Notizie sulla civica Biblioteca tolte dal raggu- 
aglio annuo del Bibliotecario Giuseppe de Lugnani.) Triesle, 
tip. Governiale. 18 Maggio. 4. 2 Bl. Vgl. * Athen. 16 Jan. 
Nr. 1442. p. 707. 

Das Weitere hierüber im nächstfolgenden Hefte. 

[832.] *Des Cercles et SociäSs d'Ouvriers, et des Biblio- 
ihiques d leur usage. Rapport prisentd au Comitd de la Revt- 
fi}on internationale de charitd, par M. le Duc d*üzh. (Extraü 
^es Annales de la chariti.) Paris, Leclhe. 8. 2 B. 

[833.] Bibliotheque Imperiale. . Dipariemeni des Imprmes. 
Cddalogue de VHistoire de France. Tom. IL Publii par ordre de 
tEmpereur. Paris y Didot. gr. 4, 780 S. excl. 3 Bll. Tit. u, 
ßruckfehlmerzeifihn. Pr, n. 9TMr.,U Ngr. (S, oben Nr. 209.) 



fiiblbthekeiikiinih. 293 

Der Torl. Band entb. 14,454 Nrr., überdies 1340 neue 
Aasgaben u. 4478 andere Citate, mithin im Ganzen 20,272 
rerscbiedene Notizen. Der dritte schon unter der Presse be- 
findJiehe Band wird die politische Geschichte bis zum i. 
1855 umfassen. Ausser dem französisch -geschichtlichen Ka- 
talog hat man auch den medicinischen bereits in Arbeit ge- 
nommen. 

[834.] *Bibliothtque du Louvre prise de la place du Pa^ 
lais- Royal, 4plan€he8 par H, Clerget, Paris, Desmaisons - Ca- 
hasson. Lilhogr, 

[835.] ^Calalogue de la Bibliolhique du Barreau de 
Ronen, Ronen ^ impr. de Brihe» 8. 2 jB. 

[836.] * Guide püioresqne du voyageur dam Tarascon^ 
conlenant une ISolice hisloriqne sur la ville^ la description de 
ses monumenls^ mus^e, hibliothdque, jardin bolanique, etablisse- 
menU divers^ promenadesy elc; iuivi de renseignemenls sur les 
environs, lels qne Saint- G abriel , Notre-^Dame-du-Chdleau^ Lau- 
rade, Frigolet, etc.; par Charles Turriez. Tarascon , impr, de 
Serf. 8. 3V2 B, 

[837.] *Curiosities of London, exhibiting ihe moste rare 
and remarhable objects of interesl in Ihe Metropolis , past and 
present: With nearly fifly years personal recollections, By John 
Timbs, London pubL for Ihe anlhor. Enth. unter Anderen 
einen besond. Abschnitt mit dem Titel: Libraries and Book 
Rarilies. — 5. — 

[838.] Der Katalog der gedruckten Bücher des Briti- 
schen Museums in London (Catalogus Librorum impressorum 
qui in Museo Britannico asservantur. Vol. 1 — VII. Londini 
1813 — 19. gr. 8.) hat in einem sehr interessanten Verzeich- 
nisse von etwa 20,000 Pamphlets der Konigl. Bibliothek, 
welches vor der Hand freilich nur handschriftlich in dem 
Lesesaale zur Benutzung bereit liegt, einen Znwachs zu er- 
warten. Diese Pamphlets, die unter der Begierung u. zur 
Zeit Karl's L u. IL, Jacob's IL und der drei George erschie- 
nen sind, betreifen hauptsächlich Handel, Finanzen, Verwal- 
tung u. Politik überhaupt, u. beziehen sich auf die Spanische 
Herrschaft in den Niederlanden. S. ^Athen. 20 Jan. Nr. 1421. 
p. 83. — 5. — 

[839.] Die Marylebone Free Library, die (wie schon 
oben Nr. 658 erwähnt) im letztvergangenen Jahre von nicht 
weniger als 33,466 Personen besucht gewesen ist, besitzt 
nach dem ebenfalls schon angeführten Berichte 34,517 Bücher, 
von denen mithin der bei weitem grössere Theil im Gebrauche 
der Besucher sich befunden haben muss. S. *Athen. 3 Febr. 
Nr. 1423. p. 148. _ 5. _ 

21* 



B9C IVmäliblhillMkettt. 

PrivatbibllottaelKeii. 

[940«] VePKeiehnüs der von den Herren Apothektr Gil- 
genherg in £up«n, Prof. Ihr. A.O.Schweilger, Pmf. Dr. J. En- 
nimoser in Miknehen, Dr. Ph. Wetsel, Med. Dr. Mämig und 
Andern nachgelassenen Bmiolheksn besonders üusgexeitkmel in 
allen Fächern der Nalunvissenschafl sowie einer AnzialU Ihn- 
hMton der EgL üniversUäls^ Bibliothek in Donntoelche den 5. 
Nonember bei Ma(h. Lempertz in Bonn öffenüich verslei§eri wer- 
den. 8. 220 S. excl. TU. 6667 Nrr. Pr. 2*4 Ngr. 

Obwohl der voii Katalog allerdings vonsngsweise imDa- 
turwissenschafti, Fache u. .spesiell ia der AbibeUung d«f 
Floren von besonderm Reichlbunie ist, so bietet er doch 
auch von werlhvollen Bücberu aus anderen Wissenscbaften so 
Vieles, dass er gern der Beachtung des wissenscba^ftL Publi- 
kums überhaupt empfohlen werden darf. 

[S4I.] Verxeiehniss der von Ferdinand ihling in Leip- 
zig und Bofraih Dr. JoK. Fet. Eehetmann in Weimar nachge- 
lassenen Bibliotheken^ Kunst- ti. Aulographen-Soimmlungen^ be- 
sonders ausgezeichnet in deutscher Literatur und Gesehichlt 
welche von dem 15. October an durch H. Härtung in Leipiig 
öffentlich versteigert werden. 8. 229 S. excL Tit. 60.63 Nrr. 
(Ueber die Ihling sehe Bibliothek s. oben Nr. 226 u. 450.) 

Der vorl. Katalog, der wegen seines Reichthums in ver- 
schied. Fächern , z. B. im Fache der Geschichte ( worunter 
namentlich auf eine sehr interessante, fast vollständige 
Sammlung von auf die Franz. Februarrevolution bezüglichen 
u. durch sie hervorgerufenen Franz. Schriften, Flugblättern, 
Carricaturen , Portraits etc. in 33 Bdn. 17 Broch. u. Hefleu 
u^ einer Partie einzelner Blätter aufmerksam zu machen ist), 
die allgemeine Beachtung verdient, enthält insbesondere im 
Fache der Deutschen Litteratur einen wahren Schatz der 
werthvollsten Materialien. Vorzuglich werden die in gegen- 
wärtiger Zeit so zahlreichen Sammler über Göthe ik Schiller 
bei der Durchsicht des vorl. Kataioges, in welchem gerade 
die Göthe- u. Schillerlitteratur nicht blos sehr atatk, son- 
clern auch in einzelnen Theilen wahrhaft ausgezeichnet ver- 
treten ist, volle Befriedigung finden. 

[842.] Verzeichniss der nachgelassenen Bibliotheken der 
Uerren Lyceal - Rektor F. J, Schiml, Prof. d. Theol. uni 
Sliftsdechßnt J. Brandmayer in Regensburg nebst ca. 1000 
Bänden, einer ehemaligen Kloster- Bibliothek , welche am 5. No- 
^mber von der Montag* und Weiss* sehen Buchhandlung in Re- 
gensburg versteigert werden. 8. 65 5. excl. Tit. 4530 Nrr. 

Grö^stentheils tbeoL u. überwiegend katb^lpscben lobaU»^ 



Nacbvpisa AN* RooeiHOPP^Q etc« ^. 

[842.] Mn^liwelfc über Beeonil^peii et«» wn 
BeHwütem, welthe im AnaQeiipisr.erwKliat w^ir4eii 

Bulletin du Biblioph. Beige, s. *ffamb. Lit. u« Kril. Bll. 
1965. Nr. 60. 

Archiv f. MichDende Rflnste etc. von Naumaiin, 8. Lit. Gen- 
tralbl. 1865. Nr. 29. p. 466—07. 

Hammer -Purgstali's Lileraturgesehiehte d. Araber, s. Augsb. 
alIg.Ztg.l8»5. Nr.214. p. 3417—18 u. Nr. 215. p.3433— 35. 

HeoneberCs Bulletin d. Soci^t^s sav. et litt, de Belgique, s. 
Staats- u. Gelehrt. Ztg. d. Hamb. nnparth. Correspond. 1BS6.' 
Nr. 159. 

Hofl'mann^s Presse piriod. fran^. & Hambourg^ s. ^Harnb. 
Nachrichten 1855. Nr. 160. 

HoitzmannN Kampf um d. Niehelunge Hort, s. ^Europa 
1855. Ni:. 27. 

Lechi della Tipografia Bresciana, s. Archiv, stör. Ilaliano 
N. S. Tom.!, p. 250— 51. 

MohPs Geschichte u. Literatur d. Staats Wissenschaft, s. 
♦Deutsch, allg. Ztg. 1S55. Nr. 149. 

Oettinger's Bibliographie biographiq. univers. , s. Leipz.' 
Repert. 1855 Bd. 11. Hft. 4. p. 193— 96. 

Poltoratzky's Derjavine Hymne „Dieu", s. Hamb. Lit. u. 
Krit. Bll. 1855. Nr. 53. p. 413—16. 

Repertorium juriÄ Hannuverani, s. * Jahrb. d. deutsch. 
Rechtswiss. 1855, 3. 

Schubert*s Methodologie d. diplomat. Kritik, s. Leipz. Be- 
perl. 1865. Bd, in. Hft. 2. p. 78—79. Heidelt. Jahrb. d. Lit. 
1955. Nr. 35. p. 546-^47. 

Sohncke's Bibliotheca mathematica, s. Heidelb. Jahrb. d. 
til. 1855. Nr. 30. p. 480. *Miht. Lit. Ztg. 1855. Nr. 4. 

VogeVs Batherius v. Verona, s. *Kathül. Lit. Ztg. 1855. 
Nr. 24. 

WackernagePs Bibliographie d. deutsch. Kirchenliedes, s. 
^Zimmermann's tbeol. Lit. ßl. 1855. Nr. 95. 

Wefler's Lieder des 30j9hrigen Krieges, s, MenzePs Lit. Bl. 
1855. Nr. 55. p. 219—20. Lit. Centralbl. 1855. Nr. 28. p. 
451—62. ♦Deutsch. AthenSum 1856. Nr. 30. Leipz. Repert. 
1855. Bd. HI. Hft. 4. p. 186— S7. 

Wurzbach's LiUratur d. Oesterreich. Kaiserstaates , s. Neud 
Preuss. Ztg. 1865. Nr. 181. 

Der deutsche Buchhandel 1815—53, s. *Abend Ztg. 1855. 
Nr. 26. Börsenbl. f. d. Deutsch. Buchb. 1855. Nr. 112. p. 1524. 

Leqopertz' Bildc^rhefle z. Geschichte des Buchbandeljs, s. 
Lit. GentralbL 1855. Nr. 26. p. 421— 22. "Staats - u. GeL 
i% d» Hamb.. im|4r(l). Cor?e$]^ond. ISSSu Nr. 119. 



INachweHfe flbt^r IMcensionen ete. von Schriften, 

R. Weigers Knnstlage^katalög , s. Lit. Centralbl. 1855. Nr. 
29. p. 467. »Archiv f. zeichn. Künsle 1865. Hft. 2. 

Seizinger's Bibliolbekstecbnik , s. Lit. Centralbl. 1855. Nr. 
39. p. 469. Anzeiger f. Kunde d. Deut^ob. Vorzeit N. F. Jabrg. 
III. Nr. 7. p. ISS. *Menzer8 Lit. Bl. 1855. Nr. 69. 

SprengecV Catalogue uf the MSS. of the Libraries of the 
King of Oudh, s. Ztschrift d. Deutsch, morgenländ» Gesellsch. 
Bd. IX, Hfl. 4; p. 8«7— aS- 

Upllmann's Mittbeilungen über die Handschriften - Kataloge 
öffenil. Bibliotheken-, s. Heidelb. Jahrb. d. Lit 1656. Nr. 35. 
p. 560. 

Gengier de codice Erlangensi cui promptuariom juris inest, 
s. LiU Centralbl. 1856. Nr. 36. p. 573—79. 

Anzeiger f. Kunde d. Deutsch. Vorzeit, Organ des German. 
Museums zu Nürnberg, s. Lit. Centralbl. 1855. Nr. 28. p. 445 
— 46. 

Petzholdt's urkundl. Nachrichten z. Geschichte d. Sachs. 
Bibliotheken,' s. Dresdn. Journ. 1855. Nr. 161. p. 729 — 30. 
Wissensch. Beil. z. Leipz. Ztg. 1855. Nr. 51. p. 272. 

Dessen Catalogi Bibliothecae secundi generis Principal. Dres- 
dens. Specimen^ s. Sächss. Constitut. Ztg. 1855. Nr. 209. p. 
833 — 34. 

Verzi^ichniss d. Schiller Bibliothek zu Leipzig, s. Leipz. 
Report. 1855. Bd. III. Hft. 1. p. 11. 

Wattenbach's Iter Austriacum, s. Lit. Centralbl. 1855. Nr. 
32. p. 509-10. 

Catalogue de la Biblioth^que Imperiale ä Paris, s. ^Athen. 
30 Jun. 1955. Nr. 1444. p. 751—52. 

Adam, drame publ. par Luzarche, s. Lit. Centralbl. 1855. 
Nr. 26. p. 420—21. 

Carmina Hudsailitarum ed. Kosegarten, s. *Gütting. gel. 
Anz. 1855. Nr. 100. 

Carte e cronache per la storia Gehovese illustr. da Olivieri, 
s. Archiv, stör. Ital. N. S. Tom. I. p. 216— 19. 

Clementis Romani Homiliae ed. Drossel, s. *Brit. Quart. 
Review, Jul. 1955. *Zimniermanri's theoL Litbl. 1855. Nr. 71. 

Codex Montfortianus publ. by Dobbin, s. *Athen. 20 Jan. 
1955. Nr. 1421. p.81. 

Friedrich's II. griech. Briefe von Wolff, s. Leipz. Report. 
1856. Bd. in. Hft. 1. p. 38. 

Geheimrath- Minister, vier, übers, von Ayen, s. Blätt. f. lit. 
ünterb. 1856. Nr. 33. p. 609—10. 

Godefridi Viterb. Carmen de geslis Friderici 1. ed. Ficker, 
s. *K'ath. LitZtg. 1865. Nr. 30. 

Heldenbuch hrsg. von v. d. Hagen, s. Lit. Centralbl. 1855. 
Nr. 34. p. 546— 49. 

Hymnen', lat.', des Mittelalters hrsg. von Hone, s. *Zi8chrül 



welche im Anzeiger erwähnt worde^^ sind. .297 

f. d.ges^lttlh. Theolog. 1855, 3. Leipz. Repert. 1855. BdJlf. 
Hft. 3. p. 133— 34. 

Joannis Apost. de transitu b. Mariae über ed. Enger, s. 
*Theol. Quarlalschr. 1855, 3. 

Leibniz lettres et opuscules inedits publ. par Foucher de 
Careil, s. Heidelb. Jahrb. d. Lit. 1855. Nr. 22 u. 23; jp. 345 
— 57. , 

Leibnizensmathemat. Schriften hrsg. von Gerhardt, s.*Kathbl. 
LilZlg. 1855. Nr. 35. 

Lieder u« Sprüche, niederdeutsch, gsfstl., hrsg. von HöU 
scher, s. Lit. Cerilralbl. 1855. Nr. 28. p. 450— 51. *2lt8ch]Pift 
f, vergl. Sprachforsch. IV, 3. 

Liederbuch, Antwerpner, hrsg. von Hoffmunn v. Pallersle- 
hen.(norae Belgicae), s. Lit. Centralbl. 1855. Nr. 28. p. 451. 

Lübeck hrsg. von GefTcken, s. Augsb. allg. Ztg. 1855. Nr. 
225. p. 3593—94. Neue Preuss. Ztg. 1855. Nr. 173. 

Mohumenta sacra inedila ed. Tiscbendorf, s. ^Wissenschiftl. 
Beil. 2. Leipz. Ztg. 1855, Nr. 23. 

Mysterium, das grosse Thüring., hrsg. von Bechstein (Wart- 
burg-Bibliothek), s. Lit. Centralbl. 1855. Nr. 26. p. 419—20. 

Spicilegium Solesmense ed. Pitra, s. *Ztschrift f. d. ges. 
luth. Theol. 1855, 3. 

Ulpiani über regularum ed. Böcking, s. Lit, Centralbl. 1855. 
Nr. 31. p. 498— 99. 

Bechstein's Mythe, Sage, Märe ü. Fabel, s. Leipz. Bepert. 
1856. Bd. in. Hft. 1. p.3 — 4. 

Bernhardy's Suidae Leiicon, s. *N. Jahrb. f. Philol, 1855, 8. 

Bindseirs Corpus Baformatorum ed. Bretschneider, s. *Pro- 
testanL Kirch. Ztg. 185^. Nr. 29. *Zt»chrift f. d. ges. luth. 
Theol. 1855, 3. 

Brandes' Sir John Franklin, s. *Athen. 1855. Nr. 1443. 

Duntzer's Göthe's Götz u. Egmont, s. Blatt, f. lit. Unterh. 
1855. Nr. 29. ^Wissenschafll. Beil. z. Leipz. Ztg. 1855. Nr. 29. 

Dessen Göthe's Herrmann u. Dorothea, s. '^Deutsch. Athe- 
näum 1855. Nr. 30. 

Dessen Gothe's Iphigenia, s« Blatt, f. lit. Unterh. 1855. 
Nr. 29. 

Dessen Gdthe's Prometheus u. Pandora, s. Blätt; f. lit. 
Unterh. 1855. Nr. 29. 

Dessen Göthe's Tasso, s. Blatt, f. lit. Unterh. 1955. Nn29. 

Förstemann's altdeutsch. Namenbuch, s.**Ztschrift f. vergl. 
Sprachforsch. IV, 3. 

Frommann's Monatsschr., die deutsch. Mundarten, s. Lit. 
Centralbl., 1855. Nr. 27. p. 481— 33. Heidelb. Jahrb. d. Lit. 
1855. Nr. 20. p. 318— 20. 

Ghiilany's diplomat. Handbuch, s. *Grenzboten 1855. Nr. 
32. Neue Prenss. Ztg. 1855. Nr. 171 u. 196. «Volksbl. f. 



"Wd Nachweise Aber Recensiönen etc. 

Stadt ü. Land ISSS. Nr. 57. '*'JahreszeUen 1855. Nr. 31. *Brein. 
SooDtagsbl. 1855. Nr. 27. 

' GrSsse's Leitfaden d. Literaturgeschichte, s. ^Volkäschol- 
freund 1855, 3. *£vaDg. latfa. Kit-ch. Ztg. in Bayern 1S55. 
Nr. 24. 

Dessen Sagenschatz d. Königreichs Sachsen, s. ^Jahr^dzeileo 
1855. Nr. 29. *Sächss. Const. Ztg. 1855. Nr. 143. 

V. &arajan*s HeinHch d. Teichner, s. Lit. Centralbl. 1855. 
Nr. 29. p. 464—65. 

Klemm's allg. Culturwissenschaft, s.*Deutsch.'Kunslbi. 1854. 
Nr. 51. *Pest. Lloyd 1854. Nr. 295. ♦Magdeb. Corrfespond. 
1.854. Nr. 281. *()rgan d. Ver. kathol. Schullehrer in Bayers 
1854. Nr. 22. u. 1855. Nr. 15. *Aa0iner Ztfe. 1854. Hr. 339 
u. 1S55* Nr.24. »Köln. Ztg. 1854. Nr. 343. *Trier. Zig. 1855. 
Nr. 14. ^Beil. z. Augsb. PostZtg. 1855. Nr. 22. Leipz. Bepert. 
,1855. Bd.I. Hft. 3. p. 152- 54 u. Hft. 5. p. 276—78. Staats- 
u. Gel. Ztg. d. Hiümb. unparth. Correspond. 1855. Nr. 94. Lit 
Centralbl. 1855. Nr. 10. p. 151. «Sachs. Schuiztg. 1855. Nr. 
16. '^'Hartmann's Volksschule. 1855, 4. *Schulbf. d. evang. 
Seminare Schlesiens 1S65, '2. *Die höhere Bfirgerschule 1855, 
3. ^Padagog. Monatssehr. 1855, 3. *AIIg. deutsche Lehrer 
Ztg. 1855. Nr. 10. Dresdn. Journ. 1855. Nr. 28. p. 111— 12. 
*Organ f. chrisll. Kunst 1855, II. *VoIkszig. 1855. Ifr. 126. 
*St. Gall. Bll. 1855, 32. *Magaz. f. Pädagog. 1865, 5. Allg. 
•Milit. Ztg. 1855. Nr. 59 8:60. p. 472— 73. 



Bitte um r^acbweisiing 
AlifbrnnMMlmcher Umnünehtrtiten. 

Seit längerer 2eit bin ich mit der ausarbeitung eines grundriieses zur 
geschichtö der altfranzdsiclien po^sie beschäftigt. Meinem plane nach soll da:: 
werk eine, so weit diss möglich ist, vollständige nachwerstf»^ s&mmtlicber 
attfranzösischen , gedmckten und «agediiackten , dem gebiMe der poesie ia 
gebundener und ungebundener rede aogehörigen denkmäler enthalten, fiei 
jeder einzelnen dichtung denke ich auskunft über den Verfasser, wenn ein 
solcher bekannt ist,,anfang und schluss, inhalt und umfang, entstehungszeit, 

•form, quellen, anspiekingen und a&derweitige bearbeitHugen mitcfitcrilen, lite- 
rarisch wichtigere stellen hervorzuheben, so wie endlich die haa^schrifleo 
aufzifzähleD und zu beschreiben. Soll die arbeit ihr ziel erreichen , so ver- 
steh! es sich von selbst, dass auch diejenigen bibliotheken, über dereu haod- 
schrifUiche schätze aus dem fraglichen gebiete keine gedruckten kaCisJoge tot- 
hunden sind; durdisocbt werden müssen. Ich ertaube Btirntn im interesse 
der Sache die ergebel^e hitlc um nachriebt «h^r «11& niisht alw ^e^mckten 
katalogen bekannten altfranzösischen handschriften und bemerke nur nock, 
dass ich zu doppeltem und dreifachem danke verpflichtet wäre, wenn in den 
mir kukofmmenden beitragen die angegehcmcn einzelheiten berücksichtigt wür- 
den. Gewissenliafte neanong -der ge^hatzteti .förderer meines nateiniäiiiieas 
werde ich seiner zeit nicht unterlassen. 
Tübiagfn, den IS-julivs 1855; 

^ Dr^ Wilhelm Ludwig Heiland, 

Professor an der k« Universität. 



31. Oetbr. SKehntes Heft« 1855. 

Nr. 884 u. folgende enthaltend. 



[884.] Zur KenntnlBs dentscher Bibliotheken. 

Die Gräflich Thun'sche Schlossbibliothek 
in Tetschen*), welche in einem schönen und geräumigen, 
mit Gallericn versehenen Saale und zwei Nebenzimmern auf- 
gestellt ist , hat ihre Grundlage in der zu Ende des letzten 
Jahrhunderts vom Grafen Wenzel im Prager Palaste begrün- 
deten, etwa 6000 Bände starken Büchersammlung, von denen 
nicht nur der Gründer selbst schon einen Tbeil nach Tei- 
schen hatte schaffen lassen, damit die Bücher von den Geist- 
lichen und Beamten dieser seiner Domäne benutzt werden 
könnten, sondern auch im Laufe des gegenwärtigen Jahr- 
hunderts der Rest von dem Grafen Franz Anton nach Tet- 
schen übergesiedelt worden ist. Dem Letzteren verdankt 
auch die Bibliothek ihre sehr ansehnliche Erweiterung, wozu 
namentlich in neuerer Zeit der Ankauf der Sammlung eines 
Ungarischen Edelmanns beigetragen bat, sowie die ganze ge- 
genwärtige Einrichtung, die zwar hinsichtlich der Anordnung 
der Bucher, insbesondere der in den beiden Nebenzimmern 
aufgestellten Abtheilung, der sogenannten englischen und 
französischen Bibliothek, zur Zeit noch Manches zu wünschen 
übrig lässt, in Ansehung der Räumlichkeit aber eine sehr 
treffliche ist. Mit Ausschluss der zu des Grafen speziellen 
Studien und zu seiner Leetüre zunächst bestimmten Bücher, 
die, abgesondert von der grösseren Bibhothek, unmittelbar 
neben dem Gräflichen Arbeitszimmer aufgestellt sind , um- 
fasst die Sammlung über 21,000 Bände aus den meisten 
Wissenschaftsfächern, unter denen sich mehrere alte für die 
Böhmische Geschichte wichtige Handschriften befinden. Die 
Bibliothek besitzt den gesammten litlerariscben Nachlass des 
bekannten Geschichtsforschers Fr. M. Pelzel (f 1801), um 
derentwillen Telschen schon von manchem Gelehrten auf- 
gesucht worden ist. Die Benutzung der Sammlung ist nicht 
nlos den Schlossbewohnern und Gräflichen Beamten, sondern 
überhaupt auch allen gebildeten und Bildung suchenden Be- 
wohnern der Stadt und Umgegend gestattet. 

Die Stadtbibliothek in Triest**) zerfällt in zwei 
^on einander gelrennte Abtheilungen, die städtische und 
die öffentliche, mit einem Gesammtbestande von etwa 24,000 

, ) S. oben Nr. 830. Vgl. meinen Ausflug nach Böhmen, in d. Hamb. 
Liier n. KrU. BläiU Nr. 31. p,242. 
) S. oben Nr. 881. 
^•t'HoUl, instfiffr. (klokir 1868, 22 



300 Zur Kenntniss deutscher Bibliotheken. 

Bänden, wovon 22,316 der ersteren und 1643 der letzUreo 
zugehören. Die städtische Abiheilung, in welcher iast alle 
Fächer der Litteratur vertreten sind , ist 179a aflgelegl, und 
in neuerer Zeit namenllich durch die berühmte Sammluflg 
des Advokaten D. de Rosselli, die Pelrarchesca und Plccolo- 
niinea*), bereichert worden, wogegen die öffeRtliche Abihei- 
lung zur einen Hälfte, dem Eigenlbume der 1754 begrün- 
deten mathematisch -nautischen oder Seeschule, meist aas 
physikalischen, mathematischen,' geographischen und daaiit 
verwandten Werken und zur anderen Hälfte aus ^dem vom 
Bücherrevisionsamte abgegebenen Triestiner Druckschriften 
und Geschenken besteht. Die zu Anschaffungen bestimntle 
und von der Stadtgemeinde aufzubringende jährliche Dotation 
bleibt sich nicht immer gleich, hat aber in jedem der letzten 
drei Jahre 800 Fl. betragen und ausserdem noch 100 Fl. für 
die Sammlungen Petrarchesca und Piccolominea. Was deo 
Zuwachs anlangt, so ist im J. 1853 — 54 die erste Abtheilung 
durch 177 Bände angekaufter und 29 dergleichen gescheok- 
ter Werke, überdies die ebengenannten Sammlungen Pelrar- 
chesca. und Piccolominea durch 22 Bände — wodurch der 
Gesammtbestand derselben bis auf 772 Petrarca--, 123 Pic- 
colomini-Ausgaben und 750 andere auf Petrarca und Picco- 
lomini bezügliche Werke gestiegen ist — sowie die zweite 
Ahtheilung durch 51 Bände Geschenke und 167 eingelieferle 
Pflichtexemplare vermehrt worden. Zur Benutzung, hinsicht- 
lich deren den dazu berechtigten und wissenschaftlich be- 
fähigten Personen alle mögliche Erleichterungen Äugeslanden 
sind, wird die Bibliothek an allen Wochenlagen 9 — 12 Uiir 
Morgens und 3 — 6 Uhr Nachmittags geöffnet. Sie ist in der 
Regel während dieser Zeit sehr fleissig besucht, und die 
Zahl der Leser belauft sich täglich auf etwa 50 Personen 
jeglichen Standes: vorzüirlich häufig machen die Professoren 
und Schuler der Seeschule, des Gymnasiums und der Haupt- 
schule von ihr Gebrauch. Der grösste Theil der zum Stu- 
dium und zur Leetüre geforderten Werke betreffen die eigent- 
lichen Wissenschaften und Künste, Handel und Schifffahrt. 
Geschichte, Geographie und Beisen, Physik und Chemie in 
ihrer Anwendung auf die Industrie, sowie die auf Triest spe- 
ziell bezügliche Litteralur. Hinsichtlich des Lokales der 
Bibliothek ist zu bemerken, dass sich dieselbe in dem ^^' 
See.schule angewiesenen Gebäude aufgestellt findet, und i^J 
in drei Sälen, zu denen noch ein Zimmer für die Leser, ei" 
Geschäftszimmer und überdies ein besonderes Zimmer lör 
die Sammlungen Petrarchesca und Piccolominea hinzugekoiB" 
men; da jedoch diese Bäumlichkeiten kaum mehr zulaogeo» 

I 

•) S. km, J. 1853. Kr. 179. 



't\ir Ketihtnisd der Bibliotheken in Mähren etc. 301 

so hat man bereits auf die Erweiterung des Lokales Bedacht 
genommen. Die Stelle de$ Bibliothekars ist dem Stadtralfa 
und Director der Seeschole G. de Lugnani übertragen und 
demselben ein Adjunkt und ein Diener zur Unterstützung 
beigegeben. 

(845.] Zur Keiui«i»48B der piMioth^ken in Hlftli- 

h Bibliotheken von geiätlichen Corporationen 
und Kirchen. 
Ausser der Bibliothek des Brünner Bisthums verdienen 
Vor Allen die Sammlungen der Erzbisthümer Kremsier und 
Olmüiz Erwähnung. Die erstere, die vom Kardinal Dietrich*- 
stein begründet, von den Schweden aber tüchtig geplündert 
worden ist , verehrt in dem Olmützer Bischof Graf Karl von 
Lichtenslein-Kasselkorn (f 1695) ihren zweiten Stifter. Di« 
Anga))en über die Zahr ihrer Bände schwanken zwischen 
15,000 bis 30,000. In Verbindung mit der Bibliothek steht 
ein mineralogisches und mathematisches Cabinet, eine werth- 
volle Sammlung von Kupferwerken älterer und neuerer Zeit, 
sowie ei^e kostbare Münzsammlung mit einer interessanten 
und vollständigen Serie der Päpste von Martin V. angefangen 
uod mit besonderer Berücksichtigung der bischöflichen und 
der vaterländischen Münzen. Die Aufsicht über die Biblio- 
thek und diä erwähnten Sammlungen führt der erzbischüfli- 
che Archivar. Die Olmützer Bibliothek hat ebenfalls wie die 
Kremsierer von den Schweden viel zu leiden gehabt. Die 
bereits im XU. Jahrhunderte angelegte Handschrtftensamm- 
lung enthält 015 Stücke, worunter d dem XL, 20 dem XU., 
34 dem XIII. Jahrhundert und die übrigen der späteren 
Zeit angehören: sie sind theologischen, liturgischen, juristi« 
sehen und seit dem XIV. Jahrhunderte besonders historischen 
Inhalts. — Unter den Bibliotheken in Augustinerklöstern ist 
die im Kloster St. Thomas in Brunn eine sehr grossartige: 
sie enthält mehr als 20,000 Bände, gegen 50 Handschriften 
und 500 Inkunabeln. — Von Bibliotheken in Benedicliner- 
klöslern ist die im Stifte Raigern bei Brunn die beachtens- 
werlheste: sie ist, 1048 gestiftet, überhaupt die älteste des 
Landes, leider aber öfters von Zerstörungen und Plünderun- 
gen arg heimgesucht worden. Sie besteht, die zahlreichen 
Handschriften nicht ipitgerechnet , aus über 20,000 Bänden. 
Die älteren Bücher stammen aus dem XVIL Jahrhundert. 
Besonders verdient o;emacht hat sich um die Sammlung der 
Abt Anton Pirmus (1710—44) , von dem allein über 10,000 

•) S. oben Nr. 827, 

22« 



l^i^f K^^nptBiss der Btbliotbeken in MSI^i:eo ..ete. 

Bäade aDgescbaflft worden sind, sowie der Prälat Bonaven- 
tura Pitter (1756 — 64). — In Capuzinerklöstem finden sich 
Bibliotheken zu Brunn, Fulnek, Olmutz, Trebitsch und 
Znaini(?) — Bibliotheken von Cistercienserklöstern. Die im 
Kloster Welehrad bei Hradisch (1198 gestiftet), die in Folge 
der Zerstörungen durch die Hussiten 1422 und später noch 
öfters eingetretener Unfälle arg gelitten hatte, bestand bei der 
Aufhebung des Klosters (1784) aus 6928 Bänden. Am mei- 
sten war für sie von dem letzten Abt Philipp Zury (-J- 1806) 
igethan worden. Die besonders nennenswertben jjaiwlsehrif- 
ten des Stiftsprofessen Christian Hirschmenzei sind grössten- 
{^hj^ils in, die OUnutzer Universitätsbibliothek gekommen. Die 
;Bibliothek in dem 1784 aufgehobenen Kloster Saar zählte 
nach Hanke*s Angabe 14 Bände Handschriften, 25 typogra- 
phische Antiquitäten, 960 Bände brauchbarer Bücher, 102 
desgleichen manker Werke und eine grosse Anzahl Bände 
sogenannten Wustes. — Die Dominikaner besitzen Bibliotheken 
in ihren Klöstern zu Olraütz, Znaiiä und Ungrisch-ßrod(?) — 
Die Franziskaner in den Klößtern zu Datschitz, Hradisch und 
Trül;)au. — In Freudenthal ist eine Bibliothek des Ordens 
Hoch- und Deutschmeister« in der sich nicht nur die scfale- 
sischen Religionsacten und Verhandlungen zwischen Kaiser 
^Matthias und den Ständen, angeblich in 17 — 19 f'olianten, 
sondern auch die schlesischen Religionsacten von Bukisch 
(f 1700) in 7 Foliobänden befinden sollen. — Unter den 
Bibliotheken in den Collegien der Jesuiten, der Hauptträger 
der Wissenschaft in Böhmen und Mähren durch beinahe an- 
derthalb Jahrhunderte hindurch, war die Olmützer sowohl 
die umfangreichste, als auch werthvoUste. Obschon sie durch 
die Schweden 1642 sehr bedeutend gelitten hatte, so war 
doch der Büchervorrath theils durch Geschenke, theils durch 
AnsphafTungen aus den Geldmitteln des Collegiums ansehnlich 
.gewachsen: den grössten Zuwachs erhielt die Sammlung 
1775 durch die Einverleibung der ihr fehlenden Bucber aus 
: sieben Bibliotheken der Jesuiten -Collegien zu Brunn, Iglau, 
Znaim, Hradisch, Teltsch, Troppau und Teschen. Die der 
Olmützer Bibliothek entbehrlichen Bücher wurden in den 
Collegienorten und der Ueberrest der Doubletten von 11000 
Stuck zu Brunn 1787 öffentlich veräussert. Bei der Auf- 
hellung des Olmützer Collegiums mag sehr viel aus der Bi- 
bliothek verschleppt worden sein; denn man fand nicht mehr 
als im Ganzen 8091 Bände vor. — Von Bibliotheken in 
Karthausen sind die zu Königsfeld (1782 aufgehoben) und 
zu OJmütz (ebenfalls 1782 aufgehoben) zu erwähnen. Er- 
stere besass viele alte Druckwerke und Handschriften, von 
denen der grössere Theil von den Klostergeistlichen selbst 
geschrieben worden war. Eine ziemliche Anzahl derselben 



Sät S^fnidfr dttr'BiblioiBfeken in MMiten eitc* SOS 

ist 1786 ifi die'!Wito!4i''llorbibliothefe gak^mhieb, die: makt 
dUi mit hafndscbHfftilicIien Anmerkungen' yerseYft^n^n» ^Klassiket 
erhalten 'hat. Die Brbliolhek in derüJniützer Kaiihaude 
besass gkiebfalis Tieie Handschriften^ unter welchen sich 
namemtich die von den beiden gelehrten Prioren Stephan 
(t 1421) und Nicolaus (f 1425) gegen die Lehre WiklePs 
und Htissens verfaßten auszeichneten. Am meisten hat für 
die ßiWföthek der Prior und Prälat Albert Widemann if 1727) 
geihän. -^ Die 'Kreuzberren haben in ihrem Stifte Polten-^ 
berg(?r eine Bibliothek. — Die Minoriten in den Klöstern 
zu Bfötin, Iglau, Troppau und Jägerndorf. —* Die Piaristen 
m dein Klöstern zu Altwasser, AuRpitz; Freiberg, Gaya, Krem- 
sier, Leipnrk, Nikolsburg, Strassnilz undTröbau(?j — Unter 
den Bibliotheken in Prämonstratenserkiöstern aind wohl die 
den drei aufgiehobenen Gonvißnlen zu Brück, flradisch bei 
Olmütz und Obrowitz bei Brunn zugehörigen Sammlungen* 
die schönsten gewesen. Namentlich mag sich die Brucker 
besonders ausgezeichnet haben : sie war in einem herrlichen, 
19 Klafter langen und 9 Klafter breiten Saale mit acht ko*^ 
lossaien Fehstern aufgestellt, den Abt flermenegild Mayer' 
1748 erbaut und der Visitator des Ordens Abt Gregor Laur 
dek (f 1781) prachtvoll eingerichtet und mit "Verzierungen 
versehen hatte. Die Bucher standen in Schränken von Nuss- 
baumholz. Die Zahl der Bände belief sich auf etwa 20,000, 
darunter viele prächtige, kostbare und seltene Werke, die 
besten Ausgaben der Heiligen Väter, Sammlungen der Gon-' 
cilien, Synoden, Bibliotheken, alter Klassiker, Bibeln, Gon- 
cordanzen und vieles Andere von vorzuglichem We'rthe an- 
zutreffen waren. Namentlich hatte der schon erwähnte Abt' 
Laiidek fOrr Herb^tischaffung vieler Kostbarkeiten und Selten^ 
heiten gesorgt, und überhaupt zur Vermehrung der Biblio- 
thek eine Summe von 6000 Fl. jährlieh (?) bestimmt. Viele 
Böcber waren auch von ihm aus der Bibliothek des aufge^ 
hobenen Znaimer Jesuitencollegiums angekauft worden. Bei- 
der Aufhebung des Klosters kam ein Theil der Bibliothek 
nach Olmfitz: die nicht fär Olmütz mit ausgewählten wurden 
von Hanke, nach Herausgabe gedruckter Kataloge, zu Brück'- 
und Oltnütiz öffentlich veräussert. Die prächtigen Bucher-' 
schränke, Verzierungen, Fusslafeln und Laufleitern fielen da- 
bei um 1730 FJ. 54 Kr. dem Stifte Strahow in Prag zu, 
und wuTde» von diesem dahin mit fast 3000 Fl. Kosten über- 
geführte sie prangen dort jetzt noch in der herrlichen Bi- 
bliothek. Die Bfichersatifimlung im Kloster Hradisch, welches 
1642 durch die Schweden verbrannt worden war, mag bei- 
diesem Bfande nicht wenig gelitten haben. Die Obrowitzer* 
Bibliothek hatte nach dem von Hanke 1786 (zwei Jahre nach 
de» Aufhebung des Klosters) vinrfassten Kataloge 133 Hand ^ 



tM Zur KetiiafisA <kr BiMiottiekea^^ ia MMmii etc 

gohrifun, lOB typogr^pliMOlie ioitiqiiilBten, 1359 Stöck 
brauchbare Bücher für die Oloifitzer LyeealbibUotbeb i 101 
Stock bräuohbare Terklufliche Bücher, 101 Stück maDk« 
Werke und 2396 Stück sogeoannten Wust. Die Bibliothek 
im Prämoostratmiserkloster Neureisch ist, trolz des Brandes 
1813, doch nicht unansehnlich.— Die Bibliotheken der Kir- 
ehen und Pfarreien, deren es in Mähren uqd Scbleeien nicht 
wenige giebt, entballea ohne Zweiiel viele und nnm Tbeile 
sehr werthvolle Büchei* und Handschriiteo ; sie sind aber 
grösstentheils noch unbekannt. Eine besondere Erwähnung 
yerdient die Bibliothek bei der Pfarrkirche St. Jacob in 
Brunn, welche Wolfskron näher untersucht hat. Es steht u 
hofifen, das9 derselbe den Katalog Teröffetitiicben werde. Die 
Bibliothek der akatholischen Gemeinden heben en^st traurige 
Sehicksali» erfahren. Unter ihnen mag die Sammtung der 
evangelischen Kirche zu Teschen obenan stehen. 

IL Staatsbibliotheken. 
Nächst der grossen und werthvollen Universitätsbiblio- 
thek in Oimütz sind hier die Sammlungen der k. k. Gymna- 
sien und anderer Lehranstalleri zu Bruiin, Znaim, Iglau, 
Teschen (Schwynik), Troppau, der technischen Lehranstalt 
zu Brunn, der Unterrealschuleh zu nennen. 
Ut. Landeshibliotheken. 
. Das mährische Landes- (ständische) Archiv und die 
Bibliothek des Franzens -IMLus^uqis in Brunn. Ersteres, wel* 
ches sich in das eigentlich ständische Archiv, die voq Pa- 
lacky und Boczek gesammelten archivalischen Schätze i die 
üerronische und die Boczek'sche Sammlung theiit, iet um 
der letzteren beiden Sammluf)gen willen mit unter dte Bi- 
bliothekef) zu rechnen. Die Cerroni'sche besteht aus 135 
eigenhändig von Gerroni (f 1826) v^fassten und 413 ge- 
sammelten Werken in flaodachrifl: sie i$t 1845 voo d^ 
n^ährischen Ständen gegen eine den Erben 15 Jahre laog zu 
zahlende Leibrente von 400 FL C M. jährlich angeltauft 
worden. Vier Jahre später kaufte das Land die schöne Boc- 
zek'sche Sammlung (f 1847). Diese enthält 12308 Mum- 
mern Urkunden und Urkundenfaszikel, 175 gebundene Ma- 
nuscripte, die ffir die Landesgeschichte von Wjohiigkeit sind, 
796 gedruckte böhmische Bücher, mei»t Inkunabeln ^ yiele 
äusserst seltene, auch unica, ferner 162 lateinische und 
deutsche Inkunabeln udd 840 sonstige lateinische und deut- 
sche Druckwerke* Die Bibliothek des Frankens ^-Muieums, 
die bereits 1829 einen Bestand von 3ä21 Bänden und Hef^ 
ten, sowie 549 Handschriften und Urkunden hatte, cähll 
gegenwärtig etwa 10>000 Bände: an 490 MaaiieDriptil ver- 
wahrt das Archiv. Die dem Miieeum gehörige Fr^iiieirL 



Zat KMUtlllsadar BlUiottaekeo in Mfiiir«A etCi Mft 

V* Mo]l'Mb6 SiamtBltnig von Lafidkartea , Grundrissen und 
AosicbUß omlaBst IB^OOO Blätler. 

IV. Gemeindebibliothek en! 
V. Privatbibliotheken. 
Die erste UBter den Privatbibliotheken ist die Fürstlich 
Dietriehfltein'sche zu Nikoisburg, die leider jetzt unzugäng- 
lich i»l:, waashalb man auch über den Umfang des Bücher- 
befitandea nichts Ganau^re^ weiss: nach den gewöhnlichen 
Angaben zählt die Sammlung 20 — 22,000 Bande, nach An- 
deren 10^000 Werke. Laut des von Boczek in einem Reise- 
berichta iS43 ausgesprochenen Urtheiles ist die Nikolsbur- 
ger Bibliothek wegen Reichhaltigkeit an seltenen vaterländi- 
schen Druckwerken und Handschriften unter allen Bibliothe- 
ken des Landes nächst der Olmutzer Universitätsbibliothek 
im Range die erste. Ueber die Religionsbewegungen in 
Böhmen' und Mähren während des XY. Jahrhunderts sollen 
sdcb, wieBaczek berichtet^ in Nikolsburg allein an 200Schrif-* 
ten , worunter ein Dritttheil sonst ganz unbekannte , von 
Huss allein 24 Schriften, ferner eine kurze Chronik von 
Böhmen von 894 — 13S9, eine sehr kurz gefasste Chronik 
Böhmens von 1253 — 1437 erhalten haben. Ferner befinden 
sich, ebenfalls nach Boczek's Angabe, dort noch das Inven-* 
tarium der 1505 registrirten brietlichen Urkunden auf dem 
Schlosse Karlstein, die Statuten des Prager Erzbischofs Ernst« 
der Olmutzer Bischöfe Konrad und Johann, die Büchersamm«* 
lung des Theodor Beza aus Geni (?) voll wichtiger Manu«- 
Scripte zur Gescbiclite der Reformation, Acten über den 
Streit der böhmisches mit den schlesischen Ständen 1546, 
Kaiserliche Dedarationen 1680 — 1728, dergleichen von Fer* 
dinand IIL, eine Chronik von Oesterreich, ein Jus prov. Mo<- 
ravicum, die Verbandlungen zwischen Böhmen und Mähren 
1608, die böhmische Constitution unter Ladislaw (?) und von 
1492. Was würde aber die Bibliothek alles nocli aufzählen 
können, wenn sie sich noch im Besitze ihrer alteren, von 
den Schweden 1645 geraubten Schätze befände! Eine sehr 
schätzbare, leider auf jwnz unverantwortliche Weise verschleu- 
derte Bibliothek war auch die des Grafen Giailini, der als 
Scbolastikus des Doracapitels in Oimulz 1758 gestorben ist. 
Gianini, der jieben dem Prälaten Pitter inRaigern für einen 
der. vorzfiglicilisteO' Litteraten seiner Zeit in Mähren galt, 
und mit Petrasch den thätigsten Antheil an der Gründung 
der Olmutzer ersten österreichischen Gesellschaft der Unbe- 
kannten 1746 genammen hatte» sammelte von allen Seiten 
die besten gedruckten Werke und Handschriften, schrieb 
viele diu Codices eigenhändig ab , und braclite so einen 
Bttfibervorrath von 8370 Banden der besten Autoren zusammen: 



S06 Zur Kenniniss d«r BibliotbAen in MUnren «te. 

am zahlreichsten war die Sammlung im Fache der Geackidite, 
besonders der vaterländisdien , und der Litterargeaehichte. 
Auch gelang es dem Graren, eine herrliche Kupfer&lichsamm- 
lung von mehreren tausend Blättern, selbst der berühmtesten 
Meister, ferner eine Sammlung von vielen Landkarten und 
Atlanten, mehreren Bänden von Städteprospekten und der- 
gleichen zu Stande zu bringen. Obwohl das Einkommen 
aus den Pfründen und den Gütern Hultschin und Dobrosla- 
witz, die ihm gehörten, nicht unbedeutend war, so kam doch 
sein Vermögen in eine solche Zerrüttung, dass er am Ende 
seiner Tage in Concurs verfiel. Daher gelangten die Samm- 
lungen, über welche der damals in Olmütz anwesende Prä- 
monstratenser Arsenius Fasseau aus dem französischen Stifte 
Tenailles gedruckte Kataloge (Olmütz. 1764. 8.) verfasst bat, 
zum Verkaufe. Da sich indessen für das Ganze kein Käufer 
fand, wurden die Bücher nach und nach durch viele Jahre 
aus der Hand und, da der Erlös nicht einmal den Miethzins 
von 24 Fl. jährlich deckte^ endlich 1788 durch den Curator 
der Concursmasse centnerweise, der Centner selbst der kost- 
barsten und Iheuersten Werke nur 5 Fl., veräusserl oder 
vielmehr, wie gesagt, verschleudert. Auf ganz ähnliche Weise 
verfuhr man mit dem Ceberreste der Kupferstichsammlung. 
Von älteren Privatbibliotheken sind unter anderen die Bos- 
kowitz'sche (f 1520) in Trübau, die das Schicksal so vieler 
anderen Sammlungen in Böhmen und Mähren getheilt hat, 
und eine Beute der Schweden geworden war, ferner öle vor- 
mals Waldstein*sche, später Fürstlich Collalto'scbe in Pirnitz, 
sowie die des Mährischen Obristlandschreibers V^ilhelm Zaa- 
bek von Zdietin (f 1608) und die des Grafen Michael Adolph 
von Althan (f 1636) zu erwähnen« Die beiden letxteren 
Sammlungen kamen in den Besitz der Jesuiten, und zwar 
die Zaubek'scbe an die Brünner Jesuiten und die Altban'sche 
an die Znaimer. Was mit der Bibliothek in Pirnitz gewor- 
den ist, scheint unbekannt zu sein. 



Allgemeineii. 

[S46«] Neuer Anzeiger für Bibliographie und Bibiioihek- 
wissenschafL Herausgegeben von Dr, J. Pelzholdl, Fraspect, 
Dresden, Schönfeld. 8. V4 B. Vgl. Börsenbl. f. d. Deutsch. 
Buchhand. Nr. 120. p. 1643 u. Staats- u. Gelehrt Zeit. d. 
Hamburg, unparth. Correspond. Nr. 225. 

Das Unternehmen, welches ich bereits seit dem Jahre 
1840, zuerst im „Anzeiger für Literatur der Bibliothekwissen- 
schaft,'' später seit 1845 im „Anzeiger der Bibliothekwissen- 
schaff' und seit 1850 im „Anzeiger der Bibliographie und 
Bibliothekwissenschaft'' verfolgt habe — das Unternehmen, 



der BihK^tbekwissensehaft und ihrer Grunddncipiin, der Bi^ 
bliograpbie, ein eigenes und ihren Interessen aussohliesslich 
gewidmetes Organ zu geben — tritt vom Jahre 18S6 an mit 
dem „Neuen Anzeiger für Bibliographie und ßrbliothekwissen- 
schafl", der im Verlage von G. Schönfeid's Buchhandlung 
(C.A.Werner) in Dresden erscheinen wird, in ein neues 
Stadium ein. Obwohl sich dieser neue Anzeiger von dem 
seither im Verlage von FI. VV^. Schmidt in Halle erschienenen 
hinsichtlich seiner monatlichen Ausgabe, der äusseren Form 
und der Anordnung des Stoffes nur in unwesentlichen Din- 
gen unterscheiden dörfte, so wird er doch in Rucksicht auf 
den Stoff selbst insofern einen wesentlichen Vorzug haben, 
als er nicht mehr blos dazu bestimmt ist, alle neuere lite- 
rarische Erscheinungen auf dem Gebiete der Bibliographie 
und Bibliothekwissenschaft, gleichviel ob selbstständig er- 
schienene Schriften mit den darüber veröffentlichten B<*cpn- 
sionen, oder längere und kürzere in fremdartigen Schriften 
enthaltene Aufsätze und Mittheilungen, zur Anzeige zu brin-« 
gen, sondern auch ältere derartige Erscheinungen, die ent- 
weder noch gar nicht, oder nicht hinreichend bekannt sind, 
in den Kreis seiner Besprechung ziehen, und überdies mit 
einer von der Buchhandlung F. A. Brockhaus in Leipzig aus- 
gegebenen allgemeinen Bibliographie, d. h. einem wissen* 
schaftlich geordneten Verzeichnisse der wichtigeren neuen 
Erscheinungen deutscher und ausländischer Lifteratur, sowie 
mit Carl B. Lorck*s Skandinavischem Litteraturberichte in Ver- 
bindung treten soll. Ist meinem Unternehmen schon in den 
älteren Anzeigern vielfach der Beifall und die Theilnahme der 
gelehrten Welt, sowie insbesondere die Allergnädigste Auf- 
munterung und Auszeichnung Ihr. Majestäten des Königs von 
Preussen und des Königs von Bayern zu Theil geworden, so 
wünsche und hoffe ich mit Zuversicht, dass sich die Zahl der 
Gönner und Freunde des Unternehmens mit dem neuen An- 
zeiG;er noch vergrössern werde: ich hoffe dies um so zuver- 
sichtlicher, je deutlicher der neue Anzeiger zeigen wird, dass 
mein Eifer für die Interessen des Unternehmens trotz der 
darauf verwendeten jahrelangen Opfer und Muhen doch nicht 
im Mindesten erkaltet, sondern vielmehr mein Bestreben, das** 
seihe der möglichen Vollendung mehr und mehr entgegenzu- 
fahren , mit den Jahren nur noch lebhafter und reger giB- 
worden ist. Mein Wille, nicht blos dem Bibliographen und 
Bibliothekar von Fach, sondern Jedem, der mit dem Bücher- 
und Bibliothekenwesen irgend im Verkehre steht, kurz jedem 
Gelehrten und wissenschaftlich Gebildeten Etwas zu bieten, 
hat sich mit den Jahren nur noch mehr gekräftigt. 

Was den Inhalt des m^uen Anzeigers anlangt, so wird 
dieser wie der allere, sein Vorgänger, in zwei Hauptabschnitte, 



108 AUgememfli. 

tinen allgemeinen und einen betondern, lerfaU«», und jeder 
derselben tbeils aus selbststdndigen AufeiUenv Iheiis aas Ti- 
telangahen und weilert^n Besprechungen bibliographiscber 
und bibliothekwissenscbafllicher Werke, Abhandiongen ete., 
und sonstigen küreeren Mittbeilungen bestehen. 

In den allgemeinen Hauptabschnitt gehört namentlich 
die Anzeige der allgemeinen bibliographisch * bibliothekwis- 
senscbaftlicben Schriften, wie des Serapeum's, der beiden 
Bulletins du Bibliophile, des Brüsseler und des Pariser, und 
der Norton'floben Literary Gazette. 

Der besondere Hauptabschnitt besteht aus den beiden 
bereite durch den Titel des neuen Anzeigers als getrennt 
bezeichneten Abtheilungen, der Bibliographie und Bibliothek- 
Wissenschaft. 

In den Bereich der bibliographischen Abtheilung fallen aus* 
ser Dem, was hier fiber Bibllophilenvereine und über bibliothe- 
karische Handschriftehkunde, d. h. über BüeherbaodschrifleD, 
zu erwähnen nölhtg ist, die Mittheilungen über Böcherdnidt 
und Bücherverkehr, soweit dieselben ffir den Bibliographen 
von Belang sind; ferner alle Bücherverzeichnisse oder so- 
genannte Bibliographien und Litteraturen und Bächerfoe- 
Schreibungen, sowie die vorzuglieberen Veriags-, Sortiments- 
und antiquarischen Kataloge. Auch kommen hier in der er 
sten Abtheilung, mit Ausschluss der Auctidnskataloge von 
Privatbibliotbeken, die alle ohne Ausnahme der nachfolgenden 
bibliothekwissenschaftlichen Abtheilung zugewiesen sind, noch 
die wichtigeren Bucherauctions- Verzeichnisse zur Besprechung. 

In die zweite der Bibliothekwissenschaft gewidmete Ab- 
theilung gehört Alles, was von den Bibliotheken im Allge- 
meinen, sowie insbesondere über Bibliothekenlf^re und Bi- 
bliothekenkunde im weitesten Sinne des Wortes handelt, also 
nicht nur Alles, was die Einrichtung nnd Verwaltung von 
Bibliotheken betrifft, sondern auch alle geschichtliehe Dar- 
stellungen, Beschreibungen und Handschriften- wie Bücher^ 
Verzeichnisse von früheren und noch bestehenden öffentlichen 
sowohl, als Privatbibliotheken, ferner alle Schriften über ein- 
zelne Manuscripte derselben und Abdrücke daraus, nicht 
minder endlich über seltene Bucher und andere Bestand- 
theile dieser Bibliotheken. Als Anhang zu der bibliotfaek- 
wissenschaftlichen Abtheilung folgt schliesslich ein Abschnitt 
über die Lebensverhältnisse der Verfasser bibliothekwftfsen* 
schaftlicher Schriften und namentlich über Bibliothekare, über 
das Leben und die Amtsverbaltnisse derselben und ihre lit- 
terarische Thätigkeit. soweit dieser nicht bereits in dem 
Vorhergehenden Erwähnung geschehen ist. 

Dies der Inhalt des neuen Anzeigers, an den sich zu- 
letzt noch die oben bereits erwähnte aHgenseiiie^Bibliographie 



tiod der Skitidindvisohd LUteraturbsricbi, solvie ein Inlelli- 
gttoxbUlt, weUbe» 2Ur Au<nab«e von Aßkiindigungen aeu 
erscheinender oder im Preise herabgesetzter Bücher, von Be- 
kanntmachungen antiquarischer, Auclions- und anderer Ka- 
taloge, von Desideratenlisten etc. bestimmt ist, anschliessen 
sollen. 

[847.] Serapeum hrsg. von Naumann, Fortsetzung von 
Nr. 784. 

Enthält: 
Hauptbl. Nr. 17. p.257 — 67 u. 272. Schluss von: üeber 
das Speculum humanae salvationis, von Dr. Ludwig Fried- 
rich Hesse, Forstt. Schwarzb. RudolstHofrath, geh. Ärdii-» 
var und Bibliothekar. Nebst einer Notiz zur Litteratur 
über das Speculum. 
Nr. 17. p. 268— 72. Der Briefwechsel des Johannes Triihe- 
mius mit Dr. Hartmann Schedel. Von Dr. Änion Hulanti, 
K. Oberbibliothekar in Würzburg. Aus der Handschriit 
der K. Hof- und Staatsbibliothek in Mönchen. — Bemcr- 
kenswerth ist die in den Briefen gegebene Notiz, dass 
Schedel, nachdem er das von ihm verfasste Thüringische 
Chronicon an Trithem verliehen gehabt, und von diesem 
nicht wieder zu erlangen im Stande gewesen war, sich ge- 
zwungen gesehen hatte, das Chronicon von Neuem zutsam* 
menzutragen. 
Nr. 18. p.273 — 88. Einige Bemerkungen über Handschriften- 
kataloge und deren Druck, nebst Erwiederung auf den Auf- 
satz: Die Möglichkeit der Benutzung des Handschriften - 
Schatzes der K. Hof- und Staatsbibliothek in München im 
Serapeum, vom 28. Februar d. J. Von Bibliothekar Böhmer 
iD Frankfart a.Mv (Stoben Nr. 140.) Schluss folgt. — 
Intelligenzbl. Nr. 17. p. 129 — 33. Schluss von: Aus^zug aus 
dem Jahresberichte der Kaiserlichen Oeffentlichen Biblio- 
thek tto St. Petersburg) für 1854, von Baron von KorfT. 
Nr. 18. p. 137--* 42. Der systematisch-alphabetische Haupt- 
kitalog der Königlichen Universitätsbibliothek zu Tubingen. 
Ahdru<^k des Vorwortes zu dem oben Nr. 436 angeführten 
Katalog. 
Nr. 17. p. 133—36 u. Nr. 18 p. 142-^44. Bibliogr. Anzeigen. 
[iM9j Bulletin du äibliaphilB Beige publ. 90us la di- 
rect. de Scheler. Seriell. Tom, IL Fortsetzung von Nr. 656. 

Gahler 4 enth.: 
p. 261 --65, Nouvelles rechercbes sur les impressions lie- 
gdoises du X.Vle siede: par ÜJysse €<»pj(aine. — Zur Ver- 
i^oUstlndigung de$ bereits frOher (s. Anz. J. 1852. ^r. 562 
Uv82Q) über diesen Gegenstand veröffentlichten grösseren 
ArUkels. 
p.365*-m6g; Ufle sp«ir«e füiwr rhiat<»irQ beige contenporaine} 



SI« Allgemeiflefc. 

par Cfa. Riieleiis. — Betr. das Schriftdien : Si^ge de la ei- 
tadeile d'Anvers, poöiiie par P. de Ghaponai^re et'Docrel 
Geneve 1833. 8. 

p. 270 — 71. Un vieil exemplaire des Essais des Montaigne 
par G. ßrunet. — Das aus Montaigne's eigenem Besitze' 
stammende u. vom Verf. behufs der Herstellung einer neuen 
Ausgabe corrlgirte Exemplar befindet sich in der öffentl. 
Bibliothek zu Bordeaux. 

p.272 — 74. Publications preparees par Tabbe Migne; par 
G. ßrunet. 

p. 274 — 81. Publications de la Societe dite Literarischer 
Verein de Stuttgart (Vol. 6 ä 8); par A. Scheler. — lieber 
die früheren Publicationen des Vereins s. oben Nr. 656. 

p. 281 — 305. Analyse d'un recueil historique concernant 
principalement le Brabant, faisant partie de la Bibliotheque 
royal de Bruxetles; par TAbbö Stroobant. 

p. 306 — 19. Surnoms (epilhetes, qualificalions, sobriquets, 
etc ) donnes ä des personnages historiques et ä des auteurs; 
par Serge Poltoratzky. — Hieraus auch besonders abge- 
druckt unter d. Tit.: Surnoms donnes aux personnages 
historiques et aux auteurs. Francfort sur le M-, impr. 
d'Osterrieth. 8. 16 S. 

p. 319 — 22. Le cardinal Angeio Mai et son secretaire „Graeco- 
Siculus.^^ La Vaticane et ses catalogues. La bibliotheque 
particuiiere du cardinal. (Extrait d'un Voyage d'italie en 
1847, pub. dans le Journal quotidien TAigle 4 avril 1855. 
No.119.) 

p.322 — 23. Extrait d'une lettre de Bernardin de Saint- 
Pierre au roi Joseph, Paris, 4 octobre 1804. (Aus den 
Memoiren u. der polit. u. niiiitair« Correspondenz dos Kö- 
nigs Joseph.) — Ein ehrenvolles Zeugniss der Bescheiden- 
heit de^ St.-Pierre's, weichem vom König Joseph eine Pen- 
sion mit dem Bibliothekartitel angetragen worden war, 
u. der dagegen dem König zu bedenken giebt, dass ihm 
die zu einem solchen Titel erforderlichen Kenntnisse fehlen, 
was ihn auch schon früher . veranlasst habe, die ihm. ange- 
tragene Stelle eines Bibliothekars der Pariser Ndläonai- 
bibliothek auszuschlagen.. 

p. 324—42. Les collections d'autographes. — Uebersetzung 
des im Anz. J. 1852. Nr. 1109 erwähnten geistreichen Ar- 
tikels des verst. Generals v. Radowitz, der, in deutseher, 
also einer dem grösseren Theile der Leser des Bulletins 
wenig bekannten Sprache geschrieben, gerade in die Kreise 
der franz. Zunge, in denen man sich für Autographen- 
sammljungen mit am meisten interessirt, seitlieF noch we- 



Allgemeines. 311 

.•» » . , • 

nie Eipgang gefunden haben mag. Die Uebersetzung wird 
daher gern willkommen geheissen werden. 

p. 343 — 51. Melanges. — Betr. verschiedene meist in den 
Bereich der Litterargeschicbte gehörige Notizen. Unter Dem, 
was für den Anz. daraus besonders hervorgehoben zu wer« 
den verdient; findet sich eine ausführlichere Mittheilung 
über das vom General Pelissler vor Sehastopol erbeutete 
u. der Bibliothek in Algier geschenkte Werk über das Le- 
ben Jesu in slavischer Sprache (s. oben Nr. 695). 

p. 352. NecroFogie. — Betr. den verst. Dresdner Oberbiblio- 
thekar Dr. Falkenstein (s. oben Nr. 257). 

p. 35ä — 63. Revue bibliographique. — Betr. unter Anderen 
das Pariser Bulletin du Bibliophile, das Serapeum n. mei- 
nen Anzeiger, sowie zuletzt d. Messager des sciences hi- 
storiques etc., in desden 2. Lief, ein Aufsatz von Van der 
M.eersch: La Reiiure des iivres, ä propos de deux reliures 
curieuses, Tune du XVe, l'autre du XVle siecle, mit 3 Ab- 
bild., insbesondere der Beachtung werth zu sein scheint. 

p.364 — 67. Librairies. Venles publiques. — Ventes faites 
ä Paris, par G. Brunei. Enth. über die Auctionen Libri 
(s. oben Nr. 229), Duchesne aine (s. Nr. 513) u. A. S. (s. 
Nr. 634), namentlich über die erstere, einige Mittheilungen 
über die vorzüglicheren Bücherpreise, etc. 

p. 366 — 70. Pubiications nouvelles. 

[849.] Bulletin du Bibliophile puhL par Techener. Bau- 

zilme Serie. Fortsetzung von Nr. 785. 
Juillet enthält: 

p. 259 — 64. Montaigne economiste, par A. Grün. 

p.264 — 68. Revues des venles. — Enth. eine Uebersicht 
der in der bereits öfters genannten Bearzi'schen Auction 
erlangten vorzuglicheren Preise, welche, wenn sie auch 
nicht die Höhe derer erreichen, die wir nicht selten von 
bucherwahnwitzigen Engländern für die obscursten Bücher 
mit Bereitwilligkeil gezahlt sehen, doch überaus anständige 
sind. Für ein Perg. Exemplar des Theuerdank von 1517 
sind nicht weniger als 400 u. für ein Exempl. der ersten 
Böhmischen Bibel von 1488 die Summe von 295 Fr. ge- 
zahlt worden. 

p. 269 — 77. Correspondance retrospective. Le comte d'Elci, 
par G. Brunet. — Uebersetzung zweier Briefe dieses Bi- 
bliophilen, dessen schöne Bibliothek, welche dem Gross- 
herzog von Toskana vermacht worden ist, noch vollständig 
in Florenz verwahrt wird. Die beiden Briefe sind der 
Sammlung entnommen, welche Vito Capialbi 1851 zu Mes- 
sina herausgegeben hat. 

p. 277 — 82. Bibliophiliana. Le Soulier de Benolt Bau« 
doio!,,« par le Yicomte de Gaillon« 



olä AUgemeines. — Bibliographie* 

p. 283 — 88. Notice bibliographique sur Simon Ogier. - 
Eine aus 11 Bänden bestehende Sanomlung der Werke 
Ogier's, eines Dichters des XVI. Jhrhdts aus Arlois, welche 
mit der Bibliothek des Barons von Warenghieo (s. oben 
Nr. 637) mit zum Verkaufe gekommen ist, hat dem M. 
dieser Mittheilung Veranlassung gegeben, ein genaueres 
Verzeichniss dieser selten so vollständig vorkoipmendeo 
Sammlung mitzutheilen , u. die Titel der darin noch feh- 
lenden Schriften, sowie einige Bemerkungen über Ogier*s 
Leben u. litterar. Thätigkeit hinzuzufügen. 

p. 289 — 304. Catalogüe de livres rares et curieux de liWe- 
rature, d*histoire, etc., qui se trouvent en vente ä la 11- 
brairie de J. Tecbener. 

[850.] * Von der Wichligkeil der Handschrißen mü Mi- 
nialurbüdern in der KunstgeschicJUe ^ von Dr, G, F. Waagen, 
S. Deulxch. Kun$tbL red. von Eggers» Nr, 38. 

[851.] Exposition universelle de 1S55. Quelques detaiU 
sur les produils de timprimerie imperiale de France ^ par M, 
iEscodeca de Boisse, Secrilaire de la Direclion de VlmprifMrit 
imperialcy etc, Deuxiime Tirage, Paris, impr.tmp^rtaZc. 43S. 
excL TU, 

Für Typographen sowohl als Alle, die sich für die Ge- 
schichte der Typographie interessiren , zur Leetüre empfeh- 
lenswerth. 

[852.] Oesterreich^s literarische ProductivHät. (Aus den 
Oesterreich. Blatt, f, Liter. «. Kunst.) S. Börsenhl. f. d.IkuUcK 
Buchhand. Nr. 110. p. 1625—26. 

[S53*] ^^ Querard. Journal de hibliographie etc. Fort- 
setzung von Nr. 664. 

Nr. 7 a 8, JuiUet a Aoüt, enlh.: 
p. 277 — 372. Les Lettres Fran^aises en Europe et les Hi- 
storiens etrangers de la France. Äperfu mensuel. — Bei 
den mancherlei Mängeln der Bibliographie de la France 
ist das Unternehmen des Herausg.'s, alle Monate eine sorg- 
fältig gearbeitete, zumal nicht blos alphabetisch rubricirte, 
sondern nach Wissenschaflsfächern classificirle üebersichl 
aller Erscheinungen der franz. Presse zu geben, ein wahr- 
haft verdienstliches, um so mehr, als diese Uebersicht auch 
auf alle in fremden Sprachen erschienene, auf Frankreich 
bezügliche Schrillen mit Rücksicht nimmt. 

[854.] * Bibliotheca philologica oder geordnete Uebersichi 
aller auf dem Gebiete der classischen AUerlhumswissenschafi 
wie der älteren und neueren Sprachwissenschaft iu Deutschlani 
und dem Ausland neu erschienenen Bücher. Herausgegeben «o» 
Gusl. Schmidt. Jahrg. VIII. X8ö5. Bß. 1. Januar'^ Juni. (?o> 



Bibliographie. 813 

lingen, Vandenhoeck y Ruprecht. 8. 5.1—41 exd.TiU Pr.n. 
4 N^T. (Vgl. oben Nr. 282.) 

[855.J *Enciclopedia ecclesliaslica in cui Iratlasi della 
ßacra scriUura, deila dogmalica^ morale, aseelismo, passioni, 
vixii, vinü^ dirilio c&nonico^ lilurgia, rili, storia ecdtsiastitn, 
.mismni, conciliiy eresie» scismiy biografia e bibliografia ecolesia- 
slica, archeologia e geografia satre eccleg,, compilala da una 
Socielä di Eccle$ia$lici e dirella dall UL Mons. F. P. Pianlon. 
Fase. 12 — [^.iBallüli — Bzovius.) Venezia, Tasso. gr.S. Tom.L 
5.713—1032. 

[856.] * Bibliqgraphe catholique. Calalogue de livres «n 
lous genres propres ä former de bonnes Bibliolheques el ä iire 
donnes en prix dans les Colleges^ pensionnals ,el ecoles, par 
Van de Kirckhove, de la Comp, de Jesus. Pari. 1. Tournai. 
12. X, 154 5. Pr, 8 Ngr. 

[857.] Die oben Nr. 792 angeführte Bibliographie catho- 
liqiie hat sich diesen Namen mit Unrecht beigelegt: richtiger 
ist der Zusatziitel Revue criiique, u. das Einzige, was auf den 
Namen einer Bibliographie noch am ersten Anspruch machen 
könnte, ist das der Zeitschrift beigefugte Bulletin special 
d'annonces, welches jedoch nur aus Buchhändl.- Annoncen 
besteht. 

[858.] Bibliolheca Iheologica oder geordnete Uebersicht al- 
ler auf dem Gebiet* der evangelischen Theologie in Deutschland 
neu erschienenen Bücher, Herausgegeben von Carl Joh. Fr, W* 
Ruprecht. Jahrg. Vlll. IS^b, Bft,l, Januar-^Juni, Götlingen, 
Vandenhoeck if Ruprecht, 8. 5. 1—44 excl. Tit. Pr. ä, 4 Ngr. 
(Vgl. oben Nr. 283.) 

[859.] *Bibliotheca medico'chirurgica pharmaceutifio-chemiea 
et veterinaria oder geordnete Uebersicht aller in Deutschland 
und im Ausland neu erschienenen medicinisch* chirurgisch -^ge-- 
burtshülflichen, pharmaceulisch-chemischen und veterinärwisunr 
schaftlichen Bücher herausgegeben von Carl Joh, Fr, W. Ruprecht, 
Jahrg. IX. 1855. Hft.\. Januar — Juni, Göltingen, Vandenhoeck 
^ Ruprecht. 8. 5. 1—54 excl, Tit. Pr, n. 4 JSgr. (Vgl. oben 
Nr. 285.) 

[860 ] Das oben Nr. 392 angeführte Reperlorium der 
Mineralogie, Geognosie u. Geologie von Dr. C. G. Giebel wird 
im Verlage von Perthes in Gotha erscheinen. — 2. — 

[861.] Bibliolheca historico- geographica oder syslemaiisch 
geordnete Uebersicht der in Deutschland und dem Auslande auf 
dem Gebiete der gesammlen Geschichte und Geographie neu er-- 
schienenen Bücher herausgegeben von, Dr. Gustav Schmidt. 
Jahrg. III. Hfl. 1. Januar bis Juni 1955. Göllingen^ Vanden- 
hoeck y Ruprecht. 8. 5. 1—70 excl. Tit. Pr. n. 6 Ngr. (Vgl. 
oben Nr. 165.) 

Fleissig gearbeitet* Der Anbang p, 54—58 entb, die 



314 Bibliographie. — Bodbblndl.-' o. antiquar. Kalaloge* 

weitere Fortsetzung der Zusammenstellung yon Schriften etc. 
zur Orientalischen Frage u. Geschichte u. Geographie des 
russisch - türkischen Krieges. 

[862.] Neu erschienene geographische Werke, Aufiälzi, 
Karten und Pläne. Von W, Koner. S. Zeiischriß f. Allgemeikt 
Erdkunde hrsg. von T. E, Gumprechl. Bd. V. Hfl. 3. BerUn. 6. 
I>.252— 56. (Vgl. oben Nr. 584.) 

[863.] Literatur, %yon Chmel und Fiimhaber, S, Notizen- 
blaU. Beilage x. Archw f. Kunde Österreich, Geschichlsguellen. 
Nr. 17. p. 3S5— 90. Nr. IS. p. 409—12. Nr. 19. p, 433—42. 
Nr. 20. p. 467—69. (Fortsetzung von Nr. 672.) 

Beitrage z. Bibliographie u. Kritik der neueren Littera- 
tur über Venedig, den Gesammlverein d. deutsch. Gescliichts- 
u. Alterthumsvereine, d. Schlesisch. Gesellschaft f. vaterländ. 
Kultur u. über Mähren. 

[864.] Das Neueste der Belletristik. Notizen für Leih- 
hibliothekenbenutzer , überhaupt Roman - Leser. Bd. L Lief»\. 
Erfurt, Hennings u. Hopf. 8. S.\ — 8. Gratis. 

Der Plan eines solchen Blattes möchte recht gut sein, 
wenn sich dasselbe nicht blos darauf beschränken wollte, 
nur Annoncen von Buchhändlern, welche Insertionsgebühren 
zahlen, aulzunehmen. 

[865.] *Nolice raisonnSe et critique des ouvrages slrale- 
giques, hisloriques et topographiques du Genial de JominL 
Paris, impr. de Gros. 8. 1 B. 

[866.] Joseph Justus Scaliger von Jacob Bernays. Berlin, 
Hertz. 8. Enth. p. 267— 307 das Verzeichniss der Schriften 
Sealiger's. 

Ein sehr werthvoll^ Beitrag. 

[867,] Petrus Paulus Vergerius, päpstlicher Nuntius, kaiho- 
Hscher Bischof und Vorkämpfer des Evangeliums. Eine refor- 
mationsgeschichtliche Monographie von Christian Heinrich Sixt, 
evangelischem Pfarrer, der Zeit in Nürnberg. Braunschweig, 
Schwetschke u. Sohn, S. Enth, p. 595 — 601. Index liörorum 
a Vergerio edilorum. 

Nach des Verf.'s eigenem Geständnisse macht dieses 
recht fileissig gearbeitete, 89 Nrr. starke Verzeichniss auf 
Vollständigkeit keinen Anspruch, weil darin nur diejenigen 
Schriften aufgenommen sind, von deren Dasein u. Aechtheit 
sich der Verf. selbst überzeugt hat. 

Buchhändler- u, antiquar, Hatalof^e. 

[868.] Principales Publications de Firmin Didot frires, im- 
primeurs'libraires de (Institut de France, ä Paris, gr, 8. 60 5. 
iXcL ümschL 



; . . ftm^hhlndl^v it« aprtif^iar« KaUlio^» dil5 

, [84i9«l '^y^o. if. CiUßhg jurißliicher Di$gerlniionen aus dem 
antiquarischen Bücherlager von Carl Doebereiner, Jenß, im 
Oclober. 8. 50 5. excl. Tit. 

[870.] Calalogue IX, d^une Irh-riche Colleciion de Livre$ 
hisloriques, laxU anciens que modernes qui se trouvent chez Jf. 
X, SL Goar^ ä Francfori sur le Hein, (Auch mit deutsch, Tit,) 
8. 218 5. excl. THelbL 

Ebenso reichhaltig als ähersichtlich. 

[871.] LVILu. LVIIL Verzeichniss anliquaris^her Bücher 
von Ch. Graeger in Balle a. d.S. 8. 16 u. 30 S. excL TiL 
530 u. 1348 Nrr. 

Enth. Jurisprudenz, Staats > und Cameralwissenschaften 
— (Jescbichle mit Hilfswissenschaften. 

[872.] No. 29. Verzeichniss des antiquarischen Bücher^ 
Lagers der Buchhandlung von Robert Helfer in Bautzen, 8. 
150 5. excl Tu, 4234 Nrr. 

Entb. Bucher aus verschied. Fächern, namentlich Ge- 
schichte u. Geographie, Theologie etc. 

[S73.] Antiquarisches Anzeige -Heft XVL Catalog einer 
Auswahl von werihvollen, seltenen und grösseren Werken aus 
dem antiquarischen Bücher- Lager von E, F. Köhler in Leipzig^ 
Octoberi 8. 82 S.excL Tit. 1499 iVrr. 

Enth. in der That viele seltene u. äusserst schätzbare 
Werke, die man nur in den besten antiquar. Katalogen wie- 
derfindet. Das Verzeichniss empfiehlt §ich durch viele wissen«* 
schaftl. Schriften ebenso sehr dem Gelehrten wie dem Bü* 
cherliebbaber durch eine nicht unbedeutende Anzahl von 
Kupfer- u. Prachtwerken. 

[874.] Verzeichniss des AntiquariscJien Bücherlagers der 
Buchhandlung von Carl Meyer in Hannover. Nach Wissen^ 
Schäften geordnet und mit werthvollen bibliographischen Nach-^ 
weisen versehen, 8. 111 iS. excl, ümschL 

Nach den werthvollen bibliograph. Nachweisen habe ich 
mich vergeblich umgesehen; denn man meint doch heutzu- 
tage ein paar Bemerkungen, wie „Sehr rar" oder „Fort 
rare" oder „Liber rarissimus," u. einige Citate aus lillerarr 
histor. Schriften dem Publikum nicht mehr als werthvolle 
bibliograph. Nachweise aufzuschwatzen! Der Catalog enthält 
Bücher aus verschied. Fächern. 

[875.] 82s(<fr Antiquar ^ Catalog, Auswahl von Büchern 
aus allen Fächern, welche bei Antiquar J, Meyri in Basel zu 
haben sind, 8. 35 5. excL Tit. 761 Nrr, 

Catalogue iVr. 83. Choix de Bons Livres de Litleralure 
Frangaise en tout genre qui seronl vendus chez J. Meyri, libr.' 
antiq. ä Bdle. 8. ^f) S, excl. Tit. 758 iVrr. 

[876,] . * Catalogue de livres anciens et modernes sur VHi- 
sioire des Pays-Bas et de la Belgique^ antiquiies, numismatique, 
Petsholit, Aueiger, October S8S8. 23 



816 Bachhändtor- Hl aMii|iiai*; Kital^tfe. ^^ Atr^üonskaUloge. 

§Sn^ahgi0 et h4raldii, eh:, ches Marünus Nifhoff, libfäire ä k 
Haye. Seplembre» 8. 

[8W.] iVo. 7. Anliquarischer Calalog von Louis Pemüzst^ 
in Leiptig. 1856. 6. 24 5. 

Aus verschied. Fächern. 

[878.] Bücher - Verzeiehniss über äUtre und neuere Werkt 
aus allen Wissenschaften, welche bei Ernst Rolle in Potsdam n 
haben sind. 8. 96 5. 

{879.] Catalogue d*une Colleciion de livres, hx piuparl an- 
iiiens^ offeriB ä M, M, les libraires anliquaires par £. Schlincke 
d Genh)e. Aoüt. 8. Melallogr. 76 Bll. 2780 Nrr. 

Enih. zum grösstea Theile ältere kathol. llieologie. 

[880.] Nr. 11. J.Scheible's Antiquarial in Stultgart. 16. 
Ä 325— 56. 292 Arr. 

•Enth. wie gewöhnlich aUerhand Curiositäten u. Raritäten. 

[SSI.] XlXme Catalogue deheaux Livres en venle chn 
Edwin Tross d Paris gr,S. 54 S. excl. Tit. i^r. 1980 — 2679. 

Unter allen Tr.'scheh Katalogen, die sich tbeils durch 
wirklich sorgfäkige Auswahl u. wissenschaftl. Werth der darin 
aufgeführten BQcher^ tbeils u. namentlich durch besonders 
gutei Erhaltung der Exemplare auszeichnen, ist der vorL einer 
der vorzüglicheren. Derselbe enth., ausser einer grösseren 
Anzahl der schätzbarsten älteren acht antiquarischen Druck- 
schriften aus verschied. Fächern, eine Partie alter Manuscripte, 
meist auf Pergament u. Pergamentdrücke, sowie Spielkarten 
aus dem XVII. u. XVIII. Jhrhdt.: dieselben stammen zum 
Theile aus den BrMiotheken Schenck v. Erbach, Prinz Eugen, 
Graf Hohendorf u. anderen berühmten Samminngen früherer 
Jahrhunderte, die der grösseren Anzahl ihrer Werke nach in 
den Besitz öfifentficher Bibliotheken übergegangen sind, ße- 
s<^nders hervorgehoben zu werden' verdienen ein handscbrifU. 
Dictionarium tironianum aus d. X. Jhrhdt. (1500 Pr.)> der An- 
fang eines iMs. ,,die hymelische fnndgrube*' mit 21 prächtigen 
blattgrossen Miniaturen, aus d. XVI. Jhrhdt. (1800 Pr.) u. ein 
anderes sehr schönes MS., eine lateinische Bibel mit mehr 
als 100 der saubersten Miniaturen, ans dem Ende des Xllf. 
Jhrhdts. (1200 Fr.) Ich empfehle den Katalog allen Biblio- 
thekaren n. Bücherliebhabern aus Ueberzeugung zur aufmerk- 
samen Durchsicht. 

Aiietioiuilcataloffe* 

[882.] Catalogue d'une precieusecollection de Livres an- 
eiens et modernem provenant de plusieurs Bibliophiles , Dont la 
vente publique aura Heu sous la direction de IF, Heussner , li- 
braire, ä Bruxelles, 8. 157 5. excL Tit. 2020 Nrr. 

Der vorl. Katalog, eine wahre Fundgrube für Bibliophi- 
len, enth. einen Schatz der schönsten antiquar«, sowohl durch 



Auctionskatäloge. — ßibliothekenkunde. 317 

wissenscbartl. Werth, als auch durch äussere Ausstattung u. 
Seltenheit ausgezeichneten Werke, vorzuglich aus dep Fächern 
der Kunst, Theologie, Philologie, Geschichte, BeHetristik u. 
Naturwissenschaften, welche die franz., sowie die ital. u. nie-' 
derlandische Litteratur aufzuweisen hat. Namentlich reich 
ist der Katalog an Bilder- u. Kupferwerken, unter denen 
auch eine Anzahl von Handschriften mit Miniaturen aus dem 
XII. u. folg. Jhrhdt. hervorgehoben zu werden verdient. Fär 
Autographeoliebhaber sind einige Autographen von Wilhelm 
von Nassau (Guillaume le Taciturne) u. vom Herzog v. Alba 
bemerkenswertb. P. 49 findet sich die Abbildung des Buch- 
druckerzeicbens von Conr. Badius in Genf 1560. 

993*] Calalogue d'un$ helle Colleclion de Letlres auto- 
graphef dont la vente publique aura lieu d Leipzig, le 28. Na-^ 
vemhre, par Fr, Förster, teipzig, t. 0, WeigeU 8. 1J7 5. excU 
Tit. 3660 iVrr. 

Lässt schon der grosse Umfang des vorL Katalogs des- 
sen Reichhaltigkeit vermuthen, so wird eine genauere Durch- 
sicht der Blätter den Leser davon noch mehr übef zeugen: 
man findet darin die hervorragendsten Persönlichkeiten des 
XVU., XVIH. u, des gegenwärtigen Jhrhdts vertreten , u. die 
in dieser Zeit im Staats-, wissenschaftl. u. Kunstleben her- 
vortretenden Glanzpunkte repräsentirt. Auch aus früherer 
Zeit findet man mehrere Autograpben. 

BiMtethelieiilcaiide. 

[884.] * ÄnecdQla sacra et profana ex Oriente et Occi" 
dente allata $ive Notitia Codicum Graecorum, Ärabicorum, Syriü' 
corum, Copticorum^ Rebraicorum , Aethiopicorum , Lalinorum^ 
cum Excerptii muUis maximam par lern Graecis et triginia quin- 
que scriplurarum antiquissimarum Speciminibus. Fdidit Aenolh» 
Frid. ConsU Tischendorf, Dr/Theologiae in Academia Lipsiensi 
Professor P. o. honor* etc. Lipsiae, Graul, 4. XVI, 218 S. mit 
4 Steinlaf. Fr. n. 8 TMr. (S. oben Nr. 824.) 

Dieses Werk enth. in seinem ersten Theile einen Kata- 
log über alle von Tischendorf auf seinen oriental. Reisen auf- 
gefund. u. im Original erworbenen Handschriften. Zunächst 
werden unter XVll Nummern diejenigen verzeichnet, die theils 
ans Brit. Museum u. an die Bodlejana zu Oxford übergingen, 
theils noch in seinem eigenen Besitze sind. Ihr Inhalt ist 
Neu- und Alttestamentlich und patristisch. Darauf folgen 
Nachrichten über die unter dem Namen der Manuscripta 
Tischendorfiana an die Leipz. Dniversitäts- Bibliothek durch 
Uebereinkunft und Schenkung übergegangenen Manuscr. mit 
Einschluss einiger anderen, die theils an dieselbe Bibl. theils 
an die Dresd. Köni^l. öff. Bibliothek durch T.'s Vermittlun| 
geschenkt worden sind. Längere Excerpte in diesem Katalog 

23 • 



318 BihliotbekeDkunde. 

enthalten Folg.: Des Uippolytus Thebanus Schrift über die 
Cenealogie der Maria, nach einer noch unbekannten Text- 
recension; verschied. Verse über die vier Evangelisten 3 Les- 
arten einer Evangelienhandschrift aus d. X. Jahrb.; Lesarten 
zu denjenigen Psalmen, die im Cod. Alex, fehlen; Lesarten 
zu Plutarch n. Libanius; das noch inedirte Synodal -Aclen- 
stück über Barlaam 1341 ; eine Veriugung Kaiser Justinians 
über das Sinaikloster; Ueberreste aus Johannes Lydus, zu- 
sammengestellt mit den Excerpten des Suidas und Codinus; 
Kostenberechnung über eine Handschrift der vier Evangelien. 
Unter den syr. Handschriften werden genauer besprochen 
eine syrisch-arabische der Evangelien , eine des Exodus , ein 
Fragment der Kategorien des Aristoteles; desgl. unter den 
arab. zwei, welche Neutestamentl. Briefe und einen Commen- 
tar dazu enthalten. Der zweite Theil des Werkes ist Nach- 
richten über besonders wichtige Handschriften occident. u. 
orientalischer Bibliotheken, sowie Excerpten daraus gewidmet. 
Unter No. I. werden zwei noch unbekannte Handschriften für 
die Clementinischen Homilien nachgewiesen. Unter No. IL 
steht ein längeres Textfragment der Clementinischen Epitome. 
No. in. weist einen Codex der Apost. Constitutionen im Si- 
naikloster nach. Unter No. IV. stehen Auszuge aus dem noch 
ungedruckt. Chronicon des Georgius Hamartolos. Unter No. V. 
wird eine Einleitung zu den prophetischen BB. des A. T, aus 
einem griech. Unzialcödex mitgetheilt; desgl. unter No. Tl. 
die angebliche Schrift des Epiphai^ios über die Propheten, 
nach zwei noch unbekannten Textrecensionen , woraa sich 
unter No. VIH. noch Anderes aus Epiphanius anschliesst. 
No. IX. enthält Bruchstücke einer auf Papyrus koptisch auf- 
gefund. Rede des Theophilus Alexandrinus , in lat. Ueber- 
setzung. No. X. Erklärungen hehr. Wörter im Neuen Test., 
deren ähnliche in den Werken des Hieronymus als Ueber- 
reste eines von Origenes verfasst. Lexikons edirt worden 
sind. No XI. enlh. alte prosopograph. Aufzeichnungen über 
heilige Personen. Unter No. XH. stehen alle vom gewöhnli- 
chen Texte abweichenden Lesarten einer mit den ältesten 
Dokumenten aufs Merkwürdigste zusammenstimmenden Hand- 
schrift der Apostelgeschichte. No. Xllf. weist einen Codex 
für das Buch des Theon Smyrnäus über die Astronomie nach, 
nach welchem der einzige zur Herausgabe desselben Buches 
benutzte Codez kopirt worden ist. Zugleich werden die be- 
rühmten Verse des Alexander Aetolus über die Planeten aus 
zwei Manuscr. dargeboten. No. XV. ist dem Wolfenbültl. Palim- 
psesten mit den Ulphilas-Fragmenten gewidmet; nebst Proben 
von zwei sehr alten lat. Texten des A. T. mitgetheilt. tjnfer 
No. XV(. schliessen sich Nachrichten über einen andern laU 
Palimpsesten der Wolfenbüttl, Bibl. an, der das älteste alter 



MMIotbekenkuoide. dl9 

noch vorhandenen Lektionarien sein möchte. No. XVII. enth. 
Lesarten einer merkwürdigen griecb. Handschrift der Ew. 
auf derselben Bibliothek. No. XVUL enth., excerpirt aus 
einer Kairinep Anthologie^ Sentenzen Philo's des Juden, von 
textkritischer Wichtigkeit. Unter No. XIX. werden die unter 
dem Namen des Cod. Uffenbacb. bekannt gewordenen Unzial- 
fragmente des Hebräerbriefs u. die aus derselben Handschrift 
stammenden Fragmente der Corintherbriefe, die einem Cod. 
Harlej. beigehunden sind^ mit den Unzialtypen der Monum. 
sacr. ined. Nov. Coli, edirt; desgl. unter No. XX. die aus 
Unziaibandschritten geschöpften Hymnen* der Maria und des 
Zacharias bei Lucas. Unter No. XXL stehen die ersten 
genaueren Nachrichten über den Cod. Augiensis der Paulin. 
Briefe aus R. Bentleys Nachlass zu Cambridge. Zum Schlüsse 
folgen, ausser einem genauen Verzeichnisse der Tiscliendorf- 
schen Publikationen, 4 lithogr« Tafeln mit 25griech., 7 syr., 
1 arab. u. 4 lat. Facsimiles. 

[885.] Neben der schönen und reichen Abteibibliothek 
zu Kremsmünster, deren Bestand von dem Verf. des Werkes 
Menschen und Dinge (Mittheilungen aus dem Reise-Tagebuche 
eines deutseben Naturforschers. Stuttg. u. Hamb. 8. ) p. 197 
auf über 3^,000 Bände nebst einer grösseren Anzahl von 
Inkunabeln und einigen Tausend Handschriften wohl noch zu 
gering veranschlagt ist, besteht noch eine besondere Samm- 
lung naturwissenschaftl. n. mathematischer Werke. Diese 
Sammlung^ welche an die Wohnung des ausgezeichneten Astro- 
nomen Pater Augustin stösst, soll nach dem eben angeführ- 
ten Buche p. 195 so vollständig sein, dass ihr kaum irgend 
Etwas von nur einiger Bedentung fehlen durfte. Ueberdies 
soll sie auch ein Muster von Ordnung u. Nettigkeit sein, die ' 
überalt nachgeahmt zu werden verdiene. — 5. — 

[886.J Die im November zu Regensburg zur Versteige- 
rung kommenden c.lOOOBde einer ehemaligen Klosterbiblio^ 
thek (s. oben Nr. 842) haben, mit Ausnahme von etwa 200 
aus dem aufgehobenen Carthäuserkloster in Dülmen, dem 
Begensburger Dominikanerinnenkloster z. Heil. Kreuz an- 
gehört. 

[887.] Die F. JT. Amhraser - Sammlung beschrieben von Dr. 
Eduard Freih. von Sacken, Custos am K. K. Münz- und Antiken- 
cabinette, Th, IL Die Kunst - und Wunderkammern und die Bi- 
bliothek. Mit einer Tafel, Wien, BraumüUer. 8. Pr. n. 1 Thlr. 
2bNgr. p. 195—265. 

Enth. eine genaue Beschreibung der vorzüglicheren Be- 
standtheile der Bibliothek, die in folg. Abschnitte zerfällt: 

A. Handschriften geistlichen Inhalts, Missalia, Gebetbücher etc.; 

B. Gescbtchtlti^en Inhalts, Chroniken, Memorienbücher; C. Poe- 
tische Darstellungen > Gediobte h. Legenden^, D, Turnier-,'- 



929 Bibliothekepkaode« -»^ PfiffMl>ibliotbeken. 

Kampf* und Waffenbüoher, AnUitungHi kur FecblkiUMt, rU* 
terlicbe Aufzuge; E. Handvchrifled u« Bilder yerscbied. Id* 
balts, medicinische, juridiscbe, moralische Wen^ke etc. ; F. Eu- 
pferstiche, Holzschnitte u. HandzeicbDunged ; G» Druckwerke, 

[886.] *Bibliothdqus des JSsuUee de Donau Caialog^ 
dBS hienfaüeurs de ceile Biblio{k^e^ par tabhi CSiroobamH, 
(ExtraÜ du Bulletin du Bibliaphik Beige.) Btuaelles, Heuesner, 
9. Pr. 6 Ngr. (Vgl. oben Nr. 467.) 

[889.] *Esgai kislotique sur la Bihlialhique du R&i^ mh 
jaurd'hui Bibliotheque impeHa^d, avec des nglicee $Hr les depoU 
qui la oompaeeni et le caicUogue de $e$ prineipauds fettde ; paf 
le Prince. Nouvelle Bdiliony revue et augme^iie des ÄmmUt 
de la Bibliothique, prüenlcmi^ ä hur ordre chnmologiqme, fetii 
les faiU qui $e raltachenl i Vhieloite de eef ^labUeseweent , de-^ 
puie son origine ju$qud no$ jaure; p#r Louie Paris ^ diredeuf 
du eabinet hülorique^ ParU, chet fauUur. ^18. IB^/z B^ Pr. 
3 Pr. 50 c. 

[890.] *Note iur nne vigneHe 4'im manuaeril de la Bi- 
blioihdque imp&iale; par Ffanfois LenarmanL (EestreuU dm 
BuUeUn de la SooiM boianique de Franee,) Paris, tmpr. de 
Mariinel. 8. % B. 

Das betreif. MS. ancien foiids lat. No. 6802 ist eine Ab- 
schrift des Pseudo-Apuleius. 

[891.] *Sur quelques inscriplions laUnes r4eemment esopo' 
$ee$ dans la ealle du Zodiaque de la Biblioih^que imperiale» 
{Exlraü du Bullelin des socieUs swoaniee ^ JuiUe^ 1655.) Paris, 
impr. de DuponL 8* % B. 

Verfasser ist L. Refiier. 

[892] * Public Libranes ai^ Museums. & Athen. llAug. 
i\rr. 1450. p. 03h 

Betr. die im Drucke ersehiea. New Act for farlber pro- 
moting the establishment ef Free Public Libraries and Mu- 
seums in municipal towns, and far eitendi.ng it to towns go- 
verned uuder local improvement aets aad to parishes. 

— 5. — 

[893.] *CaUilogue d*une belU oollection de Manuseriis tt 
Leltres autographeSj Impressions du XV.sihle^ de Livree de 
Theologie etc., provenanl de la Bibliotheque ä'un Couveni du 
Brabant Septentrional ^ dwil la venk aura litu le )S« Oetobre 
tous la dire^tion de M. Nijheff d la Ba%e^ 8. 

I^rlvatbililioiheken* 

[804»} No.lX. BuUeiin de librüirie aneienna, JeUsqua" 
n'ac^e« BikcKer-Yerteichniss der BHch- u, AnäquariOlS'^Handluug 
V(m W. Adolf y Co. in Berlin. JnhdU: Maikematiseke md 
aslronowiiHhe Werke au» den ^Miaiheken vo* Arage^ EistmeUh, 
Poeelger fie. eio, 8. 34 Sh eanA. Tüelbl^ 



PtMitftibli^Utobfifi SSt 

\ Sin.headilaiiswartbes Ver£eiehiii38t weldies mdirerefiu^ 
ober mit effpesbiiidigen BemerkungeD Eisenstein's. ertthält 

[895 } Haais^e Bü^er AuHion 29. Qolober, I. Am. F«tU 
xeichnit$ äir tmh* C(miislarMhraih Prof, Dt. Qie^ler m GütM^ 
gen hitU&riassenmk Bihlioihek^ welche nebst, füekrer^n aniäeren 
^erihf>oUen ßüchersanmlungen am den FMchem der Th$oloffidf 
GesehitiUty Phil^eophie^ PhUologie^ Pädagogik, Btlletristik^ ftan^* 
zösischen und italienischen Literatur, 8. 107 S. exeL Tu* 
854S iWrr. -^ IL ABlh. Veriekkt^üs der von. dem R^gierungs- 
u* Meäieinal-^Rath Br* von H^elAerg v,nd Ober-^Megierungs^-Raih 
Beik4 nachgekueenen BiMotheken, u>elche nehsl ssndirn Bütker-^ 
8ammi%im§en aus den Gebieten ^d^ Meäkin, Natm^toUsensehafünf. 
MofAefholiA« Technologie, Lesnd- u. Etausmrthschafl , ForttUfis* 
sensöhaftundJuneptudehs* 8. S. \09—3ßexcLTiU ^^8544*^ 
1046^1. JEingesandieon €h, Gfaeger in Haue. 

Die, erste in all^n Fäebi^rn der Theologie eehr .reiehb»!^» 
tige Abtheilang, weiche unter Anderen eint» Sanmliing toA 
e. 23a0 SifldL theölög. Dtesertaüonen enthält^ ist der beeon^M 
deren Beachtimg IQ. tmpfeMen. 

[696k}- Verzeiahnies i£r Bibliotheken der Himn F. E. 
L. VI Fieihm-j Kais. Rkss. wirft I« Siaalsrdth und Direeior de^ Iw^ 
tanüchsn Gartens in SU Peter$hirg , Professor S. Th.v.8dmm4^ 
ring, herishwiter AndUm u^ Phykiolog^ Prefeesoi^ fV. H. Bau» ivü^ 
Leipzig, herMhmt^ Philolog, Stadtrichier D^. Rödig in Pirna Uüi 
Pastor Tkienemann in Neukirchen j welche nebst mehr^in phy- 
sihaik und Ostronom. Insirumsnten , einem Herbariiimy efker 
Käfer -y Sehmeiterlings * und Mineralienr Sammlung am h2t*NtP^ 
vember zu Leipzig durch F. Förster .tersteigeft^ werden saUen* 
8. 148 u. 203 5. exel Tit. (7.9200 Nrr. Eingesandt durch 
T. O. Weigel in Leipzig. 

Besondere Aoszeichnung Tefdient im vorK Kateloge die 
naturwüssemch^ u. medicidisdie Abtheilong^ in der »ieb eind 
grössere Aoiahi Ton Kopferwerken befindet. Näclisl4eni eibtf 
die liistorkchen u. pkilologiscbeti Abtheilungen v^zdgliah ha-^ 
achtenawerth. Unter Anderen enth. auch der Kalaiog zwei 
Exemplare der Pubiikatioueii dea lüterar. Vereins in Stuttgart* 
[897.] Verzeichniss der hinierktssenen Bibliothek des Berm 
Aug, Ferd. Axt, Pastor in Nitdersiriegiti und desHsrM Etnst 
Wühelm Lorenz, Tertius an hiesiger Schule, dk^ 1^etiSl dMeren 
fkmmlungen werthvoUer Schriften aus den Fächern dtt Theo^ 
logie, PhUologiSy Philosephie, Pädagogik, Jurisprudenz ^ ÜMMni 
QesekiohU, Naturgeschichte, Botanik, Technologie, Archäologie^ 
Oekonomkj Geographie, Belletristik, fieftfl Romanen, Kupftrsii* 
then, LandJkarimi^ Mueikali&k,' Curiosen eUk den i7i September 
*n Warnen 4urch Heinrich Schröter versteigert werdm »oUen/^ 
9. iM8,8.MLTü. $^6%Nri*, 

{69S.} *(kaeUoga9 4b bstttes aniogrs^ph^y mdnwcriis, klo-' 



ewnefiif hutoriques , eU, , pravenanl du eaMii0f de feu M. Dv- 
eheine aini^ eonservaleur du d^rUment de$ esUimpet d* k 
BihUotkkque impMale, doni la venu anra lim le 88 aoAi, 
PurU, Lmerdet. 8« ^%B. 252 Ntr. (Vgl. oben Nr. &13.) 

[899«] Nr. 12. Antiquariicher Anzeiger von A, Gasohorskyt 
RuekhandUpg {L..F. Mtuke} in Breilau. Werke aus der Prieoi- 
Bibliothek Sr, Maj, des Hochielig. Könige Friedrich August IL 
von Soishten. 8. 16 S.. 

Meist bistor. u. belietrist. Inbeits. Wenn übrigens zur 
besonderen Empfehlung der Bücher gesagt ist, dasn sie zun 
grösseren Tbeile in Prachtbände gebunden sind, so scheint 
sich diese Bemerkung nor. auf die auf der ersten Seile ver- 
zeichneten Werke zu beziehen, wie denn überhaupt auch woM 
diese bios aus der Königl. Privatbibliothek herslamm^n aidgen. 

[900.] Calalog der gewählten Sammlung des «er<lorienn 
Joh. Hart. Fr. QeissUr, Kupfersieeher su Nürnberg, heslehend in 
Kupferstichen^ Radirungen j Holxschnüten , Kunstitückem ete. 
welche den 29. Ociober zu Leipzig durch Forster öffentlich ver- 
steigert werden. Leipzig, R. WeigeL 8. F/ii, 1165. 1 ^02 Arr. 

[901.] Der am 2. April zu Neapel verstorbene Qeo* Bel- 
las Greenough Esq. bat seine BQcber, Karten, Kupferstiche 
etc. der . geologischen u. der k. geographischen GesellschaU 
zu London und jeder derselben zugleich ein Kapital von 
»00 Pf. vermacht. . S. Leipz. Bepert. Bd. 111. Hft. 4« p. 247. 

[902.] *Calalogu$ de manuscrits orientauw* en langue momS' 
erile, sur l^astronomie, la mMeeine, etc., recueillis dane ims Indes 
orientalesy par M. Vabbä GuMn, auteur de Gastronomie indienne. 
Paris, impr. de Didot. 8. V/^^B. 56 Krr. 

Die HSS. stehen zum sofortigen Verkaufe bereit. 

[903] Der Direktor J. 6. Hientzsch in Berlin beabsich- 
tigt seine aus über 800 Werken u. einer grösseren Menge 
Kirchenmusiken, Oratorien, Opern etc. bestehende musikalische 
Bibliothek, an der er über 30 Jahre gesammelt hat, za ver- 
kaufen. S. Börsenbl. f. d. Deutsch. Bucbhand. Nr. 10«. p. 1443. 

[904.] Amerikanische Auetions - Preise. S. RörsenbL f. d 
DeuUch. Buchhand. Nr. Mb. p.l566. 

Betr. die Ingraham'sdie Auction, aus Norton's Lit. Ga- 
zette Nr. 8 (s.oben Nr. 658). 

[905.] Verzeichniss der von dem verstorbenen. Keetor und 
ersten Professor an der Königl. Landesschule Pforta Dr., TheoL 
(iarl Kirchner hinterlasseneni werthvollen BiblioUwk, vonügUck 
aus den Gebieten der Philologie, Aller ihumskunde ^ jQeschichle 
und Geographie, Naturwissenschaft u. s. w., ausgezeichnet durch 
eine ungewöhnlich reichhaltige Liiteraiur über BoraZf welche 
nebst einigen kleineren Büchersammlungen am i.Oetober in Schul" 
pforta bei Naumburg a. d. S. öffentlich versteigert tfferdesu soll. 
8. X38.S.««ci. ^BILTU, Vorwort ^ InhoMiäearSs 4^^^^. 



Ud in Wahrheit der hesoiideren u: angelegentlichen Be- 
aohtuog des phi&olog. Pufalikoms durchaus würdiger Katalog, 
der vorzüglich im Fache der Litteratur der Griech. u. Rö- 
mischen Ciassiker reichhakig ist. 

[906») ^Catalogue des livres composant la Biblioth^que du 
ehdteau de la Turbalürej apparknani A M, le Cömie A, de 
Mural» Poüiers, impr, de Bematd» 8. 6 0. 1430 Nrr. 

[907.] Im Besitze des Advokaten Paul Raksauyi zu Batli 
im Honter Gomitate befindet sich ein demselben durch Erb- 
schaft zugekommenes Manuscript mit zwölf von Dr. Martin 
Luther eigenhändig geschriebenen Predigten, welches unlängst, 
wie das Ungarische Blatt, dt^r Divatesarnok, mittheilt, im Ar- 
chive zu Raksan im Thuroezer Gomitate entdeckt worden ist. 
Es hat sich noch nicht ermitteln lassen, wie das Manuscript 
dahin wohl gelangt sein möge: bekannt ist es aber, dass 
Luther mit mehreren Ungarn^ namentlich mit dem Baron 
Peter Revay, fängere Zeit in Briefwechsel gestanden hat. 

— 5. — 

[906.] Der am 5. Juli in Altona verstorfo. Dr. Hans 
Schröder, der Heraasgeber des Lexikons Hamburg. Schrift- 
steller, hat in dem mit seiner Frau gemeinschaftlich errich^ 
teten Testamente in Betreff seiner wepthroilen Bibliothek be- 
stimmt, dass, mit Ausnahme der Bucher, welche die Wittwe 
bis zu ihrem Tode zu behalten wünscht, die ganze Samm- 
lung der Hamburger Stadtbibliothek einverleibt werden soll. 
Diejenigen Werke jedoch, welche dieselbe bereits besitzt, oder 
von denen sie sonst keinen Gebrauch machen zu können 
glaubt, sollen der Ältonaer Gymnasialbibliotbek, sowie die, 
welche auch diese zur Aufnahme nicht für passend erachten 
wird, der Bibliothek der Gluckstädter Gelehrtenschule über- 
wiesen werden. Der dann noch bleibende Rest der Bucher, 
die also in den drei genannten Bibliotheken keine Stelle fin* 
den, wünscht das Testament zu Gunsten der Gluckstädter 
verkauft zu sehen. Die Hamburger Bibliothek erhält durch 
dieses reiche Vermächtniss einen bedeutenden Zuwachs in 
den Fächern der deutschen schönwissensch. Litteratur des 
XVIL u. XVHL Jhrhdts, der Schleswig-Holsteinischen u. damit 
verwandten Litteratur u. der Litterargeschichte. — 5. — 

[OOO*] Catahgue de la predeuse colleetion. de Livres 
aneitns et modernes, provenanl de feu P» A, J, SCevenSy avocat 
prh la eour d'appei, Dont la vente publique aura Heu le 24 
octohre sous la direclion de Fi Heussner^ libraire, BruxeUes* 
8. 1)1^. exel. TU. 1 609 Nrr. 

Bnth. eine besonders reiche Auswahl Im Fache der Ju« 
rispnideiNE» der Belletristik, sowie der franz. u. vorzüglich 
BidlerUDdisQheQ Geschichte. Eine Sammlung von 95 Auto*n 
gnifbeiiU Aieist..aQ 4en König Joseph Napoleon geriehtetQ 



924 Abdracke ms' ]liU.-Hiiuk«lft*iften etc. 

Briefe u. Rapporte, verdienta iiainenUich iMtrM-gefaobto za 
werden. Der bei weitem grAsste Theil der Bacher ist in 
franz, Sprache. 

Al^drAckc nuB Mbl. - HandflchrlfteA ete# 

[910.] Bei ha-Midraseh, Sammlung kleiner Mtdrasrhim 
und vermischter Abhandlungen dui der allem jüdischen Literatur, 
Th.IlL enthält: Midrasch Waßsdu; Eldad hä-Dani, iL Recen- 
fion ; Alfahet^Midrusch d^s R, Akiha, L Recen.non; H.Reeension; 
Apokalypse des Elia; Abschnitte über den Messias; Mysterien 
des R% Simon ben Jochai; die grossen Bechalot ; Midretsch Leo- 
lam; Midrasch Gadol u, Gedola; Schilderung des Paradieses JI; 
Messias^Hagada ; Beschreibung der Stiftshülte; das Ffoah^Buch; 
Preis der Engel \ Midrasch Tadsch^» Nach Handschriften^ und 
Druckwerken gesammelt und nebst Einleitungen herausgegeben 
ton Adolph Jellinek. (Auch mit hebr, Titel.) Leipzig, VoUrath, 
8. XLVnr, 200 5. /V. n. 1 Thlr. 10 Ngr, (Vgl. Anz. J. 1854. 
Nr. 914.) 

[911.] Les Monuments de la Geographie eic> publik en fae- 
simile de la grandeur des otiginaux par M. Jomard, etc, Ptsrt.L 
Lwr. 6. Paris, Duprat ete, AtL Fol. 4 Doppel- ti.' 2 einfache 
Bll. Pr. n. Ö Thlr. 10 Ngr. (Vgl. oben Nr. 723) 

[912.] * Geschichte der Insel Andros und thrihr Behirrsther 
in dem Zeiträume von 1207 — 1566. Aus den Quellen des k.k. 
geh. HauS', Hof- und Staats- Ar chives ünä d:r k. fc. ffofbiblio- 
thek zu Wien, des Archivio generale und der Biblioteca Mar- 
Ciana zu Venedig und andern öffentlichen und Privat - Samm- 
lungen Oberitaliens. Von Dr. Karl Hopf, Privatdoc. [Aus den 
Sitzungsher. 1855 der k. Akad. d. Wiss,] Wien, Braumüller in 
Comm. Lex.8. 1115. mit 2 Tab. Pr. w. 20 iV>r. 

[913.] Blömstrva Ilasaga Theodorus Möbius edidil. Lipsiae, 
Engelmann. 8. XX VIII, SOS. Pr. 22 V2 Ngr. 

Aus Kopenhagener, Stockholmer u. Upsaler Codd. 

[914.] *Jai:ob van MaerlanC s drie boeken van den Wapene 
Martijn, in het latijn vertaelt door Jan Bukelare^ voor de eerste 
mael, naer het eenig behende handschriflf in het licht gegeven 
door C.P.Serrure. Gand. 9, 86 5. . 

[9 Id.] Erzählungen aus altdeutschen handsckriftin pesam- 
melt durch Adelbert von Meiler. {Biblioihek des lüterarisehen 
Vereins in StuUgarl XXXV.) StuUgari^ gedrwski a^f Icoslfti des 
litt. Vereins. 8. 712 S.excl. Tit. .. s 

[916.] Die Schauspiele des herzogt Hänrid^ JMusf von 
Braunsehwiig nach alten drucken und handsehrifMi hstautgege- 
ben vm dr. Wilhelm Holland, ausserordi%Uiehem prafMor der 
deutschen und romaniseheh phüologiä an derunivm^äi su Tti- 
M^en, etc. (Biklfifihek äSB lil$irQ0i$sh&n freins in Smilf»^ 



AMrftoktl äw KU,*Haid«QhrifbBii bit: S2S 

IXXTL) SttKyörf, gedruckt auf kwnm des liU, ii>kr€ini. 8« 
006 S* ixcl. a mi. TU., Varwon «. InhAlliVifg. 

P. 797—805 u. 807—10 enlh eine BibHogfaphie über 
des Herzogs HeiDrich Julius Leben u. Werke. 

[917.] C. Plini Seßundi Naturae Historiarum Lib. L XL 
XIL XIIL XIllL XV. Fragminla, e Codiee rescripio Biblio- 
ik$taa U^naHerii ad S. Paulum in Cotinlhia edidii Fridegariut 
M&ne^ Doa* philoi. Goikae, Perthes. 8. XLII^ 257 S, exeU 
TU. mbsi \ Taf. Facsim. u. \ Erklärun9$bL Pr. 2 Thlr. 12 Ngr. 
Auch in C. Plini Secundi Naturalis Hisloriae libri XKXTIL 
AedentfUtC Julius SUlig, Vol. VL Ooihae, Psrihes. vollständig enl- 
haiUn^ IS. oben Nr. 726.) 

In den Prolegomenen hat sich der Herausg. ausführlick 
Aher die . Gt^chidite u. Beschreibung des. Codex, die Art u. 
Weiste seines Verfahrens, den ursprünglichen Text der Hand* 
Schrift wiederherzustellen, etc. verbreitet. 

[918*] * Le Livre des miracles de Notre-Dame de ChartreSi 
e'arii en vsrs^ au Xille sihle, par Jehan Le iiarchani. Publie 
pour la premiÜre foiSj äa'j^h un mamuscrii de la Bibliolheque 
de Charlres, avec.un pr^face, un gUssdire et des noies, par 
M.G. Dupiessis. Chartres, Garnier. (Paris, Polier.) 8. 2% B* 
mil 2 Vign^ u. 1 Faesim. 350 ExempL Pr. 2 Fr. J>0 e. 

Diese Ausgabe des aus c. 6400 Versen bestehenden 6e« 
dichtes ist von dem Herausg. mit einem Glossar der älterea 
schwerer rcrstandlichen Worte u. einer anf die Beil. Jung- 
frau bezüglichen Kalenderäbersicht versehen worden, sowie 
ausserdem am Schlüsse von Rossard de Miaovilie^s u. Chas« 
hs* Memoire: Cathedrale de Ghartres« Recher^hes sur l'epoqae 
ä laquelle Tedifioe a ^te con»truit, a« von Notes sur Tancienne 
Statue du pelerinage de N. -D.de Chartres et sur la sta« 
tue du pelerinage actüel de N.-D. de Chartres, letztere von 
Paul Durand unterzeichne!« begleitet. 

[919.] *La vie et passion de mönseigneur »aincl Didier, 
vnatiir ei etesque de Leftgres^ jouee en ladicte cii4 Van mit 
CCCC Uli** ei deux. Compöses par v^ne'raMe et seiend ficque 
persünne maistre Guiliaume Flamang, ehanoine de Lengres. 
PublieSy pour la premikre foi$, d* apres le manuscrit unique de 
la Biblioih^ue de Chaumont^ avec une iniroductien^ parCar-* 
nmidet, biblioth^eidre de ChawmmL Paris^ Techener. 8. 91 Vi B* 

[920.] *L*Ädvo6af^ Notre^Dame, o» la Visrge Marie plai- 
d«il< contre h diable^ p^efiie du XlVe siiele, en langue frunco- 
ftenhoitde, attritme d Jean de Jusücey chantre ei chaneine de: 
^^ux, fondaUur ducoU^ge de Justice ä Paris, en 13&3>. Ex- 
^it d'ttfi manuscrit de Ja Biblioth^que d^Ecreux, par Alph^ 
Chassant. Paris^ ÄUth/. 12. 4 Ä . Pr. 2 l^V, 50 c. 

Disaei 2B4&icblsjlb. Verse Blaike Gedicht ist Vß'^ ^wnein 



126 Abdrieke ios BiU.-Oiftdwdiriltott M. 

Glossar der schwierigeren Worte ia den Memoires de laSo- 
ciete libre d*agricullure« scienoes, arU et heiles -leitres du 
departement de TEure 1847 erschienen. 

[921.] *Pr%tHkges aceordü ä la eouronne de Franee pat 
le sainl' siege. Publik» iaprh les originaux eonserves aux Ar- 
ehives de lempire et ä la BiblioMque imperiale» PariSj Didot 
4. 55 0. Pr. 12 Fr. (Gehört zur: CoUectitm de DocumenU 
inSdiis sur VBüioire de France y publUe par les eoim du mi- 
nütre de Hnstruction publique et des eulles. ireSerie* Histoin 
polHique.) 

Voran geht ein an den Minister Fortoul geriditeier Be- 
richt von AdoJphe Tardif, der unter Theilhahme von Jnles 
Tardif die Herausgabe besorgt hat. 

[922] ^Adam Represenlalion delaehute dnpremier komme, 
Imitation libre de la premiire partie du drame anglo-normani 
du Xlle $iecle que M. Victor Luzarche a pubUe y pour la pre- 
mi^e fois, en 1854, d* apres «n manuscrii de la Bibiiaiheque 
de Tours. Paris, impr, de Wittersheim. 8. SB. (S. oben Nr. 364.) 

[923.] * Viginti unus Hymm Deo Indrae dedieati qui in 
libris F///., IX et Z. Rigvedae coniinentur. E codiee Londi- 
nensiy addilis signis ^ecentuum cod, Parisii ei nonnullorum^ ver- 
borum complencuum solutionibus Padicis e codd, Berolinensibus 
annexis, primw edidit Dr, Car, de Noorden. Pars i. : Textut 
sanscrilicus, ßonnae, Henry hf Cohen, gr, S. 25 S. Pr. 12 Ngr, 

Abgedruckt aus des Herausg.'s grösserer Schrift: *Syni- 
bolae ad coroparandaoi mylhologiam vedicam cum mythologia 
germanica imprimis perlinen tes ad pugnam Dei aestivi cum 
dracone. Adjectis nonnuilis Rigvedae hymnis e Ubro VIU, 
IX et X typis nondum iropressis ad Deum Indram. Ibid. 
gr.8. m, 111 S. Pr. 22 V2 Ngr. 

[924.] Theologische Schriften der aUen Aegypter nach dem 
Turiner Papyrus zum ersten Male uebersetzU Nebst Erklärung 
der zweisprachigen Inschriften des Steins von Rosette^ des Fla- 
minischen Obelisken^ des Thores von Phüae, der Tafel von Aby^ 
das, der Wand von Karnak und anderer von Dr. Gustav Seyf- 
farth, V. Prof. d. Arch. zu Leipzig. Gotha^ Perthes. 8. F///, 
120 S. Pr. n. 1 Thlr. IS Ngr. 

[925.] Über einen bisher unbekannten Pereheval ligalois. 
Eine lüerarhistorisehe abhandhtng von Alfred Rochat, doclor der 
Philosophie. Zürich, Kiesling. 8. XII, 180 5. Prn. IThlr. BNgr. 

Nadi der Perg.-Handschrift der Stadibiblibtbek ni Bern. 

[926.] *Les HittorieUes de Taliemani des R^aux. 3e ^tft- 
Hon, entUrement revue sur le manuserit original et dispo^ie dans 
tin nouvel ordre par MM. de MonmerquS et Paulin Paris. Tots^, 
HL IV. Parü, Techener. 1864—56. 8. 8* «. 34 V4 Ä. iV. 
ä 7 Fr. 50 e. (Vgl. Anz. J. 1854, Nr. »23.) 

Das Originalnis. ist in Beeiue des Grafen de Lanjuinais. 



. . ^ . Bfbjyiptbekpre etc. ^1 

[927.] * Über Lope de Vegas Comedia famosa de la reina 
Maria» Nach dem Aulograph des Verfassers. [Im Besitze S. 
D, des Herrn Fürsten v. Metlernich.] Von Ferd. Wolf. [Aus den 
Sitzungsher. 1865 der k. Akad. d. Wiss.] Wien. [Braumüller 
in Comm.] Lern, 8. 39 S. Pr. n. 7^/2 Ngr. (S. oben Nr. 656.) 

Ulbliothekare ete. 

[928.] Romaniische Märchen und Sagen von Ludwig Bech*^ 
stein. AUenburgy Pierer. 8. 25ü S. excl. 3 Bll. Tit. ti. Weih- 
Schrift Pr. 1 Thlr. 

♦Dur dreissigjährige Krieg. Von Demselben. (Neue Volks- 
bücher fle/i30.3l.) Leipzig, Schlicke. 16. 64 S. Pr.äX^j^Ngr. 

[929.] Bericht über die jetzt vollendete kritische Ausgabe 
der Lutheriscfhen Bibelübersetzung von Dr. H. E. Bindseil und 
Dr* H. A* Niemeyer^ erstattet van Dr. Heinrieh Ernst Bindseil, 
Bibliothekar an der Universität Halle - Wittenberg, etc. Halles 
Druck der Canstein sehen Bibel-Druckerei. 8. J 6 S. 

[930.] * Instruccion sobre el modo de haeer los eslractos 
de pleilos, escrita por D...., inserta an la Leg, Revisla de la 
legislacion y jurisprudewia que diriga y redacta el dockjr D. 
Ventura Camacho y Carbajo, bibliotecario primer o de la pro^ 
vincial y de la universidad literaria de esta ciudad. Sevilla, 
Moyano. 1854. 12. 109 S. Pr. ^ rs. 

[931.] * Notice biographique sur Edme Bouchatdon, suivii 
de quelques lelires de ce slatuaire, publikes j pour la premiire 
foisj d'aprh les originaux, avec un portrait et un aulographe, 
par J. Carnandety bibliolhecaire de la ville de Chaumom (Hauten 
Marne J' Paris, Techener. 8. 4 B. Nur 5.0 Exempl. Pr. 2 Fr. 

[932.] Der Prafect der Ambrosianischen Bibliothek zu 
Mailand Dr. Bartol. Catena ist am 8. März daselbst gestorben. 
S. Leipz. Repert. Bd. III. Hit. 3. p. 182. 

[933.] Der seitherige Conservateur-adjoint des Departe- 
ments der Kupferstiche d. Kaiser). Bibliothek in Paris Deve- 
ria ist durch Decret vom 14. April an Duchesne's aine Stelle 
zum Cohservateur dieses Departements u. an Deveria's Stelle 
der Vicomte Henry Delaborde zum Conservateur-adjoint er- 
nannt worden. S. Querard Nr. 5 ftö. p. 202. 

[934.] Der Oberbibliothekar Professor Dr. J. Fallati in 
Tubingen ist am 5. October im Haag gestorben. S. Dresdn, 
Journ. Nr. 240. p. 1068. 

[935.] Altdeutsches namenbuch von Dr. Ernst Förslemann 
clc Bd.l. Personennamen. Lief. 7. Niw — Slald. Nordhausen, 
Förslemann. 4. S. 961—1 120. Pr.n.lThlr. (Vgl. oben Nr. 745.) 

[936«] Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Zum 
ersten ^^^^ ^'^- herausgegeben von Dr. Johann Georg Theodor 
Grässe. Lief. 10— 12. {Schluss.) Dresden, Schön feld. 8. &433--* 
692, fr, ä 6 Ngr. (Vgl, oben Nr, 746,; 



ft26 Nachweise übei^ Receflsioticfn'ifttc. von ScbrifteOi 

[937.] ]f achweise über BecensiQmeii etc. von 
Schrif tea , welche im Anzeiger erwähnt werden 

sind* 

Bulletin du Bibliophile Bei« e, s. Hamb. Lit. u. Krit, BIL 1855. 
Nr. 76. p. 598— 600. 

Anders' Entwurf einer allg. Geschichte u. Literat, d« Steno- 
graphie, s. Menzels Lit.Bl. 1855. Nr. 174. p. 294-^96. 

Grisebach's Bericht über d. Leistung in der geograph. «, 
systemat. Botanik, s. Lit. GenlraihL lS5d. Nr. 39.. p.öl9, 

Hartung's Schillerhihliothek, s. * Weimar* SonntagsbL 18Ö5. 
Nr. 39. *Leipz, Repert. lööö. Bd. IV. Hfu 1. 

Kirchhofl's Bucherkuode, s. Börsenbi. f. d. Deutscb. Bucbhand. 
1855. Nr. 121. p. 1658. 

Schmidt la Vie et les Travuux de Sturm, s. *BibJioth« unif. 
de Gen^ve, aoüt 1855. 

Wackernagers Bibliographie k* Gesch. d. Kirchenliedes, s. 
♦Leipz. ßeperl. 1855. Bd. IV. Hfl, 1. 

Seizinger's Bibliothekstechnik, s. * lUustf. Ztg. 1855. Nr. 640. 

Petzholdti Catalogi Bibliothecae secund. gen. Pripcipal. Dresd. 
Specimen, s. Dresdn. Journal 1855. Nr. 225. p. 1003. 

Adam, drame publ. par Luzarche, s. ^Journ. d. D^bats 30. 
JuL u. 29. August 1855. Ueidelb. Jahrb. d. Lit. 1^55. Nr. 37. 
p. 583—87. 

Friedrich's IL vier griech. Briefe von Wolff, s. •Ztschr. f. 
d. Gymnasialm. 1855. Nr. 9. Lit. CentratbL 1855. Nr. 41. p. 
652-53. 

Karolellus hrsg. von Merzdorf, s. * Grenzboten 1855; Nr. 39. 
LiL CentralbL 1855. Nr. 41; p. 662. 

Bechslein*s Dunkelgraf, s. *St. Gall. BIL 1855. Nr. 36. 

Dessen Mythe, Sage, MSre u. Fabel, s. Dresdn. Journ. 1855. 
Nr. 232. p.1034. "^Die Mt.se 1855. Nr. 72. »Wissenechaftl.BeiL 
z. Leipz. Ztg. 1855. Nr. 64. 

Guhrauer's Lessings Leben u. Werke, s, *BlätL f. lit. ün- 
lerh. 1855. Nr. 40. 

Klemm's Frauen, s. «Didaskalia 1854. Nr. 261. Lit. Cen- 
tralbL 1855. Nr. 15. p. 242. *l)ie Höhere Bürgerschule 1855,3. 
* The WestminsL Review Jan. 1855. BliilL f. liier. Unlerh. 1855. 
Nr. 39. p. 709—19. 

Krabinger, Synesii Cyren. opera, s. *Zlschrift f. d. bislor. 
Theo!. 1955, 2. 

Kurz' Geschichte d. deutsch. Lilleralur, s. Bll. f. lit ünterh. 
1854. Nr. 41. p. 749. MenzePs Lilbi. 1855. Nr. 53. p. 21 1—12. 
*Kalhol. Lit. Ztg. 1955. Nr. 25. »Didaskalia 1855. Nr. 145. 
*Dic Muse 1855. Nr. 64. Heidelb. Jahrb. d. Lit. 1855. Nr. 40. 
p. 683— 36. ♦Hamb. Lit. u. Krit. Bll, IS55. Nr. 75. *Trier'«che 
Ztg. 1855. Nr. 101. 



welehe' itti Am^rgef- ek*WähM worden sind. "829 

Usd^V Joächkn Maltzan, s. Leipz. Repert. 1655.- Bd. 11. 
Hft. 5. p. 2S3— 84. 

Aerzdorfs L essin gs^ Ernst tf. Falk, s. Lit. Cenlralbl. 1855. 
Nr. 41. p. 662— 63. 

Mölter's Geograph! Graeci minore», s. Lit. Gentratbl. 1S55. 
Nr; 18. p. 286—88. 

* Mund 1*8 Geschichte d. deutsch. Stände, s. *Leipz. Repert. 
Bd. IV. Hft. 5. 

Dessen Kampf um das schwarze Meer, s. Lit. Centralbl. 1855. 
Nr. 28. p. 446— 47. * Deutsch, Museum 1855. Nr. 33. * Deutsch, 
allg. Ztg. 1855. Nr. 171. ♦Allg. Augsb. Ztg. 1855. Nr. 183." 
*KathQl. BIl. f. Lit. 1855, 30. *Magaz. f. d. Lit. d. Auslands 
1855. Nr. 88. * Grenzboten 1955. Nr. 32. lllustr. Ztg. 1^55. 
Nr. 632, p. 106. *ßresLZtg. IS55. Nr. 290. * Posier Lloyd 1855. 
Nr. 156. ♦beulsche Reichs-Ztg. 1855. Nr. 174. »Europa 1855. 
Nr. 27 u. 35. *Didaskalia 1855. Nr. 178. 

Dessen Krim-Girai, s. *BIätt. f. lit. Unterhalt. 1855. Nr. 40. 

Namur de Lacrymatoriis u. andere Schriften der archäolog. 
•Gesellschaft in Luxemburg, s. Corresp. Bl. d. Gesammtver. d. 
deutsch. Geschichts- u. AUerthumsvereine 1855. Nr. 10. p. 89 — 90. 

Pertz' Archiv d. Gesellschaft f. ältere deutsche Geschicht- 
kunde, s. Heidelb. Jahrh. d. Lit. 1854. Nr. 34. p. 532-33. 

Dessen Geschichtschreiber d. deutsch. Vorzeit in deutsch. 
Bearbeitung, s, Lit, Centralbl. 1854. Nr. 50. p. 797— 98. *Brem. 
SonntagsUL 1855. Nr. 11. 

Dessen Monumenta Germaniae historica, s. Lit. Centralbt. 
1855, Nr. 6. p.83— 85. *Deutsche Vierteljahrschr. 1855. Hft. 2. 
Anzeiger f. Kunde d. deutsch. Vorzeit. N. F. Jahrg. lil. Nr. 2. p. 56. 

Dessen Scriptores rerum Germanicarum , s. Lit. Centralbl. 
1855. Nr. 18. p. 279 -80. Heidelb. Jahrb. d. Lit. 1855. Nr. 33. 
p. 528 V. Nr. 34. p. 529—32. * Ztschrift f. d. Österreich. Gymnas. 
1855, 8. 

Dessen Stein's Leben, s. Lit. Centralbl. 1855. Nr. 7. p. 101. 
Augsb. allg, Ztg. 1855. Nr. 229. p.3657-59, Nr. 230. p.3673— 
74. Nr. 264. p. 42 17— 1 9. Nr. 265. p. 4234—36. * Minerva Sptbr. 
1855. »Bremer Sonntagsbl. 1855. Nr. 26. 

PfeiO'er's drei Abhandl. z. Deutsch. Lilteralurgescbichle, s. 
Lit. Centmlbl. 1855. Nr. 26. p. 416—17. *DeuUch. Museum 
1855. Nr. 5. 

Dessen Boss im Altdeutschen, s. Anzeiger f. Kunde d. Deutsch. 
Vorzeit. N.F. Jahrg. 111, Nr. 7. p. 186—87. 

Dessen Untersuchungen über die Repgow*sche Chronik, s, 
Lit.jCentralbL 1855. Nr. 28. p. 449— 50. 

Preller's griechische Mythologie, s. *Kalhol. Lit. Ztg. 1855. 
Nr. 29. *Pädagog. Revue 1855, 8. *N. Jahrb. f. Philol, 1855. 
Hft. 1. «Ztschr. U d, Alterthumswiss, 1855. Nr.29,30. 



$M Nackw^iflie über HeqeMi^M ete^ 

V. Rommers Geschichte .von Hes$eo, s. *DaaUc|M Vierte]- 
jahrssöhr. 1S65. Hft. 3. 

Scheler Annuaire Statist et bistor. beige, s. * Journ. d. Eco- 
nomist. AoCkt 1S54. p. 14Sf. ^Obsprvateur beige 8 Avr. 1S54. 
* Independ. belg€ 8 Janv« lb54. *Journ. de Liege 8F^vr. 1654, 

Dessen Grammaire de la langue aliemande, s. *Allg.Deiitsdie 
Lehrerztg. 1855, 31. * ZimmermaDn's allg. Schulztg. 1855. Nr. 
85. * Oesterreich. Schulhote 1S54. Nr. 25. 

Schmeller's Roscelini Epistola ad Abaelardum, s. *ZUcbrl(t 
f. d. histor. Theolog. 1855, 2. 

Dessen cimbrisch. Wörlerbuch von Bergmann, s« ^Deutsch. 
Mundarten 1S55, 7—9. 

Släiin's wirtenabergische Oeschichte, s. '^Deutsch. Viertel- 
jahrssciir. 1855. Hft. 3. 

Wallher's Grossheizogtbuiu Hessen, s. Heidelb. iahrb. d« LiU 
1S55. Nr. 16. p. 223— 29. 



[938.] Xar Beleuchtung 

des WeUer'schen Artikels über das Kayser'sche Bucherlexicon. 

(Septemberheft. S. Sr77.) 

Den Principienstreit berühre, ich nicht; denn ich betrachte ihn durch 
den 1. u. 2. über die Angelegenheit vom Heraasgeber des Anzeigers ver- 
öffentiichten Artikel für erledigt. 

Dass das „vollständig" bei ein^m Werke wie das Lexikon nur relativ zo 
.verstehen, darf ich den. Lesern des Abz. vrohi nicht erst sagen. Prifzet's 
Thesaurus — ein anerkannt tüchtiges Werk — sagt auch anf dem Tifcd 
„omnium gentium", und doch habe ich bereits über 500 Titel als Addita- 
menta dazu veröffentlicht — nicht Titel , welche mir in diesem oder jenem 
Augenblicke einfielen, sondern welche ich nach Autopsie gewissenhaft 
.copirte. . 

Die von mir bearbeiteten Bände des Lexikons umfassen die Jahre 
1847 — 1852. Die von Weller aufgeführten Schriften erschienen mit Ausnahme 
von vier vor 1847. Von den vier aus den Jahren 1847^ ibö2 ist aber 
eine: „Briefe eines Nordamerikaners aus u. über Russland". im-Lexikoa 
(XI. TU. S. 155) enthalten! Ein Beweis für die Gewissenhaftigkeit, wo- 
mit der Angriff verfasst. 

Dass Bucher, welche in Paris, New York, Rio Janeiro etc. gedruckt wor- 
den, zu den in Deutschland erschienenen gehören, ist für mich durchaos 
etwas Neues. 

Ob die Leipziger Rächerkunde bis Rio Janeiro „geht" ? Das ist doppel- 
sinnig; in beiden Fällen jedoch: Ja! Eia Ex. meiner Bibliotheca historico- 
naturalis erhält die Sociedade Vellosiana in Rio Janeiro. — Wer die ItibL 
oder meine Berichte im börsenblatte über die Neuigkeiten der Portug. u. 
Spanischen Litteratur durchgesehen, wird manches in Rio Janeiro erschieoeoe 
Buch, wie z. B. die Werke von Alemao, die Trabalhos, Uebersetzungen von 
Lacroix etc. gefunden haben. Meine Bibl. umfasst selbst Schriften aus Lima, 
Hobart-Town , Melbourne etc. — Ich erwähne dies mit der Bitte ,• es mir 
nicht als Ruhmredigkeit auszulegen. 

Den Lesern des Anzeigers glaubte ich dieses erste un^ letzte Wort zo 
eigener, unbefangener Prüfung u. Beurtheiiung schuldig zu sein. 

Ernst A. Zuchold. 



30. Novembr. Birtes Heft. i855t 

Nr. 089 u. folgende enthaltead. 



[939.] Ad0 deiiiKatechismaB derBII^llotliekeiileliiie. 

Voo J. FeUboldt.*) 

1. Was iftt eine BibJiotiMk? 

Bibliothek , bekanntlich ein Wort grieofaisdien Ursprun- 
ges, bedeutet genau so vieJ, als das deutsche ^^Bücherei'S 
eine Benennung, deren Gebrauche leider immer noch das ake 
Herkommen im Wege steht. Im strengsten Sinne des Wor- 
tes heist Bibliothek 2war nur ein Böcherbehäitniss; doch 
hat man sich, mit Uebertragung des Begriffes vom Räume 
aaf den rSumiichen Inhalt, gleich von Anfang an daran ge- 
wöhnt, unt^ Bibliothek auch die Bucher seihst, eine ganse 
Sammlung von Büchem zu verstehen, wie man unter An- 
dern aus Pauli Diaconi Excerpta ex libris Pompeii Festi de 
significatione verborum ersehen kann, wo es beisst: „Biblio- 
theca et apud Graecos et apud Latinos tarn librorum magnus 
per se numerus , quam locus ipse , in quo Hbri coUocati 
raot, appellatur.*' Ob eine solche Bächersansmlung geord- 
net oder ungeordnet, gross oder klein sein müsse, um auf 
den Namen einer Bibliothek Anspruch machen 2u kdooen, 
hat Manchem ganz gleichgiltig scheinen wollen; und so ge- 
wiss man auch jedenfalls daran wohl thun wird, mit dem 
Namen einer Bibliothek nicht jeden beliebigen ungeordneten 
Bücherhaufen zu beteichnen , sondern damit immer mehr 
oder weniger den Begriff einer wohlgeordneten und nicht 
ganz unbetrlchtlichen Büchersammlung zu verbinden, so wird 
gleichwohl das festzuhalten sein , dass die Begriffe von Grösse 
und Ordnung zur Bestimmung, was eine Bibliothek sei, 
nicht wesentlich gehören , sondern unter einer Bibliothek an 
^ich jede zum Zwecke der Aufbewahrung und Benutzung 
veranstaltete Sammlung von Büchern zu verstehen ist. Nur 
unter Festhaltung des Begriffes des Sammeins zum Zwecke 
der Aufbewahrung und Benutzung , und wenn man davon ab- 
zieht, lediglich grössere und geordnete Buchermassen mit 
dem Namen von Bibliotheken zu belegen, ist man eines 
Theiles im Stande, eine Bibliothek von dem Bücherlager ei- 
nes Buchhändlers und von anderen fiüchervorräthen dum 



*) Als Probe «leines im Verjage von Weber in Leipzig erscheinenden 
Kalechismas der Bibliotbekenlehre , welcher im Drucke beendigt und tor 
«erseiidang bereit ist. Ich empfehle hiermit mein Buch dem Wohiwollea 
de» Publikums. 



d32 Aus dem Katechismus der Bibliothekeulehre* 

Begriffe nach gehörig zu trennen , und anderen Tbeiles nicht 
genöthigt, so mancher entweder kleineren oder nicht geord- 
neten Böchersammlung den ihr mit Fug und Recht zuste- 
henden Titel einer Bibliothek absprechen zu müssen. Ni- 
iurlich soll dadurch, dass der Begriff von Grösse und Ord- 
nung von der Begriffsbestimmung der Bibliotheken entferot 
gehalten wird, dem Ansehen und Werthe derselben in kei- 
ner Weise Abbruch geschehen, sondern man wird immer 
das im Auge zu bebalten haben , dass jede BiUiothek , falls 
sie ihrem Zwecke entsprechen, d. b. also bewahrt bleiben 
und für die Benutzung bereit gehalten werden soll, nidt 
blos geordnet» sondern und vorzöglich auch um desswillen 
möglichst gross sein muss, weil man nur von einer etwas 
umfänglichen Sammlung für den Gebrauch einigen NuUeo 
erwarten darf; und wenn Molbech mit Reciit von den Bi- 
bliotheken sagt, dass sie für die Aufbewahrung des histori- 
schen Tbeiles der Fortschritte des menschlichen Geistes auf 
den Wegen des Denkens , Erfahrens und Beschauens in deoi 
unermesslichen Reiche der Wissenschaften und Künste Das- 
jenige seien, was gelehrte Schulen, Akademien, Universitä- 
ten, wissenschaftliche Vereinigungen und andere ähnliche 
Einrichtungen für die Aufbewahrung, Forlpflanzung und£^ 
Weiterung des lebendigen Wissens, der Kenntniss, der G^ 
lehrsamkeit und Aufklärung sind , so gilt dies blos von gros- 
seren und wohlgeordneten Füchersammlungen. 

2. Was yersteht mao nnter der Bibliothekwissenscbaft? 

Wie eine jede Wissenschaft ein aus der gesammteD 
menschlichen Erkenntniss abgesondertes und nach Prinzipien 
geordnetes Ganzes gleichartiger Erkenntnisse bildet , so is^ 
die Bibliothekwissenscbaft der systematisch geordnete Inbe- 
griff aller unmittelbar auf die Bibliothek bezuglichen KeBot- 
nisse, und zerfällt als solcher in die Bibliothekenlehre ool 
die Bibliothekenkunde, von denen die erstere die Bibliolfaet 
sofern darunter eine Bucbersammlung überhaupt rerslandeD 
wird, im Allgemeinen betrachtet« und die letztere, sofem 
darunter bestimmte, d. h. frühere sowohl als noch beste- 
hende Büchersammlungen gedacht werden, im Besonderes 
ins Auge fasst. Die Bibliothekenlehre und die Bibliotheken* 
künde sind zwei einander gleichstehende » coordinirte Tbeile 
der Bibliothekwissenscbaft, keineswegs aber die letztere eifl 
untergeordneter Bestandtheil der ersteren, der sie vielleicht 
nur als eine Art Beispielsammlung zu dienen hätte ; was w^ 
der dem Umfange, noch dem Werthe der^Bibliothekenkuodf 
angemessen sein und sich ebenso wenig rechtfertigen lassen 
dürfte, als wenn man die Bechtskuhde, die Kriegskunde uoil 
die Naturkunde der Recbtslebre, d<ur Kriej^slehre und der 



4oB dmn Katechismus der BibliothekeDlehre. ; S3S 

Naturlebre unterordnen, und den ersteren nur die Bedeu- 
tung einer Art Beispielsaromlung für die letzteren beilegen 
wollte. Die Bibliothekenkunde steht der Bibliotlrekenlehre 
als der empirische (historische) dem aprioristiscben Tbeile 
der Bibliothekwissenschaft, der eine genau von dem anderen 
geschieden, gegenüber: beide stehen hinsichtlich ihrer Gel- 
tung für die Wissenschaft auf gleicher Stufe , und wurde man 
ja einseitig den einen Theii vor dem anderen bevorzugen, 
d. h. den einen als wesentlichen Hauptbestandtheil, den an- 
deren dagegen blos als Nebenbestandtheil dieser Wissen- 
schaft geltend gemacht wissen wollen, so hätte wohl unter 
den jetzigen Verhältnissen die Bibliothekenkunde ihrem Al- 
ter und Umfange nach weit eher ein Recht, auf den Namen 
der Bibliothekwissenschaft für sich Anspruch zu machen, 
und sich die Bibliothekenlehre blos als einen Theil, worin 
die aus der Praxis der verschiedenen Bibhotheken gewonne- 
nen Erfahrungssäize als Lehrsätze nachträglich zusammen- 
geheilt sind, unterordnen zu lassen. Es ist daher auch um 
so weniger angemessen, die Bibliothekenlehre, wie es von 
mehreren Seiten geschehen ist» mit dem Namen der Biblio- 
thekwissenschaft zu bezeichnen. 

- 3. Was beseichnei man niii dem Namen der Bibliotbekeoleliret 

Die Bibliothekenlehre oder, wie man sie früher wohl 
auch genannt hat , die Bibliothekstechnik , und womit der 
spätere und noch jetzt übliche Ausdruck „Bibliothekonomie'^ 
durchaus gleichbedeutend ist, hat nach dem oben Gesag- 
ten die Bibliothek überhaupt zum Gegenstande, und ist der 
geordnete InbegrilT aller zur bibliothekarischen Geschäftsfüh- 
rung erforderlicher Kenntnisse, die sowohl auf dem Wege 
theoretischer Betrachtung gewonnen, als auch und vörzüg- 
Uch durch die Erfahrung erworben worden sind und durch 
praktische Anwendung ihre Bestätigung erhalten haben. Da 
nun die bibliothekarische Geschäftsführung theils auf die Ein- 
richtung, theils auf die Verwaltung der Bibliotheken sich be- 
zieht, so zerfällt demzufolge auch die Bibliothekenlehre in 
zwei dem Begriffe nach streng von einander gesonderte 
Theile, in die Einrichtungs - und in die Verwaltungslehre. 
In der Praxis werden sich freilich die Einrichtung und die 
Verwaltung einer Bibliothek nidit so gar streng von einan- 
der trennen lassen , und beide immer mehr oder weniger in 
einander eingreifend gefunden werden, weil in der Wirklichkeit 
da, wo die Verwaltung einer Bibliothek bereits beginnen 
muss, nicht immer die Einrichtung derselben schon voll- 
kommen beendigt sein kann, diese im Gegentheile elgeot 
lieh niemals ganz aufbort ^ sondern die Verwaltung ohnehin 
zum tbeile nur eine Art fortgesetzte Einrichtung ist. Nichts 

24* 



SS4 Ans dem Eatecbisintis dtr BiblicMicIkefDläire. 

desto weniger werden aber der Theorie nacb, wie sehen 
bemerkt, die Einrichtung und Verwaltung recht wohl tod 
einander geschieden werden können, was man denn audi 
um so unbedenklicher geschehen lassen mag, als man bei 
Festbaltung einer gewissen Grenze zwischen Einridilung und 
Verwaltung leichter in den Stand gesetzt sein wird, das Oaiue 
der Bibliothenkenlehre übersichtlich und fasslich darzustelleo, 
und hinsichtlich der Mittel zur Erreichung der Bibtiotheks- 
zwecke namenüich begreiflich zu machen, auf weldie Welse 
diese Mittel zu beschaffen, und wie sie anzuwenden sind. 
Zudem können übrigens auch Bibliotheken recht füglich ge- 
dacht werden — und es giebt deren wohl in Wirklichkeit 
einige — die blos eingerichtet sind, sonst aber alter und 
jeder eigentlichen Verwaltung entbehren. Wenn sich aher 
eine Einrichtung ohne Verwaltung denken ISsst, so wird ge- 
wiss nichts im Wege stehen, dass in der Bibliothekenle^re 
die Einrichtung getrennt von der Verwaltung und diese ge- 
trennt Ton jener bebandelt werden darf. 

4. Was begreift naa aater einem Biblioliieker? 

Unter einem Bibliothekar würde man im weitesten Sinne 

dies Wortes eigentlich einen Jeden zu verstehen haben, der 

sich mit der Bibliothekwissenschaft beschäftigt. Man bat sich 

indessen daran gewöhnt, den Namen eines Bibliothekars in 

einer engeren Bedeutung nur Demjenigen beizulegen, der 

sich mit den m der ßibliotbekenlehre voi^gezeichneten Gesdiäf- 

ten befasst. Einige scheinen sogar in dem Custos bibliotbe- 

cae, wie man den Bibliothekar in früherer Zeit genannt 

hat — ein Ausdruck, der in einzelnen Bibliotheken selbst 

noch jetzt beibehalten ist — nichts weiter als den blossen 

Hüter einer Bibliothek, nicht aber auch den Ordner sehen, 

also so weit gehen zu wollen, den Titel eines Bibliotfaekan 

lediglich auf den verwaltenden Beamten einer Bibliothek ein 

zuschränken. Diese Beschränkung möchte sich aber, weno 

sie auch allenfalls auf untere Bibliotheksbeamte anwendbar 

wäre, doch hinsichtlich des eigentlichen Bibliothekars als 

eine durchaus gewaltsame nicht rechtfertigen lassen, und 

weder dem Begriffe, den man sich schon in früherer Zeit 

von einem Bibliothekar gemacht hat, noch dem^ welchen 

man sich, wie gesagt, nocb jetzt davon macht, entsprechen. 

So gewiss die Bibliotheksverwaltung Sache d^s Bibliothekars 

ist, ebenso gewiss gehört auch die Einric^htung der Biblio- 

tliek in seinen Geschäftskreis. Hiermit wäre denn auch die 

Frage, welches der Bereich der Geschäfte eines Bibltoth^ 

kars sei, im Allgemeinen beantwortet. In Bücksicht auf die 

Einzelheiten dieser Geschäfte werden die Lehre von der 

Einrichtung und der Verwaltung nähere Auskunft gd^eft 



Ai^ dem Kat^diiwu^ der BiMioibek^Iehre,. 335. 

Hieif J^iiBibt nur nwb übrig, Qjberhaupt zu erörtern,, welches 
die KQOQtois&e und Fertigjkeitea seien» deren der Bibliothe- 
kar zur ricfatigeo und zweckentsprecbeaden Besorgung der 
ibjn abliegenden Geschäfte nothwendig bedarf? 

5. Welches sind die Fertigkeiten, die man Yon einem Biblfotbekare- 
yerlairgen mnss? 

Qrdnungsliebe, Fleiss und Humanität sind diejenigen 
haupte^hücbsten Eigenscbaftea, in denen es der Bibliothe- 
kar, der seinem Amte vorstehen will, zu einer gewissea 
Fertigkeit gebracht haben muss. Es mag zwar sonderbar 
klingen, dass Eigenschaften, deren Aneignung auch jed(^m 
Anderen, gleichviel unter welchen Verbältnisseu , warm an- 
zuempfehlen ist, als diejenigen hervorgehoben werden müs- 
sea> welche zu den haiiptsächlichsten FertigJkeiteO' deS| Bi- 
bliothekars zurechnen sind; alleia Niemand, der irgend Elia- 
sicht in den bibliothekarischen Geschäftskreis hat, \virdläug- 
nea kOnnen, dass gerade dem Bibliothekar die genannten 
Eigenschaften unentbehrlicher als jedem Anderen sind. Sie 
sind in der That dem Bibliothekar durchaus uneutbehrlicb 
und fast wesentlich nothwendiger , als die bibliothekarischen 
Kenatnisse, ohne welche sich immerhin n<och ein leidlicher 
Bibliothekar wohl denken lässt, wahrend ejja wennschon 
kanntBiissreicher Bibliothekar, doch ohne jene Eigenschaftea 
oder Fertigkeiten , für die Zwecke der Bibliothek so gut wie 
ganz ohne Nutzen bleibt. 

Was zunächst die Ordnungsliebe anlangt, so sagt Ebert, 
gewiss im Einverständnisse mit jedem erfahrenen Bibliothe- 
kar: «iWem strenge Ordnungsliebe fremd und unbekannt ist^ 
der entbehrt eine der nöthigsten und unerlässlichsten Eigeu-r 
sobaftea eines guten Bibliothekars, und ist zu diesem Alute 
d-urchaas unfähig, das auch in kleinen und geringscheinen- 
den Dingen die grösste Genauigkeit und Ordnung heisdif 
Ilie Ordnung ist bei der Bibliothek, die ja doch in allen ih- 
ren Th^ilen auf dem Prinzipe der Ordnung basirt sein soll«,. 
da^ halbe Leben, ohne welches eine selbst überreich ausge^. 
stattete Blbliathek und in der Regel ebea diese am ipei- 
sten, tiFOtz aller Gelehrsamkeit ihrer Beamten, doch, dti sie 
den Keim des Verderbens in sich trägt, iii^mer kränkeln und 
nach und nach hinsiechen wird. 

Mit der Ordnungsliebe muss aber ferner der Fleiss Hand 
iH Hand ^eben. Gerade die Bibliotheksgeschäfte verlangen 
nicht selten in den allerlangweiligsten Dingen einen so aus- 
dauernden- Fleiss, wi« er kaqm irgendwo aqders in dieser 
Weise Bedurfniss ist« Kein Bibliothekar, der nicht den 
Wahlspruch „Nihil dulcius bene impensi . temporis memoria'' 
zu dem seimg^n gemacht, aber auch den Sinn des Spruches 



336 Aas dem Katechismus der Bibtiothekenlehre. 

JD seinem ganzen Umfange erfasst hat, wird hoffen dQrfen, 
seinem Amte volle Genßge zn leisten, welches nicht nar 
Fleiss und Ausdauer bei der Arbeit, sondern und vorzögM 
auch eine Freudigkeit des Arbeitens erheischt, die selbst 
die oft fast geisttödtenden Mühen leicht zu überwinden ver- 
steht. Leider wird gegen das Gebot des Pleisses von Nie- 
mandem häufiger gesündigt, als von dem Bibliothekar. Wo- 
her mag dies wohl kommen? Der Grund davon, wie über- 
haupt von vielen anderen b«i den Bibliotheken vorkommeD- 
d'en Uebelständen, mag theils in dem Mangel an gehöriger 
Oberaufsicht, theils in dem bei den Bibliotheksbeamten hier 
und da anzutreffenden Mangel an Interesse für die Biblio- 
thek um ihrer selbst willen und theils endlich in der vie- 
len Bibliothekaren eigenen Neigung zur ausserbibliothekari- 
schen Schriftstellerei zu suchen sein. So wenig es auch 
wünschenswerth ist, dass einem thätigen Bibliothekspersooa} 
von der vorgesetzten Behörde mit allzugrosser Aengstlichkeil 
durch ganz spezielle Instructionen die Hände gebunden wer- 
den, ebenso nachtheilig ist es für die Bibliotheken, wenn 
die Oberbehörde, deren Organe übrigens Sachkenntniss und 
Interesse für die Anstalt in sich vereinigen müssen, verab- 
säumt, einem unthätigen Bibliothekspersonal eine strenge 
Oberaufsicht zu Theii werden zu lassen. Gleich nacbtbeilig 
ist es für die Bibliothek, wenn die Behörde dort Leuten 
eine Anstellung gewährt, die sich nicht darum aus wahrem 
und aufrichtigem Interesse für die Anstalt bewerben, die 
sich nicht die Beschäftigung mit der Bibliothekwissenschaft 
zur Hauptaufgabe ihres Lebens gemacht haben, sondern wel- 
chen die Bibliothek nur als Existenzort dienen soll, von wo 
aus sie ihren eigenen Studien und Neigungen mit Müsse, 
Bequemlichkeit und möglichst sorgenfrei nachgehen können. 
Was Ebert vor Jahren mit Bücksicht auf die deutschen Bi- 
bliotheken schrieb, dass Anstellungen an Bibliotheken gewöhn- 
lich nur wegen des freieren und bequemeren Gebrauches 
derselben gesucht würden, und dass es endlich einmal Zeit 
wilre,' diesem egoistischen Missbrauche kräftig zu steuern, 
wenn das Bibliothekenwesen mit Ehren bestehen solle, das 
gilt: :^ukn Tbeil noch jetzt von den Bibliotheken überhaupt. 
Von Leuten aber, in deren Augen die Bibliotheken eine Art 
literarische Pensionsanstalten sind , darf man freilich nicht 
denjenigen Fleiss erwarten , ohne welchen eine von der Na- 
tur der Bibliotheksgeschäfte geforderte und für diese einzig 
und allein erspriessliche Abwartung des Amtes nicht denkbar 
ist. Desgleichen darf aber auch ein solcher Fleiss nicht von 
Leuten erwartet werden*, denen, ausser der Besorgung von 
Nebenämtern , eine oft in ziemlicher Ausdehnung betriebene 
aussertiibliothekarische Schriftstellerei kaum Zeit übrig Msst, 



Ans dem Katocbismtts der Bibliotbekenlehre. SS? 

um Dar den allerdringendsteD Anforderungen des Bibliotheks- 
dienstes zu entsprechen. Die Vorschrift Ebert's, dass das 
Amt des Bibliothekars mit Schriftstellerei sich aut keine 
Weise vertrage, muss, wie Molbech mit Recht sagt, so 
strenge sie audi laute, doch als allgemeine Regel gelten. 
Nichts ist bei den Bibliotheken dringender nolhwendig, als 
dass alle diejenigen Beamten, welche sich derSchriHstellerei 
in einem nur irgend das Maass übersteigenden Umfange hin- 
geben (vorausgesetzt, dass sie nicht durch die Verhältnisse 
ihrer Stellung an sich zu beträchtlichem Nebenverdienste ge- 
zwungen, ja wohl gar von Haus aus gleich mit darauf ange- 
wiesen sind), von ihrem Amte unbedingt entfernt werden, 
weil übrigens auch, ganz abgesehen davon, dass von ihnen 
der für die Bibliotheksarbeiten erforderliche Fleiss nicht zu 
erwarten steht, der Erfahrung zufolge die Befürchtung sehr 
nahe liegen muss, es könne die von dem Bibliothekar be- 
triebene Schriftstellerei leicht dazu Veranlassung geben, dass 
er dieser zu Liebe und Nutzen die der Bibliothek schuldigen 
Rücksichten auf möglichste Sparsamkeit, Uneigennützigkeit 
und Liberalität ungebührlich aus den Augen setze und we- 
ger darauf sehe, was der Bibliothek Bedurfniss sei , als viel- 
mehr darauf, was seinen literarischen Arbeiten nutze und 
fromme. Die schriftstellernden Bibliothekare kommen nur 
zu bald auf den Punkt, die Bibliothek für eine Art melkende 
Kuh zu halten, die, um ihren Arbeiten Milch und Nahrung 
zu geben, blos ihretwegen vorhanden sei, während doch 
gerade umgekehrt der Bibliothekar nur um der Bibliothek 
willen da ist. Noch darf unter den Ursachen, wesshalb bei 
den Bibliotlieken der Mangel an Fleiss so häufig angetroffen 
wird, zuletzt des Umstandes nicht ganz vergessen werden, 
dass eine übel angebrachte Sparsamkeit hinsichtlich der Bi- 
bliotheksbeamten wohl dazu beitragen könne, ein zu kleines 
Bibliolhekspersonal in Aussicht auf ein durch ihre Arbeits- 
kräXte kaum zu bewältigendes zu grosses Arbeitsmaterial, 
anstatt zu grösserem Fleisse , zu grösserer Lässigkeit zu be- 
stimmen. Wem zu viel zugemuthet wird , der lässt die 
Sache am Ende ganz. 

Das Dritte endlich, worin es der gute Bibliothekar zu 
einer gewissen Fertigkeit gebracht haben muss, die Humani- 
tät, ist hauptsächlich Dasjenige, was hei dem Bibliothekai 
dem Publikum gegenüber von der allererbeblichsten Bedeu- 
tung ist. Die Humanität und zuvorkommende Gefälligkeit, 
verbunden mit Gewandtheit im Umgange und Bildung sind, 
soweit es auf den Bibliothekar ankommt, ohne Zweifel die 
Haupthebel zur Erreichung des Bibliothekszweckes in Hinsicht 
auf di« Benutzung der Sammlungen , die , trotz aller ihrer 
Schätze lind trotz der schönsten aa sie verschwendeten Ord- 



3S8 Aus dem Katechismus der BibIfothekeDlefcre. 

nuDg, doch leicht da , wo dem QfibKoäiekare jene Bigenschaf- 
ten abgehen, zu fast todtem und wenig benutztem Gute herab- 
sinken , da sich das Pnbliknm Ton der Benutzung der Biblio- 
theken durch inhumane Beamte bald abschrecken and abhal- 
ten lässt. Es wörde gewiss dem Bibliothekare zu viel zuge- 
muthet sein, wenn man verlangen wollte^ dass er jedfem be- 
liebigen Massiggänger, der, um sich die Bftrde der Zeit mit 
Hilfe der Leetüre zu erleichtern, seine Zuflucht zur Bibtio- 
tbek nimmt, mit einladender Dienstfertigkeit entgegenkomme 
J und dadurch die grosse Menge in dem nur allzu gewöhnli- 

I eben Wabne noch mehr bestärke, ah sei die Bibliatbek, eine 

i aufgehäufte Masse Papier in Form gebundener Böcher, ein- 

I zig und allein blos dazu da, um die Mittel gegen Langeweile 

zu gewähren. Aber man darf von dem BtbHothekare mit 
Recht fordern, dass er Leuten, welche die BtbNothek aus 
acht wissenschaftlichem Bedürfnisse aufsuchen, mit Zuvor- 
kommenheit die Hand bieten, und ihnen, soweit es sieb 
mit seinen übrigen Geschäften vereinigen lässt, eingedenk 
des Wortes „aliis inserviendo consumor", semen ganzen Bei- 
stand zu Theil werden lasse; dass er den Lernbegierigen 
rathend und anregend zur Hand gehe und sie in ihren Stu- 
dien aufmuntere , sowie den ungelebrten, aber gebildeten und 
bescheidenen Besuchern mit Freundlichkeit und Gewandtheit 
im Benehmen und fern von aller trocknen und abstossendeo 
Gelehrsamkeit entgegentrete, um ihnen die Sammlung nnd 
deren Schätze zu zeigen und vielleicht dadurch cten in ihien 
schlummernden Keim zu wissenschaftlicher Thatigkeit mit 
zur Bei IIb bringen zu helfen. Das Amt des Bibliothekars 
verlangt dem Publikum gegenüber oft grosse Opfer, und 
diese immer willig und mit Freudigkeit zu bringcm, dazu 
gewährt die Humanität allein die Mittel. Wem diese feh- 
len, dem kann sein Amt bei aller Liebe und Neigung zur 
Antalt die unerträglichste Bürde werden. 

Ausser diesen vorerwähnten drei Fertigkeiten sind von 
den untergeordneteren noch zwei hauptsächclich zu erwäh- 
nen, nämlich ein gutes, zuverlässiges Gedächtniss und eine 
saubere und leserliche Handschrift. Ein BibKothek^r ohi»e 
zuverlässiges Gedächtniss, der stets schriftlScbe IVotizen als 
Erinnerungszeichen an die tausenderlei im bibliothekartsehfn 
Geschäflsleben vorkommenden Kleinigkeiten zur Hand haben 
soll, ist ein höchst bedauernswerther Mann, dessen ohnehin 
schon mühevolles Amt zu einem Leben volher Sorgen wer- 
den muss. Eine gute und deutliche Handschrift aber hi für 
den Bibliothekar um so Wünschenswerther, als gerade die 
meisten seiner schriftlichen Arbeiten, die Kataloge zum Bei- 
spiele« eine Genauigkeit und Accurates^e verlangen, welche 
ohne eine solche Handschrift nicht zu erreichen ist^ 



Au9 dem ftMiecblsMiis dcfr ft^KoCKek«n>elmr 98ff' 

6. Welcbtb sind M' lUiiiQiisse, die man «o» einem BiölUUiHisr« 
zo foitdero hat? 

Es hat zu aUen ZcRen Leole gegeben, die ihre FittrAe- 
derungen an den Bibliothekar in dieser Hinsicht öbermasiBig 
hoch gesteHc und Ton dem Bibliothekar nichts mehr und 
nichts weniger, als dass er Polyhistor sei, verlangt haben. Erstens- 
aber giebt es heuzotage keine Polyhistoren mehr, af>d zweitens^ 
wenn es^ auch welche gäbe, würden solche keineswegs zmB 
Amte eines Bibliothekars unbedingt erforderlich sein. Ba»- 
gegen hat man jedoch auch wieder sehr Utirecbt daran ge«' 
than, das Amt des Bibliothekars zu sehr herabzcrsetzen ondf 
sich der Meinung hinzugeben , dass dazu jei^r beliebte Ge^ 
lehrte passe , der sonst kein Unterkommen zu finden weiss. 
Dres ist keineswegs der Fall. Das Amt V'Orhingt nicht nur 
eine ausgebreitete und gründliche Gelehrsamkeit, die dbrn 
Manne, dessen Obhut die Erzeugnisse derselben anvertraut 
sind, gewiss nicht fehlen dtarf, sondern auch eine g«ns 
eigene Vorbereitung und Bildung, welche man »ich zu« 
Theile kaum anderwärts als in der Sclvide der Bibli<FttlQfc 
selbst gendgend anzueignen im Stande isl. Die Bibliothek 
bildet für den Bibliothekar die eigentliche Hochschule. 

Vor Allen wird es von d'em Bibliothekar mit Recht zu 
verlangen sein, dass er hinreichende encyklopädiscbe Kennt*^ 
nisse gesammelt habe und im Besitze einer Uebersickt des 
gesamm'ten Wissenschaflssystemes sei: ni^ht um damit den 
Besuchern der Bibliothek gegenüber glänzen und mit federn, 
gleichviel welcher Pacullät derselbe angehören m^ge, als eine 
Art Fachgelehrter ein Wort sprechen zu können, sondern 
vielmehr, mit Ebert zu reden, theils um sich gleiche Ach- 
tung und gleiches Interesse für jedes Fach mensehlicbev 
Kenntnisse anzueignen, ohne welche er sich im Sammeln 
die belriibteste Einseitigkeit zu Schulden kommen lassen 
würde, theils um sich eim<;e gründliche Kenntnisse des 
V^esens, der Theile, der Grenzen und der mannigfaltigen Be- 
rührungspunkte der Wissenschaften ,zu erwerben, deren er 
bei dem Geschäft des Ordnens stündlic^h bedarf. In der 
Encyklopädie finden alle übrigen Kenntnisse des BibKotbe- 
kars ihren nothwendigen Vereinigungspunkt. 

Nächst der Encyklopädie ist Sprachkenntniss ein vorzüg- 
liches Erforderniss für den Bibliothekar. Wenn auch nich4 
alle Bibliothekare Sprachgenies wie Mezzofanli sein kömien, 
se ist es doch billig zu verlangen , dass sie von denjenigen 
Sprachen, die in den unter ihrer Obhut stehenden Säi&m* 
lungen durch eine grössere Anzahl von Werken vertrHen 
sind /hinreichende Kenntniss haben. So wird, was z. B. 
deutsche Bibliotheken anlangt, die KenMniss der berden alt- 
tlassitelien S|)racben, des Griediiseien und Lafteifliseheiv» \9 



MO km im EatedUftmoii der Bikli^lfeekeiddire. 

denen die literarischen Reprlsentanten unserer aodi jetit in 
hoher Achtung stehenden ciassischen Schulbildung geschrie- 
ben sind, sowie die Kenntnis« des Französischen , Englischen 
und Italiänischen« ton welchen wohl jede mehr oder minder 
grosse Bibliothek eine erhebliche Anzahl Druckerzeugnisse 
aufzuweisen haben möchte, gewiss unbedingt zu den Erfor- 
derni<»sen eine» Bibliolhekars gehören müssen: nur darf die 
Anforderung hinsichtlich dieser Kenntniss nicht so weit ge- 
hen , dass der Bibliothekar die genannten Sprachen meister- 
haft inne haben und fertig zu sprechen im Stande £ein soll. 
Man sieht wenigstens nicht ein, wozu das fertige Spreeben 
überhaupt nutzen soll, ausser etwa dazu, damit der Biblio- 
thekar vorkommenden Falle» mit den die Bibliothek besä- 
ehenden Fremden, welche die deutsche Sprache nicht ver- 
stehen, verkehren und conversiren könne. Allein es scheint 
jedenfalls billiger und dem deutschen Nationalgefuble an- 
gemessener zu sein, dass die Fremden, wenn sie deutsche 
Bibloitbeken besuchen und benölzen wollen , der deutschen 
Sprache, die ja doch im Bereiche der Literatur mit den 
ausgebreitetsten undi angesehensten Sprachen zum Aller- 
wenigsten gleiche Berechtigung hat, machtig sein mögen, 
als dass die Bibliothekare wie Lohndiener der fremden Faul- 
heit und Nachlässigkeit, die das Deutsche zu erlernen sich 
nicht herbeilassen will , durch französisches Pariiren dienst- 
fertig entgegenkommen und sich zu Dolmetschern fremder 
Ignoranz hergeben sollen. In BetretT der übrigen occiden- 
talischen Sprachen wird es, wo nicht lokale Verhältnisse 
höhere Anforderungen stellen, genug sein» dass sich der 
Bibliothekar darin mit Hilfe von Grammatik und Wörter- 
buch zurecht zu finden und das Bedärfniss des ersten Au- 
genblickes zu befriedigen weiss, wogegen ibm die Kenntniss 
der ausseroccidentalischen Sprachen fuglich ganz nachgese- 
hen werden kann, es wäre denn, dass er einen grösseren 
Schatz von Werken in ausseroccidentalischen Sprachen mit 
unter seiner Obhut hätte. Allgemeine sprachvergleicbende 
Studien vverden aber immerhin für jeden Bibliothekar von 
Nutzen und Vortheil sein. 

Zu den dem Bibliothekar erforderlichen Kenntnissen ist 
drittens die der Geschichte zu rechnen , sowohl der allge- 
meinen und der speziellen desjenigen Landes, welchem die 
betreffenden Bibliotheken angehören, als und vorzüglich auch 
eer Litteraturgescbichte in ihrem ganzen Umfange, Liegt 
d& gewiss auf der Hand, dass gerade dem Bibliothekar als 
dem Bewahrer des historischen Theiles der Fortschritte 
des menschlichen Geistes im Reiche der Wissenschaften und 
innste ein ernstes und sorgsames Studium der Geschichte 
Iprchaus unentbebrlich ist| so kann natürlich m Uezug auf 



Am de» Küdcbkmul ^ Biblitthek^nlehr«. 341 

die . Nothtiieildigkeit des Studium» der Ge»cbiohte der Wie*- 
senschaften, die in den Bibliotheken ihre historischen BehäU 
ter baben^ nijcht der geringste Zweifel sein. Insbesondere 
ist das Studium der Handschriftenkunde, verbunden mit dem 
der hier einschlagenden DipJomatik, und ganz vorzüglich das 
der Bibliographie von grdsster Wichtigkeit. Zwar wird der 
Bibliothekar wohl selten in der Lage sein, erbebliche prak- 
tische Kenntnisse in der Handschriftenkunde und der Biblio- 
gk'aphie belni Antritte in seinen Wirkungskreis gleich mitzu- 
bringen, dafür müssen aber gute theoretische Vorkenntnisse, 
in diesen Wissenschaften seine Mitgift bilden, wenn er sei* 
nero Amte angetraut wird. Die prakTische Ausbildung dieser 
Kenntnisse muss der Bibliothekar von der lebendigen An- 
schauung der HandschriAen und Bucher in der Bibliothek 
selbst erwarten« Praktische Bucherkenntniss, sagt Molbech 
sehr richtig, vertraute Bekanntschaft mit den vielen verschie- 
denen Seiten der Bibliographie und des ßucherwesens, die 
Fähigkeit und Geschicklichkeit, seine literarischen Kenntnisse, 
nach dem nothwendigen Bedurfnisse eines gewissen Landes: 
und einer gewissen Bibliothek anzuwenden, kann der Biblio- 
thekar nie erreichen , ohne sich hierzu durch lange und be- 
harrliche praktische Thäligkeit gebildet .zu haben. Uebrigens 
werden einige Kenntnisse in der Kupferstecher- und Holz-, 
scbneidekui^st dem Bibliothekar aus den^ Grunde nicht ganz 
unentbehrlich sein, weil, ganz abgesehen davon, dass nicbt 
selten mit den Bibliotheken seiner Obhut auch Sammlungen 
vpn Kupferstichen und Holzschnitten anvertraut sind, diese 
ohnebio als wesentliche Bestandtbeile sehr vieler Bucher na*« 
her in Betracht gezogen werden müssen. 

Viertens und zuletzt wird das Studium der Bibliothek- 
wis^enscbaft, speziell' der Bibliotbejkenlehre, begreiflicher 
Weise, und wie sich von selbst versteht, als dasjenige zu. 
bezeichnen sein, was dem Bibliothekar ausschliesslich zu- 
kommt. Die Bibliothekwissenschaft ist seine eigentliche Facb- 
wissensctialt, wogegen alle übrige Doctrinen, deren vorher 
gedacht worden, als Vorbereilungs- und Hilfswissenschaften 
zu gelten haben. Ohne die Bibliotbekwissenschaft würde der 
Bibliothekar ein namenloser Gelehrter sein. 



[940.] Die ma^ikallflcliea Schätze der SächsUcben 
Bibliotheken.'^) 

Von M. FfinsteDau. 
Die musikalischen Bibliotheken Sachsens bewahren, so 
weit sie mir bekannt sind, ein so ausserordentlich bedeu- 
tendes und für die Kunstgeschichte des 15., 16. und 17. Jahr- - 



*).: Am 4em $4räpp|iii| s. onteo Nr. 941. 



SilB Die ni«iil«K«ohe» Scbttzt i»r Sloblirtbm fiüiiitetheken. 

btradeiis 8o weffthyuiles Material, dass es wohl der Mäbe 
lohnt, die Autmerksamkeit der Kunstfreondo auf sie zu leo- 
ken. Oies erscheint um so wünschenswertber, als die Art 
und Weise, in welcher jene älteren Tonwerke meist auf hd» 
gekommen sind, eine grössere Aujmerinamkeit and Sorgfalt 
erheischen, als ihnen bisher im Allgemeinen zu Tbeü ge- 
worden ist, wenn sie nicht gänzlich dem Ufitergai)^ entgegen 
gehen sollen. 

Die Tonwerke des 15. , 16. und 17. Jahrhunderts sind 
nämlich nicht, wie wir es jetzt gewöhnt sind, in Partitur no- 
tirt, d.h. also nicht in unter einander geschriebene« Slim- 
men zusammen vereinigt, sondern nur in einzelnen Stimm« 
bQcfaern vorhanden, die erst in eine Partitur aosgesetzi wer- 
den müssen, itm eine Uebersicbt zu gewähren. So sehr min 
auch diese Art und Weise der Aufl>ewahrung dem Sinne und 
Geiste der damaligen Zeit entsprach, so konnte es doch nicht 
fehlen, dass im Laufe der Zeit ein oder das andere Stimm- 
bächlein verloren ging. Ja die sonst höchst eferenwerthen 
Forschungen im Gebiete der altdeutschen Poesie waren den 
älteren musikalischen Kunstscbätzen insofern nachlhei%, als 
es bekannt ist, dass ohne Röcksicht auf ihren Werlh und 
ihren Zusammenhang solche kleine Stimmbuchelehen ganzen 
Werken entrissen wurden, nur um die allerdings sdiönen 
Poesien und Texte zu erhalten. So fand sich vor noeh nicht 
gar langer Zeit in dem Nachlasse eines bedeutenden deut* 
stshen Dichters und Sammlers altdeutscher Poesien eine nicht 
unansehnliche Zahl solcher vereinzelter Stimmböcher vor, 
meist Tenorstimmen enthaltend, nach welchen um desswillen 
grössere Nachfrage war, al9 in ihnen die Texteswerte meist 
ausführlicher ausgedruckt sind, als in den öbriigen Stimmen. 
Nur selten werden sich daher Musikalien der früher» Zeit 
vollständig vorfinden, und ich kenne keine Bibliothek, sowohl 
in Sachsen als im Auslande, die nicht Luchen dieser Art 
und unvollständige Werke aufzuweisen hätte. Von um so 
grösserem Wertbe müssen uns nun aber die Sammhiogen 
sein, welche, wenn auch nicht durchgängig, doch zum grös- 
seren Theile in sich vollständige Werke aufz4iweisen haben. 
Unter diese letztem gehören in Sachsen namentlich die Raths- 
bibliothek in Zwickau (deren Musikalienkatalog in der Leip- 
ziger Musikalischen Zeitung vom J. 1849. Nr. S9. p. 6S» f. 
abgedruckt sieh befindet), ferner die Rathsbibliothek zu Lö- 
bau und endlich die Bibliothek der Landesschule zu Grimma. 

Diese letztere BibBolkek gewährt für die Kunstporiode 

des )6. und 17. Jahrhonderts durch ihren ReichihiMB aa 

werthvoUen und umfangreicben Sammelfwerken , aowio. durah 

leren Vollständigkeit einen ziemlich umfassenden Ueberblick 

ber die Thätigkeit der damaligen Kdnsder; Namenilich 



Die musikalischen Schätze d«r SSchsischen Bibliotheken. 843 

wirft sie aaf die Kunstgeschichte untres «ngeren Vaterlandes 
Sachsen ein heiles und glänzendes Licht, und manches noch 
uflb«kanntie, oder bius dem Namen oder Titel nach bekannte 
Werk Sächsischer Tonkunstler oder Kapellmeister bewahrt 
sie in ihrem Sdioosse. So brauche ich, um das Gesagte 2U 
bestätigen, nur auf zwei Werke von Antonius Scbiid^^Uus, der 
als Sächsi&ther Kapellmeister 1580 starb, hinzuweisen, näm- 
lich: tl primo Libro de la Canzoni Napolitane 1566 und 
Passio et flesurrectio Domini nostri Jetiu Christi. Aus dem 
Grunde ^glaube ich Kunstfreunden durch Velrtfflenliichung des 
vollständigen Katalogs dieser Grimmaer Sammlung (im Se- 
rapeum), den ich bei Gelegenheit einer Ferienreise im Som- 
mer 1853 selbst angefertigt habe, einen Dienst zu erweisen. 
Ich richte bei dieser Veranlassung zugleich die Bitte an die 
Herren ßibHothekare und Vorstände von Bucher- und Musi- 
kaliensammlungen, dass sie ihre Wachsamkeit und Aufmerk- 
samkeit auch diesen meist in sehr unscheinbarem Zustande 
befindlichen, oft sehr vernachlässigten Kunstschätzen m6g- 
liehst zuwenden wioUen. Es werden in unserer Zeit viel Mit- 
tel 'und viel Sorgfalt nuf die Erhaltung älterer Kunstschätze 
anderer Gattung verwendiet; nur die musikalischen höchst 
werlhTollen Origiiiaiäiwrreete früherer Zeiten werden meist 
ihrem eigenen nicht eben sehr beneiden^wertben Schicksale 
überlassen. Ich kann daher nicht umhin, im Interesse der 
Kunst eine Idee anzuregen, die für das Gedeihen derselben 
und namentUch für die Kenntniss und fiir die Geschichte der 
älteren Tonkunst von unberechenbarem Nutzen und Vortheile 
wäre. Es muss der Wunsch jedes Kunstfreundes sein, die 
kleinen im Lande zerstreuten Bibliotheken in eine einzige 
vereinigt zu sehen, wo unter gewissenhafter Aufsicht und 
versländiger Leitung das Kunstmaterial in möglichst voll- 
ständiger und Übersichtitcher Anordnung der Benutzung des 
kunstverständigen Publikums zugänglich gemacht werden 
könvite. So schätzbare Einzelheiten auch die Bibliotheken 
Sachsens in sich enthalten, so bedürfen sie doch alle mehr 
oder minder der gegenseitigen Vervollständigung. Einzelne 
Stimmbücher» die dem oder jenem Werke fehlen, werden in 
Folge einer solchen Centralisation gewonnen, wofür icii mehr 
als ein Beispiel aus meiner Erfahrung anführen könnte. Eine 
solche Vereinigung müsste freilich zunächst auf dem Wege 
freiwilliger Debereinkunft getroffen werden, und die Inhaber 
s^kher meist brach und unbenutzt liegender Bibliotheken 
mflissten den kleinlichen Standpunkt des eigenen Besitzlbums 
aufgeben und bewogen werden, gegen Reverse ihre Schätze 
der Brllgemeinen Mustklbibtiothek zu überlassen und zu über- 
antworten* Ich habe diese Idee, die übrigens gar nichts 
IHeues «ntbitt, sondero demV^rlÄren der Altertbumsveretne 



344 Allgemeined. 

ganz aoHlog ist, welche auch die im Lande zerstreat sich 
vorfindenden Alterthumer der Erhaltung und Benutzung hal- 
ber in einem Museum vereinigen, schon mehrfach in kleine- 
ren Kreisen angeregt. Auch sind schon einleitende Schritte 
zur Verwirklichung dieses Gedankens für Sachsen hei dem 
Sächsischen Cultusministerium gethan worden. Allein es 
handelt sich um die Mitwirkung und Betheiligung vieler Gleich- 
gesinnten, und aus dem Grunde wollte ich meine Wünstibe 
der Oeffentlichke^it und einer weitern Besprechung übergeben. 
Mögen diese ^eilbn dazu beitragen, dem Unternehmen An- 
klang und möglichste Unterstützung zu erwerben. 



Allsemeineii. 

[941.] Serapeum hrsg. von Naumann. Fortsetzung von 

Nr. 847, 

Enthalt: 

Hauptbl. Nr. 19. p.289 — 96. Schluss von: Einige Bemer- 
kungen über Handschriftenkataloge und deren Drucke nebst 
Erwiederung auf den Aufsatz: Die Möglichkeit der Benu- 
tzung des Handschriftenschatzes der K. Hof- und Staats- 
bibliothek in München im Serapeum, vom 28. Februar d-J.) 
von Fr. Böhmer in Frankfurt a. M. 

Nr. 19. p. 296—302 u. Nr. 20. p. 314—17. Ueber das ver- 
brannt geglaubte Original der Annales Hirsaugienses des 
Johannes Trithemius. Von Dr. Anton Ruland, K. Ober- 
bibliothekar zu Würzburg. — Das Original befindet sich 
in der Münchner Hof- und Staatsbibliothek. 

Nr. 19. p. 302 — 4. Liber Laurentii Odonis Lincopiensis, von 
Archivar Herschel in Dresden. — Dieser längere Zeit hin- 
durch verschollene Codex befindet sich im Besitze der 
Dresdner Königl. öfientl. Bibliothek. 

Nr. 20. p. 305 — 13. Die musikalischen Schätze der Landes- 
schule zu Grimma. Vom Kammermusikus M. Fürsteoau in 
Dresden. (Schluss folgt.) — S. oben Nr. 940. 

Nr. 20. p. 317 — 20. Hamburgische Bibliophilen, Bibliogra- 
phen und Litteraturhistoriker; von Dr. F. L. Hoffmann in 
Hamburg. (Fortsetzung folgt.) — Schliesst sich an die frü- 
her unter diesem Titel im Serapeum gegebenen Mitthei- 
lungen (s.Anz. J. 1854. Nr. 56) u. betrifft VHL Friedrich 
Ludwig Christian Cropp, der unter den Bibliophilen Ham- 
burgs im XVill. Jhrhdt. eine bedeutende Stelle einnimmt. 
Ausser einer reichhaltigen Kunst-, u* Naturaliensamoilung 
besass Cropp eine Bibliothek von mehr als 24,000 Bden, 
worunter die Fächer der Naturwissenschaften, Mathematik 
und Numismattik besonders gut vertraten waren. 

Inte Uigenzbi. Nr; 19. p. 145^50 m Nr. 20. p. Id3-n57. Serge 



Allgemeines. 345 

Poltoratzky. Abdruck des oben Nr. 61 erwäbnfen Querard'- 
schen Artikels. 
Nr. 19. p. 150—52 u. Nr. 20. p. 157—60. Bibliograph. An- 
zeigen. 

[04I3«] Table analylique des matieres Irailces dans le$ 
neuf Premiers volumes du Bulletin du Bibliophile Beige, for- 
mant la premiire Serie de ce RecueiL (Ännees 1845 d 1854.) 
Par Auguste Scheler, BibliotMcaire du Roi ^ Directe^r \actuel 
du Bulletin. Bruxelles, Heussner. ^^^Ü^W^* ' ^Xf^ ' 

Der gegenwärlige Herausgeber des milfet* bat sicffum 
dieses durch die Bearbeitung u. VeröfTentlichung des Torl. 
-Registerbändchens ein unbestreitbares Verdienst erworben« 
Man weiss, welche Massen von Materialien nach u. nach im 
Bullet, aufgespeichert worden sind, die aber leider für Jeden, 
welcher nicht speziell in den einzelnen Bänden bewandert 
war, seither ziemlich nutzlos bleiben mussten, weil ihm die 
Register dazu feMten. Das Anfertigen solcher Register ver- 
Jangt Ireilich Aien nicht unbedeutenden Mübaufwand, den 
Derjenige, welcher nicht selbst schon eine derartige Arbeit 
unter den Händen gehabt hat, kaum richtig zu schätzen weiss; 
um so mehr ist es PQicht für Alle, die mit dergl. Arbeiten 
vertraut sind, dem Herausgeber die verdiente Anerkennung 
auszusprechen , zumal die vorl. Arbeit alle Zeichen , dass sie 
mit Sorgfalt ausgeführt worden ist, an sich zu haben scheint. 
Die Fortsetzung des Bulletin's Ser. II. Tom. II. (s. oben 
Nr. 848) enthält in Cahier 5 : 

Histoiredeslivres. p. 371 — 82. Deux capucins poetes, 
par N. L. — Betr. einige Pieren aus einem sehr seltenen 
zu Lüttich 1630 erschienenen Büchelchen, welches poe« 
tische Ergüsse auf Mitglieder des Hauses Curtius enthält. 
p, 382 — 87. Sur: Oeuvres inedites de P. de Ronsard, gentil- 
homme vandomois, recueillies et publiees par Prosper 
Blanchemain. Paris 1855. 12; par Gh. Ruelens. — Die 
Ausgabe umfasst theils mehrere noch nicht veröffentlichte, 
aus Handschriften der Kaiser!. Bibliothek zu Paris entlehnte, 
theils zwar schon früher gedruckte, später aber durch 
Ronsard selbst u. Andere wieder unterdrückte Pieren. 
p. 387 — 91. Sur: Le Traite de la peinture de Leonard de 

Vinci, illustre par Poussin; par le m^me. 
p. 892 — 95. ün opuscule inedit de Gregoire de Tours. . — 
Betr. das aus einem Bamberger Codex von Fr. Haase her- 
ausgegebene Werkchen: S. Georgii Florentii Gregorii Tu- 
roneosis episcopi über ineditus de cursu stellarum (s. Anz. 
J. 1854. Nr. 599). 
p. 395 — 98. Une ancienne impression du Renard versifle; 
par Hoffraann von Fallersleben. (Traduil du texte allemand 
insere dans le no. 36 de TAl^emeeneKoast- en Letterbodo 



346 Allgemeines. 

8 sept.) — Betr. die von CulemaDn in Hannover aufge- 
fundenen Fragmente eines verslficirten Reineke, die offen- 
bar älter sind als die beiden Ausgaben in Prosa von 1479 
u. 1485. 
Biographie, p. 399 — 405. Extraits de deux jettres in- 
4dites de Marc Laurin, seigneur de Watervliet, de Bruges, 
ä Estienne Winand Pighius, secretaire et bibliotbecdire du 
Cardinal de 6ranv(*Jle. Lettre de Hubert Goltz ä Pighios. 
^^_Jtoi>espoi^A|£e .deU^igbitiS; manuscrit, conserve dans la 
'^VOKbliotbequIt^^lftlMide Hambourg.] Communiquä par f. 

L. HofTmann. 
* p. 406 — 7. Lettre inedite d'Adrien de Jonghe (Hadrianus 
Junius) k Plantin, avec des notes de F. L. Holfmann. 
Mölanges. p. 408 — 14. Betr. meist Gegenstände, die zum 

Anzeiger nur in sehr entlernler Beziehung stehen. 
Necrologie. p.415 — 16. Betr. den OberbibJiolhekar Prof. 
Dr. Fallati in Tubingen (s. oben Nr. 934) u. den am 3. Octbr. 
verstorbenen Scriptor Pietro Matranga m Rom. 
Revue bibliographique. p, 417 — S^^Betr. unter An- 
deren den neuesten Band des Kataloges der Pariser Kai- 
ser!. Bibliothek ( s. oben Nr. 833), die Seizioger'sc9ie Bi- 
bliothekstechnik (s. oben Nr/602), die neueren PuMicatio- 
nen des Tresor des pieces rares ou inedites , cdllection 
publice par Aubry — welche aus folg. Schriften bestehen: 
Description de la ville de Paris au XVesi6cle^ par Guille- 
bert de Metz , publiee pour ia premiere fois , d'äprös le 
manuscrit unique (de la Bibliotheque de Bourgogne), par 
le Roux de Lincy, LIV, 102 pp.; Oeuvres inidites de'P. 
de Ronsard etc. publ. par Prosp. Blanchematn; les Loix 
de la galai^terie, IX, 30 pp.; TAdvocacie Notre-Dame publ. 
par Chassant (s. oben Nr. 920) — sowie die neue von 
Ulysse Capitaine veranstaltete Ausgabe der Pugna porcomm 
par P. Porcium poetam (s. unlen). Eine besonders aus- 
führfiche Besprechung hat der Herausg. der Seizinger'schen 
Schrift, mit der er nicht überall einverstanden zu sein 
scheint, gewidmet. 
Libraires. Ventes publiques. p. 436 — 41. Enth.: 
Sur Thesaurus bibliothecalis de Tross (s. oben Nr. 688), 
u. Livres precieux figurant dans la vente Bearzi, p^r G. 
Brunei (s. oben Nr. 447). 
Publications nouvelles. p.442. 

[943.] Die Norton'sche Literary Gazette and PuMishers' 
Gircular (s. oben Nr. 658) hat, da der Verleger seine Ge- 
' Schäfte einzustellen gezwungen gewesen ist, zu erstheinen 
aufgehört; man beabsichtigt jedoch von anderer Seite her, 
an die Stelle der Liter» Gazette ein ähnliches UntemefaiDen 
treten zu lasset)* 



'ftii)Kogräp%k. 34? 

Bibliographie. 

[844.] Die ialändiithi liUerarückß GfieUfchaß; von Dr. 
€. KlempMl. S. ßML f. Au^b. aUg. Zeit. Nr. 297- p. 4745— 4^. 
[045*] JHe'Qe$thiühile d^r Erfindung der Bwchdrucketkunst 
d»treh> Johann Gmiß$U€h gen. GvUenberg zu Mainz^ pragmaäsch 
aus den Quellen beatbeitety mtl meftr als driukalb Hundert noch 
ungei^hru^en Urkfind^u, welche die Genealogie Guleuberg^s^ Fust*s 
und Schöffers in ein neues Licht stellen , von E^ A* Sohfißb^ 5. 
R, Dr,^ Vicepräsidenlen des vormaligen Gro$sh.*Kreiegeriebi$ iu 
Mainz. . äd, l—^UL Zweite Ausgabe. Mains, v, Zabem, 8. Jlt, 
631; riöB2; Xr,MSS. Mit den Portraiis von Gu$enber§, 
Fust u, SchoffeTi sowie 3 genealog, Statnmtafeln. iV. n. 4 Thlr. 
20 Ngf'. . 

. ÜAyerdQderte Titelausgajbe, 

[946.] ^Die Familie Baas, ^n Beürag zur Basler Buch- 
druekergesehichie von P. Wegelin. S. Baster Taschetiibuch auf 
d. J. 1654 tt. 1855. Hrsg. von Dr. IV. Th.Streuber. . 

[847 4] Lehrbuch einer allgemein^ Lfiter&rgeschichte alUf* 
bekannten Völker der Welt etc. Von Dr. J. G, Th. G fasse. 
Bd. in. Äbih.^. LUf.b. Leipzig y Arnold. 8. S. 769 -^96Q. 
Pr. 1 Thlr. <Vgl. oben Nr. 667.) 

(946.] Schlusskrittk (däi Kaysersehe Bücher * Lexikon be^ 
treffend) ; von M. Welleir in Züt*ich. S. BörsenbL /. d. Deuiuh. 
Buchhand. Nr. 130- p. 179&--9e. 

JCagsers Bücher lexihon beh-epnd. S. Ebend. JVr. 1 39. |i. 1 93 1 . 
Die Weller- Zucfbold'6olie Angelegeoheit isi den Lesei^ii 
4ed Am. au« den Nff. 650, 652, 781, %i8 wM nun hin- 
reichend hekafidt, so dass hier nicht weiler darüber ges^ro- 
cfaetY zu werdeb l>rffuebt. 

[949.] BibKographisches Jahrbuch füt den deUtsöhen Buch-, 
Kunst" und Landkarten- Handel. Jahrg. JU. ßd.2. A.u:d.T.: 
Messkatalog, Michaelis l^hi. Leipzig, AvenariUs. 8. JCT, 3305. 
Pr. n. 1 Thh-. lö Ügr. (Vgl. oben Nr. 381.) 

F950.] LeQuirard. Journal de bibliogräphie etc. Fort- 
setzung von Nr. 853. 

Nr. 9. Septembre enth. : 
p. 379—74. A tiös Äbonnis. — Ein Geständpiss des Verf.'s, 
dass ihm das, ursprünglich für ^in Journal beistimdite Ma- 
terial: ober den Topfgewächsen sei, u. er daher vom näch7 
sten Jahre an dem Bfatte, Welchcis aller 14 ta^e erschei- 
nen werde, eine Erweiterung' ü. Veränderung zu geben sich 
in der Lage sehe, 
p. 374 — 79. Sur les Melanges pubHös par la Phllobjbifott 
Society. Loiidres. 1853. 8.) par A. Baron. — Eine Revue 
fiber den iniiält des ersten Bandes der von der neuen 

PetMhQlit» Anseiger, Ifemibir USS, 25 



^ BitUograpId^. 

Londner Bibliophilengesellschart (8.Anz. J. 1854. Nr. 758) 
in nur wenigen Exemplaren herausgegebenen Melanges. 
•p. 379 — 80. Sur: Etudes 8ur ]a Typographie gefietmse du 
quinzi^me au seizi^me siede (sie) et sur Tintr^dttelioii de 
1 Imprimerie en Suisse. Par E. H. GauUieur. Genefe^ 1855. 
8. Mit Abbild. — Anzeige des iateressanlieii Sehrifidiefls 
aus der Revue crit. des livres nouveaux. 
p. 381 — 82. Raymond Sebonde, et son traducteur Micfael 

Montaigne; par ßrunet. 
p. S83 — 84. Variations de prix de quelques livres dans les 

ventes publiques ; par Dom Catalogus (G. Brttnet). 
•p. S84*-86. D'un livre rare et curieux: les Statuts dofln- 
quisition. — Betr. Orden que comunmente se güarda «d 
ei Santo Oficio de la Inquisicion ftc. Valencia 1736. 4., 
ein Buch, welches von den Franzosen 1808 in Miidrid er- 
beutet worden war, u. nach manchen VVecfaselfällen i(eulich 
in der Bibliothek des gesetzgebenden Körpers in Paris eioeo 
Ruhepunkt gefunden hat. 
p. 386 — 88. De quelques supercheries litterakeB . en Alle- 

magne. 
p. 388--90. Retrospectif. — Wohl für die Leser des Qüi- 

rard, nicht aber für die des Anz. von Interesse, 
p. 390 — 92. De ceci, et de ceia. — Dieser diesmal nur 
kurze Abschnitt widmet upter Anderen der Aufstellung eines 
1657 in Paris aufgefundenen Cybelekopfes in der Pariser 
.Stadtbibliothek einige Worte aus d. Siecle v. 21 Septbr. 
1^» 392 — 94. Necrologie, par Alkan alne. — Betr. den im 
. Fache der Bibliothekwiss^nscbaft durch sein Schriftchao 
. , De l* Elablisiement des Bibliothiques ammunales en France 
1846 tt. sonst in der Litteratur durpb mehrere Warke 
bekannten Alph. Alexandre Curmer g€b. 29. Jul. 1805, gest. 
20. Aug. 185d. 
p. 395 — 436. Les Lettres Franjaises en Europe et les Hi- 
storiens etrangers de la France. Aperfu mensuel. 

[951.] * Tableau bibliographique des Ouvra§eä nn tout 
genres qui ant paru en France pendant tannie 1S54; äivUi 
par Table alphabSiique des Ouvrages^ TabU alpkabäique des 
Auteurs, Table syti^alique, (Signd: L. Mar eile et A. RabuittMS.) 
PßrU, Pillel ainl 8. 26% B. Pr. n. 1 JÄ/r. 10 iV^r. 

Bildet das Register zu der im Anz. J. 1854* Nr. 74 er- 
wähnten Bibliogr.. de la France, u. wird den . Abonnenten 
desselben griatis geliefert. 

[952.] *Ma Bibliothique Franpaise. Pürüj che» Hftcior 
Boßiange. S. ^l B. (Vgl. oben Nr. 154.) 

Enlh., als eine Art Anleitung zur Anlagß einer ausge- 
I^Ujbbten Sammlung; französiscbf^r Bücher» eifi yerziE|icbi^S3 tod 



1167 Werken in etwa 7000 Bian mit biograpb« Ifalbeli über 
deren Verfasser u. dreifaciiem Register.. 

[953.] BoUeiino bibiiografico ebdomadario dt. ^uiU le .pu/b- 
bUeazioni UaHane ad uso degiitditwiy Utrah e«. G.Canade'H^ 
Redaltore respoHMbUe. Änno /. No» 4« Milano^ Tip. Gngiül- 
mini. ^ÖlUbre. fol. Pr.n»'d Thir. für i SemesUr von 25 I^rr. 
d 8 5. 

So sebr es aucb, bei dem grossen u. fubibaren Mangel 
an einem der italienischen Lilteralur gewidmeten bibliograph, 
Organe, dem Publikum erwönscbt sein muss, in dem vorl. 
Blatte ein Mittel zur Abhil/e dieses Mangels zu erhalteu« so 
scheint es docli wo^il getban, m sei«, wenn- man sieb in Bor 
treif der Leistungen des Bialtes nicht allzu . grossen lumta«- 
tungen hingiebt Das Blatt scheint weniger die Verbreitung 
bibUograpb. Kenntnisse im Auge zu haben, als vielmehr eitle 
bloseßuchliandlerspeculation für bucbhftndlerische lateKeasen 
zu sein, für welche der halbjährige Ahonn*-Preis: von 3 Thtirq. 
viel zu hoch ist. Am Schlüsse des Jahrganges soll ein drei- 
faches Register, nämlich der angezeigten Schriften; ihrer Ver- 
fasser, sowie der Verlagsorte u. Herausgeber, dem Blatte bei- 
gegehen werden. . A\ 

[954.] Nach der Norwegischen (}niversitäts?eitscbrift 3. 
Hfi. sind in den sieben Jahren von 1847 bis 1854 in Nor- 
wegen zusammen 1023 Bücher > u. zwar 870 Originalwerk«, 
139 Ueberselzungen u. 14 Wiederabdrucke älterer Splvifteü 
erschienen. Davon kommen 87 auf d. Philologie, 23 (jl. Phi- 
losophie, 65 (i. Pädagogik, 118(?) d. Theologie, «3.d.Repbli|* 
wissenschalt, 46 d. Politik u« Staatsökoftomie, 22 d. Medicin, 
39 d« Naturwissenschaft,' 48 d. Oekonomie, 12 d. Tedifielogie, 
223 (?) d. Geschichte, 33 d. Seefahrt u. Handel, 23 d. Krieg4r 
kunst, 28 d. Mathematik, 187 d. Schöne Litteratur, 6 ver^ 
mischte Schriften. S. Börsenbl. f. d. Deutsch. Buchhand. Nr. 14llk. 
p. 1969 (aus d. Augsb. allg. Zeit.). 

[955.] Ein Verzeicbniss dßr Productionen der peripdi^ 
sehen Presse in Constantinopel findet sich im *Athen. dSeptbr. 
Nr. 1454. p. 1032. —5.—. v 

[956.] *Le$ Cl(u$iqfie$ de la Table. Nouvelh ^tfifto», rer 
fonduß et compUtü, comprenanl de ptus que le$ prMdtn^^ imI 
Dielionnaire de$ origines et provenances des prQd^its de^.dm^f 
rigneSf un Dielionnaire hygi^nique de» aiitnent^ii Hne Biskdpß 
de Tori culinaire et des repas ekes lee peuplee andenf et ieß 
modernes, un Pricis des plus cel^res pratidens, gourfi^ndm, 
etc., des ^necdoles , des^ Ch(mson^ de table , une Bildiogr^phie 
dipnis lo XVIe si^clejusqud nosjoms, «(o.) e^ prM^^.'iun^ 
Noiiae sur U$ prindpaux c^uteurs de$ Cla$eiques de i^ Tabl^, 
par JusUn Ämerok Paris, IHdoifrires. 18* 2 Vols^ 91 ff»' ff^ 

^tr, , -^ •. .. .. .;• 

26 • 



tiO Bibliographie« — focbfaliidler- u. antiquar. Kataloge. 

{0S7.] Bine merkuAkrdige Reliquie derält$Hen Typographie; 
von V. L. t. K. Enlh. im AnMiigtr f. Kunde d. DeuUeh. Vorseii 
^.\F. Jahrg. HL JVr. 9. ^.222—23. 

^ Betr.: Oratio de S. Stanislao Martyre et Episcopo Crac. 
Impr. Craeoviae per Casp. Hocbfeder. Quo anno? 

[958.] * Pttgna Porearum per P, Porcium Poetam, Leodii, 
typU Carmanni. 1856. (Auf dem ümichlage s(eht: 1855,} it{. 8. 
43 5. Nur Ab numeririe Exemplare. 

Ein von Uiysse Capitaine in Löttich herausgegebener 
correeter Abdruck mit biograph. u. biMiograph. Notieen Aber 
den Verf. Joannes Leo Placentins (Plaisant, Placence, Plais- 
sance), dessen wirkheher Pamiliennaoie nach Gapitaine's Ver 
-muthung Vroltk ist, u. seine Sehrilten. — 5, — 

{9&9.] Ludwig Tieck, Erinnerungtn aue dem Leben du 
DiehUn nach dessen mündlichen und Hhrifmtlhen Mitlheihmgen 
wm Rudolph Köpke. Th. IL Leipzig, Broelthaus. gr. 12. Enth, 
p.288-^tl4: Chronologisches Verzeiehniss von Tieek's Werken, 

Bacbliftndler- h, matliiaAr« IMit«itoipcw 

{960.] 3Sur Lebensgeechichle Paul Nefs, S. Bdrsenbl. f. 
d. Deutsch. Buchhand. Nr. 140. p. 1968—69. 

Aus d. Schwab. Merkur. 

[961.] Friedrick Perthes Lehen. Nach dessen schrifiliehen 
und mündliehen Mittheitungen aufgezeichnet von Clemens Theo- 
dor Perthes, ordenil. Professor der Rechte in Bonn. Bd, JIL 
ühtha, Perthes. 8. VI, 594 S. Pr. n. 2 Thlr. (Y^. Anz. h 
1«S1. Nr. 1329.) 

* * * 

Während der grossere Theil der in den lettsten Heftea 
^tos Anz. erwähnten Kataloge zu den Erscheinungen der ge- 
i^OhnHcheren Art gehörte, finde ich unter den im Nachfolgen- 
•^n aufgefahrten Verzeidmissen eine ziemliche Anzahl, aaf 
welche die besondere AuAnerksamkeit der Leser hingelenkt 
2U werden verdient. Obenan steht wegen seines Gehaltes an 
•fleht antiquarischen Bdchern der Katalog von T r o s s. Ihm 
zunächst der für englische Litteratur sehr werthvolle Katalog 
YM Köhler. Eine grosse Auswahl, wenn auch meist gang- 
barer rnid öfters vorkommender, doch schätzbarer Bücher 
aus verschiedenen Wissenschaftsfachern bietet das Verzeich- 
Iris» von Schneider. Für Philologen ist das von Cal- 
¥ary von grossem Interesse, wie nicht minder das von 
Meyri. Protestanitschen Theologen empfehle ich das vor- 
ftüglioh gehaltreiche Verzeichniss von Beck, sowie die von 
Seekenhauer und Hochhausen, katholischen das 
Sehleite rasche und Gosohorsky'sche. Medicinem ist 
der Kuhlmey^sehe Katalog zur Durchsicht anzuempfohlen, 
Historikern die Schmid fachen, Sammler von CuriositStea 



und R«riUien finden in den VecseicImiMPen von SUrgar^t 
und Scheible manche Ausbeute. 

[962.] AnliquarUGhes^ VwxHehniu Nr. XYL CaMoff des 
Anliquan$,ehen Büch^lägen der AhademitehgH Bucbhandlwmf t» 
Kiel. Philologie, 8. 67 5. 

£Qtb.: 1. ClasBische Philologie; II. Neuere Sprachen u. 
deren Litteratur, sowie Deutsche u. Celtische AUertbumskunde« 

[068.] NrQ.XXIir. Antiquarueher Katalog. Verxeiclmisi, 
einer reichhalligen Sammlung älterer und neuerer Werke tfl 
Oclav-Forma$ aus den Fächern der (proteetantiechän) Theologie 
und Philoeophie welche aus dem antiquarisehen. Bücher lager der 
C. H. Beck*schen Buchhandlung in NördÜngen xu beziehen sind.. 
1856. 8. U6 & excL Tit. 

[Q04«l Verxeiehnise iVr. 34 des Bücher^Lagers der afiA'-* 
quarisel^n Buchhandlung von /• H. Bläeker in Bamhurg» 8. 
425. ejpflZ. ra. 2Vr. 11808— 14353. 

Enth.: Arznei- u. Wundarznei Wissenschaft; Natürge«* 
schicble, Physik u. Astronomie; Landtvirtfascbaft;, Gartenbau ' 
u. Forstwissenschaft', Zeitschriften u. Journale veifsohied.Jn-i: 
balta« Empfiehlt sich theils durch gute Auswahl, Ibeils durch 
billige Preise. 

[063.] Catalogus quintus librorum unioersae AntiquiiaiU 
Studti Disciplinas compleetentium qui veneunl aptid Si Calvary 
ejusque Socium, Berolinenses, 8. 86 5* exel. Tit, 

Zerfällt in: I. Scriptores Graec. &: Latin.; II. Subsidia 
Antiquitätts Studiorum. 

[966] Antiquarisches Verzeichniss No. 2 von kathoHsek4 
theologischen Werken und Verwandtemy Welche von Qscar Ftiedr. 
Goedsche in.Meissen zu beziehen sind. 8. 50 5. 1(177 JBrr. 

Enth. Ton Bedeutenderem nur wenig. . . 

Antiquarisches Verzeichniss Nr. 3, enthaltend Fafia (Bücher 
oiM allen Fächern der Lkeratur, welche von Demselben mu da* 
ziehen $ind. 8. 16 S. 290 iVrr. Afie ^ BH. Verlagsvetzeiehniss. 

[967.] Einundzwanzigsier Katalog dee Antiquarischen BtH. 
cherlagers von A. Gos<dMrskys BucMiandlung ( L. F. Maske ) in 
Breslau. Katholüche Theologie. 8. 1% S* 

Zweiundzwanzigster Katalog des nämliehen B&eherk^gers.* 
Belletristik. Prachtausgaben und StahlsUohiBierkB. ' t!rang{fsischet 
E^mlischej Italienische und Spanische Literatur. . 8. 48 S.' .'- • 

Nr, 13. Antiquarischer Anzeigär von Derselben* (Vesrmmh*» 
tu.) Septbr. 8, 16 5. 

[068.] No. 23. Verzeichniss Antiquarischer Bücher dm Lm^ 
§ers wm Hermann Hortung in Leipzig. 4« 40.5« 

Enth« Philologie» Archäologie u. Aintiqnitätdn > Bowi^ 
Verschiedenes. 

[969.] Catahg.Nr.XXXV: Bibliaiheea lA«o%tM el phikh 
aqiMeA. Werke isber Theologie^ PhiM^ieei \Plse4agoj/^ aus 



BfifMiMiJllef • 0. «At^nar« Ittaloge. 

iMk- atniquarüdien Lägif wm /. J. Hteketdumer in THhgen, 
8. IdSS.exeiru. 

[97aj IV. Amifmriiehcs Büehttr-VerMBiehnus von C Bach- 
hoHMtfu Bwikkandlmn§ (0. UelHung) in Jena. InhaU: TAeoto« 
gie. 8. 52 5. 

[OVl«] Aniifuariseh0s Anttige-Hefi XFIL Caiahff tiner 
Au$mahl von werUwolten engUseken Büchern wehhe von JT. F. 
Mokkr in Leipng lu betitken $\nd. November. 8. 42 S* exä. 
TU. 842 Nrr. 

[972.] Aniiquari^eher Caialog der Kuhlmey sehen Buehhand- 
Inng in Liegniix. No X. GeschiehUt Geographie und verwandte 
Meher (sowie Belletristik). September. 8. 32 Sw 

Antiquarischer Calalog der nämlichen Buchhandlüvg. No, 
JuT. enthält: Medidn und Nälnruassenschaft. October. 8* 32 5. 

[973.] SAslerAntiquar'Catalog, Auswahl von Büdiem, welche 
bei Antiquar J. Meyri in Basel zu haben sind. 8. 35 ^. excL TU, 
871 Nrr. ^ 

Eiith. Belletristisches, Litteratur u. Kunst, sowie ilislor. 
u. Geographisches. 

Catalog Nr.S6 des antiquarischen Bücherlagers von Dem- 
selben. Enthaltend alte und neuere Werke aus dem Gebiete der 
Phiiohgie. 8. 66 S. excl. Tit. 2247 JVrr. 

[974.] ^r« 12 ^ 13. J. Seheible's Antiquariat in SMl- 
gart. 16. S. 857--420. Gegen 500 Nrr. 

Bnth.- allerhand Guriosa, besonders die Magie, Alcheniie, 
medicin. Raritäten, Theosophie, Geheimniss- u. OfiTenbamngs- 
Mdier. 

I0f3«] MaHaUg Nr.UL des antiquarUt^hen Bücheriagers 
von Bmü SohilHng in Dresden. 8. 54 S. excl. TU. 
^ Enth. Bucher aus yerschied. Wissenschartsfacharn. 

[976.] ATo. 43. Bibliotheca Iheologica oatholica» Verzeieh" 
nies werthvölkry älterer und neuerer Werke aus dem Geeeanmh 
Gebiete der kalhoUs&hen Theologie. Vorräthig auf dem am»- 
qüarisehen Biseherlager der Schletter^ sehen Buchhandlung (H* 
BkuUch) in Breslau. 1856. 8. 42^. excl. Tit. 

Verzeichniss Nr. 44 des anüguarischen Büeherlagem der 
numiiehenBuchhandiung. {€uriosaj Alchemieelc^) 1856. 8. 16 5. 

[OVf •] Catalog XC. des antiquarischen Bücheriagers von 
B. W. Si^midt, Buchhändler und Antiquar in Halle a.S. Nor- 
düehe V&lker* 8. 82 S. exoL Tit. üeber 1250 Nrr, 

Ist auch als Beilage zum Octob.-Heft des Anz. beigege- 
ben worden. 

Calalog XCL des nämUchen Bücheriagers* Genealogie und 
Numiemalik. 8. 34 S. excL Tit. Gegen 1100 Nrr. 

Catalog XCII. des nämlichen Bücherlagers. Militaria, nebst 

Anhang ^von BäHltunH und Ländwirihschafl. %. 16 S. 721 Nrr. 

.. [978«] itiUiipMirli^*er CataU^g Nr. 34 von Füiu Sehneider 



Buchhiodler- u« antiqoikrjSlrtftloge. — Auetionskataloge. MI 

in Boid. Verzeuhmsi ekiew SämMtm§ fUer wad geschäUier 
Werke, 8. 270 S. exel TU. 9037 Nrr. 

Enth. Bucher aus yerscbied« Wissenschaftefäcbern, worun- 
ter über 500 Nrn Scbrifiten über Schweizerj^escbichte u. Ver- 
wandtes* 

[979.] NiK XIIY. B^lletiH de Librairie anämme* — 
Cüialogue d'une' heUe eoUeetion de lettree atUographes, Verxeichr^ 
niti einer werihvollen Sammlung von Slammbückern und Auto^' 
graphen, Handzeichnungen ^ PorlraiU der Buch- und ÄnUgua-^. 
riai$' Handlung von J. Ä. Slargardi in Berlin. 8. 16 5. exel. 
Tit. Ueber 200 iVrr. 

[OSO*] XXme Catalogue de heaux Livres en venle ches 
Edwin Trost d FarU. 8. 29 S. excl. TU. Nr. 2678—3026. 

Obwohl ich stets gern bereit gewesen bin, die Reich- 
balligkeit der T/schen Kataloge an wirklich seltenen Büchern 
anzuerkennen, so darf ich doch auch andererseits nicht un- 
terlassen zu bemerken, dass, wie von den antiquar. Buch- 
händlern überhaupt, so auch von Tross nicht immer von der 
Bezeichnung eines Werkes als Seltenheit der richtige Ge- 
brauch gemacht wird. So ist z. B. im vorK Katalog die Fal- 
kensteinsche Geschichte der Bucbdruckerkiinst, welche fast 
in jedem grössern deutschen antiquar. u. AuctionsverzeichT 
nigfie vorzukommen pflegt, u. wovon die bei dem Verleger 
noch vorräthigen Exemplare jetzt eben unter dem Titel einei; 
zweiten Ausgabe auf den Markt gebracht worden sind, als 
selten bezeichnet: diese Bezeichnung passt auf das Falken- 
stein^sche Buch in keiner Weise. Uebrigens ist auch hin- 
sichtlich der Ladenpreise« welche man in dejn antiquarischen 
Katalogen einzelnen Büchern zur Vergleichung mit den antiqqar. 
Preisen hinzuzufügen gewohnt ist, zu erwähnen, dass die 
Angaben nicht immer richtig sind. So ist, um bei. dem 
Beispiele des Falkenstein'schen Buches stehen zu bleiben/ 
der Preis desselben von Tross auf 40 Fr. statt 8 Thlr. an- 
gegeben« Im deutschen antiquar. Buchhandel ist das Buch 
zu allen Zeiten um 4 bis höchstens 5 Thlr. neu und wohl- 
erhalten zu erlangen gewesen , wogegen Tross 28 Fr. dafür 
verlangt. 

iLactioBshataloff« 

[981.] Verxeichniis von Büchern, welche am 10. — 14. 
December durch Ä. Werl in Grimma versteigen werden sollen. 
8. 144 5. exel. Tit. 3512 iV^rr. 

Enth. Bücher aus fast allen Fächern, unter denen 'sich 
jedoch besondere Merkwürdigkeiten nicht vorfinden. Beson- 
ders aufmerksam zu machen ist höchstens nur auf eine An* 
zahl' von Schriften aus der Reformalionszeit, sowie der Göthe- 
ik Sebillerlitceraiur. 



IM . Bibliathek«iriyfeoAiw 



[982.] Köniffi\eh9 BihUoih^h (in Be^l(n). S. Kdnigl Preu$i. 
Staa^'Anzeioßr Nr. 242. p. ISOl— '3. 

Vorläafiger Bericht Aber die im Laufe des 1. 1854 der 
Bibliothek zugegangenen beträchtlichen Geschenke » die in 29 
Handschriften u. 1884Nrr. gedracktef Werke bestanden ha- 
ben. Den ansehnlichsten Theih nämlich 619 Werke in 1092 
Bden, verdankt die Bibl. dem Hofbuchhändier Hahn in Han- 
nover. 

[983.] Alphabetisches Verzeichniss der Band$cl\r%flenj 
Ifruckschriften und Landcharlen der BihliatheJc des könlgl, 
Sachs» Vereins für Erforschung und Erhaltung der vaterländi- 
sckeh Alterthümer in Dresden. JVq. 17, Vom Februar 1*849 bis 
Februar 1856. Verfasset von Julius Theodor Erbstein ^ erstem 
Archivar des Eönigl, Sachs, Hauptstaätsarchivs , und D, Maxi- 
milian Leopold Lowej Professor u. Bibliothekar etc. S, Mit- 
theilungen des Königlich Sächsischen Vereins für Erforschung 
und Erhaltung vaterländischer Alter thümer. Hß. 9. bresden, 
Meinfiold u. Sohne in Comm, 8. |). 55 — 111. (Vgl. Anz. J. 
1848—49. Nr. 70.) 

[984.] Altdeutsche Handschriften auf der erzbischöflichen 
Bibliolhek zu Erlaü in Ungarn» von L. r. Szalay in Ofen. 5. 
Anzeiger f. Kunde d. Deutsch. Vorzeit N. F. Jahrg. IlL Nr. 
10. p. 251—53, 

Die Bibl. des Erzbisthums Erlau ist in der 2. BäDte des 
vorigen Jfahrhdts durch den Bischof Carl Grafen Esterbäzy 
gestiftet worden: mit Beihilfe von dessen gelehrten Corre- 
spondenten in verschied. Ländern' wuchsen die spärlichen 
Beste der Bfichersammlung froherer Bischöfe, besonders in 
den J. 1781—84, zu einet Bibliotb. von 13,863 Werken in 
20,724 Bden an. Unter fEsterhäzy's |Nacbfolgern auf dem 
biscböO., später erzbischöflichen Stuhle trugen Stephan Frei- 
herr v. Fischer und Ladislaus Pyrker wesentlich, zur Ver- 
mehrung des Bilcherschatzes bei. Gegenwärtig besteht die 
Bibl. aus mehr als 30,000 Bden., daruntei^ 230 Handschrif- 
ten u. 272 Inkunabeln. : : ^ 

[985.] Die Bibliothek der Oberlausitzischen Gesellschaft 
der Wissenschaften in Görlitz ist im Laufe des J. 1854—55 
durch 274 Nrr. Geschenke u. 71 Nrr. gekaufter Bücher in c. 
SOOBden vermehrt worden« S. Corresponden^bl. d« Ge- 
sammtyereins d. deutsch. Geschiehls- u. Altertbum^-VeFeine 
Nr.l*. p. 121. 

[986.] Das germanische Natiomlmusium {in Nürnh/^g)^ 
S, Augsb. ßUg. Zeit. Nr. 300. p. 47&5_S6^ 

[987.] Die SeminiirbibUothek zu UrsM^ b«4 cU« . vom 
Dr. Mebold (f 1854), dem vormal. RedacteMf 4» A'Vg#i>* l^em.» 



BMieithelrarAmii^ W 

Z^tlviig, hmlftriaiseae be^ieiiteiide'u. werdiTalle Bflcherftiiaiii«- 
hing iron dksi^n WiUwe geschenkt erbfilteD. Dr. Mebold 
hatte frttber den Wuaach au^gesprocb^n , dass seine Budi«r 
eilst eiper WürUein)>ergis€ben Schulanstalt übcfgeben wer^ 
den möchten, u. die Wittwe glaubte diesem Wunsche ai$ 
besten durch die Uebergabe der Sammlung an Urach, wo 
der Verstorbene vormals selbst als Repetent thätig gewesen 
war, m ent^recben. S. Augsb. allg. Zig. Nr. 2Sß. p. 4721 
(8QS d. Schwab. Merkur). 

i988.] Bibliülh^que communaU de S^t^e^^ [Signe: L$ 
UUiMecfiire, Vahb^ Metealft, vieaiti de Sfivrfa.] Sivre$, impr* 
de (ktf. 8. Vt ^• 

Enih. den Katalog uker 428 Bd«. 

[989.] 0er neue Lesesaal im Bpitischen Museum zu 
XondOD, wohl der grös^le in . allen Euirop. Bibliotheken, 
schreitet seiner Vollendung rasch Qnfgegen, ; E> wird kreis^ 
rund , ¥00 einer Kuppel « durch die er sein Lieht empföngt^ 
überdacht«. 104 F. im Durchmesser u. 106 F. bis zur Docke 
haben. S. Staats- u. gel. Ztg. d^ Hamburg, ufiparth. Cor^ 
respond. Nr. 242. — 5. — 

[990.] Die Ydiimnmhe Bib€lhand$chrifi und eine Audieim 
M Gr0§0r XVL V^n C* Tüehendorf. S. Beü. z. Mg§b. aUffi 
ZmL Nr. 279. p, 4457-^59. - 

Ein Dcuer Beleg zu der idigemein bekannten Tbatsadi«» 
das« die Benutzung der Vaticana nicbi seltett mit überaus 
grossen, wenn nicht unübersteiglichen ^cbwicM'igkeilen ver^ 
handen ist. 

[991.] Die Kaiserl. öffentl. Bibliothek, in St. Petersburg; 
die bereits mehr als 700,000 Bde enthält, hat im iaufe des 
letztvergangenen Sommers durch Schenkungen einen Zuwach» 
von 907 fiden , 199 Kupfersticiwn u. 15 MS& erhalten. S. 
Staats 7 tt. gel Ztg. d. Hamburg, uopartb. GQrres}>ond. Nr. 
243, — 5. — 

[992.] In Wilna ist ein a^rcliäologrKches Museum er- 
richtet worden« Der Zweck, des Museums ist, die allen 
Druckwerke u. Handscbriftenr , Münzen, Medaillen « WaiTeB» 
Inschriften u. deren Copien, Gemälde» Statueii u. andere 
Gegeostdjr^e , welche sich a^uf die Goschichtie des westlichen 
Russlands be;(iehen4 zu samo^eln u.. zu QrhaHen* Die dea 
aufgehobenen römisch-katholischen Klöstern angehOrigen Ur*^ 
künden, sowie die Urkunden aus den Bibliotheken noch b^ 
stehender Klöster u* Kirchen, die Reste aqs de^ C^binetten 
der ehemaL Wilna'achen Universität, welche das Wilna'scbe 
GynHiasiiuii bisher autbewahrt hat« sollen demnächst an das 
neue Museum a^alielert werden. S. Staats- u. gel Ztg. d. 
Hanbung. i^oparth. Correspond. Nr« 24g; — 5, — 

[998.1 Die Univeiraitdl4bibbothe|( . wr Luod kai dwch 



iH^ Btbliolhekenlwd«. '— Prifftibibliotheken. 

BescMass des Reichstags aberrnfth fOr die J. 1^M^&7 jlbr- 
lieh eifien ausserordenllicben Zuschnss von 9M# Rtblr. Beo. 
zam Ankaufe älterer Werke, sowie die Bibl. -"B^liBiiiten an- 
gemessene Gehaltszulagen ertialten, S. LeipK. ReperU Bd. IT. 
Hft. 2. p. 127. 

Prlv»tl^ibll«theken. 

[9l94L] CakUoguB de Livrm asIranomiquBt j nuMimaii- 
quet et physiques provenant des BibliothSques de feu A. €. IV- 
ietten DirecUwr de Vobiervaiom d'ÄHona de Pi H. C. de Bo- 
guslawski Direcleur de Vobeervatoire de Breelau ei de fem Th. 
Siber Professeur de Phystque d VUniversile de Munieh dmU U 
venle publique se fera d Berlin le 3. Dicembre, Berliny R, Fried' 
iänder et fiU. 8. 88 S. exel. Umschlag. 9073 Nrr. 

Ein sehr gni gearbeiteter u. fibersichtikh geordneter 
Katalog, der bei dem Reicbtbume und der groseeo Wiebtig^ 
keit vieler darin aufgefahrter Werke der besonderen Benchtnng 
in hohem Grade würdig ist, nnd als bibtiograph. Repertorion 
dauernden Werth behalten wird. 

[905.] No. XXV. Bibliolheca historiea, Gesdiichte^ Geo^ 
grapkie. Reisen, Genealogie, Sammlung wm Büchern vottügliek 
aus dm Bibliotheken des Grafen von Werlheim^ ehemaligen 
Staalsministers Friedrichs des Grossen und des Adalberi Storo 
xewshi, Herausgebers der hist, Ruthen. ScrtpC. xu haben in der 
Buch' und AnHquariate-- Handlung von J. A, Slargardt in Ber- 
Hn. S. 58 S. exel. Tit. 1155 iVrr. 

Ein sehr beachtenswerther Katalog mit vielen werthvol- 
len u. seltenen Büchern, auch mehrerem Handschriftlichen. 

[996.] Auctions • Katalog mehrerer ausgezeichneten Bücher-^ 
Sammlungen aus dem Nachlasse der Frhr» v. Wendt, Bischof xu 
Basinopel , Dompropst zu Hildesheim , — Canonicus Osthaus in 
Rössing, — Consistorial-Rath Dr. Brandie in Hannover^ Obrist- 
lieut. V. Honstedt, welche nebst einigen andern kleineren Samm^ 
lungen aus allen Fächern der Literatur und Sprachen am 15. 
Noeember in Hannover durch Dr. jur. Hagemann versteigert wer- 
den sollen. Eingesandt von H, Kiroher in Hannover, 8. 142 
S. excK TU. &457 JVrr. 

Ein in den Fächern der Sprachwissenschaft, Theologie, 
Jurisprudenz, Medicin u. Naturwissenschaft, sowie der Ge- 
schichte u. Geographie etc. manches gute ü gesütihte 'Werk 
enthaftender Katalog. 

[997.] Die Bibliöth^ Albani, ohne Zweifel eine der 
sehönsten Zierden Ronns auf dem Felde der Wissenschaften, 
eine von den Glok^ien des Hauses Albani, welches durch Ttele 
Geschlechter hindurch ein Gönner der Wissenschaft u. Litte- 
ratur gewesen ist, gebt, wie die Angsb. allg. Zeit. -Nr. 308. 
pv 4916^19 berichtet, ihrem Ende entgegen/ De^ Car iinal 



»ri«Mliib1iötliiBk«n. MT 

4 

Nevli grtndfle sie im Aofasg des XVII. Jahrhunderts in sei«» 
nem im. ThaieiDbug zwischen dem Quirinal, dem EsquMin 
und dem .Honte Ptncio gelegenen Palast« und später ging sie 
in den B6Sita:<ier Familie Albani über. Der Cardinal Ales- 
sandro Atbani erweiterte sie dergestalt, dass er als ihr neaer 
Gründer gelten kann, indem er die Bucher des Cardinais 
Cesare Raspöni u. die des berühmten Litteraten Casiano dal 
Pono^ welcher, die Bibliothek der aufgelösten Akadcfmie der. 
Lincei erworben hatte, dem Torhandenen Bücherbestands 
hinzufügte. Im J. 1798, einem Zeitpunkte bürgerlicher Un^. 
ruhen, wurden viele Handscbrii'ten u. alte Drucke aus dieser 
Sanmlung gestohlen, später, aber, im J. 1603, vom Fürstea' 
V. Soriailo, Carlo Albani, meistens ghlcklich wieder ange** 
kauft Da das Fideicommiss des seitdem erloschenen Hau*! 
ses Albani seinem Siillungsbriefe zufolge sich zwischen dea 
nächsten Anverwandten vejrtheilt, so fiel auch die reiche Bi« 
blioVbek tum Theile der Familie Castel-Barco Yon Mailand 
und znm anderen Theile dem Hause Guidi del Bigno van: 
Hanlua 2u. Diese beiden Firben haben mm die BibliothMc. 
versteigern zu lassen, u* den Erlös unter sich zu theilen be- 
schlassen* Dass vielleicht die Begierung die ganze Sammlung 
ankaufen, v. dadnrch die Zerstreuung derselben verbindemv 
werde, ist bei dem gegenwärtigen Finanzzuslande des Kir- 
chenslaates nicht sehr wahrscheinlich. 

[998.] Die Bibliothek des Marquis Campana in {Rom ist 
in neuester Zeil durch einen sehr kostbaren Venetianischen 
Stich Ottavio Scotto's von Monza zu Dante's Komödie aus. 
dem J. 1484, auf dessen Bande die betreffenden Stellen der 
Hölle u. des Fegfeuers von der Hand Galilei's geschrieben 
sind, bereicberl worden. S. * Revue des Deux Hondas 1 
Octobre. — 5. — • . 

[999.] Der Rest von Büchern aus dem Nachlasse des 
Professors Dr. med. Eisner ist in Königsberg am 12. No- 
vember versteigert worden. 

[IQOO^J *Calalague d'une colleclion de livres et d^estampes 
cottcertianf thisioire de France^ et toui pariiculih-emeni Chisloitf 
de Paris, prwenaiU du eabinei de M, L, R. de L . . . , dmi to. 
«eale anm lieu le 8 nwembre. Paris, Teehener, 8. 9^2 B* 
U75Arr. 

' [lOOl*] Calala^ue de beuux livres la plupart reliet en, 
marofttif pravenßnl de la Bibliotheque de feu M, de Laeeus Ek-^ 
Cohn9l de la Garde impMale Doni la vente se fera /s 16 iVb-. 
vembre. Paris, Tross. {A. u, d. T.: Calalogue des livres an*. 
ciens et modernes De feu H. de tassus.) gr. 12. 64 «S. 606 JVtr.v 

Per vorl. Katalog enthält meist nur Seltenheiten 4er. 
Französjfichep Litteratur ans verschied. Fächerni welche vom. 
verst. Besitzer it^eniger seiner. ^tu^i^n w.iigefi» .als. ai^s Nei-^\ 



3S8 PrivatbibliolhekeD.~ AbdrUoktioaBibL-Handscbriftenetc. 

guBg zu Bäcbern fiberfaaupt angescbafft worden «a- seia sehei- 
neo: der Katalog wird daher auch dem Bibliophilen gr&saere 
Befriedigung als dem eigentlichen Gelehrten geiwihrtD. 

[1002.] In dem litterarischen Nachlasse des Confereni- 
rathes Schumacher in Altena bat sich ausser der selir werlh- 
iFollen Bibliothek (s. oben Nr. 460) auch eine an 12^000 
Briefe starke Correspondenz vergefunden. Diese Briefsaram- 
liing giebt Zeugniss von den intimen Verbindungen, in denen 
der Verstorbene zu den höchstgestellten, ausgezeichnetsten 
tt. gelehrtesten Männern Europa's gestanden hat: besonders 
werthvoll sind darunter die zahlreichen Briefe A» ▼. Hum- 
boldt^s an Schumacher. Dem Sohne des Verstorb.» dem 
Haier J. Schumacher, sind von verschiedenen Buchhindlern 
bereits glänzende Anträge zur Herausgabe der Corresponden- 
zen gemacht, diese jedoch von demselben dahin beantwortet 
worden , dass er sich die Anordnung u. Erläuterung der 
Briefschaften, welche ohne Zweifel ffir die gelehrte Welt vom ^ 
grössten Interesse sein werden, selbst vorbehalte. S. *Frei- 
schätz V. 21. August. — 5. -— 

[1003.] *Catalngue de bons liitra$ anciem el modenief, 
prwtnanl de la Bibliothique de feu Äf /. D. T. • * ♦, dmi Ut 
vente se fera le 5 novembre. Paris, Dtlion, 8. 4*/i ß- 775JVrr. 

^1004.] Vefxeiehnis» der ton dem su Cle%e verlebten Hü- 
ter gutsbesilz er F. W. L. Thamae nachgelassenen Bücher, Evnst- 
blätter und Bfusikalien, welche den 10. Dezember lu Cleve tureh 
Hopmann öffentlich versteigert werden sollen. 8. 83 S. 1536 
Nrr. Meher, 124 Kmstbll. u. 175 Musikalien. 

Abdrucke »os Bibl« - HandLnclirif ten etc* 

[1005.] *Nolices et extrails des manus<irils eencemant Thi*' 
stoire oU la litl^rature de la France, qui sonl conservSs dans 
les bibliolhiques ou arehives de Su^de^ Danemark et Horveege; 
par M, 'A. Gefflroy, professeur d'histoirc d la Faeulti d4S